Geschichten aus aller Welt
mar bei Ausbruch des Krieges
d i g t über die Ortschaf- zieren des tschechischen Generalstabes nicht ver- eich" tätig gewesen war. hindern konnte, im höchsten Grade schuldig gemacht
kommandos oerstän
es zu danken, daß in letzter Stunde eine
auf Burg Katz.
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lichen Provokation aus ging, zur Verantwortung zu ziehen."
tert, in denen er „erfolgreich „ „
Nur dem Verantwortungsgefühl eines Mannes der SDP.., der eingedenk des Befehls der Parteiführung, sich auf keinerlei Gewaltmaßnahmen einzulassen und bedingungslose Disziplin zu halten, ist
glück vermieden wurde, so ändert das nichts daran, daß sich die tschechische Regierung, die zumindest diese ungeheuerlicke Aktion einer verantwortlichen Kamafilla von kriegslüsternen, ehrgeizigen Offi°
Widerstand leisten!
Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche und Müdigkeit lähmen die Widerstandskraft und machen empfänglich für Krankheiten.
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hat. Es ist jetzt Sache Prags, die verantwortlichen Männer, von denen dev»Plan zu dieser ungeheuer-
ten. Seine Aufgabe wurde es sein, darüber zu wachen, daß die Zusammenarbeit zwischen den Generalstäben beider Länder dauernd vollkommen sei. „Petit Parisien" hält es für falsch, wenn man die militärischen Ergebnisse von London als „Militärbündnis" bezeichnet. Es handele sich vielmehr um ein „totales Abkommen über die Mittel, gemeinsam die nationale Verteidigung der beiden Länder im Kriegsfälle zu gewährleisten". „Figaro" will berichten können, daß sich am Freitag Außenminister Bonnet dreiviertel Stunden lang mit dem englischen Schatzkanzler Simon über die F ran - tenfrage unterhalten habe. Dabei sei der Plan einer besonderen Verrechnungsk ass e erörtert worden, die Frankreich eine erleichterte Ankaufsmöglichkeit von Rohstoffen geben solle Das Blatt unterstreicht, daß England für den Augenblick nicht bereit sei, Frankreich eine Anleihe zu gewähren. , , , . ,
Journal" und „Petit Journal" betonen, daß hinsichtlich der Tschechoslowakei zwischen England und Frankreich keine U e b e r e i n ft immun g b e r Ansichten bestehe. Infolgedessen sei auch hinsichtlich der Tschechoslowakei keine genaue Entscheidung getroffen worben.
Die Milärabreden im Vordergrund des pariser Mreffes
Komplott gegen das Sudeiendenlschlum enüarvt Putschplan tschechischer Offiziere gescheitert.
Der jugoslawische Minister für körperliche Ertüchtigung Dr. Miletitsck reifte zu einem eintägigen Besuch Deutschlands ab. Er erwidert damit den Besuch des Reichsjugendführers im Herbst vorigen Jahres. Der Minister wird Gelegenheit zum eingehenden Studium des deutschen Sportes und der deutschen Jugendeinrichtungen haben. Rach deutschem Vorbild sollen in Jugoslawien besondere Sport- und Turnschulen geschaffen werden.
Kunst und Wisienschast.
Ergebnisse des Internationalen Aerztekresfens in Budapest.
