Neue Kämpfe nach dem Fall Hankaus.
Oas Schicksal der Sicherheitszone in Hinkau.
Schanghai, 27. DEL (CEuropaprefc.) Nach der jetzt vollständig durchgeführten Besetzung Hankaus irtDen heftige Kämpfe zwischen den Japanern und )er auf dem Rückzug begriffenen chinesischen Armee tatt, die sich in südwestlicher Richtung längs der Hankau-Kanton-Eisenbahn bewegt. An der Südseite des Jangtse haben die Japaner eine Umklammerungsbewegung versucht, um einen Teil der chinesischen Truppen abzusckneiden, sind jedoch auf unerwarteten chinesischen Widerstand gestoßen. 150 Kilometer weiter östlich haben die Japaner im Gebiet des Poyangsees die Stadt T e h a n an der Eisenbahnlinie Kiukiang- Nantschang eingenommen. Auch hier ist es zu heftigen Kämpfen gekommen, aus denen zu ersehen ist, daß die Chinesen den Widerstand noch nicht aufgegeben haben. Das Gros der japanischen Truppen ist noch nicht in Hankau einmarschiert. Jedoch hat die Flotte Hankau erreicht. 26 japanische Zerstörer, Kanonenboote und Minenboote haben am Bund festgemacht. Die Japaner beabsichtigen, den feierlichen Einmarsch in Hankau auf den 3. November*, den Geburtstag des Kaisers Meisi, zu verschieben. In verschiedenen Stadtteilen von Hankau wüten noch immer Brände.
Jedoch ist seit Mittwoch ein feiner Regen einge- treten, der ein weiteres Umsichgreifen des Feuers unterdrückt.
Ein in Hankau in der Hauptsache von Kaufleuten und Missionaren gebildetes Komitee hat unter dem Vorsitz des französischen Jesuitenpaters I a c q u i• n o t die Leitung der in Hankau errichteten S ich e r- h e i t s z o n e übernommen. Das Komitee will die Zone vollständig entmilitarisieren und hat das japanische Oberkommando gebeten, von An- griffshandlungen gegen die Zone Ab stand zu nehmen. Ein japanischer Sprecher erklärte, obaleich Japan mit einer solchen Zone einverstanden sei, bedeute das nicht die Garantie, daß die Zone außerhalb der Kriegshandlungen bleiben werde. Auch könne den japanischen Truvpen nicht das Recht versagt werden, die Sicherheitszone zu betreten. Japan könne weder das Recht des Zonenkomitees anerkennen, den Bezirk au verwalten, noch die Immunität der dort verbleibenden chinesischen Polizei. Solange der Krieg andauere, könne auch nicht die Unverletzlichkeit des Eigentums dritter Machte anerkannt werden. Japan könne für Schäden nicht die Verantwortung übernehmen.
Reichsarbeitstagung des Heimstättenamtes der OAF.
Lpd. Frankfurt a. M., 26. Oft Die Reichsarbeitstagung des Heimstättenamtes der DÄF. wurde mit einer Wirtschaftspolitischen Sonder- tagung fortgesetzt Reichsamtsleiter v. S t u ck r a d ging ausführlich auf die Aufgaben der Heimstättenämter ein, die die Arbeiter-Heimstätten- iedlung als wertvollste Wohn- und Siedlungs- orm ansehe und im Gegensatz zu früheren Jahren ne Lanozulage in der Siedlung beschränkt ehen wollen auf diejenigen Flächen, die der Siedler ohne Beeinträchtigung seiner Betriebsleistung und seiner sonstigen Freizeitgestaltung bewirtschaften kann. Indem wir in der Frage der W o h n - form allein den Bedarf und die übergeordneten Gesichtspunkte der Landesplanung und des Neubaues der Städte entschieden lassen, ist maßgeblich für die Durchführung der Wohnungsbauaufgaben nur noch der Grundsatz der Schaffung gesunder, räumlich ausreichender, der Entwicklung des Volkes nicht entgegenstehender Wohnungen für Dollfamilien. Der Atbeiter- wohnstättenbau kann als soziale Aufgabe ohne planmäßige Förderung und Lenkung des Staates, ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand nicht betrieben werden. Der Anteil der Kleinstwoh- n u n g e n . die zur Zeit noch den größten Prozentsatz der mit öffentlichen Mitteln geförderten Ge-, schoßwohnungen in Anspruch nehmen, muß r a d i- tat eingeschränkt, der Anteil der D i e r • raumwoynung entsprechend erhöht werden. Den Heimstättenämtern sei die große Aufgabe zugewiesen, Initiatoren des praktischen Arbeiterwohnstättenbaues zu sein. Die Grundlage müsse hier eine systematische Bedarfsermittlung in den ein- zelnen Gauen sein. Die Gauheimstättenämter müßten zugleich auch der Hebung des Woh - nungsbaunioeaus in ihren Gauen dienen. Es dürfe in Zukunft nicht mehr vorkommen, daß große Bauvorhaben nur, weil schnellstens Wohnraum verlangt werde, in technisch und ästhetisch so wenig befriedigenden Formen erstünden, daß sie chlechterdings mit den Hauptgrundsätzen national- ozialistischer Baugestnnung nicht mehr vereinbar eien.
