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n e r (Daubringen) Lieder ZUM Vortrag, die von guter Schulung zeugten. Für musikalische Unter­haltung sorgte die Kapelle Schleuse. Als Abschluß brachte der Chor mit Orchesterbegleitung ein lustiges Lied in vierstimmigem Männerchor, das stürmischen Beifall auslöste.

A Treis a. d. Ld a., 7. Febr. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt in der Wirt- schäft von Heinrich Will ihren Jahresappell ab. Zur Freude aller Kameraden konnte der Kamerad­schaftsführer einige aus dem Heeresdienst entlas­sene jüngere Kameraden als neue Mitglieder be­grüßen. In würdiger Weise wurde anschließend der Toten des veraangenen Jahres gedacht. In seinem Jahresbericht sprach der Kameradschaftsführer von den bedeutenden politischen Ereignissen des Jahres

1938, an denen die jüngeren Kameraden starken Anteil hatten. Die Mitgliederzahl der Kameradschaft hat sich durch Neuanmeldungen um 9 erhöht. Zum neuen Kassenwart wurde Kamerad Rabenau be­stimmt. Der Kassenbericht verzeichnete in Einnahmen 195,89 Mark, in Ausgaben 184.74 Mark, so daß ein Ueberschuß von 11,15 Mark verblieb. Im weite­ren Verlaufe des Abends sprach Kamerad Strack (Allendorf) über das Weltfreimaurertum. Der Vor­trag wurde mit großem Beifall ausgenommen

L e i h g e st e r n , 8. -Febr. Ihre silberne Hochzeit können am heutigen Mittwoch, 8. Fe­bruar, der auf Gut Neuhof dahier bedienstete und wohnhafte Gespannführer Ludwig Schneider und Ehefrau Auguste, geb. Groß, begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch.

Um die Eisbockey-Deltmeisterschast.

Deutschland in der Zwischenrunde!

Nach zweimaligem Unentschieden zwischen den Eishockey-Mannschaften Deutschlands und Italiens in Zürich befaßte sich der Internationale Verband noch am Montagabend mit dieser Angelegenheit und beschloß nach eingehender Würdigung der La­ge, diejenige Mannschaft in die Zwischenrunde zur Weltmeisterschaft kommen zu lassen, die das bessere Torverhältnis besitzt. Da Deutschland 16:9 Tore erzielt hat, während die Italiener nur auf 9:11 Tore kamen, ist Deutschland für die Zwischenrunde spielberechtigt. Die deutsche Mannschaft spielt in Zürich in der ersten Abteilung zusammen mit Kanada, England und der Tschecho-Slowakei.

Deutschlands Eishockeyspieler erzielten am Dienstagnachmittag vor 10 000 Zuschauern in Zü­rich im ersten Zwischenrundenspiel zur Weltmei­sterschaft gegen die Tschecho-Slowakei nach drei­maliger Verlängerung ein bemerkenswertes Un­entschieden von 1:1. Perge im zweiten und Jänecke im dritten Drittel waren die Torschützen.

Erfolqreiche Fechterinnen des Turnvereins 1846.

Anläßlich eines großen Fechtturniers am ver­gangenen Sonntag in Kassel trugen die Fechterinnen des Turnvereins 1846 Gießen einen Mannschafts­kampf gegen die Fechterinnen der dortigen C. T. Hessen-Preußen" und des JG.-Sportoereins Frank­furt a. M. aus.

