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Aus den Gießener Gerichtssä'len.

Große Strafkammer Gießen.

Der P. Z. aus Dffleben hatte sich an einem vier­jährigen Mädchen vergangen. Er wurde in nicht­öffentlicher Sitzung zu einer Gefängnis ft rafe von sechs Monaten verurteilt. Da er im wesentlichen geständig war, wurde ihm die Unter­suchungshaft in Höhe von drei Monaten angerech­net. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft ver­zichteten auf Einlegung von Rechtsmitteln. Das Urteil gegen den in Haft befindlichen Angeklagten wurde deshalb sofort rechtskräftig.

VezirksfchöffengeriOt Gießen.

Das Bezirksschöffengericht Gießen, das am vori­gen Freitag in Büdingen tagte, gelangte in dem Verfahren gegen Heinrich Dchsenhirt, Wilhelm Dchsenhirt und Joh. Georg Lutsch aus Rohrbach wir berichteten in unserer Ausgabe vom Samstag bereits davon zu folgendem Urteil:

Heinrich Dchsenhirt erhielt wegen vorsätzlich falscher Anschuldigung in drei Fällen in Tateinheit mit übler Nachrede sowie wegen übler Nachrede in einem weiteren Falle eine Gesamtgefäng­nis st rase von drei Monaten und zwei Wochen.

Wilhelm Dchsenhirt wurde wegen übler Nach­rede in zwei Fällen mit einer Gefängnis­strafe von fünf Wochen, Joh. Georg

Lutsch wegen übler Nachrede mit einer Ge­fängnisstrafe von einem Monat bestraft.

In der Verhandlung wurde außerdem die Neben­klage des in seiner Ehre schwer verletzten Bürger­meisters Sch. aus Rohrbach zuaelassen.

Die Hauptverhandlung ergab die völlige Halt­losigkeit der von den Angeklagten ausgestreuten Verleumdungen. Die Angeklagten gaben vor, in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt zu haben. Der Staatsanwalt wandte sich mit scharfen Worten

EinVolk, einReich, ein Führer

gegen das Verhalten der Angeklagten, die in ge­radezu niederträchtiger Art die Ehre des Dberamts- richters E. und des Bürgermeisters Sch. angegriffen hätten. Auch der Vorsitzende des Gerichts hob in feiner Urteilsbegründung die Verwerflichkeit des Tuns der Angeklagten hervor und betonte, daß ihr Gebaren mit nationalsozialistischer Haltung nicht das geringste zu tun habe. Um endlich den Unruhe­stiftern im Kreise Büdingen das Handwerk zu legen und den ständigen Verleumdungen von angesehenen Volksgenossen ein Ende zu bereiten, hielt das Ge­richt in Anbetracht der Schwere der. Aeußerungen nur eine strenge Bestrafung für eine ausreichende Sühne.

9JL-$po<t

Der Reichssportführer in Graz und Leoben.

Deutschlandriege zeigt hervorragende Leistungen.

Reichssportführer von Tschammer und Dsten sprach am Montag in Leoben und Graz. Ueberall wurden er und die Deutschlandriege der Turner be­geistert ausgenommen. Besonders herzlich war der Empfang bei einem zufälligen Zusammentreffen der alten SA.-Kameraden in Leoben.

Durch Frühlingsgewitter und starken Schnee- sturm mußten sich die Kolonnen nach Leoben durchkämpfen, wo der Reichssportführer im über­füllten Festsaal mit minutenlangen Heilrufen be­grüßt wurde. Die begeisterte Stimmung übertrug sich auf die Turner, die mit Leistungen aufwarteten, wie man sie selten von ihnen sah. Bei seiner An­sprache wurde von Tschammer und Dsten immer wieder von freudigen Zustimmungsrufen unter­brochen.

