Verhütet Dal-brände!
Aus der engeren Heimat
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bahn beschäftigte 28jährige Erdarbeiter Albert Suppe s erlitt erhebliche innere Verletzungen, mutmaßlich einen Bruch des Lendenwirbels. — Einen weiteren Unfall bei seiner Arbeit zog sich der auch an den Reichsautobahn beschäftigte Arbeiter Immer- voll aus Aalfang in Rieder-Oesterreich, der an der Baustelle bei Rieder-Gemünden beschäftigt ist, zu. Er erlitt eine schwere Schlagaderverletzung am rechten Oberschenkel, die eine sofortige Operation .notwendig machte. Der bedauernswerte Mann liegt in bedenklichem Zustande danieder. Sämtliche Verun-
So fahren wir „116er" in diesem Jähre an bifc untere Lahn. Am 8. Juli steigt die große Sache! Ein Sonderzug bringt uns bis Limburg. Von dort
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Ortschronik und Dorfbuch.
LPD. Durch Erlaß des Reichsinnenministers ist den Gemeindeverwaltungen empfohlen worden, über das Leben der Gemeinde eine Chronik zu führen, für die inzwischen Richtlinien geschaffen wurden. Chronikbücher sind von verschiedenen Verlagen herausgegeben worden. In der „Landgemeinde" wird zur Beseitigung von Zweifeln nochmals festgestellt, daß das vom Deutschen Dolksbildungswerk in Verbindung mit dem Reichsnährstand, dem RS.-Lehrer- bund und der Hitler-Jugend herausgegebene Dorfbuch keine Ortschronik in diesem Sinne ist, sondern eine Materialsammlung für die Arbeit der Erwachsenenbildung. Das Dorfbuch könne aber die Ortschronik wirkungsvoll ergänzen und verdiene daher die Mitarbeit der Gemeindeverwaltungen.
Unfälle auf dem Lande.
Zwei Stunden Lachen mit Gustav Jacoby!
Sustav Jacoby gibt am Freitag, 1. Juli, im Stadt- thiater einen heiteren Abend. Gustav Jacoby wird auch in Gießen wieder Freunde finden. Beginn 2015 Uhr, Ende 22.15 Uhr.
Lerkehrsunfall zwischen Gießen und Steinbach.
Kommandeur nicht mehr na, und ihr » nicht, bis । alle Kabi» den Major
glückten mußten in die Chirurgische Klinik Gießen gebracht werden.
Feuerwehrprobe
in Watzenborn-Steinberg.
Gchwurgen'cht Gießen.
Gestern hatte sich das Schwurgericht zum zweiten Male mit dem Karl Wick aus Köppern wegen Meineids zu befassen. Der Angeklagte war bet der letzten Schwurgerichtsperiode im Frühjahr d. I. wegen Meineids unter Einbeziehung einer früheren Strafe wegen Verleitung zum Meineid in Höhe von zwei Jahren zehn-Monaten Zuchthaus zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus verurteilt worden. Auf feine Revision hin hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung an das Schwurgericht zurück.
