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Karte zu den schweren Unruhen in der Slowakei. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Es ist bezeichnend, daß diese Geheimsitzung, an der über hundert der Polizei gut bekannte f ü h -

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KARPATO- UKRAINE

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das sckneidige Austreten der Gardisten Mob i.._ ________________

gesehen hat. Auch die kleidsame Uniform der Garde die deutsche Bevölkerung und die sindet siel Anklang bei der bäuerlichen Bevölkerung, Hlinkagarde bekannten Slowaken

N GAR N

UDAPCST

Daß das slowakische Volk auf seine Hlinkagarde stolz ist, leuchtet ein und wird noch verständlicher,

nen derJunaci" (6 bis 10 Jahre), derOrli" (10 bis 14 Jahre) und derDlcata" (14 bis 18 Jahre) geschult wird.

weg befand, von einer zahlenmäßig starken tsche­chischen Horde zu Boden geschlagen und schwer verletzt liegen gelassen. In dem Stadt­viertel um das Schützenhaus sind zwei Häuser reichsdeutscher Staatsangehöriger g e st ü r m t wor-

mütendem haß gegen wehrlose Deutsche oorgegan- gen. die mit brutaler Grausamkeit n i e berge-

haben sich im Schutze der Dunkelheit an die Sied­lungen herangemachl und dort Wohnhäuser und Scheunen der hilflosen deutschen Bevölkerung i n Brand gesetzt. In dem Städtchen Modern ist der organisierte rote tschechische Pöbel mit blind-

Hlinkova garva, ehrformation der Slowaken

KRAKAÖ

d i e Sendungen des

Wien abhörten, wurden an drei Stellen Hand- g E a n a t e n geworfen, die mit gewaltiger Detona­tion explodierten. Auch in den deutschen Städten

Karpathen (Slowakei) auf Malacky zu, brenne! b i e Sieblungen beutscher Walbarbei t e r. Bewaffnete tschechische Kommuni st ei

Tschechen stürmen das deutsche Arbeiisamt in Jglau.

Schwerste Mißhandlungen Volksdeutscher durch tschechischen Mob.

liefert werben.

In bem Jglauer Vorort Lebergrunb sind fast alle deutschen Häuser beschädigt wor­den, da über sie ein ganzer Steinhagel niederging. Das Schützenhaus wurde von einer tschechischen Uebermacht erstürmt. Die Einrichtung des Hauses wurde in Trümmer geschlagen. In Stangern wurde ein deutscher Wirt angeschossen. Er erlitt einen Bauchschuß und ringt mit dem Tode. Ein gewisser Totzauer wurde von einer Horde nie­dergeschlagen und in feigster Weise mißhandelt. Ebenso wurde der Kassierer der Deutschen Kredit-

Heue Verhaftungen unter der deutschen Volksgruppe.

Herausfordernde Hatzchöre an der Reichsgrenze.

T r o p p a u, 14. März. (DRB. Funkspruch.) In Mährisch-Ostrau verbreitete sich am Montag mit Windeseile die Mitteilung von neuen Verhaf­tungen unter der deutschen Volksgrupve. Mehrere Lehrer wurden im Gefängnis blutig ge­schlagen. Diese Mitteilung schuf unter der deut­schen Bevölkerung von Mährisch-Ostrau ungeheüte Erregung, zumal die Vorgänge vom 7. September 1938 noch nicht vergessen sind. Am Montaanachmit- tag hetzten in Witkowitz Juden aus Mährisch- Ostrau an den Fabrikausgängen der Witkowitzer Eisenwerke. Abends kam es zu kommunisti - scheu Zusammenrottungen. Unter dem Absingen von Hetzliedern zog der kommunistische Mob bis zur Grenze und rief immer wieder im SprechchorAuf nach Troppau" undRieder mit den deutschen Schweinen". Bei den Zusammenrot­tungen wurden fünf Deutsche durch Stock- hiebe über d e n Kopf erheblich d er letzt, darunter zwei Frauen. 21 Personen, die an­ders nicht mehr entkommen konnten, überschritten bei Schönbrunn die Reichsgrenze.

