Ausgabe 
10.3.1939
 
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Augsburgs bauliche Ausgestaltung

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Die Woche -er Pimpfe.

Aufklärung der Eltern über den HJ.-Dienst

B e r l i n , 9. März. (DNB.) Vom 8. bis 15. März indet in allen Teilen des Großdeutschen Reiches »ie Woche der Pimpfe und Jungmädel itatt. Diese Woche, in der die Uniformen von den jüngsten der Bewegung auch außerhalb des Dien st es getragen werden dürfen, dient vor »llem der Aufklärung der Eltern über die Aufgaben und das Wesen der Hitler-Jugend. Oes- »cntliche Kundgebungen, Elternabende, Elternaus- girochabende, Film- und Bildbandvorführungen mit Ausschnitten aus dem HJ.-Dienst in den Filmtheo- icrn, die Versendung von aufklärenden Elternbriefen usw. gehören, wie die RSK. meldet, zu dieser Aktion. Auf den seit dem 1. März geöffneten Melde st eilen des Deutschen Jungvolkes und Des Jungmädelbundes herrscht starker A n - Drang der sich meldenden Zehnjährigen. Nach nnem Probemonat dürfen dieNeuen" ebenso stolz ihre Uniformen tragen wie heute die Pimpfe und ^ungmäbel, die schon seit Jahren freudig ihren Dienst tun.

nicht viel geändert. Noch dem ersten Flugtag liegt der Italiener Regoli mit 199 Punkten an der Spitze vor seinen Landsleuten C r o c c o (198,5) und Marino (178,2). Der Franzose d e la Che- neliere folgt an vierter Stelle mit 174 Punkten. Bester Deutscher ist weiterhin Bader (164,3), der seinen siebten Platz vor Götze (Deutschland) be­haupten konnte. Dagegen sind Diplom-Ingenieur Dietrich als Dreizehnter und Flugkapitän Ziese als Neunzehnter um je einen Platz zurückgefallen.

Zum letzten Male

das Große Los der preußisch-Süddeutschen gezogen.

Am Donnerstag wurde im Verwaltungsgebäude der Preußisch-Süddeutschen Klassen­lotterie in Berlin zum letzten Male das Große Los der Preußisch-Süddeutschen gezogen. Bereits das zweite Los war ein 300-Mark- Gewinn, auf den bestimmungsgemäß das Große Los fiel. Gezogen wurde die Nummer 1 468, die in der ersten Abteilung in Vierteln in Hamburg .mb in her rmküten Abteilung in Achteln in Berlin

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Kleine politische Nachrichten.

Der Führer gab in seinem Hause einen Vlbendempfang,an dem der Stellvertreter des Führers, sämtliche Reichsminister, Reichsleiter und Staatssekretäre, die Reichsstatthalter, Gauleiter und Uchefs der Regierungen der deutschen Länder, die Präsidenten des Reichsgerichts, des Volksgerichts- nofes und des Rechnungshofes des Deutschen Reiches u. a. mit ihren Damen teilnahmen.

Das Schulschiff der deutschen Kriegsmarine ,.,S chleswig - Holstein" ist wieder in seinem Heimathafen Kiel' eingelaufen. DieSchleswig-Hol- tein" hatte eine mehrmonatige Ausbildungsreise inach W e st i n d i e n unternommen.

Die Arbeitsreserven im Handwerk

Von unserer berliner Schristleiiung.

daß der Betroffene zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Liste ausgenommen werden kann.

Es soll sich um 60 bis 70 000 Handwerker han­deln, die als Arbeitsreserve anderweitig angesetzt werden können. Der Kreis der beteiligten Berufe ist in der Verordnung fest umschrieben; es werden die in manchen Bezirkenübersetzten" Betriebe der Bäcker, Fleischer, Friseure, Herren- schneider und Schuhmacher genannt. Im Schuhmacherhandwerk sollen nach einer Mitteilung des Reichsinnungsmeisters die Zahl von 25 000 Handwerkern betroffen fein. Wie man sieht, sind die Betriebe des Baugewerbes und der Verkehrs­handwerke hier nicht aufgezählt, da deren Bedeu­tung für die wirtschaftliche Gefamtlage und für das flache Land unverkennbar sind.

