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bei der Stadt

| seine Arbeit wieder aufnehmen. Wie wii d Anfrage bei der Klinik hören, ist sein Befinden ie 1 Umständen entsprechend befriedigend.

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[ würzig mild - mit dem bek-annten'Schinkenbild!

mittelbar vor dem Schuppen steht. So fiel glücklicherweise den Flammen zum Opfer.

blicken.

** 5 0 Jahre in der Gummi-Industrie. Kürzlich konnte der Pförtner Heinrich Metzler aus Gießen, Kaiserallee 34, auf eine 50jährige Tätig­keit in der Gummi-Industrie zurückblicken. 24 Jahre war er bet der Gummifabrik Deritas in Gelnhausen

** Gegen Störungen her Nutze uni Ordnung durch Musizieren pp. Die

10%, Enteneier 12%, Wirsing, % kg 15, Weißkraut 14 bis 15, Rotkraut 18, gelbe Rüben und Karotten 12 bis 15, Spargel 50 Pf. bis 1,10 Mark, Unter- kohlrabi 8 Pf., Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 20 bis 25, Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 20 Pf., Aepfel, % kg 15 bis 40, Zwetfchenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 10 bis 30, Salatgurken 70 bis 80, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich, 10 bis 20, das Bündel 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf.

Müllwogenbrand im Lager Lahn.

beschäftigt und 26 Jahre bei der Firma Poppe & Co., Gießen.

standsteil des in den zwanziger Jahren des 19. Jahr» Hunderts gebildetenLandratsbezirks Hungen", der im Jahre 1841 nach Verzicht des Fürsten zu Solms-Braunfels auf die fernere Ausübung der Justiz- und Polizeiverwaltung zumKreis" erhoben wurde. Sodann in der Folge im Rahmen desRe­gierungsbezirks Gießen", dessen Geltungsbereich die unter dem Einfluß der revolutionären Bewegung des Jahres 1848 aufgehobenen Kreise Gießen, Grün­berg und Hungen umfaßte. Erst mit der Neuschaf­fung der Kreisvrganisation im Jahre 1852 gelang­ten die Gemeinden an den Kreis Schotten, aus dessen Verband sie nunmehr nach 85jähriger Zu­gehörigkeit wieder in den Kreis Gießen zurückkehren werden. Die ebenfalls zum Kreis Gießen zurück» kehrende Gemeinde Klein-Eichen gehörte Ursprung» lich zumLandratsbezirk", späteren ,Kreis" Grün» berg und wurde erst 1874 dem Kreis Schotten zu» geschlagen.

Die vorgenannten Gemeinden kehren also ver­waltungsmäßig in eine behördliche Zuständigkeit zu­rück, die auch schon den Altvorderen in jenen Ge­meinden als Sachwalterin diente.

Zuchthaus-Ausbrecher vor Gericht

Große Strafkammer des Landgerichts Gießen.

Flaschen Leuna-Treibgases lagen und außerdem un» eine Benzinzapfstelle nur das Führerhaus

Der Gemeinde-Zuwachs zum Kreis Gießen

Ein geschichtlicher Rückblick.

konnte.

Nachdem die drei Angeklagten aus dem Zucht­haus ausgebrochen waren uns sich im Elternhaus des Nagel in Gambach Kleider und einige Le­bensmittel verschafft hatten,'unternahmen sie Nacht ür Nacht von dem Wold zwischen Lich und Kloster Arnsburg aus, wo sie sich tagsüber versteckt hielten, Diebstahlszüge in die Umgegend. In der ersten Nacht führte Nagel Hunst'ock und Kaffitz die Bahn- trecke entlang bis kurz vor Lich, wo er Bescheid nutzte. Dort wollten sie zuerst in einen Metzver­lad en einbrechen. Da dieser aber fest verschlossen war, die Angeklagten auch keine Diebeswerkzeuge hatten, mußten sie diesen Plan wieder aufgeben. H unstock stieg darauf in dem Anwesen der ftrau W. in Lich durch ein Fenster ein und reichte Dann Kaffitz, der draußen stehen geblieben war, Büchsen mit Fleisch, Bratwurst, Kochwurst, Büch- senwurst, eingemachtes Obst und mehrere Flaschen Wein heraus. Währenddessen befand sich Nagel auf einer in der Nähe des Hauses gelegenen Wiese uni) paßte auf, daß die beiden anderen bei dem Diebstahl nicht gestört wurden. Hunftock und Kaffitz brachten die erbeuteten Lebensmittel zu Nagel; dann kehrte Hunstock noch einmal zu dem Anwesen der Frau W. zurück und wollte Dort in die Küche einsteigen, um noch Brot zu stehlen. Hierbei stürzte er aber vom Fenster herunter, und wegen des da­durch verursachten Lärms gab er diesen Diebstahls­plan auf. Darauf gingen die Angeklagten nach dem Anwesen des Bäckermeisters R. Auch hier stteg

