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Donnerstag, 6. April 1959

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien)

82 Drittes Blatt

Don Professor Dr. Vogel, Gießen.

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das heißt vor dem Einseifen. Nivea-Creme gibt geschmei­dige, gut rasieriähige Haut, die weder spannt noch aufspringt.

Sohn gewesen." ..

Einen besonderen Leitgedanken verknüpft -ocim mit den Choralsätzen. Die MelodieO Haupt voll Blut und Wunden" kehrt allein fünfmal wieder. Nach dem Abscheiden Jesu aber wird die Strophe Wenn ich einmal soll scheiden" zur erschütterndsten Stelle des ganzen Werkes, durch die Schlichtheit und dennoch jeder seelischen Regung Ausdruck gebende Satzkunst Bachs.

Zwei große Choralbcarbeitungen umrahmen den ersten Teil des Werkes. In seiner inneren Bewegt­heit durch die Gegenüberstellung der beiden Chor-

seitigen Arbeiten der Versuchsanstalt. Auf anderen Gebieten der Tierzucht hat sich eine enge Zusammen­arbeit zwischen dem Tierzuchtinstitut der Universität Gießen bzw. seiner VersuchswirtschaftOberer Hardthof" und der züchterischen Praxis bereits an- gebahnt. Man darf überzeugt sein, daß eine ebenso enge und erfreuliche Verbindung auch im Interesse der Förderung und Entwicklung unserer Ziegenzucht und -'Haltung 'möglich ist und kommen wird?

Hessen-Nassaus in erster Linie zugute kommen wird.

Der Versuchsstall auf demOberen Hardthof wird schon in allernächster Zeit fertiggestellt sein. In der baulichen Anlage und der ganzen inneren Ein­richtung sind die Versuchsställe in Gießen und Göt­tingen vollständig gleich gehalten, so daß jederzeit Parallel versuche in beiden Ställen unter ganz einheitlichen Bedingungen durchgeführt werden können.

Der Versuchsstall gestattet die Ausführung von Züchtungs-, Fütterungs- und Haltungsversuchen ver­schiedenster Art. Für die nächste Zeit sind Versuche in Aussicht genommen, die sich vor allem mit der Aufzucht uni) Fütterung der Ziegen befassen, lieber die Ergebnisse dieser Versuche wird der Oeffentlich- keit laufend berichtet werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Versuchsanstalt ist die Prüfung von Einrichtungen und Geräten auf ihre Eignung für die Ziegenhaltung, außerdem soll im Laufe der Zeit eine umfassende Lehrsammlung von Präparaten, Lichtbildern und Gebrauchsgegen­ständen aller Art aus dem Gebiet der Ziegenhaltung und -Züchtung angelegt werden. .

Es ist als eine besonders wichtige Aufgabe der neuen Anstalt anzusehen, die dort gemachten Beob­achtungen und die erzielten Versuchsergehmise lau­fend in geeigneter Weise der Allgemeinheit der

fmöglich. ich nütz« führt sie )ie Nutz- e Helfer bem Der« 5 Acker- Wanzen- rch ben md aus­möglich, en" nicht sondern Gebüsch- fern und wird die ib Kies- n, Feld- und an ucharten ilunber, Weiß'

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Dornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Die Frau am Scheidewege". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Wasser für Canitoga". Oberhessischer Kunstoer- ein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand.

Tageskatender für Freitag (Karfreitag).

Stadttheater: 20 bis 22.30 UhrTorquato Tasso". Gloria-Palast (Seltersweg):Die Frau am Scheidewege". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Wasser für Canitoga". Johanneskirche: 16 Uhr Matthäus-Passion. Oberhessischer Kunstoerem: 11 bis 13 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler nn Turmhaus am Brand.__

pelchörigkeit. .