Der Anklage lag im wesentlichen folgender Sachverhalt zugrunde: Der Angeklagte, der gelähmt ist, war längere Zeit als Berater eines Landwirtes bei Köppern tätig und verkehrte täglich in dessen Haus- halt. Als dieser im Jahre 1934 in finanzielle Schwie- rtgkeiten geriet, wandte er sich an seinen in Westalen lebenden Bruder mit der Bitte um Unterstützung. Dieser traf auch alsbald in Köppern ein, wo er sich ebenfalls ankaufen wollte. Seine erste Tätigkeit bestand darin, dem in Rot geratenen Bru- der aus dem Gröbsten herauszuhelfen und die drin- gendsten Verbindlichkeiten abzudecken. Er schaffte unter anderem mehrere Stück Vieh an, und zwar ein Schwein, einen Anbinder, eine Fahrkuh und ein Rind. Diese wurden in dem Stall des bei Köppern ansässigen Bruders untergestellt. Es kam aber bald zu Differenzen zwischen den Brüdern, so daß der aus Westfalen Zugereiste das Vieh aus dem Stalle seines Bruders herausholte und verkaufte. Nunmehr strengte dieser auf den Rat des Angeklag- ten gegen den andern einen Prozeß auf Heraus- gäbe des Viehs bzw. Schadensersatz an. Der Pro- Zeh lief zunächst am Amtsgericht Friedberg, wurde aber bald an das hiesige Landgericht verwiesen. Der Kläger stützte seine Klage in erster Linie auf dte Behauptung, daß der beklagte Bruder ihm das Vieh geschenkt und nicht, wie dieser behauptete, lediglich in seinem Stalle untergestellt habe. Diese Angaben wurden von dem Angeklagten sowohl in Friedberg als auch in Gießen beschworen. Weiterhin war es vor dem Prozeß zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern gekommen, tn deren Verlauf der Angeklagte zu dem Kläger gesagt haben soll: Wenn ich einen solchen Bruder batte, hätte ich ihm schon längst mit der Axt den Schädel eingeschlagen! Diese Vorgänge kamen in dem Prozeß ebenfalls zur Sprache, wurden jedoch von dem Angeklaaten gleichfalls unter Eid abge- stritten. Der aus Westfalen zugezogene Bruder bekundete damals ebenfalls unter Eid, daß er die Kühe feinem Bruder nicht geschenkt, sondern nur in dessen Stall untergestellt habe. Er beschwor überhaupt in den Hauptpunkten das Gegenteil von dem, was der Angeklagte beschworen hatte. Das Gericht gab, da gewisse Momente hierfür sprachen, dieser Darstellung den Vorzug und wies daher die Klage ab.
Diese Vorgänge führten zur Einleitung des nunmehr anhängigen Verfahrens. In der gestrigen Hauptverhandlung bestritt der Angeklagte wieder- um die ihm zur Last gelegten Verfehlungen und hielt seine damals vor Gericht beschworenen Aussagen aufrecht. Seine weitere Behauptung ging da- hin, daß die Aeußerung vom „Schädeleinschlaqen", sofern sie überhaupt gefallen sei, erst viel spater, und zwar längst nach dem Termin gefallen fein könne. Zur Klärung dieser recht verwickelten Dor- gänge waren über 20 Zeugen aufqeboten, so daß die Beweisaufnahme den ganzen Verhandlungstag in Anspruch nahm. Die beiden feindlichen Brüder hielten insbesondere auch gestern wieder ihre gegenteiligen DnrMungen aufrecht und wurden auch daraufhin beeidigt.
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Der 32jährige Schlosser Gustav Krieger Rüddingshausen zog sich, bei einem Sturz seinem Auto, eine Gehirnerschütterung und _____
Rückenprellung zu. — Der an der Reichsautobahn beschäftigte Vinzenz Jmmerode aus Orünberg erlitt bei seiner Arbeit einen Bruch des rechten Oberschenkels. — Der ebenfalls bei der Reichsauto
den Buchum»' igsboot tanzt !IL Der Hirn- itz zuckt weiß, munb Rüstig
Schwache Heidelbeer-Srnte im Westerwald.
LPD. R e u w i e d , 28. Juni. Eine Einnahme von besonderer Bedeutung stellt für viele Dörfer des Westerwaldes die Heidelbeerernte dar, haben doch mele von ihnen in guten Jahren Einnahmen von mehreren tausend Mark zu verzeichnen. Leider ist in diesem Jahre ein starker Ausfall zu erwarten, da die ungünstige Witterung und insbesondere der Frost im Aprtl und Mai großen Schaden angerichtet haben. Dte Ernte, die tn den nächsten Tagen beginnt, wird also wett hinter dem Normalertrag Zurückbleiben und dadurch für die Bevölkerung des Westerwaldes einen erheblichen Verdienstaussall bringen. -
