NeuerTauchapparat mit Atmungsspeicher
Aus aller Welt
Wirtschaft
nach
See Paris" am Dienstag um 18.30 Uhr Neuyork abgeflogen ist.
Französisches Militärflugzeug verunglückt.
In Amerika sind jetzt verschiedene Feuerwehrmannschaften versuchsweise mit neuartigen Tauchapparaten ausgerüstet worden, die durch einen damit verbundenen Sauerstoffspeicher den Vorzug vielseitigster Einsatzmöglichkeit haben. Die Bewegungen, die der Tauchende damit ausführen kann, sind durch den Fortfall einer hinderlichen Sauerstoffzuleitung räumlich unbegrenzt. Auf unserem Bilde sieht man deutlich den „Atmungsspeicher", der einen-Unter- wasseraufenthalt von etwa einer Stunde ermöglichen soll. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Verein die unbedingte Pflicht, wenn irgend möglich, eine Jugendmannschaft zu stellen, zumal die HJ- Führer angewiesen sind, die Vereine in der Aufstellung ihrer Mannschaften zu unterstützen. Fehlen zur Aufstellung einer Mannschaft einige Spieler, dann setze sich der Jugendwart des Vereins umgehend mit dem örtlichen HJ.-Führer zwecks Zuweisung von spielfähigen Junggenossen in Form einer freiwilligen Sportdienstgruppe in Verbindung.
Es ergeht hiermit an alle Vereine im Bereich des Bannes 116 noch einmal die Aufforderung, ihre Meldung sofort an den zuständigen Bann- f a ch w a r t abzugeben oder die Gründe für die Fehlanzeige mitzuteilen.
Wie festgestellt wurde, haben einige Vereine ihre Iugendmannschaften irrtümlich an den Gau- oder Kreisfachwart gemeldet. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß alle Jugendmeldungen an den betr. Bannfachwart auf dem den Vereinen am 18. Juli 1938 zugegangenen weißen Meldebogen namentlich zu erfolgen haben! Bereits an den Gau- oder Kreisfachwart des DRL. abgegebene Meldungen sind umgehend in der angegebenen Weife zu wiederholen.
Der Meldeschluß wird bis zum 10. September verlängert. Nach diesem Termin einlaufende Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.
14 „blinde Passagiere" auf der „ftormanbte*.
Als der französische Ozeanriese „Normandie" kürzlich im Hafen von Southampton einlief, konnte der Kommandant mit nicht ganz ungetrübtem Stolz feststellen, daß sich in Neuyork nicht weniger als 1 4 „blinde Passagiere" an Bord geschlichen und die Ueberfahrt mitgemacht hatten. Diese 14 „blinden Passagiere" waren durchweg Männer.
Absturz eines australischen Passagierflugzeuges.
Ein Passagierflugzeug der North-Seeland-Airway stürzte über einem Zuckerrohrfeld bei Sidney ab. Der Pilot und drei Fluggäste fanden den Tod, die anderen wurden schwer verletzt.
Nordmexiko sind stark mitgenommen. Die Gleise sind auf weite Strecken unterspült, und es wird langwieriger Reparaturen bedürfen, um diese Schäden auszubessern.
Sieben Todesopfer
bei einem Vootsungtück in Portugal.
Auf dem Duero bei Porto (Portugal) ereignete sich ein schweres Bootsunglück. Ein Schlosser aus Joao da Foz unternahm mit mehreren Familien trotz starken Ebbstroms und stürmischen Wetters eine Ruderpartie. Das mit zehn Personen überlastete Boot geriet in den reißenden Mündungsstrom des Flusses und kenterte. Sieben Personen, unter ihnen eine vierköpfige Familie, fanden in den Wellen den Tod.
In der Nacht zum Dienstag ist ein schweres G c - Witter über dem Kreis Stade (Hannover), das erheblichen Schaden anrichtete, niedergegangen. In verschiedene Gehöfte schlug der Blitz ein. Ein Wirtschaftsgebäude, zwei Scheunen mit Getreidevorräten, ein altes Bauernhaus sowie ein Häuslingshaus fielen den Flammen zum Opfer.
Zwei weitere Todesopfer des Erfurter Explosionsunglücks.
