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fremde Geschäftskasse tut?

H. E.

Salzburgs Festspiele, Dienst am Werk

Aus aller Welt

Rückflug nach den Azoren in 14 Stunden 20 AUn.

zum ver-

flug nach den Azoren. Deutsche und amerikanische Gäste wohnten dem Schleuderflugstart bei Es ge­lang derNordmeer" mit der Besatzung Blanken­burg, Brix, Eger und Küppers die 3850 Kilometer lange Strecke zwischen Neuyork und den Azoren in 14 Stunden und 20 Minuten zu be­wältigen. Damit ist auch dieser dritte deutsche Flug im Rahmen der diesjährigen Versuchsreihe jur Schaffung eines regelmäßigen Luftpostverkehrs über den Nordatlantik vollkommen geglückt. Das mit vier Junkers - Schwerölmotoren ausgerüstete Hochsee­schwimmerflugzeug HA 139 von Blohm & Voß hat sich dabei ausgezeichnet bewährt.

Tödlicher Absturz am Sonntagshorn.

Beim Aufstieg zum Sonntagshorn über den so­genannten Kraxenbach glitt ein Sommerfrischler aus Traunstein aus und stürzte ab. Auf dem Transport ins Krankenhaus Ruhpolding erlag der Verunglückte den Verletzungen.

Dreister Raubüberfall in Marseille.

In einer Marseiller Dorstadt überfielen am hel­lichten Tage fünf maskierte und bewaff­nete Banditen drei Angestellte eines Unter­nehmens für öffentliche Arbeiten, die in einer Bank die Wochenlohngelder abgehoben hatten. Die Ueberfallenen wurden mit dem Leben bedroht und muhten das Geldpaket im Werte von 100 000 Fran­ken den Räubern überlassen, die in einem bereit­stehenden Kraftwagen eilends das Weite suchten.

Zwei Tote

beim Absturz eines englischen Militärflugzeuges.

Bei Nachtmanövern mit Scheinwerfern stürzte ein Flugzeug aus über 3000 Meter Höhe ab. Zwei

Zentralen deutscher Forschung

Aus der Arbeit der Kaiser-Wilhelm-Gesellschast.

Lustexpreß mit Komfort.

Was dem Fluggast von morgen geboten wird. Srste Kurzreise mit der Zu 90

Don unserer Berliner Schristleitung.

le. , ' 3"h

Drei Todesopfer der Marmolata-Südwand.

Sn der Südwand der Marmolata sind drei italienische B e r g st e i g e r vom Akademischen Alpenklub ums Leben gekommen. Sie brachen von Wolkenstein im Grödnertal'auf und verbrachten die Nacht in der Contrin-HMe. Frühmorgens begannen sie den Aufstieg in die etwa 1000 Meter hohe, schwer zu erkletternde Felswand. Als die drei am nächsten Tage nicht zur Hütte zurückkehrten und Rückfragen in anderen Hütten ergaben, daß sie auch nicht nach einer anderen Seite abgestiegen waren, machte man sich auf die Suche. Ein Träger fand sie am Fuße einer Geröllhalde, fast bis zur Unkenntlichkeit ver­stümmelt, tot auf. Wahrscheinlich ist ein Mitglied der Gruppe beim Klettern abgestürzt und hat die beiden Begleiter bei dem über 100 Meter tiefen Sturz mitgerissen. Die drei Verunglückten waren noch am Seil. Einer von ihnen ist der 30- jährige Trientiner Dallago, der sich vielfach als geübter Kletterer in den Dolomiten und als tüchtiger Schilehrer ausgezeichnet hatte.

Der Schiläufer Hanns Bader tödlich abgesiürzl.

