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Die Jagd im August

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Hühnerjagd wochenlang daheim verbummelt. Der erste Tag kommt und wird, anstatt zu einem Tage der Freude, zu einem des Aergers. Die Hühner werden herausgestoßen, der Hund prellt nach, jeder Hase wird auf Kilometer begleitet, dann ift der Hund ausgepumpt und kann nicht mehr suchen. All dies und noch manches andere spart sich der Weid­mann, der einmal sich die Zeit nimmt, wenn die Jagd noch zu ist, und über die Felder geht, sich seinen Hund wieder in die Hand arbeitet und zu­gleich lernt, wo seine Hühner liegen. Wer so vor­bereitet am 25. August hinauszieht, der wird wirk­liche Weidmannsfreude empfinden. Kehrt aber der Jäger abends zum Dorf zurück, den Galgen voll Hühner, dann kommt er am Dreschplatz vorbei, wo schon seit Wachen die Maschine brummt. Hoch türmt sich die Spreu,- und unter der Maschine sammelt sich das, was an zerbrochenen Körnern und Un­krautsamen aussortiert wird. Wenig wertvoll für den Bauer, im höchsten Maße willkommen für den Jäger. Denn auf die schönen heißen Sommer- und

weil sich die Gurken dann über den Winter hinaus halten, nicht welch werden und nicht schimmeln.

Sonntag, 31. Juli.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8: Reichssendung: Tag des Bundes. Der Festzug und Vorbeimarsch der Teil­nehmer am Deutschen Turn- und Sportfest Breslau 1938 auf dem Schloßplatz. 11: Aus dem Dom zu Salzburg: Krönungsmesse von W. A. Mozart, für Chor, Soli, Orchester und Orgel (Werk 317). 11.40: Hochzeitsmusik von Jensen. 12: Mittagskonzert. 14: Für unsere Kinder. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15: Steh' auf hohem Berge, schau in das Tal hinunter. Eine Sendung der Jugend. 16: Reichssendung: Die Schlußkundgebung und Siegerehrung des Deutschen Turn- und Sport­festes Breslau 1938. 21: Blasmusik. 22: Nachrichten. 22.15: Groß-Flugtag in Frankfurt a. M. 22.30: Un­terhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.

Montag, 1. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: lieber-' tragung nach Saarbrücken: Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.50: Die Neunmalklugen. Eine kleine, nachdenkliche Plauderei. 11.45: Volk und Wirtschaft. Die neue Arbeitszeitordnung. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir... 16: Nachmittagskonzert. Bunte

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nimmt. Wenn diese jetzt leerer und unruhiger wer­den, wachsen auch die Aussichten auf Weidmanns­heil auf die Sauen.

Die Wildenten werden immer mehr schuß­bar und damit für den Jäger begehrenswert. Bald liegen sie auf schilfumgürteten Teichen und Seen und müssen getrieben werden, bald ist es der brave Hund, der in ihre Deckung im Röhricht einbringt und die Breitschnäbel hochmacht, bald verspricht die Pirsch oder der abendliche Anstand an dusch- und baumbekränzten Bächen mehr Erfolg, und schließ­lich bringen Erbsen-, Gersten- und Haferäcker, auf denen die Enten im Abenddämmern oder in der Morgenfrühe einfallen, mitunter ungeahnten Erfolg.

Groß ist die Zahl der Ringeltauben, der einzigen jagdlich frei gegebenen Wildtaube, die man zu sehen bekommt. Vor allem in der Nähe von Wassern, dann in Wiesen mit mancherlei Dolden­gewächsen, deren Samen sie lieben (Kümmel und Anis sind geradezu Kirrmittel für sie, neben Salz), trifft man sie jetzt an. Steht das Getreide auf Haufen, so sitzen sie oben darauf oder halten auf den Stoppeln Nachlese. Werden nach dem Roggen Erbsen zur Gründüngung gesät, so nehmen sie gern die Samen auf, die nicht unter die Erde kamen. Der Jäger, der seine Augen aufmacht und auf ihre Gewohnheiten achtet, der auch die Bäume kennt, wo sie ihre Mittagsruhe zu halten pflegen, der wird oft Gelegenheit zum Schuß finden. Junge und alte Tauben sind es, die er dort trifft. Bei den Jungen fehlt der weiße beiderseitige Halsfleck noch, der der Taube ihren Namen gegeben hat. Es empfiehlt sich, zunächst nur diese Jungen zu be- jagen, nicht nur weil sie zärter sind und besser schmecken, sondern auch weil die Tauben vielfach noch eine weitere Brut machen, die zugrunde gehen würde, wenn die Alten abgeschossen werden.

Auch die Sumps schnepfen, die der Jäger meist unter dem Namen der Bekassinen kennt, und die Brachvögel sind wieder frei.

Vor allem aber winkt ab 25. August die Hüh­nerjagd! Dann sind die Getreidefelder leer, die Rüben, Kartoffeln und der Klee aber bieten noch Deckung genug. Und in flüchtiger Quersuche sucht der Hund über die Felder dahin, steht seinem Herrn die für diesen im hohen Kraut unsichtbaren Hühner vor und bringt schließlich die geschossenen. Eine unserer schönsten Jagdarten, wenn Herr und Hund ihr Handwerk verstehen und aufeinander eingespielt sind. Wie oft aber ist der Hund gerade vor der

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Dienstag, 2. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym- nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 11.45: Um sere Rohstoffversorgung. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Walter Hänse singt. 15: Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.10: Lebenswege deutscher Künst« ler (I.). Franz Völker, Elly Ney, Maria Müller, Ru. dolf Bockelmann. 20: Nachrichten. 20.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabendmusik. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.

