Ausgabe 
28.5.1938
 
Einzelbild herunterladen

r'"b °°n ber $ ar,en b°tr° auf 90be unb Uzzj .

'a9start'len fa

hjin* 4,

Fahrscheinheft 3U enn. Preisen

9hir MER.« ^isebüros

'00 km snr gQnie ^lsestrecke <hin £ zurück)

Nur für Schnellzüge

20%

OJ.-fpor/

Italienische Miliz-Fechter siegreich.

Als Auftakt zum Hallen-Karnpfsporttag der SA.- Gruppe Hessen gab es am gestrigen Freitagabend in der Frankfurter Festhalle den ersten Teil des Fechterkampfes zwischen der Vertretung der SA.- Gruppe Hessen und der Mannschaft der Faschistischen Miliz. Ausgetragen wurde ein Säbel-Mannschafts­kampf, der bei gleicher Zahl von je 8 Siegen mit einem knappen Erfolg der italienischen Gäste endete, die bei 54:62 erhaltenen Treffern im Vorteil waren. Die italienische Mannschaft bestand aus Ragno, Salafia, Rasano und Vestrini; für die SA.-Gruppe Hessen kämpften Sturmführer Jakob, Oberscharfüh­rer Wahl, Rottenführer Schöndube und SA.-Mann Löffler.

Den Kämpfen ging ein feierlicher Eröffnungsakt voran, begonnen mit dem Einmarsch der Ehren­sturmbanne und einer Abordnnng der Faschistischen Miliz. In Vertretung des Stabschefs der SA., Lutze, begrüßte der Stabsführer der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Herzog die italienischen Gäste, die durch ihren Mannschafts­führer, Generalleutnant der Faschistischen Miliz Alessandro Tarabini, Dankesworte sprachen. Die italienischen und deutschen Nationalhymnen leiteten über zu den Kämpfen, die oorv Altmeister Erwin Casmir mustergültig geleitet wurden. Am Schluß der Veranstaltung, die von Vorführungen der SA.-Gruppe Hessen umrahmt wurde, brachte Obergruppenführer B e ck e r l e ein Sieg-Heil auf die Führer der beiden befteundeten Nationen, Be­nito Mussolini und Adolf Hitler, aus. Unter den Ehrengästen befand sich auch Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger.

Die Ergebnisse:

Schöndube Salafic^5:2 erh. Treffer, Wahl ge­gen Rasano 3:5, Löffler Vestrini 5:3, Jakob ge­gen Ragno 5:3, Wahl Salafia 3:5, Löffler gegen Rasano 3:5, Jakob Vestrini 5:0, Ragno Schön­

dube 3:5, Löffler Salafia 3:5; JakobRasano 5:2, Schöndube Vestrini 3:5, WahlRagno 5:0, Jakob Salafia 5:1, Schöndube Rasano 3:5, Wahl Vestrini 1:5, Löffler Ragno 5:3.

Irrfahrt ohne Ende.

Zweiter Tag der Internationalen Dreitagefahrt.

Die zweite Tagesstrecke der Internationalen Drei­tagefahrt sollte am Freitag von Spa aus auf einer großen Schleife über 278 Kilometer führen. Nur die letzten 130 Kilometer von Valkenburg zurück nach Spa konnten bewertet werden, da es vorher nur Ausfälle gab. Der Kgl. Niederländische Motorsport- Verband hatte sich mit der Organisation wieder die größte Mühe gegeben, aber unverantwortliche Ele­mente hatten in der Nacht zum Freitag die Orien­tierungstafeln zum Teil entfernt, zum Teil sogar in falscher Richtung angebracht, so daß sich fast alle Fahrer verfuhren. Jenseits der belgischen Grenze bei Maison Blanche irrten die Fahrer lange umher, bis sie wieder gesammelt werden konnten.

Don den Nationalmannschaften liegen nunmehr, wenngleich die Strecke diesmal keine übermäßigen Schwierigkeiten bot, nur noch Deutschland I, Deutsch­land II und Holland I im Wettbewerb. Die Deutschen haben jetzt fünf bzw. acht Strafpunkte.

