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Aus der engeren Heimat

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Jahresabschluß der Vezirkssparkaffe Grünberg

konzert.

Zernweh und Heimatgefühl.

en Stammesbrübern

ares Band

+ Grünberg, 14. Febr. Der Jahresabschluß der Bezirkssparkasse Grünberg zeigt als Auswirkung ber allgemeinen Wirtschaftsoelebung eine stark gestiegene Sparkraft der Bevölkerung. Der Gesamtumsatz ber Kasse steigerte sich um 4,4 Millionen auf 22,4 Millionen M a r k. Die Bilanzsumme erhöhte sich um über V2 Million auf 4 360 000 Mark. Im Sparverkehr erreichten bie Ein­zahlungen einschließlich der gutgeschriebenen Zinsen die Summe von 995 345 Mark. Zurückbezahlt wur-

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Taube-rt erhielt der günstige Gesamteindruck eine volle Be-

Mark.

Die Spareinlagen erhöhten sich wiederum be­trächtlich, und zwar um 89 967,85 Mark. Hierbei ist bemerkenswert, daß 232 569,72 Mark neu ein­gelegt wurden und 142 601,87 Mark zur Rückzah­lung gelangten, während im Berichtsjahre 115 neue Sparbücher ausgegeben wurden. Die Schulsparkasse erbrachte nur 120 Mark neue Spareinlagen. Der Zinseingang im abgelaufenen Jahre ist als zu­friedenstellend zu bezeichnen. Auch die Forderungs- abttetungen erfuhren eine ansehnliche Erhöhung. Durch die Hereingabe dieser Forderungsabtretungen können sich die Mitglieder auf die einfachste Art zusätzlich Betriebsmittel verschaffen. Auch im Hypothekengeschäft zeigt sich die Kasse auf der Höhe, denn an neuen Hypotheken wurden 51011,61 Mark ausgeliehen. Die Kasse verfügte an flüssigen Mitteln am Bilanztage an verschiedenen Werten über 177 183,85 Mark und kann allen An­forderungen gerecht werden. Der Gewinn erhöhte sich von 2072,06 Mark im Jahre 1937 auf 2258,93 Mark im letzten Geschäftsjahr.

Aus diesem Geschäftsbericht ergibt sich em recht

sammlung ab. L._ ~-v , . .

gewann dadurch besondere Bedeutung, daß es 20 Jahre her sind, da die hiesige Kasse gegründet wurde. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Zaubert, eröffnete die Versammlung und gedachte ber im vorigen Jahre verstorbenen Genossenschafter. Vor- standsmitglieb Geißler erstattete sodann den Ge­schäftsbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß die Kasse ihre Aufwärtsentwicklung auch im Jahre 1938 fortgesetzt hat. So erhöhte sich der Stand der Mitglieder von 226 auf 235, und zwar schieden 8 Mitglieder aus und 17 kamen neu hinzu. Die Steigerung des Umsatzes auf einer Hauptbuchseite ging von 3 236125,10 Mark auf 3 779 083,78 Mark, lag' also um 542 958,68 Mark höher als im Vor­jahre. Der Gesamtumsatz erreichte den für hiesige Verhältnisse hohen Betrag von 7 558167,56 Mark. Hiernach betrug bie Gesamtsteigerung 1085 917

den 568 700 Mark, so daß ein Spareinlagen* zuwachsin Höhe von 426645 Mark zu verzeichnen

*... und ber deutsche Kurzwellensender"! Wie oft hören wir am Lautsprecher diese Ankündigung! Gestehen wir: sie sagt uns Hörern innerhalb un­serer großdeutschen Grenzen herzlich wenig. Und doch wird uns dabei eine große, lockende Welt vor den inneren Sinn gezaubert: nämlich die weite und reiche Welt unserer in allen Erdzonen lebenden aus­landsdeutschen Volksgenossen.

