Einzelbild herunterladen

h

worden. Die Sammlung von

1

fr

ie

r

111

ib

m

e-

den Vorhaben waren der Bau der

e -

z

r

i

ia« rr-

n n u

v

n

r i

Wendung der Rohstoffe und zur Nutzbarmachung des Altmaterials ergriffen worden sind. Gegen die vermeidbare Verbrennung von Holz und Mineral-

g n

it e ie

ib rie m ie rf« uf n

i« ul he lie

Den Oberbefehl führt General Solchaaa. Nach den bisherigen Eindrücken leistet der Feind i n Richtung Tarragona, dessen Verlust er an­scheinend für unwichtig hält, nur geringen Widerstand. Dagegen konzentriert er alle Kräfte um ein Vordringen auf Barcelona zu verhin­dern. In Borjas Blancas hatten die Roten ihre sog.Elite"-Truppen und Artillerie zusammengezo­gen, die Sowjetspanier versuchten vergeblich den nationalen Angriff aufzuhalten. Bisher sind alle von der nationalen Heeresleitung gesteckten Ziele planmäßig erreicht worden.

Das Operationsgebiet der Schlacht ist meist hüge­lig und mit weiten Olivenhainen bedeckt. Die größ­ten Schwierigkeiten haben die Abteilungen des Ab­schnittes zu überwinden, die zwischen dem Ebro und Tremp operieren. Sie müssen in dem nördlichen Teil bis 200 0 Meter hohe Berge kämpfend überschreiten. Für die Durchfüh­rung der Schlacht wurden offenkundig ausgedehnte Vorbereitungen getroffen. Es scheint, daß von na­tionalspanischer Seite nicht weniger als sie- den Armeekorps eingesetzt werden sollen. Bis­her konnte allerdings mir ein kleiner Teil der Truppen in Aktion treten, da die Schlacht erst be­gonnen hat. Durch den Südflügel der nationalen Truppen, die die stark ausgebauten Bollwerke bei Lerida und Balaguer umgingen, wurden die Bol­schewisten am meisten überrascht. Sie sind zu zeit­raubenden Umgruppierungen ihrer Divisionen und zu hastigen Schanzarbeiten gezwungen, was durch Fliegermeldungen auch bestätigt wird. Mehrere Entlastungsversuche durch heftige Gegenangriffe an anderen Frontabschnitten sind unter großen Ver­lusten für die Bolschewisten völlig gescheitert.

Möglichkeit gab, die reiche Ernte einzufahren, waren beträchtliche Bestände aus vorjähriger Ernte und aus Einfuhren angesammelt, um Deutschland im Fall internationaler Auseinandersetzungen ein ge­wisses Maß von Ernährungsfreiheit zu sichern. In der großen Rede, die der Führer und Reichskanzler am 26. September im Höhepunkt der sudetenländi­schen Krise im Berliner Sportpalast hielt, wurde festgestellt, daß Deutschland in seiner Brot- und Hockfruchtversorgung auf absehbare Zeit und in seiner Fettversorgung auf Monate sichergestellt sei. Die großen außenpolitischen Erfolge des Jahres 1938 wären ohne eine solche weitschauende Vor- ratswirtschaft nicht möglich gewesen.

Auch die gewerbliche Produktion hat ihren Aufstieg im Jahre 1938 fortgesetzt Reichsbank­präsident Dr. Schacht hat in einer Ansprache vom 20. November von der gesunden Gliederung der gewerblichen Produktion gesprochen. Wenn die po­litische Lage ein besonderes Maß von Rüstung ver­langt, ist ein entsprechendes Maß von Verbrauchs­gütererzeugung notwendig, um den laufenden Be­darf der arbeitenden Bevölkerung zu befriedigen und die vorhandene inländische Kaufkraft auszu­schöpfen. Es ist dabei kein Schaden, wenn vom Ver­zehr bestimmter entbehrlicher Dinge abgelenkt wird und wenn dafür neue höhere Bedürfnisse entfacht werden. Ein solches Bedürfnis höherer Art ist die Ausdehnung der Motorisierung durch die Schaffung eines V o l k s k r a f t w a g e n s , für den die Fa­brikationsanlagen bei Fallersleben errichtet werden und für den bereits Anfang August eins umfang­reiche Sparaktion aller derer entfacht worden ist, die sich durch Erwerb eines Kraftwagens aktiv an der Motorisierung beteiligen wollen, -