Zahlreiche Stürze gab es auf dem Wege nach Valkenburg. So erlitt der BMW.-Fahrer W a - s ch e w s k i einen Schlüsselbeinbruch, hielt aber bis zum Ende durch. Dagegen mußten F. Maier (BMW.) und G u t t m a n n (DKW.) aufgeben. Von den 14 Markenmannschaften wurden neun gesprengt, als einzige deutsche nur NSU. Die Führung hat Fichte! und Sachs. NSU. liegt an zweiter Stelle mit acht Punkten vor Auto-Union-DKW. mit elf und der belgischen Gillet.

Die deutschen Fahrer hielten sich wieder aus­gezeichnet. Englands einziger Teilnehmer ist noch Wolsey.

f Umwege unbe­schränkt zugelassen, auch auf dem Hinweg

Zederzeit wahrend der Geltungsdauer

Jederzeit zugelchn Unbeschränkt

SSHonate

lus- und Einreise ad) über verschied. dÄMe Weichen, wenn Anschlutz- larten nach dem Ausland, Schills- kaüen usw. vor-

Händen sind.

Nach dem gemein- das Niederwalodenk­ahr man nach n von dort aus am hn nach dkl ch-M-t

ii. Der Sportverein W Bereinigten W , unter d-mM- * öS im E 'bei W eiat wurden.

7»

8i9

ItWFLrjS Weihe

'S1«* übrigen t«m« A U" « @eW

2eib8Len M tBn?Ät ult» d-i

narben d> sichtet und

r und -.MnlM e. u ^Sonntag ? urde am/-

Viiktsta«, Kall» s;i,<i'iiliäS

i

WB

Innlkampf für Offiziere und LlnieroWere.

!lm die Oivisionsmeisterschast der 9. Division in Gießen.

Oie Handballspiele.

«./fiao.-Hegt. 3 Stab Beob.-Ubt. 9.

Bei besten Platzverhältnissen begann gestern um 15 Uhr das Spiel 6./Kav.-Regt. 3 Stab Beob.- Abt. 9. Durch technisch gut durchdachtes Spiel aing in den erften Spielminuten Kav.-Regt. 3 so­fort klar in Führung. Besonders gutes Zuspiel und Freilaufen zeigte die Mannschaft. Der Mittelstürmer des Kav.-Regt. 3 zeigte durch sicheres Zuspiel und starken Torwurf sein Können. Er war die unstreit­bare Stütze der Mannschaft. Der Mannschaft der B. 9 mangelte ein sinnvoller Spielaufbau; obwohl jeder Spieler sich gut einsetzte, machte das Spiel einen müden Eindruck dadurch, daß es an einem genau durchdachten System der Spielweise fehlte. Die uneigennütziae Spielweise der Kavalleristen, den günstigst stehenden Mann in deu einzelnen Spielmomenten mit einem Ball zu versehen und ihn von ihm ausnützen zu lassen, zeigte den wohl- gefügten Einklang der Mannschaft. Die erste Halb­zeit sah einen wohlverdienten 6:2-Sieg für Kav.- Regt. 3.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien B. 9 er­heblich aufgemuntert. Der Mittelstürmer von B. 9 trat stärker hervor und befleißigte sich, seinen eigenen Schwung auf seine Kameraden zu über­tragen. Nach wiederholtem Durchbruch gelang es ihm trotz schwerer Bedrängnis durch den Sturm der Kavallerie mit seinem harten Schuß ein gutes Tor zu erzielen. An dem guten Zuspiel und der schnellen und sicheren Schußweise der Kavallerie scheiterte jedoch der Ausgleichsversuch der B. 9 in der zweiten Halbzeit. Obwdhl jetzt spielerisch besser, konnte B. 9 den Dorsprung des Kavallerie-Reg. 3 nicht gutmachen. Nach zähem, aber einwandfrei fairem Spisl mußte B. 9 mit 12:6 die Ueberlegen- hett des Kavallerie-Regiments 3 anerkennen.

5./I.-R. 36 1./J.R. 116.

