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leqen" kann, so bleibt den von der Hitze betroffenen Nsichshauptstädtern nichts anderes übrig, als eine

Ich wollt', ich wär' ein Pinguin BeiPapa Heck" im Garten. Dann könnt' von mir aus in Berlin Die größte Hitze starten.

Man brächte mich in einen Raum

Doll wundervoller Kühle;

Dort spürte ich welch holder Traum! Rein gar nichts von der Schwüle!

Verkehrsmittel wie Straßenbahn, Untergrundbahn und Autobus hinzu, dann ergeben sich so phanta­stische Ziffern, daß man wohl getrost von einer Entvölkerung Berlins an diesem Sonntag sprechen kann. Trotz dieser Flucht in die Natur entrang sich dem verschmachtenden Berliner noch mancher Stoßseufzer, so daß auch dieser Wunsch be­greiflich ist:

Ich wollt' ich wär'ne Flasche Sekt, Das wär gar nicht übel!

Man täte mich, weil's besser schmeckt, In einen Silberkübel.

Wie schön erschiene mir die Welt

In diesen heißen Tagen,

Denn, daß man mich hat kalt gestellt, Ertrüg' ich mit Behagen!

- Der Gesandte der Schweiz in Rom wurde von Staatssekretär Basti ani empfangen. Er überreichte eine Note des Bundesrates, in der die Schweiz ihre loyale Neutralität bekräftigt. Bastiam versicherte, daß Italien seiner­seits auch die Neutralität der Schweiz achten werde.

In diesem Jahre kann das. Berliner Post- wesen auf ein Bestehen von 550 Jahren zuruck- blicken, da bereits zwischen den Städten Berlin- Kölln und Magdeburg und Leipzig tm Jahre idöV ein Postdienst vonreisigen" Boten durchgefuhrt wurde. Dieses Postwesen folgte dem Beispiel der Deutschen Ordensritter, die ihrerseits schon 1267 in der Marienburg einenBriefstall", der sich damals allerdingsBryffstall" schrieb, eingerichtet hatten. Sehr, sehr alte Leute werden sich noch erinnern, daß man noch im vorigen Jahrhundert die Briese stets zumBriefstall" tragen mußte, d. h. lebe der verschiedenen Posten hatte ihr eigenes Abfertigungs- kontor. Dann aber kamen die Briefkasten aus, in die man wie wir heute ohne Bedenken feine Briefschaften warf. Anders wäre in den großen

Hundstage in der Reichshauptstadt

Von unserer Äerliner Schriffleiiung.

Der dänische Außenminister Munch kehrte von Oslo nach Kopenhagen zurück und bestätigte, daß die drei nordischen Staaten Maßnahmen beschlossen haben, die den Warenaustausch zwischen den drei Ländern fördern sollen. Alle drei Staaten hielten an dem Neutralitätsbegriff strikt fest.

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Der rumänis ch e Mini st errat hielt am Freitagnachmittag eine außerordentliche Sitzung ab, über deren Beschlüsse bisher nichts bekannt wurde. Man erwartet eine Neutralitätserklärung Rumäniens.

Der Warschauer Rundfunk veröffentlicht sine Sondermeldung, die die Regelung der Nach­folge in der Besetzung des Staatsprä­siden t e n p o st en s behandelt. Danach ist bei einem unvorhergesehenen Ausscheiden des Prästden.- ten Moscicki als Nachfolger Marschall Rydz-Smigly vorgesehen.

Der Führer empfing in Gegenwart des Reichs­ministers des Auswärtigen die neuernannten Bot­schafter von Argentinien, Dr. Olivera, und von Brasilien, de.Freitas-Valle sowie den neuen Gesandten von Venezuela, Dr. Zerega-Fom-

Frage, ob sich Amerika heraushalten werde, antwortete Roosevelt:Ich hoffe es nicht nur aufrichtig, sondern ich glaube, wir kön­nen e s. Die v8^.-Regierung wird jede Anstren­gung machen, .Amerika herauszuhalten.

Abreise des Genfer Kommissars aus Danzig.