festigung zwischen Mai und November 1938 und eine Reihe von Produktionsaufgaben aus dem Bereich der R ü st u n g und des V i e r j äh­re s p l a n s. Die Arbeitsnot hat dazu gezwungen, die Möglichkeit einer zeitweiligen Abkommandierung aus einem festen Arbeitsverhältnis zu schaffen. Daß dabei am 15. Dezember der 3000. Kilometer der Reichsautobahnen dem Verkehr übergeben und daß damit dies große Derkehrsprogramm ge­nau eingehalten werden konnte, beweist besser als alle Zahlen, in welchem Maße die führenden Män­ner der deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik das Problem gemeistert haben.

Zu den Maßnahmen auf kurze Sicht zur Be­friedigung eines Gegenwartsbedürfnisses kamen Maßnahmen auf weite Sicht. Der Berufswett­kampf des deutschen Volkes, der im Anfang 1938 auf stark verbreiteter Grundlage durchgeführt wurde, ist in steigendem Maße zu einem Leistungs- wettkampf aller berufstätigen deutschen Men­schen geworden. Ihm liegt der Gedanke zugrunde, daß jeder, der in seinem Beruf Außerordentliches leistet, nicht nur sich selbst, sondern seiner nationalen Gemeinschaft nützt, und daß er sich an den Pflich­ten gegenüber Staat und Volk vergeht, wenn er vorhandene Kräfte und Fähigkeiten ungenutzt läßt. Die Ergänzung zum Berufswettkampf ist der L e i - stungswettkampf der Betriebe, an dem im Winter 1938/39 die Mehrzahl aller gewerblichen Groß- und Mittelbetriebe und daneben eine große Zahl gewerblicher Klein- und landwirtschaftlicher Betriebe teilnehmen. Der Leistungswettkampf der Betriebe entfacht den Ehrgeiz um die Schaffung möglichst günstiger Arbeits- und Gesundheitsbedin­gungen in den Betrieben. Mit der Einrichtung ist auch die Erkenntnis gewachsen, daß nicht alles, was an imponierenden Aeußerlichkeiten geschaffen wird, als Qualifikation zumnationalsozialistischen Mu­sterbetrieb" in Betracht kommt. Werden der Be­rufswettkampf und der Leistungswettkampf deutscher Betriebe dadurch bestimmt, daß sie der Entfaltung der Produktionskraft die Wege ebnen sollen, so ist die Ernährungsschlacht in der deutschen Landwirtschaft ein ausgesprochenes Produkttonspro­gramm. Hier werden den Erzeugern materielle Ziele gezeigt, an deren Erreichung sie mitzuarbeiten haben.

Das Jahr 1938 hat dem deutschen Wirtschaftskör­per neue Glieder hinzugefügt. Der Erwerb Oester- r e i ch s im März und des Sudetenlandes im Oktober hat in verschiedener Hinsicht die inländi­schen Erzeugungsmöglichkeiten gesteigert. Deutschland hat Gebiete mit Holzüberschuß, Erz­lagerstätten und typischen Qualitäts- industrien hinzuerworben. Es hat aber eine schlechte Erbschaft" angetreten und sich mit Miß­ständen auseinandersetzen müssen, die unter dem früheren Regime geherrscht und die eine volle Ent­wicklung der vorhandenen Kräfte verhindert hatten. Wollte man kaufmännisch nüchtern sprechen, so würde man sagen, Deutschland hat im Jahre 1938 in die neuerworbenen Gebiete mehr hineingesteckt, als es herausgeholt hat. Das wird auch eine Reihe von Jahren fortdauern. Wenn es gelungen ist, in­nerhalb von acht Monaten die Arbeitslosenzahl in Oesterreich a u f etwa ein Drittel ihres da­maligen Standes zu senken, wenn auf Kosten des Gesamtreichs in der Ostmark und im Sudetengau Fabriken, Bergwerke, Verkehrsstraßen gebaut und großartige Kräftegewinnungsanlagen errichtet wer­den, wenn bei der Festsetzung des Wertverhältnisses der Währungen des österreichischen Schillings und der tschecho-slowakischen Krone Sätze gewählt wor­den sind, bei denen die Vermögen der. Sparer und die Einkünfte der Lohnbezieher' und Rentner unge­schmälert erhalten blieben, so sind das Leistungen, die man alsOpfer" bezeichnen würde, wenn es sich nicht um das handelte, was nach national­sozialistischer Auffassung die Glieder einer Volksge­meinschaft einander schulden.

