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Gießen, im März 1939.

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im 83. Lebensjahre.

Die Einäscherung erfolgte in Wiesbaden. Die Trauer­feier findet am Donnerstag, 16. März 1939, nachmittags 3i/2 Uhr in der Kapelle des Alten Friedhofs dahier statt

Die trauernden Verwandten.

22. März b. J.

Gießen, den 6- März 1939.

Der Oberbürgermeister: Ritter.

mit Nationalspanien herzustellen. Das der Regie­rung nahestehende Blatt betont, daß derDertei- digungs-Ausschuß" sich auf die gleichen Ele­mente stütze wie die Regierung Negrin. Alle Parteien der Volksfront einschließlich der Anarchi­sten und Kommunisten stünden hinter Miaja, der sich beeilt habe, zu erklären, daß die Kommuni­stenpartei nicht aufgelöst sei und ihre ver­fassungsmäßigen Rechte behalten habe. Niemand dürfe glauben, erklärt das Blatt, daß das Spanien Francos mit Miaja verhandeln könnte.

Gleichzeitig treffen Nachrichten aus Madrid ein, wonach am Dienstag neue Unruhen und Kämpfe zwischen den einzelnen Parteien der Ro­ten entbrannt sein sollen. Die Verhaftungen kom­munistischer Funktionäre in Rotspanien sollen wei­tergehen. Weiter wird gemeldet, in Madrid seien Hungerrevolten ausgebrochen. Lange Züge abgehärmter Frauen mit ihren Kindern zögen durch die Straßen unter den Rufen, daß sie seit sechs Tagen kein Brot mehr hätten. Die Menge überrannte die Wache vor dem früheren kommu-

Hauptschriflleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bildert Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Derantwortl'ch für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. II. 39: 10 681. Druck und Verlag: Brühlsche Universitats- druckerei R. Lange, K-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Zum ersten Male seit vielen Tagen schlief die Stadt Mährisch-Ostrau wieder ruhig in dem Be­wußtsein, unter dem Schutz der deutschen Streitkräfte in guter Hut zu sein.

marschmäßigen Zu st and ausgerüstet haben könnte. Man habe ihn gefragt, ob das in sechs Monaten der Fall sei. Er, Höre Belisha, hoffe, daß das Haus ihn nicht drängen werde, dre ge­nauen Daten für die mögliche Abmarschberertschaft für die Feldarmee bekanntzugeben, er glaube aber doch, daß es in der eben genannten Zeit möglich

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Am 4. März 1939 verschied in Wiesbaden nach kurzer Krankheit unsere liebe

Elisabeth von Grolman

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nistischen Parteihaus in der Hoffnung, hier große Lebensmittelvorräte vorzufinden. Da sie jedoch nichts weiter als zwei Fässer Bier vorfand, zer­trümmerte sie die Einrichtung.

Oie Schlagfertigkeit

-er englischen Hilfsarmee.

Alarmbereitschaft

innerhalb von sechs Monaten.

London, 15. März. (DNB. Funkspruch.) In einer Aussprache über die Haushaltsoorlage für

Deutsche Truppen erregten Prag

Pilsen und Olmütz besetzt.

Berlin. 15. März. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be- kannl:

Troß vereister Straßen und Schneeverwehungen befinden sich die deutschen Truppen in raschem Vorgehen. 3n den Morgenstunden wurden Pilsen und Olmüh beseht.

Truppen des Generals Blaskowih erreichten gegen 9 Uhr Prag.

Bekanntmachung.

Sämlliche Rechnungen, die durch Lieferungen und Arbeitsleistungen im Rechnungsjahr 1938, d. h. in der Zeit vom 1. Aprll 1938 bis einschließlich 21. März 1939, entstanden sind bzw. noch entstehen, sind sofort, spätestens jedoch am 22. März 1939, bei den unter­zeichneten Verwaltungen einzureichen. 1850D

Bei späterem Eingang der Rechnungen ist mit einer erheblichen Verzögerung der Bezahlung der Rechnungen aus technischen Gründen zu rechnen.

Gießen, den 14. März 1939.

Die Verwaltungen der Universitäts-Kliniken und der Veterinär-Kliniken und -Institute der Universität Gießen.

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fei .

Im Daily Telegraph erklärt Generalmajor Tem­perier), es sei wichtig, daß keine Einheit der Feldarmee England für den Kontinent verlassen könne, bevor die ausgedehnten Phasen der Luft­angriffe nicht erschöpft seien. Die Verschiffung und Landung der Feldarmee werde bei Bomben­angriffen eine außerordentlich schwierige Angelegen­heit sein. Es ergebe sich auch noch eine andere wich­tige Frage, nämlich die Beschaffung eines erfahre­nen Stabes von Kommandanten. Ferner könnten sich Schwierigkeiten mechanischer und tech­nischer Art, die bisher nicht bestanden, ergeben. Man müßte sich mit einer Anzahl n e u e r W a f f e n und einer völlig neuen Organisation vertraut machen.

Leistunassteiaeruna im Bergbau.