St. Georgen und Bösing ist der tschechische > mit grenzenloser Brutalität vor allem gegen rutsche Bevölkerung und die als Anhänger der

Bei den gegenwärtigen Unruhen in der Slowakei spielt die hlinkooa garda, die Hlinkagarde, eine Hauptrolle, ja man kann sagen, baß ohne ihr energisches Auftreten ber tschechische Staatsstreich gegen bie Preßburger Regierung höchstwahrscheinlich gelungen unb bas ganze slowakische Laub in Blut unb Grauen untergegangen wäre. Denn die hlinka­garde stellt immerhin schon eine Macht dar, vor der bie tschechische Genbarmerie unb Solba- teska oft genug zurückgewichen finb, wenn sich beibe Teile gegenüberftanben. Woher stammt nun diese slowakische Wehrformation, wie stark ist sie, wie sieht sie aus und welches sind ihre Aufgaben?

Die jetzige hlinkagarde wurde von den jungen slowakischen Führern ins Leben gerufen, als es sich nach dem Münchener Abkommen darum handelte, bie neugewonnene Selbstänbigkeit innerhalb ber Republik zu sichern unb gegen frembe Heber- griffe zu schützen. Gleichzeitig war ihr aber auch die Ausgabe zugedacht, das völkische Bewußt­sein der Slowaken zu vertiefen und erzieherisch auf bie bisher politisch nicht sehr geschulten Karpa­thenbewohner zu wirken. Als man nach einem Namen für die neue ftaatstragenbe Organisation suchte, konnte man keinen besseren finden als den des Paters Andreas Hlinka, jenes edlen Greises, ber sein Leben lang für bie slowakische Freiheit gekämpft hatte und dem es bod) nicht ver­gönnt sein sollte, bie Ernte seines Wirkens noch mitzuerleben. Aber ber Geist dieses aufrechten unb unerschrockenen Mannes lebt nun in ben Angehö­rigen ber hlinkagarbe unb der jungen slowakischen Bewegung fort.

Es ist erstaunlich, in wie kurzer Zeit die hlinka- garben organisatorisch aufgebaut unb militärisch ausgebilbet werben konnten. Diese Schnelligkeit läßt sich eben nur daraus erklären, daß das slowakische Volk in ber hlinkagarde die Verkörperung eines jahrhundertealten Sehnsuchtstroumes sieht und des­halb mit der ganzen Kraft des Herzens die Aufrich­tung dieser ersten rein slowakischen Wehrsorrnation unterstützt hat. Die Zahl der in der hlinkagarde organisierten Manner wird auf rund 250 000 ge­schätzt. Die territoriale Gliederung der Garde stützt sich auf 22 Keise, die organisatorische Gliederung ist ganz nach militärischem Vorbild durchgeführt. Don der Kameradschaft, ber kleinsten Einheit mit etwa 10 bis 12 Mann, geht es über bie Hundert- schast, bas Bataillon und bas Regiment bis zur Division. Innerhalb ber größeren Ver- bänbe gibt es je nach Aufgabe unb Verwendungs- art verschiebens Abteilungen, so bie Sturmabteilun­gen, Fliegerabteilungen, Nachrichtenabteilungen, Eisenbahnformationen, berittene unb motorisierte Gruppen. Da bie hlinkagarbe bas Ziel verfolgt, möglichst bie gesamte Bevölkerung in wehrhaftem Geist zu erziehen unb militärisch zu schulen, werben alle Altersstufen von ihr erfaßt. Die Män­ner zwischen 19 unb 40 Jahren bienen in ben Sturm-

Tschechische Sendarmen überfallen deutsche Zugendgruppe.

P r e ß b u r g, 14. März. (DNB.) Eine Gruppe beutscher Jungen, bie sich unter Führung eines Leh- rers mit Fahrräbern auf einer Schulfahrt befand, wurde zwischen Freystadt unb In mau von tschechischer Gendarmerie, die sich auf Lastautos auf der Fahrt von Sillein nach Preß- burg befand, angehalten und überfallen. Dabei wurden ihnen die Fahrräder völlig zertrüm­mert. Der Lehrer wurde blutig geschlagen und schwer verletzt. Ebenso wurde eine An- zahl von Schülern schwer verletzt, während es ande­ren gelang zu entkommen. Die Schüler standen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Sie hatten ihre Fahr­räder mit slowakischen und Hakenkreuz - ähnchen geschmückt. Dieser Schmuck ber Fahrräber hat zu dem blutigen Heberfall der tsche­chischen Gendarmerie Anlaß gegeben.