Das Jahr 1938 hat dem deutschen Volk eine Rekordernte in Getreide und eine gute Ernte in Hackfrüchten beschert. Daneben treten die schlech­teren Ernten in Obst und Gemüse in den Hinter­grund. Im Jahre 1937 hat der Führer und Reichs­kanzler erstmalig die Parole ausgegeben, daß Deutschland in der Lebensmittelversorgung nicht mehr im bisherigen Umfange von der Hand in den Mund leben dürfe. Noch ehe uns die Vorsehung die

Truppen setzten ihren Vormarsch in den Abschnitt Tremp und Lerida fort, wobei sie reiche Beute machten. Die Luftwaffe unterstützt das Vorgehen der Infanterie in hervorragendem Maße.

Der Frontberichterstatter des DNB. meldet er­gänzend: Im Abschnitt Tremp greift ein Armee­korps unter Führung des Generals Munoz Grande in Richtung auf die Straße, die von Puiz Cerda an der französischen Grenze nach Lerida führt, an. Südöstlich' oon Lerida rücken Legionäre und Navarra-Brigaden unter den Generälen San- cez Bauti st a und Camillio Alonso vor.

Salamanca, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht bestätigt die Beset­zung weiterer Ortschaften im Ab­schnitt Tremp. Eine große Anzahl wichtiger Stellungen, darunter die Höhen Cogolludo und Purgatorio wurden erobert. Die nationalen

Francos Offensive in Katalonien

Nationalspanische Erfolge im Abschnitt Tremp.

l?5 da en

n ch 15

de

IS

-Berlin, 28. Dez. (DNB.) Reichspressechef Dr. Dietrich gewährte dem V. B. eine Unterredung über die deutsche Pressepolitik, die am Werk des Führers im Gründungsjahr des Großdeutschen Reiches tatkräftige Hilfe leisten durfte. Als zu B e - ginn des Jahres 1938 der Führer eine Reihe von Personaloeränderungen in der Reichsregierung und hohen Kommandostellen der Wehrmacht vornahm, startete die demokratische Weltpresse" eine Sintflut dummer Behauptungen. Die ruhige, stete Entwicklung der deutschen Politik in den letzten Jahren hatte die Hoffnungen unserer geschworenen Gegner, daß dasNaziregime" von Innen heraus zerbrechen möge, auf den Nullpunkt herabgedrückt. Die Vertagung der ursprünglich aus den 30. Januar angesetzten Rede des Führers hatte den gewerbsmäßigen Brunnenvergiftern willkom­mene Gelegenheit gegeben, in Aktion zu treten. Der Endeffekt der Lügenoffensive sei jedoch rein objektiv gesehen zunächst eine ungeheure Blamage für die Urheber der Kampagne gewesen. Darüber hinaus habe dieser ruchlose, hinterhältige Angriff auch direkt zur Stärkung des Reiches beigetragen; denn ber Führer habe in jenen Februartagen eine neue Vergrößerung der Wehrmacht angeordnet.

Die neue Sturmflut von Verleumdungen des Rei­ches nach der österreichischen Krise habe wahre Musterbeispiele für die Unehrlichkeit der sich demokratisch nennenden Pressepolitik hervorgebracht. Während zahlreiche Sonderberichterstatter der in- ternationalen Presse als Augen- und Ohrenzeugen des unbeschreiblichen Jubels beim Einzug der deut­schen Truppen in die befreite Ostmark ihre Ein­drücke wahrheitsgetreu schilderten, veröffentlichten die gleichen Zeitungen unmittelbar neben solchen Tatsachenberichten Leitartikel, die von Ausdrücken wieber deutsche Kürassierstiefel zertritt Oesterreich" usw. geradezu strotzten. Zur Sentimentalität habe sich dabei die politische Befürchtung gesellt, daß die Vereinigung von Altreich und Ostmark das Kräfte­verhältnis Europas erheblich verschieben würde. Ein englischer Historiker sagte damals, die Oesterreicher und Sudetendeutschen gehörten zwar zweifellos zum Reich, der Anschluß sei aber unmöglich, weilEng­land sonst auf die Dauer Deutschland auf Gnade und Ungnade ausaeliefert wäre". In solchen Aus­sprüchen habe sich frühzeitig die doppelte Moral un­serer Gouvernanten in den demokratischen Ländern offenbart. Diese Erkenntnis habe dem Führer auch dis vielgeschmähteradikale Methode" vorqe- schrieben.

