Hude
qiment :',en Tao genau vollendet sein wird, um sich als ein 'ireftor wahrhaftes Geburtstagsgeschenk Berlins für den
Führer präsentieren zu können. Die Rufe der Be>
Aus aller Welt
e.
stelle teilt mit:
Geschichten aus aller Welt
Iber gab, daß die ganze Eheschließung also ein grober Schwindel war. Die Untersuchung ergab, daß
iis
Trinkt Kathreiner, den guten Kneipp-Mahkaffee /
chsgeseh- ung der dem es mieten
►en den n drei ter Re- ’roppau sondern Provinz fernab rtWx\5.
67
70
Der Führer hat dem ehemaligen Fraktionsführer der SDP. und Führer der Deutschen Volksgruppe nach der Wiedervereinigung des Sudetenlandes mit dem Reich, Herrn Kundt, in Anerkennung seiner großen Verdienste das Goldene Ehrenzeichen der Partei verliehen.
für das Reich 5 gewahre Ehrung fizier Soldaten hlshaber h'tsch, sonderen hshaupt- iment ten über ngungen
Führers. Wie es nicht anders zu erwarten war, letzte sich bereits an den beiden Ostertagen ein froh »emeqter Menschenstrom in Bewegung, um den letz- ien Porbereitungen für die festliche Aussch rnük - ung der Ost-West-Achse beizuwohnen, die sich in schnurgerader Linie vom Berliner Stadtschloß über die „Linden", das Brandenburger Tor, durch )ien Tiergarten, an der Technischen Hochschule vor- vei, dann über das Charlottenburger „Knie", die Vismarckstraße und den Kaiserdamm bis zum Adolf- Fitler-Platz in Westend hinzieht. Immer wieder »urden Rufe der Bewunderung laut. Sie galten inmal der Tatsache, daß das gewaltige Bauwerk .>er Ost-West-Achse, vor 18 Monaten begonnen, duf
nprog
Regierung llähren hrers als e Staats- In Prag Führers parade eoter eine Glieder der
rischungszelte, wie etwa das „Trompeterschlößchen", Ochsenbratereien und Bayernkapellen in großer Zahl und mannigfaltiger Buntheit! Berliner Herz, was willst du noch mehr? Vielleicht noch das berühmte Marionetten-Theater von Schicht!? Auch dieses wird auf der Treptower Festwiese sein Zelt aufschlagen; oder etwa den berühmten indischen Seiltrick? Auch dieses orientalische Wunder wirb sich zur Schau teilen. Wir kennen es aus den Reisebeschreibungen der Jndienfahrer: ein loses Seil wird in die Luft geworfen. Urplötzlich erstarrt es, so daß ein Mensch an ihm emporklettern kann. Indien in Treptow! Wie das mit dem Seil möglich ist? Run, man begebe sich nach Treptow, man enträtsele den Trick ober — lerne noch im 20. Jahrhundert das Gruseln.
, ♦
Haben mir bisher alle geglaubt, daß der Mai der Wonnemonat sei, so mußten wir uns — wenigstens in Berlin — jetzt eines besseren belehren lassen. Es nützt da auch kein Köpseschütteln und kein Umdeuten! Unwiderleglich beweist die Zahl in ihrer nüchternen Exaktheit, daß in Berlin der Wonnemond nur der Monat — Oktober ist. Wer es nicht glauben will, blättere in dem soeben erschienenen Statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin. Dort ist zu lesen, daß im letzten Berichtsjahr 4 5 7 6 8 Eheschließungen stattfanden, also 10,7 auf je 1000 Einwohner. Don diesen Eheschließungen fanden nun 5464 im Oktober statt, was einem Tausend- satz von 15 entspricht. Dann erst kommt der Monat Mai, dem der Dezember und der Juli als begehrteste Heiratsmonate folgen. Am schlechtesten ist es um den Monat Januar bestellt; in ihm heirateten nur 1974 Paare (gleich 5,5 je Tausend)? Auch der Februar, der November und der Juni bleiben unter dem Satz von 10,7 je Tausend. Welch em sett-
Am Sonntag nimmt der Jugend sichrer des Deut- chen Reiches mit der Uebergabe der D r. - W i l - Helm-Frick-Jugendherberge in Fulda die Weihe der im letzten Baujahr fertiggestellten wei- teren 63 Jugendherbergen vor.
imittan für die
te, do, rlin z« ol des
Berlin, 14. April 1939.
