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SJl.-^fport

Zum 3. Male Weidig-Bergfest.

Wie wir schon mitteilen konnten, wird das gau­offene Weidig-Bergfest auf dem Schrenzer bei Butz­bach in desem Jahre zum dritten Male durchge­führt. Als Termin gilt vorläufig noch der 17. und 18. Juni. In einer jetzt stattgefundenen Sitzung des Weidig-Bergfest-Ausschusses wurde die Festgestal­tung eingehend beraten. NSRL.-Kreisführer SA.- Sturmhauptführer O t te r b e i n (Friedberg) und Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Dr. Mör­schel nahtnen regen Anteil an der Aussprache. Bürgermeister Dr. Mörschel sagte die Errichtung einer Blockhütte auf dem Schrenzer zu, die an der geschichtlich geweihten Stätte in den Formen eines germanischen Hauses gehalten werden- soll.

Das 3. Weidig-Bergfest findet seinen Auftakt wie­der mit einer deutschen Bergfeier Samstagabend. Der Sonntagvormittag beginnt mit einer Morgen­feier, der sich die volkstümlichen Wettkämpfe an­schießen. Die Ausschreibung, die sich an die vor­jährigen Bestimmungen hält, erfolgt durch den Kreisführer. Dem Sonntagnachmittag steht eine bunte Festreihe vor, an deren Gestaltung verschie­dene Fachämter, nicht zuletzt auch die Wanderver- cine, beteiligt sein werden. Bürgermeister Dr. Mör­schel, ein eifriger Förderer des Bergfestes, will alles tun, daß das Weidig-Bergfest mit der Zeit das große Butzbacher Volks- und Heimatfest wird.

D. f. K Lich.

Für die kommenden Feiertage haben sich die Ra- senspiel«r etwas besonderes vorgenommen, so treffen sich am Karfreitag auf hiesigem Platz auf die Erste von Heuchelheim und am 2. Feiertag aufKickers- Viktoria" Mühlheim. Die Heuchelheimer waren für die Licher schon immer ein gefürchteter Gegner und werden es auch dieses Mal sein. Für die Rasenspie­ler gilt es nun, in den kommenden Spielen junge Spieler einzuspielen und auch Fehler auszumerzen, die bei den vergangenen Pflichtspielen im Spiel­system immer wieder austraten.

Die Gäste von Mühlheim (Main) treten nach einem Spiel in Großen-Linden am 2. Feiertag in Lich an. Auch hier dürften die Fußballanhänger auf ihre Kosten kommen, denn die Gäste spielten in ihrer Verbandsklasse eine gute Rolle.

* Sportgemeinde Großen-Buseck.

BfB.-R. Gießen weilte mit der 2. Mannschaft als Gast in Großen-Buseck und konnte sich, da sie nur mit 10 Mann antrat, nicht durchsetzen. Großen- Buseck gewann, obwohl Gießen zeitweise ein besse­res Zuspiel zeigte, dank, des größeren Eifers hoch 8:2.

Eine weite Fahrt nach Guntersheim bei Worms, das in der 1. Kreisklasse eine führende Rolle spielt, hat Großen-Buseck am Ostersonntag vor. Mit ver­stärkter Aufstellung wird Großen-Buseck sicher einen achtbaren Gegner abgeben und ein günstiges Er­gebnis erzielen.

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Die Spielvereinigung hat an den Osterfeiertagen wieder regen Spieloerkehr. Am Karfreitag emp­fängt sie die Reserve der Spielvereinigung 1900 Gießen zum Gesellschaftsspiel. Beide Mannschaften haben schon öfter die Klingen gekreuzt, und zwar mit wechselndem Erfolg. Es dürften gute Leistun- aen zu erwarten sein, da die Gäste mit einigen Ligaspielern wie Herbst, Pankok, Hormel usw. das Spiel bestreiten werden.

Am 1. Feiertag folgt die Spielvereinigung einer Einladung des VfB. Friedberg, um vor dem Spiel VfB. Friedberg Westende Hamborn mit der Re­serve des oberhessischen Gauligisten die Kräfte zu messen. Die Leihgesterner haben bis jetzt nicht so gut gegen ihre Friedberger Freunde abgeschnitten und werden wohl auch am 1. Feiertag alles daran setzen müssen, um ehrenvoll abzuschneiden.

