9Jl.-$port
Geräte-MannschaMamps in Mesrlk
harmlos
Nach Wieseck m-einde
Müller, Köller, Möller.
Steinberg: Happel: Jung, Fett: Schmandt, Naumann (7/116); Burk, (7/116), Karl Haas, Lang, Buß.
Die ersten fünf Minuten verliefen
Oie Kämpfe
um die Deutsche Fußballmeisterschaft.
Nürnberg und Mannheim hatten einen guten Start.
Die Endkämpfe um die Deutsche Fußballmeisterschaft wurden am Sonntag fast mit einer kompletten Runde fortgesetzt bzw. eingeleitet, denn die vorausgegangenen Treffen waren gewissermaßen nur Vorgefechte. Ohne Spiele sind jetzt nur noch die Meister von Sudwest und Nordmark, die am Sonntag endgültig mit Eintracht Frankfurt und Hamburger SV.
Beide Mannschaften tasteten, doch bald nahm der Kampf andere Formen an. Steinberg hielt meistens das Heft in der Hand und wurde immer wieder gefährlick. Vor dem Tor fehlte aber der abschließende Schuß. Vorüberaehend war auch Butzbach gefährlich. In der 10. Minute jagte Fett einen 16-Meter-Strasstoß hoch über das Tor, kurze Zeit danach versuchte es Naumann auf die gleiche Art, doch den genau geschossenen Ball hielt der Butzbacher Tormann in feiner Manier. Im Steinberger Sturm war kein Zusammenbanq. Däublin versuchte es einmal auf eigene Faust, umspielte alles, was sich ihm in den Weg stellte, doch den Schu hielt der Tormann wiederum aroßartia. Zwischendurch kam Butzbach auch gefährlich durch, doch meistens wurde zu durchsichtig gespielt, so daß die Gefahr rechtzeitig gebannt werden konnte. Nur einmal schien das Führungstor für Butzbach zu fallen. Der Halblinke stand plötzlich vier M-tter vor Happel, jedoch erwischte er noch im letzten Moment das Leder. Im Gegenangriff traf Burk nur den Pfosten.
Nach der Pause erschien Steinberg mit einer anderen Aufstellung im Sturm. Lana spielte Mittelstürmer, Haas Rechtsaußen und Buß halblinks. Sofort nach Anpfiff übernähmen nun die Teutonen das Kommando. Die Umstellungen erwiesen sich als richtig. Bereits in der 49. Minute mußte sich der Butzbacher Schlußmann geschlagen bekennen. Eine schöne Vorlage von Däublin verwandelte Lang mit schönem Schuß. Nun erst zeigten sich die Teutonen richtig. Minutenlang kamen die Butzbacher nicht über die Hälite. In der 55. Minute gab es dann das zweite Tor. Däublin war es diesmal. Von nun an stand der Sieg sicher. Butzbach versuchte es nun auch mit Umstellungen, doch der erwünschte Erfolg blieb aus. Wohl, kämpften sie unverdrießlich weiter, um wenigstens das Ehrentor zu erzielen, doch ihre Angriffe waren lange nicht mehr so gefährlich wie in der ersten Halbzeit. Aber auch
ler Turnern und Gästen. Die Wettkampfleitung hatte Oberturnwart Heller (Wieseck), dem als Kampfrichter Reuter und Müller (Gießen) zur Seite standen. Zum Wettkampf stellte jeder Verein eine Mannschaft von sechs Mann. Nachdem beide Mannschaften am Barren durchgeturnt hatten, zeigte sich bereits die Ueberlegenheit der Wiesecker Turner. Während die Kasseler Mannschaft am Bvrren insgesamt 94,5 Punkte erreichte, erzielte Wieseck 98 Punkte, so daß Wieseck mit 3,5 Punkten Vorsprung führte.