Nun ist es also so weit! Nur noch wenige Tage rennen uns von dem 5 0. Geburtstag des
Identifizierung geben, daß man darauf einen Schuldspruch hätte gründen können. Infolge eines Zufalls aber konnte einer der Portiers die erforderliche Feststellung treffen. Nach der Rückkehr von dem vollbrachten Einbruch hatte einer der Geldschrankknacker in der Halle des Hotels aus Versehen einen Blumentopf heruntergerissen, und es hatte einen erregten Wortwechsel über die Wiedergutmachung des Schadens zwischen dem Portier und dem Hotelgast gegeben. Der zornige Portier hatte sich das Gesicht des Verbrechers natürlich genau angesehen — und lieferte das so fehlende Glied der Beweiskette.
Der Dieb liest den „Faust".
AS. Riga.
In der kleinen nordlivländischen Kreisstadt Wol- mar ereignete sich folgendes: Die Mutter des örtlichen Schullehrers hatte sich am Montag früh zum Markt begeben und ihr Haus allein gelassen. Als sie nach Ablauf einiger Stunden zurückkehrte, fand sie die Tür des Hauses verschlossen. Auf dem Sofa in einem der Zimmer saß ein fremder Mann, der ganz in die Lektüre des „Faust" vertieft war. Als "er die Hausfrau bemerkte, erklärte er ihr, daß er ein Freund ihrer Tochter fei und hier auf das Mädchen warte. Dennoch gab er bald vor, sich etwas in der Stadt umsehen zu wollen und verließ das Haus. Als die Tochter am Nachmittag zurückkehrte, mußte sie den Verlust ihres gesamten Schmuckes feststellen, der sich in ihrem Zimmer befunden hatte.
Der Flieger stört die Golfspieler.
Ndz. Kopenhagen.
Die Polizei in Helsingör hat sich mit einer Anzeige : zu beschäftigen, die ein ganz neuartiges Delikt be- • handelt. Der Golfklub der Stadt beschwert sich dar- : über, daß seine Mitglieder planmäßig am Spiel ge- , hindert worden sind, und zwar „von oben herab" i durch einen Sportflieger. Gerade über dem grünen - Rasen des Golfplatzes übte ein Sportflieger feine ! Sturzflüge. Er brachte fein Flugzeug fo dicht über • die Köpfe der Spieler, daß diese entsetzt nach allen . Seiten auseinanderstoben. Sie drohten mit geballten i Fäusten nach oben, aber das regte den Flieger dazu : an, immer wieder durch Sturzflüge die Golfbeflisse- : nen nervös und auf diese Weise die Fortsetzung des
nö Doll« Regung, herbst s 3n«
Nieder- das ehe- ich wer- h davon, gierungs- geglietert
die Aufgebotsfrist des Paares noch lief, und daß ein Antrag des Bräutigams, im Dispens von der Auf- gebotsftist zu gewähren, ab gelehnt worden war. Wahrscheinlich hat nun jemand ein Geschäft gewittert und dem Bräutigam erklärt, daß die Befreiung von einem bestimmten Betrag abhängig sei. Hinterher hat er sich aber vor den Folgen gefürchtet und chließlich den ganzen Schwindel in Szene gesetzt. Wäre nicht das Buch in der Wohnung zurückgeblieben, dann hätte das junge Ehepaar vielleicht er|t sehr viel später davon erfahren, daß es gar nicht verheiratet ist. Sa wird es nun den behördlichen Segen unmittelbar nad) der Hochzeitsreise erhalten.
Der verräterische Blumentopf.