Dr. Dietrich bestätigte, daß der Führer nach dem Anschluß der Ostmark die Ueberzeugung hegte, das sudetendeutsche Problem könne nur sehr allmählich seiner Lösung näher­gebracht werden. Als die Wogen der Begeisterung aus der Ostmark auch in die sudetendeutschen Gaue hinüberschlugen, habe man unsere dortigen Freunde ermahnt, weiter auszuharren. Dann aber

Großkampsjahr an der preffesront." Heichspreffechef Dr. Dietrich über die ausländische Lügenkampagne aegen das Heid).

bann immer noch rund 600 Millionen Franken zu tilgen, wofür nur eine Vermögensabgabe des Besitzes in Form eines Wehropfers in Frage komme. Der Bundesrat beabsichtigt, der Bundesversammlung im Frühjahr über die Gestal­tung des Wehropfers Bericht zu erstatten.

Oie Lage im Teschener Gebiet.

Prag, 27. Dez. (Europapreß.) Die Lage in dem von der Tschecho-Slowakei an Polen ab­getretenen Teschener Gebiet wird von dem ehemals volkssozialistischenA-Zet" überaus düster geschildert. Von 130 000 Tschechen, die in die­sem Gebiet lebten, hätten bereits 30 000 entweder ihre Stellung verloren, oder sie seien ausgewiesen worden. Im Krankenhaus non Mährisch-Ostrau lägen 29 Personen, die von der polnischen Polizei schwer verletzt wor­den seien. Daneben befänden sich zahllose Leichtv-r- letzte in häuslicher Pflege. Am 2. Weihnachtsfeiertag hätten allein in der bei Freistadt gelegenen tschechi­schen Gemeinde R e i ch w a l d nahezu hundert Fa­milien den Ausweisungsbefehl erhalten. Die Ausweisung sei auf zwei Stunden be« friftet gewesen. Erst nach langem Bitten sei die Frist um ein Geringes verlängert worden. Die Männer seien verhaftet worden. Eine Reihe von Personen sei von polnischem Militär angegriffen worden. Diese Vorfälle hätten, so fährt bas tschechische Blatt fort, den Polizeibirektor von Mährisch-Ostrau, Baca, veranlaßt, an bie De- marfationslinie zu reifen, um sich von ben tschecho­slowakischen Grenzschutzorganisationen über ihre Wahrnehmungen berichten zu lassen. Auch aus an­deren tschechischen Orten in bem an Polen abgetre­tenen Gebiet würden ähnliche Vorfälle gemeldet. Das polnische Konsulat in Mährisch-Ostrau habe überdies bekanntgegeben, daß infolge ber 23 e r» schlechterung des Verhältnisses zwi­schen den Tschechen, den Slowaken und ben Polen die Ausgabe von Durchreisescheinen ins polnische Gebiet e i n g e ft e I (t worben sei.

Die Vorfälle in Gzurany.

Ungarn sagt Untersuchung zu.

P r a g, 27. Dez. (DNB.) In der auf ungarischem Gebiet liegenden Gemeinde S z u r a n y , die durch die Wiener Entscheidung von der Tschecho-Slowakei abgetreten wurde, kam es am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag zu schweren Zusammenstößen zwischen der slowakischen Bevölkerung und ungarischen Gendarmen. Zwei Personen wurden dabei getötet und zahlreiche verletzt. Von amtlicher ungarischer Seite wird mit- geteilt, daß sich eine Menschenmenge vor ber 0 e n b a r m e r i e ft a t i o n zusammengerot- t e t habe, bie bie Rückgliederung der Ge­rn einde indie Tschecho-Slowakei forderte. Lia GeudarmLü jeiea ooa der Wtengc dabei «

Großdeulsche Wirtschaft an der Schwelle 1938/39.

