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Don der Universität Gießen.

Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität wird uns mitgeteilt:

Der Herr Reichsstatthalter in Hessen Landes­regierung hat im Einverständnis mit dem Herrn Reichserziehungsminister folgende Lehrauf­träge für Teilgebiete der Forstwirtschaft an der Universität Gießen genehmigt:

1. für forstliches Transportwesen,

2. für Jagdkunde, Jagdwirtschaft und Jagdrecht, beide an Forstmeister S u s s n e r vom Forstamt Schiffenberg,

3. für forstliche Arbeitslehre an Oberforstmeister De uster bei der Landesregierung Darmstadt,

4. für Naturschutz an Professor Dr. Funk an der Universität Gießen.

Herr Professor B e t t i von der Universität Mai­land hat am Dienstag, dem 26. April, seine im Rahmen der Juristischen Fakultät der Ludwigs-Uni- versität angekündigte Vorlesung über .Italienisches Staats- und Korporationsrecht" begonnen. Die erste Doppelstunde war der faschistischen Staatsauffassung und dem Verhältnis von Partei und Staat in Ita­lien gewidmet.

Zoologen-Tagung in Gießen.

Dom 4. bis 6. Juli wird die Deutsche Zoolo- gische Gesellschaft ihre 40.Jahreshauptver- sammlung in Gießen abhalten. Zu der Tagung werden Fachgelehrte von allen deutschen Hochschulen und auch aus dem Auslande erwartet. Eine größere Reibe von Fachoorträgen wird die Arbeitssitzungen ausfüllen. Die Arbeitstagungen werden im Hörsaal des Physiologischen Institutes stattfinden. Ausflüge nach dem Schiffenberg, nach Bad-Nauheim, Wetz­lar and in den Vogelsberg find vorgesehen. Sobald das Tagungsprogramm in seinen Einzelheiten vor­liegt, werden wir näheres noch berichten.

Kindergruppen der RS.-Frauenschast.

Im Gau Hessen-Nassau werden setzt in allen Ortsfrauenschaften Kindergruppen ausgestellt, denen die Knaben und Mädchen von 6 bis 10 Jahren bet­reten können. In Orten, in denen keine NSV.- Kindergärten bestehen, nehmen die Kindergruppen auch schon die Vierjährigen mit auf. Die Kinder werden einheitlich gekleidet, damit sie merken, wer zu ihnen gehört.

Ein Nachmittag in der Woche vereint die kleine Schar unter der Leitung einer jungtn Frau, die es versteht, mit Kindern umzugehen. Im Winter sollen die Kinder in einem passenden Raum beschäftigt werden. Da wird gesungen und gespielt, geturnt und gebastelt. Dazwischen erzählt die Leiterin Märchen und zeigt Bilder dazu. Im Sommer geht es hinaus ins Freie. In Feld und Wald lernen die Kinder Dflanzen und Tiere kennen. Was sie schon im Bilderbuch gesehen haben, begegnet ihnen in freier Natur. Sie lernen spielend die Laub- und Nadelbäume unterscheiden, sie hören die Namen der Pflanzen, sie sehen das Getreide wachsen und reisen. Vielleicht steht der Gruppe ein Eckchen Garten zur Verfügung; da wird dann gesät, gepflanzt und ge­erntet. So lernt das Kind seine Umgebung kennen und sich einfügen in einen Kreis gleichaltriger Ge­spielen, so wächst es hinein in die deutsche Volks­gemeinschaft. F. K.

Altmaterial dem Rohproduktensammler!

Eine Mahnung an unsere Hausfrauen.

Der Kreiswirtschaftsberater bei der Kreisleitung Wetterau teilt uns mit, daß anläßlich einer Be- prechung mit den b e r u f s st ä n dischen Roh­produktensammlern, die von ihm zur Sammlung der Alt- und Abfall st offe in den Haushalten der Stadt Gießen eingesetzt sind, zum Ausdruck gebracht wurde, in vielen Haushalten werde den Rohproduktensamm­lern die Abgabe der angefallenen Alt- und Absall- to fe mit dem Bemerken verweigert, daß der Reichsluftschutzbund oder die Hitler-Jugend dieses Material sammeln. , . .. _ .

