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Nr. 253 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Zreitag, 28.(Dttobcr 1938

tiKhemi «öq Hd), autz« Sonntags and Feiertag» Beilagen Dl» Illustriert» ©teBenei Famtlienblölter H»>matimBild Dieöcholl»

OionalS'Bezugspreis:

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Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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27. DEL (Europapreß.) Ministerpräsi-

Paris

sen müssen. Das nationalsozialistische Deutschland hat den Grundsatz befolgt, daß man erst ver­dienen und dann verzehren, nicht aber erst verzehren und dann vielleicht verdienen muß. Wir sind mit unserer Methode besser gefahren als die anderen Völker mit der ihren. ,

Dor wenigen Tagen ist eine Anleihe abge­schlossen worden, die 1850 Millionen Mark in Die Kasten des Reiches geleitet hat. Die Anleche dient, wie ihre Vorgängerinnen, der Bindung von Aus­gaben, die das Reich für die Ausrüstung des Volks- Heeres, für den inneren Aufbau, für die Durch-uh- rung des Dierjcchresplans unb in den letzten Mo­naten auch für die wirtschaftliche Stärkung der neu­erworbenen Gebiete, der Ostmark und des Sude­tengaus, kurzfristig gemacht hat. Aus unendlich vie-

kommen.

Bei einem Esten der jungen Radikalsozialen wurde zum Ausdruck gebracht, daß Daladier und Bonnet in kritischen Stunden dem Frieden gedient und heute Anspruch auf die Dankbarkeit aller Franzosen haben.

Opfer werde alle Franzosen gleichmäßig treffen, doch werde der Reichtunz zu einem größeren Bei­trag herangezogen werden als das Arbeitsein-

len kleinen Rinnsalen ist der große Strom zusam­mengeflossen, der in die Reichskasse geströmt ist und der helfen wird, das begonnene Werk fortzusetzen. Jeder einzelne, der regelmäßig Sparbeträge ablie- fert, hat einen Anteil an diesem Aufbauwerk. Er behält sein volles Eigentumsrecht gegenüber feinem Guthaben und mehrt seinen Besitz durch die Zins­beträge die ihm aus der nutzbringenden Anwen- düng der Kapitalien gezahlt werden können. Der Spartag ist nicht der eine Tag im Jahr, an dem wir sparen sollen, sondern ein Tag der Mah­nung und Besinnung, daß es nicht zuletzt der deutsche Sparsinn gewesen ist, der uns nach dem aroßen Sturz des Jahres 1918 wieder auf die auffteigenbe Linie geführt hat.

fchen Parteitag in Marseille zunächst sehr ein- gehend über die außenpolitische Lage. Da­ladier hob die Tatsache hervor, daß in München der Friede, der verloren schien, gerettet worden sei. Nun müsse man in Frieden alle noch

steigert und Gelder locker macht, die in häuslichen Verstecken zurückgehalten oder überflüssig ausgegeben werden. Der Spartag ist im Jahre 1924 auf einem

fern Abkommen entschlossen. Das Abkommen von München sei ein Vernunftakt gewesen. Er lasse nicht zu, daß das Erreichte von denjenigen kritisiert werde, die in den kritischen Stunden eine ehr schwankende Haltung eingenommen hüt­en, um dann, nachdem die Gefahr vorüber gerne« en sei, zum Kriege aufzuhetzen.

Daladier wünscht loyale Zusammenarbeit mit Deutschland. Der französische Ministerpräsident spricht vor dem'radikalsozialistischen Parteikongreß in Marseille.

3tur eine französische Parkei habe immer wieder zur Unversöhnlichkeit ge­drängt und ihre Opposition zur Regierung durch eine feindliche Abstimmung im Parla­ment und durch tägliche Beschimpfungen der Regierung gezeigt. Das sei die fioratnuni« siische Partei gewesen. Die Unversöhnlich, keil dieser Partei habe die Regierungsaktion gehemmt. Als die kommunistischen Zeitungen

und Redner in unerhörter Weise den englischen Ministerpräsidenten beschimpften, der mit einem wunderbaren Glauben an der Rettung des Frie­dens gearbeitet habe, fei durch dieses Vorgehen die Stellung Frankreichs geschwächt worden. Die von den Kommunisten jeden Tag an die Regierung ge­richteten ultimativen Forderungen hätten der Regierung ihre Arbeit nicht erleichtert. Weiter erklärte der Ministerpräsident in großer Erre­gung, wenn die Kommunisten heute vorgäbeu, die französische Teilmobilmachung habe nur einer Tarnung derAbdankung Frankreichs" gedient, so sei dies die schändlich st e aller

Lügen.