Anschließend sprach Pg. Textor über die Schaffung vorbildlicher Heimstätten und Wohnungen. Zum Schluß der Dormittagssitzung entwickelte dann noch Pg Gutzner, Derbandsführer Berliner und Schlesischer Wohnungsunternehmungen, seine Ideen über die Arbeitsgemeinschaft zwischen Heimstättenämtern und Trägergesellschaften.
Wohnstätte n- und Kemeinjchafiü- ontennen.
Am Mittw och nachmittag sprach Dr. H. G. Pri- d a t - G u z a t i s über „Wohnstätten- und G e - meinschaftsantenneri". Das Recht des Mieters auf die Hochantenne wurde gesichert durch die „Richtlinien der Reichsrundfunkkammer für Außen, luftleiter", welche 1935 in Zusammenarbeit mit den beteiligten Haus- und Grundbesitzerverbänden er- gingen. Sie enthalten bereits einen Hinweis auf die Errichtung von Gemelnschaftsanten- nen, welche bei Neubauten empfohlen werden. Werden die Jnstallationskosten solcher Anlagen bereits in die Baukosten einer Wohnstätte ausgenommen, so wird die Höhe der Miete mit die. fer Leistung, d. h. den Antennenanschluß einge- schloffen, errechnet. Ein anderer Weg ist der, den Antennenanschluß gesondert zu berechnen. Die Kosten für den Anschluß müssen dann in Form einer Umlage auf die einzelnen Mieter verteilt wer. den. Die gesamte Preisbildung für die einzubauen. , den Materialien und aller Zubehörteile wird durch den Reichskommissar beaufsichtigt. Entscheidend für die Kostenfrage ist die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kreise, für die die Wohnungen bestimmt sind. Die Gemeinschafts, antennen sind tm allgemeinen vom Vermieter an- zulegen und ordnungsmäßig zu unterhalten. Mit der Einführung der Gememschaftsantennenanlage wird auch in der Hausgemeinschaft ein im besten Sinne nationalsozialistisches Gemeinschaftsempfangs, recht verwirklicht. Ueberall Rundfunk — das ist die Parole der Staatsführung. Und hierfür gilt es, auch in den Wohnstätten die geeigneten Maßnahmen zu treffen.