Gestern, gegen 18.15 Uhr, brach im großen Wa- genschuppen des städttschen Lagerplatzes an der Lahn Feuer aus. Anscheinend durch Kurzschluß'' in einer elektrischen Leitung eines der dort untergebrachten Müllwagen geriet das Führerhaus des Wagens in Brand. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und wurde des Feuers innerhalb einer halben Stunde Herr. Die Flammen hatten bereits das Schuppendach in Mitleidenschaft gezogen. Durch das rasche An- rücken der Städtischen Feuerwehr konnte ein Umsich­greifen des Brandes verhütet werden, das insbe- sondere deshalb hätte gefährlich werden können, weil in dem Raum, in dem der Brand ausbrach, einige

Hunstock wieder durch ein Fenster ein. Er fand aber in der Backstube kein Brot; Da er glaubte, bemerkt zu haben, daß direkt daneben jemand schlafe, trat er gleich Den Rückzug wieder an. Kaffitz nahm aber eine Kneifzange und einen Schraubenzieher mit. Die auf Der inneren Fensterbank tagen.

In Der zweiten Nacht marschierten die drei An­geklagten nach Muschenheim und wollten sich dort weiter verproviantieren. Gleich am Eingang des Dorfes war eine Metzgerei, Die aber so gut ver­schlossen war, daß sie Dort nicht wie beabsichtigt einbrechen konnten. Dann gingen sie nach einer zwischen Muschenheim und T r e i s - Mün­ze n b e r g gelegenen Mühle, aber auch dort konn­ten sie nicht herein. Darauf kehrten sie nach Mu­schenheim zurück, und Hunstock und Kaffitz stiegen in das Haus Des Landwirts E. ein, während Nagel wieder draußen blieb und aufpahte. Aus Der Küche nahm Hunstock Brot mit, einen Topf voll Milch, Eier, einen Sommerrock und Schuhe. Danach gingen sie wieder in den Wald zurück, weil es hell wurde.

In der dritten Nacht wandten sich die drei wieder nach L i ch unh gingen Zuerst in den ©arten des Sch., weil sie dort eine Pumpe hatten stehen sehen und sie sich mit Trinkwasser versorgen wollten. Die Pumpe funktionierte aber nicht. Auch hier steckte Kaffitz wieder ein, was er dort nach seiner Meinung für ihn Nützliches liegen fand. Im Anschluß Daran kletterte Hunstock durch ein Fenster in Die Vorrats­kammer des I. und reichte aus ihr wieder zahlreiche Lebensmittel dem draußen stehenden Kaffitz zu. In gleicher Welse entwendeten Die Angeklagten auch bei H. S. noch erhebliche Mengen von Lebensmitteln und auch Wein.