Ein kilometerlanges - Spalier mußten die deut­schen Turner in Graz durchschreiten, ehe sie zum Stefanie-Saal kamen, in dem auch der letzte Platz besetzt war. Auch hier wurden die prächtigen Leistungen der Turner mit stärkstem Beifall auf- nenommen. Als die wichtigsten Aufgaben stellte der Reichssportführer in seiner Rede als Aufgaben des deutschen Sports heraus:

1. Die Betreuung der Jugend, die feinem Herzen besonders nahe steht.

2. Die Hinführung der wehrhaften Männer und Frauen zu den regelmäßigen Leibesübungen.

3. Den Gedanken der politischen Leibeserziehung, der alles Tun und Lassen eines leibestüchtigen Volkes unter die Verpflichtung des Dienstes für das große Vaterland stellt.

24 Sonderzüge fahren nach Hamburg.

In den großen Trainingsquartieren in der Um­gebung Hamburgs wird eifrig gearbeitet. Max Schme ling hat in Friedrichsruh bereits mit der Ringarbeit begonnen; auch fein Gegner Steve Dudas ist schon groß in Fahrt. Uebrigens hat der Amerikaner noch einen dritten Trainingspartner angefordert und den Altonaer Schwergewichtler Hermann Nielsen verpflichtet. Walter N e u s e l hat in Rissen erheblich an Gewicht verloren und ist auf dem besten Wege, sich zum 16. April in die richtige Form zu bringen. Als Letzter hat diesmal der Engländer Ben Foord mit der Arbeit be­gonnen. 24 Sonderzüge wurden in den Fahrplan der Reichsbahn eingestellt, um die erwarteten Zu­schauer aus dem Reich zu den Boxkämpfen nach Hamburg zu bringen.

Cambridge schlug Oxford.

Auf der Themse zwischen Mortlake und Putney wurde unter Beteiligung von 131 Achter-Mann­schaften das bekannteHead of the River-Rennen" durchgeführt. Die Mannschaft Cambridges siegte da­bei in 20:02 knapp vor der Universität Dxford, die 20:05 benötigte. Auf den dritten Platz kam der Thames Rowing Club London, dei> allein zehn Boote im Wettbewerb hatte.

Mitte und Bayern im Endspiel.

Adlerpreis-Vorschluhrunde im Handball.

Der kommende Sonntag bringt die Entscheidung darüber, wer in diesem Jahre den Endkampf der Handball-Haumannschaften um den vom Reichs- sportführer gestifteten Aülerpreis bestreitet. Die bei­den Kämpfe der Vorschlußrunde führen in München die Gaue Bayern und Schlesien zusammen, wäh-

renb in Köln Mittelrhein und Mitte um den Ein­tritt in die Endrunde kämpfen. Als klarer Favorit geht der Verteidiger des Adlerpreises, die Mitte- Elf, nach Köln. Ausgeglichener wird der Kampf in München werden, doch ist mit einem knappen Siege der Süddeutschen zu rechnen. Die Paarung des Endspiels wird also aller Wahrscheinlichkeit nach MitteBayern lauten.

Der Handballkampf Mtv.Lützellinden.

Mit 8:6 Toren für Mtv.

Beide Mannschaften setzten sich bereits in den ersten Minuten mit ganzer Kraft ein. Die Gäste spielten oft etwas zerfahren, die Mtv.-Elf ruhig und durchdacht. Mit wechselndem Glück kämpften beide Torhüter, denn wohl kaum mehr konnten die Pfosten alsRetter" einspringen, als gerade am vergangenen Sonntag. Eine große Zahl Latten­schüsse auf beiden Seiten ließen das Ergebnis nicht höher ausfallen. In der fünften Minute wurde Wagner gut freigespielt. 1:0 hieß es für Mtv. Kurz darauf konnte Eger im Anschluß an einen Allein­gang von Rechtsaußen auf 2:0 einsenden. Lützel­linden machte heftige Anstrengungen zum Ausgleich. Bei einem Stande von 3:0 konnten die Gäste durch eine schöne Stürmerleistung den ersten Treffer anbringen. Aber die Männerturner ließen nicht locker. Winter und Wagner sind es, die den Tor- abstand auf 5:1 vergrößerten. Ein Deckungsfehler des Platzvereins brachte Lützellinden das 2. Tor.