Die Begründung einer Internationalen Akademie für ärztliche Fortbildung, mit dem ständigen Sitz in Berlin, die auf dem Internationalen Aerztetreffen in Budapest verkündet wurde, ist ein großer Erfolg der deutschen Forschung und der deutschen Aerzteführung. Die vom Reichsärzteführer vor drei Jahren eftigesührte Pflichtfortbildung, bisher in der Welt ohne Gegenstück, gibt Deutschland einen erheblichen Vorsprung auf diesem für die Volksgesundheit so wichtigen Gebiet. Wie der Präsident des Ständigen Büros, Dr. B l o h m e (Berlin), mitteilt, wird die praktische Arbeit in Fachgruppen durchgeführt, von denen etwa 30 vorgesehen sind. Da etwa 50 Länder für die Beteiligung an der Akademie vorgesehen sind, können praktisch alle Kulturländer Nutzen aus der Arbeit der Akademie ziehen. Auf der Budapester Tagung gaben hervorragende Vertreter dex euro-
patschen medizinischen Forschung emen UeberMuf über bie aktuellen Probleme, besonders über den Stand der Vitamin- und Horrnonforschung. lieber das Problem ,Leib und Seele" sprach der Berliner Internist Professor von Bergmann. Der berühmte £)rmoperateur Professor Olivecrona (Stockholm) zeigte, wie Erscheinungen an den Augen oft auf Geschwülste im Gehirn Hinweisen. Ehe die Schädeldecke geöffnet wird, kann der erfahrene Hirnchirurg die Lage der Geschwulst an den Augenbewegungen feststellen und danach seine Anordnungen treffen.
Tausende von Anmeldungen
für die Deutsche Kunstausstellung 1938.
Wie aus dem Haus der Deutschen Kunst in München mitgeteilt wird, sind für die vom 10. Juli bis 16. Oktober geplante große Schau zeitgenössischer deutscher Malerei, Graphik und Plastik bereits Tausende von Anmeldungen em- (egangen. Die Ausstellungsleitung weist nochmals >arauf hin, daß weitere Anmeldungen nur noch in den nächsten Tagen entgegengenommen werden können. Wie bereits bekanntgegeben wurde, ist für die Einlieferung der angemeldeten Werke die Zeit vom 2. bis 21. Mai festgesetzt. Rückfragen sind an
Paris, 30. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Margenpresse rückt die militärische Uebereintunft weit in den Vordergrund der Ergebnisse der Aussprache in London. Wollen die Blätter in ihren Überschriften auch glauben machen, daß zwischen Paris und London hinsichtlich aller anderen Fragen besonders im Hinblick auf die internationale Politik, völlige Einmütigkeit herrsche, so ergibt sich aus den Kommentaren doch, daß diese Einmütigkeit durchaus nicht voll ist. Die marxistische und kommunistische Presse fragt, z u welchem Preise die französischen Minister mllitärische Vereinbarungen hätten erkaufen müssen. „Matin" berichtet aus London, daß in einer Woche Besprechungen zwischen den Sachverständigen des englischen und des französischen General st abes beginnen würden. Sie würden sich besonders um die Beschaffung von Flugzeugen, Rohstoffen, Brennstoffen und Lebensrnitteln, sowie über die Verwendung von Flug- und Marinestützpunkten drehen. „Excelsior" schreibt, die Londoner Ergebnisse hätten keine gegen einen dritten Staat gerichtete Tendenz. Der militärische Mit- arbeiter des Blattes hält es für möglich, daß die französische und die englische Regierung einen ständigen Sachverständigen schaffen woll-
Berlin, 29.April. (DNB.) Wie der „Angriff" meldet, ist auf Initiative einer Offiziers- gruppe der tschechischen Wehrmacht, er sogenannten K r i e g s p a r t e i, in der Gegend von Reichenberg — Friedland — Grottau ein aus Deutschland ausgebürgertes steckbrieflich verfolgtes Individuum namens Glaser am Werk gewesen, um unter der sudetendeutschen Bevölkerung, insbesondere auch in den Kreisen der SDP. Konrad Henleins, eine Terrororganisation gegen den tschechischen Staat zu bilden. Glaser verstand, es, einzelne unter diesen jungen Menschen, die sich der Tragweite dessen, was von ihnen verlangt wurde, gar nicht bewußt sein konnten, zu Dreiergruppen zusammenzufassen, die bei Nacht und Nebel in verbrecherischem Mißbrauch auf den Namen des Führers vereidigt wurden(!). Diesen Gruppen gab man Waffen in die Hand mit dem Auftrag in der Nacht zum 1. Mai einen Putsch gegen den tschechischen Staat zu inszenieren. Diese Dreiergruppen sollten gleichsam als Kernzellen eines allgemeinen Putsches arbeiten. Glaser, der sich als „deutscher Offizier" (!) bezeichnet, h a t dann d i e zuständigen Gendarmerie-
(ig) Montreal.
