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Freie Slowakei!

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Der slowakische Ministerpräsident Dr. Tiso beim Führer

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Preßbu^rg, 14. März. (Europapreß.) Die ; der Slowakei wurde von der

Ministerpräsident des neuen selbständigen slowakischen Staates wurde Präsident Tiso (links), Unterrichtsminister Sivak (Mitte), und Chef der Propaganda rst M a ch (rechts).

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Gin jahrhundertelanger Traum erfüllt

Rundfunkansprache des Ministerpräsidenten Tiso.

auf die überf lüf f iu en Tschechen, die die slowakische Regierung, soweit sie es für notwendig erachte, Prag zur Verfügung stellen werde. Dies sei Sorge der Regierung, und es sollen sich daher keine

ren Zeit.

Die Herrschaft der A v a r e n dauerte bis gegen Ende des 8. Jahrhunderts. Es scheint sich dabei um eine nomadische Oberschicht gehandelt zu haben, denn die Slowaken saßen unter ihnen bereits in ihren jetzigen Siedlungen. Die Slowaken waren sprachlich und rassisch schon immer von den Tschechen unterschieden, wie denn über­haupt bei den Slowaken ein starker Einschlag nor­dischen Blutes erkennbar ist Anfang des 9. Jahr­hunderts war Neutra der Sitz eines slowakischen Fürsten namens Pribina, der sich dem Christentum zuneigte, das später durch den Slawenapostel Methodius eingeführt wurde. Methodius war auch Erzbischof von Neutra.

Als die U n g a r n Ende des 9. Jahrhunderts das Land nahmen, gehörte die westliche Slowakei zum G r o h m ä h r i s ch e n Reiche Swatopluks, das aber nur wenige Jahrzehnte bestand und unter seinen Söhnen zerfiel. Swatopluk war kein Tscheche, sondern ein Mähre. Die Mähren bezeichnen sich heute noch bei den Volkszählungen vielfach als Nation, als morovani. Don Ende des großmäh­rischen Reiches bis in die Neuzeit gab es überhaupt keine intimen Berührungspunkte zwischen den Slo­waken, die unter ungarischer Oberherrschaft als Bauernvolk lebten, und den Tschechen. Die Grenze gegen Mähren und gegen Polen blieb im Laufe der Jahrhunderte unverändert.

Erst unter den Hussiten wurden die Bezie- Hungen zwischen den Slowaken und den Tschechen etwas enger, aber ein Uebdrspringen des Huffiten- tums auf die Slowakei, also auf Oberungarn, wie das Gebiet damals genannt wurde, unterblieb. Die Einfälle hussitischer Heerhaufen in das Land wieder­holten sich von 1423 bis 1434, feit 1428 fast all­jährlich. bis 1434 die Stoßkraft der Tschechen durch ihre Niederlage bei Lipan endgültig gebrochen wurde. In den dann folgenden wirren Zeiten konnte Jiskra von Brandeis als Condottieri eine gewisse Machtstellung unter den ungarischen Königen erringen. Er bekämpfte sogar gegen Geld den Böhmenkönig Georg von Podiebrad, ebenso nahm er für den ungarischen Hochadel Partei gegen Johann Hunyadi Als sich die Reformation in Oberungarn auszubreiten begann, wurden vor allem die Deutschen, die damals die Kulturbringer des Ostens waren, davon ergriffen, besonders die Deut­schen in der Zips. Wenn auch hin und wieder Wech­selwirkungen zwischen den Slowaken und den Tsche­chen aus religiösen Gründen bestanden, so hörten sie doch bald auf.

Dom 17. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein leb-

eine freudig erregte Menschenmenge, die das Er­eignis lebhaft besprach. Im übrigen verlassen die tschechischen Gendarmen fluchtartig die Slowakei. Unter dem Militär hat eine Sortierungsaktion be­gonnen, indem die tschechischen Staatsangehörigen nach Böhmen und Mähren zurückbefördert werden, während die Slowaken in der Slowakei verbleiben.