Utellte stellen ist die 'aß mit Schnitte er. und die
%
Wer 'hfs
5oitnjt bet
,e - an
Berlin, 14. April. (DNB.) Die Just izpr esse- Am 14. April 1939 ist der am
17. April 1911 geborene Heinz Lindemann hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Königsberg am 20. März 1939 wegen Mordes zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Heinz Linbe-
Während sich solchermaßen die Reichshauptstadt jum 50. Geburtstag des Führers schmückt, ist man im Osten Berlins, in Treptow, am Werk, den Frühling mit einem großen Volksfest zu begrüben, das vorn 19. April bis zum 30. Mai Hun- terttaufente nach diesem schönen Fleck Berliner Erde > locken wird. Der Verein zur Erhaltung des hiftori- chen Fischzuges von Stralau veranstaltet dieses Volksfest in Gemeinsamkeit mit der Stadt Berlin. ICeber 1500 Arbeiter sind dabei, 30 000 Kubikmeter Aoden auszuschütten, um damit ein Fundament für len Aufbau der Fahrgeschäfte und Aussteller zu ichaffen, deren Zahl just ein Dierteltausend beträgt. Ilie Größe des Festplatzes dokumenttert sich außer in dieser Zahl der Schausteller auch in den 72 000 Quadratmeter, die zur Verfügung stehen. Wasser- lutschbahnen, Schlangenbahnen, Autorennbahnen (mit echten Benzin-Kraftwagen), Berg- und Tal- lahnen, Freischwebebahnen und geheimnisvolle £aruffefls wie die „Spinne" und die „Peitsche" wer- !en das Entzücken der Besucher bilden und von dem Mählichen Jauchzen der Jugend erfüllt sein. Dazu tibt es Würfelbuden, Aalstände, Glücksräder, Er-
Berlin rüstet zur Geburtstagsfeier.
Brief aus der Neichshauptstadt.
rag« E
C5 W5 sich i-5
««ri£ 6tm
ttoto 115 miM”" „sorb-ck«
Schwierigkeiten. Wie aber, wenn man den ein geschlossen en Beamten nicht gehört hätte? Wenn vielleicht niemand mehr im Büro anwesend gewesen wäre? Wenn Wochenende gewesen wäre? Oder gar ein Fest mit zwei Feiertagen? Nicht auszudenken: inmitten des Goldes, der Banknatenberge und Wertpapiere wäre der brave Mann — wie einst der Wüftenwanderer — elendig verhungert und verdurstet! Oder erstickt, wie weiland König Midas an seinem Golde! Woraus sich wieder einmal die Wahrheit des Wortes ergibt: Geld allein macht nicht glücklich — man muß sich auch etwas dafür kaufen
Mrk-lM t durch
♦t Rklch
fwiiw'
(, r ( 5
IArbeit5* ’ie an«
Spiels unmöglich zu machen. — Nun wälzen die Herren von der Polizei die Gesetze und Verordnungen, um einen Paragraphen zu finden, mit dem man solche Spielverderber fassen kann.
Der prophetische Traum.
Ndz. London.
Als Mr. Richard Owens in Wellingborough — so berichten englische Blätter, denen die Verantwortung für die Richtigkeit der Erzählung überlassen bleiben muß — eines Morgens aufwachte, teilte er seiner Frau einen furchtbaren Traum mit. Er sei auf der Straße überfahren und schwer verletzt wieder heimgebracht worden. Seine Frau bat ihn inständig, nicht, wie er es sonst stets tat, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Der Mann schlug die Warnung jeboch in den Wind. Eine Stunde später bereits wurde er tatsächlich mit schweren Kopfverletzungen nach Hause gebracht. Er war von einem Auto angefahren und zu Boden gerissen worden. — Soweit der Zeitungsbericht. Zufall oder wirklich ein Wahrtraum? Es wird ja immer wieder über derartige Träume berichtet, man darf aber anderseits nicht vergessen, daß unter den tausend Träumen und den aber tausend Vorfällen des Lebens zufällige Aehn- lichkeiten sehr leicht einmal eintreten können.