Das Pferd turnen brachte Wieseck einen weiteren Vorsprung, denn es erhielt 95 Punkte und Kassel erreichte nur 88,5 Punkte. Die Freiübungen, bei denen von jeder Mannschaft nur vier Turner mitwirkten, ergaben Punktgleichheit. Es wunden
Der gestern vom 1900-Sportplatz aus gestartete Frühjahrswaldlauf der Gruppe Gießen hatte zwar keine besonders zahlreiche Besetzung gefunden, brachte aber recht guten Sport. Dies besonders angesichts des nicht gerade einladenden Wetters. Der Verlauf der Kämpfe ergab die Siege der avorisierten Männer. In der Hauptklasse siel es dem für den Tv. Heuchelheim startenden F. N e i d e l (2. IN. 116) nicht schwer, sich einen beachtlichen Vorsprung vor dem 1900er Kleemann (1. IR. 36) und Unteroffizier Förster (1. IR. 36) zu sichern. Den Mannschaftssieg brachten die Spieloereinigungsleute mit ^knappem Vorsprung vor der 14. Komp. IR. 116 an sich. Ueber 3 Kilometer war E. Nerdel (Tv. Heuchelheim) nachgemeldet und zeigte, daß er während seiner Abwesenheit von einem Können nichts eingebüßt hat. Als Zweiter lief der Ordnungshüter Streu ein, gefolgt von Bepperling (1900). Den Mannschaftssieg holte sich
wurden mehr und mehr überlegen. Das Spiel wickelte sich jetzt fast vollkommen in der Hälfte der Wetzlarer ab. Das Eckenverhältnis stieg auf 10:0 (am Schluß 14:0). Im Anschluß an die 11. Ecke fiel der zweite Treffer. Von Schellhaas gut hereingegeben, wurde sie vom rechten Verteidiger ins eigene Netz geköpft. Dadurch der letzten Sicherheit beraubt, kam 1900 zur noch größeren Drangperiode. Wenn trotzdem keine Erfolge mehr zustandekamen, dann war es jetzt einiges Pech. Chancen waren jedenfalls genügend vorhanden. Dafür entschädigte aber das Spiel, .das in den letzten 20 Minuten von den Platzbesitzern gezeigt wurde. Warum nicht von allem, Anfang so?!
1900 II — Garbenleich 0:1.
Die Reserve der Blauweißen leistete sich in ihrem letzten Verbandsspiel eine Ueberraschung, indem sie sich auf eigenem Gelände von Garbenteich beide Punkte abnehmen ließ.
Steinberg I — Vuhbach I 2:0 (0:0).
Die zahlreichen Zuschauer, die gestern den Sportplatz an der Neumühle aufgesucht hatten, erlebten einen topischen Pokalkampf. Der aufgeweichte Boden stellte große Anforderungen an die Spieler. Butzbach rechtferigte die Erwartungen, die man in es gesetzt hatte, nicht völlig. Wohl war die Mannschaft von einem einzigartigen Kampfgeist beseelt und versuchte immer wieder, mit allen Mitteln die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizusiihren. Doch an Technik waren sie den Teutonen weit unterlegen. So versteht sich auch der Sieg der Steinberger. Jedenfalls können sich die Teutonen rühmen, den Butzbachern die erste Niederlage beigebracht zu haben, nachdem die Gäste drei Monate lang jeden Gegner bezwangen.
Unter die Leitung von Schiedsrichter Gutmann (Wetzlar) stellten sich folgende Mannschaften:
Butzbach: Zimmermann- Benkowitz, Mattern: Remmel, Bolewasky, Lehmberg: Bandlow, Boch,
Der Jriihjahrswaldlaus in Gießen.
Tv. Heuchelheim und Spielvereinigung 1900 in Front.
Die in letzter Minute zwischen den aus den Pokalspielen ausgeschiedenen Mannschaften angesetzten Verbandsspiele brachten in der Frage der Meisterschaft die endgültige Lösung. Der Sportverein Wetzlar, der noch die Möglichkeit hatte, 1900 durch einen sehr hohen Sieg zu überholen, wurde von dem BC. Sinn auf eigenem Gelände mit 3:1 geschlagen und ging damit der letzten Hoffnung verlustig. Dadurch wurde die Spielvereinigung 1900 Meister für das Jahr 1937/38, denn selbst wenn das letzte Spiel gegen Butzbach verloren gehen sollte, haben die Blauweißen immer noch 2 Punkte Vorsprung.