Und wie steht es mit unferer Kultur? Die deutsche Kultur ist gereinigt von fremden, zersetzenden Einflüssen. Es gibt feine marxistische Hetzpresse und ferne Mischen Witzblätter mehr, die. wie es einst der Fall war, Im eigenen Land die deutsche Wehrmacht bespötteln dürfen Es gibt nur noch eine einheitliche Ausrichtung aller Deutschen nach den Gesichtspunkten einer Weltan- fd>auung und einer politischen Führung. Unser deutsches Kulturempfinden stets lebendig zu erhalten, sich des Wertes unserer deutschen Kultur immer bewußt zu fein, ist eine Ausgabe, an der wir alle Mitarbeiten müssen. Den englischen Kindern wird schon in den ersten Schuljahren beigebracht, daß die Flagge der britischen Ration auj allen Meeren weht. Es wird ihnen so die Empfindung dafür gegeben, daß in allen Erdteilen die englische Kultur und die englische Sprache anzutreffen sind. Uns hat dieses stolze Bewußtsein des unendlichen Wertes deutscher kultureller Leistung gefehlt, uns ist nur viel zu wenig klar geworden, daß germanisch-deutsche Kullur alter ist und damit stolzer sein kann als Jo manche ausländische Kultur, die glaubt, sich auf ihre Leistungen Besonderes zugute tun zu können. Immer aber muß es uns bewußt bleiben, daß die Kultur ohne Wehrkraft und ohne gesunde wirtschaftliche Grundlage nicht au bestehen vermag. Sollte das nicht schon den Kindern in der Schule noch näher gebracht werden können, als es zumindest früher der Fall war? Sollte nicht in der letzten Dorfschule der schlechteste Schüler begreifen können, daß er den Bauernhof von seinem Vater nur wird erben können, wenn er selbst und feine Kameraden auch tüchtige Soldaten werden? Sollte nicht das Mädel in der Schule es schon zu erfassen vermögen, daß man mit der Nah« maschine nicht nur Puppenfleidchen, sondern, wenn es sein muß, auch Kartuschenbeutel nähen kann? Wenn so lebendige Verbindung besteht zwischen den kulturellen Dingen, unserem kulturel. len Leben und dem Bewußtsem der deutschen Wehr- traft, bann wird auch der dritte Schimmel des Dreigespanns ständig mitziehen, bann wird die Nation immer unüberwindlich und damit unsterblich sein.
Man hat in Bezug auf die Wehrkraft eines Vol- kes schon einmal den Vergleich gezogen zwischen einem Pfahl, der in die Erde gerammt wird und einem Baurn, der in ihr verwurzelt ist. Im Anfang mag der Pfahl vielleicht fester erscheinen als etwa ein junger Eichbaum In den ersten Jahren seines Wachstums. Wenn aber der Pfahl längst oer« fault und morsch geworden ist, dann ist aus der pingen Eiche ein mächtiger Baum geworden, der auch dem stärksten Sturm zu trotzen vermag.
Begreift man den Unterschied, der in diesem Der- gleiche liegt? Die Sowietgcwalligen im Kreml haben von ihren Völkern Millionen verhungern lassen, um durch Getreideausfuhr Devisen für Rüstungszwecke zu bekommen. Die russische Armee könnte deshalb an sich militärisch ein noch so gutes Schauspiel geben. Sie gliche doch immer dem Pfahl im Fleisch des russischen Volkes, also dem Pfahl, der niemals Wurzel schlagen, sondern nur morsch werden kann. Wie anders Dagegen tft es um eine Wehrmacht bestellt, die aus der Volkskraft und dem lebendigen Wehrwillen der Nation wie ein gesunder Baum sich zu einer gewaltigen Elche entwickelt! Diese Wehrmacht hat tiefe Wurzeln geschlagen im Volks- körper, empfängt hierdurch immer neue Nahrung und wird so jene Macht, die unbezwingbar bleibt.
Das Bild des Dreigespannes und der Vergleich -wischen dem Pfahl und dem lebendigen Baurn lassen uns deutlich erkennen, worauf es in den entscheidenden Stunden eines Volkes immer wieder ankommt. Diese Erkenntnis findet chre Bestätigung in unserer deutschen Geschichte. Immer, wenn Wehr- macht, Wirtschaft und Kultur im G le i ch k l a n g standen und nur auf das eine Ziel des Dienstes an Der Nation ausgerichtet waren, ist Preußen und Deutschland unüberwindlich gewesen. In den langen Jahren des Siebenjährigen Krieges taten die blutarmen preußischen Beamten in der Heimat wortlos und selbstverständlich ihre Pflicht, auch wenn sie Monate hindurch keinen Gehalt erhielten. Drau- yen auf dem Schlachtfelde aber stürmten die preu- ßlschen Grenadiere mit Chorälen auf den Lippen für ihren König, für ihre Heimat. Hier waren Wehrmacht, Wirtschaft und kulturelles Leben zu jener Einheit verschmolzen, die den großen König und sein Volk auch die Gefahren des Siebenjährigen Krieges bestehen ließ.