Die Gerichte von Kanada müssen sich jetzt noch mit einer Kriegsaffäre beschäftigen. Em gewisser Ninon Guka verlangt von der kanadischen Regierung die Rückgabe eines Grundstücks bei Hyacinthe in Quebec. Er war bei Ausbruch des Krieges
NacPnuck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Auch ein Rekord.
th. Washington.
Omero Catan ist ein merkwürdiger Mensch. Er ist fleißig und ausdauernd in seinem Beruf und in seinem Geschäft. Aber wenn er hört, daß irgendwo ein bemerkenswertes neues Gebäude dem Verkehr . übergeben wird oder eine Brücke eröffnet werden soll, dann packt ihn sozusagen das Fieber. Er hat sich nämlich in den Kops gesetzt, einen Welt- rekord in „Erstbeschreitungen" zu halten. Es ist ihm denn auch gelungen, nachweisbar in nicht weniger als 225 Fallen die berühmtesten Brücken rings um Neuyork, die neuesten Riesengebäude als erster Mann aus dem Publikum zu ,cheschreiten". Heute ist Omero Catan berühmt für seinen Tick. Man
Verdoppelung der englischen , Klugzeugfabrikation.
2 o n 6 o rt, 29. April. (DNB.) Wie verlautet, wird - der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, j Lord Winterton, eine umfangreiche Vergrö - , ßerung der Flugzeugproduktion in Großbritannien bekanntgeben. Der Plan sieht eine Verdoppelung auf allen Gebieten der Luft- ( rüftungen vor; er umfaßt also auch die Vermehrung des Personals, der Flughäfen usw. Gleichzeitig wird mitgeteUt, daß der sogenannte „Plan r", der die ' Erreichung einer Frontlinien st ärke von ; 1750 Fru gz e ugen bis zum 31. März nächsten * Jahres versieht, befriedigende Fortschritte 1 mache und die Lieferung der neuen Bombenflugzeuge im befriedigenden Ausmaße erfolge. Außerdem würden in Kürze eine Anzahl neuer Modelle in Dienst gestellt. Der neue Plan sieht also eine Vergrößerung der unter dem „Plan F" vorgesehenen Ziffern vor. Alle Flugzeugfabriken, die bisher in der Lage gewesen seien, den Ansprüchen des letzten Luftaüfrustungsprogramms zu entsprechen, würden in Zukunft nicht mehr einschichtig, sondern in Doppelschichten arbeiten. Auch die Zahl der Flugzeugwerke würde vergrößert werden. Ferner sei zu erwarten, daß in der Flugwaffe selbst nicht nur die Zahl der Staffeln, sondern auch die Zahl der zu einer Staffel gehörenden Maschinen erhöht werden würde.
Widerstreitende Meldungen
vom chinesischen Kriegsschauplatz.
Schanghai, 29.April. (Eurvpapreß.) Die von vier Heeressäulen eingeleitete japanische O s - fensioe auf Hsütschau ist im Süden dieses strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunktes erfolgreich gewesen. Nach den letzten Frontberichten sind die Japaner entlang der Lünghai-Bahn auf weniger als zwanzig Kilometer an die Stadt Hsütschau herangekommen und stehen für ihren Weitermarsch keinem erheblichen Widerstand gegenüber, da die Chinesen in diesem Kampfabschnitt durch umfangreiche Truppenoerschiebunaen in den letzten Tagen geschwächt worden sind. Chinesische Meldungen b e • streiten diese aus japanischer Quelle stammenden Angaben und behaupten, die Japaner seien im Süden von Hsütschau von chinesischer Uebermacht zurück gedrängt worden. Don japanischer Seite wird die Einnahme von H o h s i e n , etwa 50 Kilometer südlich von Nanking, gemeldet. Die Chinesen behaupten, Schuangkichen, etwa fünf Kilometer westlich von Hangtschau umzingelt zu haben. Dagegen verlautet, daß sie vierzig Kilometer südlich von Hutschau bei Tunglichen vernichtend geschlagen worden sind.