Die Verordnung, deren Dauer auf vier Jahre begrenzt ist, trifft Vorsorge für die Abwägung aller Verhältnisse, sowohl für den betroffenen Be­trieb wie auch für die örtlichen Belange, in denen er sich befindet Selbstverständlich ist auch ein Einspruchsrecht vorgesehen. Es handelt sich also nicht um eine Maßnahme gegen den viel­besprochenenEinmannbetrieb", sondern um die Berücksichtigung der volkswirtschaftlichen Verhält­nisse von Fall zu Fall. Zweifellos winkt für man­chen bisher schwer um seine Existenz kämpfenden Handwerker die Aussicht, feinen Lebensunterhalt sicherer zu gestalten und an den Möglichkeiten des wirtschaftlichen Aufstiegs teilzunehmen, als ihm das bisher gelingen konnte. Dadurch, daß ihm die U m - fchulung ohne eigene Opfer ermöglicht wird, kann ihm ein Schritt erleichtert werden, der ihm fönst schwer genug geworden wäre. Für den Einzelhandel sind ähnliche Erwägungen im Gange.

Schwerer Raubüberfall auf ein belgisches Bauerngefjöff.

In der Nähe von Mecheln ereignete sich ein schwerer Raubüberfall. Maskierte Männer drangen in ein einsames Bauernhaus, in dem außer der Bäuerin niemand anwesend war. Die Räuber rissen die Frau aus dem Bett und fesselten sie. Als die Frau ihnen auf die Frage nach dem Ver­steck der Ersparnisse die Auskunft verweigerte, mach­ten sich die Verbrecher aus Zeitungen Fackeln, zün­deten sie an und brachten der Frau schwere Brandwunden bei. Sie erreichten durch diese Mißhandlung, daß die Frau gestand, wo sie das gesuchte Geld finden konnten. Es handelte sich um mehr als zwanzigtausend Franken, mit denen die Täter unerkannt entkommen konnten. Der später heimkehrende Ehemann fand seine Frau noch ge­fesselt vor.

Feuersgefahr wahrend der Papstwahl.

Wie erst jetzt bekannt wird, hat sich nach Beendi­gung der Papstwahl im Konklave ein Zwischenfall ereignet, der beinahe zu einer verhängnisvollen Feuersbrunst in der Sixtinischen Kapelle, dem einzig- artigen Kunstwerk, geführt hätte. Während die auf dem Petersplatz versammelte Menge auf die Be­kanntgabe der Papstwahl wartete, geriet beim Verbrennen der Stimmzettel durch Unachtsamkeit eines Kardinals der frische Firnis des Ofens und der Rohre in Brand. Da der Brand gefährlich zu werden drohte, wurde die Feuerwehr alarmiert, die in der Kapelle eintraf, bevor die Einkleidung des Papstes und die erste Huldigung der Kardinale statt­gefunden hatten.

Schwerer Brand auf einem im Bau befindlichen französischen Ozeandampfer.

An Bord des in dem westfrcmzöfifchen Hafen Sr. Nazaire im Bau befindlichen 30 000 Tonnen großen DampfersP a ft e u r" (Ersatz für die aus­gebrannteAtlantique") brach in der Nacht ein Groß feuer aus, das beinahe zur Vernichtung des vor seiner Fertigstellung stehenden Dampfers geführt hätte. Der Brand war in dem Schornstem des Schiffes, der zehn Meter Durchmesser hat und innen und außen mit Gerüsten verkleidet ist, aus- gebrochen. Durch die zahlreichen brennenden Holz­teile, die auf die im Innern des Schiffes stehenden Behälter mit Masut (Treiböl) fielen, bestand meh­rere Stunden lang die Gefahr, daß das Schiff in die Luft fliegen könnte.. Erst in den Morgenstunden konnte das Feuer gelöscht werden. Der Schaden ist bedeutend.

Kunst und Wissenschast.

Dritte Iahrestagung der Reichsfilmkammer.