Wir brauchen aber in unsrer Geschichte gar nicht so weit zurückzugehen. Wir müssen ja nur an die Monate des W e 11 f r i eg e s denken, da Junge Kriegsfreiwillige unter dem Gesang des Deutsch- lanbliebes zum Sturm antraten. Damals war die Wirtschaft selbstverständlich und aus eigenem Antrieb neben und hinter die Wehrmacht getreten, tat der Mann in der Heimat am Schraubstock ebenso seine Pflicht wie der Soldat draußen im Felde. Das Kulturwidrige war wie ausgebrannt in Jenen Augusttagen des Jahres 1914. Als dann aber das Dreigespann auseinanderfiel, well die drei Schimmel des Gespanns nicht eingefahren waren in Friedenszeiten, änderte sich die Lage und entstand bei unseren Feinden die Hoffnung auf die Möglichkeit des Sieges. Wäre, so sagt es der einfache Mann, der Geist vom August 1914 auch nach 1916 lebendig geblieben, wären — so müssen wir es heute zum Ausdruck bringen — Wehrmacht, Wirtschaft und Kultur die unzerreißbare Einheit gewesen, niemals häte ein Versailles möglich werden können. In Tagen und Wochen eines Krieges wird unerbittlich über den Wert oder Unwert dessen ent- schieden, was in langen Friedensjahren zuvor gewachsen, geformt oder vernachlässigt wurde. Immer muß uns deshalb das Bild von dem Dreigespann gegenwärtig fein, immer müssen wir daran denken, daß nur die Einheit von Wehrmacht, Wirtschaft und Kultur die Bürgschaft für Leben und Freiheit der Nation ist. Glücklich deshalb das Volk, bas in allen feinen Schichten nach dieser Erkenntnis handelt, glücklich weil unüberwindbar und damit unsterblich
Ein neuer Staatspräsident in Chile
Santiago de Chile, 26. Ott (DNB.) Zum Staatspräsidenten von Chile ist der Kandidat der „Volksfront". Pedro Aguirre Gerda mij der knappen Mehrheit von 7000 Stimmen bei insgesamt 423 000 abgegebenen Stimmen gewählt worden. Der chilenische Staatspräsident wird für die Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Ursprünglich war die Wahl für den 12. Oktober angesetzt, doch kam es am 5. September zu einem Aufstandsversuch der Anhänger des früheren Präsidenten Ibanez, nach dessen Mißlingen das Standrecht verhängt wurde. Trotzdem vermochten die bisherigen Regierungsparteien nicht, ihren Kandidaten Gustavo Roß zum Sieg zu führen. Für Pedro Aguirre Gerda stimmten Parteien der verschiedensten Rich- tungen, so die Ibanez-Anhänger, die Radikalen, die Sozialdemokraten und die Kommunisten. Bei der Uneinheitlichkeit dieser bisherigen Opposition gegen
die Regierung des Präsidenten A l e s s a n d r i Palma liegt die Vermutung nahe, daß es schwer fallen dürfte, in der Politik des künftigen Kabinetts völlige Geschlossenheit zu erreichen. Pedro Aguirre Gerda übernimmt das Präsidentenamt am 25. Dezember.
Hohe Auszeichnung Francois Poncets.
Das Grotzkreuz des Verdienstordens bom deutschen Adler für den scheidenden französischen Botschafter.
Berlin, 26. Ott (DNB.) Der Reichsmimster des Auswärtigen von Ribbentrop und Frau von Ribbentrop hatten heute in ihrem Hause in Dahlem au Ehren des aus Berlin scheidenden französischen Botschafters Franxois-Poncet und Frau Francois- Poncet zu einem Frühstück geladen. Unter den Gästen sah man den italienischen Botschafter Atto- lico, den Botschafter • der Vereinigten Staaten Wilson, den britischen Geschäftsträger Sir Ogilvie Forbes sowie vvn deutscher Seite Reichsleiter Dr. Ley, Reichsleiter Boichler und Frau, Staatssekretär Freiherrn von Weizsäcker und Frau und den Chef des Protokolls Gesandten Frciherrn von Dörnberg und Frau. — Der Reichsminister des Auswärtigen überreichte im Auftrage des Führers und Reichskanzlers dem französischen Botschafter das Groß- kreuz des Verdienstordens vom deutschen Adler. — Der scheidende Botschafter empfängt damit die höchste Auszeichnung, die das Deutsche Reich an Ausländer zu vergeben hat. Es ist das erstemal, daß ein französischer Botschafter dieser Auszeichnung teilhaftig wird und mit Recht, denn Francois- Poncet hat sich in besonderem Maße für die Herbeiführung eines guten Verhältnisses zwischen den beiden Volkern eingesetzt. Deutschlands yerzliche Wunsche begleiten den Botschafter auf feinen neuen Posten in Rom, wo ihn eine sehr ähnliche Aufgabe erwartet.