dann 116 wieder aus Hessen-Aajsau-Fahrl
800 Hitlerjungen fahren an die untere Lahn.
Dornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Sloria-Palast, Seltersweg: „Eifersucht". — Reichs-
* Watzenborn-Steinberg, 30. Juni. Der gestrige Mittwoch brachte für unsere Einwohnerschaft bereits ein recht eindrucksvolles Vorspiel für den Kreisfeuerwehrtag am kommenden Samstag und Sonntag. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr unternahm eine große Hebung, die sie am kommenden Sonntag vor einer großen Anzahl von Feuer- wehrkameraüen zu zeigen haben wird. Darüber hinaus aber fand auch eine Hebung mit vier Motorspritzen statt, mit deren Einsatz aus Zwölf Strahlrohren Wasser gegeben werden konnte. Die Hebung ließ erkennen, das der kommende Sonntag ein feuerwehrtechnisches Schauspiel nicht alltäglicher Art bringen und beweisen wird, daß die Feuerwehren des Kreises Gießen' zu einem außerordentlichen Leistungsstandard entwickelt worden sind.
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Die Fahrt ist die Ausdrucksfqrm des heutigen Wanderns, sie führt uns zur zukünftigen Erziehung: zum Schauen und Erleben unserer Heimat als der Quelle zu Blut und Boden.
Zum zweiten Male führt die Hitler-Jugend in unserem Gebiete ihre große Fahrt, die Hessen- Nassau-Fahrt, durch. 60 000 Jungen des Gebietes Hessen-Nassau erlebten im vorigen Jahre ihre Heimat auf Fahrt und Lager. Eine noch größere Anzahl wandert in diesen Monaten hinaus in die schönsten Teile unseres Gaues. Jungbauern, Jungarbeiter und Schüler: Hitlerjungen fahren hinaus, durchstreifen die Heimat, lernen deren Vielgestaltigkeit und Schönheit kennen und finden sich dann zu einer aufrichtigen Kameradschaft zusammen, die über die Jugendjahre anhalten wird.
rzünden von Feuer, durch ungenügende Beaus- iytigung angezündeten Feuers, durch Fortwerfen nennender oder glimmender Gegenstände oder auf 'dere Weise in Brandgefahr bringt. Daneben be- lhen ortspolizeiliche Vorschriften, die das Feuer- Oachen, Rauchen und Wegwerfen brennender oder tfmmenber Zündhölzer oder Rauchwaren, sowie Is Ausklopfen brennender Tabakpfeifen in den Salbungen, deren Hmkreis bis zu 90 Meter und if den durch die Waldungen führenden Straßen 'd Wegen verbietet und Geldstrafen dis i 150 Mark bzw. Haft bis zu 14 Tagen ir Hebertretungen androht. Wer eine dieser gesetzten Bestimmungen verletzt'und auf frischer Tat * i itroffen oder verfolgt wird, kann durch jedermann Lne richterlichen Befehl vorläufig festge- no m m e n werden, wenn er der Flucht verdächtig is ober wenn seine Persönlichkeit nicht sofort fest» jifteüt werden kann.
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Lerkehrsunfall mit Todesfolge.
*Grebenhain,29. Juni. Der hiesige 32 Jahre alte Kraftfahrer Karl Hf i n g e r erlitt dieser Tage infolge eines Autozusammenstoßes einen schweren Ober» und einen ebenfalls schweren Hnterschenkel- bruch, soxvie eine erhebliche Verletzung des Kniegelenkes. Der bedauernswerte Mann mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Am heutigen Donnerstag erlag er den erlittenen Verletzungen.
Landkreis Gießen.
* Lollar, 29. Juni. Hier läuft zur Zeit ein Lehrgang des Mütterdienstes in Gesun>heits- lchre und häuslicher Krankenpflege, den Schwester 3o je fine Englert leitet. 23 junge Frauen und Mädchen, auch Mitglieder der Jugendgruppe, nehmen an dem Kurs teil. gfs.