Kleine politische Nachrichten.
Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt hat den Oberbürgermeister in Dresden, Zörner, zur Durchführung aller aus der Planung der Neugestaltung der Reichshauptstadt sich ergebenden Arbeiten und Aufgaben auf Weisung des Führers und Reichskanzlers in die Generalbauinspektion berufen und ihn zu seinem ständigen Stellvertreter bestellt. Zörner stammt aus der freien Wirtschaft unb gehört seit Dezember 1922 der NSDAP, an. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens.
Katastrophe verhindert wurde. Als einer der jungen Öeute, mit denen Glaser in Verbindung getreten war, sich an dieses Mitglied der Sudetendeutschen Partei wandte, um sich Rat einzuholen, wurde diese infame Provokation aufgedeckt.
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„Während Konrad Henlein in Karlsbad bemüht war", erklärt der „Angriff", „auf legale Weise die schwebenden Probleme zwischen den Sudetendeutschen und der Prager Regierung zu klären, benutzte Prag ein aus dem Reich emigriertes Subjekt als Agent provocateur, um mit Gewalt die sicketendeuffche Bewegung zu zerschlagen. Es muß mit aller Eindringlichkeit der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt werden, mit welchen Methoden man in Prag vorgeht. Während man in der Welt bemüht ist, alle Probleme auf friedlichem Wege zu lösen und den Frieden zum Wohle der Völker zu erhalten, spielt man in Prag mit dem Feuer. Wenn in letzter Stunde ein Un-
munbert sich denn auch gar nicht, wenn er sich mit kräftigen Armen nach vorn schiebt, sobald die letzte Schranke fällt, wenn eine neue „Erstbetretung" fällig ist.
Pech im Ring — Glück in.der Liebe.
C. K. Neuyork.
Der junge englische Schwergewichtsmeister Tommy Farr, der im Laufe des letzten Jahres im Ring gerade keine Lorbeeren geerntet hat, da er dreimal hintereinander nach Punkten besiegt wurde, scheint in der Liebe glücklicher zu Jein. Er ist, wie berichtet wird, im Begriff, sich mit Eileen Wenzel zu verheiraten, der dreiundzwanzigiährigen Neuyorker Schauspielerin und Tänzerin, die in den. Nachtlokalen des Broadway jahrelang als „Amerikas Schönheit Nr. 1" gefeiert wurde. Das junge Mädchen hatte ein merkwürdiges Schicksal. Bei einem AutounsaU wurde ihr Gesicht verunstaltet. Die amerikanischen Gerichte, an die sie sich wandte, sprachen ihr einen Schadenersatz von 40 000 Dollar von feiten ihres Begleiters, des jungen Milliardärs Lewis Ehret zu, der den Wagen bei dem Unfall gesteuert hatte. Danach suchte sie die besten „Schönheitschirurgen" Amerikas auf und verttaute, ohne zu zaudern, ihr Gesicht und ihre Zukunst einem von ihnen an. Die Operation kostete fast die 40 000 Dollar, die sie erhalten hatte, aber sie gab ihr ihre Schönheit wieder.
