er
scheinen wird.
Der gestrige Vortragsabend der Volksbildungs-
Lisen und Metall (Gewerbliche Berufsschule).
z anstatt).
kurz an ged unstet, das Gemüse zugegeben und mit Wasser und etwas Salz garen lassen. Nach gut einer Viertelstunde fügt man die Kartoffeln zu In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß Arbeits- und läßt sie zwanzig Minuten mit garen. Mit kräfte, die bereits bei den Festungsbauten an der fein gewiegter Petersilie und nochmals uach Salz Westgrenze beschäftigt waren oder dort beschäftigt abgeschmeckt ist der Eintopf tischfertig. Oder man zu werden wünschen, sich unaufgefordert dorthin be- nimmt 375 Gramm Hammelfleisch, etwas Zwie-
geben und sich an den Baustellen um ihre Einstellung beln oder Porree, 3/< Kilogramm Gelberüben, 40 bemühen. Gramm Fett, Salz, Petersilie, s/< Kilogramm Kar-
Einstellungen erfolgen aus besonderen Gründen löffeln. Das Fleisch schneide man in Stückchen, die nur durch die Arbeitsämter, und zwar durch Der- man in Fett und Zwiebeln anbrät und salzt. Die mitllung des Arbeitsamtes, in dessen Bezirk der Ar- geputzten Gelberüben läßt man mit dem Fleisch
ergänzt und veranschaulicht werden wird.
Arbeitseinsatz bei den Festungsbauten an der Westgrenze.
Männern zu danken sind.
In klaren Gegenüberstellungen hörte man im weiteren Verlaufe des Vortrages von den mannigfachen Wechselbeziehungen, die zwischen den Krankheiten der Tiere und der Menschen bestehen, und von der Forschungsarbeit, die gerade hier geleistet worben ist mit dem Bestreben, durch die Erkennung der Möglichkeiten der Uebertragung von tierischen Krankheiten auf den Menschen Riegel vorzuschieben und Schädigungen der Menschheit zu verhindern.
Von großem Interesse war es ferner, zu hören, daß der größte Teil der Seuchen, die früher die Tierbestände der Landwirtschaft heimsuchten, fast zur Bedeutungslosigkeit abgesunken ist. So sei der Schweinerotlauf fast verschwunden, der Milzbrand sei sehr selten geworden, der Rotz der Pferde sei lediglich als eine Seuche zu betrachten, die an Kriegszeiten gebunden sei, parasitäre Erkrankungen gingen immer mehr zurück, die Tollwut der Hunde sei in Deutschland sehr selten geworden, Schweine- und Rinderpest könnten kaum mehr austreten usw. Lediglich die Tuberkulose bei Rindern und^, die Maul- und Klauenseuche seien es, denen die Wissen- schäft bisher noch nicht völlig habe den Boden entziehen können.
Der Vortrag, der noch vieles andere Wissenswerte vermittelte, wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Zahlreiche Fragen bewiesen das lebhafte Interesse, das man dem Vortrag entgegenbrachte. Ein Film, der den Verlaus der Tollwui. veranschaulichte, beschloß den anregenden Abend.
nahmequelle für seinen Lebensabend zur Verfügung steht, diese Sicherstellung bietet ober fast nur die Rente.
Dem Wunsch, der vielfach in Handwerkerkreisen besteht, sich für später netzen der Rente außerdem eine feste .^apitalsumme zu bestimmten Zwecken zu sichern, können weitgehend die Privatversicherungs- gesellschaften entsprechen. Es wird in den meisten Fällen, in Zeiten wirtschaftlichen Wohlstandes, den einzelnen Handwerkern möglich sein, neben den Beitragszahlungen zur Altersversicherung noch einen Teil des Einkommens abzuzweigen. Diese Geldmittel
Pflicht bewußt sein und gern ein Opfer bringen. Aber ist es wirklich ein so großes Opfer? liniere tüchtigen Hausfrauen sind doch jedesmal bemüht, immer wieder mit einem anderen Eintopfgericht zu überraschen. Sie passen ihre Gerichte jeweils dem augenblicklichen Stand des Nahrungsmittel- marktes an.