Am 2. Feiertag wird zum erstenmal die neuauf­gestellte Jugendmannschaft auf den Plan treten. Gegner wird die tüchtige Elf des SV. Garbenteich sein. Den Gästen sind die meisten Chancen einzu­räumen.

Turn- und Sportgemeinde Rodheim a. d. Bieber.

Rodheim Steindorf.

Am morgigen Karfreitag empfängt die 1. Mann­schaft von Rodheim die 1. Elf von Steindorf zu einem Freundschaftskampf. Die Einheimischen wer­den dabei auf einen Gegner stoßen, der schon in der Bezirksklasse spielte und demgemäß über einige Erfahrungen verfügt. Leider müssen die Rodheimer veranlaßt durch Spielerverletzungen mit Er­sah antreten. Trotzdem werden sie aber alles auf- bieten, um ein ehrenvolles Ergebnis zu erreichen.

Vorher treffen sich die Jugendmannschaften der beiden Vereine. In diesem Jugendtreffen haben die Einheimischen eine vorausgegangene Niederlage wettzumachen.

Jahres-Hauptversammlung.

FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg.

Vereinsführer Harnisch hatte zur Jahres­hauptversammlung eingeladen. In seiner Eröff­nungsansprache dankte er den akttven Sportlern für ihre Leistungen, hauptsächlich der 1. Mannschaft, der es gelang, nach harten Kämpfen die Meister­schaft zu erringen.

Geschäftsführer Pitz erstattete nun Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Als besonders er­wähnenswert hob er hervor, daß die 1. Mannschaft in dem letzten Jahr von 33 Spielen nur 5 verlor, 2 endeten unentschieden und 25 wurden gewonnen Vereinsführer Harnisch sprach sodann über die Disziplin des Sportlers. Er stellte in den Vorder­grund, daß ein Sportler jederzeit einen Sieg wie eine Niederlage ertragen müsse, ohne daß es zu Reibereien auf dem Sportfeld komme. Außerdem betonte er, daß der Verein auf den errungenen Lorbeeren nicht ausruhen dürfe. Er ermahnte Sportler und passive Mitglieder, immer daran zu denken, daß die Ehre,Meister der Bezirksklasse" zu sein, neue Verpflichtungen auferlegt. Die Vereins­leitung werde auch stets bemüht fein, in Spielen gegen achtbare Gegner der Mannschaft Gelegenheit zu geben, ihr wirkliches Können unter Beweis zu stellen.

Jugendleiter Pfaff richtete nun einen Appell an die Jugendlichen. Er forderte sie auf, so lange an sich selbst zu arbeiten, bis sie das Erbe der 1. Mann­schaft übernehmen könne. Den Ausführungen des Rechners Münch war zu entnehmen, daß die Entwicklung der Vereins-Kassengeschäfte im letzten Jahr günsttg war. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der seitherige Vereinsführer wurde ein­

stimmig wiedergewählt. Als Mitarbeiter ernannte er die seitherigen Mitglieder, so daß sich die Vereins­führung nicht geändert hat. In dem anschließenden Schlußwort umriß er die nunmehr zwölfjährige Vereinsgefchichte. Er sprach ferner von schweren Aufstiegsspielen, die der 1. Mannschaft nun bevor- ftünben. Nur fester Wille und Ehrgeiz der ersten Elf werde den Titel in den folgenden Jahren zu rechtfertigen verstehen. Die Mannschaft müßte alles daransetzen, um dem hiesigen Bezirk Ehre einzu- legen. Damit dieses Ziel erreicht würde, forderte er alle Sportler und Anhänger auf, auch für die Folge alles daranzufetzen, daß der FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg seinen derzeitigen Ruf festigt und jederzeit bereit ist, in ehrlichem Spiel seine Kräfte mit größeren Gegnern zu messen.

Derkleine" Mercedes im Ausland.