Die dritte Jahrestagung der Reichs - i l m f a m m e r wurde mit der Eröffnung der Aus- itellungDie Werbung für den.deutschen Film" in Der Berliner Krolloper eingeleitet, die der Präsident Der Reichsfilmkammer Professor Dr. Le h n i ch oor- nahm. In diesem Jahre, so sagte er, habe sich die Neichsfilmkpmmer der Filmwerbung ^gewandt, die Der nationalsozialistische Staat zu seiner eigenen Dache gemacht habe. Aus dieser Tatsache habe sich auch für die private Werbung eine Umstellung er­geben, die die Ansste-Uung in lehrhaften Beispielen- neraushebe. An den Eröffnungsakt schloß sich eine Besichtigung der Ausstellung, die den Weg zur guten Werbung für den deutschen Film zeigt. Die D-chau wird durch ausgezeichnete Gegenüberstellun- gen, wie die Werbung sein und wie sie nicht sein i'oll, besonders wirksam. Zum Abschluß des ersten Hages der Jahrestagung wurde den Teilnehmern in !»iner geschlossenen Vorführung der FilmM a n n

Dor einiger Zeit hat der Führer die zuständigen Gauleiter beauftragt, für die Städte Augsburg, Bayreuth, Breslau, Dresden, Graz, Hamburg und Würzburg die von ihm bestimmten besonderen städtebaulichen Maßnahmen zu treffen. Der ^Gau­leiter des Gaues Schwaben der NSDAP., Karl Wahl, teilt nun in derNationalsozialistischen Parteikorrespondenz" mit, welche Pläne für die Um­gestaltung und den Ausbau der Stadt Augsburg bestehen. Er berichtet, daß Adolf Hitler zum ersten Male vor dreieinhalb Jahren die Pläne der neuen Stadthalle im Goldenen Saale des Rathauses besichtigt habe. Im November 1937 habe bann ber Führer bestimmt, baß nicht nur eine Stabthalle, sondern auch ein Gauhaus gebaut werden solle. Ungelöst fei zunächst nur noch die P l a frage geblieben.Aber schon zehn Tage daraus", so schreibt Gauleiter Wahl weiter,am 1. Dezember 1937, wurde diese Frage vom Führer durch eine Anregung gelöst, die an Kühnheit. Großzügigkeit und in ihrer Einmaligkeit in Deutschland auch als Sehenswürdigkeit der alten Stadtanlage zumindest ebenbürtig ist. Der Führer legte eigenhändig auf zwei Stadtplänen feine Gedanken nieder, bestimmte eindeutig die Lage von Gauhaus, Halle.und Turm und betraute den Architekten Professor^'Hermann Gies!er mit der weiteren Bearbeitung. Trotz

Im Altreich gab es vor kurzem noch 1,6 Mil­lionen Handwerksbetriebe. Dabei war stets unbestritten, daß in manchen Handwerks­zweigen eine gewisse Uebersetzung vor sich gegangen war. In der Zeit der Arbeitslosigkeit hat sich mancher Geselle in eine bescheidene Selbständig- kettgeflüchtet", ohne das erfordexliche Betriebs­kapital zu besitzen. Daraus mußten schwache Existen­zen entstehen, die dem Stand als Ganzes und seinen Leistungen nicht immer zum Vorteil gereichten. Als die Vollbeschäftigung der Industrie erreicht wurde, sind viele dieser Kleinbetriebe wieder eingegangen, weil ihre Inhaber den sicheren Verdienst als An- gestellte in einem großen Werk ber unsicheren Selb« ftänbigfeit vorzogen. Dieser Prozeß hat sich gewisser­maßen im Zuge bes Arbeitseinsatzes vollzogen mit dem Ergebnis, baß über 106 000 Handwerker ihre Betriebe aufgegeben haben.

Der neue Erlaß des Reichswirtschaftsministers geht einen Schritt weiter, indem er dieDurch­kämmung" der Handwerksbetriebe zu einer volkswirtschaftlichen Aufgabe macht, die den Handwerkskammern übertragen wirb. Es fallen Ar­beitskräfte, die teilweise ungenützt liegen, einer zweckvollen Beschäftigung an anderer Stelle zuge­führt werden. In vielen Fällen wird sich die Not­wendigkeit einer Umschulung ergeben, wofür ber bisherige Meister entschädigt wird. Wenn die Auflösung seines Betriebes infolge von Verbindlich­keiten usw. auf finanzielle Schwierigkeiten stößt, steht ihm ebenfalls die Handwerkskammer zur Seite. Aus Härtefonds werden die Reinbeträge bis zu 50 v. H. übernommen. Die äußere Form der Auf­hebung des Betriebes besteht iw ber Löschung aus ber Handwerksrolle. Es ist aber Vorsorge getroffen,

feiner ungeheuren Inanspruchnahme brachte es Gieslers Schaffenskraft zuwege, bereits am 20. Februar dieses Jahres dem Führer die neue Anlage im Modell zeigen zu können."