Sie hatte den Boxer vor einiger Zeit in Europa kennengelernt und reifte mit ihm auf der „Normandie" nach Amerika, als er sich auf feine dortige Tournee begab. Sie war es auch, die ihn in die heitere Gesellschaft von Neuyork einführte. Die Möglichkeit einer Verlobung wurde damals von beiden jungen Leuten lebhaft bestritten, aber Eileen verriet ihre Gefühle durch eine Geste. Am Vorabend einer seiner Boxkämpfe hörte sie, wie in einem Neuyorker Nachtlokal Tommy Manville, einer der exzentrischsten reichen Erben Amerikas, eine Wette von 40 000 Dollar gegen 800 Dollar anbot, daß Farr geschlagen roerben würde. Außer sich nahm sie die Herausforderung an. Sie verlor ihr Geld, aber Farr war von ihrem Parteigänger- tum so gerührt, daß er sie um ihre Hand bat und am Tage nach seiner Niederlage den Sieg über ihr Herz davontrug. Die Hochzeit soll, wie man hört, Ende des Sommers und voraussichtlich in England stattfinden.
Die Schornsteinfeger und der Druckfehler.
(ep) Budapest.
In Ungarn gibt es ein Allgemeines Amtsblatt und ein Amtsblatt des Innenministeriums. Als nun im Jahre 1935 die Gebühren für die Schornsteinfeger neu festgesetzt worden waren, oeroffent- lichten jene beiden Amtsblätter den neuen Tarif. So konnte man im Amtsblatt des Innenministeriums lesen, daß als Grundtaxe für das Fegen eines Schornsteins 13 Heller festgesetzt waren. Zu dieser Summe sei dann noch eine Ersatzgebühr von 6 Hellem für das Erdgeschoß und von 3 Hellem für jedes Stockwerk hinzuzuzählen. Nun geschah es, daß die Betriebsleitung der Staatsbahnen in Erlau, als ihr von der Schornsteinfederinnung die Rechnung vorgelegt wurde, sich weigerte, jene 6 Heller Zuschlag für das Erdgeschoß zu zahlen, und zwar mit dem Hinweis darauf, daß in ihrem Amtsblatt, im Allgemeinen Amtsblatt, von 6 Hellern Zuschlag nichts stehe, sondern daß ttort^ar und deutlich zu lesen sei, daß der Zuschlag nur 3 Heller betrage. Schließlich ging die Sache an das Ministerium für Gewerbe und Industrie, denn die Schornsteinfeger bestanden auf ihren 6 Hellern und führten zur Verteidigung ihrer Ansprüche das Amtsblatt Des Innenministeriums ins Treffen. Inzwischen errechneten die Schornsteinfeger, daß in den drei Jahren seit Inkrafttreten jenes neuen Tarifes eine Diffe- ! reiy von nicht weniger als. 8500 Pengö entstanden
Reichsarbeitsführer Hier! machte eine Besichtigungsreise durch Teile Württembergs, Badens, Hessens, durch den Westerwald und die Eifel. Die Fahrt führte durch Lager, Bezirksleitungen und Schulen des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Den Abschiedsabend verbrachte Reichsleiter Hier! bei der Bezirksgruppe 5 des männlichen Arbeitsdienstes
Eigentümer jenes Grundstücks, das einen Wert von 2000 Pfund Sterling hatte. Er-stammte aus der K. u. K. Doppelmonarchie und wurde als „Feind" gefangengenommen, später deportiert, während die Regierung sein Land beschlagnahmte. Bei Beendigung der Feindseligkeiten wurde Guka durch dey Friedensverttag Rumäne, denn sein Geburtsort kam zu Rumänien. Jetzt verlangte er von der kancckrschen Regierung die Rückgabe seines Grundbesitzes, weil es dock schließlich ungerecht sei, einem Alliierten Kandas (auch wenn er ein roeni'g spät und gegen seinen Willen dazu wurde) das Land wegzunehmen. Die Richter wissen nicht ein noch aus, denn schließlich wird die Klage durch den offiziellen Vertreter der rumänischen Regierung in Kanada unterstützt. Der Fall Guka bereitet den kanadischen Gerichten große Sorge.
