Einzelbild herunterladen

522A

leit

mpte, lover, Inder, mden

ittich-Stein ttvLm-NMMs .Seltersweg 6

»lagen.

zplatz

itliche

Bhranstalt id Handelskammer aerwall 11 (am en), Femr.2480 hole jit mittl. Seife 'M. 17.-. muD delsschale Ibersekunda­geld RM. Er­

lassen. Für r'änzunp durch üüiche Fächer. .Keine zeitliche ig-Eintrittnur Auskunft tägL ft kostenlos. M* on jetzt erbeten

Äen-Kurl D« jri-klkheW® gehen sei®' .*»*5

LZ

ÄvöiiFPerÄ Eigenschaften dei t- .Drucksache reichen neuzeitliche«^, ]

Spieren zu

rei.Sckulstr.lJ^

Rr.?4 viertes Blutt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheüen)2O./3V.Zanuar (958

Glanz Wd Elend Marokkos.

Von unterem pp -Äerichierstattei

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Casablanca, Januar 1938.

Wohl in keinem Lande sind die Gegensätze zwi­schen modernen und primitiven Lebensformen so stark wie in Französisch-Marokko. Casa­blanca, der Hafen am Atlantischen Ozean, der nach der Gefährdung des direkten Verbindungsweges zwischen Frankreich und seinen nordafrikanischen Besitzungen vorbei an den Balearen künftig wohl noch einen erheblich weiteren Auftrieb erfahren wird, erscheint nicht nur bei einer Einfahrt mit dem Dampfer, sondern auch bei der Ankunft von der Landseite her öorbei an neuen Fabriken als eine der modernsten Städte der Welt aber nur einige Kilometer landeinwärts wird der landwirt­schaftliche Betrieb in primitivsten Formen betrieben, und etwas weiter ist die Frage der Wasserversor­gung die aktuellste und wichtigste, ist nicht einmal so viel getan, daß den Eingeborenen in Zeiten der Dürre wirksam geholten werden kann. In den Städten treffen wir Araber, die die modernen Ver­kehrsmittel, Flugzeug und Auto, als eine Selbst­verständlichkeit betrachten, und andere, die sich einzig des Esels bedienen, lieber das Land führen einige Eisenbahnlinien und moderne Autostraßen, es über­wiegen aber die dürftigen Pfade der Karawanen. 'Wir treffen Araber, die als leitende Kräfte oder als Arbeiter in neuzeitlichen chemischen Fabriken beschäftigt sind, und andere, die die Stoffe nach älter Sitte mit Gräsern färben.

In den Städten stehen luxuriöse Schulen und Hospitäler nicht weit entfernt von den schlimmsten Elendsvierteln. Die jungen Araber dieser Schulen können ihre erworbenen Kenntnisse nur selten ver­werten und sehen oft keine andere Möglichkeit, als die der Betätigung in der revolutio­nären Bewegung, die erstrebt, daß die Ma­rokkaner ihr Schicksal s e l b st in ihre Hand nehmen. Sie werden nicht zu Helfern Frankreichs im Aufbau der Wirtschaft, sondern zu Propagandisten für eine Rückkehr zu den religiösen Bräuchen und zu den primitiven technischen Methoden. Es werden Häuser gezeigt mit allem Komfort der Neuzeit, vor allem mit vielen Badezimmern, aber man kann auch be­obachten, wie sich die Eingeborenen am Straßen­rande waschen.. In den Städten kann man sich allen Vergnügungen der Neuzeit hingeben, während > andererseits noch" viele nach den sittenstrengen Vor­schriften leben und in weiten Gebieten des Land- innern Hungersnot herrscht. Dies alles findet keine Hinreichende Erklärung darin, daß der nun einmal gegebene Unterschied zwischen reich und arm wie in so manchen kolonialen Gebieten auch in Marokko besonders kraß in Erscheinung tritt. Das aenügt nicht zur Deutung. Die Verhältnisse hätten sich nicht so zugespitzt, wenn nicht-die vielen Fehler der fran­zösischen Kolonialpolitik hinzugekommen wären, vor allem der eine, daß Frankreich versäumt hat, eine dauerhafte Grundlage zu schaffen.