Danzi g, 1. Sept. (DNB.) Gauleiter Forster suchte am Freitagmorgen um 7.25 Uhr den Genfer Kommissar Burkhardt in seinem Dienstgebäude auf. Der Genfer Kommissar hat mit seinen Mit­arbeitern gegen 9-Uhr in einer Autokolonne Dan- zig verlassen. Auf dem Dach des Gebäudes des Genfer Kommissars stieg nach dessen Auszug die Hakenkreuzfahne auf. Eine große Menschenmenge, die die Abfahrt des Genfer Kom­missars beobachtet hatte, fand sich zu einer Kund­gebung zusammen. In überströmender Freude und tiefer Ergriffenheit erklang das Deutschlandlied, während das Hakenkreuzbanner am Mast empor­stieg. Der Genfer Kommissar Burkhardt hat sich nach Ostpreußen begeben.

Kleine politische Nachrichten.

Der schweizerische Bund es rat hat am Freitagvormittag auf Antrag des Generals einstim­mig beschlossen, die Generalmobilmachung anzuordnen. Als erster Mobilmachungstag wurde der 2. September festgesetzt, wobei die Frist von Mitter­nacht an läuft. ___________

darf man einen Blick in das auf dem Ufa-Gelände stehende Gebäude werfen, in dem sich die Kleider­werkstätten befinden, wo unter der sachkundigen Leitung von Modeberatern und Modeberaterinnen alle die prunkvollen Herrlichkeiten entstehen, die hernach unser Auge im Film entzücken. Es müssen sehr geschickte und kluge Modefachleute sein, die hier ihres Amtes walten, denn sie müssen im alten Aegypten ebenso Bescheid wissen wie im Zeitalter Ludwigs XIV. und im kommenden Winter. Im kommenden Winter deshalb, weil die Filme, die in der Jetztzeit spielen, selbstverständlich die allerneuste Mode zeigen müssen. Denn auch die heutigen Frauen möchten gern die besseren Diplomaten sein, wozu ein verführerischer Schwingrock mitunter verhilft.

So etwa denkt zur Zeit jeder Einwohner von Berlin, über dem schon seit Wochen eine fast sub­tropische Hitze brütet. Was aber hat das mit dem Garten vonPapa Heck" zu tun? Nun, der Garten oonPapa Heck" ist der Berliner Zoolo­gische Garten, dessen langjähriger Direktor Dr. Heck bei den Berlinern noch in allerbester Er­innerung ist, wenn jetzt auch sein Sohn Dr. Lutz h-ck das Erbe des im verdienten Ruhestande leben- bcn Vaters übernommen hat. Und die Pinguine? 3i, die haben es gut! Denn derZoo" ist um die aiL3 den kalten Regionen stammenden Pinguine hi chst besorgt. So bringt man sie in einen wunder- villen Kühlraum, wo sie jeder Hitze spotten firnen. Da man aber nicht alle Berlinerauf Eis

Fast sträuben sich die Typenhebel der Schreib­maschine: sie wollen nicht schon wieder von Ber­liner Heirätsschwindeleien berichten. Dennoch hilft es nichts, weil der Heiratsschwindler, den die Berliner Kriminalpolizei jüngst aufstöberte, ein Kapitel zum Besten gab, dessen Ueberschrift wohl am passendsten lautet:Zum billigen Mittags­tisch". Hatte sich doch der Liebesspekulant Willi Pfund so vieleBräute" angeschafft, daß er an jedem Wochentage bezüglich des Mittagstisches keine Sorgen zu haben brauchte. So ließ er sich Montags , bei der einen, Dienstags bei der zweiten, Mittwochs bei der dritten und so fort bis einschließlich Sonn­tags bei seinenZukünftigen" durchfüttern. Seiber entlockte er seinen Opfern aber auch Bargeld, Spar­kassenbücher und Schmucksachen. Und dies wurde ihm zum Verhängnis. In Anbetracht dieses neuesten Falles von Heiratsschwindel kommt man auf den Gedanken, ob es nicht ratsam wäre, dem Beispiel des amerikanischen Staates Iowa zu folgen. Dort werden nämlich den ertappten Heiratsschwindlern auf dem rechten Oberarm drei Sterne ein- tätowiert, so daß vorsichtige Frauen und Mäd­chen wenigstens einen kleinenAnhaltspunkt" haben, ob ihr Romeo schon andere Julias betrogen hat.