Das erste Treffen, To. 1846 C. T.Hessen- Preußen" endete mit einem sicheren 10:6 - Sieg der Gießener Mannschaft. Schon das erste Gefecht, das Frl. Wirth mit der vorjährigen Kasseler Gau­meisterin zusammenführte, gewann die Gießnerin hoch mit 4:0. Obwohl nun die beiden nächsten Gefechte an die Kasseler Fechterinnen fielen, konnte das vierte Gefecht von Frl. C a st e i n wieder ge- wonnn werden, so daß der erste Durchgang unent­schieden 2:2 ausging. Im nächsten und übernächsten Durchgang- holten die Gießener Damen je 3 Siege heraus. Somit stand der Kampf nach dem 3. Durch­gang bereits 8:4 für Gießen. Wenn die Kasseler Fechterinnen den Kampf jetzt noch unentschieden gestalten wollten, mußten sie im vierten und letzten Durchgang alle Gefechte gewinnen. Aber auch hier war es wieder Frl. Wirth, die gleich beim ersten Gefecht des letzten Durchganges infolge ihres 4:1 - Sieges über die bekannte Kasseler Fechterin Frau Lengemann den Mannschaftssieg für Gießen sicherstellte. Auch das nächste Gefecht gewann Frl. Hahn noch für Gießen, während die beiden letz­ten an die Kasseler Fechterinnen sielen. An dem 10:6 - Sieg waren beteiligt:

Frl. Wirth mit 3 Siegen Frl. Castein " 3 "

Frl. Hahn "2 Frau Drebes " 2 "

Daß die Mannschaft des JG.-Sportoereins aus dem starken Fechtergau Frankfurt a. M., die in Frl. Hindrichs eine Fechterin der Deutschen Spitzen­klasse in ihren Reihen hatte, einen überragenden Gegner abgeben würde, stand von vornherein fest. Der Mannschaftssieg fiel dann auch mit 12:4 an die Frankfurterinnen. Ganz besonders verdient jedoch hervorgehoben zu werden, daß die Gießener Fech­terin Frau D r e b e s , die in dem Kampf am Vor­mittag gegen Kassel nicht so recht in Schwung kam, gegen die Frankfurter Mannschaft dreimal siegreich war. Sie war in diesem Kampf neben Frl. Hin­drichs, die vier Siege hatte, die beste Fechterin. Den vierten Sieg für Gießen errang Frl. Wirth während die beiden anderen Gießenerinnen der Kampferfahrung der Frankfurter Fechterinnen nicht gewachsen waren. Am tapfersten hielt sich noch Frl. Hahn, die zweimal nur mit dem sehr knappen Er­gebnis von 3:4 verlor.

Der Kampf JG.-Sportverein Frankfurt C. T. Hessen-Preußen" Kassel endete mit einem hohen 13:3 - Sieg für IG. Frankfurt.

Ergebnis des Mannschaftsturniers:

1. JG.-Sportverein Frankfurt a. M.

2 Mannschaftssiege, 25 Einzelsiege, 2. Turnverein v. 1846 Gießen

1 Mannschaftssieg. 14 Einzelsiege, 3. C. T.Hessen-Preußen" Kassel

0 Mannschaftssiege, 9 Einzelsiege.

Fuhball der Kreis-klaffen.

Nieder-Ohmen schlägt Geilshausen 4:0!

Wohl niemand der zahlreichen Zuschauer"e dem Sportverein 1933 Nieder-OHmen einen solch einwandfreien Sieg zugetraut Leider waren die Platzverhältnisse sehr schlecht. Kreisfachwart Henkel richtete zu Beginn des Spieles herzliche Worte der Ermahnung zu ritterlichem Kampfe an die Mannschaften.

Beide Mannschaften gingen sofort mit Feuereifer los. Die schweren Spieler der Gäste konnten sich aber bei den Bodenverhältnissen im Nahkampf nicht durchsetzen. Trotzdem behielten die Geilshausener zu­nächst leichte Oberhand. Aber die kritischen Auaen- blicke gingen schnell vorüber. Die einheimische Läu­ferreihe ließ aber den gegnerischen Sturm immer weniger zu Morte kommen. Dann brachten die Stürmer des Sportvereins mit flüssigem Sviel das Gästetor in Gefahr. Aber außer Ecken und Pfosten­schüssen brachte die Drangperiode nichts ein. Erst Mitte der ersten Halbzeit brach der Bann. Ein Handelfmeter für Nieder-Ohmen wurde unhaltbar verwandelt.