Das schwere Explosionsunglück in der Erfurter Färberei Kroll hat neben dem bereits gemeldeten noch weitere zwei Todesopfer gefordert. Der 49 Jahre alte Färbereibesitzer Otto Kroll und der 23 Jahre alte Färber Otto Löser, die mit schweren Brandverletzungen in das Krankenhaus gebracht wurden, sind ihren Wunden erlegen. Auch das Befinden des dritten Verletzten, des 17 Jahre alten Lehrlings Rudolf Kellner, gibt zu ernsten Bedenken Anlaß. Es besteht nur geringe Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten.
„Leutnant zur See Paris" nach Neuyork gestartet.
Havas meldet aus Horta auf den Azoren, daß das französische Ozeanflugzeug „Leutnant zur
Schloß Bellevue wird Gästehaus für Staatsbesuche.
Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, das Schloß Bellevue in Berlin zu einem des Deutschen Reiches würdigen Gästehaus für Staatsbesuche und Kongresse umzubauen. Mit der Bearbeitung des Entwurfes und mit der Bauleitung wurde der Architekt Prof. Paul Baumgarten in Charlottenburg beauftragt. Nach dem vom Führer genehmigten Entwurf Baumgartens bleibt der alte Schloßbau in seiner Außenarchitektur erhalten. Die Vorderfront im Mittelbau erhält einen repräsentativen Eingang mit vorgelagerter Freitreppe. Im übrigen werden umfangreiche Instandsetzungen und Erneuerungen erforderlich. An Stelle des bereits abgebrochenen Marstallflügels wird ein Neubau errichtet, der mit dem alten Schloßbau verbunden, sich harmonisch in den Rahmen des Ganzen einfügt. Das Innere des Schlosses erfährt eine umfangreiche Umgestaltung. Die für Repräsentationszwecke bestimmten Räume bleiben in ihrer alten Architektur erhalten. Im übrigen wird das Innere des Schlosses und seiner beiden Flügel, seinem Charkter angemessen, umgebaut, um die würdige Unterbringung hoher Gäste mit großer Begleitung zu ermöglichen. Der Umbau soll im Frühjahr 1939 beendet fein.
Neue Autobahn-Strecken.
Von Tag zu Tag wachsen die Straßen des Führers ins Land hinein. Die große Nord— Süd-Strecke Kassel — Frankfurt — Karlsruhe ist soweit fertiggestellt, daß sie mit einer kurzen Unterbrechung bei Alsfeld—Reiskirchen durchfahren werden kann. Auch dieser Abschnitt geht jetzt seiner Vollendung entgegen und wird im Zuge der feierlichen Uebernahme des dreitausendften Kilometers Ende dieses Jahres in den Dienst gestellt. Gleichzeitig erfolgt die Freigabe der Teilstrecke Wandersmann — Idstein der Ostwestachse Frankfurt—Köln, die von den beiden obersten Bauleitungen Köln und Frankfurt von Siegburg und von der Auto-Umgehungsstraße Frankfurt—Wiesbaden aus vorgetrieben wird. Von dieser Strecke ist das Teilstück Köln—Siegburg mit 28 Kilometer bereits in Betrieb. Die Gesamtlänge der Reichsautobahn Frankfurt—Köln beträgt 175 Kilometer, wovon etwa 100 Kilometer in den Bausektor Frankfurts fallen. Sie bringt eine Streckenverkürzung von ungefähr fünfzig Kilometer und eine erhebliche Zeitersparnis. In besonderem Maße ist sie ausgezeichnet durch landschaftliche Reize und durch die gewaltigen Brückenbauten über das Theisbachtal bei Niedernhausen und über die Lahn bei Limburg. Diese Brücken sollen bis Ende 1939 fertiggestellt sein.
schäft: Steinbach—Hungen; Muschenheim—Großen- Linden.
4. Dezember: Großen-Linden—Steinbach; Lollar II.—Muschenheim.
I-Metergrenze im Weitsprung überschritten.
Wie uns der Sturm 16/254 (Nieder-Ohmen) mitteilt, wurde beim Hoherodskopf-Bergfest durch den SA.-Mann Lutz Dönges die Weitsprung-Leistung des Hoherodskopf-Bergfestsiegers (Stahlhut 6,90 Meter) übertroffen. Dönges sprang eine Weite von 7,15 Meter.
