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ttr.124 Erstes Blatt
188. Zahrgang
Montag,30. Mai 1938
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Wir bauen aus unsere eigene Kraft.
Or. Goebbels rechnet mit den internationalen Friedensstörern ab.
Dessau, 29. Mai. (DNB.) Mehr als 300000 Volksgenossen des Gaues Magdeburg-Dessau waren am Sonntag in ihrer Gauhauptstadt zum Gautag der NSDAP, zusammengeströmt. In der Elbeniederung vor den Toren Dessaus sind am Vormittag 56 000 Männer der Parteiformationen des gesamten Gaues zum Generalappell angetreten. Dumpfer Trommelwirbel und schmetternde Fanfarenklänge der Hitler-Jugend künden die Ankunft des Reichsministers Dr. Goebbels an. Gauleiter Reichsstatthalter Jordan eröffnet die Kundgebung. Seine Mitteilung, daß der Führer in wenigen Stunden den Vorbeimarsch abnehmen werde, löst größte Begeisterung aus. Stürmisch roirö dann Reichsminister Dr. Goebbels begrüßt, der nun spricht. Mit herzlichen Worten gedenkt er des viel zu früh verstorbenen Reichsstatthalters Löper, der die Bewegung in diesem Gau zum Siege geführt hat, und zeichnet dann in mitreißenden Ausführungen, die immer wieder von anhaltendem Beifall unterbrochen werden, ein plastisches Bild der gegenwärtigen Lage des Reiches.
Wenn wir heute, so sagte Dr.. Goebbels, unsere Blicke über die Welt streifen lassen, wenn wir sehen, daß andere Völker in schweren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen stehen, jene Welt, die sich demokratisch nennt und unser Regime als autoritär und - diktatorisch beschimpft, dann können wir wohl darauf Hinweisen: Bei uns wird geführt und gehorcht. Und wenn sich mißgünstige Ausländer darüber beschweren, daß es be: uns keine Kritik mehr gäbe, so antworten wir: Es gibt Kritik! Abex nicht der Untergeordnete kritisiert den Vorgesetzten, sondern der Vorgesetzte den Untergeordneten.
Wir können uns auch heule des F r i e - dens im eigenen VolkeinRuheund Sicherheil erfreuen. Dieser Friede ist nicht von der Gnade und dem Wohlwollen der Dell abhängig; er ist ein bewaffneter Friede, dessen bester Schuh das deutsche Schwert ist. Wir verlassen uns nicht auf die pazifistischen Phrasen einer Völkergemeinschaft von Genf, sondern nur auf unsere eigene Kraft! Der Schuh unseres nationalen Lebens ruht in unserer eigenen Stärke, und daher kommt es auch, daß wir wieder Freunde in der Welt haben! Allerdings sähe es die Welt lieber, wenn Deutschland allein stünde. Wäre dies aber der Fall, dann hätten wir eine ganze
Dessau, 29. Mai. (DNB.) Zu einem hervor-i ragenden kulturellen Ereignis gestaltete sich der Festakt zur Einweichung des neuen „Des-' sauer Theaters", das mit einer festlichen Aufführung des „Freischütz" eröffnet wurde. Die Anwesenheit des Führers und die Weiherede von Reichsminister Dr. Goebbels kennzeichneten die Bedeutung dieses ersten Theaterneubaues im Dritten Reich, der nicht nur die modernste Bühnenanlage Deutschlands besitzt, sondern durch seine Ausgestaltung zum Einrang-Theater auch den Charakter'eines Volkstheaters im schönsten Sinne des Wortes trägt.
Von brausenden Jubelrufen begrüßt, schreitet der Führer die Front der Ehrenkompanie ab, um auf der großen Freitreppe von Staatsminister Frey berg, dem Intendanten des' Theaters Kühn und den beiden Erbauern L i p p^ind R o t h empfangen und in das Innere des Hauses geleitet zu werden. Der herrliche, in Gold und Weiß gestaltete Zuschauerraum, bietet ein festliches Bild. In der Loge des ersten Ranges hat der Führer Platz genommen. Neben dem Führer nehmen Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Jo rdan Platz. Auch die Witwe des verstorbenen Reichsstatthalters L o e p e r hat in einer der Logen neben dem Führer Platz genommen. Die Ouvertüre „Weihe des Hauses" von Beethoven eröffnet den Festakt.