lieber die Einzelheiten Der Baupläne heißt es dann weiter:Wie das alte Augsburg im Zuge ber Maximilian- und Karolinenstraße seinen schön­sten Ausdruck erhalten hatte, so soll das neue Augs­burg nach dem Willen des Führers seine Gestaltung finden durch den Ausbau der Fugger- u n d Kai ferst raße zur großen Hauptachse. Beginnend beim erweiterten Stadttheater wird sich dieser neue Straßenzug parallel zur Maximilian- straße in einer Breite von 48 Meter und einer Länge von 1,2 Kilometer gradlinig bis zum jetzigen Kaiserplatz erstrecken. Hier bildet ein Rund­platz, der auch die Verbindung zur Altstadt auf­nimmt, den räumlichen Abschluß. An diesem Platz wird in Zukunft als wichtigstes Gebäude das große Theater errichtet werden. Südlich des jetzigen Adolf-Hitler-Platzes, der in feiner Aus­dehnung erhalten bleibt, mündet die neugeftaltete Halderstraße, vom Bahnhof kommend, senkrecht auf die große Achse. Dort wird nach dem Willen des Führers das Forum der NSDAP, des GauesSchwaben gebaut, lieber der Achse erhebt sich in Anlehnung an das Gelände in 5 Meter Höhe ber Aufmarschplatz für 80 000 Mann, ber burch eine breite Freitreppe mit dem jetzigen Abolf-Hitler-Platz verbunden ist. Die westliche Be­grenzung des Aufmarschplatzes bildet die fünfund­zwanzig Meter hohe Halle ber Zwanzig­tausend, an deren Kopfbau sich der Turm

Hotels vorgesehen.

Die Bauausführung wurde vom Führer unter der Oberleitung des Professors Giesler der für die- en Zweck erweiterten Stadtbaubehörde übertragen. Es ist aber selbstverständlich, daß für die aufzustel­lenden Bauten und namentlich auch für die in An­spruch zu nehmenden Wo h n u n g e n rechtzeitig ein würdiger Ersatz geschaffen wird. Darüber hin­aus werden die von der Stadt in Angriff genom­menen und geplanten Bauten für den übrigen großen Wohnungsbedarf mit vermehrter Tatkraft durchgeführt. Nicht weniger als 30 0 0 Woh­nung e n werden in nächster Zeit erstellt."

Ein Ehrenring der Stadt Augsburg.

Augsburg, 9. März. (DNB.) Zum sechsten Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung in Augsburg fand im Rathaus eine Festsitzung statt, in der Oberbürgermeister Mayr einen großen Wirtschaftsplan für die Stadt Augsburg be- tanntgab, dessen Grundlage ein auf Jahrhunderte vorausschauender Verkehrsplan ist. Dann sprach er über die vom Gauleiter bekanntgeworde­nen Großbaumaßnahmen des Führers zur Ausgestaltung Augsburgs. Mit den Arbeiten werde am heutigen Tage begonnen. Augsburg er­halte dadurch wieder den Rang, den es einst als eine ber ersten Stäbte bes Reiches besaß. Dann ver­kündete ber Oberbürgermeister, baß er am heutigen 9. März, der einen Markstein auf dem Wege zu einem neuen, schönen Augsburg bedeute, d e n Ehrenring der Stadt Augsburg stifte.

gespielt wird. Es werden also vier Hamburger je 200 000 Mark und acht Berliner je 100 000 Mark ausgezahlt erhalten. Damit hat die Preußisch-Süd­deutsche Klassenlotterie aufgehört zu bestehen. In einigen Wochen wird Fortuna mit alten Nummern neues Glück unter chre An­wärter schütten. Und zwar wirb bie Deutsche Reichslotterie, Vi der alle bisherigen Landes­lotterien die Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie, die Sächsische Landeslotterie, die Hamburger Klassen­lotterie und die Ostmärkische Klassenlotterie vereinigt sind, in Zukunft als einzige offizielle staatliche Lot­terie im Reich dafür sorgen, daß das Geld unter die Leute kommt.