Bom Finger zum Bein.
Ndz. London.
Daß Fremdkörper wie Nadeln und Metallstücke, die m den menschlichen Körper eingedrungen sind, zuweilen Wanderungen unternehmen und sich später an ganz anderen Stellen zeigen, ist eine bekannte medizinische Tatsache, die namentlich aus Verwundungen des Weltkrieges geläufig ist. Ein besonders krasser derartiger Fall ist jetzt in Cardiff entdeckt mortem Eine jetzt 80jährige Greisin hatte sich vor 40 Jahren in einer Wäscherei eine Verletzung dadurch zugezogen, daß sie eine Nadel in ihren' Finger bohrte und bann abbrach. Da bie Verletzung nur unbebeutenb erschien, hatte sie ba» mals feine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Jetzt litt die Greisin an heftigen Schmerzen im Bein, die einen ärztlichen Eingriff erforderlich machten. Bei dieser Gelegenheit wurde die etwa einen Zentimeter lange Nadelspitze entfernt, die inzwischen den ganzen Körper durchwandert hatte.
Die schwindelhafte Trauung.
Ndz. Rio de Janeiro.
Eine kuriose Heiratsgeschichte hat sich in Rw de Janeiro zugetragen. Dort sollte tn einem Prwathaus hi ne Hochzeit stattfinden, und der gnetensn^ter er schien auch pünktlich, begleitet von seinem Schaber, i, großer Gala. Der Schreiber schwenkte eM n^siges £uÄug « auf unh legte, bann tarfrtlfernen s üllfederhalter zurecht. Das junge Paar trat ei , und nach Beendigung der Zeremonie erkläre der dichter die Brautleute im Namen des Gesetzes für erheiratet Das junge Paar begab sich foi°rt auf 'e Mackie tsreife Als der Brautvater vom Bahn- Lf wriirfPam fand er das dicke Buch des Schrei-
Ndz. London.
Jeder Kriminalbeamte und Richter weiß, daß auch der gerissenste Verbrecher leicht eine Kleinigkeit übersieht, die ihn später dem Arm der Justiz überhffert ober daß irgendein lächerlicher Zufall ihm zum Verhängnis wirb. Ein solcher — an sich völlig unbedeutender — Zufall, nämlich das versehentliche Zerbrechen eines Blumentopfs, hat es jetzt ermöglicht, die letzten Mitglieder einer der gefährlichsten Banden von Geldschrankknackern zu überfuhren, die England unsicher gemacht haben. Die meisten Mitglieder dieser Bande saßen bereits hinter Schloß und Riegel. Die restlichen drei Gauner aber setzten ihr Treiben trotz der Festnahme ihrer „Kollegen" fort. Schließlich aber gelang es Scotland Yard, die vorhandenen Spuren zu einer fast lückenlosen Beweiskette zusammenzuschließen, bei der nur ein einziges Glied fehlte. Man hatte mit Bestimmtheit feststellen können, baß die Verbrecher, die ben Safe eines Großunternehmens aufgesprengt hatten, in einem bestimmten Zimmer eines bekannten Hotels übernachtet hatten. Auch waren bereits drei Verdächtige verhaftet warben. Es fehlte nun das Mittelglied der Beweiskette: waren die drei Verhafteten in ber frag« Heben Nacht Gäste des großen Hotels gewesen? Da sich das Trio natürlich wenig gezeigt hatte, konnte von dem Hotel-Personal niemand eine so sichere
Einstürzende IRauer begräbt spielende Kinder.
Ein schweres Unglück, bei dem vier Kinder g e - tötet und sieben verletzt wurden, ereignete sich in Hannover-Linden. Dort stürzte eine 2Vt Meter hohe Mauer auf einer Länge von 22 Meter ein, fiel auf einen Bürgersteig, der wegen seiner ruhigen Derkehrslage als Kinderspielplatz beliebt war und begrub die spielenden Kinder. Die eingestürzte Mauer bildete einen Teil der Umfriedung einer früheren Fabrik. Man nimmt an, daß der Druck des an der Mauer ausgestellten Stab eisens so stark war, daß er den Zusammenbruch herbeiführte. Die verunglückten Kinder sind vier bis 13 Jahre alt. Vier Jungen wurden getötet, fünf weitere Jungen und zwei Mädchen zum Teil schwer verletzt.