Wenn man wolle, daß die Regierung ben Frieden und die Ehre rette, so dürfe man ihr nicht öffentlich die Aktionsfähigkeit abstreiten, bann dürfe man nicht, entgegen der Wahrheit, behaupten, daß das Land unfähig sei. Widerstand zu leisten.Wir ha­ben den Frieden und die Wurde aufrechterhalten", so erklärte Daladier mit fester Stimme,und wir sind enschlossen, auf diesemWegefort- zu fahr en. Unsere Politik entspricht ben funda­mentalen Interessen unseres Vaterlandes, und wird sich die Elemente der neuen Lage zürn Vorbild neh­men. Das erste Jneresse Frankreichs besteht in der Aufrechterhaltung seiner eigenen Sicherheit aber nicht nur in der Sicherheit sei­ner nationalen Grenzen, sondern auch in der Auf­rechterhaltung der freien Verbindungen des Mut­terlandes mit den überseeischen Besitzungen. Denn Frankreich ist ein Imperium, und in den weiten Grenzen dieses Imperiums liegt zum großen Teil die Zukunft. Frankreichs. Wir betrachten es als unantastbar."

Gpartag 1938

33on £)r G Groll

Der Krieg stellt niemals eine Lösung dar."

geschmeidiger gestaltet werden. Die Regie­rung habe zwar das Recht der Arbeiter, sich in Syndikaten zusammenzuschließen, anerkannt, aber sie könne nicht dulden, daß die Arbeiteroertreter Ausländer oder vorbestrafte Personen seien. Die Regierung habe auch das Streikrecht anerkannt, aber sie könne nicht dulden, daß der Streik durch den Willen einiger weniger Personen zum Aus­bruch komme, sondern er müsse in geheimer Ab­stimmung frei beschlossen werden.

Es gebe zu viele fremdländische Propaganda in Frankreich.Wir dürfen nicht zum Schauplatz aller Kontroversen wer­den, die die Welt zerreißen", erklärte der Mi­nisterpräsident.Wir dulden nicht, daß aus­ländische Kräfte, welches ihre Herkunft auch sein mag, sich in unser nationales Leben ein- mischeu und uns Franzosen angeben wollen, welches,die Interessen und die Pflichten Frank­reichs sind. Wir dulden nicht, daß Franzosen bei uns die Agenten dieser Propaganda sind, und wir erlauben noch weniger, daß Auslän­der glauben, bei uns das souveräne Recht der Kontrolle und Entscheidung ausüben zu können, die allein den Franzosen vorbehalten bleiben müssen. Frankreich bleibt wohl ein Land, in dem jedermann Zuflucht suchen kann, aber es wird den Ausländern die Achtung des Gast rechts aufzw.ngen. Andere Län­der untersagen auf ihrem Boden die demokra­tische Propaganda, und das ist ihr souveränes Staatsrecht. Die französische Republik, deren Geduld vielleicht schon zu lange gedauert hat, wird In Zukunft darüber wachen, daß jedes fremdartige Unternehmen unmöglich ist." Frankreich ist", so schloß der Ministerpräsident, eine Bauernnation, und die Bauern wissen, baß, damit die Ernte reife, vorher gearbei­tet und gesät werden muß. Laßt uns daher heute arbeiten, bann werden wir morgen ernten. Laßt uns unsere Felder gegen das Ungemach der Zeiten und gegen die Verwüstungen des Sturmes verteidigen, bald wird die Ernte kommen!"

Als der Ministerpräsident geendet hatte, wurde er von einem orkanartigen Beifall überschüttet. Alle Anwesenden waren sich darüber einig, daß der Mi­nisterpräsident die beste und ergreifendste Rede sei­nes Lebens gehalten hatte.

Der Bruch der Volksfront.

von zwanzig Jahren ein Ende ge­macht.

Und ich habe das Recht zu sagen, daß während dieser zwanzig Jahre ich nicht aufgehört habe, mit meinen Freunden zu fordern, daß der politischen Unausgeglichenheit Europas raschestens abgeholfen wird. Dies wäre leichter und weniger kostspielig ge­wesen, wenn man es vor einigen Jahren getan hätte. Aber alles Bedauern ist jetzt überflüs­sig unter der Bedingung, daß der gerechte Friede für Frankreich erstens das Ende der Irrtü­mer der Vergangenheit und zweitens der Beginn einer neuen Zeitspanne ist. Em solcher Entschluß hat aber nur Gültigkeit, wenn er sich auf die Kräfte der Ration stützt, wenn er vom ganzen Volk gebilligt wird und wenn das ganze Volk sofort an d i e Arbeit geht und die Gesetze der Republik achtet.

