Ausgabe 
14.10.1939
 
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Nr. 241 Erstes Blatt

189. Jahrgang

Samstag, 14./5omltag,15. Oktober 1939

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Der republikanische Senator T a f s, der als ein aussichtsreicher Kanditat für die Präsidentschaft gilt, erklärte vor demClub der jungen Republikaner" in Neuyork, die überwältigende Mehrheit des USA.« Volkes sei entschlossen, sich aus dem europäischen Krieg herauszuhalten. Dass erinnerte an das Vorgehen Wilsons und warnte vor einer Wie­derholung der verhängnisvollen Politik unter Roose­velt.

Kamps um das Waffenausfuhrverbot in den Vereinigten Staaten.

Senatoren warnen Roosevelt vor der schiefen Bahn.

Annahme von Anzeige» für die Mitlagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags

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Gauleiter Sprenger eröffne! bas Kriegswinterhilfswerk Hessen-Nassau

Eine Iriedenstat.

Chamberlains Unterhausrede hat mit aller Klar­heit deutlich gemacht, daß der Klüngel der Kriegs­hetzer, der in England jetzt die Oberhand bekom­men hat, nicht im entferntesten daran denkt, durch eine neue Ordnung die Lebensinteressen der euro­päischen Völker sicherzustellen. Nicht die Beseitigung der in Versailles geschaffenen Reibungsflächen zwi­schen den Völkern Europas, nicht Bürgschaften für einen gerechten und dauerhaften Frieden, nicht Garantien" für eine glückhafte Zukunft der Völ­ker durch vertrauensvolle Zusammenarbeit sind die Ziele, für die England in den Krieg zieht, sondern Wiederrichtung der englischen Vorherrschaft auf dem europäischen Kontinent ist das wahre Kriegs­ziel Englands, das mit so hohlen Phrasen wie der Freiheit der Völker" oder demGleichgewicht der Kräfte" sich nicht mehr verschleiern läßt. Daß man mit einem solchen Kriegsziel vor Augen, das man nur durch eine Vernichtung des deutschen Volkes, durch seine Versklavung in einem neuen Diktat von Ver­sailles erreicht werden kann, kein Verständnis aus­bringt für den ebenso großzügigen wie weitschauen­den Friedensplan des Führers, der aus einer echten, tiefgefühlten Verantwortung für das eigene Volk wie für das Schicksal Europas geboren wurde, ist bei der Mentalität der britischen Oligarchie kein Wunder. Sie hat immer nur an den eigenen Geld­sack und an die eigene Macht gedacht und niemals danach gefragt, ob ihr brutaler Imperialismus einen ganzen Erdteil in Blut taucht und auch über das eigene Volk Not und Tod bringt. Man hat es in London nicht einmal der Mühe für wert ge­halten, dem Friedensplan des Führers eigene, viel­leicht bessere Vorschläge zu einer Neuordnung Euro­pas entgegenzustellen. Da fehlte es neben dem gu­ten Willen vermutlich auch an den eigenen Ge» danken, wie sie das große Befriedungsprogramm des Führers in so reicher Fülle auf das eindruck­vollste beherrscht hatten. Deshalb hat es Chamber­lain offenbar auch peinlich vermieden, auf so mar­kante Vnzelheiten wie die Umsiedlung der Natio­nalitäten, die Abrüstung, die Reorganisation der Weltwirtschaft überhaupt nur mit einem Wort ein­zugehen, obwohl diese höchst konkret gehaltenen Vorschläge des Führers aller Welt deutlich machen mußten, daß es dem Führer nicht nur mit seinem Wunsch nach Wiederherstellung des Friedens voll­kommen Ernst war, sondern ebenso sehr mit seiner Bereitschaft, an der Aufrichtung und Siche­rung einer neuen Ordnung Europas ehrlich mitzu­arbeiten. Aber das wollte man in London nicht sehen, denn jede Auseinandersetzung damit hätte ja zu höchst unbequemen Folgerungen führen müssen, die es schwer gemacht hätten, den schon vor der Führerrede in der britischen Regierungsclique ge­faßten Entschluß zur Fortsetzung des Krieges dem eigenen Volk plausibel zu machen. Denn trotz der Verstümmelungen und Verfälschungen, die sich die Führerrede auch in ihrem programmatischen Teil durch den britischen Rundfunk und die britische Presse hat gefallen lassen müssen, ist dem eng» lischen Volk doch hinreichend genug von ihr zu Ohren gekommen, um vielen unbefangen und klar

Ltnerhörie Zustände in den Downs.