An Dem folgenden Tage gingen, als Hunstock schlief, Kaffitz und Nagel nach Birklar und woll­ten sich dort Zigaretten kaufen. Dort wurden sie aber erkannt, und die Gendarmerie ließ sofort den ganzen Wald umzingeln. Bei der Razzia halfen au Veranlassung der Staatsanwaltschaft auch Arbeits­dienst und SA. Als Hunftock merkte, daß ihr Versteck am Waldesrand entdeckt war, versuchte er zuerst Die Umzingelung zu durchbrechen und floh aus dem Wald, hinter ihm Kaffitz und Nagel. Aber auch hier wurde er gleich von dem SA.-Mann W. gestellt, gegen den er sich mit einem Knüppel wehrte und ihn dabei auch verletzte. Da der SA.-Mann aber nicht ablieh, auf ihn elnzudrlngen. zog er sich, ständig um sich schlagend, nach Dem Waldrand zu­rück, Dort stürzte er tn eine Hecke und wurde Dann von Den nun von allen Seiten herankommenden SA.-Männern und Der Polizei festgenommen. Auch Kaffitz und Nagel, Die schon vor Hunstock wieder in den Wald zuruckgeflüchtet waren, wurden inner­halb kurzer Zelt von berittenen Gendarmen gestellt.

Die Verhandlung Dauert am heutigen Samstag noch an.

** Dien ft jubiläum

Gießen. Am 1. Mai 1913 trat Der jetzige Voll­streckungs-Sekretär Gustav Kessel bei Der Stadt Gießen ein. Er kann somit morgen aus eine un­unterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren zurück-

Die am gestrigen Freitag gegen Die Angeklagten H. Hunstock, I. Kaffitz und O. Nagel wegen Meuterei eröffnete Hauptverhandlung, Die im Zucht­haus Marienschloß in Rockenberg ftattfinDet, zeigte, daß der geistige Urheber und Die treibende Kraft owohl bei der Meuterei, als auch bei Den Darauf olgenden Diebstählen stets Hunstock gewesen ist. Hunstock war derjenige, Der Den Ausbruchsplan in allen Einzelheiten sich ausgedackt und auch die Vorbereitungshandlungen gemacht hatte. Schon bei den Dorbereitungsarbeiten in Der Zelle war er Der­jenige, Der in langDäuember sorgfältiger Arbeit Die Den Ausbruch vorbereitenden Werkzeuge herstellte. Kaffitz und Nagel hatten nur Die Aufgabe, achtzupassen, ob jemand sich Der Zelle näherte. Hunstock stand auch nicht am gestrigen Freitag wie Kaffitz und Nagel Das erste Mal wegen Meuterei vor Gericht, sondern er war, wie sich aus Der großen Vorstrafenliste ergab, schon früher wegen Meuterei verurteilt worden. Nach seinen eigenen Aussagen ist er bereits vier- bis fünfmal aus einer Sttafanstalt ausgebrochen, und er hatte es Dabei verstanden, sich manchmal recht lange vor Der Polizei zu verbergen; außerdem hatte er noch des öfteren Ausbruchsversuche unternommen, Die er aber infolge vorzeitiger Entdeckung nicht ausführen

Polizeidirektion weist darauf hin, daß anhaltendes Musizieren, insbesondere Klavierspielen, Spielen­lassen von mechanischen Musikapparaten (Grammo­phon, Radiolautsprecher und bergt.) im Freien oder bei offenen Fenstern zumeist eine erhebliche Be­lästigung der Nachbarschaft bildet und häufig Den Tatbestand des § 360, Ziffer 11, des Reichsstras- gesetzbuches (ungebührliche Erregung ruhestörenden Lärms oder Verübung groben Unfugs) erfüllt. Die Polizeibeamten sind angewiesen, bei Zuwiderhand­lung hiergegen einzuschreiten.

** Verkehrsunfall. Am gestrigen Freitag­abend ereignete sich auf Der Marburger Straße in der Nähe der Karlsruhe ein Derkehrsunfall. Dort fuhr ein Gespann in Richtung Gießen, hinter ihm kam ein Personenauto aus Frankfurt a. M. gefah­ren. Plötzlich wollte Der Gespannlenker nach links von der Straße abbiegen, wobei er nach Den Angaben Der Autoinsassen das Zeichen zum Ausweichen zu spät gab. Der mittlerweile auf Der Höhe des Gespanns befindliche Autolenker wollte den Zusammenstoß vermeiden, er riß Den Wagen zur Seite und kam dadurch auf Das Durch Den Re­gen aufgeweichte Bankett. Der Kraftwagen geriet ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Don den Drei Insassen des Autos erlitt eine Frau aus Frankfurt a. M. einen Schenkelhalsbruch, so daß sie von der Sanitätsbereitschaft Gießen Der Chirur­gischen Klinik zugeführt werden mußte. Die beiden anderen Insassen blieben unverletzt. Das Auto wurde aertrürnmert. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.