Dem eigentlichen Träger der Handlung, dem Evangelisten und den redend eingeführten Personen, weist Bach als Begleitung das secco-Rezttatlv zu (Generalbaß). An besonderen Höhepunkten aber laßt er den sonst nur berichtenden Evangelistenpart zum Träger des ihn bewegenden Mitgefühls werden.

In der Erfassung der Gestalt Jesu sucht Bach dem Leiden des Menschensohnes durch menschliches Er­fühlen nahezukommen. Hier spricht er die Sprache des Schmerzes: Chromatik, erregte Rhythmik. Der heiligen Erhabenheit des Gottessohnes verleiht er Ausdruck durch Diatonik, stufenweise Schritte, Drel- klänge und Bewegung in rhythmischer Gemessen­heit (Einsetzung des Abendmahles"). Gegenüber dem Evangelisten gibt er dem ariosenhasten Part Jesu durch 'das begleitende Streichquartett eine be­sondere klangliche Verklärung. Nur an der Stelle tiefster menschlicher Erniedrigung, bei den Worten am Kreuz:Eli, Eli", läßt er die Streichinstrumente schweigen; der klanglicheHeiligenschein" erlischt.

Wo die Chöre Bachs unmittelbar in die biblische Handlung eingreifen, gibt er ihnen durchweg eme knappe, gedrungene Fassung, erfüllt mit dramatischer Gespanntheit; 'so in der realistischen Wucht des Barrabam"-Ausrufes oder in der sich in höherer Tonlage wiederholenden fugierten Kreuzigungsforde­rung. Die Volksmenge mit ihremSein Blut komme über uns" charakterisiert er in ihrer fast grotesken Ueberheblichkeit ebenso wie die Spottchore. Ergriffene Ueberzeugthcit spricht aus dem kurzen Bekenntnis der Heiden:Wahrlich, dieser ist Gottes

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Sochschulnachrickten.

Dem planmäßigen ao. Professor Dr. Hermann Weber an der Universität Münster wurde unter Ernennuna zum Ordinarius an der Univer­sität Königsberg der Lehrstuhl für Physiologie übertragen. Seine Arbeiten betreffen in der Haupt­sache die physikalische Chemie der Zellen und Ge- Irocbc.

Z u unseren Bildern:

Nebenstehend: Der neue, noch im Bau be­findliche Ziegenstall des Oberen Harbthoses.

Oben rechts:Er", der Ziegenbock.

Unten Mitte: Der Nachwuchs drängt stür­misch um den Milchnapf.

(Aufnahmen s3s: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Um dem Passionserleben in mannigfacher Ein­dringlichkeit höchsten Ausdruck zu verleihen, zieht B a ch zwei getrennte Chöre und zwei Orchester heran. Diese doppelten Chor- und Jnstrumental- körper werden besonders in den leidenschaftlich erreg­ten Massenchören durch die Gegenüberstellung der Gruppen zu einem Darstellungsmittel bannender Realität. Aber auch die groß angelegten Stim­mungsbilder am Eingang und Schluß des Werkes erhalten nachhallende Intensivierung durch die Dop-

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Zeitschriften.

Dem Aprilheft der ZeitschriftDie K u n st ", Monatshefte für Malerei, Plastik und Wohnkultur (Verlag F. Bruckmann, München), ist eine farbige Reproduktion des stimmungsvollen Gemäldes von Hans GöttDrei Mädchen am Wasser" vorangestellt. Ulrich Christoffel würdigt das Schaffen von Hans Gött und zeigt noch einige seiner schönsten Werke. Die romantische Bewegung in der neueren Münchner Malerei" bespricht Curt Hohoff an Hand einer Reihe typischer Gemälde. Fritz Hellwag be­richtet über die Ausstellung der Gemälde und Zeich­nungen Joseph Anton Kochs in der Nationalgalerie. Mit besonderem Interesse liest man den Bericht über den Münchner Plastiker Peter Henrich, dessen durchweg in Ton geschaffene Arbeiten eine eigen­artige Kraft und doch eine zarte Verinnerlichung ausstrahlen. Dem graphischen Schaffen Herbert Tucholskis widmet Jochen Krüger eine kurze Ab­handlung. Der zweite Teil derKunst" zeigt hand­werkliche Möbelkunst von Felzer & Stahl, Berlin, Wohnungsbauten des Architekten Hans Eitel, Stutt­gart., Möbel des Architekten Horstmann, Berlin, und großzügig neugeschaffene Räume der Firma Gün­ther Wagner, verschiedene originelle Kachelöfen von F. A. Kauffmann, wundervollen Edelsteinschmuck aus den Werkstätten Wilms, Berlin, und alte Hoch­zeitstruhen. Das Heft gibt auch praktische Anregun­gen mit dem ArtikelWas hat der Gartenfreund im April zu tun?" und mit den Ratschlagen zur Pflege von Oelgemälden.