Dr.-Jng. e. h. Fritz Opel f.
Fwd. Der bekannte Industrielle, Dr.-Jng. e. h. Fritz Opel, stellvertretender Vorsitzer des Aufsichtsrats der Adam Opel AG. in Rüsselsheim, ist am Dienstag im Alter von 63 Jahren plötzlich in Wien einem Herzschlag erlegen. Der Verstorbene ist der jüngere Bruder des Aufsichtsratsvorsitzers, Geheimrat Dr.-Jng. e. h. Wilhelm von Opel, und einer der fünf Söhne Adam Opels, der im Jahre 1862 das Werk in Rüffelsheim begründete.
Dr. Fritz Opel, geboren am 30. April 1875 in Rüffelsheim, trat 1899 nach Abschluß des technischen Studiums in das väterliche Unternehmen ein. Die Entwicklung der Opel-Werke zur größten deutsches Automobilfabrik und zum größten Fahrradwerk der Welt hat der Verstorbene als Leiter der technischen Büros in Gemeinschaft mit seinen Brüdern bis zum Jahre 1929 entscheidend beeinflußt. In seinen jungen Jahren hat er sich als Rennfabrer einen Namen gemacht. Am Weltkrieg nahm Dr. Fritz Opel als Frontoffizier teil. Nach Kriegsende trat er für die Idee eines volkstümlichen Wagens mit aller Tatkraft ein. Mit unter feiner Leitung wurde 1924 die Produktion des erstell deutschen, i.n Großserienbau hergestellten Wagens, aufgenonuntn. Damit setzte ein ungeahnter Aufschwung des Werkes ein. Die Gefolgschaft, die nach der Besatzung nur 3000 Mann zählte, stieg bis auf 19 000 Mann. Nach Umwandlung der Opel-Werke in eine AG. im Jahre 1929 wurde Dr. Fritz Opel stellv. Vorsitzer des Aufsichtsrats. Seine erfolgreiche Tätigkeit beschränkte sich jedoch nicht nur auf das Opel-Werk. Auch in vielen anderen Zweigen der deutschen Wirtschaft wirkte er in gleicher Weise.
Gießener (Schlachtviehmarkt.
Zum gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 5 Ochsen, 6 Bullen, 26 Kühe, 37 Färsen, 114 Kälber, 245 Schweine, und 3 Schafe aufgetrieben.
Preise: Ochsen 41 bis 44 Pfennig, Bullen 36 bis 42 Pfennig, Kühe 17 bis 42 Pfennig, Färsen 38 dis 4.3 Pfennig, Kälber 30 bis 63 Pfennig, Schafe 40 Pfennig je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr)' 1,18 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,16 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,14 RM. Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,10 RM., Klasse d—f (unter 100 kg) 1,04 NM., Klasse gl und i (fette Specksauen und Abschneider) 1,12 RM., Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,08 RM.
Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber und Schafe ausverkauft.
Rhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse uneinheittich.
Frankfurt a. M., 30. Aug. Die Börse setzte am Aktienmarkt mit ruhigem Geschäft und uneinheitlicher Kursentwicklung ein, da die gestern mit Vorkäufen aufgetretene Kulisse wieder kleine Glattstellungen tätigte infolge der weiteren Zurückhaltung der Privatkundschaft. Später erfolgten erneut Deckungen und Rückkäufe, so daß die anfangs zu verzeichnenden Einbußen vielfach wieder ausgeglichen wurden und die Geschäftstätigkeit auf einzelnen Gebieten eine leichte Zunahme aufwies. Im allgemeinen hielten sich die Abweichungen Zwischen 1 bis 2 v. H. Einige, an der gestrigen Befestigung nicht teilgehabte Papiere lagen bis zu 2 v. H. höher. Zu nennen wären Zellstoff Waldhof mit 131,50 (129), Schuckert mit 161 (159,50), Rütgers- werke mit 140 (138), Holzmann mit 143 (141,50), andererseits waren AG. für Verkehr weiter gestei- gert auf 115 (113). Von Montanwerten gewannen Hoesch 1 v. H. auf 103,)0, hingegen ermäßigten sich Mannesmann auf 100,40 (102), Rheinstahl auf 1I6
(127,50) und Vereinigte Stahl auf 97,50 (98,50). Niedriger lagen auch IG.-Farben mit 144,25 (145,50), Daimler mit 123,50 (125), Gesfürel mit 123 (125,50) und u. a. Demag mit 135 (136). Im Verlaufe erholten sich IG.-Farben auf 145,25, Vereinigte Stahl auf 98, Gesfürel um 2 v. H. auf 125, Bemberg auf 122 nach 121,25.
