Ausgabe 
28.5.1938
 
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Berlin

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Trägern des Fremdenverkehrs,

begrüßte die l--------

Goebbels für das große Interesse, das er öic|cr Tagung entgegenbringe. Nach ihm nahm der Vor­sitzende des Fremdenoerkehrsoerbandes, Staatsmini­ster a. 2). Esser das Wort. Von den Anwesenden herzlich begrüßt betrat daraus Neichsminister Dr. Goebbels das Rednerpult.

vielleicht sind Sie schon über eine unserer neuen Reichsautobahnen gefahren und können sich eine Vorstellung davon machen, welche ungeheuere Bedeutung diese Straßen für den internationalen Reiseverkehr haben. Denn ihm sollen sie in erster Linie dienen. Für ihn werden sie gebaut. Ich denke dabei ganz be­sonders auch an den von Ihrem Verband seit langem erstrebten Ausbau der Trans­kontinental st reckeLondon S t a m- bul. die ja auch in einer Länge von etwa tausend Kilometern über deutsches Gebiet führt. Deutschland wird seine Ehre darein sehen, diesen Teil der Straße zu einem besonders schönen auf der ganzen Strecke zu gestalten.

Die Reichsautobahnen haben herrliche landschaft­liche Schönheiten, die bisher abseits der großen Straßen lagen und schwer zu erreichen waren, dem Reisenden erst zugänglich gemacht. Ich denke da vor allem an die Reichsautobahn v o n Stutt­gart nach Ulm über die Schwäbische Alb oder von München nach Salzburg, die zu den schönsten der bisher fertiggestellten Straßen zählen. Hinzu kommt noch der Dau der deutschen Alpen- straße, die von Salzburg bis zum Bodensee führend einen bisher noch ganz unerschlossenen Teil des Alpengebietes für den Reiseverkehr öffnen und nach ihrer Fertigstellung eine der begehrtesten Gebirgsstraßen der Welt sein wird. Ein weiterer wichtiger Punkt unseres Arbeitsprogramms ist die Stiftung staubfreier Straßen. Jetzt schon sind Tausende von Arbeitern damit beschäftigt, die Straßen in den Alpenländern staubfrei zu machen. Der Schönheit der deutschen alten Städtebilder fügen wir heute die Bauten ein, die Dokumente unserer Gesinnung und unserer Weltanschauung sind. Auch dieser Sommer bringt wieder Höhepunkte des kultu­rellen Lebens in Deutschland: die Jubiläumsfestspiele in Bayreuth, die Heidelberger Reichsfestspiele, die Reichsmusikfestwoche in Düsseldorf, die ReichStheater- sestwoche in Wien, die Salzburger Festspiele, die in diesem Jahre' größer und schöner als je zur Durch­führung gelangen, dieTage der deutschen Kunst" in München.

Dr. Goebbels spricht.

Deutschland ist durch seine geographische Lage im Herzen Europas von jeher ein klassisches Durch­gangs- und Reiseland gewesen. Das neue Deutschland hat seine Grenzen weit geöffnet für alle, die es aufsuchen wollen. Deutschland hat zu allen Zeiten seine tatkräftige Mitarbeit in allen internationalen Verkehrsfragen zur Verfügung ge­stellt und ist auf manchen Gebieten beispielgebend vorangegangen. Durch das großzügige Motori- sierüngs Programm des Führers hat es den Rückstand, der noch im Jahre 1933 in der deut­schen Motorisierung zu verzeichnen war, zu einem großen Teil bereits überwunden. Die Konstruktion des Volks wagens wird breiten Massen unserer Nation den Besitz eines Automobils möglich machen und den Kraftwagenbestand in Deutschland um viele Hunderttausende von Wagen vermehren. Der Wegfall der Kraftwagensteuer hat die Automovil- haltung in Deutschland wesentlich verbilligt. Weitere Marksteine dieser Entwicklung der deutschen Mo­torisierung sind die Intensivierung der Forschung, die planmäßige Förderung des' Automobilrennspor­tes, die Internationalen Automobil-Ausstellungen in Berlin und nicht zuletzt die Schaffung der Reichsautobahnen, der Straßen des Füh­rers. Aber auch für Öen ausländischen Automobilisten sind zahlreiche Maßnahmen durchgeführt worden, darunter die Aufhebung der Aufenthaltssteuer, die Erleichterung der Zollforma­litäten und die Abschaffung des internationalen Führerscheins und der internationalen Zulassung. Der Erfolg ist dabei eine Verdoppelung des Fremdenverkehrs in Deutschland seit 19-^2. Im Zuge dieser Entwicklung liegt es auch, daß Deutschland in zunehmendem Maße Kongreßland geworden ist. Im Jahre 1938 finden im gesamten Reichsgebiet83 internationaleKongrelse statt. Die nationalsozialistische Reichsregierung halben festen Willen, in Gemeinschaft mit den Verkehrsver-