Von Or. Carl Wellthor.

Früher pflegte man scherzhaft über die Wirtschaft zu sagen, es sei mit ihr ähnlich wie mit den Frauen: sie sei am besten, wenn man nicht viel über sie zu reden habe. Damit meinte man, daß bei einer ge­sunden und sich gut entwickelnden Wirtschaft alles grundstürzend Neue, was man über sie zu sagen habe, eine Einschränkung des früheren Guten fein müsse. In der deutschen Wirtschaft des Jahres 1938 gab es jedoch eine große Anzahl von Tendenzen und Ereignissen, die nicht mit der Schwarzmalerei gut" oderschlecht" rubriziert werden konnten. Die Kennzeichnung der Wirtschaft in dem oben erwähn­ten scherzhaften Sinn war auf bem Grundgedanken aufgeoaut, daß irgendein von außen her kommen- bas Schicksal, in erster Linie also d i eW eltkon- j u n f t u r", bas Gesicht ber Wirtschaft bestimme. Im nationalsozialistischen Deutschland liegen die Dinge von Grund auf ander s. Der Staat und fein zielbewußtes Handeln sind für die wirtschaft­liche Entwicklung ungleich bedeutsamer als die mei­sten Elemente der internationalen Konjunktur.

Dies trifft nicht nur in dem Sinne zu, daß Deutschland sich von zahlreichen Beschränkungen frei­gemacht hat. Es ist richttg, daß die Befreiung von den Reparattonen, von der Kapitalzufuhr aus dem Ausland und von der wirtschaftlichen Blockade­bedrohung neben dem planmäßigen und erfolgreichen Ausbau der inneren Wirtschaftsmöglichkeiten eine wichtige Rolle spielt. Noch bedeutsamer aber ist die große nationale Oekonomie, die in der deutschen Wirtschaft immer mehr aut Herrschaft gelangt. Sie führt dazu, daß heute so gehandelt wird, wie es das Interesse kommender Generationen erfordert.

Wenn man von den Erfolgen ber deutschen Wirt­schaft im Jahre 1938 spricht, muß man in erster Li­nie das Ringen um volle und beste Ausnutzung der menschlichen Kräfte nennen. Die Ar­beitslosigkeit, die zu Beginn des Jahres 1938 noch rund eine Million betragen hatte, ist im Altreichs­gebiet auf e(wa 150 000 gesunken. Dieser Rest des ehemaligen 6- ober 7-Millionen-Heeres ber Unbe­schäftigten, ist aber keineReserve" mehr. Er besteht aus Menschen, die sich in Arbeitsplatzwechsel befinden und aus solchen, die nur sehr bedingt ar­beitsfähig sind. Immer mehr ist an die Stelle einer Arbeiternot eine Arbeitsnot getreten. Um Kräfte für vordringliche Arbeitsvorhaben zu gewinnen, haben außerordentliche Vollmachen an die Reichs­anstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung gegeben werden müssen. Solche dringen­

habe das Benesch-Regime, aufgestachelt durch gewisse fremde Einflüsse, billige Rache für die ersten Freudenausbrüche genommen. Das habe in wachsendem Maße auch der deutschen Presse Anlaß gegeben, nachdrücklich für die geflüchteten sudetendeutschen Brüder einzutreten. Damit begann die 3. große Verleumdungskampagne des Jahres, die dem skrupellosen Spieler Benesch den Mut zu seiner verlogenenAb wehr"-Mo- bilmachung vom 21. Mai gab. Wir haben triftigen Grund zu der Annahme, erklärte der Reichspressechef, daß auch bei diesem verhängnis­vollen Streich diplomatische Finger von außen im Spiel waren. Die deutsche Presse beschränkte sich nicht mehr darauf, die Lügen der Hetzpresse an­zuprangern und zu widerlegen, sondern begann, die himmelschreienden Zustände im Sudetenland und die Intrigen der Prager Clique und ihrer westlichen Helfershelfer in das Licht der Oeffent- lichkeit zu ziehen. Die deutsche Presse habe durch ihren vollen Einsatz auch noch eine zweite Gefahr bannen helfen: daß das Ausland nicht an die Ernsthaftigkeit unseres Entschlusses glaubte, das Krebsgeschwür Mitteleuropas unter allen Um­ständen auszuschneiden.