Der neue 1,5-Ltter-Kleinrennwagen von Mer­cedes-Benz wird nach seinem Erstauftreten in Tri­polis, wo er unter Caracciola und dem Vorjahrs­sieger Lang eingesetzt wird, nicht müßig bleiben. Er wird verschiedentlich noch im Ausland starten, vor allem in den Ländern, die Rennen seiner Klasse besonders pflegen. Da steht Italien obenan, aber auch Expedittonen nach England sind geplant. Es ist auch sehr wahrscheinlich, daß das eine ober andere Rennen in Deutschland nun auch für die 1,5= Liter-Klasse ausgeschrieben wird.

Deutsche Aachmuchsboxer im Kampf gegen polen.

Der deutsche Boxer-Nachwuchs, der sich bei den letzten Titelkämpfen in Essen ein Sonderlob ver­diente und selbst die Fachleute in Erstaunen ver­setzte, mißt sich in Posen mit Polens jungen Kräf­ten. Auf den Ausgang darf man sehr gespannt sein, weil auch unser östlicher Nachbar über eine geschulte und strebsame Jugend verfügt. Tags darauf klettert unsere Nachwuchsstaffel in Memel zum Kampf ge­gen Ostpreußen in den Ring.

Kurze Sportnotizen.

15 5 Pferde werden nach den ersten Mel­dungen für die sieben Rennen des Eröffnungstages am 23. April auf der Frankfurter Rennbahn ge­sattelt. Die stärksten Felder kamen mit 36 und 33 Pferden für die beiden Amateurrennen zuftände, doch auch das Offiziers-Jagdrennen um den Preis vom Luifenhof fand mit 30 Bewerbern starkes Interesse.

Am internationalen Oster-Radball- t u r n i e r in Frankfurt a. M. (10. April) beteiligen sich neben dem früheren Frankfurter Weltmeister- paar Schreiber - Blersch (RV. Wanderlust) noch die bekannten Schweizer Osterwalder - Gabler (St. Gal­len / St. Georgen) und der Veloclub Vendenheim (Gebr. Weichert).

Dänische Amateurboxer befinden sich augenblicklich auf einer Deutschlandreise. In Hildes­heim wurden sie glatt mit 14:2 Punkten geschlagen.

Frankfurter Schlachtvlehmarkl.

Frankfurt a. M., 5. April. Aufttieb: Groß- vieh 1467 (gegenüber Donnerstag der Vorwoche 1496), darunter 286 (320) Ochsen, 215 (230) Bullen, 706 (672) Kühe, 260 (274) Färsen; Kälber 309 (468), Hämmel und Schafe 112 (110), Schweine 420 (695). Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zu­geteilt, Schafe mittel. Es notierten (je 50 kg Lebend­gewicht) in RM.: Ochsen a) 44 bis 46,50 (44 bis 46,50), b) 41 bis 42,-50 (40 bis 42,50), c) (32 bis 37,50), d) (), Bullen a) 43 bis 44,50 (43,50 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (40,50), c und d nicht notiert, Kühe a) 41,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 20 bis 25 (17 bis 25k Färsen a) 42 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 38,50 bis 41,50 (40,-50 bis 41,50), c) 34,50 bis 36,50 (36,50), d) (28), Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 48 bis 50 (47 bis 50), d) 32 bis 40 (35 bis 40), Lämmer und Hämmel bl) 48 bis 50 (49 bis 50), b2) 45 bis 46 (46 bis 48), c) 40 bis 44 (35 bis 42), d) (25 bis 28), Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 39 (34 bis 39), c) 32 (20 bis 32), Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,-50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50) Sauen gl) 57,50 (57,50).

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. April. Notierungen alles unverändert.

Neue Preise für Schlachtschafe auf den Märkten.