Dom Unglück verfolgt.

r Ruppertsburg, 29. April. Gestern gegen 11 Uhr wurde Der hiesige 36 Jahre alte Ar- beiter Wilhelm Töpfer II. auf einer Baustelle in Gießen Durch einen aus mehr als 16 Meter Hohe abstürzenden Balken fo schwer getroffen, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt und sofort in die Chirurgische Klinik verbracht werden mußte. Die hiesige Bevölkerung bedauert den verunglückten fleißigen Arbeiter um so mehr, als er In den letzten Jahren viel Leid Durchmachen mußte. Vor zwei Jahren starb seine Frau, Die Mutter von zwei klei­nen Kindern. Er selbst war vor kurzem drei Wochen lang schwer erkrankt und konnte erst am Dienstag

vrecher. 19: Nachrichten. 19.10: Wir singen bett Lenz ein. 19.45: Fauler Zauber. 70 heitere Minü» tcn mit Schallplatten und Hörszenen. 20.55 Bunts Bühne. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad wo bist Du? 22.40: Nacht- und Tanzmusik. 24 bis 1: Nacht« konzert. Szenen aus Der Oper Mona Lisa.

Dienstag, 3. Mai.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gyim nastik. 6.30: Frühkonzert. In Der Pause, 7: Nach« ridjten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Die Vogelhochzeit. Ein Früh- ' lingsfest im WalDe. 11.40: Vater macht schlapp« Hörszene. 11.50: Die ländliche Hausarbeitslehre« 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags­konzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Klin« gende Blumengrüße. 15: Bilderbuch Der Woche. 15.30: Geht Die Liebe durch Den Magen? Eins 'leine Szene von Erika Geldern. 15.45: Kamerad* schäft, die Grundlage einer neuen Lebensform. 16f Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30 Grüß Gott, du schöner Maien. 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungsmusik. 20.45: Dem Gedenken des Dichters Thilo von Trotha. 21: Konzert. 22: Nach­richten. 22.15: Nachrichten aus Dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Händel-Zyklus.

Otto Stockhausen. Spielleitung: Hans Geißler. Dienstag-Miete. 29. Vorstellung.

Freitag, 6. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, ErstaufführungVersprich mir nichts", Komödie in vier Akten von Charlotte Rißmann. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Freitag-Miete. 30. Vorstellung. ,,,

Samstag, 7. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, zum letztenmalDie Werber von Redditz", Lustspiel von Forster. Spielleitung: Anton Neuhaus. KdF.- Mlete, Gruppe II (16. Vorstellung). Freier Karten­verkauf.

Sonntag, 8. Mai, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr, 15. Morgenveranstaltung. Uraufführung in Anwesenheit des Dichters (Gemeinschaftsarbeit des Theaters und der Hitler-Jugend)Der Ritter" von Georg Basner. Spielleitung: Günter Winkel. Georg Basner spricht über deutsche Dichtung im deutschen Kampf. Von 19.30 bis 22 Uhr zum letztenmal Das Land des Lächelns", Romantische Operette von LehLr. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt, (Spielleitung: Karl-Ludwig Lindt. Außer Miete.

Einmaliges Gastspiel Raimonda-Vallett.

Die Intendanz Des Stadttheaters Gießen hat Das Rairnonda-Ballett, Das sich augenblicklich auf einer Deutschlandtournee befindet, für ein einmaliges Gastspiel am Donnerstag, 12. Mai, verpflichtet. Das Gastspiel findet außer Mete statt.

heule kein Malenbtasen.

Durch die Vorfeiern zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes ist der Bläserckor verhindert, das für heute vorgesehene Malenblasen auszuführen. Die Polizeistunde am 1. und 5. Mai.

1. Aus Anlaß des Nationalfeiertages des deut­schen Volkes am 1. Mai ist Die Polizeistunde vom 1. auf 2. Mai 1938 aufgehoben. Erlaubnisse für Tanzveranstaltungen, die aus Anlaß dieses Tages stattfinden sollen, werden gebührenfrei erteilt.