Wie die Deutsche Bergwacht meldet, ist am Oefele- kopf der Schiläufer Hanns Bader aus Mi t - t en w a l d tödlich abgestürzt. Bader sackte an einer 2 Meter tiefen Stelle ab und fiel dann rücklings aus 180 Meter Höhe in eine Steinrinne, auf der er noch 60 Meter weiter abgetrieben wurde. Die dabei er­littenen Verletzungen waren sofort tödlich. Die Leiche konnte geborgen werden. Hanns Bader, der im Al­ter von 18 Jahren stand, war ein ausgezeichneter Abfahrtsläufer und Schispringer, dessen schitechnische Leistungen in Fachkreisen allgemein anerkannt wurden.

Wir haben es auf dem grünen Rasen des Tempel­hofer Flugfeldes nachgemessen: nicht mehr als 50 Meter Anlauf gebrauchte das neue Groß­raum-Flugzeug J u 90, um in unbeladenem Zustande vom Boden loszukommen. Und als wir dann selber drin saßen alszahlende Nutzlast" von 4000 bis 6000 Kilogramm, einschließlich der Frachtzuladung und als somit die Maschine ein Gesamt-Abfluggewicht von 23 Tonnen hatte, da war die Startbahn vielleicht um ganze 200 Meter länger. Dies war die erste überraschende Feststellung, die wir auf unserem kurzen Rundflug über die Reichs­hauptstadt machten. Aber während wir noch über den hohen wirtschaftlichen Wert des so günstigen Verhältnisses von Motorleistung und Transport­fähigkeit nachdachten, drängte sich uns schon eine zweite Wahrnehmung auf, die jeden künftigen Be­nutzer her Ju 90 gleichfalls in Staunen versetzen wird: die geradezu unwahrscheinliche Ruhe und Gleichmäßigkeit, rytt der sich dieserSalon der Lüste" bewegt. z

Das will etwas heißen, denn abgesehen davon, daß an diesem Tage ein recht windiges und böiges Wetter herrschte, haben ausgedehnte Stadtland­schaften immer die unangenehme Eigenschaft, über sich die berühmten Luftlöcher zu erzeugen. Rumpf und Flügel der Ju 90 sind jedoch so gewaltig, daß es der Kunst des Piloten fast immer gelingt, auch heftigere Windstöße auszugleichen. Die Flugbegleite­rin der Deutschen Lufthansa jedenfalls, die mit ihrer linken Hand ein großes Tablett voller Gläser balancierte, vergoß keinen einzigen Tropfen der kostbaren Flüssigkeit. Das war wohl überhaupt abgesehen von seinen fliegerischen Leistungen der stärkste Eindruck, den das jüngste Erzeugnis der Junkerswerke in Dessau hinterließ: Eine durch die weiträumige Gestaltung bedingte Behaglichkeit und Bequemlichkeit des Reisens, wie sie kaum ein anderes deutsches Flugzeug bisher auf- weiftn konnte.

Ein paar Zahlen, deren Bedeutung jeder in seiner eigenen Wohnung nachprüfen kann, mögen das er­läutern. Die Rumpfbreite der Ju 90 beträgt 3 Meter, bei der bekannten Ju 52 nur 1,75 Meter. Die Grund­fläche der Passagierkabine einschließlich der Neben­räume umfaßt 37 Quadratmeter im Vergleich zu 10 Quadratmeter der Ju52. Die Höhe des Fluggast- raumes beträgt etwa 3 Meter und seine Länge 10,30 Meter. So hat die Kabine einen Gesamt- Inhalt von 55 Kubikmeter, was bedeutet, daß bei der Ju 90 auf jeden der 40 Passagiere ein nutzbarer Kabinenraum von 1,96 Kubikmeter entfällt gegen­über 1,31 Kubikmeter bei der Ju52, wenn man die sonstigen Nebenräume, die ja auch der Behaglichkeit der Fluggäste dienen, mit in Betracht zieht. Zu diesen Nebenräumen gehört ein zwischen dem Führer- und Fluggastraum gelegener vorderer N u tz r a u m, der die Einrichtungen für Wirt- schaftsbetrieb wie Mitropa-Küche mit Kühlschrank, Anrichte, Dorratsraum, Platz für die Stewards sowie einen Garderoben- und Gepäckraum umfaßt.