Im Interesse der Förderung unserer Schafzucht wie auch im Sinne einer gerechten Bewertung der bei der Mast von Schlachthämmeln besonders großen Aufwendungen, ist jetzt bei den Preisen für Schlachtschafe und Hammelfleisch mit Wirkung vom 3. April 1939 eine Aenderung eingetreten. Danach teilen sich auf den Märkten Frankfurt a. M., Wies­baden, Mainz und Worms die Preise wie folgt: Lämmer al und a2 48 bis 51, Hämmel bl 46, bis 50, Hämmel b2 43 bis 49, Lämmer und Hämmel c und d 40 bis 42, Schafe a 40 bis 42, Schafe b 33 bis 39, Schafe c bis 32. Für Hammelfleisch werden in den Gemeinden mit Schlachtviehmärkten die Preise wie folgt festgesetzt: je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: 46, 49, 51; der Höchstpreis ür Hammelfleisch in ganzen Tieren je 50 Kilo* jramm in RM.: 84, 90, 94.

Die Hecke als Vogelschutz.

Lpd. Die Hecke als Nist- und Unterschlupfmöglich- feit trägt zur Vermehrung bodenwirtschaftlich nütz* licher Vogelarten bei. Als Zuleitungsweg führt sie die im Walde heimischen kleinen Vögel in die Nutz­pflanzungen, wo sie billige und wertvolle Helfer bei der Schädlingsbekämpfung sind. Außerdem ver­hindern die Hecken die Austrocknung des Acker­bodens und die Entführung der für das Pflanzen­wachstum so wichtigen Kohlensäure durch den Wind. Soweit die Hecken verschwunden und aus- gernttet sind, empfiehlt sich, wenn irgend möglich, die Neupflanzung. Dabei sind unterHecken" nicht etwa geschorene lebende Einzäunungen, sondern jeder ausgedehntere, wenn auch schmale Gebüsch­streifen im freien Feld oder zwischen diesem und dem Wald zu verstehen. Am leichtesten wird die Wiederanlage in ausgelassenen Sand- und Kies­gruben, an Straßenböschungen, Wasserläufen, Feld- rainen, Eisenbahndämmen, auf Viehtriften und an ähnlichen Oertlichketten. Geeignete Straucharten sind: Sanddorn, Wilde Rose, Liguster, Holunder, Pfaffenkäppchen, Schneeball, Harttiegel, Weiß­buche, Feldahorn, Linde und Fichte (als immer­grüne, auch im Winter Deckung bietende Pflanze). Man läßt einen derartigen Gebüschstreifen etwa 1,60 Meter hoch werden und schneidet ihn danr alljährlich pyramidenförmig zu.

Fahrradmarder vor Gericht.

Lpd. Marburg, 5. April. Ein schon lange ge­suchter Fahrradmarder, der zahlreiche Orte heimgesucht hatte, konnte jetzt unschädlich gemacht werden. Es handelt sich um den 28jährigen Wil­helm Maurer aus Frankenberg; er ist bereits sechsmal wegen verschiedener Straftaten mit den Gerichten in Berührung gekommen. Die Große Strafkammer verurteilte den Dieb, der vom Sach­verständigen als schwachsinnig bezeichnet wurde, wegen fortgesetzten Diebstahls und Betrugs zu 3 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehr­verlust.

Rundfunkprogramm

Freilag, 7. April (Karfreitag). .

6 Uhr: Frühkonzert. 8.10: Evangelische Morgen­feier. Ansprache: Prof. D. Bertram, Gießen. 8.50: Deutsche Meister. 9.40: Dichter unserer Zeit: Georg Britting:Der bekränzte Weiher". 10: Klänge der Weihe und Erlösung. 11.30:An deutschen Brun­nen". Hörfolge mit Musik. Zusammenstellung: Dr. Wilhelm Fraenger. 12: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 14: Für unsere Kinder: Aus Meisters Lampes Tagebuch. 14.30: Konzert. 15.15: Volkstum und Hei­mat.Aus der Chronik hessischer Schlösser". 16: Ntichmittagskonzert. 18: Kleine Stücke Große Meister. Das ' kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 19.30: Aus dem großen Saal des Saal­baues zu Frankfurt a. M.: Matthäus-Passion. Von Johann Sebastian Bach. 22: Nachrichten. 22.20: Kunstturnkampf der Gaue Baden, Südwest, Nieder­rhein und Mittelrhein. 22.35 bis 24: Unterhaltungs­konzert. Es spielt die Kapelle Otto Fricke.

Samstag. 8. April.