Auch diesmal werden, wie in den vergangenen Iahren. viele Tausende von Ausländern nach Deutschland kommen, um mit eigenen Augen unser Land des Friedens und der . Arbeit zu sehen, ein Land, über das leider in den letzten Jahren von großen Teilen der internationalen Weltpresse ein Bild verbreitet worden ist. das bei der ersten sachlichen Nach­prüfung sich als absolute Fälschung enthüllen muß. Die neue Volkssührung hat ein wirt­schaftliches. soziales und kulturelles Aufbauwerk durchgeführt, das ohnegleichen ist. Wer das Deutschland von 1932 kannte und damit das Deutschland von heute vergleicht, wird über­rascht sein von dem Wandel der Dinge, der sich auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens vollzogen hat. Der Führer hat in diesen Jahren beispielhafte Beiträge zur Festi­gung des Weltfriedens geleistet. Alle diese Maßnahmen aber sollen dazu dienen. Deutschland den Frieden zu sichern, den es so dringend braucht, um das begonnene Aufbauwerk vollenden zu können. Nur in einer langen Periode des Frie­dens sind die Schäden der Nachkriegszeit zu überwinden und unser Volk zu Glück und Wohlstand zu führen. Das Recht allerdings, diesen Frieden bewaffnet zu beschützen und alles für unsere nationale Sicherheit zu tun. was nötig ist, wird in dieser chaotischen Zeit niemand dem deutschen Volk verwehren können.

Gerade in der gegenwärtigen weltpolitischen Situ­ation stellt das gegenseitige Kennenlernen der Völ­ker und die wechselseitige Achtung vor den natio­nalen Eigenarten eines der bedeutsamsten Momente der Entspannung und Befriedung dar. Gemeinsam mit allen ihnen angeschlossenen Verbänden wollen wir füt die großen Ziele der Menschheit kämpfen unö arbeiten: für d i e Verständigung der Völker und für den Frieden der Welt!

Der Präsident, Dr. Henneberg (Genf) gab nun einen Rückblick auf die Arbeit des Verbandes und würdigte dabei die bedeutenden Beiträge, die von deutscher Seite zur Behebung internationaler Mißverständnisse auf dem Gebiete der Touristik geleistet worden sind. Nach einem herzlichen Dank für die gastfreundliche Aufnahme in Deutschland bat Dr. Henneberg Reichsminister Dr. Goebbels, dem Führer die Ehrerbietung der AIT zum Aus­druck zu bringen. Die Generalversammlung wird u. a. juristische, Zoll- und Dersicherungsfragen sowie Probleme des Rad-Tourismus erörtern. Ferner steht das Problem der transkontinentalen Auto­bahnen zur Diskussion.

Oeuischland hat seine Grenzen weit geöffnet.

Reichsminister Dr. Goebbels spricht aus der Berliner Generalversammlung der Alliance Internationale de Tounsme

Berlin, 27. Mai. (DNB.) Die seit 40 Jahren bänden, dem Deutschen Automobil-Club und dem bestehende Alliance Internationale de Tourisme Reichsausschuß für Fremdenverkehr Deutschland mit (AIT), die internationale Vereinigung von Auto- seinen herrlichen Naturschönhelten zu einem ve- und Tourina-Clubs und den behördlichen a e h r t e n R e i s e l a n d zu machen. Die Heimkehr des Fremdenverkehrs, hält in der Reichs- Oesterreichs ins Reich ermöglicht es auch die Hauptstadt ihre Generalversammlung ab. Die Er- Alpenlander und die herrliche Kunststadt Öffnung fand im Hause der Flieger statt Man sah W i e n in stärkerem Maße als bisher dem Reifen- neben 125 Vertretern pus 45 Staaten die Gesund- !den und Naturfreund zu erschließen. Die N^.-Gc- ten von Belgien, Ungarn und dem Iran, den mexi- > meinschaftKraft durch Freude bat per konischen Geschäftsträger. Korpsführer Hühnlein^ Fremdenverkehrswirtschaft m Deutschland .jährlich begrüßte die ausländischen Gäste und dankte Dr.!mehrere Millionen Reisende zusätzlich zugesuhrt.