Diese Grundlage ist für Marokko wie für fast alle kolonialen Gebiete die' Landwirtschaft. Die Möglichkeiten sind dank der Fruchtbarkeit des Bodens und dank dem günstigen Klima unerschöpf­lich, wenn nur zielbewußt gearbeitet und durch eine großzügige Bewässerungspolitik die Hauptsorge be­seitigt wird, d i e Angst vor der Dürre. Wie die beiden Nachbargebiete Algerien und Tunis, könnte Marokko dem Mutterlande viele Gemüse­arten zu Zeiten liefern, in denen sie in Frankreich nicht gedeihen oder noch nicht reif sind, ferner die subtropischen Erzeugnisse wie Apfelsinen, Zitronen, Mandarinen, Datteln, Feigen Olivenöl usw., vor allem Baumwolle und Wolle. Es fehlt aber die zielbewußte Arbeit. Die Ausfuhr einiger Gemüse­arten und subtropischer Erzeugnisse konnte zwar in letzter Zeit etwas erhöht werden, aber noch nicht ,, nennenswert. Nichts Wesentliches wurde getan, um Baumwolle anzupflanzen und die feit altersher auf Schafzucht eingestellten Eingeborenen an die planmäßige Züchtung ertragreicher Rassen zu ge­wöhnen damit brauchbare Wolle geliefert werden kann und z. B. die kuriose Einzelheit der Ein­führung von Wolle aus England zwecks Herstellung echt marokkanischer Gewebe ein­mal der Vergangenheit angehören kann.

Das Hauptinteresse der Landwirtschaft ist noch immer auf Erzeugnisse gerichtet, die das Mutter­land s ell b st in genügenden Mengen und in aus­reichender Qualität liefert, nämlich Weizen und W e i n , und neuerdings in steigendem Maße Gerste und Mais. Wie stets bei primitiven Anbauverhältnisfen, schwanken die Ernteergebnisse sehr. Als in den guten Jahren 193034 etwa acht Millionen Doppelzentner Weizen geerntet wurden, gab es Absatzschwierigkeiten, da Frankreich sich wei­gerte, frühere Versprechen der zollfreien Einfuhr von marokkanischem Weizen einzu'lösen. Jetzt sind drei schlechte Ernten von durchschnittlich nicht ein­mal vier- Millionen Doppelzentner aufeinander ge­folgt, und schon machen sich, um die sehr vorsich­tigen Formulierungen des Generalresidenten Nogus zu zitieren, teilweise Anzeichen einer Hun­gersnot bemerkbar. Es gesteht sogar die Gefahr, daß viele Eingeborene wegen Mangel an Saat­getreide, wegen der Dürre und wegen der sonstigen Enttäuschungen der letzten Jahre auf die Bestellung der Böden verzichten werden. So ist die Stimmung auf dem Lande sehr gedrückt und kaum die Mög­lichkeit gegeben, die Siedler und Eingeborenen als freudige Mitarbeiter än der Erschließung des ma­rokkanischen Bodens zu gewinnen.

Während die Landwirtschaft vernachlässig wurde, gab Frankreich Milliarden für die Entwicklung der städtischen Wirtschaft aus. So entstanden als Fremdkörper und als Wasserköpfe die Groß­städte, deren Glanz in steigendem Maße Die Ein­geborenen anzieht. Die muselmanische Bevölkerung von Casablanca stieg z. B. von 1926 bis 1936 von 72 000 auf 184 000, und die des etwas nörd­licher gelegenen JRabaL.oon 29000 auf 57000. Sie alle hofften, hier Unterkunft und Beschäftigung zu finden, aber das erwies sich als trügerisch. Sie Hausen in sehr dürftigen, aus Fässern und Brettern zusammengehauenen Hütten, wo die schlimmsten Krankheiten wüten und die Jugend unter wenig erfreulichen Umständen aufwächst. Die Probleme der Elendsquartiere, die Frankreich noch nichr einmal in seinen eigenen Großstädten ,in Angriff genommen hat, stehen somit heute im Vordergrund der marokkanischen Sozialpolitik. Aber erst 193p wurden die ersten Gelder bewilligt, erst am 17. Ok­tober 1937 wurde eine entsprechende Behörde ge­schaffen und, auch erst in den letzten Tagen des alten Jahres wurde dafür gesorgt, daß der ein­geborene Arbeiter ein bescheidenes Existenzminimum

Wirkliche Hauptstadt des Deutschen Reiches." Oer Plan für die Neugestaltung Berlins.