Wenn auch bie Tätigkeit des deutschen Uebersee - Rundfunks naturgemäß mehr dem Blick und Ohr des Volksgenossen in der Heimat entzogen ist, so liegt gleichwohl darin ein gewichti­ges Stück deutscher Kulturarbeit beschlossen. Wenn inan weiß, daß heute noch ungefähr- zwanzig Millionen Deutsche jenseits unseres nationalen Raumes wohnen, daß sie durch das innige Band ber gemeinsamen Muttersprache zusammengehalten werden, daß sie das deutsche Kulturgut hegen und pflegen, über etwa 7500 Schu­len mit über 20 000 Lehrkräften verfügen und un­gefähr 700 000 Schüler zählen, daß sich weiterhin unsere Ausländsdeutschen im Laufe einer langen Entwicklung einen Presseapparat von rund 2000 Zeitungen und Zeitschriften geschaffen haben bann kann man ermessen, welche fruchtbaren Ar­beitsmöglichkeiten sich für die Propaganda des deut­schen Uebersee-Rundsunks ergeben.

Wer sich zum ersten Male in die vomVolks­bund für das Deutschtum im Ausland" herausge- qebene Sprachenkarte vertieft, auf der alle deutsch­sprachigen Gebiete in Rot hervorgehoben sind, der wird überrascht sein, wo überall auf der Erdkarte diese Farbe aufleuchtet scheinbar regellos, bald in größeren, bald in kleineren Flecken, manchmal winzig, wie hingetupft! Es.sieht wirklich so aus wie einst ein amerikanischer Schriftsteller beim An­blick der Karte unwillkürlich ausriefals ob das deutsche Volk sein Blut verspritzt hätte" ...

Reserve.

Im Depotgeschäft wurden Ende 1938 = 401 Wertpapier-Depots mit einem Nennwert von 654 987 Einheiten verwahrt und verwaltet. Auch hier ist eine Erhöhung um 50 000 Einheiten eingetreten. An Wertpapiergeschäften (An- und Verkäufe sowie Zeich­nungen) für Kunden wurden 144 Aufträge im Nenn­wert von 107 688 Einheiten vermittelt.

Bei den Z i n 5 e i n g ö n g e n ift eme weitere er­freuliche Besserung zu verzeichnen. Die Rückstände am Jahresschluß betragen 4268 Mark gegenüber 10 732 Mark im Vorjahr. Die Verwaltungskosten berechnen sich auf 0,78 v. H. ber Bilanzsumme bzw. 49 v. H. des Reinertrags an Zinsen unb Gebühren.

An Rücklagen und Rückstellungen sind ausgewiesen 444 271 Mark. Unter Hinzurechnung ber stillen Reserven übersteigt das eigene Vermögen ber Kasse ben Betrag von 500 000 Mark.

Der Reingewinn wirb nach Verwendung von 13 000 Mark als Ruhegehalts-Rückstellung mit 13 211 Mark ausgewiesen, die ber Sicherheitsrücklage zu­geführt werben sollen. e ..

Ihr gemeinnütziges Wirken für ben Sparkasien- bezirk beweist die Kasse am besten durch die Gestal­tung ber Darlehenszinssätze. Diese können bei der Bezirkssparkasse als vorbildlich bezeichnet werden. Schon seit März 1935 beträgt ber Zinssatz fux Hypo­theken und Gemeindedarlehen 4,5 v. H., für die übrigen Darlehen und für Kredite in laufender Rechnung 6 v. H.

Die Gefolgschaft bestand am Jahresende aus zwei Beamten, fünf Angestellten und zwei Lehrlingen.

Auch im ersten Monat des neuen Jahres war ber Geschästsverlauf sehr günstig und brachte einen weiteren beträchtlichen Spareinlagenzuwachs.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 16. Februar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Volksliedersingen 11.30: Rus ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: .Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Vir­tuose Musik. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Das neue Arbeitsgesetz: 2. WarumLehrlingsrollen"? 18.30: Hermann Stehr. Eine Betrachtung von Mensch und Werk anläßlich seines 75. Geburtstages. 19.15: Tages- : ipifgel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: ! Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane Die Ent- - scheidung der Kombination. Der Sprunglauf. 20: . Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Unser singendes klm- = gendes Frankfurt. 22; Nachrichten. 22.20: Unsere L Kolonien:Die gefährliche Schlafkrankheit." 22.30: ; Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nacht-

kräftige und ........- - . - , ... ,

ber Stadt Schotten und des Sagewerksbeytzers Wilhelm Neumann hervorgehoben wurde. Den Kassenbericht gab der Kassenwart Kam. eom* mer, der eine günstige Entwicklung der Kassen­verhältnisse feststellen konnte; auf Antrag der bei­den Rechnungsprüfer Kam. Braun und Kam. Wilhelm (Spam er III. wurde dem Kassenwart Entlastung erteilt und ihm ber Dank ber Kame- rabschast ausgesprochen. Heber das Fechtwesen be­richtete der Fechtwart Kam Bing,, über das Schießwesen der Schießwart Kam. Süsse!, der auch. Mitteilen konnte, daß im letzten Jahre einigen Kameraden die bronzene Ehrennadel für gute Schießleistungen verliehen werden konnte. Sodann