5.50 Uhr: Bauer, merk auf! Gymnastik. 6.30: .Frühkonzert. Es spielt die Kapelle Erich Schneide­wind. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutsch­land Kinderland: Wenn Besuch da ist! 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Musik­korps der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Rus ins Land. 12: Mittagskonzert X. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders Wien. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert II. Es spielt der Gau­musikzug Wien. 14: Nachrichen. 14.10: Anni Frind Peter Anders und Peter Kreuder mit seinen Tanzrhythmikern (Jndusttie-Schallplatten). 15: Bil­derbuch der Woche. 15.15: Am Rande des alltäg­lichen Geschehens. 15.30: Aus Mücken werden Ele­fanten ... Von kleinen und kleinsten Aergerniffen. 16: Bunte Melodien. Es spielt Hermann Haaestedt mit seinem Orchester. 18: Bühne und Film im Rund­funk. 18.20: Der Sport an den Feiertagen. 18.30: Blasmusik. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher (Jndustrie-Schallplatten und Eigenauf­nahmen). 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Heitere Abendmusik. 22: Nachrichten. 22.30 bis 24: Wir tanzen in den Sonntag.

Du hast die Pflicht, gesund zu sein!" Diesen Leitsatz hat der Reichsjugendführer jedem deutschen Jungen und jedem deutschen Mädel zu Beginn die­ses Jahres gestellt, das danach auch den Namen ,Jahr der Gesundheitspflicht" trägt. Die Erfüllung dieser Pflicht ist eine der wichtigsten Aufgaben jedes jungen Deutschen. Sie bringt gleichzeitig auch für die Erwachsenen die Verpflichtung, die Jugend darin zu unterstützen und ihr auf diesem Gebiet Vorbild und Wegbereiter zu sein. Die für die Ge­sundheit des Volkes verantwortlichen Stellen des Staates und der Partei haben gemeinsam mit der Aerzte- und der Zahnärzteschaft, sowie allen für die Volksgesundheit tätigen Kreisen die Jugend auf dem Wege zur Erreichung und Erhaltung der Gesund­heit zu führen. Die Aerzte und Zahnärzte im Ge­sundheitsdienst der HI. und des BDM. stehen hier gewissermaßen in der vordersten Front. Ihre Auf­gaben sind im Programm des Jahres der Gesund­heitspflicht klar umriffen. Im März begann nun im Gebiet 13 der Hitler-Jugend ein Großangriff auf die Zahnkaries oder Zahnfäule, die verbreitetste Kulturkrankheit, von der über 90 v. H. aller Volks­genossen befallen sind und die man daher als die Volksseuche schlechthin bezeichnen kann.

Die Zahnkaries und ihre Folgen verursachen schwerste Schäden an der Volksgesundheit. Der Kampf gegen sie ist daher von außerordentlicher Wichtigkeit. Die erschreckend schlechten Ergebnisse der Gebißuntersuchungen durch die Hitler-Jugend- Zahnärzte, durch Schulzahnpflege und die motori­sierte NSV.-Schulzahnpflege in den Notstandsge­bieten, ferner die Karieszahlen bei den Aushebun-

Der HL.-Zahnarzt imJahr der Gesundheitspflicht".

Von Obergefolgschaftsführer Dr. Rogge, Gebieiszahnarzi des Gebietes Hessen-Nassau (13).

Wirtschaft.

Kreditumschlag beschleunigt sich.