Gegenüber dem vorigen Spiel war vor Beginn das Tempo dieser Mannschaften ein sehr viel schnel­leres. JR. 36 zeigte schnelles und gutes Jnstellungs- spiel. Jeder einzelne Spieler verstand es, sowohl im Sturm als auch in den Läuferreihen sich sicher in jedem Kampfmoment durchzusetzen. Die 116er da­gegen spielten sehr eng und ohne Ausnutzung der Außenseiten des Spielfeldes. Es hatte den Eindruck, als würde in der ersten Halbzeit das lange und zügige Spiel der Butzbacher das Tempo des ganzen Spieles diktieren. Besonders zeichnete sich während die­ser Halbzeit der Torhüter des JR. 36 durch klare und energische Verteidigung des Gießener Tores aus. Ihm verdankt die Mannschaft unseres Stand­ortes, daß die erste Halbzeit mit nur einem Tor Unterschied hinter den Butzbachern zurückstand. Die erste Halbzeit endete 4:3 für Butzbach.

Wie im vorigen Spiel bei B. 9 so war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, bei den 116ern eine merkliche Wandlung der Spielweise zu erkennen. Wenn auch das Spiel in der zweiten Halbzeit här­ter und das Tempo etwas kürzer wurde, so schien es doch, daß die 116er in der ersten Halbzeit von ihrem Gegner geleint hatten. Det Sturm der Gieße­ner Mannschaft schien ein schnell und gut geführtes Spiel zu gewährleisten. Durch verschiedene scharfe und sichere Torschüsse des Gießener Stark konnten die 116er im Torverhältnis aufholen und schließlich die Butzbacher überflügeln. Das Spiel würbe gegen Ende der Halbzeit noch heftiger und schärfer. Manch­mal war auf beiden Seiten ein recht gut vermeid­barer körperlicher Einsatz zu bemerken. Der Kampf­geist der Butzbacher schien an dem Siegeswillen zu zerbrechen. In den letzten 15 Minuten gingen die 116er klar in Führung.

Durch mehrere Durchbrüche mit geschickten Täu­schungen konnten sie das Torverhältnis zu ihren Gunsten auf einen Stand von 7:6 für 116 bringen.

Sporttag der Studenten.

Der Stubententag der Gießener Studentenschaft nahm am gestrigen Freitag seinen Anfang. Um 15 Uhr marschierten in Sportkleidung die Wett­kämpfer der Studenten und Studentinnen und als Gäste die Leichtathleten und Handballer der Hoch­schule für Lehrerbildung Weilburg auf den festlich geschmückten Universitätssportplatz ein.

Amtsleiter des Amtes körperliche Ertüchtigung, Haibach, meldete dem Studentenführer, daß die Wettkämpfer angetreten feien. Studentenführer Frank begrüßte sie mit kurzen Worten und gab dann den Befehl zur Flaggenhissung. Damit war der diesjährige Studententag eröffnet.

Amtsleiter Haibach begrüßte darauf die sehr zahlreich erschienenen Gäste, wies darauf hi», in welch' innigem Zusammenhang die körperliche Er­tüchtigung mit der geistigen Ausbildung durch die Stpdentenschaft gebracht worden ist, so daß der Tag der Leibesübungen gleichwertig neben dem Tag der Wissenschaft, den die Studentenschaft heute begeht, steht. Dann wünschte er den Wettkämpfern einen guten Erfolg.

Oie Wettkampfe

begannen mit spannenden 100-Meter-Läu- fen. Für den Endkampf qualifizierten sich: Pitzen, Möll, Mayer und Strerath. Im Endlauf siegte Pitzen, der einen glänzenden Start Hatte, vor Moll, der mit Mayer im Start sitzen blieb, in der Zeit von lf,2 Sekunden.

Im Kugelstoßen siegte erwartungsgemäß Otto Luh mit 14 Meter vor Winter. Ebenso war ber Sieg Jacobs im Speerwerfen mit 48,40 Meter sicher.

Im Weitjprung und Hochsprung siegte ebenfalls erwartungsgemäß Pitzen mit 6,33 und 1,65 Meter.

Recht interessant waren die Läufe, die ausge­tragen wurden.

Im 200-Meter-Lauf siegte Möll vor Mayer in der Zeit von 23,6 Sekunden.

Den 400-Meter-Lauf gewann ebenfalls Möll vor Pontani, der lange das Feld anführte, mit 55,5 Sek.

Im 1500-Meter-Lauf siegte Gebhardt, der in einem gewaltigen Endspurt seinen stärksten Geg­ner Krousch knapp schlagen konnte.