Wetzlar — Sinn 1:3.
Naunheim — Frohnhausen 4:4.
Die beiden letzten Niederlagen hatten den Sportverein stark aus dem Konzept gebracht.'In Anbetracht der Wichtigkeit des Spieles glaubte man je* doch, daß die alte Kampfkraft wieder aufflackern würde. Diese sah man aber nur bei den Sinnern, die sich dadurch für die Vorspielniederlage revanchierten.
Naunheim kam abermals nur zu einem Unentschieden. Diesmal waren es die Dränier aus Frohnhausen, die sich mit 4:4 einen wertvollen Punkt erkämpften und wenn die Frage nach dem dritten Absteigenden akut werden sollte, kann dieser eine Punkt ausschlaggebend sein.
Pokalspiel ohne lleberraschungen.
Die zweite Zwischenrunde um den Tschammer- Pokal brachte die erwarteten Ergebnisse. Sämtliche Platzmannschaften konnten sich siegreich behaupten und damit für die dritte Zwischenrunde qualifizieren, die mit Rücksicht auf die am 10. April angesetzte Sportruhe bereits am nächsten Sonntag stattfindet.
' 1900 — Sportfreunde Wetzlar 2:0.
Steinberg — Butzbach 2:0.
Steindorf — Bissenberg 4:2.
1900 kam gegen Sportfreunde Wetzlar zu dem erwarteten Siege.
Die Teutonen aus Steinberg haben sich die weitere Teilnahme ebenfalls erhalten. Butzbach, das sich in letzter Zeit stark in den Vordergrund schob, wurde mit 2:0 geschlagen.
Die dritte Begegnung sah Steindorf in Front. Der Sieg gegen den Sportverein Wetzlar hatte die Mannschaft mächtig gestärkt, so daß den Bissenbergern wenig Erfolgsmöglichkeiten blieben.
Die nächsten Pokalspiele.
Für die dritte Zwischenrunde sind folgende Paarungen vorgesehen:
1900 — Steinberg.
Frohnhausen — Steindorf.
1900 — Sportfreunde Wetzlar 2:0.
Trotz des .nicht besonders einladenden Wetters hatte sich gestern eine zahlreiche Zuschauermenge ein- gefunöen, um Zeuge des Spieles zu sein. Dabei interessierte die Mannschaft der Sportfreunde Wetzlar besonders. Denn eine Elf, die den Sportverein Wetzlar bezwingen kann, muß schon über einigermaßen Können verfügen. Und die Sportfreunde haben nicht enttäuscht, auch wenn sie in technischer Beziehung den Platzbesitzern nicht ganz standhalten konnten.
Ohne irgendwie Scheu vor ihrem Gegner zu haben, begannen die Gäste mit geschickten Aktionen. Ja, es war sogar augenscheinlich, daß ihre Unternehmungen weit genauer angelegt waren, als die der Blau- weißen. Dabei zeigte sich aber gleichzeitig auch ihre Schwäche, der Sturm. Hätte dieser Mannschäftsteil die Geschlossenheit der Hintermannschaft aufzuweisen gehabt, das Spiel wäre nicht zu Null ausgegangen. Die Blauweißen dagegen brauchten wieder einmal eine lange Anlaufzeit. Hauptsächlich der Sturm konnte sich zu keiner rechten Maßnahme zusammenfinden. War es nicht das ungenaue Spiel, dann war es bestimmt unnötige Fummelei, das der gegnerischen Verteidigung immer wieder Möglichkeit zur Abwehr gab.