Die 1)-Bahn tut was fürs Herz!
chb. London.
Die Londoner Untergrundbahn hat eine Einrichtung geschaffen, die nur wenige Pennies Unkosten verursachte, dafür aber sicher Tausenden von Liebespärchen helfen wird. Und das ging folgendermaßen zu: Der Piccadilly-Zirkus-Platz im Londoner Westen gehört zu den verkehrsreichsten Plätzen der AchtmMonenstadt. An einer Seite befindet sich der Eingang zur Untergrundbahn mit einer kleinen, ebenerdig gelegenen Vorhalle. Hier pflegen sich täglich Hunderte von Liebespaaren zu verabreden. Will man in die U-Bahn, dann gerät man in ein unvorstellbares Gedränge junger Menschen. Die Schattenseite dieses Treffpunktes besteht darin, daß sich Liebespärchen oft verfehlen, denn das Gedränge ist tatsächlich fürchterlich und die Beleuchtung mangelhaft.
Also beschloß die U-Bahn, mal etwas fürs Herz ihrer Schützlinge zu tun. lieber dem Eingang befinden sich drei riesige Glasscherben, die der Vorhalle Licht geben. Eines Tages erschienen Maler und malten auf die erste Scheibe eine große I, auf die zweite — aber Sie wissen es ja schon selbst. Jetzt verabredet er sich mit ihr entweder unter der I oder der II ober der III. Das Gedränge hat nachgelassen; und die Pärchen wissen, wohin sie gehören.
Der alte Herr unb bas Mobell 1909.
D. Liverpool.
Gerald Hall dürfte wohl der älteste Autofahrer Englands gewesen sein. Man konnte ihn noch vor kurzem in der Würde seiner 93 Jahre am Steuer seines Wagens sitzen sehen. Aber nun hat er die Ueberzeugung gewonnen, daß seine Augen doch nicht mehr so gut sind und auch sein Griff nicht mehr so sicher. Er wird also fein Auto erckgültig in die Garage stellen. Denn seine Enkel wollen von seinem Wagen nichts wissen. Sein Auto stammt nämlich aus dem Jahre 1909 und ist schön weiß angestrichen. Es war bei bestem Wetter und guter Laune imstande, bis zu 30 Kilometer in der Stunde zu fahren. Diese Geschwindigkeit hat Gerald Hall noch nie in seinem Dasein überschritten. Allerdings behaupten seine Kinder, daß er für fein altes Auto soviel Geld an Reparaturen aus gegeben habe, daß er dafür den schönsten neuen Wagen dreimal hätte kaufen können. Schließlich mußte ja jeder Maschinenteil besonders hergestellt werden. Denn Wagen aus dem Jahre 1909 wurden bekanntlich nicht in Serien fabriziert.
Der Schwips unb ber Film.
H. Paris.
In Paris ist die Polizei feit einiger Zett dazu übergegangen, alle Betrunkenen, die man erroifajt, zu filmen, um ihnen — wenn sie wieder nüchtern find — die Bildstreifen als abschreckendes Beispiel vor Augen zu führen. So wurde dieser Tage auch eine kleine schwedische Studentin in einem recht alkoholischen Zustand von einem Polizisten im Bild festgehalten. Als sie am nächsten Morgen sah, wie beschämend sie sich aufgöführt hatte, bat sie reuig unb zerknirscht um ben Film, den sie als bleibenbe Mahnung stets bei sich behalten wollte. Großzügig, wie bie Pariser Polizei ist, hänbigte man ihr auch ben Bildstreifen aus. Aber wer beschreibt bas Erstaunen des verantwortlichen Beamten, als er einige Wochen später jene Studentin auf ber Lein- manb eines Kinos wieder erblickt? Das findige junge Mädchen war nämlich umgehend mit dem Film zu einem bekannten Regisseur gegangen, bei dem es sich bereits seit längerer Zeit — aber immer vergeblich — bemüht hatte, unb erreichte es, daß ber hohe Herr sich den Bildstteffen ansah. Der Filmgewaltige war begeistert von ben „natürlichen unb lebensechten Aufnahmen" und engagierte das . Mädchen sofort für ihre erste ÄollLl --------
sei, auf bie sie keineswegs zu verzichten gesonnen eien. Und nun taucht die große Frage auf, ob jene Forderung der Schornsteinfeger als berechtigt anerkannt wirb, unb ob nicht in manchen anderen Orten in ähnlicher Weise bie Bezahlung ber Schorn- teinfeger auf Grund des Druckfehlers zu einem zu niedrigeren Satze erfolgt ist. Natürlich wird die Angelegenheit jetzt die Gerichte beschäftigen, und es wird sich zeigen, daß dieser kleine unb unscheinbare Druckfehler vielen noch bettächtliche Kosten an Nachzahlungen verursachen wirb.