England legt die belgische Schiffahrt lahm.

Brüssel, 13. Oktober. (Europapreß.) Die ge­samte belgische Presse wendet sich gegen die Zu­stände, die augenblicklich in den Downs, der offenen Reede bei Dover herrschen. Die belgische Oefsent- lichkeit weiß durch Berichte von Passagieren des KongodampfersAlbertville", wie die Passagiere dort behandelt werden. Sie sind von jeder Ver­bindung mit der Außenwelt abge- schnitten, was insbesondere deshalb unange-

losigkeit a b ge l e h n t worden", so führte er aus, die Wahl, die der Führer ihnen stellte, ist von ihnen für den Krieg getroffen worden, da nach ihrer Ansicht einer ,Friedensregelung^ die deutsche Regierung im Wege stehe." Als der Gauleiter diese freche Anmaßung als Beleidigung des deutschen Volkes zurückwies, unterstrich nachhaltiger Beifall diese Feststellung und steigerte sich zu einer ent­schlossenen Treuekundgebung, als seine Worte jeder Spekulation auf eine Trennung von Führer und Gefolgschaft mit dem Satz begegneten: Deutsch­land ist Adolf Hitler und Adolf Hit­ler ist Deutschland!

Klar und prägnant zeichnete der Gauleiter bann die Kampfstellung auf, die für den National­sozialisten bereits Tradition besäße. Hier natio­naler Sozialismus, dort die unumschränkte Herrschaft des Goldes; hier friedlicher Auf­bau zu Gunsten der Gemeinschaft, dort ein zer­störender und ausbeutend er Kapitalismus des Wett- judentums. Und schließlich und vor allem hier ein wirklicher Führer, der Beste seines Volkes, und dort eine Strohpuppe geschäftemachender und lügnerischer Hintermänner. In dieser Frontstellung ist das deutsche Volk zum Kampf für sein Lebensrecht angetreten, es weiß heute, um was es geht, und es wird mit diesem Wissen auch einen längeren Kampf in innerer Geschlossen-- heit und mutigem Handeln bis zum Siege durch­stehen.

Lebhafter Beifall unterstrich die Schlußausfüh­rungen des Gauleiters, in welchen er verpflichtend feststellte:Als Not- und Opfergemein­schaft tritt nunmehr das deutsche Volk im Be­wußtsein des Endsieges zur (Erfüllung seiner Pflicht im Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40 an. Dom Gau Hessen-Nassau aber erwarte ich, daß er nicht rtur seine Pflicht tut, sondern wie bisher Vorbild ist und bleibt eines nationalsozialistischen Tatbekennt­nisses!

Die Lieder der Nation begleiteten dann das Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40 des Gaues Hessen- Nassau hinaus in den Alltag, wo es sich nunmehr als eine der wichtigsten Waffen der Inneren Front beweisen wirk

werten 3,1 Millionen aufgebracht. Insgesamt wurden für das WHW. im Gau 18,5 Millio­nen geopfert. Erhebliche Beträge mußten aus diesen Mitteln für d i e Ostmark und das Sudetenland fteigemacht werden. Wir alle, so betonte der Gauleiter, kennen noch die große Not, die einst in unserem Vaterland herrschte. Sie sei aber noch als Reichtum zu bezeichnen gegenüber der Not, die man in diesen befreiten Gebieten vorfand. Der Gau Hessen-Nassau habe hervorragend dazu bei­getragen, daß unsere befreiten Volksgenossen vorn Führer so umfassend betreut werden konnten.

Der Gauleiter zeigte bann die neuen Auf­gaben für das Kriegswinterhilfswerk auf, mit dem der Not, die noch entstehen kann, entgegen« getreten werden soll. Der Bahnhofsdienst, so forderte er, müsse eine Erweiterung erfahren. Er dankte Gauamtsleiter Haug und seinen Mit­arbeitern für die geleistete große Arbeit bei der Rückwanderung aus den westlichen Gebieten. Alle Aufgaben, die damit zusammenhingen, seien von ihm restlos erfüllt worden und müßten größte Anerkennung finben. Er sei der Ueberzeugung, daß auch neue Aufgaben vom Bahn­hofsdienst zur vollsten Befriedigung erfüllt werden. Die Schaffung von neuen Kindergärten sei eine Selbstverständlichkeit. Mele Mütter wollten in den Betrieben mitarbeiten. Die Partei werde sie in ihrem Bestreben unterstützen, indem sie ihnen die Sorge um die Kinder abnehme. Der Ein­satzbereitschaft der Frau gelte unser Dank. Vor allem sei auch noch das Ernährungs­hilfswerk auszubauen. Bis jetzt hätten wir durch diese Einrichtung im Gau Hessen-Nassau 10 000 Schweine, die für die Versorgung nicht un­bedeutend seien. Er verlange daher, daß das Er­nährungshilfswerk auf d i e größte Lei­stungsfähigkeit gebracht werde.