' der Sozialreferent Kam. Wilhelm Straub

Steppe und Urwald draußen neues deutsches Leben emporgewachsen. Das Heimatgesuhl des A u s l a n d s d e u t s ch e n hat alle Prüfungen wun­derhaft Überdauert.

Bei vielen Auswanderern haben sich zum größten Teil die alten Stammeseigentümlichkeiten erhalten, , B in der Art, wie sie ihre Siedlungen anlegten oder ihre Häuser bauten. In zahlreichen geschlosse­nen Siedlungen des Deutschtums haben sich Die alten Brauchtümer, in vielen Erdzonen hat sich auch noch der unverfälschte H e i m a t d i a l e k t bewahrt. Selbst da, wo deutsches Blut von ftem- dem Volkstum aufgesogen wurde, finden sich noch deutsche Spuren, einfach weil die Leistung der Aus­wanderer dauernden Bestand hatte. Alle diese Dinge lassen sich bei der Programmgestaltung des Ueberfte- Senders lebendig umsetzen und nutzen. Aus diesem erhaltenen Leben speisen sich die vielfältigen Dar­bietungen wie Heim''stunden, Volkslied-Srngen, Autoren-Lesungen, Dichterstunden, empfangen auch die Sendungen unterhaltender oder klassischer Musik -und empfängt nicht zuletzt das seelenformende Wort in Dichtung, Vortrag und Weltanschauung inneren Ton und letzten Sinn.

Afrika-Farmer wollen flotte Musik.

Kann man es als Aufgabe ber deutschen Sender bezeichnen, daß sie Künder des deutschen Gedankens in der Welt sein wollen, so tritt für den deutschen Uebersee-Rundfunk, dessen Wirkungskreis die außer- deutsche Welt ist, hierzu noch eine zweite: für ihn gilt es, um alle Menschen draußen, die ihrem Blut und ihrem Volkstum nach zu der geistig-seelischen Gemeinschaft unseres Volkes gehören, das Band zur deutschen Heimat zu schlingen.

So gewaltig nun diese Aufgabe des Dienstes am Auslandsdeutschtum, ist, so schwierig ist ihre Lösung: bedeutet sie doch nichts anderes, als der geistigen Richtung von mehr als zwanzig Millionen Men­schen zu entsprechen, Menschen, die den verschieden­sten Berufen angehören und unter den mannigfal­tigsten Bedingungen deutsche Pionierarbeit leisten. Es ist klar: wer im Urwald oder in der Steppe

95 Zahre alt.

Rödgen, 15. Februar. Der älteste Ein­wohner unserer Gemeinde, Ludwig Spuck, farni heute seinen 9 5. Geburtstag feiern. Biele Jahre hat der Jubilar an ber Reichsbahn gearbei­tet, unb er kann sich noch an den Bau der Main- Weser-Bahn und der Oberhessischen Bahn erinnern. (Wir beglückwünschen den alten Herrn zum Ge­burtstag.)

91700 RM. Steuerstrafe für jüdischen Steuerbetrüger

Lpd. Groß-Gerau, 14. Febr. Wegen Hinter­ziehung von Körperschaftssteuer für bie Jahre 1924/25 bis 1931/32 in Tateinheit mit Hinter­ziehung ber (bewerbe ft euer unb Hinterziehung von Eink 0 mmensteuer für bie Jahre 192v bis 1930 würben gegen ben Juden Ludwig Israel Marrsohn, früher in Groß-Gerau, setzt in Frankfurt am Main, Ge 1 dstrafen in Hohe von 9 1 7 0 0 RM. festgesetzt.

Landkreis Gießen.