Zu der außerordentlichen Heftigkeit, mit der bie Umwelt auf die jüngsten deutschen Maßnahmen zur Ausscheidung des Judentums aus dem deutschen Reichskörper reagierte, sagte der Reichs- preffechef, eine sehr zahlreiche Gruppe unserer Geg­ner mache die deutsche Hetze wegen der Juden nur deshalb mit, weil sie in ihr die erste beste Gelegen­heit erblickt, den Gei st des Friedens von München zu sabotieren, der ihr als eine Kapitulation der Demokratie vor dem National­sozialismus erschien und sie mit Schrecken erfüllte. Hieraus erkläre sich auch die erstaunliche Nach­giebigkeit, die in den letzten Wochen von Männern an den Tag gelegt wurde, die das Münchener Ab­kommen mitgeschaffen haben. Sie versuchten damit ben Verdacht abzuwehren, als ob sie den totalitären Ländern gegenüber nicht fest genug seien. Wenn unsere Feinde wüßten, welche segensreiche Rolle ihre Dresfelügen letzten Endes für unsere Politik gespielt haben, bann würde es sicherlich keine leiden­schaftlicheren Verfechter der Warheit in der Welt­presse geben als sie. Wenn die Staatsmänner in den Demokratien auch nur eine Vorstellung davon hätten, was ihren Völkern die Auswüchse ihrerPressefreiheit" allein in diesem Jahr gekostet haben, dann würden sie wenn sie gut beraten wären zum heiligen Krieg gegen die Presselüge in ihren Ländern aufrufen. Wir wagen nicht zu hoffen, schloß Dr. Dietrich, daß sie diese Lehren aus dem Jahre 1938 schon im kommenden Jahre ziehen werden. Aber wir wissen, daß im Interesse des allgemeinen Frie­dens und zum Wohle aller Völker diese Folgerung einmal gezogen werden wird, weil sie gezogen werden muß.

Bei der internationalen Wirtschaftslage muß es als ein ausgesprochener Erfolg gewertet werden, wenn es gelungen ist, Öen deutschen Außen­handel annähernd auf dem Stand zu halten, den er zu Beginn des Jahres annahm. Wir dürfen uns auch nicht verhehlen, daß sich in einigen Ländern die Mißstimmung wegen der deutschen außenpolitischen Erfolge in einer Boykott-Propaganda gegen deut- sche Erzeugnisse auswirkte, und daß wir mit der Aufrechterhaltung unserer Warenausfuhr wachsende Mühe haben werden. Im Jahre 1938 ist die deutsche Ausfuhr etwas gesunken, die Einfuhr dagegen faft unvermindert aufrechterhalten worden. Die Folge davon ist, daß wir Ende des Jahres einen Fehlbe­trag im Außenhandel in Höhe von mehr als 200 Millionen Mark haben werden.

Natürlich hat das Ausland im Jahre 1938 noch weniger als in früheren Jahren Bereitschaft gezeigt, in eine Revision unserer Schuldverpflichtungen ein­zuwilligen oder Deutschland in das System der internationalen Kreditversorgung einzubeziehen. In drei großen Emissionen hat das deutsche Volk der Staatsführung fast vier Milliarden Mark zur Ver­fügung gestellt, um die öffentlichen Wirtschaftsoor­haben und die durch die Sicherung gegen feindlichen Angriff oorgezeichneten Aufgaben ourchzuführen. Eine vierte Anleihe im Betrage von 1500 Millionen Mark läuft über das Jahresende hinaus in den Januar 1939 hinein. Die Ueberzeichnung der An­leihen im Verein mit der stetigen Zunahme der Spareinlagen zeigt, daß das Vertrauen in die Auf­bauarbeit unvermindert fortbesteht.