Die Notwendigkeit der Opferbereitschaft, des Ein­satzes jedes Einzelnen erläuterte der Gauleiter an der Forderung der augenblicklichen Situation.Das Friedensangebot des Führers ist von den Kriegshetzern der westlichen Demokratien mit Un­verschämtheit und in beispielloser Verantwortungs-

den Untergang Polens verantwortlich. Hätten Eng­länder und Franzofen nicht Hilfe versprochen, dann würden die Polen frühzeitig mit Deutschland Frie­den gemacht haben.

Die Debatte wurde dramatisch, als der Senator Lafollette an seine Kollegen den Appell rich­tete, sich nicht durch Roosevelts Argumente verblen­den zu lassen. Lafollettes Vater hat vor 22 Jahren an derselben Stelle umsonst gegen Amerikas Ein­tritt gegen den Weltkrieg gekämpft. Sein Sohn warnte heute vor der Aufhebung des Waffenaus­fuhrverbotes. Diese Maßnahme würde wirtschaft­lich verheerende Folgen haben. Die Vereinigten Staaten würden ihre Schätze gegen unfruchtbares Gold nach Europa verschachern. Die Folge wäre nach Kriegsende ein wirtschaftlicher Niedergang, wie ihn Amerika noch nie erlebt hätte. Anstatt Kriegs­handel mit Europa zu treiben, solle die 08A.-Re- gierung sich lieber darauf konzentrieren, im eigenen Lande und in Südamerika eine gesunde Wirtschaft aufzubauen.

Washington, 13. Okt. (DNB.) Die USA.» Regierung hat dem Kongreß die Wiedereinführung dercash and carrx"-Alausel vorgeschlagen, d. h. der Bestimmung, wonach kriegführende Parteien Kriegsmaterial, das sie in den Vereinigten Staaten kaufen vollen, bar bezahlen und selbst holen müssen, was natürlich nur der Entente zugute kommt. Gegen diese Klausel läuft die ge­samte amerikanische Schiffahrt Sturm. In der heu­tigen Senatsdebatte erklärte Senator Bailey, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, die Klau­sel werde den ganzen amerikanischen Handel lahm legen und einen großen Teil der Handelsmarine zerstören. -Wenn das Gesetz in seiner jetzt vorgeschlagenen Form angenommen werde, müßten die Vereinigten Staaten mindestens 130Handelsschiffe non rund 860000Tonnen Wasserverdrängung aus dem Dienst zurückzie­hen. Zahlreiche Schiffahrtslinien würden dadurch aushören zu bestehen. Diese Ausführungen wurden von Senator P i 11 m a n unterstützt, was die Ver­mutung bestätigt, daß Roosevelt selbst diecash and carry=23eftinrmungen mildern möchte.

Der demokratische Senator Bulow sagte: Die ganze Senatsdebatte scheine sich nur noch darum zu drehen, wie man den Alliierten am besten helfen könne.Das amerikanische Volk will nicht, daß ftfne Söhne die Wäsche auf dem Westwall aufhängen, aber es will auch nicht, daß die Söhne anderer Nationen am West­wall hängen." England und Frankreich seien für

Eine Konferenz der drei nordischen Staaten.