Oie Slowakei ersucht die Mächte um Anerkennung des neuen Staates.

Preß bürg, 15. März. (DNB.) Der Außen­minister der Slowakei, Dr. D u r c a n s k y , hat an alle Staaten eine Note gerichtet, in der er die Schaffung eines selbständigen Staates Slowakei und die Uebernahme der Präsidentschaft durch Dr. Tiso mitteilt. Gleichzeitig suchte er um d i e Anerken­nung des neuen Staates nach.

Oie ünabhängigkeitserktärung der Slowakei

Ministerpräsident Tiso bildet eine neue Regierung.

rechtlich untragbar, denn der slowakische Landtag hat der Landesregierung noch am 23. Februar einstimmlgseinDertrauenausgespro- chen. Das Dorgehen des Präsidenten der Republik ist verfassungswidrig. So ist die Autono­mie der Slowakei, die uns feit langem versprochen und im vergangenen Herbst endlich zum Gesetz er­hoben worden ist, vernichtet worden. Damit aber haben die Beziehungen zwischen dem slowakischen und dem tschechischen Dolke ihre Rechtsgrund­lage verloren.

Alle unsere Bemühstngen, einen gesetzmäßigen Zustand wiederherzustellen, find vergeblich gewesen. Die Prager Regierung hat zu den Waffen ge­griffen und eine Lage geschaffen, die nicht mehr die Beziehung zweier gleichberechtigter Völker, son­dern das Diktat des tschechischen Dol- k e s über uns bedeutet, das uns feinen Willen auf« zwingen will. Die verantwortlichen Führer des tschechischen Volkes haben auf unseren guten Willen mit Gewalt geantwortet. Wir haben nichts gegen das tschechische Volk aber dieses Volk steht unter

der Herrschaft von Menschen, die aus der Ver­gangenheit nichts gelernt haben. Wollen wir die Zukunft unseres Volkes sichern, so muffen wir das gemeinsame politische Leben mit dem tsche­chischen Volk beenden, und so haben wir uns entschlossen, das Selb st de stimmungsrecht für unser slowakisches Volk in vollem Umfange in Anspruch zu nehmen.

Wir sind überzeugt, daß dieser Schritt im Inter- esse eines friedlichen Zusammenlebens zwischen dem tschechischen und dem slowakischen Volk, im Inter­esse der Geltendmachung des einem jeden Volk von Gott selbst verliehenen Selbstbestimmungsrechtes, im Interesse der Ruhe Mitteleuropas und der Slo- wakei, besonders iedoch im Interesse der Zukunft unseres eigenen heißgeliebten slowakischen Volkes notwendig gewesen ist. Indem wir also als gesetz­mäßige Vertreter des slowakischen Volkes unsere souveränen Dolksrechte in Anspruch nehmen und zur Geltung bringen, erklären wir die Slo­wakei hiermit für unabhängig.

preßburg, 14.Mr;. (DJU3.) Um 9 Uhr vor­mittags trat ein slowakischer 2H i n i ff e r r a I unter dem Vorsitz $ ibo r 6 zusammen. Es nahmen daran ferner teil: Tiso, Mach und Durcansky. Der Mini­sterrat formulierte eine Regierungserklä­rung Stoors, die dieser auf dem um 10.15 Uhr eröffneten Landtag verlas. Die Erklärung schloß mit der Demission der Regierung Sidor. Minister Tiso schilderte dann seine Berliner R e i s e, die unter dem tiefen Eindruck von der Per­sönlichkeit des Führers gestanden habe. Die Abge­ordneten, die nach einer Panse wieder zusammen­traten, verzichteten auf eine Aussprache und nah­men einstimmig die Erklärung Tisos, in der die S e l b st ä n d i g k e i t d e r S l o w a k e i ausgedrückt ist, an.