In der zweiten Hälfte trat hier eine Besserung ein. Jetzt sah man, was der Sturm zu leisten vermag, und das von Schellhaas erzielte Führungstor war der Abschluß einer geschickten Kombination der ganzen Fünferreihe. Durch diesen Erfolg war die Wiederstandskraft der Gäste gebrochen. Die Blauweißen
Burger, Däublin
Am Samstag hatte der „I. Kraft- und Sportclub 9$" Gießen die bekannte „Eiche"- Mannschaft aus Hanau zu Gast. Die Veranstaltung nähm leider nicht den gewohnten Verlauf, denn erstens kam die Hanauer Mannschaft mit einstündiger Verspätung an und dann blieb der Kampfrichter Buchberger (Frankfurt a. M.-Eckenheim) aus, wodurch dieser Kampf nicht gewertet werden kann. Wie verlautet, verzichtet Hanau jedoch auf die nochmalige Austragung, da diese Mannschaft nicht mehr eingeholt werden kann, so daß die Punkte an Gießen fallen. Die durch das Zuspätkommen der Hanauer verursachte Pause wurde durch Jugendkämpfe und Gewichtheben ausgefüllt, wobei schone Leistungen gezeigt wurden. Fritz Funk schaffte als Federgewichtler im Olympischen Dreikampf 425 Pfund, Klotz im Leichtgewicht 415 Pfund. Als noch sehr entwicklungsfähig muß man den Mittelgewichtler Kircher bezeichnen, denn dieser wird bestimmt in Kürze auf 200 Pfund,im beidarmigen Stoßen kommen. Für diesmal empfahl er sich mit 450 Pfund im Dreikampf. Auch die Heber Götz, Eder und Becker zeigten achtbare Leistungen. Auch die Jugendringer zeigten gutes Können und erfreuten die Zuschauer durch schöne Kämpfe. Anschließend wurde dann der Freundschaftskampf „Eiche" Hanau gegen Gießen 93 ausgetragen. Die Kämpfe wurden abwechselnd durch einen Gießener bzw. Hanauer Kampfrichter geleitet.
Die Ergebnisse.
Bantamgewicht: Wedel (Gießen) brachte den Hanauer Waider sofort durch Abfangen eines Armzuges in große Gefahr. Der stärkere Hanauer befreite sich aber sofort wieder und besiegte Wedel durch Ueberröller.
Federgewicht: Ein ungemein hartnäckiges Gefecht lieferten sich Alois Funk und August Müller (Hanau). Beide Ringer zeigten prächtige Griffe und Paraden. Alois Funk lag in knapper Führung, als durch einen unliebsamen Vorfall der Hanauer den Kampf aufgab. Sieger: Funk.
Leichtgewicht: Eder (Gießen) brachte die Ueberraschung des Abends, denn er besiegte Kurt Müller durch Abfangen eines Ueberstürzers.
Weltergewicht: Klotz hatte den vorjährigen Gaumeister 'im Leichtgewicht, Fritz Müller, zum Gegner. Beide Ringer zeigten großes technisches Können und lieferten sich einen äußerst spannenden Kampf. In der sechsten Minute erwischte der Hanauer den zu offen kämpfenden Klotz mit einem blitzschnellen Hüftschwung, aus dem es fein Entrinnen gab.
Mittelgewicht: Becker (Gießen) lag gegen Heinrich Müller (Hanau) dauernd im Angriff und brachte den Hanauer mehrfach in sehr gefährliche Lagen. Mehrmals rettete der Mattenrand. In der 12. Minute übersah der Hanauer Kampfleiter eine
die Teutonen konnten trotz größter Anstrengungen keine Tore mehr erzielen. In den Schlußminuten ließ das Tempo dann merklich'nach.
Nach diesem Siege dürfte es am nächsten Sonntag zu einem Größkampf auf dem 1900er-Platz kommen.
Kämpfe um den Aufstieg in die Lezirksklaffe.
vfR. Cid) — VfB. Aßlar 2:1.
Hier siegte die glücklichere Mannschaft auf Grund des Platzvorteils.
Reichsbahn-Tuspo Dillenburg — VsV.-Reichsbahn Gießen 0:7.
VfB. konnte schon in der ersten Halbzeit drei Tore erzielen und setzte in der zweiten Halbzeit noch vier weitere Tore diesen hinzu.