Großeparteiveransiallungen.

Die Gautage. Fahrt der Alten Garde.

Berlin, 27. Mai. (DNB.) Nachdem mit dem Sachsentag in Leipzig die Reihe der Gautage dieses Sommers eingeleitet worden ist, findet am nächsten Sonntag in Dessau ein großer Gautag des Gaues Magdeburg-Anhalt statt, mit. dem die Einweihung des neuenDessauer Theaters" verbunden sein wird. Ebenfalls an diesem Sonntag begeht der Gau Westfalen-Vüd in Bochum sein zehnjähriges Bestehen. Außer- dem hält die S 21. in Kiel ein großes Nord­mark-Treffen ab. Am Sonntag nach Pfingsten be­gehen die Gaue Pommern, Schlesien und Süd- Hannover-Braunschweig in Stettin, Bres- l a u unöx Hannover ihren Gautag. Der Gau­tag des Gaues Ostpreußen findet unter dem Leit- wortZehn Jahre Gau Ostpreußen" vom 17. bis 19.Ium in Königsberg, sowie der Gautag des Gaues Westfalen-Nord in Gelsenkirchen vom 24. bis 26. Juni statt. Gleichfalls in den Monat Juni fällt die Fahrt der Alten Garde, voraussichtlich in den Tagen vom 22. bis 24. Ium durch den Gau Koblenz-Trier.

Oer Oeuffchiandstug des NGHK.

Die Deutschlandflieger haben den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit nun nach dem Süden des Reiches verlegt. Man war bestrebt, unter den Wertungsplätzen diejenigen auszuwählen, die ein möglichst günstigesSprungbrett" für den Flug nach Wien barfteUten. Am Freitagmorgen starteten in Nürnberg 169 Maschinen, in Erfurt 96 und in Karlsruhe 31, darunter auch das Flug­zeug des Korpsführers Christiansen. Die Wertungs­plätze konnten einzeln oder in Verbänden ange- rlogen werden, doch mußten sich die einzelnen Ketten zum Schluß gemeinsam auf einem gemein­samen Flughafen treffen. Der vorletzte Wettbe- werbstag, der Samstag, verlangt im Nerbandsflug Kilometerleistungen von mindestens 700 bis 1200 Kilometer in den verschiedenen Gruppen. Schon am Freitagabend hatten sich alle Teilnehmer auf den bayrischen Uebernachtungshäfen eingefunden. Korps- rührer Christiansen landete in München. Beim Start in Hannover am 26. Mai berührte das Wett­bewerbsflugzeug R 4b ein Hindernis und wurde dabei vollständig zerstört. Die Besahungs-Mit- glieder NSFK.-Sturmbannsührer S ch r u b b a und NSFK.-Männ B a n f a st e der NSFK.-Gruppe 10, Westfalen, kamen dabei ums Leben Nach dem 5. Wettbewerbslage hat sich die Führung ver- ändert. An de; Spitze liegt die bisher an 1 dritter Stelle liegende Kette des Kommandos der Fliegerschule Dresden (Führer Friedrich) ' mit 1303 Punkten vor der bisher ersten DVL.-Kefte > (Führer Fach), die 1274 Punkte erreichte, und der ' vom ''chsten Platz aufgerückten NSFK.-Kette * Königsberg (Staf. Berger), die 1249 Punkte hat.

Staatssekretär Taffinari im Gau Heffen-Naffau.

Oie künstliche Panik im tschechischen Grenzgebiet.

Oie militärischen Borbereitungen werden fortgesetzt-Schwerste Behinderung des gesamten fudetendeutschen Wirtschaftslebens.

Was Reisende erzählen.