chSaasen, 29. Juni. Der Gesangverein „Heiterkeit-Sängerkranz" Großen-Buseck weilte am letzten Sonntag bei dem hiesigen Gesangverein „Eintracht" zu Gast. Der 1. Vorsitzende des Großen-Busecker Vereins, L. Wagner, ist ein Sohn unserer Gemeinde. So ließen es sich seine Sänger nicht nehmen, ihn und seine Eltern durch einige schöne Lieder vor seinem Geburtshause zu ehren. Die gut zu Gehör gebrachten Lieder ernteten bei den dankbaren Zuhörern starken Beifall. Anschließend begab man sich ZU dem Kriegerehrenmal unserer Gemeinde um die Gefallenen des großen Krieges zu ehren. Man begab sich dann in die Gastwirtschaft Willi S ch e p p und verlebte bei abwechselnd vorgetragenen Liedern und sonstigen unterhaltsamen Vorträgen frohe Stunden. Der Ehrenpräsident des Busecker Vereins bankte für die freundliche Aufnahme und lud den hiesigen Verein für nächstes Jahr zu einem ähnlichen Fest nach Großen-Buseck ein.
+ Eberstadt, 29. Juni. In unserer Frauen- schäft und in Dorf-Gill wurde ein Hauswirt- schaftlicher Abend veranstaltet, wobei der Film „Neuzeitliches Einkochen" gezeigt wurde. Die Frauen folgten mit großer Aufmerksamkeit und nahmen mantfie Anregung mit nach Hause. Der Abend war sehr gut besucht. gfs.
* Stangenrod, 29. Juni. Ein Hauswirt- schaftlicher Nachmittag vereinte die Mitglieder von Frauenschaft und Frauenwerk. Die Abteilungsleiterin sprach über das Thema „Aus alt wird neu". Anschließend wurde ein gemeinsamer Ausflug zum Autobahnlager unternommen und das Lager besichtigt. gfs.
* Trais-Horloff, 29. Juni. Die Abteilung Volkswirtschaft/Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk führte hier einen Kochabend durch. Es wurde die Herstellung zeitgemäßer Gerichte gezeigt. Am Pflichtabend sprach die Leitern der Abteilung Grenüand-Ausland über: „D»r nach Großdeutschland". Es wurde eine Spende gesammelt für den Kameradschaftsgau Oberschlesien. gfs.
möglichst in den Schatten und setze sie nicht direkt der Sonne aus. Durch das an sich gutgemeinte dichte Verhängen der Ställe ist die Ausdünstung desto druckender. Auch mit dem Geflügel habe man an heißen Tagen Erbarmen. Vögel in Käfigen brauchen ein Wasserbad.
Gießener Dochenmorktpreise.
* (3 i e 6 e n , 30. Juni. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mk., Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11J4, Klasse D 10%, Enteneier 11% bis 12^, Wirsing, N kg 12 bis 15, Weißkraut 20, gelbe Rüben, das Bündel 10 bis 15, rote Rüben 12, Römischkohl, % kg 8 bis 12, Bohnen, grün, 30 bis 35, Erbsen 18 bis 28, Tomaten 35 bis 50, Zwiebeln 15 bis 20, das Bündel 10 bis 15, Rhabarber, % kg 10 bis 15, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 13 bis 15 Pf., Pfirsiche 50 bis 60, Himbeeren 50, Aepfel, ausländische, 60 bis 65, Kirschen 60, Stachelbeeren" 25 bis 30, Johannisbeeren 45, Erdbeeren 40 bis 50 Pf., Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf.
etwas freundlicher, aber Daimler 0,50 v. H. schwächer. Am Elektromarkt hatten Lechwerke bei größeren Hmsätzen eine Steigerung um 1.13 v. H., RWE. um 0,25 v. H. Gegen den letzten Frankfurter Kurs waren Siemens dagegen um 3,50, AEG. um 0,65 v. H. schwächer. Im einzelnen setzten Reichsbahn-Vorzüge ihre Erholung um 0,13 v. H. fort, Julius Berger gewannen 1,40 v. H., während Scheideanstalt, Metallgesellschaft. VDM. gut gehal- ten, Conti Gummi aber 1, Reichsbank 0,25 v. H. verloren.
Am Rentenmarkt trat weder in dem geringen Umsätze noch in der Kursentwicklung eine bemerkenswerte Veränderung ein. Die zertifizierte Kali- Anleihe war etwas höher mit 91,50 v. H. gesucht, Holland-Pfandbriefe auf die Umtauschvorhaben hin wiederum z. T. 4 bis 5 v. H. niedriger angeboten und ohne Nachfrage.