Es sah fast aus, als ob Lützellinden eine hohe Niederlage einstecken müßte, denn die Männertur­ner brachten es fertig, auf 8:3 zu erhöhen. Daß es allerdings nicht fo blieb, lag an dem ausgezeich­neten Endspurt der Gäste. Lützellinden stürmte oft mit 8 Mann. An den drei letzten Toren, die sämtlich durch Freiwürfe erzielt wurden, konnte Strack nichts ändern.

In Betrachtung der beiden Mannschaften muß gesagt werden, daß die Gäste im Feldspiel durchaus ebenbürtig, ja fast überlegen waren, ein wunder­bares Zusammenspiel pflegten und schöne Angriffe vortrugen. Im Torschuß standen sie den Männer­turnern nach. Die Verteidigung der S^ännerturner wurde oft von der Läuferreihe zu wenig unterstützt und war so manchmal zu überlastet.

Iußball der Kreisklaffen.

Atten-Vuseck I Grohen-Vuseck I 2:3 (1:2).

Wie im Vorspiel, so mußte auch im Rückspiel die junge Mannschaft der Alten-Busecker eine Nieder­lage hinnehmen. Die Gäste siegten zwar verdient, wenn auch mit etwas Glück. Das Spiel begann für die Platzmannschaft wohl vielversprechend, aber schon nach kurzer Zeit mußte man feststellen, daß bei den Einheimischen der nötige Kampfgeist fehlte. Auch die weiche Spielweise kam den härter spielen­den Gästen gelegen und so konnte es nicht ausblei­ben, daß der erste Treffer für Großen-Buseck bald fällig war. Erst als im Anschluß an einen Eckball die Gäste durch ein unglückliches Selbsttor des lin­ken Läufers zu einem zweiten Treffer tarnen, raffte sich der sonst so flinke Sturm der Einheimischen endlich einmal zusammen und stellten durch ein Tor des Mittelstürmers das^ Halbzeitergebnis her. Nun sollte das Spiel eine Wendung erfahren und die Platzmannschaft drängte mächtig um Verbesserung des Resultats. Sie gestaltete das Spiel des öfteren überlegen. Aber auch diese Ueberlegenheit konnte nicht durch Tore zum Ausdruck gebracht werden. Den Gästen war das Glück hold, denn ein Miß­verständnis des rechten Verteidigers mit dem Tor­mann führte zu einem dritten Treffer.

Die Gau-Misterschasten im Saalradsporl.

Der Gau 12 Nordhessen ermittelte am vergangen nen Sonntag in Wölfersheim seine diesjährigen Gaumeister. Die einzelnen Kämpfe wurden vor zahlreichen, begeisterten Zuschauern ausgetragen.

Die Meisterschastswettbewerbe.

Kaumeister int 1er = Kunstfahren wurde U fi n g e r vom RV. Flottweg Kassel mit 202,8 Punkten, der gleiche Fahrer errang auch, mit sei­nem Partner Nuhn, die Meisterschaft im 2er- Kun ft fahren, die beiden Kasseler zeigten ein sehr schwieriges Programm und erreichten 254,1 Punkte. Der NV. Flottweg Kassel siegte dann noch erwartungsgemäß im 6er-Kunstreigen vor dem RV. Vorwärts Anspach. Gegen den Ex-Deutschen Meister, welcher für seine Vorführungen wohl den stärksten Beifall des Tages erntete, hatten die tap­feren Anspacher natürlich keine Aussichten, Kassel siegte mit 357,9 gegen 275,5 Punkte.

Die Nebenwettbewerbe:

Der Wettbewerb im 6er-Schulreigen wurde vom RV, Vorwärts, Anspach, gewonnen. Die Män­

ner- und Frauen-Mannschaft aus Wölfersheim wurde geschlagen.