Hof, 27. Mai. (DNB.) Ein Engländer, der einige Wochen in Karlsbad zur Kur zugebracht hat, trat in diesen Tagen mit seinem Wagen von Karls­bad über Eger und durch Deutschland seine Rückreise nach England an. Bei seinem Aufenthalt in Hof schilderte er seine Erlebnisse auf seiner Fahrt zur Grenze. Er erklärte, daß er sich vorgekommen sei wie mitten im Kriegsgebiet, zwi­schen kämpfenden Truppen. Auf der kurzen Strecke zwischen Karlsbad und Eger sei sein Wagen mehr als 20mal umgeleitet worden. Er sei dann durch lauter Sperren, die durch Ackergeräte und Ackerwagen gebildet worden waren, auf dürfti­gen holprigen Straßen, über Notbrücken und durch Wälder nach einiger Zeit wieder auf die Straße zurückgeleitet worden. Offenbar habe man an der Staatsstraße die Brücken gesprengt. Die deutschen Bauern hätten ihm erklärt, daß d i e ganze Feldarbeit seit 14 Tagen ruhe. Sie konnten sich ohne Lebensgefahr nicht mehr auf ihre Felder begeben, da sich zwischen den Acker st ücken Maschinengewehrnest er und Betonunterstände befänden. Ihr Ackergerät und ihre Ackerwagen hätte man ihnen zur Her­stellung von Barrikaden fortgenonzrnen. Wer ver­suche, sie zurückzuholen, werde mit Erschießen be­droht. Vielen Bauern seien auch die Pferde für militärische Zwecke fortgenommen worden. An sämtlichen Brücken, die er auf der ganzen Strecke passiert habe, hätten überall militärische Feldwachen gelegen. Die Brücken seien sämtlich angebohrt und die Bohrlöcher mit Ekrasit ge­laden. Die Sprengvorbereitungen seien deutlich zu erkennen. In Neusattel und anderen Orten, die er habe passieren müssen, habe man in den öffentlichen Gebäuden, insbesondere den Schulen, Brand­vorbereitungen getroffen, Zahlreiche Zimmer seien mit Stroh gefüllt worden, daneben ständen Petroleumkannen, so daß einige Handgriffe genügten, um die Gebäude in brennende Fackeln zu verwandeln. Die Züge blieben nachts unbeleuchtet. Reisende, die es wagten, in den Abteilen Licht zu machen, würden vom Zugpersonal bedroht. Unter diesen Umständen hätten es zahl­reiche Kurgäste in Marienbad und Karlsbad vorge- zogen, schnellstens abzureisen, da sie sich, angesichts dieser umfangreichen Kriegsvorbereitungen fürchte­ten. In der Nähe von Eger sei eine Reihe von Hügeln, von denen man eine gute Aussicht auf die Ebene habe, unterminiert und mit Spreng­ladungen versehen worden, um ihre militärische Be­nutzung durch einen möglichen Gegner zu verhin­dern.

DemBerliner Tageblatt" schreibt ein Leser: Ueberlandfahrten durch die Tschechoslowakei sind nach wie vor eine aufregende Angelegenheit. Eine Kontrolle durch die nervösen Beamten jagt die andere. Das bloße Mitführen eines Photoapparates genügt, um rücksichtslos verhaftet zu werden. Auf der Karlsbader Straße müssen Barrikaden aus zu- sammengefahrenen Leiterwagen mühselig umfahren werden. Auf vielen Hügeln rechts und links der Straße sind Maschinengewehrpostierungen angelegt,

derenTarnung" sie erst richtig auffällig macht. Bei Sollmus nahe Karlsbad ist schwere Ar­tillerie aufgefahren, deren Langrohre auf die Erzgebirgsgegend weisen. Fast alle Brücken der sogenannten Reichsstraßen sind angebohrt und mit Dynamitgesicher t". Zurufe tschechischer Wachtposten, die offenbar Angst haben, sie könnten sonst mitsamt ihrer gesicherten Brücke in die Luft fliegen, verbieten schnelle Fahrt. In Nordwest- whrnen, von Kaaden und Brummersdorf ange- angen, sind bis in die Nähe von Teplitz auf der steichsstraße nach KOmotau, Brüx bis nach Dux alle Straßenüberführungen etwa ein bis zwei Meter unterbrochen, so daß der Durchgangsverkehr hier völlig gesperrt ist. Bei Zinnwald, dicht an der Grenze, sind ganze Alleen gefällt, die Bäume sperren die Straße. Wieder andere Straßen sind in bestimmten Ab­ständen aufgerissen. Begreiflicherweise wächst die Unruhe in der Bevölkerung angesichts dieser Zustände. Don glaubwürdiger Seite wird versichert, daß an einem der letzten Tage 7 6 Millionen Kronen Sparguthaben abgehoben wor­den sind, so daß der Finanzminister sich genötigt sah, einen Appell an die Oeffentlichkeit zu erlassen.