Derartige Auffassungen in Hausfrauen kreisen sind unrichtig. Alle Volksgenossen, insbesondere unsere Hausfrauen, seien darauf hingewiesen, daß im Rahmen des Bierjahresvlanes das beruss­tändische Rohproduktengewerbe in erster Linie zur Erfassung dieser Alt- und Abfallstoffe von dem Reichskommissar für Altmaterialverwertung eingesetzt wurde. Alle Hausfrauen werden daher gebeten, die in ihren Haushaltungen anfallenden Altstoffe, insbesondere das in den durch die Reichsluftschutzhauswarte in

den einzelnen Häusern aufgestellten Kästen ange­fallene Altmaterial, den Rohprodukten­sammlern gegen entsprechende Be­zahlung zu überlassen.

Die Rohproduktensammler sind zur Abholung dieses Materials verpflichtet, und sie erscheinen in der Regel in den ersten zehn Tagen jedes Monats. Falls dieses Altmaterial nicht regelmäßig durch den mit einer grünen Armbinde und mit einem Aus­weis versehenen zuständigen Rohproduktensammler abgeholt wird, ist der Lufffchutzhauswärt zu ver­ständigen oder dem Amt für Wirffchaftspolittk bei der Kreisleitung Wetterau Mitteilung zu machen.

Unsere Hausfrauen mögen diese Auftlärung sorg- fälttg beachten, damit alles in den Haushaltungen anfallende Altmaterial zum Nutzen unserer Volks­gemeinschaft regelmäßig und vollständig erfaßt wer­den kann.

Ehemalige 222er!

Erstürmer des Kliwa und OtSzanowec!

Kameraden! Euer Tradittonsregiment, das Jn- anterie.-Regiment 116, ruft euch zu einem Reaimentsavpell am 18./2 0. Juni nach Gießen. Großzügige Vorbereitungen wer- den vom Regiment getroffen.

Am Samstag, 18. Juni, findet in der Gie- ;ener Volkshalle ein Kameradschaftsabend mit einer reichhaltigen Veranstaltungsfolge statt. Alte Erinnerungen sollen geweckt und gemeinsame Erleb­nisse an diesem Abend ausgetausmt werden.

Am Sonntag, 19. Juni, soll am Ehrenmal der gefallenen Kämpfer des Regiments und der der anderen Kriegsaufstellungen gedacht werden, der 2540 gefallenen Kämpfer des Regiments 222 des großen Krieges, die ihre Treue zu Volk und Vaterland auf den Schlachtfeldern im Osten bei Lask-Pabianice, bei Rogozna-Ruda, bei Karcymy, bei Lodz, an der Rawka-Bzura, bei der Erstür­mung der Höhe 927 bei Koziowa, bei Stryj. bei Zydäczow, an der Gnila-Lipa, in der Durchbruchs­chlacht an der Zlota-Lipa, bei Tarnopol, an der Strypa, am Baryszka und Koropiez-Abschnitt, in den Kämpfen im Westen bei Verdun, bei der Er- türmung der feindlichen Stellungen vom Avocourt- Wald bis zur Höhe 304, bei den Stellungskämpfen in Französisch-Flandern", bei Arras, bei Cambrai und St. Quentin, in den Kämpfen vor und in der Hermannstellung u. a. mit dem Tode besiegelten.

Anschließend findet auf dem Trieb ein Massen­aufmarsch statt, dem auch Gauleiter Reichsstatt­halter Sprenger, Frankfurt, der Kommandie­rende General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Artillerie Doll- mann, Kassel, und her Kommandeur der 9. Divi­sion, Generalleutnant Oßwald, Gießen, sowie

viele Offiziere der alten Armee, Generalmajor Mohr, Gießen, u. a. beiwohnen werden.