Berlin, 14. März. (DNB.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Gö­ring, hat eineVerordnung zur Erhöhung der För­derleistung und des Leistungslohnes im Bergbau 1 «ff «Hau Im hör oa hoittf- 5bir Wehrbaftma«

rung des Dierjahresplanes müssen die Fördertet st ungen im Bergbau wesent­lich gesteigert werden. Die S ch i ch t z e i t der Unter-Tage-Arbeiter wird um 45 Mi­nuten, jedoch nicht über acht Stunden 45 Minu­ten hinaus, verlängert. Für diese Mehrarbeit erhallen die im Schicht- und Zeitlohn Beschäftigten den entsprechenden Lohnanteil zuzüglich 25 v. H. Mehrarbeitszuschlag. Der Mindestlohn der Gedinge­arbeiter unter Tage erhöht sich entsprechend. Für eine Leistungssteigerung, die über die Gedinge­grundlage hinausgeht, ist ein Zuschlag von 200 v. H.

zu gewähren. ,

Die tägliche Arbeitszeit der lieber« Tage-Arbeiter verlängert sich entsprechend den Betriebsnotwendigkeiten. Die zulässige Höchst­arbeitszeit darf nicht überschritten werden. Die Ver­längerung der Arbeitszeit wird mit dem entsprechen­den Lohnanteil zuzüglich 25 v. H. Mehrarbeitszu­schlag abgegolten. Die Reichstreuhänder der Arbeit haben auch die Arbeitsbedingungen der von dieser Verordnung betroffenen Angestellten und der­jenigen Gefolgschaftsmitglieder zu überprüfen, bei denen eine Verlängerung der Arbeitszeit nach der Art der Arbeit nicht angängig ift

18 Tote, 30 Verletzte bei einem

Eisenbahnunglück in Frankreich.

Paris, 1t März. (Europapreß.) 3n der Nähe von Ehateauroux (Mittelfrankreich) ereignete sich in der Nacht zum Dienstag ein schweres Eisen­bahnunglück. Der Schnellzug ParisToulouse fuhr in voller Fahrt auf einen Güterzug auf. Das Unglück ereignete sich zwei Kilometer vor der Ein-

Bekanntmachung

Betr.: Ehrenkreuz der Deutschen Mutter.

In Gießen wohnhafte deutsche Mütter, soweit sie vier und mehr Kinder lebend geboren und im Jahre 1938 mindestens das 60. Lebensjahr vollendet haben, können das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter be­antragen. Antragsvordrucke sind beim Standesamt (Altes Rathaus, Marktplatz 14, täglich von 8 bis 10 und 15 bis 16 Uhr) abzuholen. Abholuna kann auch durch Angehörige oder Beauftragte geschehen. Wie­dervorlage der beantworteten Bogen mit Beweis­urkunden beim Standesamt bis Mittwoch, den

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fahrt in den Bahnhof von Ehateanronx. Durch die Ducht des Anpralls sprangen drei wagen des Schnellzuges aus den Schienen. Einer davon, ein vollbesetzter wagen dritter Klasse, wurde vollkommen zertrümmert. Bisher wurden aus den ver­bogenen und ineinandergeschobenen Eisenteilen 18 Tote und etwa 30 Verletzte geborgen. Die Unglücksstätte bietet ein Bild des Graaens. Einige Schwerverletzte waren so zwischen den Eisen­teilen eingeklemmt, daß ihre Rettung vor dem Ein­treffen besonderer Schweihapparate unmöglich war. Nach amtlicher Mitteilung ist nicht zu befürchten, daß sich die Zahl der Opfer noch vergrößern wird. Von den Verletzten befinden sich sechs Schwerver­letzte im Krankenhaus.

Die Untersuchung der Ursache des Eisenbahnun­glücks hat zu einer merkwürdigen Feststellung ge« Mrt: Es handelt sich um einen Sonder fall in der Geschichte der Eisend ah nun fälle. Das Unglück ist durch eine Kuh verursacht worden. Aus einem Viehwagen, der im Bahnhof von Chcrteauroux ent­laden werden sollte, gelang es einer Kuh, zu ent- kommen. Sie suchte auf den Schienen ihr Heil in der Flucht. Hierbei lief sie in einen herankommendm Güterzug. Beim Ueberfahren der Kuh sprang einer der Güterwagen aus den Schienen und blockierte das Nebengleis, auf dem wenige Sekunden später der Schnellzug ParisToulouse heranbrauste.

Wetterbericht

Der Witterungsablauf ist ein sehr schneller. Die gestern an der Nordwestküste von Norwegen ge« legene Störung hat sich rasch nach Südosten hin Der- lagert Auf der Rückseite drangen atlantische Meeres-Kaltluftmasien nach Mitteleuropa vor und überquerten unser Gebiet in den frühen Morgen­stunden des Mittwoch, wobei es zu verbreiteten Schneefällen und zu stürmischen, auffrischenden Nordwinden kam. Das unbeständige und kühle Wet­ter wird auch wellerhin anhalten.