Von Gerhard Bohlmann.

Das Programm für die Neugestal­tung Berlins bedeutet eine so umwälzende- Verwandlung der Hauptstadt des Deutschen Reiches, wie sie noch keine andere Weltstadt in diesem Um­fange bisher erfahren hat: hier werden Gedanken ausgesprochen, hier sollen Pläne auf Jahrhunderte hinaus verwirklicht werden, die überwältigend wir­ken, weil sie in der Geschichte der großen Städte so ganz ohne Beispiel sind. Um das Gigan­tische dieses Programms ganz zu erkennen, muß man sich einen Augenblick daran erinnern, wie die großen Städte geworden sind, wie etwa eine Stadt wie Berlin entstanden ist. Aus welchem Kern ist Berlin entstanden? Auf welche Weise dehnte es sich aus, nach welchen Gesetzen und Ordnungen ist bisher gebaut worden?

Daß sich das älteste Berlin im Anfang des 13. Jahrhunderts um die Spree-Inseln kristallisierte, war natürlich keineswegs ein Zufall, denn hier kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Aber wie entwickelte sich in großen Zügen gesehen diese anfängliche Siedlung in den nächsten Jahr­hunderten weiter? Als im 15. und 16. Jahrhundert das Schloß ausgebaut wurde, war es natürlich, daß die Kurfürsten zunächst die Umgebung ihrer Resi­denz ausgestalteten. So hat der Große Kurfürst für die Bebauung der wüst liegenden Stellen ge­sorgt, er hat den Lustgarten angelegt, und König Friedrich I. ließ die Friedrichstadt die Straßen­züge im Verlauf der heutigen Friedrichstraße nach einem, auch heute noch deutlich erkennbaren Plan aufrichten, und es war schon eine Tat, daß er die einzelnen inzwischen entstandenen Stadtteile,, etwa Friedrichswerder und die Dorotheenstadt, zu einer Stadtgemeinde vereinigte. Friedrich der Große wandelte den Tiergarten, der' bis dahin feinen Na­men noch verdient hatte, zu einem Park um, und es schien abermäls weitsichtig und großzügig, daß er die Befestigungsanlagen abtrcfgen ließ und so, den Mauergürtel sprengend, der Stadt Raum zur Ausdehnung und Luft zum Atmen verschaffte.

Man sieht aber an diesen Beispielen, wie regel­los, wie unordentlich im eigentlichen Sinne diese Stadt geworden ist. Man erkennt das besonders an der Anlage der öffentlichen und repräsentativen Ge­bäude, bie sich zunächst um das Schloß gruppier­ten, die später aber dort begonnen wurden, wo eben ein Bauplatz freilag. Das alles ist planlos und zufällig geschehen.

Auch die V o r st ä d t e sind als eigene Gebilde und ohne Verbindung mit dem heutigen Berlin ge­wachsen und geworden. Man muß sich einmal ver­gegenwärtigen, daß Vororte wie Tempelhof, Wil­mersdorf, Halensee, Tegel noch um die Jahrhundert­wende gar keine Fühlung mit der eigentlichen Hauptstadt gefunden hatten, daß es kleiner Reisen bedurfte, um dort hinaus zu kommen. Diese Städte sind in den letzten Jahrzehnten mit der Stadt so verschmolzen worden, daß Grenzen heute nicht mehr zu erkennen sind. Dreißig oder Dierzig Jahre gewiß nur eine Sekunde im Leben eines Volkes und in der Entwicklung einer Stadt, aber welche Veränderungen auf technischem und verkehrstech­nischem Gebiet haben sich in dieser kurzen Spanne vollzogen, welche Erfahrungen sind mit Maschinen, Häusern und Straßen gemacht worden, welche Er­kenntnisse stehen uns heute Uir Verfügung Er­kenntnisse, aus denen der Führer die letzten Folgerungen gezogen hat, die jetzt verkündet wor­den sind.