ie Staatsoberhäupter treffen sich mit ihren Außenministern in Stockholm

Tokio, 14. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wegen der verholt gemeldeten Ueber griffe briti- |6)c r Schiffe beimPatrouillendienst" in der der japanischen Hoheitsgewässer hat die japa- Me Marineleitung bei der britischen Botschaft Protest eingelegt. Die daraufhin erfolgte neue " arung der Botschaft ist ebenso kurz und unzu- end in ihrerBegründung" der unerhörten ^griffe, wie die kürzlich gemachten Ausführun- des britischen Marineattaches. Es heißt nam- W)- daß die Ueberwachung der japanischen Häsen deine Beleidigung Japans" bedeuten ME (!) Man bezwecke ,/ledi glicht, deutsche e i n = ausfahrende Schiffe f e stzust eilen zu beschlagnahmen. Die Botschaft hat *2-9en nichts auf die Tatsache zu erwidern, daß ätsche Kreuzer, Zerstörer und U-Boote westlich ^südlich von Kiuschu und in den Gewässern zwi- ichr den japanischen Inseln Kiuschu und Schikoku Mytet wurden. Japanische Kreise bezeichnen dieses Mebot an Schiffen und ihren Standort als mit «Ptns seestrategischen Interessen unvereinbar Man fm?rkt, daß der Krieg anscheinend hauptsach- gegen Neutrale geführt werde und Eng- lcrÖ anscheinend dieFreiheit der Schiffahrt n u r englische Schiffe anzuwenden beav- 'tge. Wenn Deutschland dagegen in berechtigter jMr auf die englische Blockade nut einer «g nblockade antworte, dann versuche der englische RP aganbaapparat von einemV o r st o ß g e g e n Uternationale Verträge" zu sprechen und 'j Welt gegen deutscheGewaltmethoden zu mo- fisren.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

und Verlag: vröhlsche NniverstlStrdruckerei ».Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratz« 7

Stockholm, 13.OH. (pjtB.) Der König m Schweden hat, wie amtlich milgelcill wird, e Könige von Dänemark und Nor­wegen sowie den Staatspräsidenten der Republik Finnland zu einer Konferenz nach Stockholm eingeladen. Der König von Memark und die beiden anderen Staatsober- ßupter haben diese Einladung angenommen chd werden in Begleitung ihrer Außen- ai nist er nach Schweden reisen. Die Stockholmer Inferenz wird am 18.Oktober stattfinden.

Englands Krieg gegen die Neutralen.

Wachsende Verbitterung in Dänemark.

Kopenhagen, 13. Okt. (Europapreß.) Mit bitterer Enttäuschung hat das dänische Volk die Rede dtz englischen Ministerpräsidenten zur Kenntnis ge- njirnmen.Politiken" fragt völlig überrascht: ,Hurde die Hoffnung auf den Frieden gestern wirk­et ausgelöscht, als Chamberlain seine Unterhaus- rie hielt?" Mit diesen Worten gibt das Blatt der fy Dänemark weit verbreiteten Ansicht Ausdruck, dch es nach der Führer-Rede vom 6. Oktober i n Englands Hand gelegen hat, den Krieg zu reimeiben, den die neutralen Staaten schon jetzt so fljr zu spüren bekommen haben. Gerade weil die Auswirkungen der ersten sechs Kriegswochen gar W verglichen werden können mit den ersten sechs Wochen des Jahres 1914, hatte Dänemark gehofft, bch sich irgendwie ein A u s we g finden lassen trirbe. Man baute in erster Linie auf die einfluß- rjchen neutralen Staaten und vertrat die Wicht, daß sich England den Bemühungen diefer Wchte beugen werde.Es gibt doch kein Land Uder Wett, welches nicht den Frieden her- biisehnt", schreibtPolitiken".

die Presse warnt ihre Leser schon heute davor, irgendwelchen Illusionen hinzugeben, in Zu­luft werde es dank der englischen Politik wohl mitt bei Zuckerkarten und Benzinverkaufsverbot in Dänemark bleiben.Es ist keine Hoffnung", ^t es, ,Haß man vermeiden kann, daß der Krieg ^Dänemark fühlbar wird". Ja, man spricht heute foflir von einemKrieg gegen d i e neutra­lem Staaten" und denkt dabei offensichtlich an bie in der letzten Zeit wiederholten englischen Ver- Ince, durch Ausübung von Druck die skandinavi­sch i Staaten zu wirtschaftlichen und handelstech- nihen Zugeständnissen an England zu bewegen. 12>ie Furcht vor dieser Gewaltanwendung ver- fttkt die Verbitterung darüber, daß es in Europa bisher nicht gelungen ist, den Frieden wiederherzu- stlm, nachdem am 6. Oktober das Fundament für en n solchen Versuch gelegt worden war. Man be= gift nicht, daß die neutralen Staaten in Mit- Mmschast gezogen werden sollen, nur weil das jSttd) die Grundsätze verwirklicht hat, die bisher fr den BegriffenSelbstbestimmungsrecht" und lOlsonsche Punkte" Ausdruck fanden.Politiken"

Findet sich denn nicht eine Friedensgarantie w Wilsons Selbstbestimmungsrecht, welches nie- Ws angewandt worden ist an den Grenzen, die itr ausgelöscht worden sind? Jenes Selbstbestim- Httgsrecht übrigens, das Deutschland einmal nach bmi andern angerufen hat? In diesem schicksals- strangeren Chaos steht jedoch das eine fest: Nie- fiOTib wird einen Krieg -führen, um Persail- li. wieder erstehen zu lassen."