Das Märzheft der im Alpenverlag F. Bruck­mann KG. und Holzhausen, München, erscheinenden Kunstzeitschrift des D. A. V.D e r B e r g st e l ge r wird mit einem BeitragKampf dem weißen Tod eröffnet, in dem Prof. Dr. W. Paulcke, Eugen Oer- tel und Walter Flaig zur Verhütung von Lawinen­unfällen Stellung nehmen. Aus dem übrigen In­halt erwähnen wirMit Zelt und Schiern durch die Oetztaler Alpen" von Oskar Luz,Alte und neue Schifahrten in den Lechtaler Bergen" von Richard Hcchtel,Bergfrühling" von Volkmar Va- rofchi,Die Dichter Alt-Wiens und die Alpen" von Max Rohrer, viele ausgezeichnete Lawinenbildcr und Aufnahmen von Frühlingsblumen.

Das neueste Heft derSirene" ist wieder i reich an interessanten Bildberichten und 'Artikeln > über praktischen Luftschutz in Deutschland und nn = Ausland. Ein Bericht erzählt von der Eröffnung ; des Werbefeldziiges für den Reichsluftschutzbund nn - Sudetenland. Ein weiterer Bilderaussatz bringt Vor- ; sch läge und Anregungen zur Reichsluftschutzwoche

1939.

gruppen wird der Eingangschor gekrönt durch den Choral - Cantus firmusO Lamm Gottes, unschul­dig ..." Die ChoralfantasieO Mensch, bewein de'in Sünde groß", ursprünglich als Eingangschor der Johannispassion gedacht, verwebt den selbstän­dig geführten Orchesteranteil mit dem chonschen Choraldurchleben, und läßt so den ersten Teil des Werkes in tiefster Verinnerlichung ausklingen.

Die dichterischen Zutaten P i c a n b e r 5 zum Text erfahren im Chorischen eine freiere Behandlung als die oben erwähnten Sätze. So in der Gethsemane- Szene, wo in das Arioso des Tenors der Chor­choral hineinklingt und in der nachfolgenden Ane Ich will bei meinem Jesus wachen" sich die Solo­stimme mit der Gegensätzlichkeit des antwortenden Chores verbindet. Die Gefangennahme Jesu läßt Bach in einem Duett der beiden Jünger widerhal­len (So ist mein Jesus nun gefangen"). Hier ver­stärkt das Orchesterkolorit die unheimlich gedruckte Stimmung, indem die stützenden Bässe fehlen und Vorhalte die zitternde Erregung durchbeben lassen; dazu die Zwischenrufe des Chors:Laßt ihn! Hal­tet! Bindet nicht!" Dann aber bricht die entfesselte Empörung in dem elementar bewegten Chor durch: Sind Bl'itze, sind Donner." Der Schlußchor, zu dem Rezitative der Solostimmen hinführen, verleiht in seiner ursprünglichen Schlichtheit dem Ganzen einen ergreifenden, mild verklärenden Ausgang.