Nachmittags finden militärische Vorfüh­rungen mit modern st en Waffen statt. Auch ein neuzeitliches Gefecht mit verbundenen Waffen wird zur Durchführung kommen, weiter wehrsportliche Veranstaltungen aller Art. Abends findet auf einer besonders erbauten Freilichtbühne die Aufführung vonWallensteins La­ger" statt.

Neben dem Regiment 222 werden außerdem zu diesem Regimentsappell noch aufmarschieren: In­fanterie-Regiment 116, Reserve-Jnfanterie-Regiment 116, Landwehr-Jnfanterie-Regiment 116, Infanterie- Regiment 186, Reserve-Jnfanterie-Regiment 254, Infanterie-Regiment 390, Infanterie-Regiment 418, Ergänzungs-Bataillon Gießen. Ergänzungs-Batail­lon 53 und Ergänzungs-Bataillon 116.

2 2 2er! Ehemalige Angehörige des mit unsterb­lichem Ruhm gekrönten Regiments! So wie ihr in den Jahren des Niedergangs, in den schmachvollsten Zeiten des Vaterlandes, in denen man kein Ver­ständnis für Soldatentum, für Disziplin und Kame­radschaft aufbrachte, trotz allem zusammengehalten habt, so werdet ihr es auch heute, in den glücklich­sten Zeiten deutscher Geschichte tun und am 18./ 2 0. Juni dem Ruf eures Traditionsregiments zum Regimentsappell nach Gießen folgen.

Anmeldungen können erfolgen und Aus­kunft erteilen: Vereinigung ehemaliger 222er, Gießen, z. Hd. Oberleutnant der Landwehr L. Grieß bauer, Gießen, Lonyftraße 19, alle Bür­germeister der Kreise Gießen, Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Büdingen und Friedberg, und das In­fanterie-Regiment 116, Gießen.

Vorsicht mit der Frühjahrs-Lorchel!

Die Frühlingszeit ist gekommen. Morcheln, Lor­cheln und Becherlinge erscheinen. Die Lorchel vielfach fälschlich Morchel benannt tritt in den Frühlingsmonaten (März bis Juni) besonders tn sandigen Kiefernwäldern truppweise, ost in großer Zahl auf. Der hohle, weißliche Stiel ist mitunter ganz im Boden eingesenkt, so daß nur der braune Hut mit feiner wulstig-faltigen Oberfläche aus der Nadelstreu hervorschaut. Durch ihre braune Schutz- färbe wird die Lorchel oft übersehen.

Noch nicht genügend bekannt ist es, daß die Frühlings-Lorchel (Helvella esculenta) als Gift­pilz sehr verhängnisvoll werden kann. Sie hat auch in den letzten Jähren eine ganze Reihe von Todesfällen und schweren Vergiftungen verursacht. Wie schon vor hundert Jahren bekannt war, bleibt der Genuß der Lorchel meist (nicht immer!) ohne schädliche Folgen, wenn die Brühe der genügend (mindestens fünf Minuten) gekochten Pilze vor dem Genuß wcggeschüttet wird. Sorgfältig (ungefähr zwei Wochen) getrocknete Lorcheln |otlen gewöhnlich auch ohne diese Vorsichtsmaßregel be­kömmlich sein.

Don manchen Menschen wird die Lorchel auch mit dem Kochwasser vertragen. Zuweilen tritt erst eine Erkrankung ein, wenn eine zweite Lorchel- mahlzeit in kurzem Zwischenraum nach der ersten stattfand. Auf jeden Fall bleiben in bezug auf die Giftigkeit der Lorchel noch mancherlei Räffel zu lösen.

Am besten ist jeglicher Genuß derFrüh« lings-Lorchel zu meiden.

Vom Pilzmarkt sollte ein Pilz, der schon so viele Todesfälle zur Folge hatte, ganz ausgeschlossen werden, wie das in Oesterreich schon der Fall ist.

lieber alle sicheren Erfahrungen beim Lorchel« aenuß, insbesondere über Lorcheloergistungen, wird (mit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt) Mitteilung an die Medizinische Fachkommission der Deuffchen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm, Westfalen), oder an das Mykologische Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung) erbeten.