Städten und vor allem in Berlin die Briefpost auch nicht mehr zu bewältigen, wurden doch nach An­gaben des Statistischen Amtes der ^tadt Berlin 1938 im Gebiet der Reichspostdirektion Berlin ins­gesamt 1010 Millionen ausgehende Briefe ermit­telt, zu denen noch 2,9 Millionen Rohrpostbriefe und Karten hinzuzurechnen find. Wird auch heute noch eine gewisse Zahl dieser Briefsendungen am Schal­ter aufgegeben, so wandert der weitaus überwie­gende Teil doch durch die Straßenbriefkasten, deren es in Berlin zu Beginn dieses Jahres 4850 gab. Mithinbesitzen" je 889 Berliner einen Briefkasten, der ihnen den Umweg zumBryffstall" erspart.

Was würden Sie sagen, wenn Sie plötzlich zwi­schen englischen Kaki-Uniformen und himmelblauen Reifröcken aus der Biedermeierzeit sitzen und Ihren Kaffee einnehmen würden? Sie würden zunächst verwundert sein, wie seltsam sich das Heute mit dem Vorgestern paart. Wer aber jüngst unter den hohen Kastanien der Ufa-Kantine in Babelsberg bei Berlin gesessen hat, der konnte sich an diesem zeitlich unmöglichen Nebeneinander erfreuen. Lese­rin und Leser werden längst erraten 'haben, daß sowohl die Kaki-Uniformen als auch die Bieder­meierkostüme etwas mit den Filmen zu tun haben, die man jetzt in Babelsberg-Ufastadt dreht. Und so ist es auch. Die Offiziere und Mannschaften in den kakigelben Tropenuniformen, die sich während einer Drehpause unter denUfa-Kastanien" erholten, spie­len in dem großen neuen Zarah-Leander-Film Das Lied der Wüst e" mit. Die himmelblauen Schwingröcke aber und die würdigen Vatermörder und perlgrauen Zylinder zieren die Darstellerinnen und Darsteller des Ufa-FilmsFrauen sind doch bessere Diplomaten". Man kann sich kaum satt sehen an dem zarten Liebreiz der Edel- fräulein und an der Kleidsamkeit dieser lebenslusti­gen Biedermeierzeit, der es der moderne Schwing­rock gar zu gerne nachahmen möchte. Vor allem be­wundert man aber die Echtheit der Kostüme, in die sich kein Stilfehler einschleicht. Ein wenig spater

bona zur Ueberreichung ihrer Beglaubigungs. schreiben. Eine Abteilung der Wehrmacht erwies bei der An- und Abfahrt die militärischen Ehren­bezeigungen.

Aus aller Weil.

Der Lrzöhlerpreis derneuen linie.

24 000 Reichsmark hat die Monatszeitschrift die neue linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig- Berlin) in den vergangenen 8 Jahren als Preise für die besten deutschen Erzählungen gestiftet und verteilt. 65 Erzählungen und Kurzgeschichten von 47 verschiedenen deutschen Autoren sind dabei aus­gezeichnet worden. 29 Erzählungen wurden darüber hinaus vom Verlag angekauft. Für 1940 ist die Gesamthöhe der Preise auf 3000 Reichsmark festge­setzt worden, mit denen die besten Erzählungen ausgezeichnet werden sollen. Dem Preisgericht gehören an: Werner Beumelburg, Dr. Paul Fech­ter, Helene v. Nostitz, Dr. Wilhelm von Scholz, Dr. Bruno E. Werner. Die Bedingungen sind im September-Heft der neuen linie veröffentlicht.

Mehr Fremdengäste als Einwohner.

Die Stadt Innsbruck hatte in diesem Jahr einen Ansturm von Fremden zu verzeichnen, wie er noch im vorigen Jahr nicht für möglich gehalten worden wäre. Im Juli, dem ersten Monat der Hauptreise­zeit, haben 83 OOO Fremde die Stadt Innsbruck be­sucht, also mehr Fremde, als die Gauhauptstadt Ein­wohner hat. Den größten Prozentsatz der Besucher aus dem Reiche stellten die Gaue Rheinland, Sach­sen und Württemberg.