Wäre nicht nächsten Sonntag ein „Gelbe-Rüben- H.'.mmelfleisch-Eintopf" sehr schön? 1 Kilogramm Gelberüben, 775 Gramm Hammelfleisch, j Teelöffel Salz, etwas gewiegte Petersilie. 1 Eßlöffel Fett. Man bereite dos Gemüse sauber vor, die K>rto"eln werden geschält, gewaschen und in Scheiben geschnitten. Das Fleisch wird mit Fett
Aufruf.
Am heutigen Tage führen folgende Wettkampfgruppen ihren Wettkampf durch: 914O
können zu Prämienzahlungen für eine später auszuzahlende Kapitalsumme verwendet werden.
Lagerraum für (Scheibe w:rd gebraucht
DNB. Zur Bergung der deutschen Getreideernte wird jeder dafür nur irgendwie geeignete, über 150 qm große Lagerraum benötigt. Jeder Volksgenosse wird gebeten, soweit er noch über derartigen Lagerraum verfügt, diesen unter Angabe der Grundfläche in Quadratmeter und der Höhe in Meter der Reichsstelle für Getreide Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschästsabteilung Berlin-Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 3, zu melden.
Treudienst-Ehrenreichen bei ber Reichsbahn.
Für 25jährige Dienstzeit wurde den Reichsbahnbediensteten der Bahnmeisterei 1 Gießen: Heinrich Bischoff, Brückenschlosser, Josef H a u s r a t h , Brückenschlosser, Heinrich Schäfer, Weißbinder, Adolf Drescher, Schlosser, Heinrich O p p e r, Betriebsarbeiter, Wilhelm Theiß, Betriebsarbeiter, Otto Schäfer, Reichsbahn-Betriebsassistent, das Treudienst-Ehrenzeichen nebst Urkunde durch den Dienststellenvorsteher, Reichsbahnamtmann Kaiser, in feierlicher Weise ausgehändigt.
Tierseuchen und ihre Bekämpfung."
auch das Kennenlernen der landschaftlichen Schönheiten Deutschlands ermöglichen werden. Auf diesen Reisen sollen neben hervorragenden landwirtschaftlichen Betrieben auch landwirtschaftliche Forschungs- einrichtungen in den verschiedensten Gegenden Deutschlands besichtigt werden. Durch diese Reisen werden die ausländischen Gäste Gelegenheit haben, sich in weitem Ausmaße von der großartigen Aufbauarbeit in Deutschland seit der Machtübernahme durch unseren Führer selbst überzeugen zu können.
Das Generalsekretariat des Internationalen Landwirtschaftskongresses wird aus diesem Anlaß auch ein offizielles Handbuch über die deutsche Landwirtschaft herausgeben, das in den Hauptsprachen —
Auf Einladung des Goethe-Bundes, des Kaufmännischen Vereins und des Oberhessischen Kunst- vereins Gießen wird der schwedische Dichter Albin W id sn am morgigen Donnerstag, 9. Februar. 20 Uhr in der Reuen Aula der Universität über das Thema „Altschwedische Kulturüberlieferungen in der Gegenwart" sprechen. Der Vortrag wird insofern eine besondere Ausgestaltung finden, als er durch Vorführung von Lichtbildern und einem Film, sowie durch Lesungen aus eigenen Werken
** Eine städtische N a ch t r a g s h a u s- Haltssatzung für das Rj 1 9 3 8, die mit einem Betrag von 536 000 RM. abschließt, wird heute vom Oberbürgermeister zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
** E i n Lichtbildervortrag über die Bekämpfung des Kartoffelkäfers wird von der Stadtverwaltung heute für den kommenden Sonntagnachmittag im Sitzungssaals des Stadthauses Bergstraße angekündigt. Auf diese wichttge Vortragsveranstaltung sei besonders hingewiesen.
