auf dem Gebiete der fr Entscheidungen der Reich-
Reichsnährstands-Ausstellung in Leipzig , fälliger Beweis. Technik und Chemie, uS>‘
Sie.'
;er Schau
ein sinn- üssenschaft
Die Kinderlandverschickung braucht Pflegestellen für unsere Jugend!
ohne damit ihre Auffassung über die unerhörte Ungerechtigkeit der Friedensbedingungsn auf-
Vor 20 Zähren...
10. bis 28. Juni 1919 — Endkampf um Versailler Tribut-„Vertrag-.
„Dienstpflicht" des englischen Einkommens?
Wenn der „kleine Mann" bient sott bas Kapital auch opfern.
Bon unserem T-s.-Sonderberichierstatier.
fast ebenso wichtig sei wie das Menschenmaterial. Mit anderen Worten: „Wir verlangen", so erklärt die Opposition, „eine Dienstpflicht des Kapitals, wenn die Wehrpflicht der männlichen Äugend in Friedenszeiten wirklich so notwendig ist". Es hat den Anschein, als ob die sozialistischen Kreise Englands nicht glauben, daß die wohlhabenden Kreise des Landes den Anteil an der Landesverteidigung tragen, der ihnen zustünde.
Schatztanzler Sir Äohn Simon hat in seinem letzten Haushaltsvoranschlag eine Erhöhung der Uebersteuer angekündigt, nachdem bereits im Jahre 1938 eine ähnliche Maßnahme in allerdings kleinem Rahmen durchgeführt worden war; die Regierung hat sich jedoch darüber hinaus bisher immer gewehrt, zu der Frage einer „Dienstpflicht des Einkommens" Stellung zu nehmen. Hier und da erklärt man sich diese Haltung damit, daß einige Kabinetts- Mitglieder, mit Lord Runcirnan an der Spitze, die ersten fein würden, die in Anbetracht ihrer recht z a h lrei ch en Aufsichtsrats-
Die Läbour-Party hat in der letzten Zeit wiederholt eine Einspannung des englischen Kapitals und Einkommens in alle Söeftrebungen, das Land wehrhafter zu machen, gefordert. Dieser Ruf nach einer „Dienstpflicht des Einkommens" gehört schon beinahe zu einer Art Kriegs-Philosophie und ist heute so häufig, wie etwa vor Aehn Wochen die Forderung nach Einführung der allgemeinen Wehr, pflicht. Rur ein Unterschied besteht dabei: die Wehrpflicht der männlichen Äugend wurde von der Regierung verlangt und von der Regierungsseite des Unterhauses begünstigt, während die „D i e n st p f l i ch t des Einkommens" zu einem Steckenpferd der Arbeiterpartei und zu einem peinlichen Gesprächsthema für die Konservativen geworden ist. Die Opposition vertritt den Standpunkt, daß, wenn schon einmal alle der Nation zur Verfügung stehenden Kräfte eingesetzt werden sollen, „um Enaland eine kräftigere Sprache reden zu lassen", man bie Finanzkraft nicht übersehen dürfe, da sie zur Kriegführung
George in einem weltgeschichtlichen Augenblick den Faden der großen Ereignisse verliert und zu einem ganz kleinen Zänker um ein paar tausend Tonnen Schiffsraum wird! Blitz- chnell erfaßte C l e m e n c e a u die Situation, während Wilson, in seinen heiligsten Gefühlen verletzt, protestierte. Mit Sekundenschnelle griff er sich Lloyd George und zwang ihn nieder: „In der Tat, man muß wählen, oder die Feilscherei wird nur zur Kapitulation führen. Ich bin nicht der Mann, der vorgibt, sich den Frieden verzeihen zu lassen. Äch kenne zu lange die Deutschen, um mich mit ihnen auf ein solches Spiel einzulassen. Ich erkläre, daß ich das nicht mitmachen werde. Noch einige Tage, und die Deutschen werden uns die .Friedensbedingungen diktieren. Nein, nein und nochmals nein!"