Reue Grenzverletzung durch tschechische Militärflieger.

Wien, 27. Mai. (DNB.) Am 27. Mai erschien um 8.15 Uhr über der Stadt und dem Grenzbahn­hof G m u e n d im Gau Niederdonau in etwa 150 Meter Höhe ein einmotoriger tschechischer Militärdoppeldecker mit dem Zeichen B 92, der offenbar mit zwei Personen, einem Flugzeug­führer und einem Beobachter, besetzt war. »Der Doppeldecker kreiste ganz niedrig um den Grenz­bahnhof Gmuend, wobei sich von den beiden In­sassen des Flugzeuges der vorne sitzende weit aus dem Flugzeug herausbeugte und einen Photo­graphenapparat oder eine Filmkamera in den Händen hielt. Das Flugzeug beschrieb dann einen Bogen um die Kirche und flog der Eisenbahnlinie entlang nach Ceske ßelenice zurück. Es ist von Hunderten von Personen gesehen worden. Da das Wetter völlig klar war, ist ein Verfliegen ausge­schlossen. Es kann sich also nur um eine beab­sichtigte Grenzverletzung zu militä­rischen Zwecken handeln.

Das Scho in England.

London, 28. Mai. (Europapreß.) Dem zweiten Abschnitt der Gemeindewahlen in der Tschechoslo­wakei sieht man hier mit sehr viel größerer Ruhe entgegen, als dem ersten. Die Blätter sind der Ueberzeugung, daß die Wahrscheinlichkeit erfolg­reicher Verhandlungen zwischen Konrad Henlein und der tschechoslowakischen Regierung großer ge­worden sei. Von der Entsenduna englischer Beo- bachter in die sudetendeutschen Gebiete ist nicht

mehr die Rede. Anscheinend haben sich innerhalb des Kabinetts Bedenken gegen einen solchen Schritt geltend gemacht, daß England mit der Entsendung von Beobachtern auch gW>isse Verpflichtungen über­nehmen würde, die über den Rahmen einer Ver­mittlung hi na us geh en würden. Es ist nicht unwahr­scheinlich, daß der nach Prag abgereifte Leiter der Abt. Mitteleuropa im Foreign Office Strang und der ihn in das sudetendeutsche Gebiet beglei­tende englische Militärattache in Prag die einzigen englischenBeobachter" bleiben werden. Im Gegen­satz hierzu legt sich die englische Arbeiter­partei, wie immer, sehr viel weniger Zurück­haltung auf. Drei Mitglieder ihrer Unterhaus­fraktion, darunter der Vorsitzende Attlee und sein Stellvertreter D a 11 o n , werden dem Kongreß der tschechischen Sozialdemokratischen Partei in Prag beiwohnen.

Weitere deutsche Proteste in Prag.

Prag, 27. Mai. (DRV.) Der deutsche Gesandte in Prag hat auch gestern und heute erneut in Roten bei der tschechoslowakischen Regierung gegen die andauernden durch tschecho­slowakische Flugzeuge erfolgten Grenzverletzungen p r o l e st i e r t.

Italiens Intereffe.

Rom, 27. Mai. (Europapreß.) Die italienische Presse bringt lange Berichte über die Lage in der Tschechoslowakei. Der Prager Vertreter desG i o r- nale d 'Italia" schreibt, die gegenwärtig im sudetendeutschen Gebiet herrschende Ruhe und die erste Unterredung zwischen Ministerpräsident Hodza und Henlein bedeuteten keineswegs, daß sich an der Frage selbst etwas geändert habe, soweit sie die Staatsform der Tschechoslowakei an­gehe. Eine übermäßig zuversichtliche Auffassung er­scheine daher nicht angebracht.