Die Staffelläufe her Kameradschaften gewann die

Kameradschaft Kaiser vor der Kameradschaft Kiß­ling.

Die 4 X 100-Meter-Staffel Weilburg gegen Gie­ßen gewann Gießen (Mayer, Luh, Pitzen, Möll) mit 46,5, also nicht ganz so gut, wie man erwartet hatte.

Ergebnisse:

100 Meter: 1. Pitzen 11,2; 2. Möll 11,3; 3. Stre­rath 11,5; 4. Mayer 11,6 Sek.

200 Meter: 1. Möll 23,6; 2. Mayer 23,8; 3. Schwarz 24 Sek.

400 Meter: 1. Möll 55,5; 2. Pontani 56,2; 3. Dr. Eberhardt 58,6 Sek.

1500 Meter: 1. Gebhardt 4:30,2; 2. Krgusch 4:30,4;

3. Storell 4:33,2 Min.

Kugelstoßen: 1. Luh 14; 2. Winter 11,32; 3. Schneider 11,13 Meter.

Diskuswerfen-: 1. Luh 39,11; 2. Jacob 32,64; 3. Schloßhardt 27 Meter.

Speerwerfen: 1. Jacob 48,40; 2. Pontani 43,62; 3. Luh 42,10 Meter.

Weitsprung: 1. Pitzen 6,33; 2. Möll 6,20; 3. Naab 6,19 Meter.

Hochsprung: 1. Pitzen 1,65; 2. Mayer 1,50; 3. Naab 1,50 Meter.

Drei-Kampf (Studenten): 1. Schneider 1514,80;

2. Strerath 1501,14 Punkte.

Fünf-Kampf (Studenten): 1. Möll 2883,18 ; 2. Pontani 2727,10 Punkte.

Drei-Kampf (Studentinnen): 1. Weber 59, 2. Hun- kel 55; 3. Gruhlich 45 Punkte.

Sechs-Kampf der Kameradschaften: 1. Kamerad­schaft Fischer 508 ; 2. Kameradschaft Kaiser 487 P.

Hochschulwettkampf gegen Weitburg:

100 Meter: 1. Pitzen 11,2; 2. Möll 11,3 (beide Gießen); 3. Geises 11,9; 4. Vogel 12,4 Sekunden (beide Weilburg).

Kugelstoßen: 1. Luh 14; 2. Winter 11,32 (beide Gießen); 3. Kohl 10,11; 4. Fuchs 9,92 Meter.

Speerwerfen: 1. Jacob 48,40; 2. Schloßhardt 42,20 (beide Gießen); 3. Stiehl 36,78; 4. Kohl 35,92 Meter (beide Weilburg).

Weitsprung: 1. Pitzen 6,33; 2. Naab 6,19 (Gie­ßen); 3. Keiner 5,73; 4. Vogel 5,70 (Weilburg).

Hochsprung: 1. Pitzen (Gießen) und Steioff (Weil­burg) 1,65; 2. Stiehl (Weilburg) 1,60; 3. Mayer (Gießen) 1,50 Meter.

4X100-Meter°Staffellauf: 1. Gießen 46,5; 2. Weil­burg 47,9 Sek.

Studentenschaft Gießen gewann den Kampf mit 6580,35 gegen 5065,45 Punkten.

H. f. L. Weilburg

gewinnt das Handballspiel 9:5 (1:4)

Nach den leichtathletischen Wettkämpfen trafen sich die Handballmannschaften der Weilburger und der Gießener Studentenschaft zu einem Freundschafts­spiel. Die beiden letzten Spiele hatte Gießen knapp gewonnen, und ipan erwartete von den Gießenern einen eindeutigen Sieg. Die erste Halbzeit war auch dazu angetan, diese Erwartungen zu stärken. Gie­ßen spielte stark überlegen, kam nach und nach zu

vier Toren, während die Gäste erst 15 Sekunden vor Halbzeit zu einem Treffer kamen.

In der zweiten Halbzeit aber wandelte sich das Bild erschreckend; bei vielen Gießenern, die zum größten Teil an den leichtathletischen Wettkämpfen teilgenommen hatten, machte sich eine große Müdig­keit und ein Nachlassen des Eifers bemerkbar. Auch die Hintermannschaft, die in der ersten Halbzeit bei­nahe unschlagbar schien, machte grobe Fehler.