Die pathetische Szene, die Clemenceau gemacht hatte, war Theaterdonner. Am 7.Juni hatte Clemenceau bereits feine chiffrierte D e - pefche feines Vertrauensmannes Hesnard erhalten, daß Deutschland „unter allen Umständen unterzeichnen" werde. Erst in Kenntnis dieser Depesche vom 7. Juni versteht der Leser tn vollem Ausmaße die Theatralik von Clemenceau in der hier kurz erzählten Szene vom 10. Äuni. Aber Cle- menewu hatte jetzt, was er wollte: er hatte die grobe Blöße wie ein Raubvogel erspäht, die sich Lloyd George eben gegen Wilson gegeben hatte, nutzte sie aus und antwortete' mit seinem Pathos, dessen Ingrimm ihm, dem alten Menschenverächter, maßlosen Spaß gemacht haben mag, weil er schon die chiffrierte Depesche in der Rocktasche trug, die ihm die Unterwerfung Deutschlands ankündigte.
Wie war es aber mit dieser Depesche zugegangen? Auch in diesen trüben Tagen dachte zunächst kein Mensch in Deutschland an Unterwerfung. Auch die Arbeiter, die unter Führung ihrer revolutionären „Obleute" streikten, wollten damit nicht Deutschland der Entente ans Messer liefern; in ihrem Unverstand und in ihrer Verzweiflung glaubten sie vielmehr, in einem „Sowjet-Deutschland" die Rettung gegen die Entente zu finden. Aber sie waren im Bann sehr viel undurchsichtigerer, dunkler Kräfte. Das Schlimmste aber war, daß Erzberger als Vorsitzender der Deutschen W af f e n st i 11 st a n b s- Kommission einen Privatkrieg mit dem Auswärtigen Amt führte, dem die Friedens Verhandlungen oblagen. Aus dieser skandalösen Ressorteifersucht heraus nahm Erzberger ohne Kontakt und ohne Gleichschritt mit der deutschen Friedensdelegation die verhängnisvolle Fühlungnahme mit Professor Hesnard, dem Vertrauensmann Clernen- ceaus, auf und beschränkte diese Unterhaltungen nicht auf das Konferenzzimmer, sondern dehnte sie aus weinfeuchte Sitzungen in Weimarer Gaststätten aus!
Was jetzt noch geschah, ist schnell erzählt. Am 16. Juni verkündete die „Mantelnote" und ihre Begleitdenkschrift das alliierte Ultimatum an Deutschland. Von Sachlichkeit keine Spur; alles war darauf angelegt, den alten Kriegsgeist neu zu entfachen. Fünf Tage Frist wurden den Deutschen gegeben. Die Vollblockade, will sagen: die Aushungerung Deutschlands, sollte wieder in Kraft treten, jede Milderung aufgehoben werden. Die alliierten Generalstäbe erhielten den Befehl, einen Vormarsch ihrer Truppen zunächst bis zur Weser auszuarbeiten. Am 23. Juni traf die Nachricht ein, daß die Deutschen angenommen hätten — „der übermächtigen Gewalt weichend und
auf die Erfindungsgabe jedes einzelnen ankommt, Mittel und Wege im Ringen um die Sicherung der Nahrungsfreiheit zu finden. Daß das Landvolk dabei nicht allein steht, dafür ist die einzigartige
Oie Marschrichtung für die Landwirtschaft
Ein Volk kämpft um seine Nahrungsfreiheit.
Von Hermann-Heinrich Freudenberger.
Frage der Entwicklung der erforderlichen Arbeitskräfte ab.