Ribbentrops HomslReife.
Rom, 26. Oft (DNB.) Der Reichs Minister des Auswärtigen von Ribbentrop verließ Mittwochabend die Reichshauptstadt, um sich zu feinem bereits gemeldeten kurzen Besuch n a ch R o m zu begeben. Zu feiner Verabschiedung hatten sich auf Dem Anhalter Bahnhof der italienische Botschafter Attolico, Botschaftsrat Graf Magistrat! sowie die leitenden B?amten Des Auswärtigen Amtes emgefunben Der Reichsaußenminister wird am Donnerstagabend in Rom eintreffen.
*
Die „Tribun a" knüpft an die Meldung über Die Reise des Reichsaußenmimsters von Ribbentrop
eine kurze Stellungnahme, in der sie hervorhebt, daß die Reife von Ribbentrops nach Rom die Aufmerksamkeit der internationalen Kreise auf sich gelenkt habe. Es werde daher auch nicht an phantastischen und tendenziösen Mutmaßungen fehlen. Die Reise sei indessen eine durchaus normale Angelegenheit. Es fei nur natürlich, daß die für die Politik Der Achse verantwortlichen Minister von Zeit zu Zeit das Bedürfnis fühlten, ihre Ansichten auszutauschen. München habe eine gemeinsame Entspannung gebracht. Das habe jedoch Die immer noch den Horizont verdunkelnden Drohungen nicht entfernen können. Das Blatt kommt dann auf die riesigen Rüstungen Englands und Frankreichs zu sprechen und auf die Gefahr, die sich für Europa ergeben werde, wenn die Kriegspartei in London ans Ruder käme. Die totalitären Staaten müßten
Libyen wird Bestandteil des Mutterlandes.
Beschlüsse des faschistischen Grotzrates.
Rom, 26. Oft. (Europapreß.) Der Großrat des Faschismus beschloß, die Kolonie Libyen mit dem Mutterland zu vereinigen und der Bevölkerung eine neue Verfassung zu geben. Die Entschließung betont, daß 16 Jahre faschistischer Tätig- keit die geistigen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Libyens vollständig verändert hätten. Die Küstenprovinzen seien durch die erreichte produktive Leistungsfähigkeit und die immer dichter gewordene italienische Besiedlung praktisch ein Bestandteil des Mutterlandes geworden. Die Entschließung erinnert weiter an Die Treuebeweise Der mohammedanischen Bevölkerung, die in Der freiwilligen Teilnahme an der Eroberung Des ostafrikanischen Imperiums gegipfelt hätten. Der Großrat entbot seinen Gruß Den 1800 Siedlerfamilien mit insgesamt 20 000 Familienangehörigen, Die am 28. Oktober von verschiedenen italienischen Häfen mit 17 Schiften die Ueber fahrt nach Libyen antreten, um den imperialen Geist und den Arbeitswillen des faschistischen Vaterlandes in die neue Provinz zu tragen.
Das „Giornole d'Jtalia" ergänzt die Beschlüffe des Grotzrates durch die Feststellung, Libyen fei nunmehr eine Verlängerung Italiens geworden. Es habe feine politische, militärische und verwaltungsmäßige Autonomie gefunden, und die Eingeborenen würden eine auf das libysche Gebiet beschränkte Staatsbürgerschaft erhalten. Der Beschluß werde den günstigsten Eindruck auf die gesamte mohammedanische und arabische Wett machen, mit der Italien nach wie vor eine Politik ber gegenseitigen Achtung und Der herzlichsten Zusammen- arbeit pflegen wolle.