Sechs Pfund schwerer Pilz geerntet

In der Nähe von Schielo (Anhalt) fanden Sammler einen Pilz von ungewöhnlichen Aus­maßen. Es handelt sich um einen eßbaren Flas ch enb o oist. Sein Umfang beträgt 82 cm, sein Gewicht fast 3 kg. In dem weißen Fleisch des Pilzriesen wurde nicht eine einzige Made festgestellt. Jedes Stück war verwendbar. Ein Pilz von solchen Ausmaßen wurde hier noch niemals gefunden.

Auf Zeche Neumühl Förderkorb abgestürzl.

Auf der Zeche Neumühl (Duisburg-Hamborn) stürzte in der Nacht zum Freitag in einem Blind­schacht, der zur Seilfahrt genehmigt war, ein mit acht Pers onen besetzter Förderkorb aus ^iner Höhe von 100 Meter ab. Sämtliche In­sassen fanden den Tod.,

16 Tale beim Explosionsunglück bei Lüttich.

Das gewaltige Explosionsunglück bei Lüttich, durch das zwei Brücken über die Maas in die Luft gesprengt wurden, hat bisher 16 Tote und 86 Verletzte gefordert.

Gefölligkeilsdiensi brachte den Tod.

Der Nachtwächter einer Holzfirma in Papenburg im Emsland hatte sich aus Gefälligkeit bereiterklärt, auf einem in der Nähe liegenden Fahrzeug einen Schiffer in den frühen Morgenstunden zu wecken. Bei dem Versuch, das Fahrzeug zu besteigen, stürzte er ab und ertrank.

Der Blitz schlug in das Ruhebett.

Bei einem schweren Gewitter, das über Arents- Hausen auf dem Eichsfeld mederging,. schlug der Blitz in das Haus eines Zigarrenfabrikanten. Der Blitz fuhr vom Schornstein durch die Antenne ins Haus, traf den im Erdgeschoß stehenden Rundfunkempfän­ger und das danebenstehende Ruhebett und setzte beides in Brand. Wie durch ein Wunder blieb die Mutter, die mit ihren zwei Kindern auf dem Ruhe­bett saß, unverletzt.

Todessturz auf der Treppe.

Der 63 Jahre alte Maurer Amandus Hombach aus Kappenstein bei Altenkirchen, der sich nachts noch einmal aus dem Schlafzimmer in die im Erdgeschoß liegende Küche begeben wollte, verfehlte eine Trep­penstufe, stürzte die Treppe hinunter und schlug mit dem Kopf so unglücklich gegen einen Pfosten, daß er sich einen Schädelbruch zuzog und auf der Stelle ft a r b.__

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. - Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (z. Z. abwesend), i.V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport Heinrich Ludwig Neuner (z. Z. abwesend), i. V.: E. Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Ver­antwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

V assenflucht ins Grüne oder an die Ge­stade der unzähligen im Osten und Westen Berlins zilegenen Seen und Fluhläufe. Welchen Umfang oi»fe Massenflucht aus dem steinernen Häusermeer 't-btr Viermillionenstadt angenommen hat, beweist i eiie einzige Derkehrszahl an einem der letzten ; Sonntage. Sie besagt, daß die 8-Bahn

6 t ein 1,8 Millionen Personen beför - Hit hat. Rechnet mail die anderen öffentlichen

auch das Ausland, insbesondere die Bevölkerung in Öen westlichen kapitalistischen Ländern, werde dar­aus entnehmen, welche Verbrechen die Regie­rungen Englands und Frankreichs vor ihren Völkern verborgen hätten.