Wie sieht Berlin heute aus? Wenn man es vom Flugzeug aus betrachtet, stellt sich die Stadt als ein regelloses Gewirr von Plätzen, Straßenzügen, Kirchen und öffentlichen Gebäuden dar, Berlin ist

Unsere Karte veran­schaulicht den Verlauf einer Nord - Süd- Achse, die von dem neu anzulegenden Nord- bahnhof bis zu dem geplanten S ü d b a h n - h o f führt. Die mit Zahlen gekennzeichneten Punkte zeigen die Lage der gxoßen Planungen: 1. Nordbahnhof, 2. Kö­nigsplatz mit Verfamm- lungsdau, 3. Ostdurch- bruch der Ost - West- Straße, 4.'Voßstraße und Wilhelmstraße, 5. frei­werdendes Gelände des Potsdamer und Anhalter Bahnhofs, 6. Flughafen Tempelhof. (Zeichnung der Generalbauinspektion für die Reichshauptstadt Berlin. Scherl-M.)

4

&

Jexanderpl

markt

Ha II.Tor

Flughafen

jetziger Stettiner Bhf.

Lehrter Bhf.

aus so ungleichartigen Elementen entstanden ein Durcheinander der verschiedensten Baugedanken, Absichten, Versuche und Stilarten geworden. Und wenn man weiter die Stadt aus- der Perspektive des Flugzeugs betrachtet, so gewinnt man den melancholischen Eindruck, daß diesem ungeheuren Leib die Luft ausgegangen ist, daß der Raum mangelt, daß die Menschen sich in den Häusern, die Fahrzeuge sich in den Straßen drängen.

Hier greift nun der Wille des Führers ein. Sein Plan bringt in das regellose Chaos die Ordnung. Seine Gedanken werden der Stadt den Raum schaffen, der ihr heute mangelt. Frühere Generationen haben bei ihren Bauvorhaben an die nächsten Jahre, bisweilen auch an die nächsten Jahrzehnte gedacht, jetzt aber wird Berlin eine Neugestaltung, eine Umwandlung erfahren, die auf Jahrhunderte hinaus berechnet ist, die alle Möglichkeiten weiterer Entwicklung in sich begreift. Es geschieht zum ersten Male in der Geschichte einer Hauptstadt, daß solche Gedanken verwirklicht wer­den, daß sie nicht nur wie bisher auf dem Papier bleiben sollen, sondern daß sie jetzt zur vollendeten Tat werden.

Schon ist der Ausbau der Ost-West - Achse begonnen worden, schon ist das Preisaus­schreiben für die neue Hochschulstadt am Westrande Berlins ergangen, schon ist der Grund­stein zum Wehrtechnischen Institut gelegt worden. Dieser Achse entspricht eine andere, die von Nor- den nach Süden führt: die nördlichen und südlichen Fernbahnhöfe, die bisher wie Blöcke im

Stadtkörper lagen, werden an die Peripherie ge­schoben und durch diese Nord-Süd-Straße vereinigt werden, an der auch sämtliche repräsentattven Ge­bäude des Staates stehen sollen. Vier Ring« straßen werden dieses Achsenkreuz ergänzen, die Autobahnen werden an diese Anlage herangeführt werden.

llebermältigenb wie diese ganze Anlage ist auch die Schnelligkeit, mit der die Neugestaltung der Reichshauptstadt vollendet werden wird. Wenn man in sieben oder zehn Jahren wieder einmal vom Flugzeug aus Berlin niederblicken wird, wird man das Hinreißende dieses Bauprogramms erst ganz erkennen: die Einfachheit,' die Großartigkeit, die schöne Sachlichkeit. Dann werden die Straßen, die heute noch alsPrachtstraßen" gelten, wie etwa die Straße Unter den Linden oder der Kurfürsten­damm, zu Straßenzügen zweiter yunb dritter Ord­nung herabgesunken sein, denn auch das ist das Zwingende dieses hinreißenden Vorhabens, daß es bestimmt und fähig ist, den Verkehr der Welt­stadt an sich zu saugen und zu bewältigen.