Ein schwieriger Fall.
bie Direktion des Hauses der Deutschen Kunst, München, Prinzregentenstraße 1, zu richten.
„Lichtbildner sehen Deutschland."
Ein wesentlicher künstlerischer Beitrag zu Wies- badens Maiwochen 1938 ist die von der Gesellschaft deutscher Lichckildner und der Stadt Wiesbaden gemeinsam im Nassauischen Landesmuseum durch- geführte Ausstellung Lichtbildner sehen Deutschland", die unter starkem Andrang eröffnet worden ist. Nachdem Museumsdirektor Professor Dr. V o ß die Gäste begrüßt hatte, dankte Der Vorsitzende der Gesellschaft deutscher Lichtbildner. Landesgewerberat G r a i n e r (München) der Stadt für die Förderung der Ausstellung. Oberbürgermeister Dr. Mix übergab die Ausstellung der Oeffent- lichkeit. In der Ausstellung, die einen Querschnitt im Lichtbild durch das neue Deutschland 9^tt, überrascht neben der Schönheit aller ausgestellten Bilder auch die Vielfältigkeit der Aufnahmeobjekte. Besondere Bedeutung kommt der Sondergruppe „Führer und Volk in Großdeuffchland" von Reichsbildbericht- erftatter Heinrich Hoffmann zu, die eindrucksvoll die Umwelt des Führers und die weltgeschichtlichen Ereignisie ber letzten Wochen in der wiebergewonnenen deutschen Ostmark zeigt.
Am Freitagmittag empfing Reichsminister Dr. Goebbels den Bürgermeister und die Ratsherren von B a b e I s b e r g, bie bem Minister ben Ehrenbürgerbrief ihrer jungen Stabt überreichten. Reichsminister Dr. Goebbels bankte ben Vertretern ber Bürgerschaft herzlich für die Ehrung ber Stabt bes deutschen Films.
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Reichskriegsopferführer Oberlinbober nahm in Leopoldsau an ber Grenze Wiens ben ersten Spatenstich zum Bau einer Kriegsopfersiedlung vor. Die Siedlung umfaßt zunächst 40 Baugründe von je 1000 Quadratmeter. Oberlindober betonte, daß diejenigen, die im Kriege ihre Gesundheit im Schützengraben für bas Vaterland eingesetzt hätten, jetzt vom Vaterland ein Stücke ber Heimaterbe bekämen, bie sie durch mehr als vier Jahre mit dem Einsatz ihres Lebens geschützt hätten.
Auf der Jahresversammlung ber Jäger des Landesverbandes Danzig wurde einstim- mig der Beschluß gefaßt, fortan das Abzeichen ber Deutschen Jägerschaft zu tragen. Der Gaujägermeister von Ostpreußen, Graf F i nj e n» stein, heftete daraufhin dem Danziger Landes- jägermeister, Senatspräsident Greiser, sein eigenes Abzeichen an, damit dieser als erster Danziger Jäger das neu übernommene Abzeichen tragen konnte.