Gefängnis für Untreue und Betrat von Betriebsgeheimnissen.

Dor der Großen Koblenzer Strafkammer wurde gegen mehrere Angeklagte, die sich Der fortgesetzten Untreue, bes Verrats von Betriebs­geheimnissen und der Beihilfe schuldig ge­macht haben, bas Urteil gesprochen. Es handelte sich um Angestellte eines großen westdeutschen Werkes, bie zu ihrem Arbeitgeber in einem besonderen Ver­trauensverhältnis standen und bie ihnen anver­trauten Betriebsgeheimnisse im eigenen Interesse nutzbar zu machen versuchten. Noch währenb sie sich in ihrer Stellung befanden, unternahmen sie Schritte,, um sich mit Hilfe ber im Werkslabovatorium ge­machten Versuche selbständig zu machen. Die An­geklagten Dr. St. und Dr. K waren ihrem Werke gegenüber an eine Konkurrenzklausel gebunden und zur Wahrung ber Betriebsgeheimnisse verpflichtet. Dr. St. wurde wegen fortgesetzter Untreue unb un­befugter Geheimnisverwertung zu einem Jahr G e« fängnis und 200 Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen bes gleichen Deliktes sprach das Gericht ge­gen Dr. K. sechs Monate Gefängnis unb gegen Dr. L. wegen Beihilfe zur Untreue zwei Monate Gefängnis aus.

Aus aller Welt.

Dintergewitter und starker Schneefall im Gau Oberdonau.

Nach dem heftigen W i n t e r g e m i 11 e r , bas sich am Donnerstag in ben frühen Morgenstunden über dem Gau Dberbonau entlud, kam es ben gan­zen Tag hindurch zu starken Schneefällen unb stellenweise zu Schneeverwehungen. So wurde die Strecke SalzburgLinz vollkommen unpassierbar. In ber Gegend von Straßwalchen liegen etwa 100 Kraftwagen, bie im tiefen Schnee stecken geblieben sind. Der Einsatz von Schneepflügen konnte die Strecke bis Donnerstagabend nicht freilegen.

Italiener führen im Sahara-Langstreckenflug.

Mit der ersten Etappe von Tripolis über Sinauen noch dem 527 Kilometer entfernten Gadames hat ber Sahara-Langstreckenflug begonnen. Alle 20 Teilnehmer erreichten ohne Zwischenfall bas Tagesziel. In der Gesamtwertung hat sich nach

3otf angehen, unb schaffe so bie Verbindung ber Äisfenschaft zur Ledenswirklichkett. Auch bie Wich- iateit ber Leibeserziehung im Rahmen iiner nationalsozialistischen Erziehung wurde her- usgestellt. Die einheitliche Erziehung von Körper, -seist und Seele habe es mit sich gebracht, daß der , Unterschied zwischen Hoch- unb Fach- d) u l e immer mehr verschwinde. Der Fach- chulstudent stehe heute in keiner Weise mehr hinter ,.em Studenten einer Hochschule zurück. Die Karne- ab djaft des NSDStB. auf ber Hochschule forme in«! Menschen, ber sich für fein Volk restlos ein- Etzen könne, weil er anftänbig, sauber, ehrlich, be» ,e,sterungsfähig unb opferbereit feine Arbeit tun wolle.

Der Reichsstudentenführer erklärte, baß es feit Segtnn ber Erfassung bes A11akabe - mifertums bas Ziel gewesen sei. einen Men« chenkreis, der bisher nur wenig mit der Partei m Berührung tarn, für die Arbeit ber Bewegung l,ii gewinnen und daß dies im größeren Maße nun ielungen fei. Der wesentlichste Punkt für die Nach« wuchs frage sek das Langemarck-Studium, das n Zukunft in jedem I ah r taufend Ar- «eiter der Hochschule zuführen werde.

Aeue Studien- und vestallungsordnung der Aerzte.