Die ,^I f w e st i j a" behandelt gleichfalls in ihrem Leitartikel die Tagung des Obersten Sowjets und Itrie Ratifikation des Nichtangriffspaktes zwischen Deutschland und der Sowjetunion. Das Blatt nennt öen Vertag einen gewaltigen Erfolg Her sowjeti- Ichen Friedenspolitik und schreibt:Die zwei größ­ten Staaten in Europa, Sowjetrußland und Deutschland, haben vereinbart, der Feindschaft zwi­schen sich ein Ende zu setzen. Wenn dies nicht jeder­mann in der kapitalistischen Welt paßt, so ist das nicht unsere Schuld;, denn es paßt so dem Sowjet- nolk, dessen Interessen von der Sowjetregierung 'estgesetzt sind und es paßt so dem deutschen Volk, mit dem das Sowjetvolk niemals Feindschaft ge­habt hat, noch haben wird. Und es paßt allen eyr- lichen Anhängern des Friedens, die nicht umhin können, sich über die Beseitigung auch nur eines Kriegsherdes zu freuen, und zudem noch eines sol­chen, an dessen künstlichen Entfachung die Kriegs- proookateure so große Mühe verschwendet hatten!"

Keine Trennung Japans von Deutschland.

Der japanische Ministerpräsident zum Russenpakt.

Tokio, 1. September. (DNB.) Der neue japa­nische Ministerpräsident Abe, der gleichzeitig auch bas Portefeuille des Außenministers inne hat, er= Härte zu den deutsch-japanischen Beziehungen, daß leine Trennung Japans von Deutsch­land eintreten werde. Der deutsch-russische Nicht- :ngriffspakt sei durch die besonderen Umstände eine Notwendigkeit gewesen. Es werde gut sein, Denn das japanische Volk die Angelegenheit dritter Länder gut verstehen lerne, besonders die gegen­wärtigen deutsch-japanischen Beziehungen. Die neue Regierung werde die vom Hiranuma-Kabinett be- chlossene neue Europa-Politik weiter 1er folgen. Abschließend sagte Ministerpräsident 5Ibe:Wir halten es nicht für richtig, ein über­würztes einseitiges Urteil abzugeben. Mr können Deutschland weiterhin eine verbün- ete Macht nertnen."

Die japanische Presse berichtet ausführlich über ie polnischen Uebergriffe auf reichsdeutsches Se­iet. Die Maßnahmen des Führers zur Sicherung es Reiches und die deutsche Friedensbereitschaft Derben stark hervorgehoben. Die deutschen Vor- chläge werden als milde und versöhnlich bezeichnet. >n Schlagzeilen wird weiter hervorgehoben, daß iie deutsche Geduld erschöpt sei.

Für eine Bereinigung zwischen Moskau und Tokio.

England das größte Hindernis einer Neuordnung im Fernen Osten.

Tokio, 2. Sept. (DNB. Funkspruch, Ostasien- iienft). Oberst Haschimoto, ein bekannter Na- t onalift und Vorsitzender der Jugendorganisation Japans, beschäftigt sich in der ZeitungNitschi- Mfchi" mit der Frage eines Nichtangriffspaktes mit Rußland. Haschimoto ist ein entschiedener Geg­ner der Theorie, daß eine vollkommene Bereini- tung der japanisch-russischen Beziehungen unmöglich rt und bezeichnete Ugati, den früheren Präsiben- Itn der Sübmanbschurischen Eisenbahn Matsuo- fa und den Vorsitzenden der Seiyukai-Partei, Ku­li a r a, als die geigneten Personen, die Bezie­hungen zwischen Japan und Rußland wieder her- zustellen. Haschimoto befürwortet die Aus­schaltung Englands aus dem Fernen frften, da nach seiner Ansicht England das größte Hindernis einer Neuordnung im oft- i ksiatischen Raum sei. Eineunabhängige Politik" v'ürde Japan in eine verzweifelte Lage bringen. Sie wichtigste Aufgabe Japans sei die Beendi- hing be's Chinakonf liktes und die schnelle Erreichung der japanischen Ziele in China. Deshalb fordert Haschimoto eine enge Zusammenarbeit der Regierung mit dem Volk und spricht die Hoffnung Sus, daß'Ministerpräsident Abe die geheime Diplo­matie Jranumas nicht fortsetzen werde.

Amerika will sich möglichst herauechalten

Washington, 1. Sept. (DNB.) Präsident i N oosevelt hat den Kongreß bisher nicht em- I berufen, da er die Entwicklungen abwarten will, er deutete die Möglichkeit der Einberufung für die . nächsten 48 Stunden an, falls es in Europa zu größeren Verwicklungen kommen sollte. Auf eine

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