** Neue Operettensängerin am Stadttheater. Für die Spielzeit 1938/39 wurde Eva Eckert vorn Grenzlandtheater Flensburg als 1. Operettensängerin an das Stadttheater ver­pflichtet.

** Täglicher Omnibusverkehr nach dem Schiffenberg. Vom 1. Mai ab besteht wieder die tägliche Omnibus-Verbindung vom Bahn­hof Gießen über Selterstor, Ludwigsplatz, Gnauth- ftraße nach dem Schiffenberg. Diese gute Fährver­bindung wird in den kommenden SSmmermonaten wieder vielen Ausflügler» willkommen sein.

** Fichtenreisig zum S ch m u ck der Häuser für den Nationalen Feiertag des Deut­schen Volkes wird zur Abgabe an die Volksgenossen in einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zur Verfügung gestellt.

** Richtigstellung. Im letzten Absatz des Berichtes über die Neuordnungen im Friseur- aewerbe ist die im Zusammenhang mit der Ab­legung der Meisterprüfung genannte Jahreszahl falsch wiedergegeben worden. Es mußte nicht 1937, sondern 19 31 heißen.

Wieder Maienblasen.

Auch in diesem Jahre soll wieder das vor etwa 10 Jahren von Amtsgerichtsrat Gros nach dem Alsfelder Vorbild in Gießen veranstaltete Mcrien-- blasen vom Turm der Johanneskirche und der Stadtkirche aus stattfinden, da diese Sitte hier sehr viel Anklang gefunden hat.

Es kommen außer bekannten Volksliedern Cho- räle aus einem alten Choralbuch, das einst im Besitz eines Turmwächters und Stadtmusikanten war, zur Darbietung. Das Maienblasen beginnt im Hinblick auf den Nationalen Feiertag des deuffchen Volkes bereits am 3 0. April und wird dann an jedem Mittwoch und Samstag ab 19 Uhr stattfinden.

Samstag, 30. April, auf dem Turm der Johanneskirche: 1. Choral:Lobe den Herren", Stralsund 1665; 2.Schäfers Sonntags- lied", Konradin Kreutzer; 3. Volksweise:Der Mai ist gekommen", I. W. Lyra 1842.

Mittwoch, 4. Mai, au f dem Turm der Stadtkirche: 1. Choral:Allein Gott in der Höh sei Ehr", vorreformatokisch, Leipzig 1539; 2.Die Ehre Gottes", L. v. Beethoven; 3. Volks­weise: ,Zm schönsten Wissengrunde", 18. Jahr­hundert.

Schulungsvortrag

der NAF.-Abteilung Wehrmacht.