Amtsgericht Giehen
Der K. L. in Gießen erhielt einen Strafbefehl über 10 Mark, weil er 1. am 1. Dezember 1938 gegen 12 Uhr mittags mit einem Fahrrad vor dem
ÄiemaüonaleLandwirlschaflswiffenschafi tagt in Deutschland.
Eine ffnferrebung bes Gießener Anzeigers mit bem Sektionspräsidenten Professor ©r. SessouS, Gießen.
Wir haben den ord. Professor für Pflanzenbau und Pflanzenzucylung an der Universität Gießen Dr. S e s s o u s, von desien Ernennung zum Präsidenten der Sektion IV, Pflanzenbau, de s XVIII. Internationale n Landwirtschaftskongresses wir bereits am Freitaa berichteten, über diese große internationale Tagung der Landwirtschaftswissenschaft und ihre Arbeiten befragt. Aus der Unterredung ist folgendes zu berichten:
Der XVIII. Internationale Landwirtfchaftskon- greß, die Tagung des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft (früher Internationale Landwirtschaftliche Kommission), findet vom 6. bis 12. Juni 1939 in Dresden statt. Das Arbeitsprogramm sieht eine Aufteilung des Verhandlungsstoffes auf 9 Sektionen vor. Es werden sich beschäftigen: Sek- tion I mit „Agrarpolitik und Wirtschaftslehre des Landbaues", Sektion II mit der Gruppe „Landwirtschaftlicher Unterricht und Propaganda". Sektion III mit „Landwirtschaftliches Genossenschaftswesen". Sektion IV mit „Pflanzenbau". Sektion V mit „Weinbau, Obstbau und Sonderkulturen", Sektion VI mit „Tierzucht", Sektion VII mit „Landwirtschaftliche Industrien", Sektion VIII mit der Gruppe „Das Landleben und die Tätigkeit der Landfrau", Sektion IX mit „Landwirtschaftswiffenschaften".
In den Sektionen werden zu dem jeweiligen Thema je ein Hauptreferent, außerdem noch Korreferenten sprechen. Daneben ist natürlich völlige Freiheit zum Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen im Rahmen des Themas gegeben. Zu den Sitzungen der Sektionen haben alle Tagungsteilnehmer Zutritt, insbesondere werden sich dazu diejenigen einfinden, die das erforderliche Interesse an den Fachvorträgen haben. Die Bestellung der Hauptreferenten erfolgt nach dem Gesichtspunkt, daß möglichst ein Vertreter d e s Landes mit den größten Erfahrungen auf dem betreffenden Fachgebiet den Hauptvortrag halten wird. So wird z. B.
in der Sektion IV, Pflanzenbau, über das Thema „Der gegenwärtige Stand der Kartoffelkäferbekämpfung" ein französischer Fachgelehrter als Hauptreferent sprechen, da der Kartoffelkäfer bisher in Frankreich am stärksten aufgetreten ist und man dort mit feiner Bekämpfung die größten Erfahrungen gemacht hat; über das Thema „Die Abbau- krantheiten bei den Kulturpflanzen, besonders bei der Kartoffel" wird als Hauptreferent ein Holländer das Wort ergreifen, denn auf diesem Gebiete ist Holland mit den Abwehrmaßnahmen bisher am erfolgreichsten gewesen. Das Thema „Die Nutzbarmachung städtischer Abwässer für die Landwirtschaft" wird von einem deuffchen Gelehrten als Hauptreferent behandelt werden; hierüber ist man in Deutschland bisher am weitesten vorangekommen. In gleicher Weise wird sich die Tagungsarbeit in allen Sekttonen abspielen. Hauptverhandlungssprachen sind deutsch, französisch, italienisch und englisch. In diesen Sprachen werden die Vorträge gedruckt erscheinen.