Die bislang vorliegenden Geschäftsberichte der Groß- und Regionalbanken stimmen in der Fest­stellung überein, daß sich der Kreditumschlag im ab gelaufenen Jahre nicht unwesentlich beschleunigt hatte. Die größere Akttoität des Bankgewerves in der Kreditgewährung' ergibt sich zunächst aus dem Wachstum der absoluten Anleihungssumme, die sich gegenüber dem Vorjahre um etwa 8 v. H. erhöht hat. Aber dieses Zunehmen der Endziffern allein gibt noch kein konkretes Bild von der größeren Lebhaftigkeit, die Neuerdings für die Kreditgewäh- rungstättgkeit der Banken typisch geworden ist. Bei der vorjährigen Besprechung der Bankabschlüsse des Jahres 1937 konnte feftgestellt werden, daß sich die bilanzmäßige Dumme der Debitoren und die Sum­me' der im aufenben Geschäftsjahr eingeräumten Neukredite nahezu deckten. Es war also, im Durch­schnitt gesehen, kein Kredit älter als ein Jahr, die Bedeutung der langfristig weitergeschleppten Kre­dite war auf den Nullpunkt gesunken. Im Jahre 1938 sind nun weitere Fortschritte in dieser Rich­tung gemacht worden. In einer Reihe von Bank­berichten wird betont, daß die Summe der im Laufe des Geschäftsjahres eingeräumten Neukredite größer ist, als der Debitorenstand zu Ende des Geschäfts­jahres. Die Laufzeit des einzelnen Kredites hat sich entsprechend verkürzt. Die Beschleunigung der Kre- ditumfchlagstättgkett ermöglicht es somit den Ban­ken, ihren Ausleihungsfonds der Kundschaft mehr­mals im Jahre zur Verfügung zu stellen. Mit an sich gleichbleibenden Beträgen wird also ein grö­ßerer Sektor der Wirtschaft mit Krediten versorgt, als bisher. Die Banken akttottät hat sich demgemäß im letzten Jahre vervielfacht.

*

Fwd. Konkurse und Vergleichsver­fahren in Heffen-Naffau. Im Monat März 1939 gerieten sieben Firmen in Konkurs, während über eine Firma das Vergleichsverfahren eröffnet wurde. Mangels Masse mußte das Ver­fahren in vier Fällen eingestellt werden. Im Februar 1939 waren drei Konkurse, im Monat März 1938 sechs Konkurse und zwei Vergleichs­verfahren eröffnet worden.

Rhein-Mainische Börse.

RUttagsbörse: Stimmung ruhig, knapp gehalten.

r>WD. Frankfurt a. M., 5. April. Die bevor­stehenden Feiertage mit der damit verbundenen mehrtägigen Unterbrechung des Börsenverkehrs wirkten sich schon aus. Das Geschäft am Aktien­markt eröffnete daher ziemlich still, und die ersten Kurse lagen durchweg nur knapp behauptet. Ver­einzelt ergaben sich kleine Kursbesserungen. So wurden von Aktien Montanwerke meist etwas nied­riger gehandell, so .Klöckner mit 117,90 (118,25), Mannesmann 112,13 (112,25), Vereinigte Stahl- roerfe 105 nach 105,50, Hoesch knapp gehalten, da­gegen Rheinstahl 0,50 v. H. höher mit "137,13, Von

gen zum Arbeits- und Wehrdienst sind dauernde Mahner zur Bekämpfung der Zahnkaries.

Unsere Ausgabe besteht aber nicht nur in der Beseitigung der bestehenden Schäden, sondern weit wichtiger ist es, auch alle diese Schäden zu ver­hüten. Hier gilt in besonderem Maße der Grund­satzVorbeugen ist besser als Heilen". In diesem Sinne werden die Zahnärzte und Zahnärztinnen der HI. des Gebietes und des BDM. des Ober­gaues Hessen-Nassau Eltern, Führerschaft und Ge­folgschaft ihrer Einheiten über die Wichtigkeit einer regelmäßigen und zweckentsprechenden Zahn- und Mundpflege und den Wert eines gesunden, oder rechtzeitig behandelten Gebisses für die Allgemein- gesundheit belehren. Der Mund ist die Eingangs­pforte hes Körpers, und ohne gesundes Gebiß kann der Körper die wichtigsten Funktionen, feine Ent­wicklung und SÄbsterhaltung durch die Ernährung, nicht oder nur mangelhaft vollziehen.

Durch Rückkehr zu einer natürlichen Lebens- und Ernährungsweise können wir der Zahnkaries am besten vorbeugen, denn ihre Hauptursache liegt zweifellos in der mit der Zivilisation verknüpften Verfeinerung der Nahrung und der Abkehr von der einfachen, gesunden Lebensweise, der unsere Vor­fahren auch ihre natürliche Zahnerhaltung ver­dankten.