Nach der Pause zeigte sich, daß den Gästen der

große Platz und die Bodenverhältnisse immer mehr zu schaffen machen. Nieder-Ohmen kann das Spiel überlegen gestalten.. Die Gäste wurden in ihre Hälfte zurückgedrängt. In gleichen Abständen fielen drei weitere Tore, denen die -Geilshausener nicht einmal das Ehrentor entgegensetzen konnten. Das Eckenverhältnis lautete 11:1 für Nieder-Ohmen! Die Mannschaft des Siegers verdient für ihren Einsatz ein Gesamtlob. Schiedsrichter war Fischer-Steinberg.

Pokalspiel: Hungen I Heuchelheim I 2:4 (1:2).

Ersatzgeschwächt stellten sich die Heuchelheimer dem Schiedsrichter Gerhard (Annerod) in Hungen zum fälligen Pokalkampf. Die Einheimischen dreh­ten gleich mächtig auf, um die Gäste zu überraschen. Doch die Abwehr der Blauen stand. Heuchelheim drückte jetzt stark und konnte bald durch seinen Halb­linken einsenden: 1:0. Die reifere Technik der Gäste suchte die Platzmannschaft durch großen Einsatz und

Wucht auszugleichen. Bei eineip plötzlichen Durch­bruch erzielte Hungen durch scharfen Schuß den Ausgleich. Doch die Freude dauerte nicht lange. Einen gut in die Mitte gegebenen Eckball beförderte der Halblinke der Blauen mit feinem Kopfstoß in die Maschen. Nach der Pause griff Hungen mit großem Elan weiter an und erzielte wiederum durch prachtvollen Schuß den Ausgleich. Jetzt kam Leben in die Heuchelheimer Mannschaft. Der Ball wanderte von Mann zu Mann. Zeitweise war das Zuspiel der Gäste geradezu begeisternd. Wieder war es dann der Halblinke, der durch wuchtigen Schuß seiner Mannschaft erneut die Führung brachte. Un­gefähr eine Viertelstunde vor Schluß wehrte der einheimische Torhüter eine Flanke von rechts etwas unglücklich ab. Der blaue Mittelstürmer war aber zur Stelle und besorgte den Rest: 4:2 lautete das Ergebnis für die Gäste.

Wirtschaft

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt Schlachtviehverteilungsmarkt in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 8 Ochsen, 6 Bullen, 34 Kühe, 38 Färsen, 108- Kälber, 71 Schweine, 28 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 41,5 bis 45 Pf., Bullen 40,5 bis 44, Kühe 32 bis 43,5, Färsen 36 bis 44,5, Kälber 32,5 bis 65, Schüfe 25 bis 42 Pf. ie Yi kg Lebend­gewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,15 RM, bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (100 bis 119,5 kg) 1,03, d bis t (unter 100 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen), h Eber) 1,01 Mark.

Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber und Schafe ausverkauft.

Mein-Mainische Börse.

IMlkagsbörse überwiegend befestigt.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Die Börse behielt ihre feste Grundtendenz. Es'lag weiterhin kleines Kaufinteresse der Kundschaft vor, während ander­seits nur wenig Angebot an die Märkte gelangte. Das Geschäft erfuhr aber weiterhin keine Ausdeh­nung, vielmehr schien es gegenüber gestern eine leichte Schrumpfung erhalten zu haben, da sich der Berufshandel kaum beteiligte.

Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung wieder etwas unregelmäßig, meist ergaben sich aber erneut durchschnittliche Besserungen - von 0,50 bis 1 v. H. Eine Sonderbewegung hatten am Chemie­markt Th. Goldschmidt mit 137,65 (134,50) bei aller­dings geringem Umsatz. IG. Farben wesentlich ruhiger und nur knapp gehalten mit 152 (152,13), dagegen Metallgesellschaft 121 (120,75). Elektro­papiere zeigten vorwiegend Erhöhungen bis 0,75 v. H., Siemens zogen um 2 v. H. auf 198 an, da­gegen Mainkraftwerke 89,50 (90,50). Montanwerte lagen ziemlich still und nur ganz geringfügig ver­ändert. 23er. Stahl 110,75 (110,90) Mannesmann 112,50 (112,25), Hoefch 109,65 (109,50), Rheinstahl 138,75 (139)a Buderus unverändert W9. Mafchinen- und Autowerte wiesen Schwankungen bis 0,50 v. H. | auf. Von Einzelwerten sind Holzmann mit 151,50 (149,75), Conti Gummi mit 220 (319), Reichsbank mit 182 (181,40) und Westdeutsche Kaufhof mit 106,50 (106) zu erwähnen.