Egmont Eoterns t-
Der österreichische Dichter, Philosoph und Mathematiker Dr. Egmont C 0 l e r u s , der zuletzt als Leiter des Statistischen Amtes in Wien tätig war, ist dort im 51. Lebensjahre an einem Herzleiden g e ft 0 r b e n. Colerus war einer der vielseitigsten und originellsten Gestalten des modernen österreichischen Schrifttums. Er schrieb einen Marco-Polo- Roman und eine Geschichte des Philosophen Leibniz, ferner die Romane „Pythagoras", „Sodom", „Antarktis" und „Weiße Magier . Daneben gibt es aus feiner Feder als volkstümliche Beiträge zur Geschichte der Mathematik die Bücher „Dom Einmaleins zum Integral", „Vom Punkt zur vierten Dimension" und „Don Pythagoras bis Hilbert".
Zwei Todesurteile vollstreckt.
fames Durcheinander der Gefühle und der Einstei« hingen zu den Monaten des Jahres. Ist es nicht wirklich rätselhaft, warum ber Oktober Favorit ist? | können?
Und warum man tot Berkin im Januar so ungern heiratet? Wer hat an dieser Seltsamkeit schuld? Der Mann ober die Frau? Wir haben uns, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, an ein Ehepaar gewandt, das im Oktober geheiratet hatte, und haben ihm die Frage vorgelegt: „Warum halben Sie im Oktober geheiratet?" Die Antwort lautete: „Weil wir uns lieb hatten!" Da stelle ein anderer statistische Erhebungen bei 'Ehepaaren an!
♦
Vor langer Zeit meldeten bie Zeitungen ein tra- aisches Geschehnis. In einem von der Tropensonne Afrikas ausgebörrten Landstrich hatte man eine Leiche gefunden. Hunger und Dürft hatten den Tob herbeigeführt. In ber Brieftasche bes auf diese Weise so tragisch Dahingegangenen fand man ein bi cf es Bündel hochwertiger Banknoten. Was hatte ihm fein Gelb genützt? Nichts hatte er sich dafür kaufen und erstehen können. Elendig hatte er zugrunbegehen müssen. Aehnliches wäre vor kurzem beinahe einem Berliner Kanzleibeamten geschehen. Und zwar mitten im Innern der Stabt. Wie konnte bas möglich sein? Er hatte mit dem Schlüssel in ber Hand einen Tresorraum betreten. Plötzlich schloß sich aus ungeklärter Ursache die Tür des Tresorraumes. Der Beamte war gefangen. Zum Glück konnte er sich mit der Außenwelt in Verbindung setzen, die sofort die Feuerwehr, bas „Mädchen für alles", alarmierte. Es gelang der Feuerwehr durch den Luftschacht einen langen Draht in das Tresorinnere zu „bugsieren", an dem der Beamte den Tresorschlüssel befestigte. Die weitere Befreiung machte keine
munter ung galten zum andern ber für den 20. April geschaffenen festlichen Gestattung dieser Berliner Zrachtstraße. Professor Benno von Arent,der bekannte Berliner Bühnenbildner, ist der Schöpfer tiefer festlich-feierlichen Gestaltung. Unendlich viel jrab es bereits, an den beiden Ostertagen zu sehen, ui denen sich 'die Strahlen der Hellen Frühlings- mnne in dem gleissenden Golde der beschwingten Liktoria auf der Siegessäule verfingen! Werden Unter den Linden die bekannten Adlersäulen erstrahlen, so werden vom Brandenburger Tor bis Tir Charlottenburger Brücke 90 Postamente, in einer Höhe von 4,5 Meter und ebenfalls mit Adlern ^schmückt, als gewaltige Fahnenträger