Tlad) einer kurzen Pause trat der Landtag um 12.20 Uhr zur Mahl des slowakischen Staatspräsidenten und zur Ansammenstel- hing der Regierungsliste wieder zusammen. Es wurde folgende 2H i n i ff e r l i ff e bekannt- gegeben: Präsident und Ministerpräsident: Tiso, Stellvertreter: Tuka, Landesverteidigung: Aaf- los, Schule: Sivak, Inneres: Sidor, Aeuhe- res: Durcansky, Iustiz: Fritz, Finanzen: p r nein f f l, Propagandachef: Mach.

Der Minlsterprästoent der unabhängigen Slowa- kei, Dr. Tiso, hat e i n e n A u f r u f erlassen, in dem es u. a. heißt:

Slowaken!

In dieser so ernsten Stunde wenden wir uns a I s rechtmäßige Vertreter des slowakl- schen Volkes an euch und alle Völker auf der Welt, die frei sind und deshalb völkische Freiheit am besten zu schätzen wissen.

Die politischen Repräsentanten des tschechischen Volkes haben geglaubt, uns durch verschiedene Maßnahmen zur Kapitulation zwingen zu können. Der Präsident der Republik hat in der Nacht zum 10. März die slowakische Landesregierung in ver­fassungswidriger Weise ihres Amtes entsetzt. Dieses Vorgehen ist sowohl politisch wie

Einfluß radikaler Elemente der Beneschzeit eine tolldreiste Rebellion gegen die Entscheidung der vier Mächte von München anzettelten, tragen vor der Geschichte die Verantwortung dafür, daß man nicht mehr von einerTschecho-Slowakei", sondern nur noch von der Slowakei, der Karpatho-Ukraine, von Mähren und Böhmen fprechen kann.

Prag hat Europa wiederum an den Rand einer Krise gebracht. Die Kulturvölker Europas haben einen Anspruch darauf, daß sich eine derartige rvissenlosigteit nicht ein drittes Mal wiederholt Es ist daher eine europäische Mission, die Deutschland zufällt, wenn nun der Führer auf Ersuchen der nach Berlin gekommenen tschechischen Staatsmänner das tschechische Volk unter den Schutz des Deutschen Reiches nimmt und als Willensvollstrecker des Rei­ches zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung deutsche Truppen in Böhmen und Mähren em- rücken und deutsche Luftgeschwader die deutsch­tschechische Grenze überfliegen, um Garanten für den Schutz der deutschen Volksgruppen, aber auch Garanten für eine politische Neuordnung im boh- misch-mährischen Raum zu fein, die, wie es der Führer in seiner Proklamation an das deutsche Volk verkündet,den Sinn einer tausendjährigen Ge­schichte und den praktischen Bedürfnissen des deut- schen und des tschechischen Volkes gerecht werden . So kommen die deutschen Truppen, wie schon in der Ostmark und im Sudetenland, auch diesmal nicht als Feinde, sondern auf Wunsch des tschechi­schen Staatspräsidenten als Hüter der Ordnung, unter deren Schutz die Grundlagen für eine grund­sätzliche Regelung des Verhältnisses zwischen Deut­schen und Tschechen gelegt werden können.

Einzelpersonen anmaßen, diese Frage selbst zu lösen.

In ähnlichem Sinne äußerte sich Tiso über die Notwendigkeit der Lösung der Judenfraae. Die Regierung habe bereits einen Gesetzentwurf über die Judenfrage ausgearbeitet und nur die letzten Ereignisse hätten es verhindert, daß dieser Entwurf nicht schon vom Parlament genehmigt worden sei. Jeder selbständige Eingriff zur Lösung der Juden­frage sei unzulässig und werde bestraft werden. Zum Schluß beschäftigte sich Ministerpräsident Tiso mit Wirtschaftsfragen.

Die Glocken läuten die Freiheit der Slowakei ein.