Der Rentenmarkt lag wieder außergewöhn­lich ruhig. Von öffentlichen Anleihen lagen Reichs- bahn-DA. mit 123,13 behauptet. Reichsaltbesitz etwa 0,13 v. H. höher mit 129,13; im Freiverkehr blieben Kommunal - Umschuldung mit 93,25 unverändert. Von Goldpfandbriefen wurden sömttiche Serien der Nass. Landesbank Wiesbaden auf 99,50 (99,75) her-

a.bgesetzt; sonst zeigten nur Liquidationspfandbriefe die üblichen geringen Abweichungen. Industrie-Obli­gationen waren wenig verändert, ebenso Stadt- anleihen. 4,5 v. H. Mainz von 28 jedoch 96,75 (97), anderseits 28er Darmstadt 97,90 (97,75). Kommunal Umschuldung bröckelten im Verlaufe auf 93,20 nach 93,25 ab.

Auch in der zweiten Börsenstunde blieb das Ge­schäft eng begrenzt, da kaum weitere Aufträge ein­liefen. Schwankungen traten fast nicht ein, so daß die Anfangskurse zumeist behauptet blieben. West­deutsche Kaufhof 0,25 d. H. ermäßigt auf 106,25. Don den erst später notierten Papieren sind BMW. mit 154 (152,50), Lahmeyer mit 116,50 (114,75) und Schuckert mit 178 (176,50) als fest zu erwähnen. Von Hypothekenbankaktien stiegen Frankfurter Hyp. auf 112,50 (111).

Abendbörse fest.

Die Abendbörse war weiter fest gestimmt, wobei das Motiv weiterhin der Materialmangel war, während Käufe der Kundschaft nur in kleinem Um­fange sich fortsetzten. Das Geschäft hielt sich daher meist in engen Grenzen, auch die Kursveränderun­gen gingen im großen und ganzen über Prozent­bruchteile kaum hinaus. In Erwartung des Zahlen­werks weiter fest lagen aber Siemens mit 200 (198), dagegen büßten AEG., allerdings nur zum Einheitskurs, 1 v. H. ein auf 121; Licht und Kraft 134 (133,75), Geffürel Unverändert 139,25. Von Autowerten traten BMW. mit 155 (154) mehr her­vor; Adlerwerke unverändert 109.50, aber Daimler 139 (139,50). Von den Standardwerten lagen IG. Farben weiter ruhig und mit 152 unverändert, ebenso 23er. Stahlwerke mit 111. Zu erwähnen wären noch Reichsbank mit 182,50 (182), Deutsche Erdöl mit 128,25 (127,75), Buderus mit 109,25 (109),. Rheinstahl mit 139 (138,75), Mannesmann mit unverändert 112.65, Holzmann mit unverändert 151,50, Metallgesellschaft mit unverändert 121 und Rheinmetall, die zum Einheitskurs 0,50 v. H. ver­loren, auf 134,50. Der Rentenmarkt lag bei behaup­teten Kursen sehr ruhig; 6 v. H. IG. Farben 119,65, Reichsbahn-DA. 123,13.

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Frankfurt a. M, 7. Febr. Auftrieb: Kälber 777 (gegen 912 am 31. Januar), Schafe 288 (216), Schweine 2879 (3100). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 54 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (35 bis 40). Hümmel bl) 47 bis 50 (47 bis 50), b2) 43 bis 44 (43 bis 46), c) 35 bis 42 (38 bis 40). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 38, (33 bis 39), c) 27 bis 32 (16 bis 32). Schweine a) 58,50 (58.50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49.50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57.50). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittel.

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