Dillenburg I. — VfB.-Reichsbahn I 0:7 (0:3).
die SA.-Standarte 116. — Nachstehend die Ergebnisse:
5 Kilometer: 1. Schütze Neide!, 2. IR. 116 (To. Heuchelheim), 16:37,9 Min.; 2. Schütze Kleemann, 1. IR. 36 (1900), 17:27 Min.; 3. Utoff. Förster (1. IR. 36) 17:37,8 Min.; 4. Schütze Stöger, 2. IR. 116 (1900); 5. Pfaff (VfB.-Reichsbahn); 6. Schütze Krüger (14. IR. 116).
Mannschaften: 1. Spielvgg. 1900 Gießen (Kleemann, Stöger, Peters) 18 Punkte; 2.14. Komp. IR. 116 19 P.; 3. VfB.-Reichsbahn Gießen 21 P.; 4. 1. Komp. IR. 36 23 P.
3 Kilometer: 1. E. Neide! (To. Heuchelheim) 11:36,4 Min.; 2. Streu (Poüzerfportverein Gießen) 11:45,8 Min.; 3. Bepperling (1900) 12:11,2 Min.; 4. Schütze Beiter, 1. IN. 36 (1900); 5. Sturmmann Fuhr (Stand. 116); 6. Dbertruppf. Sauer (Stand. ^M annfchaftsfieger : SA.-Stcmdarte 116 (Fuhr, Sauer, Glagow).
Der Anstoß der Grünweißen wurde abgefangen, und die Gastgeber versuchten, durch schnelle Vorstöße zu Erfolgen zu kommen. Eine gefährliche Situation konnte Thron gerade noch klaren. Der Mittelstürmer hatte sich schön freigefpielt und stand 5 Meter allein vor dem Tor, doch ging der Schuß gegen den Pfosten. Nun kamen aber die Grauweißen in Fahrt und brillierten durch ihr Stellungsspiel. Der Gegner wurde vollkommen eingeschnürt, doch fiel der erste Treffer erst nach 20 Minuten durch Kopfball des Halbrechten. In der 32. Minute schoß Szponick einen Freistoß unhaltbar ein. Bach, der durch fein kluges Ab spiel angenehm auf siel, gab an Mattem tine Vorlage, ' dieser täuschte geschickt und sein Schuß landete unhaltbar im Netz. War das Spiel bis zur Halbzeit anständig, so versuchten die Gastgeber nach dem Wechsel durch große Harte das Ergebnis zu oerbeffern. Aber die Kombinationsmaschine der Grünweißen, die das Spielfeld beherrschte, lief weiter, und bald hieß es durch den Halblinken 4 :0. Etwas später war es der Halbrechte, der auf 5:0 erhöhte. Einen fälligen Elfmeter verwandelte Szponick sicher. Das Spiel flaute
langer Pause war es dem Turnverein gelungen, eine Mannschaft der Turnge- _________ Kassel zu einem Geräte-Mannschaftskampf zu gewinnen. Vereinsführer D a u p e r t begrüßte die Gäste und Turnfreunde, die zum Teil aus der näheren und weiteren Umgebung herbeigekommen waren. Sein besonderer Gruß aber galt den Kasse-
Spielveremigmg 1900 Mister 1937/38
Oie Fußball-Ergebnisse des Sonntags.
Gießener Ringer in schwerem Kamps
„Eiche" Hanau in Gießen zu Gast.
einwandfreie Schulterniederlage seines Vereinskameraden. Becker lag in hoher Punktführung, als ihm buchstäblich in den letzten Sekunden ein Selb ft- rourf unterlief, wodurch der Hanauer zu einem billigen Sieg kam.
Halbschwergewicht: Kircher (Gießen) ist beftimmt ein sehr talentierter Ringer. Er ist aber noch zu unerfahren und kann seine körperlichen Vorteile noch nicht auswerten, denn er hatte den Hanauer Michel mehrmals in Gefahr. Michel nützte jedoch in der 10. Minute eine Blöße des Gießeners geschickt aus und brachte Kircher auf die Schultern.
Schwergewicht: Für den verhinderten Richter sprang in anerkennenswerter Weise Ernst Walther ein, der dem bedeutend schwereren Georgi (Hanau) herzhaften Widerstand leistete. Walther befindet sich zur Zeit nicht im Training und unterlag durch Halbnelson. Endergebnis 15:6 für Hanau.