Im Anschluß an die Tagung werden die Teilnehmer auch Gelegenheit haben, die zur gleichen Zeit in Leipzig stattfindende 5. Reichs- nährstands-Ausstelluny, eine der größten Veranstaltungen dieser Art, zu bestchttgen. Ferner sind Studienreisen vorgesehen, die einen Einblick in die Arbeit der deutschen Landwirtschaft, aber
beiter, der für eine Beschästtgung bei diesen Bauten 20 Minuten dünsten, gibt dann die Kartoffeln zu, in Betracht kommt, seinen Wohnort hat. Arbeiter, die läßt weitere 20 Minuten gardünsten. Die frische ihr Arbeitsamt übergehen und sich unmittelbar beim gewiegte Petersilie wird beim Anrichten über das Bauunternehmer bewerben, können nicht mit ihrer Gericht gegeben.
Einstellung rechnen. Dies gilt auch für Arbeitskräfte, ä »x i «o x
die bereits früher bei den Westarbeiten beschäftigt $AÜplt(Xl 0OCF JiCtltC
Zr I in ber HandwerkeralterSversorgung?
Io« ausa-w-nd-t Vor Bewerbungsreisen wird daher NSG. Durch da« Gesetz über die Altersversorgung gewarnt. Wer bei den F-stungsbauten im Westen fiir das Deutsche -andw-rk vom 21. Dezember 1938, b^aftigt w-rden mochte setzt sich zweckmäßig mitt das am 1. Januar 1939 in Straft getreten ist, soll der dem für seinen Wahn- oder Aufenthaltsort lufuim Leber,«abend der selbständigen Handwerker sicher- bigen Arbeitsamt in Verbindung, das am besten gestellt werden.
Auskunft zu geben vermag. (£5 herrscht vielfach die Meinung, daß es für den
Der vorletzte Eintovfsonntaa. H?an^Cr,T DOrte;lI)after sei'sich bei Zurruhesetzung ’’ die Versicherungssumme auf einmal auszahlen zu RSG. Am 12. Februar versammeln mir uns taffen. Vor allem wird diese Ansicht von den privaten wiederum zum Eintopsessen, das für diesen Winter Versicherungsanstalten propagiert. Demgegenüber das vorletzte ist. Wieder werden wir uns unserer! stellt das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront fest: Eine Altersoerforgung ist meistens nur bann sicher- gestellk, wenn dem Schaffenden eine fortlaufende (Ein»
1838 Butzbach.
Einbrecher in Grünberg am Werk.
* Grünberg, 7. Februar. In der Nacht zum Dienstag wurde in die hiesige Dienststelle des Arbeitsamtes Gießen ein Einbruch verübt. Der Täter- brach ein Fenster auf und stieg in die Büroräume ein. Hier erbrach er mehrere Schreibtische und durchsuchte auch die übrigen Em- richtungsgegenstände, offenbar in der Hoffnung, Geld vorzufinden. Nach dieser Richtung hin wurde er jedoch vollkommen enttäuscht. Ohne Beute mußte er den Schauplatz seiner Einbrecherarbeit verlassen. Die Nachforschungen sind im Gange.
Vom Wetterau-Museum in Friedberg.
* Friedberg, 8. Februar Am heuttgen 8. Februar wird ein neuer Ausstellungs« raum im W e t t e r a u - M u s e u m zur Besichtigung freigegeben. Er stqjlt die Verbindung her zwischen dem Saale des Handwerks und dem Burg- grafen-Saal und zeigt vornehmlich Erinnerungen aus der Zeit vor dem Weltkrieg, wie den Besuch des ersten Luftschiffes (1909) über Friedberg, das Bombenattentat, den Besuch der Zarenfamilie (1910) und vieles andere mehr. Desgleichen ist Ende des Monats die Eröffnung der Kolonialabtei- I u n g zu erwarten, deren Rückgrat die umfangreichen Sammlungen Trapp und Grothufen sind. Durch Verlegung der Diensträume in das Erdgeschoß ist nun der ganze erste Stock des Häuserblocks Haagstraße 16 den städtischen Sammlungen vorbehalten, nämlich acht große Säle und sechs kleinere Räume. Und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, daß im Erdgeschoß weiterer Platz geschaffen wird für die leider noch magazinierten Steindenkmäler aus der römischen Zeit und dem Mittelalter. Die für das Wetterau-Museum und das Stadtarchiv nebst -bibliothek fortlaufend eingehenden Schenkungen sind der schönste Lohn für die Arbeit des Geschichtsoereins und die von der Stadtverwaltung gebrachten Opfer im Dienste der Heimatkultur und Volksbildung. Dr.