Als Ministerpräsident Daladier den außenpoli­tischen Teil seiner Rede beendet hatte, wurde ihm minutenlanger Beifall zuteil. Rur mit Mühe konnte die Ruhe im Saal wiederhergestellt werden. Dann nrnnbte sich Daladier der innen­politischen Lage Frankreichs zu. Frank­reich befinde sich furchtbaren finanziellen und innen­politischen Schwierigkeiten gegenüber. Die Aus­gaben des ordentlichen Budgets 1939 wurden sich auf 64 Milliarden Franken belaufen, die des außer­ordentlichen Budgets, die'vor allem für bie Rüstungen verwandt würden, auf 30 Milliarden Franken. Zusammen mit den Ausgaben für die Rentenamortisierung würden sich die finanziellen Lasten Frankreich im nächsten Jahr auf 102 M l l- liarden Franken beziffern. Demgegenüber würden die Einnahmen nur auf 66 Milliarden Franken geschätzt. Die Belastung für das Schatzamt würde 53 Milliarden Franken betragen, wenn die Regierung untätig bleibe. Eine solche Haltung würde Frankreich in den finanziellen Ab­grund stürzen.

Die dringendste Aufgabe sei daher, das Volks­einkommen, also Produktion und Warenaustausch, zu erhöhen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müßten verstärkt arbeiten. Die Regierung habe kei­neswegs die Absicht, das Gesetz über die Vierzig­stundenwoche aufzuheben, obgleich keine andere große Ration ein ähnliches Gesetz durchgefuhrt habe. Aber es sei notwendig, daß überall da, wo die Be­dürfnisse es erforderten, das Dierzigstunben-Gesetz

erklärte der Ministerpräsident, er könne nicht zu-

Jn Deutschland kommt fast auf jeden zwei- ^ben, daß man heute von einer Kapitulation

ien Menschen ein Sparkonto. Bei uns Frankreichs spreche. Er kenne und mesie die Folgen

gibt es weniger als in anderen Ländern kurzsichtige, ^es Münchener Abkommens ab, aber Frankreich

und unvernünftige Volksgenossen, die ihr Geld in'habe fid) nid)t unter einem Zwang zu die- Sparstrümpfen verstecken. Seit fünf Jahren erfahren ...... ~ """-------

Paris, 28. Okt. (DRB. Funkspruch.) Die Ha- vas-Agentur schreibt: In Wirklichkeit sei gar nicht ein Problem der Außenpolitik vor dem Marseiller Kongreß gestellt, sondern die Umstände hätten dazu geführt, daß es sich im Grunde genommen um ein innerpolitisches Problem handele. Der Ministerpräsident habe eindeutig und offen mit einem der hauptsächlichsten Elemente der Dolks- frontberoegung, nämlich mit der Kommuni­st i s ch e n Partei, gebrochen. Die Mehrheit der Kongreßteilnehmer habe die Ausführungen Da- ladiers gebilligt. Vor demAusschuß der all­gemeinen Politik" habe Daladier betont, daß nicht er die Initiative ergriffen habe, die Kommunistische Partei anzugreifen, denn jeden Morgen wür­den er und sein Außenminister in dem offiziellen Organ der Kommunisten, der Humanste",a l s Hitler knechte und Handlanger des Kapitalismus" bezeichnet. Daladier er­klärte weiter, daß eine Sammlung um die Volks­front herum und damit eine Erweiterung der poli­tischen Grundlage der Regierung wünschenswert gewesen wäre, aber diese Versuche seien geschei­tert; vielleicht müsse man jetzt das Wahlsystem ändern; doch sei dies das Problem von Morgen. Heute handele es sich darum, zu regieren. In wenigen Tagen werde das Land vor die von der Regierung beschlossenenMaßnahmen des öffentlichen Wohls" gestellt. Das verlangte l ä J _ ,r . er . f 4ain Fort