2. Um den Angestellten, Arbeitern und Betriebs­führern des Gaststättengewerbes Gelegenheit zu geben,, den Tag nachträglich gemeinsam zu feiern, wird am 5. Mai Die Polizeistunde für alle Gast- und Schankstätten, ausschließlich der Bahnhofswirt- schäft, auf 22 Uhr festgesetzt. Die Polizeibeamten sind angewiesen, Darauf zu achten, daß dieser Ter­min pünktlich eingehalten wird.

Zinanzzuschläge werden beseitigt.

Die Leitung der Gießener städtischen Betriebe bringt heute eine Entscheidung zur öffentlichen Kenntnis, Die sicherlich überall in Der Bevölkerung gern vernommen wird. Es wird mitgeteilt, daß Der Finanzzuschlag bei Dem Haushalts-Gas und Der Finanzzuschlag für Den Elektrizitätsbezug nach Der Feststellung des Märzverbrauches künftig in Fortfall kommen werben. Die Streichung Dieser Zuschläge macht natürlich als Gesamtbetrag für Den städtischen Haushalt einen ansehnlichen Posten aus, Der aber angesichts Der erfreulichen wirtschaftlichen Entwick­lung mit ihren günstigen Ausstrahlungen auf Den öffentlichen Haushalt entbehrt werben kann.

Auf Vorschlag des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger wurden wie wir in Nr.94 des Gießener Anzeigers berichteten durch Reichsgesetz vom 7. April 1938 mit Wirkung vom 1. Oktober 1938 ab die Kreise Bensheim, Schotten und Oppen­heim des Landes Hessen aufgelöst.

Durch dieses Gesetz kommen von Dem aufzulosen­den Kreis Schotten die Gemeinden Freienseen, Gon­terskirchen, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg und Wetterfeld, sowie die selbständi­gen Gemarkungen Laubacher Wald I, II und III und Stockhäufer Hof an Den Kreis Gießen. Dieser Zu­wachs zum Gießener Kreisgebiet lenkt die Aufmerk- amkeit auf die Frage, wie denn Die Verwaltungs- Verhältnisse in diesem Teile unserer engeren Hei­mat früher gewesen sind. Die Frage wird durch Den nachstehenden geschichtlichen Rückblick beantwortet.

Der an den Kreis Gießen fallende Teil Des Krei- es Schotten mit Den Gemeinden Freienseen, Gon­terskirchen, Lardenbach, Laubach. Ruppertsburg und Wetterfeld hat schon vor mehr als 100 Jahren ver­waltungsmäßig und territorial in Beziehungen zum heutigen Kreis Gießen geftanben. Zunächst als Be­

aus chnen her. Gegenwärtig beträgt die gewerblich verarbeitete inländische Knochenmenge jährlich 100 000 Tonnen. Gelingt es, diese Menge durch Sammlung an gewerblichen und hauswirtschaftlichen Knochenresten nur auf das Doppelte zu steigern und das wäre ohne weiteres möglich, weil diese Mengen an sich um ein Vielfaches hoher sind! dann können rund 10 000 Tonnen Jndustriefett, 15 000 Tonnen Leim und 45 000 Tonnen Futter-, und Düngemittel mehr hergestellt werden!

Insgesamt würde diese Mehrerzeugung einen Wert von etwa 20 Millionen Mark Darstellen! Es Und also gewaltige volkswirtschaftliche Werte, Die in demAbfall" Knochen stecken! Daran sollen Die deutschen Hausfrauen denken! Gewiß haben Sup­penknochen für sie im Haushalt nach dem Auskochen ihren Wert verloren, für die Volkswirtschaft sind sie deshalb noch lange nicht wertlos! Darum sollen alle Knochen, gleichgültig, ob vom Rind, Schwein oder von Geflügel, aufgehoben und gettocknet wer­den. Die Sammler und Sammlerinnen Der Hitler- Jugend freuen sich auch über Die kleinste Menge!

Gießener Wochenmarktpreise.

* G l e ß e n, 30. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deuffche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, vollfrisch, Klasse 8 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D

Der Maibaum aufgerichtet.