(Sauleiter Neichsstatthatter Jordan
erklärte dann: Dieses repräsentative Werk nationalsozialistischer Lebensgestaltung lege Zeugnis ab für die geschichtliche Tatsache, daß der Nationalsozialismus nicht nur das Tor für ein neues politisches Zeitalter aufgeschlossen hat, sondern auch zugleich der Anbruch einer kulturpolitischenEpoche von nie erlebter Größe ist. Als den eigentlichen Bauherrn dieses Hauses bezeichnete er den Führer, der als genialster Baumeister aller Zeiten ein neues Deutschland errichtete. Nach dankbarem Gedenken an den verstorbenen Reichsstatthalter Loeper und einem Dank an Reichsminister Dr. Goebbels für feine stets bewiesene Hilfsbereitschaft, schloß der Gauleiter mit den Worten: „Mein Führer! Ich melde Ihnen, das „Dessauer Theater", zu dessen Errichtung Sie einstmals uns den Auftrag gaben, steht? In wenigen Minuten wird es seine kulturpolitische Mission beginnen."
Reihe großer Erfolge in der jüngsten Vergangenheit nicht erreichen können. Vor drei Monaten waren wir noch ein Volk von 68 Millionen, heute find mit ein Volk von 75 Millionen, und dafür haben wir keinen Krieg geführt, nicht ein Schuß ist gefallen. Es hat sich hier das Wunder unseres Jahrhunderts vollzogen, nämlich daß gleiches Blut zu gleichem Blut gekommen ist.
Mit treffender Ironie geißelte- darauf der Minister die Phrase und das Gerede vom sogenannten österreichischen Menschen: „Er ist in seine Atome aufgegangen, nicht mehr, sichtbar und nicht mehr feststellbar, geblieben aber ist das einige große deutsche Volk des Einigen großen Deutschen Reiches. (Begeisterte Heilrufe.) Damit ist" Deutschland in der Tat wieder eine Großmacht, und zwar eine solche, über deren Wünsche, Interessen und Bedürfnisse die andere Welt nicht ohne weiteres hinweggehen oder hinwegreden kann. Daß das den Nutznießern des Versailler Systems nicht gefällt, nimmt uns nicht wunder. Wir haben nie etwas anderes erwartet, denn mit einem ohnmächtigen Deutschland konnten sie tun und machen was sie wollten; sie waren ganz unter sich und konnten ohne Gefahr Deutschland demütigen und ausplündern. Jetzt mit einem Male reden sie vom Frieden. Plötzlich, plötzlich! Jetzt mit einem Mole, da Deutschland eine Macht darstellt, da diese Macht ihre Lebensrechte fordert, sich nicht mit Alttwsen abspeisen lassen will und nicht für alle'Ewigkeit in die Kategorie der Habenichtse eingereiht sein möchte."
„Man sagt, Deutschland habe kein Verständnis für die internationale Solidarität. Gewiß haben wir das, wenn diese Solidarität auf der Gerechtigkeit beruht. Wir können Freundschaft halten; das haben wir bewiesen in unserem Verhältnis zu Italien! Aber die Demokratie will eine Freundschaft, die nicht auf Gegenseitigkeit beruht, eine Freundschaft, die unsere Gutmütigkeit auszunutzen versucht. Wir können verstehen, daß die Mächte der internationalen Weltdemokratie gerne die Achse Berlin—Rom zerstören möchten, aber Gott sei Dank stehen an der Spitze dieser beiden Völker zwei Männer, die klug und tapfer sind und die vor allem ihre Gegenspieler kennen.