Die Gefahr der Verstädterung, die heute nicht ganz richtig mit dem Wort „Landflucht" bezeichnet wird, ist in letzter Zeit vielfach behandelt worden. Sie bereitet der Staatsführung mehr Sorge, als manches andere Problem. Denn von der Lösung dieser Frage hängt allein die Zukunft der Nation ab. Völker, die ihr Lebensideal in der Großstadt suchen, sind unweigerlich zum Tode ver- urteilt. Freilich wäre es gerade deshalb ein Irrtum, zu glauben, die Stadtsucht dadurch zu bekämpfen, daß man die Stadt auf das Land verpflanzt. Auf diesen Widersinn hat DarrS mit besonderer Betonung aufmerksam gemacht. Es handelt sich vielmehr darum, der vielfach veräußerlichen Fassade eine? städtischen Lebensideals ein starkes, ft o l • zes, sicheres, bäuerliches Selbstbewußt s e i n gegenüberzustellen. Sicherlich wäre es ein Irrsinn, die Stadt oder die Industrie aus unserem Volksleben fortzudenken, etwa ihre Berech-
Unsere Ernährungswirtschaft, also die Produktion s m ö g l i ch k e i t der heimischen Landwirtschaft, findet zweifellos heute viel größeres Interesse bei der städtischen Bevölkerung, als das früher der Fall war. Das liegt begründet in dem harten Lebenskampf, den das deutsche Volk politisch und nicht zuletzt auf wirtschaftlichem Gebiet zu bestehen hat. Wir sind — darüber ist sich jeder Deutsche klar — in jeder Hinsicht auf uns se 1 bst g e ft e 111. Es wird eine große Tat der nationalsozialistischen Agrarpolitik bleiben, daß er ihr allen Widernissen zum Trotz gelang, das deutsche Volk, wenn auch mit gelegentlichen Beschränkungen, doch satt zu machen. Gerade diese Tat hat in der gesamten Welt außerordentliche Bewunderung her- üorgerufen. Freilich wäre diese Sicherung der Dolksernährung nicht gelungen, wenn es der nationalsozialistischen Agrarpolitik nicht möglich gewesen märe, die Produktion der Landwirtschaft von Jahr zu Jahr in geradezu erstaunlichem Umfange
Die Friedensmacher wurden und wurden nicht fertig. Wohlverstanden: Eigentlich hat es nie eine Friedenskonferenz gegeben; denn was man gemein- hin die Paris-Versailler Friedenskonferenz nennt, mar nichts anderes als eine Fortsetzung der Beratungen des „Obersten Kriegsrats der Alliierten". Dieselben Personen, die im Kriege agiert hatten, fuhren einfach meiter fort, Politik zu machen, nur mit dem Unterschied, daß diesmal nicht ihre inneren Streitigkeiten an erster Stelle standen, sondern die ungeheuren Fragenkomplexe einer auf dauernden Frieden gerichteten Auseinandersetzung mit Deutschland- Oesterreich-Ungarn (someit es überhaupt noch vorhanden mar), Bulgarien und der Türkei. Nur e i n neuer Umstand mar eingetreten und roirtte sich unglücklich aus: Präsident Woodrom Wilson nahm an den Beratungen unmittelbaren Anteil, statt sich das letzte Wort als Schiedsrichter im fernen Washington vorzubehalten ...
Endlich, Ende April — fünf Monate nach dem Waffenstillstand — mürben die Deutschen ein- geloben. Sie trafen am 28. April ein unb mürben wie Gefangene gehalten. Aber erst am 7. Mai mürben ihnen bie Bebingungen bes „Friebens" übergeben, lieber Deutschlanb ging ein Hauck bes Grauens. Aber runb um Weimar, mo bamals bie „Nationalversammlung" tagte, mürbe gestreikt. Auch auf den Eisenbahnen. Der Schreiber dieser Zeilen fuhr in jenen kritischen Tagen nach Weimar und dem Personenzuge dampfte ein Panzerzug voraus
Unter unsagbaren Schwierigkeiten, mit leidenschaftlicher Hingabe aller Beteiligten versuchte die deutsche Abordnung durch Noten unb Gegenschriften wenigstens Sinn in ben Raubzug zu bringen, ben die anberen planten. Mehr als bas konnte sie ja nicht tun. Den Polen wurden Freihäfen in Danzig, Königsberg und Memel angeboten, den Franzosen wurden Deffnung der Archive aller kriegführenden Länder und eine neutrale Untersuchung über die Verantwortung für die Schuld am Kriege vorgeschlagen; mehr noch: Deutschland bot eine Kriegs- entschcidigung von 100 Goldmilliarden an — nur unter der Voraussetzung, daß die von den Deutschen vorgeschlagenen Grenzen innegehalten würden und Deutschland wieder wirtschaftliche Bewegungsfreiheit nach innen und außen erhielte.