Berlin ist nicht die einzige Großstadt Europas, die unter solchen Umständen entstanden ist: auch andere Städte haben die gleichen Sorgen und Krankheiten, an denen Berlin bisher so schwer ge­litten hat. Daher werden auch anders Städte dem Beispiel Berlins folgen, weil sie ihm werden folgen müssen. So wird die Neugestaltung Berlins für alle Weltstädte als ein sortwirkendes und dauerndes Beispiel dienen.

gesichert bekommt. Von Lösung kann noch nicht die Rede sein. Die Sorgen des städtischen Lumpen­proletariats lasten sehr auf Marokko.

Gewisse Hoffnungen auf eine Wendung zum Besseren macht man sich in Frankreich neuerdings wegen der Fortschritte bei der Erschließung der Erzvorkommen. Die Förderung von Blei- und Zinkerzen, die 1935 noch nicht nennens­wert war, dürfte 1937 20 000 bzw. 10 000 Tonnen erreicht haben. An Eisenerzen wurde vor einigen Wochen die erste Ladung verschifft. Große Er­schließungsarbeiten sind geplant, und sicherlich wird noch Wesentliches erreicht werden, wenn auch die Eisenerze von Französisch-Marokko nie die Bedeu­tung des spanischen Nachbargebietes erlangen wer­den. Hinzu kommt die günstige Entwicklung der Förderung von manganhaltigen Erzen und von Phosphaten. Dies alles ist nur eine Bestattgung der oft vertretenen These, daß Franzosisch-Marokka eine der reichsten Kolonien ist. Die Aufgabe der Hebung dieser Reichtümer wurde allerdings bisher noch nicht gelöst.

Aus aller Wett.

Reichsjagdhof auf der Wachenburg.

Auf dem letzten Kreisappell des Jägerkreises Weinheim teilte Kreisjägermeister Professor Dr. Sommerfeld den- Entschluß des Weinheimer Alt-Herren-Verbandes mit, der Deutschen Jäger­schaft die Wachenburg für einen Reichs- jagdhof zur Verfügung zu stellen, m dem amt­liche Tiere die in Deutschland vorkommen, sowie alte Jagdwaffen zu sehen sein werden. Eine Reihe wertvoller Trophäen und ausgestopfter Tiere der Heimat und unserer ehemaligen Kolonien wurden bereits zur Verfügung gestellt. Reichsjägermeister Generaloberst Göring hat dem Projekt seine Zustimmung erteilt.

Heuer auf einem Bauernhof.

Nachdem vor nicht ganz drei Wochen der Bauern­hof des Ortsbauernführers Pflaging m Ober­vellmar (Bezirk Kassel) von einem .Großfeuer heim- aesucht worden war, brach dort letzt erneut ein B r a n d aus, der den seinerzeit verschonten Ge­bäudeteil der Scheune und Lagerhaus umfaßt,- vernichtete. Der Feuerwehr gelang es, das Wohn­haus und die angrenzenden Hauser zu retten. Be­sondere Anerkennung gebührt den SA.-Mannern des Sturmes 21/83, die sich tatkräftig an den Ret­tungsarbeiten beteiligten. Ihnen vor allem ist >es zu danken, daß das Vieh, em großer Teil der Ma­

schinen und erhebliche Mengen Futtermittel vor der Vernichtung bewahrt werden konnten.

Erna Sack singtLucia von Cammermoor.

Am 1. Februar überträgt der Leipziger Sender .aus der Dresdner Staatsaper die OperLucia van Lammermaar". Die Titelpartie singt Frau Kammersängerin Erna Sack.

Verhängnisvoller Ehristbaumbrand.

In einem Hause in Wiesbaden geriet ein dürrer Christbaum, als seine Lichter nachmals angezündet werden sollten, in Brand. Durch das Feuer entstand eine Explosion. Ein alter Mann und ein Junge, die sich im Zimmer aufhielten, erlitten schwere Brand­wunden und mußten ins Krankenhaus gebracht werden.

Kältewelle schädigt Italiens Landwirtschaft.