Der Rentenmarkt lag still. Reichsaltbesitz 0,13 o. H. erholt auf 129,50, Kommunal-Umschul- dung 5 Pf. höher mit 94,35. Städte-Altbesitz gewannen 0,25 v. H. auf 135,75. Pfandbriefe hatten ruhiges Geschäft, Liguidationspfandbriefe lagen uneinheitlich. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert. Industrie-Obligationen hatten ruhiges Geschäft und keine einheitliche Haltung. Von Reichstiteln erhöhten sich 5,5prozentige Pounganleihe auf 101,65 (am 27. Aug. 101,25).
Im weiteren Verlaufe machte die Erhöhung am Aktienmarkt unter Schwankungen Fortschritte, da weiteren kleinen Anschaffungen der Kulisse kaum Angebot gegenüberstand. Teilweise wurden die ersten Kurse bis zu 2 v. H. überschritten, im Durchschnitt lagen die weiteren Besserungen bei 0.50 bis 1 o. H. U. a. notierten IG -Farben 145,50, Verein. Stahl 98,25, Felten 126,75 nach 124,13, Conti Gummi 186 bis 189,50 (185), Demag 137 nach 135, Daimler 125 nach 123,50, AEG. 107 nach 106, Gesfürel wie am Vortag 125,50 nach anfangs 123 ufw. Sehr fest lagen Scheideanstalt mit 205 (200,25), andererseits Salzdetfurth Kali 134 (136).
Der Freiverkehr war still und unverändert, etwas niedriger Verein. Fränk. Schuh 64 bis 66 (65 bis 67). Tagesgeld unv. 2,50 v. H.
Abendbörse freundlich.
An der Abendbörse verstärkte sich die freundliche Haltung des Aktienmarktes. Bei kleinen Käufen der Kundschaft und noch mäßigen Anschaffungen der Berufskreise gestaltete sich das Geschäft teilweise lebhafter. Größtenteils ergaben sich gegenüber den festen Mittagsschlußnotierungen weitere Erhöhung-m meist unter i v. H., womit die Berliner Notierungen vielfach überschritten wurden. Von Montanwerken stellten sich Klöckner bei kleinem Bedarf zum Einheitskurs auf 112 (110,50), Vereinigte Stahl zogen von unverändert 99 auf 99,25 und Hoesch von 104,50 auf 104,75 (104), sowie Mannesmann auf* 102 (101,40) an. Durchweg höher lagen ferner Elektrowerte, Gesfürel 126,50 (125,50), Licht & Kraft 127.50 (126,50), AEG. 107,75 (107), Bekula 143,50 (143), RWE. 116 (115,75), auch Maschinenaktien körnen zumeist 0,50 v. H. höher an, Adlerwerke um 0,75 v. H. auf 100, aber Daimler 0,50 v. H. niedriger mit 125. JG.-Farben blieben mit 146 (Berlin 145,65) voll behauptet, Goldschmidt 0,75 v. H. fester mit 124.75, Metallgesellschaft plus 0,50 vH. auf 120,50, Scheideanstalt unv. 205. Von sonstigen Papieren stiegen Westdeutsche Kaufhof auf 93,90 (92,25), Berger Tiefbau auf 140 (139), Holzmann auf 144,50 (144); Südd. Zucker mit 208 und AG. für Verkehr mit 116 lagen unverändert. Der Rentenmarkt war still. Farben-Bonds gewannen 0,40 o. H. auf 122, 5proz. Mark Komm. I nach Pause 101,25 (100). Im Freiverkehr Kommunal-- Umschuldung unverändert 94,35.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Aug. Auftrieb: 560 Kälber (gegen 662 am 23. 8.), 235 (131) Hümmel und Schafe, 3557 (3362) Schweine. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 56 bis 59 (56 bis 59), c) 46 dis 50 (46 bis 50), d) 35 bis 40 (35 bis 40); Hammel b2) 50 bis 52 (50 bis 52), c) 40 bis 45 (40 bis 45); Schafe a) 38 bis 42 (38 bis 42), b) 36 (36), c) 23 bis 32 (20 bis 32); Schweine a) 60 (60), al) 59 (59), b2) 58 (58), c) 56 (56), d) 53 (53); Sauen gl) 57 (57), g2) 55 (55). — Marktverkauf: Kalber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Sckafe mittelmäßig.