Für die Kundgebung am Nationalfeiertag des deutschen Volkes in unserer Stadt wurde heute mor­gen auf Oswaldsgarten der Maibaum aufgerichtet. Ein Tannenbäumchen schmückt Die Spitze des hohen Stammes. Ein großer Kranz von ftischem Tannen- grün und vier Meter Durchmesier mit vielen bunten Bändern versehen, bildet den Hauptschmuck Des sym­bolischen Baumes. Das Aufstellen des Maibaumes geschah nicht ohne Schwierigkeiten, Denn gleichzeitig mit Dem Baurn mußte auch der Kranz aufgezogen werden. Immerhin: mit Geschicklichkeit und viel gutem Willen wurde es geschafft. Die Teilnehmer Der Feier werden also morgen unter Dem Maibaum stehen.

Die Eisenbahnfahrpreise nach dem Lande Oesterreich.

DNB. Um Den Reiseverkehr nach Dem vormaligen österreichischen Reichsteil zu erleichtern und zu ver­binden, werden vom 5. Mai ab in der Richtung von Deutschland nach Oesterreich über deutsche Strecken also nicht über Tschechoslowakei! in wichtige- ren Verbindungen Urlaubskarten zu Deutschen Fahr­preisen ausgegeben. Ebenso können Gesellschafts­fahrten, Sonderzüge und Urlaubssonderzüge (KdF.) vom 5. Mai ab zu deutschen Fahrpreisen nach Ziel­orten im vormaligen Oesterreich und zurück aoge- fertigt werden. Zu Pfingsten werden Festtag-Rück­fahrkarten auch nach österreichischen Orten aus ge­geben. Von Mitte Juni an werden voraussichtlich sämtliche Fahrkarten, auch die zu den gewöhnlichen Fahrpreisen, nach Dem österreichischen Reichsteil zu deutschen Preisen und Bedingungen ausgegeben wer­den. Von österreichischen Reichsteilen nach Dem al­ten Reich werden Fahrkarten zu deutschen Preiftn und Bedingungen voraussichtlich erst ab frühestens Mitte Juni ausgegeben werden. Bis dahin bleiben in Der Richtung vorn österreichischen Reichsteil Die jetzigen Fahrpreise bestehen.

Knochen sind ein wertvoller Rohstoff.

NSG. Für unsere Volkswirtschaft sind die Knochen ein wertvoller Rohstoff. Sie liefern vor allem Fette, Leim, Gelatine, Futtermittel, Düngemittel, Kitt, Wachs und Knochenasche. Man stellt weiterhin Bein­waren, Stearin, Glyzerin, Jsoliermittel, Farben- binbemUtel, Pflanzenschutzmittel und Arzneimittel

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

(G. Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. -- Hauptgottes- Dienst mit Beichte und Abendmahl.)

1. Mal. Gießen. Stadtkirche. G. 8, Becke», Chrft stenl. Markg. HG. 9.30, Schmidt, KG. 11 Matthg. Zohannesklrche. G. 8, Ausfeld, Christen!. Johs.- und Militg., HG. 9.30, Trommershausen, KG. 11 Lu kg., KG. 11 Saal D. Krippe. Johs.- und Militg. Bibel« bespr. 20, Walther. Petruskapelle. HG. 9.30, Trapp, KG. 10.45. Kapelle Atter Friedhof. HG. 9.30, KG. 11. Wiefeck. HG. 9.30, Selzer. Kirch­berg. KG. 8.45, HG.-Abendm. f. d. jg. M. u. Fr. v, Staufenberg. Lollar. KG. 8.45. Mainzlar. HG. 9.30, KG. 10.30. Watzenborn-Steinberg. KG. 9.30, HG. 10.30. Heuchelheim. HG.-Abendm. f. D. Verh« b. z. 40. Sehens). 9.30, KG. I 13, KG. II 13.45. Klein-Linden. G. 9, KG. 10. Garbenteich. G. 9.» Haufen. G. 10.15. Albach. G. 9. Steinbach. G. 10. Lich. G. 9, Naumann. Nleder-Vessingen. G. 10.30, Naumann. Langsdorf. HG. 11, KG< 13.30. Bettenhausen. KG. 8.45, HG. 9.30. Hungen. G. 9.30, KG. 10.30. Beltershain. G. 9.30. Harbach. G. 9.30. Beitsberg. Lefe-G. 9.30.