Die Deutschen wurden in einer Art Gefangenschaft gehalten, die nicht einmal ehrenhaft war. Die Ursache war, daß die Alliierten untereinander noch nicht einig waren. Die Furcht vor einer deutschen Ablehnung geisterte noch. Am 10. Juni kam es zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen Clemenceau, Wilson und Lloyd George. Die Engländer hatten aus jahrhundertelanger Erfahrung Angst, an Stelle eines europäischen Gleichgewichtes einen Zustand absoluter Unsicherheit zu schaffen und vom Rhein bis zu den Sowjetgrenzen einen tatsächlich „leeren Raum" zu begründen. Man kennt das physikalische Gesetz, daß jeder luftleere Raum dem Druck der umgebenden Luft ausgesetzt ist... Lloyd George stellte also die kategorische Forderung: „Es muß Frieden geschlossen werden". Gemeint war ein Frieden, ben bie Deutschen annehmen könnten. Aber der Volksrebner Lloyb George war kein überlegener, eiskalt-ruhiger Debatten Als
unb Forschung, Staatsführung unb Selbstverwaltung sind in größtem Umfange eingesetzt, um der Praxis die technischen Hilfsmittel zu geben. Unb wenn man durch die Stände der Leipzigl, T wandert, erhält man einen Begriff von dem uner-
Hebung" des Kapitals. Bei diesem Kapital bentt man naturgemäß an die flüssigen Werte, denn es wird der englischen Regierung zuerst kaum einfallen, Grundstücke unb dergleichen „emzuziehen", da derartige Werte für den Augenblick nicht den Betrag abwerfen können, den eine direkte Einkommenmehrbesteuerung einbringt. Auch ist man geneigt, bereits vorhandene Kapitalien und Vermögen möglichst unangetastet zu lassen unb sie erst einzu- spannen, wenn nach Kriegsende die staatliche Wie- beraufbauarbeit beginnen muß. Don ber so häufig . angeschnittenen finanziellen „Dienstpflicht" würden infolgedessen in erster Linie und zuerst die Steuerzahler erfaßt werden, da der Staat mehr als 50 v. H. des Einkommens notwendig hätte, um feine voraussichtlichen Ausgaben decken zu können.
Das jahresdurchschnittliche Einkommen in England kann zur Zeit auf etwa fünf Milliarden Pfund Sterling geschätzt werden. In einem Kriege und der damit notwendigerweife eintretenben Voll- beschäftgung der ganzen Natton und Ausdehnung ber Arbeitszeiten, b. h. Erhöhung ber Produktion, würde das Einkommen nach englischen Schätzungen auf sechs Milliarden Pfund Sterling steigen. Da die jährlich einfommenben Steuerbeträge sich zur Zeit auf etwa eine Milliarde Pfund Sterling belaufen, nach ber obigen Rechnung aber im Kriegsfälle 50 v. H. bes Nationaleinkommens vom Staate gebraucht werben, stünde die Regierung vor ber Frage, wie man von sechs Milliarden Pfund drei Milliarden, anstatt von fünf Milliarden eine Milliarde Pfund Sterling Steuern bekommt. Es kann allerdings angenommen werden, daß prozentual dem Steigen des Einkommens selbst bei gleichbleibenden Steuersätzen die dem Staat zur Verfügung stehenden Gelder zunehmen würden, was aber noch immer nichts daran ändert, daß bei dem augenblickl'icken Steuerschema zwischen der erforderlichen ©teuerfumme von rund drei Milliarden Pfund und einem normalen Steueranfall (bei einem Einkommen von sechs Milliarden) eine Differenz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Pfund zu tilgen märe. Die Sicherstellung dieser notwendigerwe'ise entstehenden Differenz müßte durch die „finanzielle Dienstpflicht" gewährleistet werden, es sei denn, daß man zu dem Mittel einer Inflation greifen und damit die Staatskasse ganz nach Bedarf auffüllen wollte.