Der Börsenverlauf war ohne jede Anregung. Im großen und ganzen waren die Kurse gegenüber den ersten Feststellungen unverändert, IG.-Farben- industrie gaben allerdings 0,40 v. H. nach. Don den später notierten Werten waren Aschersleben 1,
Rhein-Mainische ®6rfe.
INillagsbörse weiter freundlich.
Frankfurt a. M., 29. Juni. Die Börse behauptete ihre freundliche Grundhaltung und hatte zu Beginn auch ein gut belebtes Geschäft. Ganz überwiegend konnten sich die Kurserholungen fort« setzen. Allerdings waren nach wie vor Abwicklungs- Verkäufe aufzunehmen, die bei einer Reihe von Papieren noch einen gewissen Kursdruck auslösten. Einige Spitzenwerte waren vernachlässigt, so JG- Farbenindustrie, die 0,25 v. H. schwächer einsetzten. Dagegen Montanwerte immer noch durch die Ausführungen des AR.-Vorsitzers von Klöckner angeregt und fester. Klöckner selbst stellten sich um 1,90, Hoesch um 0,75, Mannesmann 0,13 v. H. höher, während Verein. Stahlwerke um 0,13 v. H., Rheinstahl um 1 v. H. niedriger eröffneten. Maschinenwerte lagen uneinheitlich, Junghans erholten sich stärker um 3 v. H., Rheinmetall, Setter & Scherer, diese ausschließlich Dividende, gut gehalten, Demag 0.25, Eßlinger Maschinen 0 50 v. H. leichter. Von Automobilwerten Adlerwerke und BMW. eher,
Salzdetfurth 0,75 v. H. fester. Renten hatten keine Veränderung mehr. Der Pfandbriefmarkt lag wiederum sehr still, einzelne Industrie-Obligationen waren eher gefragt.
Kurz vor Monatsende erfolgten stärkere Abrufe am Geldmärkte, der Satz wurde auf 2,50 (2,25) d. H. erhöht.
Abendbörfe knapp behauptet.
Die Abendbörse hatte wiederum sehr wenig Umsätze, die Kurse lagen gegenüber dem Mittagsschluß teilweise nur knapp behauptet. Das wenige heraus- kommende Material fand nicht immer Aufnahme. IG.-Farbenindustrie notierten mit 155,50 v. H. unter Mittagsschluß, Deutsche Erdöl 0,25 v. H. niedriger, Gessürel verloren 0,50, Deutsche Linoleum dagegen 0,50 v. H. freundlicher. Arn Rentenmarkt wurden so gut wie feine Umsätze erzielt. Es notierten AEG. Obl. 102,25, 5 v. H. Gelsenberg Obl. E 101,40, JG.-Farbenbonds 130,65, Adlerwerke 113,75, Bemberg 138,75, Berger 152, Bekula 161,50, Buderus 114,40, Deutsche Erdöl 137, Scheideanstalt 235, Deutsche Linoleum 158, Licht und Kraft 140, IG.-Farben 155,50, Gessürel 144,50, Junghans 117,75, Hafenmühle 160, Lanz 180,75, Mainkraft 92, Mannesmann 112,13, Metallgesellschaft 130,50, Moenus 130,25, Rheinstahl 140,50, Südd. Zucker E 220, VDM. 168, Adca 102,75, Commerzbank 113,75, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 111,65.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 29. Juni. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R12 187, R 15 190, R 18 194, R 19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete: Futtergerste —, Futterhafer —; Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich: Weizenfuttermehl 13,20, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Rog- genkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation: Sojaschrot — Palmkuchen —, Erdnußkuchen —; Treber getrocknet 14.— Höchstpreis ab Erzeugerstation: Trocken- chmtzel —: Heu gut, gesund, trocken 5,50, do. draht- gepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3.— Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverladestation. Tendenz: ruhig.