Daladier fuhr fort, daß Frankreich sich überall an dem Werk Der Gerechtigkeit und des Friedens be­teiligen wolle. Frankreich wolle f e t ne n alten Freundschaften neue und erneuerte hinzufügen. Es bringe feinen vollkommen guten Willen zur Prüfung aller Probleme mit Es fei der Ansicht, daß in dem Maße, in dem man (lug und gerecht fein wolle, friedliche Regelungen vorgenom­men werden könnten überall da, wo Streitfälle be- tünben.Ob es sich nun um die Beziehungen Frankreichs zu Deutsch! an d ode r 3ta Ii e n handelt, so ist Frankreich überzeugt, daß, wenn man hier und Dort nur an die Verteidigung der nationalen Interessen denkt Abkommen zustande kommen können, die den Frieden auf dre nützlichste Art verstärken können. Das gleiche gut für Die freundschaftlichen Beziehungen Frankreichs mit Den Jreunbesftaaten in Osteuropa.

Die Grundlage der französischen Diplomatie ruht vor allem aus der e n g e n Z u s a m m e n - arbeit m i t Großbritannien. Diese Zusammenarbeit schließt keine anderen aus. Wir hallen die Arme für alle möglichen En­tenten offen. Als ich in München das Herz des deutschen Volkes schlagen horte, mußte ich unwillkürlich daran denken, wie ich bereits bei Verdun mitten im Kriege gesagt habe, daß zwischen dem französischen und dem deutschen Volk trotz allen Schwierigkeiten es mächtige Grundlagen gegenseitiger Achtung gibt, die zu einer loyalen Zu- sammenarbeit führen muffen. Ich habe diese Zusammenarbeit immer gewünscht. Wel­ches auch die Unterschiede der politischen Re- qime find, io nEen die beiden Rationen die sich qft auf dem Schlachtfeld gegenübergeslanden haben, verstehen, daß in unserer modernen Zeit der Krieg niemals eine LosungI ist, und daß durch loyale Uebereinkommen der Vol­ker es möglich ist, olle Probleme zu regeln. Das ist die Methode, die uns gestatten muß, den Trieben zu erhalten. Diesem Frieden haben wir Opfer gebracht, aber wir wollen nicht, daß man ihn entstellt und daß man ihn als die^ erste Stufe auf dem Wege unsererAbdankung dar- stellt. Denn dieser Friede hat einer Krise

Honalen uhb wirtschaftlichen Schicksals sei auch die ergreifung ^erlich erkla tz Volkes verarei- »'>$ ...

wir es, daß bie von ben Einkommensbeziehern er­übrigten Gelbbeträge ein Siebenmillionen- heer von Arbeitslosen in Marsch ge­setzt haben, baß Not unb Elenb zurückgehen unb daß kaum noch eine Hand gegen ihren Willen zu feiern braucht. In ber Zeit von 1932 bis 1938 haben sich bie beutschen Sparguthaben in Spar­kassen, Banken unb Genossenschaften von etwa 9 auf 13 Milliarben Mark erhöht. Allerdings ist im Jahre 1938 bie Ostmark eingeschlossen. Aber auch für bas Altreich allein ist bie Steigerung übermältigenb. Wir finb an der Grenze besten aygelangt, was bei ben gegebenen technischen unb organisatorischen Möglichkeiten aus ber beutschen Arbeitskraft heraus- gehölt werben konnte. Eine Fülle von Auf­gaben liegt vor uns. Eine Steigerung ber Leistung' ist in ber Hauptsache nur noch burch Steigerung b e s K a p i t a l a u f w a n b e s (Verbesserung Der Methoden, Modernisierung ber Fabrikationsanlagen, Düngeräufwenbung in ber Landwirtschaft usw.) möglich. Die Erfolge der Auf­bauarbeit haben ben Kapitalbebars nicht vermindert, fonbern erhöht. Das beutsche Volk ist sparfahiger geworden, aber gleichzeitig hat auch für uns alle bas Sparen an Wichtigkeit und Dringlichkeit zuge-

, rr - v offenen Fragen regeln. Ich will noch einmal ver-

mternationalen Sparkassenkongreß zu Mailand vor- sichern daß ich bas, was für bie gesamte europä- aeschlagen unb allen Kulturländern ber Erbe emp- is^ Zivilisation, für unsere Freiheitsibeale, für sohlen worben Er hat bei vielen Völkern ben Spar- unier Lanb unb selbst für bie Tschecho-Slowakei sinn wecken helfen. Auch im beutschen Volke hat er au5 dem Abkommen von München hervorgegangen dazu beigetragen, ben Sparsinn zu starken und jene w einer Lage vorziehe, die heute bestehen würbe, Generation mieber zu richtigem Sparen zu bekehren, mcnn man den Krieg nicht vermieben hätte. Weiter die am Sparen irre geworben war. erklärte ber Ministerpräsibent, er könne nicht zu-