* R ö d g e n, 15. Febr. Am heutigen Mittwoch feiern der Schmiedemeister Adolf Hahn und Frau Margarethe, geb. Jnderthal, Dreieckstraße, das Fest der silbernen Hochzeit. (Herzlichen Gluck-

3m Dienst von Drinnen und Draußen

Aus der Arbeit des deutschen Kurzwellensenders.

Widmann mit ber Durchsicht unb Auswertung ber alten Akten _ der Kameradschaft beauftragt. Ortsgruppenleiter Zeschky sprach das Schluß­wort und brachte das Siegheil auf den Führer aus Bei dem folgenden kameradschaftlichen Zu­sammensein wurde noch manches alte Soldatenlied gesungen, dessen hinreißender Wirkung sich nie­mand' entziehen konnte.

G M e r k e n f r i tz . 14. Febr. Schon vor einiger Zeit war unsere V 0 1 k s h a 11 e} im Rohbau fertig- gestellt. Nun ist auch ber Innenausbau soweit voll- enbet, daß man die geräumigen Ausmaße und die 'wohldurchdachte Gliederung des Raumes erkennen kann. Bald werden auch bie Wirtschaftsraume fertig*

stellv. Kameradschaftsführers Kam. Widmann gab ein Bilb von ber erfreulichen Aufwärtsent­wicklung ber Kameradschaft im Jahre 1938 unb zeigte, baß ein neuer, frifdjer Geist in bie Kame- rabschast eingezogen ist; als Ereignis von beson­derer Bedeutung wurde erwähnt die Uebernahme der Schießhalle und der Schießstände ber bisheri­gen Schützengesellschaft Schotten in das Eigentum der Kriegerkameradschaft Schotten, wobei bie tat*

1913 mit 2 956 000 Mark. Neue Sparbücher wurden 589 Stück ausgestellt, aufgelöst 296, so daß sich Die Zahl ber Sparbücher um 293 auf 5779 erhöhte 199 r>. H. des Standes von Ende 1913 mit 2898 Sparbüchern. Diese überaus günstige Entwicklung zeigt die enge Verbundenheit der Sparkasse mit den Bezirkseinwohnern und ist ein Beweis für das Ver­trauen, das sich die Kasse erworben hat

Neben der erfolgreichen Werbung für ben Spar­verkehr wirb bem Kleinspar w e s e n nach wie vor große Sorgfalt gemibmet. In AS^ilUarkas- fen mit 1234 Schülern, von Denen 800 - 65 v. H. Schulsparer sind, gelangten 5898 Mark zur Emzah-

Zwischen der Heimat und den Stamn in den fernsten Erdteilen ein mnzerreißb zu knüpfen, das ist die vornehmste Aufgabe, die bem Auslands-Runbfunk obliegt. Es ist eine Aufgabe von wahrhaft geschichtlicher Größe. Fernweh unb Heimatliebe, dieser Urtrieb unb dieses Urgefühl sinb wie zwei Pfeiler, über denen sich der Bogen deut­schen Wesens spannt. Immer wieder durch lange Jahrhunderte hat der faustische Trieb in die Ferne den deutschen Menschen getrieben,sich in ber Welt zu zerstreuen". Unb immer aufs Neue hat biese in­nere Spannung ber völkischen Seele wertvolle kul­turschöpferische Kräfte ausgelöst. Andererseits lag barin eine politische Tragik beschlossen. Die deutsche Revolution des Führers hat unter bem Druck langbauernber Notjahre eine Achsendrehung des deutschen Bewußtseins gezeitigt, die jeden Volks­genossen unter ein neues Gebot stellt, die jeden Deutschen wesentlich und unbedingt dem Ring der Volksgesamtheit einfügt. Aus der Größe dieser volksdeutschen Wende erwächst hier bem Rundfunk die Aufgabe, Organ und Träger unseres völkischen unb staatlichen Lebens zu sein.

war. Das ist der höchste Ginlagen,mgang seit dem I SchulsparersinDge^

105jährigen Bestehen der Kasse. Die Spareinlagen lung Heimsparbuchsen g^raelber er-

Wg* SroBen.-Buferf, 14. Fcbr. Bei den fiohfällungsarbeiten im hiesigen Gememdewnld er- . eignete sich ein Unfall. Der Holzhauer Christoph : Mootz war mit dem Ausasten einer zu Boden , liegenden Kiefer beschäftigt, als plötzlich ber Stamm ] ins Rollen kam, ben Holzhauer erfaßte unb ihn ; qegen ben Erbboben brückte. Er wurde verletzt ' nach Hause gebracht. Der herbeigerufene Arzt stellte einen doppelten Knöchelbruch des rechten , Beine^feÜ.^ L d a., 15. Febr. Am heutigen Tage können Joh. Heinr. Kehr, Formier, und Ehefrau Margaretha, geb. Hettche, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Herzlichen Glück­wunsch.