Der Herzog von Kent wird Generalgouverneur von Ausiralien.
London, 26. Ott. (Europapreß.) Durch eine königliche Verlautbarung wurde die Ernennung des Herzogs von Kent zum G e n e r a I g o.u d e r» neur von Australien bekanntgegeben. Der bisherige Gouverneur, Lord G o w r t e, Der 65 Jahre all ist, hatte um seinen Rücktritt gebeten. Der Herzog von Kent wird sein Amt im November 1939 antreten und von seiner Gemahlin, einer ge« borenen Prinzessin Marina von Griechenland, sowie seinen Kindern, Dem vierjährigen Prinzen CduarD und Der Dreijährigen Prinzessin Alerandra, begleitet werden. Der Herzog ist jetzt 35 Jahre alt
Die Ernennung ist in ganz England mit Dem größten Interesse ausgenommen worden. Man nimmt an, daß die Ernennung, die so kurze Zeit nach Der Bekanntgabe des Königsbesuchs in Kanada erfolgte, besonders in den Dominion« großen Beifall finden wird. Der Herzog ist Dai erste Mitglied der königlichen Familie, das diesen Posten in Australien einnehmen wird. Vier andere Mitglieder des Königshauses haben früher als Generalgouverneure gewirkt, der Herzog von Argnl, Schwiegersohn der Königin Victoria, von 1878 ois 1883 in Kanada, Der Herzog von Connauaht, Bruder des Königs Eduard VII., von 1911 bis 1916 In Kanada, der jüngst ver- ftorbene Prinz Artur von Connaught, Vetter Des jetzigen Königs, von 1920 bis 1923 in Südafrika und Der Earl o f Athlone, BruDer Der Königinmutter Mary, von 1923 bis 1930 in Südafrika.
Verleihung des Vateiitels.
Baurat, Sanitatsrat, Beterrnarrat und
Justizrat.
Berlin, 26. Ott. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat eine Verordnung über die Verleihung Der Titel Baurat, Sanitätsrat, Veteri- närrat und Justizrat erlassen, die sich den auf Grund des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 1. Juli 1937 ergangenen Verordnungen über die Verleihung Des Profeffor-Titels und über Die Verleihung von Titeln an Bühnen-, Film- und Ton« fünftler anschließend bestimmt, daß für besondere Verdien st e verliehen werden kann:
s) Architekten, Baumeistern, Ingenieuren und Technikern, die eine höhere Fachausbildung genossen haben. Der Titel Baurat,
b) Aerzten ber Titel Sanitätsrat,
c) Tierärzten Der Titel Veterinärrat,
o) Rechtsanwälten und Notaren der Titel Justizrat.
Die Verleihung setzt voraus, daß sich die genann« ten Personen wenigstens zehn Jahre in ihrem Beruf besonders bewahrt haben. Die Vorschläge auf Verleihung ber Titel werben eingereicht: bei Architekten, Baumeistern, Ingenieuren und Technikern von der zuständigen obersten Reichsbehörde oder ber von ihr im Einvernehmen mit bem Reichsminister des Inneren bestimmten Stelle: bet Aerzten und Tierärzten vom Reichsminister Des Inneren, soweit nicht die Zu- ftänDigfeit einer anderen obersten Reichsbehorde gegeben Ist: bei Rechtsanwälten und Notaren vom Reichsminister ber tzuftlz. Die Verleihung erfolgt durch Den Führer und NeichskanAler, Die Searbei- tung und Vorlage ber Vorschläge Durch den Staatsminister und Chef ber Präsidialkanzlei.
Oer Mittellandkanal.
Wesentlicher Schritt
zum grohdeutschen Wasserstratzennetz.
Berlin, 26. Okt. (DNB.) Anläßlich ber bevorstehenden Einweihung Des Schiffshebewer- k e s Magdeburg-Rothensee und der Eröffnung des MittellanDkanalverkehrs durch Den Stellvertreter des Führers veranstaltete Der Reichsverkehrsminister einen Empfang für die Presse. Ministerialrat Arp verwies dabei auf die große Leistung menschlicher Arbeit unb technischer Ausmaße, die in der nunmehr gänzlich vollendeten 475-Kilometer langen Querverbindung vom Rhein zur Elbe zum Ausdruck kommt. Die gesamten Baukosten ber Kanalverbindung, Die auf ihrer ganzen Länge 390 Straßen- unb Wegebrücken und 76 Eisenbahnbrücken schneidet, belaufen sich auf rund 650 Millionen Mark.