Dieses Verfahren ist in ber jüngsten Vergangenheit von englischen Mrtschasts-Sachverstänbigen wiederholt erörtert unb meist abgelehnt worden. Man glaubt vielmehr, ein im Kriegsfälle entstehendes Steuerdesizit ausgleichen zu können durch die Auflegung neuer Regierung-Emissionen und die Erhöhung der direkten Steuern. Selbstverständlich würde man bei der Aufnahme von Anleihen einen gewissen Zeichnungsdruck ausüben, um damit ein positives Ergebnis zu erzwingen. Ob man allerdings im Notfälle sofort zu dem Anlechemittel greifen würde, ist noch fraglich, da insbesondere die City die Ansicht vertritt, eine zunehmende Emissionsauflage müßte in der Bevölkerung zu stark den Eindruck einer zunehmenden Regierungsschuld erwecken, weshalb ber Weg einer Steuererhöhung zuminbestens als erstes Mittel ratsamer sein dürfte. Außerdem aber scheint man in das Verfahren einer zwangs- mäßigen Anleihezeichnung nicht allzu viel Vertrauen zu fetzen, denn man erinnert sich an die schweren Kämpfe, bie in den Monaten März unb April des Jahres 1937 von dem damaligen Schatzkanzler Neville Chamberlain im Unterhaus ausgefochten werden mußten, als dieser seine Wehranleihe vorbrachte und sich später den Forderungen der City, hinauslaufend auf wesentliche Aenberung der Anleiheform, beugen muhte. Wenn bie Schätzungen privater Stellen richtig sind, würde sich die Regierung erst dann für ben Anleiheweg entschließen, wenn sich ein Steuerabzug von sechs Schilling je Pfund als nicht ausreichend erweisen sollte. Dieses Besteuerungsoerhältms wird von englischen Finanzkreisen als bas Höchstmaß bes Möglichen bezeichnet. Diese „Begrenzung" der Steuerfähigkeit läßt im übrigen ben Verbacht aufkommen, daß die englische Finanz schon weitaus stärker in ber Frage ber „Dienstpflicht des Einkommens" ihre Verteidigungsstellunaen bezogen hat, als das auf den ersten Blick scheinen mag.
hörten Fortschritt der deutschen Landwirtschaft. D i e Landarbeit ist ein Beruf modernsten Stils geworden. Die Dielfatt der zahllosen Maschinen, Traktoren, Dampf- und Motorpflüge, der Dreschmaschinen, der Bestellungsmaschinen, Transportmaschinen und »geräte, beweist, daß das Idyll der ländlichen Romantik einer fernen Vergangenheit angehört, und der Städter sich vielfach völlig falschen Vorstellungen hingibt. Dieser Großeinsatz der Technik ist aber auch dringender denn je. Reichsbauernführer DarrS hat keine Unklarheit darüber gelassen, daß in ben nächsten Jahren mit einer wesentlichen Milderung bes Problems ber Arbeitskräfte nicht zu rechnen ist, weil praktisch dazu auf Grund bes Geburtenrückganges in ben nächsten Jahrzehnten die notwendigen Altersklassen ber 16» bis 25jähriaen fehlen. Darrs hat das mit beweiskräftigen Zahlen belegt. Die erwähnten Altersklassen roerben in ben nächsten 20 Jahren in jedem Jahr um 4 bis 5 Millionen niedriger sein als in den 20 Jahren, die hinter uns liegen. Es ist das die Folge materialisttsch-liberalisttscher Einstellung jur Kinderfrage. Mehr noch als bisher muß diese Einstellung durch eine neue nationalsozialistische Haltung, durch den Willen zum Kinde, ersetzt werden. Denn davon hängt schließlich auch die
und Direktorposten von einer verstärkten Einspannung jedes überdurchschnittlick hohen Einkommens schon in Friedenszeiten besonders erfaßt werden müßten. So soll es auch gekommen fein, daß in den ersten Tagen des Mai ber Unterhaus- antrag ber Opposition kein Gehör fanb, ber hinaus- Tief auf die Aufstellung von Vermögenslisten, die einer „finanziellen Stammrolle" gleichkommen müßten. Begründet wurde dieser Antrag indirekt mit angeblichen Lücken unb Fehlern im englischen Steuerwesen, die es gestatteten, daß grö- jere Vermögen unb Einkommensbeträge unverteuert blieben. Außerbem geb achte bie Arbeiterpartei auf diese Weise ein Schema schaffen zu können, welches zuminbestens die Vorbereitung einer „Dienstpflicht des Einkommens" in Friedenszeiten garantiert unb die Gewähr bafür gibt, baß diese „Dienstpflicht" im Falle eines Kriegsausbruches so- ort eingeführt werben kann!