Das 2er-Radballspiel der Bezirks­klasse wurde eine sichere Beute von Lotz-Freitag (RVgg. Wetzlar), welche nach diesem Siege in die Gauttasse aufsteigen. Die Wetzlarer gewannen ihre Spiele gegen Anspack) 8:7, gegen Mengeringhausen 14:2 und gegen Krofdorf 11:4. Das Ergebnis: 1. Lötz-Freitag, Wetzlar, 6 P.; 2. Franke-Nelle, Mengeringhausen, 3 P.; 3. Leicht-Hayer, Krofdorf, 2 P.; 4. Fleischhauer-Döbel, Anspach, 1 Punkt.

Die Jugend-Kämpfe.

Engel, RVgg. Wetzlar, siegte mit der für einen Jugendlichen hervorragenden Punktzahl von 208,5, im ler-Kun st fahren vor Döpfer, RV. Flott­weg, Kasses, (187,1 P.) und Hagner, RVgg. Wetz­lar (186,3 P.). Der RV. Wattenbach gewann mit 190,3 Punkten den 6er-Jugendreigen. Sehr interessant verliefen die Spiele der Radball-Jugend­klasse. Burk-Bender, RA Teutonia, Krofdorf, spiel­ten nicht so hervorragend wie sonst, siegten aber ttotzdem sehr sicher gegen die zweiten Sieger Hag- ner-Krast, RVgg. Wetzlar und Meis-Hehler, Wöl­fersheim.

Wirtschaft.

Der deutsche Wirtschastsaufstieg.

LPD. Als Auswirkung des allgemeinen wirt­schaftlichen Aufstieges im nationalsozialistischen Deutschland hat die rückläufige Bewegung der Zahlungseinstellungen ihren Fort­gang genommen. Während im Jahre 1932 nicht weniger als 13 966 Anträge auf Konkurseröffnung gestellt und 6185 Vergleichsverfahren eröffnet wur­den, sank die Zahl der Konkurseröffnungsanträge im Jahre 1937 auf 4503, die der eröffneten Ver­gleichsverfahren auf 421. Gegenüber 1932 zeigt sich bei den Konkursen eine Abnahme von 68 v. H., bei den Vergleichsverfahren sogar eine solche von 95 v. H. Diese Zahlen sind ein außerordentlich ein­drucksvoller Beleg für die große Sicherheit und Stetigkeit, die als Folge deutscher Wirtschafts­gesundung und Wirtschaftskräftigung in dem ge­samten Geschäftsleben eingetreten ist.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehoerteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 3 Dchsen, 8 Bullen, 15 Kühe, 28 Färsen, 136 Kälber, 202 Schweine, 1 Schaf aufgetrieben.

An Preisen wurden erzielt: Dchsen 36 bis 44 Pf., Bullen 39 bis 42, Kühe 13 bis 42, Färsen 38 dis 43, Kälber 38 bis 59, Schafe 42 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebend­gewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 Mk., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03, Klasse d bis f (unter 100 kg) 0,97, Klasse gl und I (fette Specksauen und Altschneider) 1,05, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 Mk.

Marktverkauf: Großvieh, Kälber und Schafe wur­den dem Bedarf entsprechet angeliefert. Schweine zugeteilt. Ausverkauft.

Rhein-Mainische Börse.

Mittagsbörse überwiegend fest.