Die Proklamierung eines unabhängigen , kifchen Staates der mit deutscher Hilfe endlich die nationale Sehnsucht dieses Slawenvolkes verwirk- licht, setzt den Schlußpunkt unter eine mehr als tausendjährige völkische Entwicklung in diesem Raum. Die Geschichte des slowakischen Volkes, soweit sie von der europäischen Wissen­schaft erhellt ist, beginnt etwa im 7. Jahrhundert, als von Osten her die A vor en und in deren Gefolge die Slawen in das herrenlose Land jenseits der Karpathen einruckten. Das Gebiet der jetzigen West-Slowakei, der Kleinen und Weißen Karpathen und der Mährischen Niederung war vor­her von verschiedenen germanischen Völkerschaften besiedelt gewesen, die sich gegenseitig in der Herr­schaft ablösten, bis schließlich die germanischen Scharen aller Stämme das Land verließen und nach Italien einbrachen. Immerhin wurden Reste von germanischen G e p i d e n noch zur Zeit Karls des Großen erwähnt, und es ist geschichtlich nach- gewiesen, daß in einigen abgelegenen Gebirgstälern der Slowakei germanische Siedlungen bis in unsere Zeit bestanden haben. Die bekannten deutschen Volksinseln der Slowakei stammen aus einer späte-

Der in einem Sonderflugzeug von Preßburg nach Berlin gekommene slowakische Ministerpräsident Dr. Tiso wurde am Montag vom Führer zu einer Aussprache über die schwebenden Fragen empfangen. Im Vordergrund sitzen Reichsaußenminister von Ribbentrop (links) und Staatsminister Dr. Meißner (rechts). Ganz im Hintergrund (fast verdeckt) der slowakische Minister Durcansky.

(Presse-Jllustrationen-Hofsmann-M.)

die dielganzen Land lauteten nach Bekannt- werden der Nachricht die Kirchenglocken, und in allen Orten drängte sich durch die Straßen

Preßburg, 14. März. (DNB.) Ministerpräsi- deut Dr. Tiso hielt am Dienstagabend eine Rund­funkansprache über die Gründung des selbständige slowakischen Staates, wobei er betonte, daß sich Di miteineJahrhundertelangenationale Sehnsucht erfüllt habe. Der selbständige slo­wakische Staat sei auf der gayzen Linie un­abhängig.Wir wollen mit allen Staaten", be­tonte der Ministerpräsident,besonders mit den Nachbarn, nicht nur in guter Nachbarschaft, son­dern auch in freundschaftlichem Einver­nehmen leben und möglichst viele positive Bei­träge zu den internationalen Beziehungen liefern."

Tiso führte weiter aus, daß ausderVergan- * v u « - . VJ ... genheit alles entfernt werde, was zu ent- Autonomie-Erklärung fernen noch notwendig sei. Das beziehe sich vor allem | slowakischen Bevölkerung begeistert begrüßt. I m

ten die Slowaken von den Tschechen tatsächlich räumlich und kulturell getrennt. Die magyarische Oberschicht kümmerte sich nicht um das Volk, das alstot" bezeichnet wurde, was im Ungarischen so­viel wie autochthon bedeutet. Das Slowakische konnte sich seit Jahrhunderten vollkommen selbstän­dig entwickeln, aber es hatte keine eigentliche Schrift­sprache Wer schreiben wollte, bediente sich des La­teinischen oder Ungarischen. Zwei Männer, der slo­wakische Priester Bernolak und der slowakische Politiker Sturm haben seit 1786 für eine selb­ständige slowakische Schriftsprache geworben, die aus den verschiedenen slowakischen Dialekten des Landes ausgewählt wurde, hauptsächlich aber aus der Sprache der Mittelslowakei. Auf der Preßdurger Sprachenkonferenz 1851 wurde d i e slowakische Schriftsprache geschaffen. Als nach 1876 die Magyarisierung einsetzte, mußten die Slo­waken einen scharfen Kampf um ihre Muttersprache und um ihre Schriftsprache gegen die Ungarn füh­ren. Nach dem Weltkriege setzten sie diesen Kampf gegen die Tschechen fort, die die Slowaken zu ent« nationalisieren trachteten Es war bezeich­nend. daß es an derslowakischen" Universität Preßburg nicht einmal einen Lehrstuhl für Slowa­kisch gab. Die Unterrichtssprache war tschechisch, und noch im November 1937 kam es deshalb zu De­monstrationen slowakischer Studenten gegen ihre tschechischen Lehrer Anstatt der Angleichung trat eine immer stärkere Reaktion ein. Das slowakische