Der Weltkrieg hat gezeigt, wie stark auch bie englische Finanz herangezogen werben muß, wenn die ungeheuren Lasten, die in jeder Hinsicht auf der Regierung ruhen, nicht zu einem Zusam- menbruch der Natton führen sollen. Im Kalenderjahr 1918 beliefen sich bie Staatsausgaben auf 2 716 780 000 Pfund Sterling. Englische Fachkenner glauben, baß in einem nächsten Krieg die finanziellen Bedürfnisse des Staates weitaus höher liegen würden, als in den Jahren 1914 bis 1918. Sie leiten aus dieser Erkenntnis die Schlußfolgerung ab, daß in einem solchen Falle neue Schritte unternommen werden müssen, um den gestiegenen Geldbedarf der Natton zu decken. Die Frage nach dem „Wie kann das geschehen?" fällt dabei zusammen mit der Forderung der Sozialisten nach der „Dienstpflicht des Einkommens". Während die letztgenannten mit staatlichem Druck arbeiten wollen, denken die „gemäßigteren" Finanzkreise an Mittel und Wege, die dem Steuerzahler die Anlage von 50 v. H. und mehr seines Einkommens in Staatspapieren und dergleichen schmackhaft machen sollen. Das Ziel aber bleibt in beiden Fällen das gleiche und lauft hinaus auf eine indirekte „Aus-
zu steigern.
Anläßlich der Eröffnung der in diesen Tagen in Leipzig ftattfiobenben 5. Reichsnährstanbs- Ausstellung konnte Reichsbauernführer, Reichs- ernährungsminister DarrS, hierzu überraschende Zahlen nennen, bie mehr als alles andere ben unerhörten Einsatz des Lanbvolkes und fein aufopferungsvolles Ringen um bie Ernährung ber Nation beweisen. Vergegenwärtigt man sich z. B., baß bie Erzeugung des Brotgetreides im Jahre 1938 die des Jahres 1932 bzw. ben Durchschnitt des Jahrfünfts 1928/32 um 2,3 Mill. Tonnen übertraf, die Erzeugung bes Fleisches um 500 000 Tonnen, der Butter um 100000 Tonnen und des Schweinefetts um 120 000 Tonnen, so werden Einsatz unb Opfer bes Landvolkes ohne weiteres deutlich. Mehr noch versteht man ben Erfolg, wenn man hört, daß im Jahre 1938 für rund zwei Milliarden Mark mehr Lebensmittel hätten einge- führt werden müssen, wenn diese Probukttonssteige- rungen in den wichtigsten Zweigen ber Ernah- rungswirischaft nicht erreicht worben wären! Was das bedeutet, beleuchtet schließlich bie Tatsache, daß die Gesamtausfuhr bes Altreiches trotz größter An- ftrengungen 1938 insgesamt nur den Wert von 5^ Milliarden Mark erreicht. Das sind Zahlen, die jeden zur lleberlegung zwingen, ber vielleicht im Alltag seiner Arbeit der Lanbwirtschaft fern» steht. Dabei muß man sich darüber klar sein, daß der einzelne Bauer und Landwirt diese Mehrer» zeugung unter Verzicht auf jedes Rentabilitätsstreben, auf jeden Gewinn im liberalen Sinne in mühseliger Tagesarbeit erreicht hat.