Am Donnerstagnachmittag hielt die DAF.-Abtei- lung Wehrmacht imCaf6 Leib" einen Schulungs- oortrag unter der Leitung des Kreisschulungsleiters her DAF. Pg. Bienengräber ab. Der Be­triebsobmann der Gefolgschaften des Standortes L. Haag en gab noch einmal die Anordnungen für die Teilnahme an der Feier des 1. Mai bekannt. Anschließend hielt der Kreisschulungsleiter der NSDAP. Pg. Michel (Großen-Linden) einen Vortrag über die Nationalsozialistische Weltanschau­ung. Er ging davon aus, wie grundlegend die Auf­fassungen des Nationalsozialismus vom Leben und Dienen ein apathisch gewordenes, dem Verfall nahes Volk wieder in Bewegung gesetzt haben. Er zeichnete ein Bild der Lage vor der Machtüber­nahme, als es noch Parteien gab, die Klassen und Interessen vertraten, so daß über alle Zerklüftung nur durch ein größeres, gemeinsames Ziel das ganze Volk wieder vereint und gerettet werden konnte. Dieses Ziel fand der Nationalsozialismus in dem Willen, Sammelbecken des ganzen deuffchen Volkes zu fein. Und diese Marschrichtung, die sich als richtig in der Kampfzeit erwiesen hat, bleibt durch den Führer vorgeschrieben auch in der Zu­kunft. Das Ziel dieser Richtung bleibt die Rettung des deutschen Volkes. In überzeugender Weise schil­derte Pg. Michel die einzige Möglichkeit zur Er­reichung dieses Zieles in der Festigung und Stär­kung der Lebensgrundlage dieses Volkes. An dem Beispiel der Familie zeigte er, wie nicht durch die Hilfe für ein einziges Familienglied, sondern nur durch die Beschaffung der Existenzgrundlage für die Eltern, als dem Kern der Familie, die richtige Hilfe einsetzen kann. Der Nationalsozialismus mußte neue Wege beschneiten und daß er Den richtigen ge­funden hat, beweisen die Tatsachen und die Erfolge, sonst stünde Deutschland nicht unter seiner Führung. Ein Volk erwachte, besann sich auf sich selbst, war auf einmal erfüllt von neuer Zuversicht. Mit einer neuen Auffassung über Sinn und Zweck des Le- bens hat dieser eine Mann große Taten vollbracht, die wir heute in ihrer Größe noch nickt übersehen formen. Lebhafter Beifall dankte dem Redner.

öJ.-fport

SportlicheDeranstaltungen am Mai.

Die Reichssportführung teilt mit, daß sportliche Groß-Veranstaltungen am Tage der Nationalen Arbeit, dem 1. Mar, ausfallen, sofern sie nicht auf Wunsch der zuständigen Dienststellen in die an diesem Tage stattfindenden Festveranstaltungen eingealiebert werden. Die Dereinsveranstaltungen, Gesellsckafts-, Rundenspiele usw. können am 1. Mai durchgeführt werden, wenn sie nicht mit den am 1. Mai stattfindenden allgemeinen örtlichen Feiern zusammenfallen.

EA.-Gruppe Hessen bei den deutschen Gepäckmarsch-Meisterschaften.

NSG. In Leipzig findet am 8. Mai wiederum die deutsche Gepäckmarschmeisterschaft statt, die erst­malig von der Obersten SA.-Führung durchgeführt wird. Aufbauend auf den Erfahrungen vergange­ner Jahre unterliegt sie vollkommen neuen Be- nngungen. Besonders ist der Gedanke des Mann- chaftskampfes durch eine Erhöhung der Mann- chaftsstärke von drei Mann auf einen Führer und 15 Mann in den Vordergrund getreten. In den Be­dingungen ist auch eine Aenderung eingetreten, in der die neue Sportauffassung zum Ausdruck kommt. Es ist Schluß gemacht worden mit den reinen Ge­waltmärschen. Die Erleichterungen, die in der Herabsetzung der Strecke auf 20 Kilometer und des Gepäcks auf 20 Kilogramm bestehen, werden durch den Einbau von schwierigen wehrsportlichen Auf­gaben ausgeglichen.

Die Strecke führt durch schwieriges Gelände. Wald- und Wiesenwege und natürliche Hindernisse sind vorgesehen. Einem Marsch mit Gasmaske über 500 Meter folgen Handgranatenzielwurf und ein Kleinkaliberschießen. Kurz vor Ende des Marsches ist noch ein Handaranatenwettwerfen eingelegt. Nur wer außer der geforderten Durchschnittsgeschwindig­keit von 8 Minuten pro Kilometer auch auf diesen Gebieten gute Leistungen vollbringt, wird sich in den Kampf um den Endsieg einschalten können. Zu den Kämpfen sind erstmalig Wehrmacht, Polizei und Reichsarbeitsdienst zugelasien.

Die Gruppe Hessen wird bei der deuffchen Ge- päck-Meisteffchast 1938 durch eine Frankfurter Mannschaft vertreten sein, die aus einem Führer und 15 Mann besteht.

Großdeutschlands Fechter für pystian

Stärkstes Aufgebot für die Weltmeisterschaft.