Weilburg kam zu acht Treffern, denen Gießen in dieser Halbzeit nur einen entgegensetzen könnte.

Die Tore für Gießen schoß Winter (3), Krämer und^Watz (je 1). Gießen trat an mit: Mayer, Lan­genbach, Bork, Sturm, Krausch, Bingel, Schmidt, Winter, Watz, Ringk, Krämer.

Fußball in der engeren Heimat.

it900-Sportverein Elz.

Mit Rücksicht aus die im Juni stattfindenden Großveranstaltungen in Gießen, insbesondere die 125jährige Feier des Infanterie-Regiments 116, zu denen der Platz der Spielvereinigung 1900 benötigt wird, mußten die Aufttiegfpiele insofern eine Aende- rung erfahren, daß die Blau-Weißen den Sport­verein (Eh erst in Gießen empfangen und am 19. Juni das Rückspiel in Elz austragen. Dadurch bietet sich den 190Oern eine günstige Gelegenheit, ihre durch das unglücklich verlorengegangene Spiel gegen Hanau etwas in Rückstand geratene Position wieder zu verbessern. Denn bei solchen Spielen die Eigenarten des Gegners erst auf eigenem Platze kennenzulernen, ist ein Vorteil von ausschlaggeben­dem Einfluß. Die Blau-Weißen erhalten also eine Chance, die ihnen die Möglichkeit gibt, noch ent- scheiderü) in die Aufstiegspiele einzugreifen.

Der Sportverein Elz, der in Fachkreisen als Außenseiter bezeichnet wird, ist in seiner Spiel­stärke in unserem Bezirk wenig bekannt. Lediglich dadurch, daß er im vergangenen Jahre dem Sport­verein Wetzlar beim Rückspiel in Elz die alles ent­scheidende 3:0-Niederlage beibrachte, welche den Wetzlarern praktisch den Aufstieg versagte, erregte er etwas Aufsehen. Dies allein sollte schon Anlaß für die Blau-Weißen sein, dem Gegner eine gewisse Achtung entgegenzubringen. Zu Ueberraschungen darf es jedenfalls nicht mehr kommen. Unter Be­rücksichtigung der gegen Hanau zutage getretenen Mängel ist man diesmal zu einer Mannschafts­aufstellung übergegangen, von der man sich mehr Erfolg verspricht. Zu der Vertretung Fischer, Pankok, Lippert, Erhard, Quick, Lehrmund, Schell- haas, Knauß, Hormel, Sack, Löbsack darf man denn auch einiges Vertrauen haben, und wenn sich das Pech nicht wieder so stark bemerkbar macht, sollte am Sonntag ein Sieg der Blau-Weißen mög­lich sein.

Im zweiten Spiel der Gruppe Süd stehen sich Dunlop Hanau und Oberursel

gegenüber. Gemessen an der spielerischen Leistung vom Dorsonntag und mit Rücksicht auf den Platz­vorteil ist mit gewisser Wahrscheinlichkeit mit einem Sieg Hanaus zu rechnen.

1900 II Braunfels L

Dor dem Aufstiegsspiel empfängt die Reserve der Blau-Weißen den Fußballverein Braunfels. Die Gäste, die der 1. Kreisklasse der Gruppe Wetzlar- Ulm angehören, verfügen über beachtliches Können. Trotzdem ist mit einem Siege, der Platzbesitzer zu rechnen, da diese in stärkster Aufstellung antreten, und zwar mit den Neuerwerbungen, die für die erste Mannschaft noch keine Spielberechtigung be­sitzen.

VfB.-Beichsbahn Gießen.

Aufstiegsspiel FE. Burgsolms VfB. Reichsbahn.