Die unerhörten Anstrengungen des Landvolkes, bas in ebnem bisher selten gekannten Maße bis zur Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit eingespannt ist, hat auch bie übrigen Bevölkerungskreise in den letzten Monaten aufhorchen lassen. Ist es dock vielfach so, daß Bauer unb Bäuerin aus dem Hose oft bie einzigen Arbeitskräfte sind. Und dennoch setzt sich dieses Landvolk mit einer Verbissenheit sondergleichen im Kampf um die Nahrungsfreiheit der Nation ein. Denn es geht ja bei der Erzeugüngsfchlacht nicht etwa um bas Schicksal der Landwirtschaft. Das Landvolk könnte, wie Reichsbauernführer DarrS in feiner Rede unterstrich, auch ohne Erzeugungsschlacht bestehen. Vielleicht hat man vielfack draußen auf dem Acker die Empfindung gehabt, daß die akuten Probleme doch nicht in ihrer ganzen Auswirkung für das Leben der einzelnen Bauernfamilien erkannt feien. Darrä hat mit besonderer Betonung in .Leipzig vor einer breiten Öffentlichkeit seinen Dank zum Ausdruck gebracht, der ihn aufs tiefste bewege. Er wisse auch, daß es heute nicht immer möglich sei, dieses stille Heldentum freiwilliger Arbeitsleistung so zu würdigen, wie es diese Arbeit eigentlich verdient hätte. In einer nicht ■fernen Zeit werde aber das ganze deutsche Volk diese stille Arbeitsleistung seines Landvolkes segnen.
Zugleich ist es auch vom Landvolk mit tiefer Genugtuung ausgenommen worden, daß d i e Staatsführung seine Sorgen kennt und entschlossen ist, zu helfen, sobald es die Entwicklung irgendwie zuläht. Als erste Maßnahme kündigte Darrd an, daß in wenigen Wochen auf dem Gebiete der Fettwirtschaft sehr wichtige Entscheidungen der Reichsregierung fallen; die von der Preisjsite her soweit irgend möglich die Voraussetzungen einer Steigerung der Fetterzeuguna geben werden. Denn bie Erzeugungsschlacht muß unter allen Umständen weitergehen! Die Erzeugung muß gehalten, möglich st sogar noch gesteigert werden. Das Landvolk weiß, daß es trotz allem durchhalten muß und es
tigung zu bestreiten, aber es ist nicht notwendig, so erklärte Darre unter starkem Beifall, daß das Landvolk als Lebensguell des Volkes an ber Stadt und der Industrie stirbt. ;
Es ist notwendig, daß jeder Deutsche, der für sich in Anspruch nimmt, als Nationalsozialist au gelten, sich über diese Zusammenhänge und Konsequenzen klar wird, mag er in der Stadt, oder auf dem Dorf leben. Wir müssen lernen, über unser eigenes Leben, über den Kreis unseres Alltags hinauszudenken. Wer das nicht vermag, ist nicht Nationalsozialist, vielmehr mit ben Wurzeln im Liberalismus und Marxismus steckengeb lieb en. In unermüdlicher Aufklärungsarbeit hat Reichsbauemführer DarrS als Vorkämpfer der ewigen Lebensgesetze von Blut und Boden immer wieder auf diese Zusammenhänge hingewiesen. Er hat dabei nicht im Interesse eines Berufsstandes gesprochen, sondern als der Mann, der vom Führer den Auftrag erhielt, im Interesse der gesamten Na- tion das Bauerntum wieder aufzurichten.
Wilson einige Ansprüche auf Beteiligung an ber beutschen Hanbelstonnage aussprach, ging mit Lorb George bie Habgier bes Enqlänbers burch; er brüllte Wilson an: „Sie haben überhaupt kein Recht auf Reparationen. Denn Sie (bie Amerikaner) haben keine Verluste gehabt, unb was bie Menschen- ,
leben angeht, hat Australien mehr verloren als geben". Am 28. Juni würbe ber „Vertrag" im Ver- Sie." Man sieht hier geradezu, wie Lloyb sailler Spiegelsaal unterzeichnet.