Nach den Erfahrungen, die das Fachamt Fechten bei den Deuffchen Meisterschaften in Hannover machen konnte, h-at die Reickssportführung nun­mehr die großdeuffche Mannschaft für die Welt­meisterschaften ausgestellt. Insgesamt werden 18 Fechter und sechs Fechterinnen bei den Titelkämpfen, die vom 16. bis 27. Mai in Bad Pystian veran­staltet werden, die deuffchen Farben vertreten. Ein zahlenmäßig stärkeres Aufgebot ist nicht zulässig. Die deutschen Fechter und Fechterinnen werden ab Montag, 2. Mai, in Frankfurt a. M. unter Leitung von Altmeister Casmir in einem Trainingslager zusammengezogen. Casmir begleitet unsere Aus­wahl auch als Mannschaftsführer. ___

135 Nennungen aus fünf Ländern.

Wieder Hamburger ^tadtparkrennen.

Nach vierjähriger Pause ist das Hamburger Stadtparkrennen wieder, erstanden und findet am 8. Mai auf der neuen 6 Kilometer langen Rund­strecke der Hansestadt statt. Die Krafträder bestreiten dabei den zweiten Lauf zur deutschen Meisterschaft, und die Sportwagen kämpfen in einem national ausgeschriebenen Wettbewerb.

Das größte Aufgebot an Solomaschinen stellt na­turgemäß Deutschland, das neben seinen sämtlichen Werkfahrern aus zahlreiche Privatfahrer schickt. Ferner sind die Schweiz, England, Estland und Belgien vertreten. Vei den Sportwagen beherrscht BMW. die 2-Liter-Klasse. Hier starten auch zwei Fahrer der erfolgreichen1000-Meilen"-Mannschaft, Richter und v. d. Mühle-Eckart. Auch in der 1500-cow-Klasse ist BMW. am stärksten vertreten.

Reitturnier in Rom gestartet.

Das 13. internationale Rettturnier in Rom wurde am Mittwoch auf dem Turnierplatz in der Piazza di Siena mit dem Springen um den Pre- rnio Esquilino eröffnet. Den Sieg errangPegaso" unter Kpk Conferti (Italien) mit 0 Fehlern in 1:36,2. Oblt. Huck (Deutschland) tarn mitAeolus" auf den vierten Platz.

Der zweite Tag des Internationalen Reitturniers in Rom stand wiederum im Zeichen eines Zeit- springens, diesmal um den Preis des Imperiums. Vorgeschrieben war der gleiche Kurs wie am Vor­tag. Diesmal starteten die Teilnehmer am Turnier im Jahre 1937, so daß damit die Heeresschau über alle Teilnehmer abgeschlossen wurde. Deutschland, ohne seine ^-Reiter, die Türkei und Italien waren in diesem Wettbewerb unter sich. 34 Teilnehmer vertraten die Farben Italiens, das war eine vier­mal fo starke Streitmacht wie die der beiden Gast- länber. So stellte denn auch Italien in Serce unter Kpt. Lombardo wieder die Siegerin vor Pildiz unter Kpt. Gürkan (Türkei). Die Olympiasiegerin Tora unter Rittm. Kurt Hasse kam als bestes deutsches Pferd mit 0 Fehlern auf den fünften Rang.

Amerikas Schwimmer kommen.

Amerikas Schwimmer haben die Einladung Deuffchlands zu einem Kampf Europa gegen USA. in Berlin am 20. und 21. August im Olympia- Stadion angenommen. Sie werden mit einer sieben Mann starken Mannschaft kommen, die nach den nationalen Meisterschaften Ende Juli in Louisville zufammengeftellt wird. Als Trainer wurde der Sportlehrer Kiphuth von der Pale-Universität be­reits bestimmt. Auch die Annahme der deuffchen Einladung für eine USA.-Leichtathlettkmannschaft erscheint gesichert.

Leichtathletil-LSndefkampf

DeutschlandllGA. in Aussicht.