Wohl das schwerste und auch entscheidende Spiel um den Aufstieg zur Bezirksklasse hat der VfB.- Reichsbahn auf dem gefürchteten Gelände in Burg­solms, wo bisher noch keine Mannschaft gewinnen konnte, auszutragen. Die Gastgeber, die beim Vor­spiel eine empfindliche Schlappe einstecken mußten, haben in den übrigen Spielen gut abgeschnitten und

werden, falls sie morgen siegen, aufsteigen. Die Grünweißen, die technisch einen guten Fußball spielen, können sich nun einmal nicht auf kleinen Plätzen zurechtfinden. Obwohl die Mannschaft spie­lerisch vor diesem Gegner keine Furcht zu haben braucht, dürfte ihr ein Sieg doch sehr schwer fallen, denn die Grünweißen haben in letzter Zeit anschei­nend vergessen, daß Erfolge nur durch restlosen Ein­satz eines jeden Spielers reifen können. Die Mann­schaft ist, sich durchaus der Schwere dieses Spieles bewußt, auch hat der Spielausschuß die stärkste Ver­tretung aufgestellt, und sie sollte trotz allem doch den Sieger stellen. Wie ernst dieses Spiel genommen wird, ist daraus zu ersehen, daß man mit der Lei­tung den Schiedsrichter G u t m a n fi beauftragt hat, der die Gewähr dafür gibt, daß das Spiel reibungs­los durchgeführt wird.

Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

FL. Oberursel komb. Spvgg. Leihgestern 3:3 (1:1).

Am Himmelfahrtstag weilte die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1926 Leihgestern in Oberursel. DieUrscheler" hatten aus 5 Spielern der Liga und 6 Spielern der Reserve eine sehr starke Mann­schaft aufgestellt. Leihgestern mußte die Reise ohne Väth und Heß antreten, dazu kam noch, daß auch der Ersatzlinksaußen Sommer nicht mit von der Partie war, so daß der Torhüter Dutenhöfer den Linksaußenposten übernehmen mußte, Krämer stand zwischen den Pfosten.

Leihgestern ging durch einen Bombenschuß von Arnold in Führung, mußte sich aber kurz vor der Pause den Ausgleich gefallen lassen. Nach der Pause

RUHL Seilersweg Nr. 67 I

adiO Telephon Nr. 3170 I

eparaturen 1897 D 9

gingen die Einheimischen wieder in Front, aber Krick sorgte für den Ausgleich. Nachdem Oberursel nochmals die Führung an sich reißen konnte, gelang es den Blauweißen, durch einen von Arnold ver­wandelten Handelfmeter ein Unentschieden mit nach Hause zu nahmen.

In diesem Spiel hat Leihgestern gezeigt, daß es zur Zeit in einer guten Form ist. Man darf mit dem Ergebnis, das sie in Oberursel errungen haben, zufrieden fein.

Am nächsten Sonntag:

Spvgg. Leihgestern I. Sportverein Lollar I.

Spvgg. Leihgestern II. Sportverein Lollar II.

Für den nächsten Sonntag hat sich die Spiel- Defeinigung Leihgestern die zwei Seniorenmann­schaften des Sportvereins Lollar verpflichtet. Die Lollarer, die in der vorigen Saison in der Bezirks- klaffe spielten, sind zur Zeit in einer guten Form, und nur durch großes Pech müssen sie den Weg in die Kreisklasse antreten.

Die neuaufgestellte 2. Mannschaft mißt sich mit der gleichen des Sportvereins Lollar. Wenn man das Spiel der ersten Mannschaften als offen be­zeichnen muß, so muß man in dem Spiel der zwei­ten Mannschaften die Gäste als Favoriten bezeich­nen.

Handball im Kreis Gießen.

Zu einem schönen Spiel kam es auf der Spilburg in Wetzlar zwischen dem Hessenmeister und dem Meister von Schlesien, Borussia Carlo- witz. Wenn auch Wetzlar hoch mit 17:3 (9:3) ver­lor, so war das Treffen doch spannend und was man kaum annehmen möchte auch jederzeit ausgeglichen.

Das zwischen den Mannschaften von Nauborn und der SA.-Kampfspielgemeinschaft J 3 3 angesetzte Entscheidungsspiel endete auf dem Platz des Tv. Garbenheim mit einem klaren Sieg des Tv. Nauborn. Damit stehen nunmehr alle Staffelfieaer fest, und die letzten Spiele können zu Ende geführt werden. Spielausgang 5:1 (^:1) für Nauborn.