Ev. Stadtmission, ßöberftr. 14. 1. Mai. Morgenand. 8.30, Ev.-Vortrag 20.30. 4. Mai. Bibelstde. 20.30.

Die Christengemeinschaft (Beweaung für religiös« Erneuerung), Marburger Str. 15. 3. Mal. Menschen« welhehandluna 7.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (LandeskirchlichS Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. 1. Mai. Ev.-Stde. 20.30. 4. Mai. Bibelstde. 20.30<*- 5. Mai. Jugend« bunbftDe. 20.30.

Neuapostolische Gemeinden Gießen, Händelstr. L Ederstr. 13. 30. April. G. 20. Am 1. Mai keine G.

4. Mai. G. 20.30.

Vaptisten-Gemeinde, Gartenstr. 13.1. Mai. Predigt 9.30. 4. Mai. Bibelstunde 20.15.

Katholische Gemeinden.

(B. -- Beichtgelegenheit, M. = Messe, K. = Kommunion, P. = Preoigt, HmP. = Hochamt mit Predigt, DuA.

-- Vortrag und Andacht, A. = Andacht.)

30. April. Gießen. B. 16.3018.30 u. 19.

1. Mai. (Philippus und Jakobus.) Gießen. B. 6.30, M. (K. d. Männ.) 7, K. 8, HmP. 9, Sing-M. m. P. 11.15, A. 14.30. Grünberg. HmP. 9.45. Lich. HmP. 7.30, DuA. 20. Laubach. HmP. 10; Christen!, u. A. 14.30. Hungen. DuA. 17.30. Nidda. HmP. 8.15. Schotten. HmP. 10.30. 3. Mai. Gießen. Mai­andacht 20, Bibelstde. 20.30. 4. Mai. Hungen. M. 6.30. 5. Mai. Gießen. B. 17.30-18.30. 6. Mai. Gießen. Herz-Jesu-Segensarnt 6.

*

Oeffentllcher Sonntagsdienst.

Polizei: Telephon 2751, nur in dringenden Notfällen Telephon 01.

Feuerwache: Telephon 2244/45; Stotruf Tele­phon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter*Schalterdienst, 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis

Sanitatskolonne: Telephon 2500.

Sonntagsdienst fflr Aerzte.

Arzt: Dr.med. Ringshausen, An der Johannes« kirche 6. Zahnarzt (nur in dringenden Fällen) 1 Dr. Schmitt, Wilhelmstrahe 12.

Nundsunkprogramm

Sonntag, 1.2Hai.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ju« g e n D E u n D g e b u n g. 9.30: Festliche Orgelmusik. 9.45: Von Berlin: Reichssendung: Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus. 11.15: Ewiges Deutschland. 12: H a u p t ku nd ge b un g im ßu ft garten. 13.15: Mittags konzert. 14: Für unsere Kinder. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Der IDtai im Markgräflerland. Maisingen im Wiesendal. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage: 17 bis 17.15: Sportereignisse des Tages. 18: Schon ist, Mutter Natur, Deiner Erfindung Pracht. Ein Spaziergang im Maien. Hörfolge. 19: Nachrichten. ^^ Fröh­licher Tanz. 20: Großes Festkonzert. 22: Abend- tunDgebunq im Lustgarten. 23: Tanz und Unter­haltung. 24 bis 1: Volks- und Unterhaltungsmusik.

Montag, 2. Mal.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. In Der Pause, 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: NS.-Rechtsberotung. 10: Schulfunk. Die Ameise und die Grille. Nach einer Fabel. 11.40, Volk und Wirtschaft. Zweierlei Porzellan. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Quer durch Die Welt. Schallplattenplauderei. 15: Kleines Kon­zert für Bratsche und Klavier. 15.30: Für unferfl Kinder, Jetzt basteln mir... 16: Nachmittayskon* zert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lauft