Hinter dem Fluggastraum liegt der sogenannte Achter-Nutzraum, der aus zwei Toiletten mit Waschgelegenheit, einem Postraum, einer Kleiderablage und einem weiteren Gepäckraum be­steht.

Die Fluggastkabine selber, die fünf ver­schiedene Abteile mit je vier Sitzen enthält, ist mit großem Komfort ausgestattet. Dor den bequem ge­polsterten Bänken können verstellbare Tische auf- gestellt werden. Der Gesamtraum wird indirekt be­leuchtet. Leselampen über jedem Sitz erhöhen die Behaglichkeit, breite Gepäckhalter und Taschen­ablagen unter jedem Sitz können auch einen um­fangreichen Reisebedarf der Fluggäste aufnehmen. Der Fluggastraum ist außerdem mit gerud) freier Warmluftheizung (für den Winter und für große Höhen) sowie mit Vorrichtungen versehen, die jedem Fluggast eine beliebige Menge Frischluft zuführen. Die allgemeine Belüftungsanlage rechnet mit einem Luftumsatz von 600 bis 800 Liter pro Passagier und Minute! Daß die Wände der Kabine schall­dicht isoliert sind, versteht sich bei den moder- nen Verkehrsflugzeugen fast schon von selbst, und dennoch ist man immer wieder erstaunt, eine Unter­haltung im normalen Gesprächtston, wie etwa in der ersten Klasse eines v-Zuges, führen zu können.

Aber dieser ganze Komfort bedeutet nicht, daß hier ein unnötigerLuxus" getrieben würde. Denn das Großraum-Flugzeug vom Schlage der Ju 90 hat ja die Zukunftsaufgabe, große inter­nationale Streckenflüge von einer Zeit­dauer bis zu acht Stunden und von einer Ent­fernung bis zu 3000 Kilometer zu unternehmen. Hieraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit, alles nur Mögliche für die Bequemlichkeit der Flug­gäste zu tun eine Aufgabe, die nur zu lösen war, wenn man den N u tz r a u m erheblich ver­größerte und dementsprechend die Motoren- leistung steigerte. Bei Langstrecken- und Nachtflügen kann deshalb auch eine andere Raum­aufteilung des Kabinenraums vorgenommen wer­den. Große, mit Ruhebetten ausgestattete Abteile tragen bann dem gesteigerten Bewegungs- ober Ruhebedürfnis der Fluggäste Rechnung. Auch ein mit Ausfichtsfensterchen vorgesehener Wandelgang kann eingebaut werden. Es ist fast schon ein kleiner Zeppelin mit Flügeln", der auf diese Weise ent­steht. Bei verringerter Passagierzahl kann natürlich auch die Reichweite des Flugzeuges noch er­heblich gesteigert werden, und zwar bis auf 4000 Kilometer, falls auch andere und stärkere Motoren als die jetzigen zur Verfügung stehen. So darf man wohl mit Recht sagen, daß der Ju 90, die demnächst in den planmäßigen Luftverkehr ein« gesetzt werden soll, noch eine große Zukunft be- schieden ist. Sie wird dem Vorbild ihrer älteren Schwester, der su 52, nacheifern, die noch heute das meistgeflogene Großflugzeug der ganzen Welt ist.

H. Evers.

stche jeder.

Tristan und Zsolde" in neuer Besetzung.

Der dritte Tag der Bahreuther Festspiele.