Landkreis Gießen
y~ Heuchelheim', 6. Febr. In der vollbefetz» len Turnhalle hielt der Gesangverein „Germania" am Samstagabend fein Winterfest ab. In feiner Begrüßungsansprache gedachte der Der- einssuhrer Adolf R e u f ch l i n g besonders der großen geschichtlichen Ereignisse des Jahres 1938, und erinnerte an das große Deutsche Sängerbundesfest 1937 in Breslau. Die Festfolge war so gestaltet, daß dem Volkstum unserer Ostmark besonders Rechnung getragen wurde. Ein Theaterstück führte die Teilnehmer in das Salzkammergut und machte sie mit den Sitten und Gebräuchen dieses schönen deutschen Landes bekannt. Der Chor des Vereins brachte unter . der Stabführung seines Leiters Ludwig Schrei«
Postamt Gießen geparkt hat, obwohl ein Verbot- schild angebracht war, weil er 2. trotz Aufforderung, dies zu unterlassen, sein Rad an dem Surgerfteig aufstellte. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der gestrigen Verhandlung gab er Den Tatbestand zu, wandte aber ein, daß er nur angehal« ten hätte, weil er im Postamt sein Schließfach hatte entleeren wollen. Nachdem er trotz seiner Schuld Die Durchführung des Verfahrens verlangte, wurde die Strafe auf 12 Mark, Hilfsweise zwei Tage Haft, erhöht. c
Der A. H. in Bad-Nauheim erhielt einen Straft befehl über 5 Mark, weil er am 24. 7.1938 in Leihgestern einen Karussell- und Schießbudenbesitzer bei Ausübung des Gewerbebetriebes (er half bei Der Schießbude) begleitete, obwohl er nicht bei diesem 'im Wandergewerbeschein eingetragen war. Der Angeklagte war vom Erscheinen in der Verhandlung entbunden. Die Beweisaufnahme ergab feine Schuld, und da er bei feiner richterlichen Vernehmung unwahre Angaben über feine Vorstrafen gemacht hatte, wurde die Strafe auf 10 Mark, hilfsweffe zwei Tage Haft, erhöht.
Aus der engeren Heimat.
Zm Dienste des WHW.
CO Klein- Linden, 6. Febr. Arn Sonntag- nachmittag hatten sich die G -, angv - r -, ne und Sportvereine unseres Dorfes in den Dienst des Winterhilfswerks gestellt. Irn Saale „Zur deutschen Eiche" boten die Männergesangvereine , Arion", „Eintracht" und „Harmonie" unter ihren 'Chorleitern Nicolai, Harnisch und Spory schöne Chöre dar, die sämtlich von guter Schulung zeugten und allgemeinen Beifall fanden. Auch die Massenchöre aller Sänger und der gemischte Chor des Gesangvereins „Harmonie" wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Die Radfahrerverelnigung zeigte Kunstsahren, der Turnverein Barren- und Pferdübungen, die von den jugendlichen Sportlern mit großem Eifer bargeboten wurden und den Besuchern viel Freude bereiteten. Der Ortsgruppenleiter dankte allen Mitwirkenden für die Bereitwilligkeit, mit der sie sich in den Dienst ber guten Sache gestellt hatten.
Abschied von Konrad Schneider.