Dazu hat nicht unwesentlich beigetragen, daß auf den verschiedensten Gebieten Maßnahmen zur Er- jparuia vou lulaUiial, zur richtigen Ver­

öl, gegen die Vergeudung wertvoller Abfallstoffe und gegen denVerderb" ist in noch konsequenterer Weise als in den früheren Jahren zu Felde gezogen i Altmaterial, Papier, Knochen und anderen gut verwertbaren Dingen ist organisiert worden. Besonders imponierend war die Alteisensammlung der SA., die nicht we­niger als 129 000 Tonnen Schrott geliefert und zeit­weise sogar den einschlägigen Handel und die Der- arbeitungsftätten vor unlösbare Aufgaben gestellt hat.

Auck finanzpolitisch hat das Jahr 1938 gut abgeschlossen. Die Reichseinnahmen haben sich gegenüber dem Vorjahre um rund 3 Milliarden Mark erhöht. Das Volkseinkommen ist wei­ter gestiegen, und die durchschnittliche Lebenshal­tung hätte sich noch mehr gebessert, wenn nicht tm Fohre 1938 zehn Millionen bisher durchschnittlich schlechter versorgte Volksgenossen aus der Ostmark und dem Sudetenland hinzugekommen wären. Bei der wachsenden Dringlichkeit und Schwierigkeit der Probleme erwies es sich als notwendig, bewährte Männer mit außerordentlichen Vollmachten aus­zustatten. Feldmarschall Göring als Beauftragter für den Vierjahresplan hat in der Person des Ober­sten von Schell einen Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwefen eingesetzt und in der Person des Generalinspektors des Deutschen Sttaßenwesens Dr. Todt einen Generalbevollmächtigten für alle Bauvorhaben. Reichswirtschaftsminister Funk, ber im Februar 1938 Feldmarschall Göring in der interimistischen Führung des Reichswirtschaftsmini­steriums ablöste, hat den Geschäftsführer der Wirt­schaftsgruppe Maschinenbau, Direktor Lange, mit außerordentlichen Vollmachten auf dem Gebiet der Maschinenproduktion ausgestattet. Man mag über die weltwirtschaftliche Konjunktur des Jahres 1939 ernste Zweifel hegen für die Fortdauer der deut­schen Jnlandskonjunktur sind im Jahre 1938 neue wertvolle Voraussetzungen geschaffen worden.

Gin MAarden- RijstlilWpwgramm der Schweiz Ein Wehropfer

zur Deckung der Rüstungsausgaben.

Vern, 27. Dez. (Europapreß.) Der Bundesrat verabschiedete den Bericht des Militärdepartements über den Stand der schweizerischen Rüstungen. Darin wird zunächst festgestellt, daß bisher für die Ausrüstung an außerordentlichen Krediten 648,5 Millionen Franken aufgewendet oder nachgesucht wurden. Davon waren bis Ende 1938 41 Millionen getilgt. Für die weitere Verstärkung der Landesverteidigung sind vorgesehen:

1. weitere Verstärkung der Bewaffnung, namentlich der territorialen Truppen, der Tank- a b w e h r und der Artillerie;

2. Ausbau der Flugwaffe und der Flug­abwehr;

3. Ausbau der Befestigungen, Inangriff­nahme der Landesbefeftigung;

4. Verstärkung der Munitionsreserven;

5. Ergänzung des Korpsmaterials und Schaf­fung genügender Materialreserven;

6. Maßnahmen zur Sicherung des Bahn­betriebes und des Telephonverkehrs;

7. Bau militärisch notwendiger Gebäude und Einrichtungen.

Die vorgesehenen neuen Maßnahmen erfor­dern 3 5 0 Millionen Franken. Dazu kommen 196,5 Millionen Franken aus dem Wehr­st rogramm der Arbeitsbeschaffungsvorlage sowie 411 Millionen Franken, die durch die bisherigen Auf­wendungen noch nicht getilgt worden sind. Das ergibt eine Gesamtsumme von rund einer Milliarde Franken. Durch die kommende Wehrfteuer könnte diese Summe um rund 400 Mil­lionen Franken vermindert werden. Es blieben

^Wguer

W-

BARCELONA

<n ontmton

Albocaoer1 >

Sastago

HutoA

rid8 x

Tärraqoi

Tortosa fltotHa

yvihoVOi. A Benicgriay