* Frankfurt a. M., 29. März. Unter Bevor­zugung einiger Spezialpapiere blieb die Börse am Aktienmarkt weiterhin fest. Von der Kund­schaft erfolgten weitere Käufe, während Abgaben nur in kleinem Umfange vorgenommen wurden. Die fortlaufend bekanntwerdenden Industrie-Ab­schlüsse bieten weiterhin Anregung. Das Geschäft war jedoch nicht besonders lebhaft, doch gingen in einzelnen Werten verhältnismäßig größere Beträge um. Am Montanmarkt lagen besonders Rheinstahl fest mit 150 bis 150,50 (148,50), Hoesch, Mannes­mann und Vereinigte Stahl zogen je 0,50 v. H. an. Von Elektrowerten wurden hauptsächlich wieder AEG. gefragt mit 118,65 (117,25). Am Chemiemarkt konnten sich JG.-Larben um 1,25 v. H. auf 159,25 erholen, dq die letzttägigen Abgaben offenbar be­endet sind. Von Maschinenaktien wurden MAN mit 137,25 bis 137,50 (136) in größeren Beträgen aus dem Markt genommen, Demag und Rheinmetall ge­wannen je 0,25 v. H. Autowerte lagen ruhig, wobei Adlerwerke bei einigem Angebot auf 124 (124,75) zurückfielen. Im einzelnen notierten u. a. Reichs­bank mit 199,75 (199), Verein. Deutsche Metall mit 180 (179), Westdeutsche Kaufhof mit 99,90 (99,25), anderseits Berger Tiefbau 157 bis 156,50 (157), Feldmühle Papier 144,50 (145) und Licht und Kraft 143,50 (144),

Am variablen Rentenmarkt waren die Um­sätze klein. Reichsaltbesitz lagen mit 132,65 unver­ändert, ebenso im Freiverkehr. Kommunal-Umschul- bung mit 96,40 bis 96,45. Der Pfandbriefmarkt lag still, Goldpfandbriefe wurden teils gestrichen und teilweise repartiert Auch an den übrigen festver­

zinslichen Gebieten traten kaum Veränderungen ein und die Umsätze hielten sich in engen Grenzen.

Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark zu­sammen und die Aktienkurse bröckelten viel­fach um Prozentbruchteile ab, die Grundtendenz blieb aber fest. Die später notierten Werte lagen vorwiegend fester, wobei BMW. 1, Cement Heidel­berg 1 und Junghans 1,40 v. H. gewannen, schwä­cher lagen Conti Gummi mit 218 (219,50), ferner gingen Kaliwerte etwa 1 v. H. zurück.

Donnerstag

fällt die Frankfurter Wertpapierbörse aus.

Fwd. Anläßlich des Führer-Besuches und der großen Kundgebung in Frankfurt a. M. fallen so­wohl die Mittagsbörse, als auch die Abendbörse die­sen Donnerstag in Frankfurt a. M. aus.

Abendbörse ruhig.

An der Abendbörse kamen einige Aufträge der Kundschaft zur Ausführung, das Geschäft hatte aber nur kleinsten Umfang. Die Kulisse zeigte nur wenig Unternehmungslust. Trotz uneinheitlicher Kursent­wicklung bei im allgemeinen kleinen Abweichungen war die Gesamchaltung etwa behauptet. Vielfach handelte es sich um Anpassungen an den schwäche­ren Berliner Schluß. So lagen Montanwerte durch­weg nur knapp gehalten, Buderus 120,25 (120,75), Mannesmann 115,40 (115,50), Rheinstahl 149,60 (150), Verein. Stahl 116,25 (116,50). Von chemischen Werten gingen Rütgerswerke um 1 v. H. auf 152,50 zurück, während IG. Farben 0,40 v. H. höher lagen mit 158,90. Maschinenaktien lagen etwas schwächer, MAN. 136,75 (137,50), Rheinmetall 141,75. bis 142 (142,50) und Moenus nach zweitägiger Pause mit 133 (135,50), Adlerwerke mit 124,25, Demag mit 156,50 und Junghans mit 125,75 blieben gut