Gelegentlich des Olympischen Kongresses in Kairo fanden zwischen den Delegierten von USA. und Deutschland, Avery Brundage und Dr. Ritter

von Halt, die eine über 25 Jahre bestehende Sportfreundschaft verbindet, Besprechungen zwecks Veranstaltung eines Leichtathletik-Länderkampfes zwischen Deutschland und USA. statt. Brundage hat nach seiner Rückkehr vom Kongreß diesen Vorschlag der amerikanischen Amateur-Athletik-Union unter­breitet und volles 'Verständnis für den Plan ge­funden. Daher ist mit Zustimmung des Reichssport­führers auf dem offiziellen Wege eine Einladung nach USA. zu einem Länderkampf gegen Deutsch­land am 13. und 14. August im Olympia-Stadion in Berlin ergangen. Der geplante große zweitägige Länderkampf Deutschland USA. der Leichtathle­ten soll mit Ausnahme des Marathonlaufes, des 50-l<m-Gehens und des Zehnkampfes alle übrigen 21 olympischen Wettbewerbe umfassen.

Turnverein Hochelheim Bannsieger im Handball (Bann 88).

Zu einem Handball-Turnier trafen sich am ver­gangenen Sonntag die Staffelsieger der Jugendklasse aus Dem HI.-Bann 88 Wetzlar in Niedergirmes. Zweck der Veranstaltung war die Ermittlung des Bannsiegers. Die Spiele begannen am Vormittag und nahmen einen reibungslosen Verlauf. Da Tv. Dornholzhausen seine Mannschaft noch in letzter Minute zurückziehen mußte, standen sich noch Nieder­girmes, Dutenhofen, Hochelheim und Lützellinden gegenüber. Die Paarungen ergaben folgendes Bild:

Dutenhofen Hochelheim 1:5 (1:2). Dutenhofen, nur mit 10 Mann spielend, war den Angriffen der Hochelheimer nicht gewachsen und fiel gegen Ende des Spieles stark ab.

Lützellinden Niedergirmes 1:1 (1:0). Die körperlich schwächste Mannschaft, Tv. Lützellin­den, hinterließ in diesem Treffen einen glänzenden Eindruck. Gegen die einwandfreie und technisch gute Spielweise der Gäste konnte sich Niedergirmes nur ein Unentschieden erkämpfen.

Niedergirmes Hochelheim 2:3 (2.2). Zwei körperlich sowie spielerisch annähernd gleich­wertige Mannschaften. Hochelheim konnte den Sieg erst gegen Ende sicherstellen. Niedergirmes spielte im Sturm sehr eigensinnig.

Lützellinden Dutenhofen 7:3 (4:2). Dies war das schönste Spiel des Tages. Die durch­dachte und uneigennützige Spielweise derKleinen Üützellindener" könnte mancher aktiven Mannschaft als Vorbild dienen.

Hochelheim Lützellinden 5:1 (3:0). Lützellinden, noch von dem vorhergehenden Spiel er­müdet, konnte an dem Ergebnis nichts ändern und

fiel gegen Ende stark ab.

Dutenhofen Niedergirmes 2:1 (2:0). Niedergirmes zeigte in diesem Spiel keine besondere Leistung. Man hätte allgemein gerade von dieser Mannschaft mehr erwartet. Dutenhofen gewann ver­dient und setzte sich somit an dritte Stelle.

DieTabelle ergab folgendes Bild: Spiele Gew. Unentsch. Hochelheim 3 3 0

Lützellinden 3 11

Dutenhofen 3 10

Niedergirmes 3 0 1

Verl. 0 1 2 2

Pkte. 6:0 3:3

Kurze Sportnotizen.

Alfa Corse, der neue italienische Automo- bil-Rennstall, trainiert seit Dienstag mit den Fah­rern Farina, Biondetti und Siena auf der Monza- Bahn. Falls ein Start in Tripolis möglich ist, sol­len drei der neuen Achtzyllnder-Komprefsorwagen eingesetzt werden. __________