$ Lang-Göns, 12. Febr. Am Samstag fand in der Turnhalle das Winterfest des Turnver­eins statt. Der Besuch war außerordentlich gut unb zeugt von bem großen Interesse, bas die hiMe Einwohnerschaft dem Turnverein entgegenbriW$. Der Vorsitzende des Vereins, Karl Muller IV., wies in seiner Begrüßungsansprache vor allem dar­auf hin, daß die 'Frauenabteilung des Turnvereins in diesem Winter ihr zehnjähriges Bestehen feiern könne. Er betonte ferner, welche Bedeutung das Frauenturnen im Dritten Reich habe unb gab der Hoffnung Ausdruck, daß weiterhin viele Mädchen unb Frauen dem Turnverein beitreten. Der Feier entsprechend wurde auch an diesem Abend der größte Teil aller Vorführungen von den Turnerin­nen, unter Leitung des Turnwartes Wilhelm Sern, bestritten. Mit Fahnenschwingen begann es, daraus folgten Keulenübungen und Volkstänze. Dazwischen gaoen die Turner, unter Leitung des Turnwartes Richard Dreier, ihr Bestes am Barren und am P erd. Ebenso fanden die Freiübungen, unter Lei­tung von Karl Rudolph, viel Beifall. Den Schluß und Höhepunkt der turnerischen Darbietun­gen bildete der Tanz ber Turnerinnen nach bem Straußschen WalzerRosen aus bem Süben". Wäh- renb bie Kapelle den Walzer spielte, gaben bie Turnerinnen in Reigen und Einzelgruppen eine sinnbildliche Darstellung dieser unvergleichlichen Mu­sik. Sie ernteten reichen Beifall. Zwischen den tur­nerischen Vorführungen spielte eine hiesige Kapelle. Der Vorsitzende ehrte darauf drei Turnerinnen, bie Zeit bem Bestehen ber Frauenabteilung (12. Novem­ber 1928) biefer angehörten. Es sinb bies Hedwig Schmidt, Anna Pfuhl und Marta Dem, geb. Wagner. Sie erhielten eine besondere Ehrenurkunde. Marta Dem, die seinerzeit an den Wettkämpfen bei bem" großen Turnfest in Bre'slau teilgenommen hatte, erhielt außerdem noch eine Siegerurkunde von diesem Fest. Bevor ber erste Teil bes Abends seinen Abschluß fand, würbe eine Sammlung zugunsten bes WHW. veranstaltet,' die einen- schönen Ertrag ergab. Dann folgte ein Theaterstück, das viel Lacken bei ben Zuschauern auslöste. Der zweite Teil des Abends war dem Tanze gewidmet.

Kreis Böbingen.

über Sozialrentnerfürsorge. Der Kameradschafts­führer gab weiter bekannt, daß nach Anhorrma des Beirats die altverdienten Kameraden Hch. E b e r - heim, Theod. L i p p e r t und Christian Ludwig zu Ehrenmitgliedern der Kameradschaft ernannt wor­den seien. Kamerad Ludwig hatte im Jahre 1938 als besondere Auszeichnung durch ben .^Ver­

führer ' das Kyffhäuser-Ehrenzeichen II KlMse er­halten. Im weiteren Verlaufe des Appells wurde beschlossen, am 25. März einen Familienabenb zu veranstalten, mit dessen Vorbereitung und Aus­gestaltung Karn. Straub beauftragt wurde Aus Anregung von Kam. Scnba sollen oei den nächsten 'Kameradschaftsabenden die Satzungen em-