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Y Wißmar», 30. Juli. Am morgigen Sonn- tag, 31. Juli, kann die Witwe Karoline Drom« mershausen, geborene Drommershausen, in aller Rüstigkeit ihren 8 0. Geburtstag feiern.

Wenn im Feld die Sense singt und die Mäh­maschine rattert, wenn hochbeladene Wagen zum Dorfe schwanken, bann erreicht die Brunft des Rehwildes ihren Höhepunkt. Und so steht in unseren heimischen Rehrevieren das Weidwerk im August im Zeichen der Jagd auf den roten Bock. War es seither recht still draußen und spielte sich die Brunft im Juli vorwiegend in den Feldern ab, die das Wild der Beobachtung durch den Jäger vielfach entzogen, so wechselt nun, wenn es draußen Überall unruhig ist, das Rehwild wieder zum Walde zurück. Aber die Unruhe steckt ihm auch im Blute, und überall, wa nur ein nennenswerter Rehstand vorhanden ist, kann man fast zu jeder Tagesstunde, ja sogar in Dollmondnächten, suchende oder treibende Böcke bestätigen. Nun gilt es, den Abschuß durch­zuführen. Zu den Abschußböcken, die vor allem daran glauben müssen, gesellen sich auch starke, die allerdings nur in wesentlich geringerer Zahl zum Abschuß freigegeben wurden.Unter demstarken Bock verstehen die hessischen Richtlinien einen Bock, der wesentlich über dem Durchschnitt der Sechser­böcke eines Reoieres steht. Wenn Zweifel darüber bestehen, ob ein Bock diesen Ansprüchen genügt, dann sollte man ihn leben lassen. Denn dies kommt nur der Güte des ganzen Reoieres zugute. Lieber nehme man statt seiner einen Abschußbock weg, wozu der Abschußplan ja die Ermächtigung gibt. Es kann fein Zweifel darüber bestehen, daß wir das Ziel einer Verbesserung der Qualität auch beim Rehwild um so eher erreichen, je gründlicher und kompromißloser wir alles leben lassen, was irgend­wie gute Anlagen zeigt, und umgekehrt alles ab- schießen, was dessen wegen schlechter Veranlagung würdig erscheint. So stehen die nächsten zwei Wochen im Zeichen der Blattjagd, die so außer, ordentlich interessant ist und auch so viele Möglich­keit bietet, zum Schuß zu kommen.

Im R 0 t w i l d revier aber bringt der August den Aufgang der Jagd auf den edlen Hirsch, der in der Feiste steht und an bas Können des Weidmannes, der ihn bejagen will, besonders hohe Anforderungen stellt.Der Feisthirsch ist das Nachtgespenst, das du nur ahnst, das du nicht kennst", so hat ihn einmal einer von der grünen Farbe charakterisiert. Gerade deswegen aber gilt sein Jagen auch als die Krone deutscher Jagd.

Solange das Getreide auf dem Halm stand, war es erschwert, das Schwarzwildzu bejagen, das ost feinen Tageseinstand sogar in den Feldern

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sonnigen Herbsttage folgt der Winter mit Eis und Schnee. Nur dann wird er Galaen voll Hühner ernten" können, wenn er ihnen hilft, den Winter gut zu Überstehen. Das was er dazu braucht, ist eine Spreumatratze in der Fütterung und Hinter, körn zum Einstreuen. Das ist das beste Futter für seine Hühner und belastet zugleich unsere Wirt, schäft in keiner Weise, wie das der Fall sein würde, wenn vollwertiges Getreide zur Verfütterung käme. Drum jetzt schon weiter sehen als bis zum nächsten Jagdtag und gesichert, was man braucht, um seiner Hegerpflicht im Winter genügen zu können. Wer davon ein paar Sack, je nach Reviergröße, sein eigen weiß, der kann ruhig dem Winter entgegen, sehen. Wer aber jetzt nicht daran denkt, wird ver- gebens danach suchen, wenn die Not da ist.

Bereits im Vormonat wurde auf die Notwendig, feit hingewiesen,' den Dachs kurz zu halten. Noch sind die Abend warm und hell genug, daß man bei gutem Licht noch auf dem Bau zum Schuß kommen kann. Hubertus.

Tiere mit Gefühl und Verstand

Eine allgemeinverständliche Darstellung der Forschungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit praktischen Dersuchsanleitungen von Dr. Werner Fische!, Leiter der Forschungsstelle für Tierseelenkunde am Westfälischen Zoologischen Carlen zu Münster. feder, der mit Tieren zusammenlebt, seien es Hunde. Katzen, Pferde und sonstige Haustiere, die Bewohner eines Aquariums, Stubenvögel oder Tiere in freier Wildbahn, ieder Naturfreund überhaupt hat wohl schon Beobachtungen gemacht, die ihn zu der Frage anregten, ob man bei Tieren Gefühl und Verstand, ob man bei ihnen eine Seele voraussetzen darf. Die tierseelenkundliche Forschung ist dieser Frage nach den Ver­standesleistungen und Gefühlsregungen, nach dem Seelenleben der Tiere nachgegangen und dabei zu beachtlichen Ergebnissen gelangt. Der Verfasser dieses Buchesf ein Ver­treter dieses jungen Zweiges der Wissenschaft, bietet hier in lebendiger, für jedermann verständlicher Darstellung anhand zahlreicher anschaulicher Bilder eine volkstümliche kleine Tierseelenkunde, wie sie jedem Tierfreund willkommen sein dürfte. Dem Hund und seiner Abrichtung ist ein besonderer Abschnitt gewidmet. Im übrigen ist der Inhalt des Buches sehr vielseitig. Die Berichte erstrecken sich auf Versuche mit Tieren aller Artin allen Regionen der freien Natur wie im Haus und Hofund in zoologischen Gärten.

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