Den Solisten teilt Bach eine große Zahl von Arien (w deren jede in ihrer individuellen Schönheit das höchste darftellt, was Bach je zu geben vermochte. Die vorausgehenden Ariofosätze lassen Bachs Ton­sprache in der plastischen musikalischen Erfasiung und in der deklamatorischen Ausgeprägtheit sich zu höchsten Werten entfalten. Dem Soloinstrument gibt er hier gern, bedeutenden Anteil durch die Wahl der Klangfarbe ebenso wie durch die bildhafte Aus­geprägtheit des Motivischen. (Die Geißelung im 2111= rezitativ:Erbarm es Gott"; die Sterbeglocken der Celli:Ach, Golgatha".) Das Erleben der Natur in enger Verbundenheit mit dem menschlichen Leid klingt als ein echt deutscher Zug in das Baß-Arioso

Am Abend, da es kühle ward" hinein. .

Dr. Hermann Hering.

Züchter und Tierhalter zugänglich zu machen. Neben der laufenden Ausbildung von Zu cht - w arten und anderen Interessenten auf dem

Oberen Hardthof" selbst wird deshalb baldmöglichst mit der Abhaltung von kurzfristigen Kur­sen und Lehrgängen begonnen werden. Auch für Besichtigungen durch Vereine und andere Züch­terorganisationen wird die Anstalt in weitgehendem Maße zur Verfügung gestellt

Eine wirklich erfolgreiche Arbeit kann die neue Anstalt nur dann leisten, wenn ihre Tätigkeit durch die praktischen Ziegenzüchter und -Halter draußen im Lande unterstützt und gefördert wird. Es ergeht deshalb schon heute an alle beteiligten Kreist der Ruf zur Unterstützung und Mitarbeit bei den viel-

Oie Matthäus-Passion.

Zur Aufführung am Karfreitag.

Wir besitzen kein kirchenmusikalisches Werk das s religiöse Erschauern des Karfreltagsgeschehens k eindringlich und tief durchleben ließe wie Joh. ^bastian Bachs Matthäus-Passion. In biir Entwicklung der Passionsmusik bedeutet sie den itRten großen Höhepunkt, der eben nur durch eine Persönlichkeit wie Joh. Seb. Bach, deren Weltanschau- Mg so tief im Religiösen verwurzelt war, in dieser einmaligen Form gestaltet werden konnte.

Die Elemente sowohl 6er Choral-Passion wie auch dir Motetten-Pafsion und der oratorischen Pafhon jiiben hier ihre glücklichste Vereinigung. In der Aus- amtung und Zusammenfassung der zur Verfügung sthenden Kunstmittel entstand so zugleich eins der 0 Ikstümlichsten kirchlichen Werke, getragen von irrnschlichem Empfinden eines bis ms tiefste erschut- ^Dach^Ägt^'in dieser Passion der durch viele ö nzelheiten überaus anschaulichen Darstellung des Evangelisten Matthäus. Zur textlichen^Durchgestal- hmg des Bibelwortes und zur betrachtenden Ber­ti-fung stand dem Musiker in Picander (dem Leipziger Postbeamten Heinnci) ein Dichter zur keile, ber, wenn auch nicht mit überragender eige- n-r Note, bei einer gewissen Fertigkeit in der LVrachbehandlung den Anregungen Bachs wohl 'omchzukommen vermochte. Wenn sich auch fetzt Nicht mehr genau seststellen läßt, wie groß der Anteil des emeinen am Werk war, so wird man doch Bach naßgebenden, ja entscheidenden Einfluß zusprechen

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Vw Sau/ U. ctrjtlO So s» !nL all«' h<L w

in ^unb- in1"118.30:

Da^GanZ- gliedert sich in zwei leite;« «fl» sMeßt mit der Gefangennahme Jesu und der Flucht ö r Jünger; der zweite umfaßt die Kreuzigung und d n To/Jesu. Innerlich stehen die beiden Teile in >nTm ^u ammenhang; aus den vorbereitenden Al7nZn'R echen.'Abschnitte- ergibt sich d°- 'lallenden der Geschehnisse im zweiten. Den ersten Z il Üllt Feierlichkeit und lyrische Ausbreitung, im weiten bricht menschliche Leidenschaft m dramat.- Ler A,ssteigerung hervor. Das Gesamtgeschehen nürd in em zehnen Szenen zerlegt ; jedesmal auf dem Höhepunkte wird die Erzählung des Evangelisten unterbrochen und das soeben Erlebte in den B e r e ch musikalisch-religiöser Betrachtung gezogen. Ar en und Choräle spiegeln die Stimmung einer, idealen st-meinde wieder. Man muß hier L^radezu den Reich- t in der Choralzeilen und das besondere Geschick Aachs in ihrer Auswahl bewundern, mit denen e d:-n innerlichen Kern der einzelnen Szenen emfangt.

lange ge- riche Orte i gemacht gen Wil' st bereits mit ben e Große 10m Wach­set wurde, iöttugs zu ;ren GH''

5n Laisa, im hessischen Hinterland, wird alle sie­be: Jahre das sogenannte Rückersfest gefeiert. Wenn !de: Wanderer im Frühjahr durch das Dorf kommt, sooemerkt er am First eines Hauses ein eigenartiges Sinitzwerk: ein Bauer mit langer Peitsche, die feife im Mund, führt einen Pflug, der von fünf P-rden gezogen wird. Füchse und Rappen beglei­te einen aufbäumenöen Schimmel. Das Ganze tzhielt dem Spielzeug eines Kindes, hat aber ein U.smaß von mehr als zwei Meter. Die Erklärung foiijer Figuren deutet auf den Beginn der Feldarbeit in Verbindung mit den volkstümlichen Weissagun-1 un^ VersuchswirtschaftOberer !

M vom Frost und semen Folgen Tage der thof " des Ti e r z u ch t i n st i t u t s der 41 Ritter. Denn 40 Tage bleibt auch diests Wal)r- rs i t ä t Gießen hat in den letzten Jäh- i

Zechen der Rückers aus dem Dache. In der Nacht einß s^ei{)e ÜOn Aufgaben im Interesse der i 51m 10. März, dem Tage der 40 Ritter, nimmt bas Förderung der Landestierzucht übernommen. Nach M seinen Anfang. Dann bringen die Laisaer Bur- h^n tritt dies in der Durchführung der :

st m die Figur auf dem Dachfirst an. Am zweiten ^ch^ineleistungsprüfungen und der Geflügelherden- x ortag wird sie unter Sang und Tan.', wieder^vom ^Äungsprufungen für das Gebiet der ßanbes= Sirfje entfernt unb an ^^^^crcm Orteum I b ^ei^^n=^a^au am deutlichsten m Er­stich weiteren sieben Jahren als altes Wahrzeichen c. ; ' 1

" SL VSSS'S & S». ÄÄÄZSÄT- - **

D erei, aus bem bie Geburt bes neuen Sehens m jßon Tierzuchtinstituten Gießen unb Göttingen

unmittelbarster Form vor Augen tritt. In ber ge- bcr $mQn ausgegangen, im Reichsgebiet zwei

lauten arischen Welt ist das Clerschenken beim trQ(e Versuchsanstalten für Ziegenzucht und Fiühlingsfest schon seitmehr a^ 2000Jahren be- 3 , einzurichten unb bie eine ins Zuchtgebiet

tarnt. Auch bas Bemalen unb Beschriften ber Gier ^n, hie anbere ins Zuchtgebiet ber reh- ifi aus germanifcher Zeit überliefert wo es md farb^enö deutschen Ebelziegen zu legen. Dement- Banzenfarbe gefchah. In der Schwalm haben fid) LrGd)Gnb werben in ber Gießener Anstalt weiße bi,; heute die Mäbchenversteigerungen erhalten, bci e 13 i e g e n in ber Göttinger Anstalt rehfarbene innen ebenfalls Eier geschenkt werben Ebelziegen'gehalten werben. Die Versuchsanstalten