System, abgesehen von einem kleinen Kreise noto­rischer Krisen Politiker, in der ganzen Welt für alle Zeiten diffamiert sind, würden bie Spekulationen gewisser tschechischer Kreise auf bie Rückkehr Beneschs unb seines Systems unbegreiflich erscheinen, wenn nicht ber blutige Terror gegenüber ben Slowaken unb ben bort ansässigen Deutschen in jeber Einzel­heit ein getreues Spiegelbild ber tschechischen Schreckensherrschaft im Sudetenlande Ware. Es wirkt, als wolle bie neue Tscheche! nachdrücklich er­weisen, daß sie sich von der Benesch-Tschechei in i nichts unterscheidet unb baß sie aus ber Monats- | roenbe September-Okober nichts gelernt hat. < Will es die Tscheche! ungeachtet aller ihrer inneren 1 Schwierigkeiten und Belastungen darauf anlegen, zum zweiten Male eine Tschechenkrise zu einer Eu- < ropakrise auszuweiten? Sind sich Staatspräsident ] hacha unb Ministerpräsident Beran darüber klar, was es für ihren politischen Rus bedeutet, wenn ein , iinksradikales Blatt vom Schlage des Pariser i Ordre" unwiderlegt ihnen das Zeugnis ausstellen . darf, daß sieheute schon fast so wie Masaryk und Benesch" seien?

Der Ernst der Lage kennzeichnet sich darin, baß in auffallender Hebereinstimmung die tschechische Polizei überall tatenlos bei Heberfällen auf Deutsche und Slowaken zusieht, sie handelt folglich auf höhere Anweisung. Ferner kennzeichnet er sich darin, baß der rote Pöbel sich genau wie im vergangenen Jahre gebärdet, daß er Stalin und Benesch in einem Atem hochleben läßt, die Rückkehr des Kataftrophenpräsi- benten Benesch fordert und vor allem darin, daß mitten in der tschechischen Hauptstadt die roten Funktionäre einen bolschewistischen Putsch beraten dürfen, als habe es nie ein Verbot ber kommunisti­schen Partei durch Prag gegeben. Wir haben im September nachweisen müssen, baß die Regierung Hodza gegenüber ben Roten ihre Handlungs- und Entschlußsreiheit preisgegeben hat will Prag es bahin kommen lassen, daß bie Frage nach der Handlungs- und Entschlußfreiheit der Regierung B6ran jetzt ebenfalls aufgeworfen werden muß, nacfibem bie Deutschenverfolgungen bereits auf Brünn und Jglau übergegriffen haben?

Es muß als sehr bedenkliches Zeichen gewertet werden, wenn bei ber Aufstellung von drei neuen slowakischenRegierungen" durch Prag innerhalb 24 Stunden Name und Person Kamarsins über­haupt nicht in Erscheinung treten, als wenn es keinen Staatssekretär dieses Namens gäbe. Es ist nicht weniger bedenklich, wenn nach wie vor Massen- Fünbigungen von Deutschen durch bie Tschechen er­folgen, als wenn nicht selbst die kleine tschechische Minderheit in Deutschland volle kulturelle Auto- nomie, gesicherte Arbeitsverhältnisse, Schulen, eigene Zeitungen, Rundfunk, Wahlrecht, soziale Fürsorge usw. hätte. Wir erinnern in diesem Zusammenhang auch daran, daß niemals einem Tschechen in Deutsch­land ein Haar gekrümmt wurde unb daß selbst nach bem Einmarsch der deutschen Truppen in das Su- betenlanb die ausländische Presse zugeben mußte, es sei an keiner einzigen Stelle von Deutschen irgend­ein Dergeltungsakt gegenüber den Tschechen verübt worden.

Es muß schließlich mit allem Nachdruck unter­strichen werden, daß nach der Befriedung des tschechischen Raumes durch das Münchener Abkom­men einerseits und nach dem offenkundigen Bruch wiederholter tschechischer Versprechungen anderer­seits so schwere Ausschreitungen wie jetzt in der Slowakei unb in deutschen Sprachinseln ber Tscheche! politisch noch erheblich schwerer ins Gewicht fallen müssen als im Herbst. B. R.

Moskau übernimmt die Regie.

Kommunistische Funktionäre beschließen Aktionsprogramm.