Nachdem aus bevölkerungspolitischen und wirt- chaftlichen Gründen die Gesamtbauer des medizini- chen Äudiums bereits auf zehn Semester verkürzt aorben ist, kündigt ber Reichsinnenminister an, daß demnächst durch eine Neufassung ber Bestallungs- Ordnung bie Prü fungsbauer verkürzt und bas Praktische Jahr auf gehoben werben soll. An feine Stelle soll eine Pflicht- nssistentenze i t an Krankenhäusern usw. tre- »n. Gleichzeitig soll bie gesamtärztliche Ausbildung wehr als bisher auf bie Tätigkeit ber p r a 11 i « chen Aerzte abgestellt und dementsprechend bas theoretisch-wissenschaftliche Stubium burch p r a k - ische Tätigkeit, wie Krankenpflegedienst, Luftschutz-Sanitätsdienst, Fabrik- ober ßanbbienft inb Famulatur, ergänzt werben. Um diesen Erfor­dernissen Rechnung zu tragen, hat ber Reichs- rzißhungsminister eine neue Studienorb- ung erlaßen, bie am 1. April in Kraft tritt. Der Minister ersucht schon jetzt eine Beschleunigung .er Prüfungen zu fördern, um eine Verkürzung ber | örüfungsbauer auch schon vor Inkrafttreten ber neuen Bestallungsordnung zu erhalten. Die Bestim­mungen über bie Verkürzung ber Ausbildungszeit *urd) Wegfall bes Praktischen Jahres können sich nur für bie Studierenben voll auswirken, deren Ausbildung nach den neuen Bestim­mungen erfolgt ist. Von ben bereits jetzt Sttidie- i enden können nur solche auf Erlaß des Praktischen

In der Achse des Forums erhebt sich die achtunb- dreißig Meter hohe Front bes Gau Hauses mit ben Repräsentationsräumen des Gauleiters und dem Kongreßsaal. Gegen die neue Hauptstraße ist ber Aufmarschplatz burch eine 185 Meter lange A r - E a b e abgeschlossen, die in ihrem Sockelgeschoß Lä­den und Ausstellungsräume enthält.. Das Gauhaus selbst bildet ein Rechteck von 90 zu 140 Meter, bas burch vier dreiundrnerzig Meter hohe Eckdauten gegliedert ist unb so die innere Aufteilung in Die Organisation der NSDAP, zum Ausdruck bringt. Ihre letzte Steigerung erhält bie Gesamtanlage durch ben 116 Meter hohen Turm. Auf einfachem, nur burch eine Lisene geglieberten Schaft erhebt sich eine reichgestaltete Bekrönung zur Aufnahme bes Glockenspiels, bie ihren letzten Abschluß findet burch einen gewaltigen bronzenen Ab- e r. Damit erhält Augsburgs reiche Silhouette em neues gewaltiges Wahrzeichen, bas zum beherr« chenben Symbol nationalsozialistischer Weltanschau- ung wirb. Aus ber Westseite bes umzugestaltenben Abolf-Hitler-Platzes zwischen Bahnhofs- unb Halder- kraße ist die Errichtung eines großen

Wetterbericht

Durch den starken Druckanstieg über Norbostt europa hat sich bas ostatlantische Hochbruckgebiet bis zum Norbkap ausgebehnt. Daburch haben sich bie vom - Atlantik ausgehenben Störungen von Mitteleuropa ferngehalten. Es kann baher mit einer zunehrnenben Wetterberuhigung gerechnet werben.

Vorhersage für Samstag: Wechselnb bewölkt, höchstens vereinzelt leichte Schauernieber- schläge, Temperaturen wenig geänbert, nachts stellenweise leichter Frost, Winbe um Narb.

Vorhersage für Sonntag: Wechselnd bewölkt, vorwiegend niederschlagsftei.

Lufttemperaturen am 9. März: mittags 6,4 Grad Celsius, abends 3,4 Grad: am 10. März: morgens 2,5 Grab. Maximum 6,5 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. (frbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. März: abends 4,9 Grad; am 10. März: mor­gens 4,0 Grad. Sonnenscheindauer 5 Stunden.

Hauptschrifttetter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik unb die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A II. 39: 10 631. Druck unb Verlag: Brühlsche Unioerfitats- bruckerei R. Lange, K-G.. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.