MM:
Deutschland-Frankreich 3:0.
Der 14. Rugby-Länderkampf zwischen der stärksten kontinentalen Nation Frankreich und der deutschen Fünfzehn stand am Sonntag im ausgebauten Frankfurter Stadion unter feinen besonders günstigen äußeren Zeichen. Der bis kurz vor Spielbeginn niedergehende Regen drückte natürlich erheblich auf den Besuch und so schätzte man kaum 5000 Zuschauer, als der große Kampf begann. Das Spielfeld war in bester Verfassung; der etwas glatte Boden wirkte sich kaum störend auf die Spielhandlungen aus. Der Kampf selbst endete mit einer für uns erfreulichen Ueberraschung: Wir gewannen 3:0 (3:0) und brachten damit den zweiten Sieg über die Franzosen zustande!
Die französischen Gäste waren schon am Vormittag von der Stadt Frankfurt im Römer empfangen worden, wobei Dr. Lingnau in Vertretung des Oberbürgermeisters und Fachwort Zimmer in Vertretung von Obergruppenführer Beckerle Begrüßungsworte an die Franzosen richteten. Für diese antwortete der Führer der Mannschaft Vizepräsident Lamteirös.
Alle im OHL. — für den Führer.
Aufruf des Reichsfporlführers.
„An alle Kameraden und Kameradinnen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen. An alle leibestüchtigen Männer und Frauen Großdeutfch- lands!
Mit unvergleichlicher menschlicher Größe und schävferischem Genius hat der Führer vollendet, was de«Traum und das Sehnen von Millionen war. Er^bat Großdeutschland geschaffen in den weltgeschichtlichen Stunden, die wir alle mit heißem Herzen erleben durften. Er hat die deutsche Ostmark für immer heimgeholt ins Reich der Deutschen, er hat wahrgemacht, was Friedrich Ludwig Jahn seherisch erahnt hat. Und jetzt wendet sich der Führer an uns, an fein Volk. Am 10. April wird dieses Volk Bekenntnis ablegen vor der ganzen Welt und vor der Geschichte dafür, daß wirklich wahr ist und daß alle verstanden haben, was Millionen in diesen Tagen gerufen haben: Ein Volk, ein Reich, ein Führer!
Die Millionen deutscher Frauen und Männer, die im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen fest vereinigt sind zu einem Block und Stoßtrupp der Leibestüchtigen, haben durch diese jüngste Großtat des Führers neuen Zustrom von Kameraden und Kameradinnen aus der deutschen Ostmark erhalten. Alle stehen wir nun gemeinsam in den Marschkolonnen der Volksgemeinschaft. Am 10. April werden alle Turner und Sportler in der gewaltigen Heeressäule derer marschieren, die dem Führer in dieser weltgeschichtlichen Stunde die Treue beweisen. Dem deutschen Sport ist vom Führer ein Platz an der Sonne geschaffen worden, wie es in keinem Lande der Erde auch nur annähernd geschehen ist. Danken wir ihm damit, daß wir alle unsere Kräfte einsetzen im Verein mit den Wille'nsträgern der nationalsozialistischen Idee. Wir wollen und werden beweisen, daß mir würdig sind, deutsche Turner und Sportler und Nationalsozialisten zu heißen.
von Tschammer, Reichssportführer."
Brüder Gerhard-Gießen groß in Front.
Die hessischen Fechkmeisterschaften.
Die hessischen Gaumeisterschaften der Fechter, die am Samstag und Sonntag in Kassel stattfanden, hatten eine überraschend gute Beteiligung aufzu-
je 66 Punkte erreicht. Die Spannung des Abends lag nun beim letzten Gerät, dem Reck. Hier konnte Wieseck seine Punktzahl noch weiter verbessern. Während bei Kassel Schiebeler 20 Punkte und Röper als nächster nur 16 Punkte erhielt, erreichten die Wiesecker Bettin 19, Adolf Kreiling 19,5 und Schöffmann 20 Punkte. Das Ergebnis am Reck war: Wieseck 100 Punkte und Kassel 90,5 Punkte.