Prag, 13. März. (DNB.) Die führenden Funk­tionäre der tschechischen Marxisten finb, wie der Zeitungsbien st Graf Reichach zuverlässig erfährt, in der Nacht zum Montag in Prag z u einer Geheimsitzun g z u s ammen ge tre­te n, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte. In dieser Sitzung wurde von kommunistischer Seite bie Einsetzung einer Linksregierung und bie sofortige Wiederaufnahme bes B e n e s ch - K ur s e s" (!) gefordert. Im Verlaufe der Aussprache kam es zu einer völligen Heber ein ft immung aller marxistischen Grup­pen, die sich nach ber Auflösung der Kommunisti­schen Partei in der sogenanntenNationalen Ar­beiterpartei" zusammengeschlossen haben. Durch Or­ganisierung von Massenkundgebungen, Verbreitung hetzerischer Flugblätter und Herbeiführung von Zwi­schenfällen soll die Regierung in Prag gezwungen werden, denM ünchener Kurs" preiszu­geben.

finden konnte. Ebenso bezeichnend ist cs, daß d i e gesamte Prager Presse auf Anwei­sung kein Wort von den schweren Zwischenfällen in Brünn erwähnt und selbstverständlich auch nicht darüber, baß an diesen Zwischenfällen k o m m u n i st i s che Elemente maßgebend beteiligt waren. Die Durchführung des soeben beschlossenen marxistischen Aktionsprogramms wird also auch kaum auf Schwierigkeiten stoßen, wenn die Passivität der verantwortlichen Stellen gegenüber diesem Gesindel weiter anhält.

Seltsame Geschäftigkeit in der Prager Sowietgesandschaft.

Prag, 14. März. (DNB.) In unb um bie sow­jetrussische Gesandtschaft in Prag sowie um das Sowjetkonsulat herrscht seit Sonntag früh auf­fallend lebhaftes Leben unb Treiben. Beide Gebäude, die sonst ziemlich weltabgeschieden daliegen, stehen im Mittelpunkt eines leb­haften Verkehrs. In der Nacht auf Montag brannten in beiden Gebäuden alle Lichter. Nach Mitternacht wurden von der Gesandtschaft zahl­reiche Koffer auf Autos verladen und fortgebracht. Es handelt sich vermutlich um kom- rnun! st! sche Hetzschriften und um Anwei­sungen an die kommunistischen Zellenleiter der im Geheimen noch immer funktionierenden kommunisti­schen Parte! für die in der nächsten Zeit geplanten Aktionen.

Englische Pressestimme

Lo n d o n , 13. März. (DNB ) Die Abendpresse verzeichnet eine bedeutende Verschärfung der slowa­kischen Krise. Die deutschen Blätterstimmen werden umfangreich verzeichnet. Stellungnahmen der eng» lischen Blätter liegen hiergegen kaum vor. Die Porkshire Post" erklärt, die Ansichten in maß­gebenden Kreisen schienen dahin zu gehen, daß die Krise Großbritannien kaum angehe. Die beabsichtigte GarantiederGrenzen sei noch nicht in Kraft getreten.

deren Schönheitssinn sich übrigens auch in der Be­wahrung ber alten bunten Volkstrachten offenbart. Die Uniform besteht aus einem schwarzen Rock über hellblauem Hemd, aus schwarzen Hosen und Stie­feln, aus einem langen schwarzen Mantel und einer Schiffchenmütze, bie aus schwarzer Seibe Ge­arbeitet ist. Die Führer tragen dazu goldene Achsel­schnüre. Die Fahne der slowakischen Bewegung ist auch bie Fahne ber Hlinkagarden: das rote Doppel­kreuz in einem weißen Kreis auf blauem Tuch. Der in schneller Reihenfolge ausgestoßene Gruß ber Gardisten istNa straz", was soviel wieAus die Wache!" bedeutet.

Selbstverständlich bedarf diese große Organisation auch eines ausgedehnten Berwaltungsapparats, des- sen Hauptsitz in Preßburg ist. Neben bem Dermal- tungsamt gibt es eigene Aemter für Seelsorge, Presse, Propaganda, Gerichtsbarkeit und vor allem für die politische Erziehung. Letztere Ab­teilung wird von bem in diesen Tagen vielgenannten Stabschef der Hlinkagarde, Karl M u r g a t s ch , ge­leitet, oer einer der energischsten unb begabtesten Persönlichkeiten ber jungen Nation und em uner­bittlicher Vorkämpfer der slowakischen Freiheit ist. 22 Schulen in den 22 Kreisen sorgen dafür, daß der politische Führernachwuchs, ber zuletzt auf der Preß­burger Führer schule seinen letzten Schliff erhalten soll, gesichert ist.