dienen. Zwi- chen ihnen ragen in gleichmäßigen Abständen zwan- ig Pylone auf, bie auf ihrer zwanzig Meter hohen Plattform breite Schalen tragen, aus benen Feuer - flammen zum Himmel emporlabern werben. Wiener ein anderes Gepräge trägt der Straßenzug ber Zismarckstraße und bes Kaiserbamms. Hier werden tn 12 Meter hohen Masten die Fahnen aller deut- chen (Baue flattern. Die Fahnen, aus schwerer Seide efertigt und mit Verschnürungen geschmückt, symbolisieren die Glückwünsche ber Deutschen im Reich. Inter diesen leuchtenden Fahnen erregen besondere Freude und heißes Dankgefühl die Fahnen der Ost- narf, des Sudetengaues und des Memelkreises, ieber alles dies werden sich die Strahlen der gigan- ischen Scheinwerfer ergießen und die Ost ^West-Achse in ein Meer zauberhaften Glanzes tauchen. Was über an den beiden Ostertagen noch nicht zu sehen nar, das sind die Millionen Fahnen und leuchten- ttn Hakenkreuzbanner, die am Ehrentage des Fühlers über der Riesenstadt aus den Fenstern und ton den Dächern ber unzählbaren Häuser bis an len Rand bes Weichbildes wehen und flattern und h zum Ausbruck bringen werben, was uns Deut- ichen Adolf Hitler ist: ber Führer unb Gestalter (großbeutschlands, an ben mir glauben und dem wir in unwandelbarer Gefolgschaft verschworen sind!
*
LZ. „Gras Zeppelin" glatt gelandet.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Freitagnachmittag von seiner Deutschlanbfahrt zurückgekehrt unb um 18.09 Uhr auf bem Flug- und Lustschiffhafen Rhein-Main glatt gelandet. „Graf Zeppelin" war um die Mittagszeit über Berlin erschienen; zuvor hatte es Pommern und Mecklenburg passiert.
Beileid des Führers 3um Explosionsunglück bei der Deutschen Lrdöl-AG.
Der Führer hat an den Betriebsführer ber Deutschen Erdöl-AG., Werk Regis-Breitingen, folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „In tiefem Schmerz über die Nachricht von dem Explosionsunglück im Werk Regis-Breitingen der Deutschen Erdöl-AG. bitte ich Sie, ben Hinterbliebenen der Tobesopfer meine herzlichste Anteilnahme und den Verletzten meine aufrichtigen Wünsche für ihre Genesung zu übermitteln. Als erste Hilfe für die betroffenen Familien stelle ich den Betrag von 20 000 Mark zur Verfügung. gez. Adolf H i t l e r."
„Durch Rundfunk immer im Bilde."
Dorn 15. April bis 15. Juni führt die Reichsrund- funffammer unter bem Motto „Durch Rund- f u n k i m rn e r i rn B i l d e" einen großen Photowettbewerb durch. Teilnahmeberechtigt sind alle arischen Rundfunkteilnehmer deutscher Staatsangehörigkeit, soweit sie sich als Amateure betätigen. Das Ziel dieses Wettbewerbes ist, aus Anlaß ber 16. Großen deutschen Rundfunkausstellung Berlin 1939 in Aufnahmen zu zeigen, bei welchen Gelegenheiten bas deutsche Volk um ben Lautsprecher versammelt ist. Sieben bestimmte Motive können bildlich dar- gestellt werden, von benen sich feder Teilnehmer höchstens drei auswählen kann. Für die besten Lösungen dieser Aufgaben sind Preise im Werte von 20 000 Mark ausgesetzt. Die Teilnahmebebingungen sind aus den Rundfunkzeitschrrften ersichtlich.
Der Hahn als Zeuge.
(AS. Batavia.