Staatssekretär Königs kam auf die großen verkehrspolitischen Gedanken zu sprechen, die mit ber neuen Wasserstraße zusammenhangen. Das größte Mo- ment fei. Daß nun enDllch In Nordoeutschland zwischen den von Süden nach Norden verlaufenden großen Strömen Des Reichsgebiets eine Ost west quer- Verbindung vorhanden fei, und daß alle Trans- porte innerhalb des norddeutschen Raumes oft= und westwärts auf dem Wasserwege bewegt werden können. Der Anschluß Des Südens fei durch Das Gesetz über die Schaffung ber R h ein - MaIn- Donau-Wasser st raße sichergestelll. Nach der Vollendung auch dieses Wasserweges wären wir Dann der Verwirklichung des g r'o ß d e u t s ch e n Wasser st raßennetzes nahe, und feine Verdichtung durch noch* engere Maschen müsse dahin- führen, daß bas ganze Land mit einem Wasssr- straßensystem durchzogen sei.
(Bauleiter (Sprenger
spricht auf dem Ma nzer Treffen bcrfi3.
NSQ. Am Sonntag findet 1 n M a l n z ein Tressen der HI.- und Jungvolkführerschaft Des Gebietes Hessen-Nassau statt. Am Nachmittag wird in der Stadthalle Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger vor bem Führerkorps Der Jugend unserer Gaues eine richtunggebende Ansprache halten. Der Vormittag sieht zunächst einen Avpeil vor dem Gebietsfüyrer vor. Um 9 Uhr beginnt eine interne Arbeitstagung der Führerschaft. In der Mit' tagspause sind die 1200 Tagungsteilnehmer Tisch' gälte ihrer Quartiergeber. Die Pressestellen- leite r Der Banne unD Jungbanne treffen sich dann um 13.15 Uhr, während Die Führereinheiten bann- bzw. jungbannweise um 13.30 Uhr auf deni Appellplatz eintreffen. Um 14 Uhr nimmt die beitstagung ihren Fortgang. Ein Vorbeimarsch Der 1200 HI - unb Junavokkführer beendet kurz nach 16 Uhr bas HJ.-Führertreffen des Gebietes.
1250 neue Volksbüchereien.
Berlin, 26. Ott. (DNB.) Wenn in ber kommen- den „W oche des Deutschen Buches" im Alt- reich insgesamt 1250 neue Volksbüchereien eröffnet werden, so ist dieser Erfolg In erster
$ri
Sir
Uf Saarbrückener Heiden Lucken 'n L DeuMants Bimit «roßeni/ ? bas „ausgedehch und hatte nid) jQflenti wäre. M Endpunkt, je besser H um so MSer SÄ"1 üeein llnyrchro rjes und mederlan jie internationale M b-wl-I-n, d Ulliral zu bli toi kritischen Tage
Senser Satzunae «nrng des Holland, M 13. September r yt die Erklärung W vom 88 Sept erst noch klarg, inmlich ein intere H in seiner «trr ging, als sein 0ftf für sein Lar litt Mammen s e mi in jedem befon ft entscheiden, ob f Nehmen wolle ol Illi, „die Neuir ftt-nben zu »i kchsn Einschränkun
Oer raöifal-
bSeJa/"4' $ie ! C i, ihm
Ife«!
fe'ri tyi.j., ach ber P
Men t QNeh hc i w.
Im Donnerstag i iur nach Marse Ne über die Richt Wtn. der am \ ffchchi. Die Partei V*mus Haden JJin bei den Wahl M wird, jo spiegel
SWe unmitte Elchleit wider. 19 km radikal, E jährlichen Meten Dolksfro Kf bereits stellte Ä? pichen d
dei E2S Ingreß DC ? We Vorbehalte, und Cinsich
ft"®D 0 n b erj) t WlW»m K» 811»