Der 28. Oktober ist zum biesjährigen deutschen Spartag bestimmt worben. Sparkassen, Banken und Krebitgenossenschaften haben einen Aufruf erlassen, ber bie Bedeutung des Sparens hervorhebt. Der Aufruf war gemeinsam. Es besteht also kein Gegensatz oder Konkurrenzempfinden zwischen ben vari5/ -6U urL verschobenen Sitten von Krebitinstituten. 3e.be bent Dalabier sprach vor bem rabikalfozialisti- (SJruppe hat bestimmte Dolkskreise, die chr ersparte " - ' ---

Gelder zuleiten. Sie dienen sich und ber gesamten Volkswirtschaft, wenn ihr Aufruf ben Sparwillen

nommen. , f s

Zwischen Sparen unb Besserung der Lebenshal- , tunq besteht kein Gegensatz. Jeder kennt im Kreise ( feiner Bekannten Familien, bie etwa gleiches Em- . kommen haben, unb bie sich etwa gleich ernähren unb tieiben. Unb boch kann bie eine Farml.e lau- send Beträge erübrigen und zur Sparkaste bringen, während die andere am Freitag oder aber kurz vor . dem Ersten selbst auf das Wichtigste verzichten muß. Sparen ist nicht nur eine materielle, sondern auch eine seelische Angelegenheit. Der "Kampf dem Verderb" war eine wichtige Sparaftion. gestattet ben sorgsamen Hausvätern und fiausmutkrn mit dem, was für den täglichen Bedarf angeschasst wor­den ist w e i t e r z u k o m m e n als lene anderen, die ihre Nahrungsmittel, ihre Kleidung und ihre Wäsche verkommen lassen. Das ^nsmartttuck oder der Zwanzigmarkschein, die zur Sparkasse gebrach werden, sind das Ergebnis einer großen Re he plam voller kleiner Sparakte. Ei« T-il befer Akte ist Hege und Pflege des Eigent ums.

Em- der stärksten Tri-bkr-rst- b-.m Sparen ,!der Lohn, der dem Sparer wmkt Es.ist k-m- H--d ietzung des Sparpedankens und der SvattMmre^ Zwecksparen"ist. Der junge M-nw. der Betrage fsaXÄr-eSs für eine Aussteuer spart der ö°m'lienvaie für die Zukunftssicherungen njrau und Kind Einkommenstelle zurucklegt, ^^^ sie oerolaen mit ihrem Sparen das

Zweck. Auf einer etwas anderen Ebene^ Zwecksparen zur Ermöglichung ^^aenüsse. Die fungen oder besonders ersehnter Monaten un- Deutlche Arbeitsfront hat dm einig , ® a =

fer Volk zum Zwecksparen für den K 6- gen aufgerufen. 230 000 fmb in 2£ffipn bem Monaten nach ^.oEIa"^n-ft nur ein Kraftrad Aufruf gefolgt. Für anbere if reirf) |inb auch ober ein Fahrrad bas Sparzi . tfa f einer die Fälle, baß semand stck'die Mvauoyl großen Reife schastenJJ- S Sparen mit

les wirb bie kleine Entbehrung. moberne

sich bringt, klein unb derer

Entwicklung gebt dahin, baft .& alten

abnimmt, bie selbstverantwortlich für W«t Tage zu tarnen »ab.n, Da'« hat fQr

tunasqefubl für bas Schicksa Generationen

die Begründung etner(nobhJ.hma unb an Eindring- fortlebenben Sippe an ® - hilft dem Fa°

lichkeit gewonnen. Die aame Sorge

milienbaupt, nimmt ibm aber nn»t ab

und Verantwortuna für Frau , & Welt-

Ais uns unsere fortnrfimen

Krieges unter ausländisches a Jahrzehnten und uns für eine lange Reche oon bie

w-ich^nde Tribnte au'erlegten^ gla ^g

Quelle unseres Wohlstandes haben,

unteres Wiederaufstiegs oerbairit«««

Zunächst schienen sie recht 3U 2g mar mit

steigende Koniunktur bis zum > ab ^a5 Uus- einer Zunahme unterer Verschuldung ^saenben lanb v-rkautt. R''ck^laa 'n d n drei ch^btm. Jabr-n mar hrrht-bar. Es anh le . , nQ3

mit der Hoffnung auf eine tBefferu 9