Der Amtsrichter in Tjibinang (Westfava) hatte unlängst einen schwierigen Fall zu entscheiden. Um- j-ritten war ein Hahn, von dem bette Eingeborenen behaupteten, daß er ihnen gehöre. Die Zeugenaus- ssigen erbrachten keine Klarheit. Schließlich hatte ter Amtrichter den Einfall, den Hahn selbst als beugen aufzurufen. Er ließ das Tier durch einen Polizisten nacheinander auf das Grundstück des Ve- s ohlenen unb bes Angeklagten bringen, um fe-ft« s ellen zu lassen, wo es sich am bestenUJ^aus ff^ te. tor Bericht bes Polizisten lautete dahin, daß sich les Tier auf dem Grundstück und Zwischen dem iretervieh des angeblich Bestohlenen recht fremd betragen frabe und auch von ben anwesenden Huh- nern mißtrauisch behandelt worden sei, wahrend es ch in tem Hühnerstall des Angeklaaten 0 ort wie u Hause gefühlt hatte, aus dem Huhnerstal! in die :-üd)e des Hauses gegangen war und dort ferne ibliche Runde zu machen schien. Auf Grui^^ dieses Berichtes wurde der Angeklagte ftelgesprochen.
mann hat am 5. März 1939 in Königsberg eine entfernte Verwandte, die 63jährige Witwe Marie Lindemann, in ihrer Wohnung durch Hammerschläge getötet und sie ihrer Barschaft beraubt.
Am 14. April 1939 wurde der am 19. Mai 1891 geborene Wilhelm Schloßharb t hingerich - te t, der vom Schwurgericht in Oppeln wegen Mordes an seiner Ehefrau zum Tode verurteilt worben ist. Schloßhardt hat in einem Abteil bes Personenzuges Oppeln—Gleiwitz mit einem schweren Schraubenschlüssel auf seine Frau eingeschlagen unb sie alsbann aus bem fahrenben Zug gestürzt.
Kleine politische Nachrichten.
Die Technische Hochschule in Karlruhe hat bem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Reichs- oraanifationsleiter Dr. Le y, in Anerkennung feiner hohen sozial- unb wirtschaftspolitischen Verbienste bie Würbe eines Ehrensenators verliehen.
Wetterbericht
Im Bereich ber vom Atlantik unb über N010- europa hinwegführenden Wirbeltätigkeit hat auch bei uns die Unbeständigkeit weiter zugenommen, während gleichzeitig bei lebhaften westlichen Winden die Tagestemperatüren wenig höher ansteigen. Die Westwindwetterlage bleibt auch weiter anhaltend, wird aber kein durchweg unfreundliches Wetter im (Befolge haben.
Vorhersage für Sonntag: Wolkig bis zeitweilig aufheiternd, aber auch einzelne Niederschläge, bei lebhaften westlichen Winden tagsüber zwischen etwa 10 bis 15 Grad. Spätere Unbeständigkeit voraussichtlich zunehmend.
Vorhersage für Montag: Wechselhaft und zu einzelnen Niederschlägen neigendes Wetter.
Lufttemperaturen am 14. April: mittags 17,2 Grad Celsius, abends 13,2 Grad; am 15. April: morgens 10,2 Grad. Maximum 18,2 Grad, Minimum heute nacht 9,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. April: abends 14,5 Grad; am 15. April: morgens 12,6 Grad. — Niederschläge 5,1 mm. — Sonnenscheinbauer 1,5 Stunten.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantworllich für Politik unb bie Bilber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich ßubroig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. HL 39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitäts« bruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Der Führer übermittelte bem Generalleutnant a. D. Freiherrn von Matter, Träger bes Ordens Pour le merite mit Eichenlaub, zum 60jäh- rigen Gebenktag seines Diensteintrittes seine herzlichen Glückwünsche.
Um die Arbeiten zur Festlegung ber im beutsch- litauischen Abkommen vorgesehenen litauischen Freihafenzone in Memel zu einem vorläufigen Abschluß zu bringen, wirb sich ber Vorsitzende der Wirtschaftsadteilung im litauischen Außenministerium N 0 rkaitis am 17. April nach Berlin begeben.