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. März. Auftrieb: Kälber 694 (gegen 694 am 22. 3.), Härnrnel und Schafe 84 (112), Schweine 4366 (4270). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), b) 54 bis 59 (53 bis 59), c) 43 bis 50 (41 bis 50), d) 40 (35 bis 40). Hüm­mel b2) 47 bis 50 (46 bis 52), c) 43 bis 45 (41 bis 45), d) 40 (32 dis 40), Schafe a) 39 bis 42 <39 bis 42), b) 33 bis 38 (33 bis 38), c) 31 bis 32 (28 bis 31). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50), g2) 51,50 (51,50). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M., 29. März. Der heutige Pferdemarkt war etwas schwächer als der vom Vor­monat beschickt, auch der Besuch war kleiner. Das Geschäft war zunächst lustlos, bis gegen Mittag entwickelte es sich jedoch lebhafter, so daß nur we­nig Ueberstand verblieb. Die Preise haben gegen die im Vormonat gezahlten keine wesentliche Aende- rung erfahren. Lediglich für beste Qualitäten zogen sie etwas an. Aeltere, magere Schlachtpferde fan­den nur wenig Beachtung, für junge fette Ware wurden 27 bis 29 Mark je 50 Kilogramm Schlacht­gewicht bezahlt. 'Nächster Pferdemarkt am 3. Mai. gehalten. Veränderungen zeigten ferner Bekula mif 162 (161), Gesfürel mit 149,75 (149,25), Deutsche Linoleum mit 176,50 (176) und AG. für Derkebrs- wesen mit 137,75 (138), sowie Reichsbank mit199,50 (199,75). Am Einheitsmarkt lagen Bankaktien un­verändert, ebenso . Wayß & Freytag mit 155 und Aschaffenburger Buntpapier mit 97. Am Ren­tenmarkt ermäßigten sich IG. Farben-Bonds um 0,13 v. H. auf 130,40, Reichsbahn-Vorzugsaktien ge­wannen 0,13 v. H. auf 131,75. Kommunal-Umichul- bung hatten kleines Geschäft bei unverändert 96,40 bis "96,45.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börje.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Wend- börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag- börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börie

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

28.3

29-3-

28.3.

29.3.

Darum

28.3.

29-3.

28.3.

29 3.

6% Deutfche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 <y2% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1935 ............

102

99,8

101,9

99,8

101,9

99,8

102

99,8

Accumulatoren-Fabrik.......14

Aschaffenburg Zellstoff........6

Bemberg...................O

Bekula................. 8

144,25

148,5

160,5

144

149

162

144

148,75

161

143,75

148.5

162

V/2% Deutsche Reichsschahanwei- sungen von 1935, II. Folge ... iVi% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1936, III. Folge ..

6%% Doung Anleihe von 1930 .. 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I......................

4y2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesitz...........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten..............

4%% Hess. Lan desbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12...............

5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe...............

4/.% Preuß. Landespfdbr.-Anst.

Goldpfe. R. 19..............

4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y>% Darmstädter Komm.-Lan- deSbankR. 6................

Deutsche Koinm^Sammel-AnIethe Auslos.-Rechte I..............

<y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3..................

5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

Steuergutschein-Verrechnungskurs

S.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7

Reichsbank................. 12

Berliner Handelsgesellschaft . e y, Commerz- und Privat-Bank ... 6 Deutsche Diskonto............ 6

Dresdner Bank..............4

100

101,3

100,8

100,1

132,65

138

100

101,4

100

100

99,75

100

100

'01,3

101,75 111,45

138

78

131,75

199

130 123 127,25 117,5

100,1

101,3

100,8

100,25 132,65

100

101,4

100

100

99,75

139,9

100

100

101,3

101,9 111,45

137,75

77

76,9 131,75

199,5

130 117,25 127,25

117,5

Devise

100

99,8

103,5

100,9

100,1

132,65

100

139,75

101,75

111,5

138,25

77,25

77,65

131,9

199,5

130

123

127,25

117,5

nmarft

100,1

99,8

103,5

101

100,9

100,1

132,65

100

100

139,5

101,9

111,4

138

77,25

77,75

131,75

199,9

130

117.25 127,25

11.7,5

Berlin

Buderus Eisen...............5

Cement Heidelberg....... 7

Cement Karlstadt............6

Conti Gummi .............. 12

Daimler Motoren.......... 6y,

Dessauer Gas ...............4

Deutsche Erdöl..............5

Deutsche Gold- und Silber.... 9

Deutsche Linoleum.......... 10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