Vorhersage für Donnerstag: Wech­selnd bewölkt, noch immer kühl, Niederschlaae, meist in fester Form, nachts mäßiger Frost, lebhafte nörd­liche Winde. .. , pj

Vorhersage für Freitag: Unbeständig und kühl.

Lufttemperaturen am 14. März: mittags 6,2 Grad Celsius, abends 4,2 Grad; am 15. März: morgens 0 Grad. Maximum 6,3 Grad, Minimum heute nacht 0,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 14. März: abends 3,9 Grad; am 15. März: mor­gens 3,4 Grad. Niederschläge 0,3 mm Schnee. Sonnenscheindauer 1,4 Stunden.

Menschen aber, die im 1, waren, weil sie nicht mit zu Deutschland ..... atmen heute auf und zeigen ganz offen ihre herzliche Freude, jubeln den deutschen Soldaten zu, sind glücklich, von der Verfolgung des tschechischen Pöbels befreit zu fein. Dieses kommunistische Pack aber kommt nicht zum Vorschein, hat sich in seine Locher verkrochen und denkt gar nicht daran, auf- zumucken. Gegen wehrlose Deutsche gingen sie ge­stern noch mit Mord und Brand vor. Heute sind sie in feiger Furcht verschwunden, scheuen den ehrlichen Kampf und denken nur daran, wohin sie fliehen könnten, um einem gerechten Schicksal zu entgehen.

In der Kommandantur vollzieht sich die Ueber- gab e d e r Festung in aller Form. Der Kom­mandeur der deutschen Truppen überläßt dem Fe- stungskommandanten Obersten N a v a k r i l und seinen Offizieren die Waffe. Um 9 Uhr wird dann das andere Waffenmaterial übergeben, und die nach- rückende Polizei übernimmt Stadt und Festung in ihre Obhut. In dichten Reihen marschiert die deutsche Truppe weiter, marschiert nach dem Willen des Führers zum drittenmal in einem Jahr in einen friedlichen Krieg, um nach feinem Willen im Herzen Europas Ruhe und Frieden zu schaffen.

Motorradfahrer und Reiter ziehen auf den Stra­ßen nach Praq. Von Norden kommen sie, bon Osten und Westen. Ueberall vollzieht sich der E i n m a r s ch ohne Zwischenfälle. Die Truppen kommen schnell vorwärts. Es gibt keinen Wider- stand. Sie bereiten der kommunistischen Schreckens­herrschaft in der Tschecho-Slowakei ein für allemal

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ein Ende.

Mhnsch-Ostrau atmet aus.

Durch deutsche Truppen und Polizei von kommunistischem Terror befreit.

Mährisch-Ost rau, 15. März (DNB. Funk­spruch.) Durch die von dem überwiegenden Tell der Bevölkerung auf das freudigste begrüßte Aktion der deutschen Wehrmacht und der deutschen Polizei rft die Ruhe und Sicherheit im Gebiet von Mährisch-Ostrau wieder hergestellt worden.

Wie notwendig das (Eingreifen Deutschlands auch hier war, beweist die Tatsache, daß noch kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen kommu­nistische Terrorbanden und tschechische Chauvinisten das Deutsche Haus in Mah- risch-Ostrau zu stürmen versuchten. Die Fassade des Hauses bietet einen trostlosen Anblick. Sämtliche Fensterscheiben sind von dem Mob demoliert worden. Durch Steinwürfe wurden zahlreiche Ange­hörige der deutschen Volksgruppe, die das Haus be­setzt hielten, verletzt. Nur das rasche Eingreifen der deutschen Polizei verhinderte den Sturm auf das Gebäude.

Die Einwohnerschaft der Stadt atmet aus, weil sie endlich von dem furchtbaren Druck der drohenden kommunistischen Gewaltherrschaft be­freit ist. In der ganzen Stadt herrscht jetzt abso­lute Ruhe. Deutsche Ordnungsorgane halten die Wacht. Die Hauptantreiber des kommunisti­schen Terrors haben schleunigst ihr Heil in der Flucht gesucht; andere zogen sich in irgendwelche Schlupfwinkel zurück. Polizeistreifen durchziehen die Stadt. Alle wichtigen Gebäude und die Industrie-

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Burgos, 15. März. (Europapreß.) DerDiario Dasco" wendet sich gegen den Versuch des Madrider Verteidigungs-Ausschusses, nach der Niederschla-,« - , .

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folgt wird. Deshalb hoffen auch sie, daß auch für Die tschechischen Leiter einer Reche von Kr^mm^r H 0 r - Bell sh a urz °M me ie^eine belfere Zeit kommt und sie sorgen nicht Unternehmungen haben persönlich ihrer Frage em, m welcher Zeit England ü 1 e ö reri mehr um ein ungewisses Schicksal. Die deutschen Dankbarkeit für diese Schutzmaßnahmen Aus- krafte für die 5 ei £ a r m e * X b megr um ungewiß ^st noch so enttäuscht druck gegeben, weil auch sie von dem roten Terror m a r f ck m a ß l a e n Zustand ausgerüstet haben zu Deutschland kamen, sie das Schlimmste befürchteten.

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