Reben ben Eiern verdienen auch dieO er- > sicher Weise ber Forschung unb ber sl'den" Erwähnung, stnes bekannte flache Oster- ' g^schG Unterweisung unb ber Ausbilbung von pief, das sich durch bie alte Verbrnbung mit 6en oicqe' Jüd)tern unb -haltern dienen. Der Plan hat z,stdräuchen bes Frühjahrs bis heute^erhalten hat I^Le^w^terweise bie volle Unterstützung bes , irib an bie Zeit erinnert, in ber man den R'ehlbrei, ^^^ernährungsministeriums, bes Reichsnahrstan- | bn ersten Vorläufer bes Brotes in ausgebreiteter be5a?unb b'5 Reichsverbanbes ber beutschen Klem- ffkittgestrichener Form auf dem Aschenstein zu rosten 1.^ gefunden.

01 ernt hatte. Di? bisher vorhandenen Versuchs- und For-

So reihen sich Weihe der Erde und des Wassers ch^^einrichtungen für die Frage der Ziegenzucht irib Segnung ber aus bem Ei fommenben Frucht- ^b ^uung waren ganz unzureichenb. Um so mehr b-rkeit im Lebensraum bes beutschen Bauerntums und^Y 9 , b^ nunmehr bie technischen unb

|(Ht urbenklicher Zeit..bis auf den heutigen Tag in l^^^^en ^Voraussetzungen geschaffen sind die es Rönnen Bräuchen anetnanber unb halten bie Ber- -^uen werben auf biefem für die Ernahrungs- bnbung über Generationen sinnvoll und lebendig st ^nchast wichtigen Gebiet wissenschaftliche unb cr'stecht. praktische Förberüngsarbeit zu leisten. Es ist erfreu-

ErnähmnqShilfswerk Gießen. «4,^6 « » L Ltt'L'd^Lb!-.

2ie Küchenabfälle für bas EHW., die Freitags her Landesbauernschaft Hessen-Nassau zu bekommen, Mebolt werben, werben in bieser Woche am Sams- hat boch die Ziegenzucht und -Haltung 'n Wew kn 8 4 aesammelt. Es wird gebeten, bie Sammel- Nassau schon immer eine bebeutfame unb führende cimcr'm'it ben Küchenabfällen bereitzustellen. Rolle gespielt, ©s ift

Kreisamtsleitung NSV. I Tätigkeit der neuen Versuchsanstalt ber Ziegenzucht

Aus oer Stad« Gietzea ! Neue Versuchsanstalt für Ziegenzucht.

eicrvrauchtumimNhein-Main-Gebiet . heg ganzen Reiches im alten Ziegenzuchtgebiet Heffen-Rasiau.

t'stern, die Feier der Wiedererweckung des Lebens

aciin den wachstuinsfeindlichen Winter, ist ein tief ich Brauchtum unserer nordischen Ahnen wurzeln­de- Fest. Im Rhein-Main-Gebiet sind bie Bräuche uu bas Osterwasser unb bas Osterei noch mancher- 0V5 üblich, während die Osterfeuer, denen einst das Kl ster Lorsch zum Opfer fiel, seltener geworden | jinn. Das Schöpsen von Klosterwasser aus den plät- jrii rnöen Bachen wirb noch im Oberhessischen unb im Hinterlanb geübt. Vor Sonnenaufgang soll bas Oi-rwasser bei strengster Stille geschöpft werben, i»rin es Heilkraft besitzen soll. Da gelten bie Was­ser ropsen als Tränen, bie nach ber alten Sage beim TtDe Balburs von ben Felsen unb Steinen geweint nurben. Bis zum nächsten Jahr heben bie Bauern Qii es heilige Wasser in verschlossenen Steinkrügen au, währenb bie Mädchen sich an der Quelle mit Öe i in bestimmter Richtung geschöpften Naß Mchen, um ihre Haut rein unb schön zu erhalten.