„Nordwind" und „Nordmeer" überflogen erneut den Nordatlantik.
Das Montag um 1 Uhr von Horta nach Neuyork gestartete Flugzeug „Nordwind" erreichte nach einer Flugzeit von 15 Stunden und 13 Minuten mit der Besatzung Schirrmacher, v. Engel, Rösel und Stein Neuyork. — Das Gegenflug- zeug „Nordmeer" mit der Besatzung Blankenburg, Blume, Eger und K u p p e r s , das Dienstag um 0 Uhr von Neuyork nach Horta gestartet war, erreichte um 15.55 Uhr fein Ziel auf den Azoren und war demnach 15 Stunden und 55 «Minuten unterwegs. — Es ist erfreulich festzu- stellen, mit welcher planmäßigen Pünktlichkeit auch diese beiden letzten Nordatlantikflüge über die 4000 Kilometer lange Ozeanstrecke von der Lufthansa mit Blohm- und Voß-Flugzeugen ausgeführt werden konnten.
Schwere Unwetter im Ruhrgebiet.
Heber dem Ruhrgebiet gingen heftige Gewit - ter mit wolkenbruchartigen' Regengüssen nieder, die erheblichen Schaden anrichteten. In Essen-Stadt- wald wurde eine Frau, die unter einem Baum Schutz gesucht hatte, vom Blitz getötet. In Essen- Altenessen brach der Damm eines Abwasserkanals. Ein in der Nähe gelegener Bauernhof sowie zwei Wohnhäuser wurden überflutet, so daß die Bewob- ner in aller Eile Vieh und Mobiliar in Sicherheit bringen mußten. Die Stadt Bottrop wurde besonders schwer heimgesucht. Dort wurden ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt. Vier Häuser, die von den Fluten unterspült waren, mußten wegen Einsturzgefahr geräumt werden. An einem der Häuser ist bereits die Giebelwand eingestürzt. Auch in Gladbeck stehen über 300 Häuser unter Wasser.
Ein franzüsisches Militärflugzeug ist während eines Uebungsfluges in der Nähe von Reims auf einen Hügel aufgestoßen. Der Beobachter wurde sofort getötet, der Pilot schwer verletzt.
Der Löwe in der Kirche.
In Sittard in der holländischen Provinz Limburg gelang es einem Zirkuslöwen, sich bei der Reinigung seines Käfigs aus dem Staub zu machen. Er trottete gemächlich zwischen den vielen Kirmes- roagen, die auf dem Marktplatz aufgefahren waren, hindurch und betrat die überfüllte Kirche, in der gerade die Festmeffe gelesen wurde. Unbeeindruckt von der Panik um ihn herum, schritt der Lowe auf den Altar zu und legte sich unter völliger Verkennung seiner Umgebung ruhig davor nieder. Dem herbeigerufenen Zirkuspersonal gelang es, den Eindringling mit Stricken und Tauen wieder aus der Kirche herauszuziehen. Das gefiel dem dreijährigen Tier gar nicht, doch blieb es friedfertig. Inzwischen mar auch sein zweiter Käfiggenosse ausgebrochen. Er ließ sich ebenfalls wieder einfangen, doch wußte er in einem unbewachten Augenblick zwischen den Zelten und Wagen erneut zu verschwinden. Der amtierende Geistliche hielt es desbalb für besser, die Messe bei geschlossenen Kirchentüren fortzusetzen.
Fallschirmspringer zu Tode gestürzt.