Der Tv. Wißmar konnte in den Kämpfen um den Aufstieg auch das Rückspiel gegen den Tv. Lich gewinnen. Zwar ist das Ergebnis mit 10:8 (4:3) recht knapp. Es genügt aber, um weitere wertvolle Punkte sicherzustellen. Das Treffen wurde seitens der Platzbesitzer außerordentlich hart durchgeführt, so daß sehr oft Gelegenheit zum energischen Ein­greifen vorhanden war.

Handball am 29. Mai.

Mit dem Spiel gegen die Polizei beschließt Wetz­lar die Spiele um die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft, die in diesem Jahre unter einem recht unglücklichen Stern durchgeführt werden mußten. Darüber, daß auch diesmal nur wieder eine Nieder­lage zustande kommen wird, dürften keine Zweifel herrschen.

Die Bezirkst! ässe trägt die letzten, noch zur Runde 1937/38 gehörenden Spiele aus, und zwar treffen zusammen:

Wetzlar-Niedergirmes 1860 Marburg, To. Münchholzhausen 1900 Gießen.

Niedergirmes ist zwar auf eigenem Platz außer­ordentlich spielstark, immerhin darf man auf das Ab schneid en der Marburaer gespannt sein, nachdem sie schon seit geraumer Zeit nicht mehr zusammen gespielt haben. Das gleiche gilt für die Mann­schaft von 1900. Nach Lage der Sache ist kaum mit einem guten Ab sch neiden zu rechnen, nachdem die Elf widriger Umstände wegen so lange pausieren mußte.

In Atzbach tritt die Mannschaft des Tv. Lich zu einem weiteren Aufstiegspiel an. Während von den Gästen bekannt ist, daß sie zu spielen verstehen, ist über die Spielweise der Platzbesitzer seht wenig bekannt. Unter diesen Umständen ist das Ire ff en offen. _ - ____

Gespannt sein darf man auf das erstmalige Auf­treten des Luftwaffensportvereins Gießen, der in Heuchelheim startet. An ihrem früheren Standort stellten die Flieger eine sehr spielstarke Mannschaft ins Feld, so daß, wenn keine Umstellungen vorge­nommen werhen mußten, Heuchelheim seine Not haben wird, Sieger zu bleiben.

Lützellinden Turnv. kesselsladt.

Die für morgen angesetzte Begegnung zwischen den beiden Mannschaften dürfte, wenn es den Gästen gelingt, ihren Dorspielsieg zu wiederholen, die Entscheidung bringen. Denn in diesem Falle liegt die Mannschaft bereits so in Führung, daß sie nicht mehr eingeholt werden kann.

Um die Meisterschaft.

Die Reichssportführung hat bereits die Paarun­gen, sowie Orte und Termin der Dorschlußrunden­kämpfe um die Deutsche Handballmeisterschaft 1938 festgesetzt. Allerdings steht bisher erst in-Hinden- burg-Minden der Sieger in Gaugruppe 3 fest. Die übrigen Gruppensieger werden am Sonntag er­mittelt. Bei der Festsetzung der Paarungen wurde von der Voraussetzung ausgegangen, daß sich in den drei übrigen Gruppen die Favoriten durchsetzen. Das sind in Gruppe 1 MTSA. Leipzig, in Gruppe 2 MSV. Weißenfels und in Gruppe 4 SV. Waldhof. Gibt es am Sonntag also die erwarteten Siege, bann lautet der Spielplan zur Vorschlußrunde:

12. Juni: in Mannheim: SV. Waldhof MSV. Weißenfels; in Leipzig: MTSA. Leipzig Hinden­burg Minden.

19. Juni: in Weißenfels: MSV. Weißenfels SV. Waldhof; in Minden: Hindenburg Minden MTSA. Leipzig.

Bei Punktgleichheit entscheidet bei den Dorschluß- runbentämpfen das bessere Torverhältnis. Der Deutsche Meister soll dann am 26. Juni ermittelt werden.

Handball-Weltmeisterschast in Berlin.

Ursprünglich sollte die Handball-Weltmeisterschaft vom 7. bis 10. Juli in Wien durchgeführt werden. Jetzt hat sich die Reichssportführung entschlossen, die Titelkämpfe in der Reichshauptstadt durchzuführen, da Berlin eine leichtere Lösung der organisatorischen Fragen ermöglicht. Bisher liegen die Meldungen von Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, USA. und Deutschland vor.