Wil schonungsloser Offenheit deckte Reichsminister Dr. Goebbels die dunklen Machenschaften der marxistisch-jüdischen Hetzer auf, die von Prag, Moskau, London und Paris aus
Reichsminister Dr. Goebbels hielt bann hir Weiherede. Er führte u. a. folgendes aus:
Dieses neuerbaute Haus, das dem deutschen Volk geweiht sein soll, kann nicht würdiger eröffnet werden, als dadurch, daß wir zuerst in wehmütiger Erinnerung den Namen des Mannes aussprechen, dessen letztes großes aufbauendes Werk die Planung dieses- Theaters war, der selbst aber seine Vollendung nicht mehr erleben sollte: Wir verneigen uns in Wehmut und Pietät vor dem Andenken unseres verstorbenen Parteigenossen Hauptmann Wilhelm Friedrich Loeper. Wir, die wir ihm nahestanden, wußten, wie . eng er der Kunst und ihren Aufgaben verbunden war und mit welch
Seit 1922 schon schwebten Pläne zum Neubau dieses Hauses. Als 1922 das alte Hoftheater einem verheerenden Brand zum Opfer fiel, wurde ein Interims-Theater einOerichtet. Cs. befaß nur 800 Sitzplätze, hatte eine bescheidene Bühne und damit keinerlei künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten. 1933 stellte-der anhattische Staat neue Mittel aus Grundbesitz zur Verfügung, um bei einem Neubau Dar- leheysgelder aufzunehmen und zu sichern. Im Jahre 1934 erging das Preisausschreiben für Bauentwürfe. Aus 254 Einsendungen wurde dem Architekten Friedrich Lipp, Berlin, die Bauausführung übertragen und der Architekt Werry Roth zugezogen. 1935 wurde der Bau begonnen. Er umfaßte in modernster Einrichtung eine Hauptbühne, zwei Seitenbühnen, eine Hinterbühne, zwei Bühnenwagen, eine Drehbühne, einen versenkbaren Orchesterraum und Heizung, Lüftung und Beleuchtung nach den neuesten technischen Erfahrungen. 'Das Theater weist 1265 Sitzplätze auf. Es ist ein Rangtheater, um den Charakter eines Volks- theaters zu wahren. Oft hatte ich Gelegenheit, mit unserem verstorbenen Pg. Loeper die Pläne dieses Theaters zu besprechen. Am 23. Oktober 1935 riß ihn der Tod aus seinem Werk. Und eine der schönsten Aufgaben, die er seinen Nachfolgern zur Vollendung hinterließ, war die Fertigstellung dieses Baues. Nun weilt er nicht mehr unter uns. Aber sein Theater steht als bleibendes Denkmal seines Tatwillens und seiner edlen Baugesinnung mitten
die Erde mit ihrem Kriegsgeschrei erfüllen. „Dcks haben sie immer so gemacht, die bezahlten Vertreter der Banken- und Rüstungswelt, die am Blut der Völker verdienen wollen, wenn es dann fo weit ist, dann waschen diese Wahrheilsfucher und Gerechtigkeitsfanatiker ihre Hände in Unschuld." Auf die dauernden Grenzverletzungen Prags eingehend, stellte der iftiniffer die Frage, ob das System, und bewußte Provokation fei. Wenn heute jemand für den Frieden fei, dann solle er weniger an Deutschland appellieren, sondern eher einmal Prag zur Ordnung rufen. Aber das tun diese übereifrigen Linksjournalisien nicht. Im ©egen« teil, sie bestärken Prag in seiner Intransigenz. „Daß der Führer den Frieden will, das brauche er gar nicht zu beweisen. Wir haben den Frieden nötig: unser Aufbauwerk ist nicht auf wenige Monate begrenzt. Ls erstreckt sich auf Jahre und Jahrzehnte. Es ist ein Aufbauwerk des Friedens, nicht ein Aufbauwerk des Krieges. Darum wollen wir den Frieden. Aber wir wollen einen Frieden, in dem man auch uns in Frieden läßt und vor allem in dem man uns die Lebensrechte z u g e st e h t, auf die wir nun einmal vor Gott und vor der Welt Anspruch erheben müssen."
DerVorbeimarschvordem Führer
Vor dem Dessauer Bahnhof hatte sich inzwischen eine Ehrenkompanie der Leibstandarte mit Müsik- zug unb Spielmannszug aufgestellt. Tausende unb Abertausende froh bewegter Menschen umsäumten den Bahnhofs-platz. Auf dem Bahnsteig begrüßte der Gauleiter den Führer. Ein kleines Mädchen überreichte ihm einen Blumenstrauß. Als der Führer aus der Halle trat, kannte der Jubel keine Grenzen. Vor dem alten Theater waren riesige Tribünen errichtet', auf denen der Führer und die Ehrengäste den Vorbeimarsch abnahmen. Den Vorbeimarsch führte der Gauleiter. Ihm folgte die SA., geführt von Obergruppenführer Kob, NSKK., Poli- ttsche Leiter, HI., Jungvolk, NSFK., Arbeitsdienst und fj. Nach dem Vorbeimarsch begab sich der Führer mit dem Führerkorps zur Reichsstatthalterei. Der Gautag, der wieder die Geschlossenheit des Volkes bekundete, hatte fein Ende gefunden.