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unb erfreuliches Bilb über bie günstige Entwicklung ber hielt Kasse. Schon äußerlich gesehen zeigt sich bies Fort- qieu JVU je. y J u h SU anüumme vor

lebt, dessen Geschmack und Lebensweise weicht von demjenigen erheblich ab, der vielleicht im 50. Stock­werk irgendeines Wolkenkratzers in Neuyork sein Brot verdient. Um den größten Unterschieden ge­recht zu werden, sind beim deutschen Kurzwellen­sender sechs (Sende-Zonen geschaffen, und zwar für Nord-, Süd- uni5 Mittelamerika, Afrika, Ostasien und endlich auch für Südasien mit Auftrag lien. Wie notwendig eine solche Unterteilung ist, sei an dem Beispiel der Musik aufgewiesen: Nordame­rika beispielsweise bevorzugt das deutscheVolks- sied und den deutschen Marsch, während Südame­rika, wo wir ein ausgesprochen bodenständiges Deutschtum antreffen, mehr zu klassischer Mu- f i k neigt. Der deutsche Farmer in Afrika dagegen, der von schwerer Feldarbeit heimkehrt, ist für Tra­gisches kaum mehr aufnahmefähig, liebt daher meist flotte Unterhaltungsmusik. Aehnlich lie­gen die Dinge naturgemäß auch bei den Wortsen­dungen. Um diesen verschiedenen Anlagen und Rich­tungen möglichst weitgehend zu entsprechen, wirb der Hörer draußen dauernd um seine Wünsche be­fragt. Durch diese Mitarbeit der Ausländsdeutschen selbst' hat man die Möglichkeit, den besonderen Wünschen jeder Zone gerecht zu werden.

Hüter und Mehrer des Volkstums.

Nachhaltigen Eindruck draußen machen natürlich stets die Darbietungen, bie eine Rebe des Füh­rers ober einen nationalen Gedenktag zum Gegen­stand haben.'Das Auslandsdeutschtum hat bereits hierfür besondere Gemeinschaftsempfänge eingerich­tet und wird auf diese Weise durch das Wunder des Rundfunks Zeuge ber roiebererftanbenen Hei­mat.

So spricht bas deutsche Herz zum beutschen Her­zen, so wächst dem Ausländsdeutschen Kraft Der Heimat zu, weckt sein Bestes, klärt ihm lastende Fragen, festigt ihn im Lebenskampf und ruft ihm ins Bewußtsein, daß er bei jeder Arbeit unb m jeber Muße Mitgestalter am volksbeutschen Mein ist. Deshalb kann man ben Deutschen Kurzwellen­sender als einen Hüter und Mehrer unseres Volks­tums bezeichnen. 0. s. -

schenkurkunden mit Gutscheinen zu 3 Mark aüsge- geben; 118 Gutscheine gelangten bei Anlegung von Sparbüchern zur Einlösung.'

Auch im Giro - und Kontokorrentver­kehr herrschte rege Geschäftstätigkeit. Der Umsatz in dieser Abteilung stieg um IV2 Millionen auf rund 7V2 Millionen Mark. Die Guthaben der Kunden sind mit 287 775 Mark um 57 000 Mark hoher als Ende 1937. Die Zahl ber Kunden hat sich um 33 erhöht auf 542. Mit einem Stand von 129 306 Mark sind die beanspruchten Kredite gegen das Vorjahr fast unverändert. An Ueberweisungsaufträgen Der Kunden wurden 8768 Stück im Gesamtbetrag von 1882 000 Mark erledigt; 2725 Schecks auf auswär­tige Plätze im Beträge von 850 000 Mark gelangten zum Einzug.

Im Darlehensverkehr beanspruchte Die Befriedigung der gestellten Anträge nur einen Teil der im Spargeschäft anwachsenden Mittel. Es wur- . den 102 neue Darlehen im Gesamtbetrag von 177 532 j Mark gewährt, davon 111582 Mark gegen Hypo­theken unb 65 950 Mark auf Schuldschein gegen Bürgschaft ober sonstige Sicherheiten. Am Jahres- enbe waren ausgeliehen in dieser Abteilung: Gegen Hypotheken 1 373 572 Mark, an Gemeinden und sonstige öffentlich rechtliche Körperschaften 657 951 Mark, an Private gegen Bürgschaft ober sonstige Sicherheit 83 745 Mark.