Am Dienstag ttiurbe im Bayreuther Festspielhaus die Neuinszenierung von Richard Wagners T r i - ft an und Isolde" zum erstenmal wieder­holt. Der Führer ließ es sich nicht nehmen, auch dieser zweiten Aufführung beizuwohnen. Die Vorstellung bekam ihr besonderes Gepräge durch die Besetzung der Titelrollen mit Carl Hartmann und Martha Fuchs. Als im vergangenen Jahre während der deutschen Kulturwoche auf der Welt­ausstellung in ParisTristan und Isolde" von den Künstlern der Berliner Staatsoper gleichfalls unter der szenischen und musikalischen Leitung von Heinz Tietjen und Carl Elmendorfs aufgeführt wurde, waren es die Isolde von Martha Fuchs und

Salzburg, 26. Juli. (DNB.) Auf einem Presseempfang sprach Landesstatthalter Dr. Reit- ter über Grundgedanken und Pläne der Festspiele. Systempolitiker hätten die Festspiele für ihre Ziele mißbraucht, und volksfremde Elemente hätten sich benommen, als ob Salzburg ihnen gehörte. Dabei habe Arbeitslosigkeit und Hunger geherrscht, poli­tische Spannung und Polizeiregime. Es habe nun gegolten, zu erhalten, was gut und brauchbar war, und auszuscheiden, was nicht gebraucht werden konnte. Die frühere Zeit habe unter einer Ueber- jchätzung des Reproduktiven und unter einer Unter­schätzung des Produktiven gelitten. Man habe nur mehr die Darstellung herausgestellt, nicht mehr Werk und Schöpfer. Der Dienst am Werk sei aber wichtiger als die Herausstellung

festhält und das schon zusammenbrechende Trug- oebäude mit Lug und Betrug zu stützen versucht, muß schmählich untergehen. So ist es immer ge­wesen und so wird es immer bleiben.

Der internationale Verlehrswn

In den letzten Wochen ist das deutsche Volk wieder einmal Zeuge einer großangelegten, für unser Empfinden und Denken kaum vorstellbaren Lügenhetze in einem Teil der Auslandspresse ge­worden. Wir haben daraus entnehmen müssen, daß derWeltmarkt" für eine derartig schmutzige Be­richterstattung offenbar,noch immer sehr aufnahme­fähig ist. Weder die Verleger noch die politisch ver­antwortlichen Leiter dieser Presseorgane scheinen sich ein Gewissen daraus zu machen, die Völker gegeneinander in den Krieg zu Hetzen, wenn nur die Sensation die Auflagenziffer hochtreibt und das Geschäft zum Blühen bringt. Um so erfreulicher wirkt der Aufruf, den der Präsident des Verbandes der Internationalen Zeit­schriftenpresse, Willi Bischoff, erlassen hat, und der von den zum Exekutivkomitee gehörenden französischen, italienischen, polnischen und ungarischen Vertretern mit unterschrieben wurde. Der Ausruf fordert von den Mitgliedern des Verbandes, daß sie sich gerade in dem äugen-

Einig- Stunden, nachdem das Lchwabenflugzeug ' ^-n. wurden w^end der dritte mit

Ä »ä :«in 60 3'ug.HA 139Nordmeer" vom KatapuMchiff M°n 101 Mann verloren, riese nland" zum ersten diesjährigen Rück-t

der Ausführenden.

Wenn wir jetzt Mozart Herausstellen, so haben wir ein Recht dazu. Wir erheben den Anspruch, eine deutsche Festfpielstadt zu werden und zu sein, denn diese Stadt nimmt mit ihrer tausend­jährigen Vergangenheit nun eine hervorragende Stellung im Rahmen der deutschen Kulturentwick­lung ein. Man beschränkt sich aber nicht auf Mozart und nicht auf deutsche Meister. Es sei das Ziel, die Kunst der Welt so gut wie möglich herauszustellen, international zu bleiben. Jede Form des Internationalismus müsse aber über das Volk gehen. Denn der Mensch sei verwurzelt im Volk. Jedoch sei es ausgeschlossen, je ein Werk von Richard Wagner aufzuführen. Es solle nicht Bayreuth Konkurrenz gemacht werden. Richtlinie für die Zukunft solle all das fein, was den süddeutschen Raum auszeichne: heiteres Wesen, Lebensfreude, Humor. Ein wichtiges Vorbild werde immer Mozart bleiben. Salzburg lege größten Wert darauf, ausländische Besucher be­grüßen zu können. Es habe sich nichts geändert, und wenn sich etwas geändert habe, bann nur zum Besseren. Salzburg habe jetzt bessere und glück­lichere Tage, seit der tausendjährige Traum ver­wirklicht wurde. Das müsse auch den Ausländer freuen. Die Festspiele seien auch ein Beitrag Frieden, denn ihre Sprache die Musik