Die militärische Ausbildung liegt in den Händen von zwei hohen Offizieren, die während des Welt­krieges in ber österreich-ungarischen Armee kämpf­ten unb später im tschecho-slowakischen Heer gebient haben, bas sie jeboch freiwillig verließen, um sich ganz ber slowakischen Sache zu wibmen. Für ben Geist, von bem bie junge slowakische Bewegung beseelt ist, finb bie zehn Gebote ber Hlinkagarbe charakteristisch, beren erstes lautet:Der Garbist ist treu. Treu ber Weltanschauung bes Führers Hlinka. Treu ber slowakischen Bewegung, treu seinem Volk unb feiner Heimat. Wer selbst bie Treue hält, bem wirb sie auch gehalten, und wer sie bricht, wirb Untreue in ben eigenen Reihen ernten."

H. Evers.

Deutsche Bauerndörfer brennen

Bewaffnete tschechischeKommunisten werfen Handgranaten in deutsche Wohnungen.

Preßburg, 14. März. (DNB.) In ben kleinen

Die Hermann-Göring-Werkt in Salzgitter.

Leipzig, 12. März. (DNB.) Das Hauptamt für Technik in ber Leitung ber NSDAP, hatte ju einer Kundgebung ber deutschen Technik aufgerufen- Staatsrat ein berg sprach über bie fier mann-Gör ing-Werke. 1932 sei die beutss' Rohstahlerzeugung auf ben Tiefstcmb von 7,23 W' Honen Tonnen angelangt gewesen. 1934 habe F bereits 13,87 Millionen Tonnen erreicht unb 1$ runb 23 Millionen Tonnen (ohne bie Ostmark!! Währenb 1913 etwa 72 v. H. beutsche Erze wendet unb nur 28 v. H. aus bem Auslanb ein' geführt wurden, hätten wir 1929 unsere Eisen- um* Stahlproduktion auf einer Erzeinfuhr von 72 v. b unb einer Eigenerzeugung von 28 v. H. aufgebaut Die Bohrungen im Gebiet von Salzaittel hatten ergeben, baß über 1,5 Milliarden Tonne" Eisenerze zur Verfügung stehen: es wurden baiw sogar Laaer mit einem Eisengehalt zwischen 38 uj 44 v. H. festgestellt. Der geeignete Mann zum M bau des Werkes stand in bem Deutsch-Amerikaner Brassert zur Verfügung, dem es in Englan- gelungen war, nach einem Verfahren zweier beul scher Wissenschaftler aus eisenarmen Erzen RölM herzustellen. Auf ähnlicher Basis werben die Werk' in Salzgitter arbeiten. Bereits im Herbst 1039 kan> ber erste Hochofen angeblasen werden. Die $)ow Öfen in Salzgitter sollen eine Jahreserze U' gunß d o n 4 Millionen Tonnen Stab haben. Die Werke werben bei einer Breite von Kilometer 7 Kilometer lang fein. Für das werk allein werde eine Halle von 940 Meter Lang und 250 Meter Breite errichtet, die die größte fi^ der Welt fein wird. Das Stahlwerk arbeite l»> wesentlichen nach dem Thomasverfahren, ^as arr fallende Thomasmehl decke zu einem beträchtuA Teil den deutschen landwirtschaftlichen Bedarf, v*'

25£nMöhmen oolAi

Prehburg 13. Mürz. (DNB.) Tschechische De- anftalt, der sich in den Abendstunden auf dem fteim- monftramen in Zivil griffen am Montag um 19.30---«--*> rtnrtpn ticke-

Uhr das deutsche Arbeitsamt in Jglau an und drangen in die Räumlichkeiten ein. Der Heberfall kam vollständig überraschend. Die im Ar­beitsamt weilenden Amtswalter Roeder unb Dr. Engelmann würben niebergeschlagen unb schwer mißhandelt. Die Menge zog hierauf vor bie beutsche Buchhanblung Rossa unb zertrümmerte alle Fensterschei- b e n. Der Schaden ist sehr groß. Erst nach einiger Zeit kam die Polizei. Die Tschechen teilten sich nun in kleine Gruppen, die in Sprechchören ausriefen: Hänget die Deutschen!" Die tschechischen Sicherheitsbehörden lassen sich weiter Hebergriffe auf die deutsche Bevölkerung zu Schulden kommen. Der deutsche Elektrotechniker Halle wurde von tschechischen Polizisten überfallen, niedergeschlagen und dann auf die Polizeiwache geschleppt.

Der bei dem Sturm auf das deutsche Arbeitsamt verletzte Dr. Engelmann mußte ins Kranken­haus eingeliefert werden. Es wurde festgestellt, daß er eine schwere Gehirnerschütterung er­litten hatte. Auch Dr. Roeder, einer der Leiter des Arbeitsamtes, mußte ins Krankenhaus einge-

abteilungen, die Männer zwischen 40 und 60 Jahren tit vtt iiiit wiwv......