Das G e f a m t e r ae b n i s betrug: Wieseck 359 Punkte, Kassel 339,5 Punkte.
Die besten Einzelturner an den Geraten waren: Bettin und Schöffmann (Wieseck) je 56,5 Punkte, Schiebeler (Kassel) und Adolf Kreiling (Wieseck) je 56 Punkte, Rohrbach (Kastel) 46,5 Punkte, Schmidt (Kassel) 45,5 Punkte, Otto ^Kreiling (Wieseck) 45 Punkte.
Der Abend wurde durch einige Musik- und Gesangseinlagen verschönert. Die Iugendturner am Barren und die Turnerinnen mit einer Tanzaufführung gaben dem Ganzen einen würdigen Rahmen.
weisen. Im Florett traten 27 und im Säbel 20 Kämpfer an, während der Degenwettbewerb verschoben werden mußte. Starke Aufgebote entsandten vor allem Kassel, Fulda und Gießen. Auf Säbel verteidigte Ludwig Gerhard (Gießen) seinen Titel mit Erfolg, nachdem er im Stichkampf seinen Bruder Walter 2:1 geschlagen hatte. Umgekehrt kam es im Florettwettbewerb, in dem zum Schluß die beiden Brüder Gerhard und der Kasseler Lengemann mit der gleichen Siegzahl an der Spitze lagen. Während Lengemann infolge eines Beinkrampfes aus- schied, schlug Walter Gerhard seinen Bruder knapp mit 5:4 und holte sich den Titel, den Ludwig Gerhard zu verteidigen hatte.
Die Ergebnisse:
Säbelf 1. L. Gerhard (Gießen) 6 S., 13 Tr.; 2. W. Gerhard (Gießen) 6/22; 3. Heinrich Wagner (CT. Hessen Preußen Kassel) 4/26.
F l o r e t t : 1. W. Gerhard (Gießen) 7 S, 20 Tr.; 2. L. Gerhard (Gießen) 7/19; 3. Heinz Lengemann (CT. Hessen Preußen Kassel) 7/24 (im Stichkampf entschieden).
HÄ. v. 1885 Gießen -
Gaumeister im 2er<Rab6all.
Am Sonntag fanden in Wölfersheim (Kreis Friedberg) die Saalmeisterschaften des Gaues Nordhessen statt. Im Zweier-Radball waren die beiden Mannschaften des Gießener Radfahrer-Vereins von 1885 vertreten. Sowohl die Mannschaft Stommel-Baum als auch die Mannschaft Deibel-W. Von-Eiff haben auch bei dieser Veranstaltung bewiesen, daß sie zu den stärksten Mannschaften des Hessengaues zählen. Stommel-Baum vermochten ihre Gegner RV. Wetzlar (8:6 Tore) und RV. Flottweg Kastel (14:3 Tore) zu schlagen. Das Spiel gegen die beiden Deibel- W. Von-Eiff endete unentschieden (5:5 Tore). Damit errangen Stommel-Baum auch in diesem Jahre wieder den Titel des Gaumeisters. Die Mannschaft Deibel-W. Von-Eiff siegten gegen Wetzlar (8:4 Tore), wahrend sie sich im ersten Spiel den Kasselanern mit 4:8 Toren beugen mußten.
Durch die Erringung der Gaumeisterschaft ist dem Gießener Radfahrer-Verein die Möglichkeit gegeben, b-ei den Deutschen Saalmeisterschaften an den Start zu gehen.
Die wenigen Schlachtenbummler, die der Mann- chaft das Geleite gaben, haben ihre Fahrt nicht bereut, denn die Elf der Grünweißen zeigte ehii.------ - - - •
Spiel, wie man es lange nicht mehr gesehen hat. nun ab, die Grunwergen späten verhalten, um sich Die Mannschaft verdient ein Gesamt!ob. Die Dillen- vor Verletzungen zu schützen. 6 Minuten vor Schluß burger hatten nichts zu bestellen. ! konnte der Halbrechte den 7. Treffer anbringen.