g. K. Farben-Jndustrie.......7

Fellen & Guilleaume.........6

Gesfürel................... 7

Th. Goldschmidt............. 6

Gritzner Maschinen........... O

Harvener.................S'/2

Hoesch Eisen...............sy2

Philipp Holzmann........... 8

Ilse Bergbau................6

Ilse Genüsse................6

Kali Aschersleben............ 4

Klöcknerwerke ............. V/t

KokSwerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer ..................6

Matnkraft...................4

Mannesmann.............4%

ManSfelder Bergbau ...... 7

Metallgesellschast.............6

Orenstein & Koppel..........O

Rheinische Braunkohle.......12

Rheinische Elektro............6

Rhetnstahlwerke..............6

Rbeinisch-Destfältsche Elektro .. 6

Rütgerswerke ...............7

Salzdetfurth Kali............6

Schlickert & Co............... 7

Schultheis Patzenhoser........ 4

Siemens & Halske...........9

Süddeutsche Zucker.......... 10

Vereinigte Stahlwerke......4y,

Westdeutsche Kaushos......... O

Westeregeln Alkali............ 4

Zellstoff Waldhos............ 6

Olavi Minen............ 0,6

Frankfurt a. HL

121,5 171

219,5 146,5

143,25

250,5 176

144 158

141

150 146

48,75

115

163,75

146,75 110,75 120,25

124

96,25

115

143,5

235

148,5 126,25

154,5 167

218

116.5 99,25

110,5 151,5

28

120,75

173

218

146,5

144,25

250,5

176,5

144

158,9

141,5

149,75

146

48,75

115,5

164,25

147,25

110

121

125,5

96,5

115,4

149,65

126,25

152,5

218

116,25

99.9

110

151,5

28

121,75

218,5

147

122,5 143,25

176,13

129,75

143,75

158

141

150,25

146

49,13

115,4

164

164,5

147

111,25

120,75

159

124,75

115,25

155

143.5

114,25

235

148,25

126

154

167.5

181

94,25

207,5

218

116,25

99,5

110,4

151

28,13

120,25

218,25

147 122

144

176,5 129,5

144 158,5 141,9

150 146,25 49.13

172 115,5 164.9

162 147,4 109,5

121 158,75 126,75

115,5 156,5

143,25 114,5

231,13 131,5

149,75

126 152,75 167,5 181,9 95,65

207 218

116 100,25

110 150,75 28,13

28 Marz

29 Mürz

28 -März

29 .Mürz

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche'Notierung

Geld

Briet

Geld

Bries

Geld

Brief

Geld

Bries

Buenos Aires.............

0,614

0,618

0,616

0,620

Javan......

0,720

0,722

0,721

0,723

Brüssel...................

42,01

42,09

42,08

42.16

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5,706

Rio de Janeiro............

0,145

0,147

0.145

0.147

Oslo .....

62,12

62,24

62,20

62.32

Polen....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien.......

Kopenhagen...............

55,18

55,30

55,25

55,37

Lissabon....

11,23

11,25

11,24

11,26

Danzig...................

47,00

47,10

47,00

47,10

Stockholm ..

63,68

63,80

63,77

63,89

London...................

12,36

12,39

12,375

12,405

Schweiz....

57,04

57,16

57,12

57,24

helsingfors................

5,47

5,48

5,475

5,485

Spanten....

Paris....................

7,522

7.538

7,592

7.608

Prag.......

8,691

8.709

8,691

8.709

Holland..................

137,81

138,09

137,96

138,24

Budapest...

Italien...................

13,09

13,11

13,09

13,11

Neuyork..,.

2,494

2,498

2,492

2,496