= Butzbach, 7. Febr. Heute nachmittag fand die B e i s e tz u n g des durch Herzschlag verstorbenen Buchdruckereibesitzers und Verlegers Kon r a b Schneider statt. Hunderte von Volksgenossen gaben dem Toten das letzte Geleit. Der Turnverein hatte die Aufbahrung in der Turnhalle veranlaßt, wo eine Gedenkstunde stattfand. Der Leiter des Turn- und Sportvereins hob in einer Ansprache die großen Verdienste Schneiders um die Forderung ber Leibesübungen innerhalb bes Vereins hervor. Es hielten weiterhin Ansprachen: Ortsgruppenleiter unb Bürgermeister Dr. Mörschel für bie Partei, Stadt, Faselmarktsgesellschaft unb Verkehrs- unb Verschonerungsoerein; Sturmführer W e i ß für die SA.; der Vertreter des Kreisführers im NS.-Reichs- bunb für Leibesübungen Studienrat Dr. Dietz; ber ehemalige 1. Gauvertreter bes Turngaues Hessen, Fabrikant Pfeiffer (Wetzlar); bie Spreche: des Turnvereins 1846 und Männerturnvereins Gießen und Offenbach-Bürgel, deren Ehrenmitglied der Verstorbene war; die Vertreter der Turnvereine Nieder- Weisel, Sambach, Pohl-Göns, Großen-Linden u. a., der Vertreter der hessischen Zeitungsoerleger unb der Vertreter ber Freiwilligen Feuerwehr Butzbach. Die Musikkapelle umrahmte die erhebende Feier mit einigen Chorälen. Don sechs Turnern wurde bann ber Sarg aus der Turnhalle getragen. Ein unüber= sehdar langer Trauerzug gab dem Verstorbenen das letzte Geleit. Auf dem Friedhof zeichnete Pfarrer Linden st ruth ein Lebensbild von dem Verewigten, wobei er dessen Wohltätigkeit unb Nächstenliebe besonders hervorhob. Abermals würben Kränze niedergelegt von bem Bürgermeister Gebhard des Geburtsortes bes Verblichenen Langenhain-Zre- genberg, besten Ehrenbürger er war, bem Vorsitzenden des Geschäftsoereins Butzbach, Professor H o r st, und dem Leiter des Gesangvereins Männerchor
lehr an st alt am Wernerwall. Sämtliche SchAe- rinMn und Schüler der Anstatt, etwa 400 an Der Zahl, beteiligen sich ausnahmslos am .Reichsberufswettkampf, beweisen ihr Können im Rechnen, Schreiben, in Kurz- und Maschinenschrift, in Materialkunde und in all den Wissensgebieten, bie in ber Schule gepflegt werben.
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Mit bem Besuch ber Oeffentlichen Hanbelslehr- anftalt fand ber gestrige Rundgang seinen Abschluß. Alle Teilnehmer hatten den Eindruck, daß der Nachwuchs auf dem besten Wege ist, durch den Willen zur Leistung und durch die Leistung selbst siwen Teil dazu beizutragen, daß zu wertvollen Gliedern in der Gemeinschaft der schaffenden Deutschen wird.
Reichsberufswettkampf in den Didier-Merken.
Mainzlar, 4. Febr. Am gestrigen Montag fand in den hiesigen „Didrer-Werken der Reichsberusswettkampf der Wettkämpfer für die RBG. „Stein und Erde" (Fachschaft 17, Feuerfest- ^ormer) statt. Der Wettkampf begann nut Den praktischen Arbeiten im Betrieb. Angetreten waren 20 Teilnehmer. Die Organisation lag in den Händen Des bewährten örtlichen Wettkampfleiters Kirdorf. Vom Kreiselbrechergebäude der Fabrik wehte zur Feier des Tages die Hakenkreuzlahne. Die praktischen Aufgaben, Die unter Kontrolle von Pq. Weigand, Meister Schäfer und Dor- arbeiter Grölz standen, füllten den ganzen Vor- mittag aus. Anschließend ging es zum gemein» Untren Mittagessen.