Die feit fast zehn Jahren in solchem Ausmaß nicht mehr zu verzeichnende starke Kältewelle hat in fast allen italienischen Provinzen in der Landwirtschaft nicht unerhebliche Schäden her- oorgerufen. An der westlichen Riviera sind 50 v. H. der Gemüse- und Blumenpflanzungen und 20 v. H. des Südfrüchteertrages durch den Frost zugrunde gegangen. Auch südlich Neapel sind vor allem in den Südfrüchte-Plantagen schwere Frostschäden zu verzeichnen, die bis zu 30 o. H. des Ertrages ver­nichtet haben. Während in ganz Italien durch die starken Schneefälle die Futtermittelernte eine be­trächtliche Einbuße erlitt und auch die Olivenbäume mehr oder weniger starken Schaden davontrugen, sind die durch die Schneedecke geschützten Saaten vor dem Frost bewahrt geblieben und zumeist gut davongekommen.

Riesiger Lawinensturz in Polen.

Bei Zakopane (Polen) ging vom Stok Mied- ziany eine riesige Schnee lawine nieder, die mit einer solchen Wucht auf das Meerauge nieder­rollte, daß sie die starke Eisdecke des Sees durch­schlug. Während des Abrollens der Lawine befan­den sich am Ufer des Sees zwei Männer, die mit der Eisernte beschäftigt waren. Einer von ihnen ist verschollen. Man befürchtet, daß er von den Schneemassen begraben ober von der Lawine un­ter das Eis in das Wasser des Sees gedrückt wor­den ist.

Raubüberfall mif Maschinengewehr willen in Neuyork.

Ein auch für amerikanische Verhältnisse Aufsehen erregender Raubüberfall, bei dem den Banditen die Lohngelder für Hunderte von Hafen­arbeitern in die Hände fielen, spielle sich am

Samstag in Neuyork ab. Am hellen Tage, vor den Augen von 700 Hafenarbeitern, die aus die Aus­zahlung ihres Wochinlohnes warteten, drangen vier mit Maschinengewehren bewaff­nete Gangsters in die an einem der Piers am Hudson gelegenen Geschäftsräume der International Mercantil Cy ein, trieben die Ange­stellten und die Wächter unter Drohungen in einen

RUHL Seliersweg Nr. 67

adlO Telephon Nr. 3170 j

eparaturen . l89)1J ü

Fahrstuhl zusammen und plünderten dann in aller Ruhe dieKassen aus. Ehe noch die vor den Büroräumen wartenden Hafenarbeiter und die Pier-Polizei den Vorfall bemerkt hatten, waren die Banditen mit einem gestohlenen Kraft­wagen entkommen.

Jüdische Verbrecherbande dingfest gemacht.

Der Kriminalpolizei ist es gelungen, eine- dische Einbrecherbande dingfest zu machen. In Gdingen wurden vier Personen festgenommen. Diese Verbrecher hatte der Jude Lejb Cymba- l i st a in Danzig in seine Wohnung ausgenommen, von wo aus die Bande ihre Raubzüge unternahm. Cymbalista ist ebenfalls festgenommen worden. Die Bande bestahl überall die reichsten Juden. Zu die­ser Bande gehören noch zwei polnische Juden Tennen bäum und K ö s o w e r aus Lodz. Diese sind noch flüchtig. Nach den bisherigen Feststellungen sind der Bande Werte von über 100 000 Gulden in die Hände gefallen.

1000 Mark aus dem Postbeutel gestohlen.

Wegen Amtsverbrechens und schweren Diebstahls wurde der 55jährige Wilhelm B e cf in Eschwege von der Größen Strafkammer in Kassel zu 1 Jahr und 3 Monaten Zuchthaus sowie zu 100 Mark Geld­strafe verurteilt. Beck hatte aus einem verschlossenen Postbeutel einen Wertbrief mit 1QOO Mark Inhalt entwendet.

Der furditfomc erschrickt vor Der örsahr, der feige in ihr-

ur.ö der Mutige nach ihr. Icau Paul

Der kluge lieft .Kampf der öefahr" und oer- hütet fie. . x Dar«.