Ein tödlicher Unfall ereignete sich auf dem Warschauer Flugplatz. Bei einem von der Luftschutzliga veranstalteten Fallschirmspringen aus dem Flugzeug öffnete sich der Fallschirm eines Teilnehmers nicht. Der geistesgegenwärtige Springer versuchte den zweiten Fallschirm zu öffnen, doch verschachtelten fick; die beiden Schirme so unglücklich ineinander, daß sich auch der zweite Schirm nicht öffnete und der Unglückliche beim Absturz ums Leben kam.
lleberschwemmungsgesahr am NU.
Die Hochflut des Nils hat bereits in verschiedenen Städten den Gefahrenpunkt erreicht. Tag und Nacht wird an der Verstärkung der Dämme gearbeitet, die an zahlreichen Stellen zu brechen drohen. Aus Oberägypten und dem Sudan liegen bereits Meldungen von Ueberschwemmun- gen vor. Trotz der Deffnung der Schleusen steigt der Strom weiter. Die ungewöhnlich starken Regenfälle am Oberlauf des Nils halten an.
Dammbruch in Indien fordert 30 Todesopfer.
Üßie aus Lucknow im nördlichen Vorderindien berichtet wird, ist im Staate Tehri Garwahal ein Damm, der den Nima-Fluß aufstaut, geborsten. Die Wassermassen stürzten in die Ebene und zerstörten eine Anzahl Dörfer. Bisher find 3 0 Leichen geborgen worden. Hunderte von Personen werden noch vermißt.
Schwere Unwetterschäden in Mexiko.
T^r mexikanische Staat Nuevo Leon ist von einem U n w e 11 e r schwer heimgesucht worden. Die Industriestadt Monterrey ist besonders in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Hochwasser des Katarina-Flusses hat weite Teile der Stadt über- schwemmt. Durch Zerstörung von Eisenbahnbrücken ist der Bahnverkehr zwischen Ciudad Victoria und Monterrey unterbrochen. Die Bahnlinien in ganz
logenbfoielrunben um die Vamimeisterschafi Fußball und Handball.
Lich; Lollar II.—SA.-Kampfgerneinschaft; Garben- teich—Leihgestern.
30. Oktober: Großen-Linden — Hungen; Lich — Garbenteich; Steinbach—Lollar II.; Leihgestern— SA.-Kampfgerneinschaft.
6. November: Hungen—Muschenheim; Garbenteich — Steinbach; SA.-Kampfgerneinschaft — Lich; Leihgestern — Großen-Linden.
13. November: Lollar II.—Garbenteich; Muschenheim—Lich; Steinbach—Leihgestern; SA.-Kampf- gemeinschaft—Hungen.
20. November: Hungen—Garbenteich; Großen- Linden—Lollar II.; Leihgestern—Lich.
27. November: Garbenteich—SA.-Kampsgemein-
Den Vereinen des DRL. sind im Juli die Ausschreibungen für die Spiele um die Bannmeisterschaft in Fuß- und Handball zugegangen. Meldeschluß war der 27. August. Da das Meldeergebnis bis jetzt weit hinter dem des vergangenen Jahres zurückgeblieben ist, sollen die nachfolgenden Zeilen für die nötige Aufklärung sorgen.
An die Stelle der früheren Kreismeisterschaften sind für die Jugend die Bannmeisterschaften getreten. Das bedeutet gegen früher lediglich eine andere gebietsmäßige Einteilung. Die Spielrunden werden jetzt von'den Bannfachwarten, die an die Stelle der früheren Kreisjugendfachwarte getreten find, im Auftrag der Hitler-Jugend m engster Zusammenarbeit mit den Kreisfachwarten des DRL. ausgetragen. Da der Bann 116 (Wetterau) die politischen Kreise Gießen und Friedberg umfaßt, hat es sich als notwendig erwiesen, für die stark vertretenen Sportarten zwei Bannfachwarte einzufetzen.
An den Spielrunden um die Bannmeisterschaft nehmen wie früher die Jugendmannschaften der Vereine teil. Da alle Jugendlichen der HI. angehören müssen, führt die Vereinsjugendmannschaft den Namen „HJ.-Mannschaft des Vereins HJ.-Einheiten stellen nur dort eigene Mannschaften auf, wo fein Verein des DRL. besteht, der diese Spiele betreibt. Daraus ergibt sich für jeden
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