sicherem Instinkt er ihre Beziehungen und Wirkungen zum Volke erkannte. Weil er dieses Volk liebte, deshalb wollte er ihm in einem neuen Theater eine Stätte der Erholung, der Unterhaltung und Erbauung errichten. Das ist das Kennzeichen des wahren Nationalsozialisten, daß er vom Volke zur Kunst vorstößt, und von der Kunst aus wieder zum Volke zurückfindet. Unser Pg. Loeper hat sich iw der Verfolgung seines Theaterneubau- plans nicht auf fremde Hilfe gestützt oder verlassen; er hat die Voraussetzungen finanzieller und bau- künstlerischer Art zu diesem Projekt selbst geschaffen und ist bann mit ben fertigen Plänen vor ben Führer getreten. Seine feierliche Einweihung am heutigen Tage ist ein weiteres Zeugnis für nationalsozialistische Kunst- unb Theaterpflege.
in einer Stadt, in der er die Machtergreifung des Nationalsozialismus kämpfend vorbereitete. Ist das nicht Grund genug für diese Stadt, auf ein Haus, das wir heute in Gegenwart des Führers ein- , weihen, ihren ganzen Stolz zu stellen? Denn
dieses haus ist ein Zeugnis des k u l l u r - schöpferischen Willens des Ratio- nalsozialismus, der erste fertiggestellte repräsentative Theaterneubau eines Landes im Dritten Reiche, dem die Eröffnung des neuen Theaters in Saarbrücken in kurzer Zeit folgen 1 wird."
Uns alle erfüllt es mit ttefer Rührung, am heutigen Abend zum ersten Male in einem neuerbauten Theater zu sitzen, bas dazu bestimmt ist, vielen Generationen Erhebung und Erbauung zu bringen und mitten unter uns den Mann zu wissen, dessen künstlerische Gesinnung, dessen empfängliches Herz und dessen offene Hand die kulturellen Neubaupläne unseres Reiches erst in die Wirklichkeit üb er führt hat und weiter überführen wird. So sei denn mein erster Gruß in diesem neuen Hause an Sie, mein Führer, gerichtet. Wir kennen Sie alle als Freund der deutschen Kunst; aber nur Wenige wissen, wie eng Sie mit allen Plänen unb Projekten des deutschen Dheaterlebens verbunden und befaßt sind. Auch diesem Theater haben Sie Ihre tatkräftige Hilj^.ugd Unter
stützung angedeihen lassen. Ohne Ihre Förderung hätte das Werk nicht vollendet werden können. Es ist mehr als eine äußere Geste, wenn Sie selbst hierher gekommen sind, um der Eröffnung dieses Hauses die richtige Weihe zu geben.
So möge denn dieses Theater seinem eigentlichen Zweck entsprechend in die Gegenwart und in die Zukunft hineinwirken. Wöge es immerdar sein und bleiben: Ein deutsches Theater, fußend auf großer Tradition, eirf Theater mitreißender, lebensnaher Darstellungskunst, ein Theater der Jugend und eines kämpferischen Aktivismus, ein Theater nicht für bevorzugte, begüterte Schichten, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Theater des Volkes. Die Lieder der Nation leiten über zur festlichen Aufführung des „Freischütz", der in der Neuinszenierung von Intendant Hermann Kühn und unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Helmuth Seidelmann zu einem großartigen künstlerischen Erfolg wird.