Der Erfolg der Aufklärungsaktion und des Feld­zugs gegen die Zahnkaries hängt davon ab, daß jeder einzelne seine Verpflichtung, gesund zu sein, erkennt und danach handelt. Es geht nicht nur um die Gesundheit des einzelnen, sondern um die Gesundheit der deutschen Jugend, des Garanten unserer Zukunft!

Maschinenwerten gaben Daimler auf 137 (137,25) nach, Junghans 0,25, Rheinmetall mit 133 0,50 v. H. schwächer, während Feinmechanik Jetter auf 105 (104,75) anzogen. Bon Bauwerten lagen Berger Tiefbau mit 146,75 um 1 v. H. erhöht. IG. Farben unverändert 150,25. AEG. büßten mit 116,50 eben­falls 1 v. H. ein, während die übrigen Elektroaktien unverändert lagen, nur Thüringer Lieferung Gotha waren mit 113,50 um 1 o. H. höher gesucht. Von Sonderwerten lagen Bemberg 0,65 v. H. schwächer. Reichsbank wurden unverändert 182,75 genannt.

Am Rentenmarkt war das Geschäft eben­falls ruhig, Reichsbahnvorzüge 124,13 nach 124, Altbesitz mit 131 um 0,13 v. H. schwächer. Kommu­nalumschuldung hörte man im Freiverkehr mit 93,67/2 nach 93,60.

Im Verlaufe waren die Kurse bei weiter ruhigem Geschäft gut gehalten, vereinzelt ergaben sich Kurs­besserungen, so bei Dt. Eisen handel plus 0,75, Eßl. Maschinen plus 0,25, Scheideanstalt plus 1, niedriger waren AG. Verkehr mit 122 (122,50), Adlerwerke 109,50 (110,50), Zell Aschaffenburg 1,75 v. H. nied­riger gefragt. Stadtanleihen lagen unverändert, ebenso Jndustrieobligationen kaum geändert. Am Pfandbriefmarkt waren Meininger Hyp. Liqu. und Rhein. Hyp. Liqu. je 10 Pf. niedriger gehandelt, sonst unverändert. Späte Schuldbuchfprderungen hörte man im Freiverkehr mit 99,50 (99,40) ebenso mit Rentenbankablösung mit 89,50 (89,25) etwas fester.

Von den Freiverkehrsaktien lagen Ding- lerwerke leicht schwächer, Katz & Klumpp etwa 1 v. H. höher. Auch Ufafilm wurden etwas schwächer genannt. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse still.

Die Abendbörse lag sehr still. Kundschaftsaufträge kamen kaum zur Ausführung, und auch der Berufs­handel zeigte mit Rücksicht auf die bevorstehenden Feiertage keine Unternehmungslust. Am Aktien­markt war die Haltung gleich dem Mittagsverkehr etwas uneinheitlich, doch hatten die geringen Ver­änderungen vorwiegend nur nominellen Charakter. Von Bergbauwerten blieben Verein. Stahl mit 105,25, Deutsche Erdöl mit 126,50, Rheinstahl mit 137 (137,13), Mannesmann mit 112,13 (112,25) be­hauptet, Buderus bröckelten 0,25 v. H. ab auf 106. Leicht ermäßigt waren ferner IG. Farben au 150,25 (1-50,50), Metallgefellfchaft auf 116 (116,50), Demag auf 148,50 (148,75), Rheinmetall auf 132,50 1133) und Reichsbank auf 181,25 (182). Etwas höher stellten sich Bemberg mit 136 (135,25), MAN. mit 144 (143,50), Lahmeyer mit 115 (114,50) und von Bankaktien Frankfurter Bank auf die unverändert fünfprozentige Dividendenerklärung auf 96 (95,50). Von heimischen Papieren verblieben Adlerwerke bei 109,50, Scheideanstalt bei 205 und Moenus bei 125. Renten waren ohne Geschäft und unverändert; 6 o. H. IG. Farben 123,50, Reichsbahn-VA. 124,13. 5m Freioerkehr wurden Kommunal-Umschuldung zu 93.70 (93,67,50) gefragt.

21m Donnerstag findet keine 'Abendbörse statt,