Nachmittags begann Der theoretische Teil der Prüfung. Der zweite Teil des Wettkampfs begann mit dem Fahneneinmarsch der Werkschar und Der Hitler-Jugend in den würdig geschmückten großen Aufenthaltsraum. , _ w , s
Dann sprach der Führer des Betriebes und Orisbeauftragter für" den RBWK Direktor S ch r o t h , kurze, herzliche Worte über Die Bedeutung bes Tages unb wünschte guten Erfolg. Der Betriebsobmann dankte» bem Betriebssichrer im Auftrage ber Teilnehmer für bie Forderung unb Unterstützung beim Wettkampf. Hieran schloß sich zunächst Die weltanschauliche und Dann Die lbeoretische Prüfung, für Die sich u. a. Schulleiter Weisel von hier zur Verfügung stellte.
Der gestrige Dortragsabenb ber Volksbilbungs- In kurzen Zusammenfassungen gab er dann einen , statte Gießen (Reihe Der Vorträge „Wissenschaft im Ueberblicf über bie Bemühungen ber Wissenschaft, Per Deutsche handel (Oeffentliche Hanbelslehr- Dienst am Volk") konnte nicht ohne weiteres auf ein ben Seuchen zu Leide zu gehen; er schilberte bie anstatt). starkes Allgemeininteresse unserer stäbttschen Bevöl- grundlegenben Arbeiten Pasteurs unb Robert
Der Sportwettkampf im Rahmen des RBWK. kerung rechnen. Daß Der VorlragsabenD aber doch Kochs auf dem Gebiete der Bakteriologie und die findet nicht, wie bisher angeordnet, am Sonntag, für alle Zuhörer außerordentlich lohnend war, log bedeutenden Erkenntnisse, die gerade diesen beiden Dem 19. Februar, statt, sondern bereits am Samstag, daran, daß der Vortragende, Prof. Dr. Beller, dem 11., unb Sonntag, dem 12. Februar. nur in sehr beschränktem Umfange spezielle Aus-
Die Antreteplatz- werden durch die Presie bekannt- jührungen bracht- ländern em umfassendes allge- npnphpn v 9 rneinverstandliches Bild entwickelte, das Die Zuhörer
J ’ ________ in die Urwelt, in die Zeiten Der Entstehung der
.. ersten Pflanzen und Tiere zurückführte und sie Dann
ASOrttOtl^CtL im Geiste durch Die Jahrtausende bis in unsere Zeit
Taaeskalender für Mttwoch. leitete, in ber bie schweren seuchenhaften Krank-
Stadt,h-ater Gießen: 19.30 Uhr „Bereniz--. beim Menschen, wie auch beim Der)
melienbame . .... . schen Erkenntnissen über die Entwicklung ber Lebe-
Stadttheater Gießen. „ wesen in den verschiedenen Stadien unserer Erd-
Heute abend erste Wiederholung „Berenize", geschichte. Der Redner zeigte an Hand einer einsa- Tragödie von Jean Racine, im Versmaß bes Ori- ^cn graphischen Darstellung, in welchen Zeitaltern ginals übertragen von Rudolf A. Schroeder. ersten Pflanzen, die Amphibien, die ersten Rep- Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, Büh- tuten und die ersten Landtiere auftraten, wie sie nenbilb: Karl Löffler. Die Vorstellung finbet gleich- durch oeränberte Umwelt- unb Lebensbedingungen zeitig als 18. Vorstellung ber Mittwoch-Miete sich entwickelten, lebten und vergingen. Man hörte statt. insbesondere von jenen riesigen Tieren ber Urwelt,
Vortragsabend des schwedischen Dichters ben Sauriern und Echsen, die durch die. Wandlung Albin Widen. Der Vegetation in ihren Lebensbedingungen ge
schmälert dahin wanderten, wo sie sich noch einigermaßen halten konnten, aber dann durch ihre Zusammenrottungen den auftretenden Seuchen zum Opfer fielen.
In grundsätzlicher Darlegung sprach Der ReDner davon, daß das Auftreten von Seuchen — zum Beispiel auch der Seuchen bes Mittelalters — immer eine Folge von Notzeiten, von Kriegszeiten fei, in benen der Organismus der Menschen, wie auch ber Tiere geschwächt werde und anfälliger fei.