' Die Weihe des Reubauemdorss Allmendfeld
W o r m s , 29. Mai. (Lpb.) Beim Weiheakt in dem neuen Erbhöfedorf Allmendfeld bei Gernsheim konnte Gauleiter Sprenger den Vertreter des Reichsministers für Ernährung unb Landwirtschaft, Ministerialdirektor Staatsrat R i e ck e, unter den Ehrengästen begrüßen, ehe er unter dem Jubel der Zuschauer die Front der auf dem reich geschmückten Gemeinschaftsplatz angetretenen Formationen ab* schritt. Ihnen hatte sich auch eine stattliche Zahl der zur Zeit im Gaugebiet weilenden österreichischen Landarbeiter in ihren Trachten ange* schlossen. Landesbauernführer Dr. Wagner erinnerte daran, daß, wenn es bei der Errichtung dieses vorbildlichen Neubauerndorfes Schwierigkeiten gegeben habe, immer wieder Gauleiter Sprenger diese Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt habe. Für diese Unterstützung, die aus feiner Sachkenntnis als Bauernsohn kam, dankte der Landesbauernführer dem Gauleiter herzlich. Der Rede des Landesbauernführers folgte ein Weihefpiel der Mädel und Männer vom Reichsarbeitsdienst, ein hohes Lied auf die Arbeit, die den Sumpf zum fruchtbaren Ackerboden machte. Wo einst das Wasser auf sauren Wiesen stand, wiegt sich jetzt bas Korn im Winde. Heimstätten sind geworden für ein halbes Hundert wertvolle Bauernfamilien.
Das betonte auch Gauleiter Sprenger in seiner Weiheansprache. Es gehe nicht nur um die Schaffung der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes, sondern der Führer habe schon in der Kampfzeit Stätten vorbereitet, die dem Bauerntum neue Quellen geben. Gerade im Gau Hessen-Nassau seien diese Absichten des Führers plan- und kraftvoll in Angriff genommen worden. So fei auch dieses Neubauerndorf Allmendfeld entstanden. Seine Weihe solle sich'in jedem Jahr wiederholen als frohes Fest in dem arbeitsreichen Jahr des Bauern. Der Gauleiter übergab dann das Amt als Treuhänder der Bauern von Allmendfeld an den Ortsgruppenleiter Muth. Hierauf wurde der schlichte Dorfbrunnen auf dem Gemeinschaftsplatz enthüllt. Der Bezirksführer des Reichsarbeitsdienftes für die weibliche Jugend übergab Gauleiter Sprenger sodann den Schlüssel zu dem Lager Allmendfeld 2, das neueste im Gaugebiet. Dann besichtigten der Gauleiter und die Ehrengäste das Gemeindehaus, in dem auch die Schule untergebracht ist. Hier trugen sich der Gauleiter und die Gäste in das Buch der Gemeinde ein. Der Weg führte sie schließlich zu dem am Waldrand gelegenen Festplatz, wo in einem langen Zelt der Festtag des neuen Dorfes einen schönen Abschluß sand.
Oie Huttenfeier auf der Gteckelburg.
Alfred Rosenberg feiert den Vorkämpfer deutscher Einheit.
Lpd. Auf der Stecke lb ur g bei Schlüchtern fand am Sonntagmittag eine Feierstunde statt, die dem Gedenken Ulrich von Huttens geweiht war. Nach dem Einmarsch der Fahnen wurde die Feierstunde mit einem Fanfarenruf eröffnet Nach einem Vorspruch und Musik begrüßte Gauleiter Sprenger die Gäste auf der Steckelburg, Neichsleiter Alfred Rosenberg schildert dann das Leben Ulrich von Huttens, dessen Geburtstag sich in diesem Jahre .zum 450. Male jährte. Damals ging eine ganze Welt in Trümmer. Aber um diese Zeit zu verstehen, muß man weiter zurückgreifen. Im 8. Jahrhundert entschied sich für lange Zeit das Geschick der germanischen Stämme und des ganzen Volkes. Es begann die Christianisierung der Germanen und damit auch die Germa- nisierung des Christentums. Gegen die Autorität Roms wurde in den folgenden Jahrhunderten oft, aber vergeblich .protestiert. Erft mit Martin Luther kam eine Sturmflut über ganz Europa. Aber auch dieser große Versuch, Europa auf eine neue Grundlage zu stellen, mißlang. Man suchte nach einer politischen Führung. Aber der Kaiser hatte für diese Nöte des'deutschen Pol-, kes kein Verständnis, und auch die Fürsten versagten. Auch in den großen Bauernbewegungen fanden sich keine überragenden Führer, um dieser sozialen Revolte den Stempel eines großen staatspolitischen Wollens aufzudrücken. Die protestantische Bewegung ist zur Hälfte steckengeblieben, oder durch Gegenkräfte überwunden worden, und der Verbuch, auf Grund einer neuen Konjessipn das
Ein Volkstheater im schönsten Ginne.
Reichsminister Or. Goebbels eröffnet in Anwesenheit -es Führers -as neue Oessauer Theater'
Der erste Theaterneubau des Dritten Reiches.