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Zettern vormittag ereignete sich auf der Straße za^siyen Gießen und Steinbach ein schwerer Ver- f eilte Unfall. Vier Schwestern aus Marburg, die in eir.em Personenkraftwagen unterwegs waren, kamen dabei zu Schaden. Der Unfall kam dadurch zutande, daß die Lenkerin des Personenkraftwagens eben Lastkraftwagen überholen wollte, dabei aber nkgt bemerkte, wie aus entgegengesetzter Richtung ei' Personenwagen herankam. Obwohl der Lenker dt> entgegenkommenden Kraftwagens ganz rechts steuerte, gelang es nicht, den Zusammenstoß zu ver- ntiiben. Die Schwestern erlitten dabei Schnittwunden urö Hautabschürfungen sowie Prellungen, glücklicher- wnse leichterer Art, so daß sie nach erster Behand- hng in der Chirurgischen Klinik ihre Reise fortsetzen feinten.
Die Zeit einer Erkrankung ist kein Urlaub!
NSG. Mit dem auf Erhaltung und Förderung ba körperlichen und geistigen Kräfte gerichleten Zrieck des Erholungsurlaubes ist es nicht zu verein- beren, den Urlaub in die Zeit der 'Erkrankung eines Eefolgschaftsmitgliedes zu legen, zumal das Gest' gschaftsmitglied während der Erkrankung regcl- : ffäßig ohnehin schon einen Anspruch auf Fortzahlung des Lohnes oder Gehalts hat. Erkrankt ein Lsiolgschaftsmitglied, nachdem der Urlaub fest- flilegt, aber bevor er angetreten ist, so muß ihm « 'der Regel das Recht eingeräumt werden, die Erlegung des Urlaubs für die Zeit nach seiner kieberherstellung zu verlangen, wenn betriebliche Kründe dem nicht entgegenstehen. Dies gilt auch, trenn das Gefolgschaftsmitglied gekündigt hat und bishalb eine tatsächliche Verlegung der Freizeit in Jia Zeit nach der Wiederherstellung nicht mehr tröglid) ist. In diesem Falle ist dann die Urlaubs- Dirgütung ohne Gewährung von Freizeit zu zahlen.
Die Auffassung des Urlaubsanspruchs als eines Anspruchs, der Freizeit und Urlaubsoergütung in eine notwendige Einheit zusammenfaßt, führt dazu, diß der Betriebsführer verpflichtet ist, die Urlaubs« v rguhing vor Beginn des Urlaubs auszuhändigen, tteil das Gefolgschaftsmitglied ihrer regelmäßig be- tarf, um den Urlaub zur Erholung benutzen zu sinnen.
Das Verbot anberroeitiger Lohnarbeit während bis Urlaubs verliert feinen Sinn und steht daher bir Zahlung des Lohnes auch ohne.Gewährung des Urlaubs dann nicht entgegen, wenn die Freistellung bis Gefolgschaftsmitglieds von der Arbeit nicht aehr möglich ist.
280 Arbeitsmqiden wurden entlassen.
NSG. Am Dienstag wurden 280 Arbeitsmaiden aZs dem Bezirk 11, Hessen, des Arbeitsdienstes für be weibliche Jugend entlassen. Nach sechsmonatiger Sätigfeit im Dienst des Volkes kehrten sie als ganze [ "^erle" in ihr Elternhaus und in ihren Beruf zu- I k'Kck. Die Erlebnisse, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in der Gemeinschaft ihrer Kameradinnen und bei den Siedler- und Bauernfrauen, binsn sie Tag für Tag unendlich viel Sorgen und Tkühen abnahmen, werden sie durchs ganze Leben bc gleiten. Nicht lange sind die Lager verwaist. Am L Juli treten bereits wieder 520 Mädel aus allen •feilen des Reiches ihren Dienst für die Gemein- fäaft, der für sie Mütterdienst ist, an. Es ist dies or-r letzte vierteljährliche Einstellungstermin. In Zukunft können Anträge nur zum 1. April und 1. Ok- si der berücksichtigt werden. Ausgenommen sind die Anträge der Führeranwärterinnen. — Alle Arbeits- n aiben durchlaufen während ihrer halbjährigen Dienstzeit einen Roteft-Kreuz-Kursus, an Mfen Schluß sie eine Prüfung über die Grundausbildung ablegen.