Das W e ch s e l g e s ch ä f t war schon bisher nicht sehr bebeutenb und hat sich, wohl als Folge der ge­belferten wirtschaftlichen Verhältnisse, weiter verrin­gert. Diskontiert wurden 58 Abschnitte im Betrage von 22 270 Mark. .

Die Zahl der Einzugswechsel betrug 113 Stuck mit 25 361 Mark. Da die Darlehensgewährung nur einen Teil der stark anwachsenden Mittel beanspruchte, so ist eine weitere Anlage in Wertpapieren erfolgt. Der Bilanzwert der eigenen Wertpapiere der Kasse be­trägt am Jahresende 1 715 547 Mark. Er ist um 53 198 Mark niedriger als ber Kurswert am 31. De­zember unb enthält also in biefer Höhe eine stille

^Nock"Äesen decken Berichten konnte ber Jahres­rechnung und Bilanz bie Genehmigung erteilt wer­den. Ebenso wurde Dem Vorstand uhb dem Auf­sichtsrat Entlastung erteilt. Dem Vorschlag des Vor­standes, den Gewinn wie folgt zu verteilen: Ver­teilung einer Dividende von 5 Prozent, Tragung der 10 Prozent Kapitalertragssteuer und Zufchrei- bung des Restes zum Reservefonds bzw. Bettlebs- rücklage, wurde entsprochen. Bei bei Ersatzwahl zum Vorstand, aus bem bas Vorstandsmitglied Geißler satzungsgemäß auszuschecken hatte, wurde dieser wiedergewählt; desgleichen erfolgte eine Wiederwahl der Aufsichtsratsmttglieder G t1 - bert und Schwalm. Die gesetzliche Revision der Kasse, von der ein schriftlicher Bericht vorlag (ber durch den Aufsichtsratsvorsitzeicken Säubert ver­lesen wurde), widmete ber Kasse für ben etanb und die Geschäftsführung vollste Anerkennung.

UnterVerschiedenes" ergriff das Vorstandsmit­glied Espich die Gelegenheit, einen kurzen Ruck' blick auf das zwanzigjährige Bestehen der ^par= und Darlehnskasse Lollar zu werfen Er zeichnete hier ein Bild steter, gesunder Entwicklung ber Kasse, die trotz aller Fährnisse zu ben heutigen hohen Leistungen kommen konnte. Die vorgetragenen Zah­len von 1924 unb beren Gegenüberstellung zu Denen von 1938 bestätigen ben Aufstieg nachdrücklich

Zum Abschluß dieses kurzen Rückblickes konnte ben Mitgliebern die Mitteilung gemocht werden, daß bie Zinssätze ber Kasse bei unoeranbertem Satz für Einlagen ab 1. Januar 1939 wie folgt gesenkt mürben: ßaufenbe Rechnung von 5V- Prozent auf 5V1 Prozent, Darlehen von 5 Prozen auf 4Vi Pro­zent unb Hypotheken von 43/4 auf 4'/-- Prozent.

5 Die günstige Entwicklung der Kasse beruht m ber Hauptsache auf Dem gegenseitigen Vertrauen von MitglieDern unb Geschäftsführung.

Das Buch bes deutschen Fernwehs ist mit Blut geschrieben. Es malt eine wahrhaft völkische Pas­sion, erzählt von unendlichem Opfersinn unb tiefem Leib, spricht von weltweiten Wanberungen, kühnem Siedlergeist unb kündet neben grausamen Verhäng­nissen auch von herrlichen Taten. In unzählbaren Einzelttopfen, langsamen Rinnsalen, stoßartigen Bächen unb rauschenben Strömen ist deutsches Blut aus bem heimatlichen Meere abgeflofsen, unb viel ist in fremdem Boden unb andersgeartetem Volks­tum mählich versickert. Aber aus diesem stillen Hel­dentum ift in zäher, nimmermüder Arbeit in Sumps,

Lollar, 14. Febr. Die Spar- un Darlehnskasse e. G. m. d. H. Lollar l, im SaaleZur Traube" ihre Generalver-

(3rf) otten, 13. Febr. Der General-Mitglieder- appell ber Kamerabschaft Schotten bes NS. - Reichskriegerbunbes fanb gestern unter Leitung bes Kamercckschaftsführers Heinrich *«

Hofmann IV. statt, der eine stattliche Zahl Ka- Mark; das find 1 v.