Volk, ein Bauernvolk von vielfacher Veranlagung, iugendkräftig und unverdorben, hat seit Jahrhun- oerten nur seinen Ackerboden bebaut und sich um die große Politik wenig gekümmert. Es konnte von sich wie Schillers Chor in derBraut von Messina" sagen:

Die fremden Eroberer kommen und gehen, Wir gehorchen, aber wir bleiben bestehen.

Das ungarische Ultimatum.

Budapest, 14. März. (Europapreß.) Wie der Amtliche Ungarische Nachrichtendienst meldet, hat der ständige Stellvertreter des ungarischen Außen­ministers, Johann Dörnle, am Dienstag, 15 Uhr, dem Budapester tschecho - slowakischen Gesandten Milosch Kobr eine Note überreicht, in der zunächst darauf hingewiefen wird, daß die Slo­wakei ihre Unabhängigkeit prokla- m i e r t habe und daß die ungarische Regierung

Als aber die Tschechen in ihrer Herrschsucht und maßlosen Zentralisierungswut sogar die Indivi­dualität des slowakischen Volkes angriffen, wurde die Slowakei darauf gestoßen, daß sie als autono­mes Gebildes das Recht und die Pflicht habe, sich selbst zu behaupten. Damit war der Eintritt der Slowaken in die europäische Geschichte Tatsache geworden. E. 8.

davon überzeugt fei, daß die Tscheche!, die vor mehr als 20 Jahren unter Berufung auf das Selbst- bestimmungsrecht der Völker den tschecho-slowakischen Staat in die Reihe der selbständigen Staaten ein» geführt habe, bie Willensäußerung der slowakischen und ungarischen Bevöl­kerung der Slowakei mit entsprechendem rechtsgeschichtlichem Sinn zur Kenntnis nehmen und in vollem Maße achten werde Nichtsdesto­weniger. so fährt die ungarische Note fort, machen die auf dem Gebiete der Karpatho-Ukraine jüngst

stattgefundenen Ereignisse und die sich ständig wiederholenden Zwischenfälle, die einerseits den Frieden der an der Grenze wohnen» den ungarischen Bevölkerung gefährden, anderseits die Möglichkeit heraufbeschwören, daß ein An­griff auf die auf Grund des Selbstbestimmungs­rechts der Völker für ihre Freiheit kämpfende Slo­wakei auch von diesem Gebiet aus in Vorbereitung sei, der ungarischen Regierung zur Pflicht, von der tschechischen Regierung zu fordern, daß

1. die Internierten ungarischer Nationa­lität sofort auf freien Fuß gesetzt werden.

2. der Verfolgung der Ungarftämmigen sofort ein Ende bereitet und ihnen gestattet wird, daß sie sich vollständig frei organisieren;

3. den ungarischen Selbstschutzformatio­nen Waffen ausgeliefert werden;

4. daß mit der Räumung des Gebiets der Karpatho-Ukraine durch die tsche­chischen Truppen binnen oierundzwanzig Stunden begonnen wird;

5. daß Das Eigentum der ungarischen Untertanen und Angehörigen der ungarischen Volks­gruppe in vollem Maße geachtet wird.

Die ungarische Regierung betont zum Schluß' daß sie getreu ihrem allbekannten politischen Grund­satz keineswegs gleichgültig bleiben mürbe, wenn es zu einem tschechischen bewaffneten

Ungarische Truppen in die Karpatho-Ukraine eingerückt.