Tränkt die Tiere?
2pd. Der'Sommer bringt Tage mit außergewöhn- ücher Hitze. Dies gibt Veranlassung, ein gutes Wort an . d e Tierhalter zu richten. Tränkt während des Tages d e Pferde! Ein kräftiger Schluck Wasser erfrischt die ^'schöpften Tiere genau wie die Menschen. Vergeßt ouch die Kettenhunde nicht! Es ist eine bekannte Tatsache, daß Hunde, besonders im Sommer, sehr , nicht von der Tollwut befallen werden können, wenn sir nicht täglich frisches Wasser erhalten. Leider wird dis an heißen Tagen aus dem Lande vielfach über» nhen. Es ist Pflicht jedes Hundebefitzers, besonders Dm angefetteten treuen Wächtern stets frisches Hasser in den Trog zu schütten. Auch die Stallhasen d-auchen Erfrischung. Die Hasenställe bringe man
bis 1,05 Märk, Blumenkohl, das Stück 10 bis 70 Pf., Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 40, Einmach- gurken 15 bis 20, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 18, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 5 bis 10, Rotkraut, % kg 30 Pf.
** Sirenenprobe. Am morgigen Freitag werden in der Zeit von 10 bis 12 Hhr hie neuaufgestellten Feuer- und Luftschutzsirenen einer Prüfung unterzogen. Die Sirenen werden probeweise m Betrieb gesetzt. Zu einer Beunruhigung besteht also fein Anlaß.
** Die Ausgabe der Fettverbilli- gungsscheine und der Bezugsscheine für Konsum-Margarine für die Monate Juli bis September erfolgt nach einem bestimmten Plane, der in einer Befanntmachung des Oberbürgermeisters zur Kenntnis gebracht wird.
** Städtische Leihbücherei vorübergehend geschlossen. Die Stadtverwaltung macht daraus aufmerksam, daß die Städttsche Leihbücherei (Neuen Bäue 30) in der Zeit vom 7. bis 21. Juli geschlossen ist. -Die entliehenen Bücher müssen bis zum 6. Juli zurückgegeben werden.
Große Werte an deutschem Volksvermögen wer- dn Jahr für Jahr durch Waldbrände vernichtet. Deist sind sträflicher Leichtsinn und die Uebertre» fing gesetzlicher Bestimmungen die Hrsache. Es wer- d-n daher die zur Verhütung und Bekämpfung von Taldbränden ergangenen Bestimmungen in Er- ineruna gebracht:
Nach Dem Reichsstrafgesetzbuch wird mit Gefäng- ifs bis zu drei Monaten und mit Geldstrafe oder ftt einer dieser Strafen belegt, wer Wald-, Heide- o'er Moorflächen durch verbotenes Rauchen ober
aus wandern unsere Fahrtengruppen in kurzen Tagesstrecken lachend und singend hinein ms schöne nassauische Land. Limburg, die alte Residenz mit dem prachtvollen siebentürmigen Dom, das alte Städtchen Nässau mit dem Schloß des Reichsfreiherrn oom Stein, Bad Ems, das berühmte und historische Weltdad, und die Dörfer links und rechts der Lahn werden unsere Hessen-Nassau-Fahrer kennen lernen. Mit unseren Liedern und Volksgemeinschaftsabenden, dem srisch-fröblichen und quicklebendigen Geist unserer Junggenossen werden wir wieder die Dörfer erobern.
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Hier ist eine Jugend auf dem Marsch zur Heimat und zum Volk. Wir glauben, daß auf Fahrt Kameradschaft und Disziplin ihre höchste Formvollendung findet und der junge Deutsche dort in Sonne, Luft und Wasser seine schönsten Ferien verleben kann.
Fahrtabteilungsführer Weitershaus.
Unj| lisischutzbund Ortsgruppe Gießen und Haus- und Grundbesitzerverein: 20 Hhr, Cafö Leib, Tonfilm- ad: nd mit Vorträgen des Reichsausschusses für Sachwirte r Haltung: Major a. D. Freiherr von IDtaf» senbach, Berlin.
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