S den Reserve-Sturmabteilungen während ber! schj age nu nUus ammTngVft o' chVnmur- Nachwuchs in ben angegheberten 5ugenbformatio= ben. In bie Wohnungen ber Deutschen, bie abenbs

BRÜNN

TSLOWAKEI

Wieder Ruhe in Madrid.

Das Ergebnis

des roten Bernichtungskarnpfes.

Paris, 14. März. (Europapreß.) Nach hier Dcriiegenben Berichten herrschte am Montagabend wieder Ruh e in Madrid. Die eingeschüch- terte Bevölkerung traute sich zum ersten Male sei! den sechstägigen erbitterten Kämpfen zwischen ben Milizen Miajas und den Kommunisten wieder aus die Straße. In der Innenstadt sind zahlreiche Ge­bäude durch die Sprengungen ber Kommunisten eingestürzt, ganze Straßenzüge sind verwüstet.

Miaja hat während der Kämpfe in Madrid 30 000 einer Milizen von der Front nach der Hauptstadk gezogen. Die Verluste des schonungslosen Dernich- tungskampfes sollen außerordentlich hoch sein. 5000 Kommunisten sind gefallen bzw. nach ihrer Gefan­gennahme von den Miaja-Milizen erschossen wor­den. Ein Teil der gefangenen Kommunisten wurde in Konzentrationslager gebracht, größtenteils junge Leute, bie von ihren kommunistischen Komissaren unter falschen Vorspiegelungen nach Mabrib in Marsch gesetzt worben waren unb bie sehr erstaun! waren, als sie nach ihrer Gefangennahme erfuhren, baß sie gegen Truppen Miajas unb nicht gegen Abteilungen Francos gekämpft hatten, was man ihnen vorgefchwinbelt hatte.

Infolge ber Knappheit ber Lebensmittel wirb die Hungersnot unter ber Madriber Bevölkerung, bie immer noch ungefähr eine Million beträgt, täg­lich furchtbarer. Die wenigen ßebensmitteltransport? aus bem rotfpanifchen Hinterlanb finb vollkommen ungenügenb, um auch nur ben dringendsten Bedarf zu decken.

Lord Halifax über Englands Außenpolitik.

London, 13. März. (Europapreß.) Vor einer konservativen Zuhörerschaft in Sunderland beschäf­tigte sich Außenminister Lord Halifax mit ben Kritikern an ber Außenpolitik ber englischen Re­gierung unb lehnte bie Haltung all berer ab, bie aus Englanb einen Polizisten für bie ganze Welt machen wollten. Gleichzeitig setzte er sich mit ber kriegslüsternen Haltung ber Oppo­sition auseinanber, welche einerseits zwischen« taatliche Abmachungen zur Regelung außenpoli­tischer Fragen a b l e h n t e unb mehr zum Krieg hinneigte, auf der anderen Seite jeboch in ben letzten 20 Jahren j e b e Ausrüstung abge lehn/ hätte.

Schließlich forderte ber Außenminister biePreffe auf, sich nicht so stark mit beunruhigenden Gerüchten zu befassen,ba bie Wiedergabe der­artiger Gerüchte nicht nur an sich gefährlich ist, sondern die friedliebenden Zwecke zu Hintertreiben droht, die der Allgemeinheit am Herzen liegen" Aus außenpolitischem Gebiet lehnte der Außen­minister bie Einmischung Snglanbs indie Angelegenheiten anderer Nationen ab. England, so betonte Halifax, dürfe kein Polizist für bie ganze Welt fein, fonbern müßte nur bann hanbeln, wenn feine eigenen Interessen bebrostt würben. Nach seiner Ansicht habe es in ben vergangenen Jahren keine Lage in ber inter­nationalen Politik gegeben, in ber Englanb hätte anbers hanbeln können, als es gehandelt habe. Gr erinnerte dabei an die Vermittlung um Minor» und an bie Anerkennung Francos. Zum Schluß ver­wahrte sich ber Außenminister bagegen, daß fast jede Woche Vorgänge in Europa al 5K r i s e" be­zeichnet würden, die diese Bezeichnung nicht ver­dienten. Die Verantwortung, die die Presse habe, sei groß. Er appelliere daher an alle Schriftleitnn- gen, alle Nachrichten über angebliche Absichten aus- ländischer Regierungen sorgfältig abzuwägen.

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