Oie Freiheit der Schiffahrt I nur für englische Schiffe.

NSG. In einem schlichten, eindrucksvollen Be­triebsappell in der Firma (Sollet & Engelhardt in Offenbach a. M. eröffnete am Freitagmittag Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger das Kriegswinterhilfswerk im Gau Hesfen-Nasiau, nach­dem der Gaubeauftragte für das Krieaswinterhilfs- roerf, Gauamtsleiter Haug, dem (Bauleiter bie erneute Bereitschaft seiner Organisation für das große soziale Werk gemeldet hatte.

Der (Bauleiter stellte zunächst fest, daß die Werk­halle für ihn der festlichste Rahmen für die Er­öffnung des Kriegswinterhilfswerkes sei. Sie gehöre zu einer der Fabriken, die von der ungeheuren Auf­bauarbeit im Gau Zeugnis öblegen und heute im Dienste des Vaterlandes stehen. Es sei traditionell geworden, das WHW. im Gau Hessen-Nassau zu eröffnen, nachdem der Führer es für das ganze Reich eröffnet hat. Des Führers Worte feien nie fo einprägsam gewesen wie in diesery Jahr. Adolf Hitler sagte: Not hat es immer gegeben und gibt es immer. Zu allen Zeiten aber hat die Menschheit die Verpflichtung, d i e s e r N o t z u st e u e r n , ihr entgeqenzutreten und sie zu lindern. Dies sei der Weg den der Führer dem Volk klar aufgezeigt hat. Der Gauleiter brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß bisher fein Gau mit an der Spitze aller Gaue in der Opferbereitschaft mar« ^Dann^kam der Gauleiter auf die Verlage­rung der Aufgaben des WHW. in den letzten Jahren zu sprechen. Nach 1933 habe es ge­golten den Hungernden und Frierenden zu helfen. Dies habe sich geändert. Die Z a h l d e r B e t r e u - ten im Gau Hessen-Nassau sei von 800 000 auf 250 000 zurückgegangen. Ein Beweis für das erfolgreiche Werk des Führers, der allen Volks- aenoffen die arbeiten können, wieder Lohn und Brot gegeben hat. Nun seien Mittel für andere o n, e tf e freigemorben. FürMutter und Kind und für die Betreuung der Jugend, bei der gesund- beitliche Schäden frühzeitig behoben werden mußten, um für einen gesunden Nachwuchs zu sorgen, feien nrofee Mittel aufgewendet worden. Im Gau Hefsen- Nasfau wurden im Winterhilfswerk 1938/39 an Geldjpenden 15,2 Millionen und an Sach-

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nehm ist, weil es sich zumeist um Geschäftsleute und Beamte handelt, die nicht zu einer Vergnü­gungsreise nach Afrika gefahren sind, sondern zu bestimmten Terminen in Belgien zurückerwartet werden. Noch unheilvoller wirkt sich dieser Zwangs- aufenthatt der belgischen Frachtdampfer für die belgische Industrie und den belgischen Handel aus. Nation Beige" schreibt, daß England zu Beginn des Krieges erklärt habe, die Neutralen und ihre Handelsinteressen refpeftieren zu wollen. Minister­präsident Chamberlain habe ausdrücklich ver­sprochen, daß das Verfahren abgekürzt würde. Man habe eigentlich erwarten dürfen, daß man auf das Wort eines englischen Premierministers vertrauen könne. Statt dessen hätten sich aber die Zu­stände nur verschlechtert. In den Reeder- f reif en von Antwerpen herrsche starke Beunruhi­gung. Ein Antwerper Blatt, das den belgischen Schiffahrtskreisen nahesteht, bringt eine Uebersicht über bie belgischen Schiffe, bie augenblicklich in ben Downs fest gehalten werden. Es sind zehn Schiffe, von denen dieMokambo" bereits feit 23 Tagen und die meisten übrigen seit über zwei Wochen zurückgehaletn werden.

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