Wenn bei einem Teil der Tschechoslowaken offen­sichtlich der Wunsch bestehe, Herausforderungen und Zwischenfälle zu vermeiden, durch die eine Ver­ständigung verhindert werden konnte, so gelte das nicht von den Kommunisten und ihren Mitläufern, die weiterhin beunruhigende Gerüchte in Umlauf setzten und dadurch Del ins Feuer zu gießen suchten. Die politische Entwicklung könne man schon deshalb nicht voraussehen, weil das von der Regierung ausgearbeitete Nationali- t ä t e n ft a t u t, das die Grundlage der Verhand­lungen bilden solle, noch nicht bekannt- gegeben worden sei. Für einen Erfolg der Poli- tik Hodzas, so meint der Berichterstatter des Blattes weiter, wäre Einmütigkeit innerhalb der Regierungskoalition notwendig, die in Wirklichkeit nicht vorhanden fei. Daher laufe das Gerücht um, Hodza wolle in der auf Dienstag, 31. Mai, einberufenen Kammersitzung einen Gesetzentwurf einbringen, durch den ihm außerordentliche Vollmachten eingeräumt würden.

Empfang durch Gauleiter und Landesbauernführer.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Mai. Auf seiner B^suchsreise durch Deutschland traf der Staatssekre­tär im ltalienischen Landwirtschaftsministerium, Professor T a s s i n a r i, am Freitagvormittag i m Gau Hessen-Nassau ein. Staatssekretär Tas- sinari wurde an der Grenze von Braubach am Rhein von Landesbauernführer Dr. W a g n e r will­kommen geheißen. Dann ging die Fahrt am Rhein entlang zur preußischen Domäne Kloster Eberbach tm Rheingau. Am Tor der Domäne begrüßte Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger den ita­lienischen Gast. Unter der Führung von Domänen­direktor Gareis besichtigten die Gäste die Gebäude des Klosters. Dom Kloster Eberbach aus begaben sich die Gäste nach AIlmenfeId. Es wurde ein Ncubauernhof in allen Einzelheiten besichtigt, wobei Landeskulturrat Reich mannigfache Aufklärung geben konnte. Im Schulhaus der Gemeinde über­reichte der Landesbauernführer Staatssekretär Tas- sinari als Ehrengabe eine Elfenbeinschnitzerei aus dem Odenwald, die' einen pflügenden Bauern dar­stellt. Zum Schluß der Besichtigung waren Staats­sekretär Tassinari und der Gauleiter Gast des weib­lichen Arbeitsdienstes. In den späten Nachmittaas- ftunben begaben sich die Gäste nach Frankfurt a. M., wo am Abend der Dberbürgermeiftr einen Empfang im Römer gab.

Die Aufgabe des vierten Äeicbsberuss- wetttampses der deutschen Studenten

Die Gestaltung

der Lebensordnung Grotz-Deutschlands.

Berlin, 28. Mai. (DNB.) In der Aula der Universität verkündete Reichsstudentenführer Dr. Scheel den Beginn des vierten Reichsberufswett­kampfes der deutschen Studenten, der dem allge­meinen Berufswettkampf aller Schaffenden wegen der zur Bearbeitung der Themen erforderlichen Zeit um mehrere Monate vorangeht. Ungeheure Auf­gaben seien der deutschen Wissenschaft und Technik durch die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich gestellt. Dem vierten Neichsberufswettkampf der deutschen Studenten werde daher als Gesamt­thema gestellt:DieGestaltungderLebens- ordnung Großdeutschland s".

Alfred Rosenberg, von lebhaftestem Beifall be­grüßt, führte dann u. a. aus: Der Nationalsozialis­mus habe die Aufgabe, in einem immer weiter vordringenden Entwicklungsprozeß alle Lebens­gebiete zu erfassen, sowie den Einheitswil­len gegen alle anders gearteten politischen, sozialen und weltanschaulichen Strömungen zu sichern. Seine innere Große werde sich durch die künftige Frucht­barkeit der Forschung auf allen Gebieten des Le­dens erweisen. Der studentische Reichsberufswett­kampf habe die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß der Nationalsozialismus nicht in einigen Formen er­starre, sondern aus dem Reichtum des Lebens im­mer neue Kräfte und Zielsetzungen schöpfe. Unter dem Schutz der politischen Macht seien bie geistigen Stellungen der nationalsozialistischen Revolution zu sichern und auszubauen, vor keiner Konsequenz zur ErhaUung des deutschen Lebens dürfe man zurück- schrecken.

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