Zemente wertvolle Hilfe geleistet. Zu den größten gehört das Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie, das mit über 100 Mitarbeitern den großen Komplex der Kolloid­forschung bearbeitet und besonders wichtige Unter­suchungen über die Eigenschaften der Kunststoffe anstellt. Für die Bedürfnisse der Land- und Forst­wirtschaft wirkt das Kaiser-Wilhelm-In- stitut für Züchtungsforschung in Mün­cheberg, das auf die Züchtung eiweißreicher, öl­reicher und faferstosfreicher Sorten bei den einzelnen Kulturpflanzen hinarbeitet; dabei werden durch eine Zweigstelle in Süddeutschland, die in diesem Jahre bei Heidelberg errichtet wurde, und durch eine Zweigstelle in Ostpreußen die Verhältnisse bei ver­schiedenartigem Boden und Klima untersucht, und nach dem Anschluß Oesterreichs ist eine weitere Zweigstelle im Voralpengebiet geplant. Die Ar­beiten des Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für Biologie in Dahlem eröffnen der Züchtungs- und Dererbungsforschung auf pflanzlichem Gebiete neue Wege; ihre Einrichtungen sind in letzter ßeit erneuert und ergänzt worden. Zu den modernsten und besteingerichteten Instituten gehört nach dem gründlichen Umbau das Kaiser-Wilhelm- Institut für Biochemie, dessen Arbeiten sich besonders mit dem Cholesterin und der Struktur krebserregender Substanzen befassen. Mit der Seen­kunde beschäftigen sich die Li mno logische Station Niederrhein in Krefeld, die im vergangenen Jahre eingegliedert wurde, im Zu­sammenhang mit den gleichartigen Instituten Lan­genargen, Plön und Lunz. Die Arbeiten des Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für Ar­beitsphysiologie in Dortmund befassen sich mit dem zweckmäßigen Einsatz der menschlichen Arbeitskraft, der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit im höheren Alter, der Berufswahl der Jugendlichen und der Ueberwachung der körperlichen Entwicklung und der Hebung der Arbeitsleistung durch Beseiti­gung der Verlustquellen.

Neben diesen Instituten stehen die anderen, die auf Gebieten rein wissenschaftlicher Forschung nicht minder große Aufgaben zu lösen haben: die Kaiser- Wilhelm-Institute für medizinis che For­schung in Heidelberg, für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik in Dahlem, für Hirnforschung in Buch, für Physik in Dahlem, für Chemie in Dahlem, für Strö - mungsforschung in Göttingen, die Deutsche Forschungsan st alt für Psychiatrie in München, deren Ergebnisse für unsere Gesetzgebung zur Verhütung erbkranken Nachwuchses grundlegend geworden sind, die Forschungsstation für Mikrobiologie, in Sao Paulo in Brasilien, die Tropenkrankheiten wie Lepra- und Hakenwurm­krankheiten bearbeitet, die Vogelwarte Ros­si t t e n, die bereits 760 000 Vögel zu Beobachtungs­zwecken beringt hat, und das Deutsche Ento­mologische I n st i t u t mit seinen ausgedehnten Jnsektensammlungen, dessen Arbeiten auch für die Schädlingsbekämpfung von Nutzen sind. Von be­sonderer Bedeutung ist im Hinblick auf unsere Be­ziehungen zu Italien das I n ft i t u t für Kunst- und Kulturwissenschaft in Rom geworden, das vor allem die Beziehungen der deutschen zur italienischen Kunst untersucht und ein wichtiger Faktor in den deutschätalienischen kulturpolitischen Bestrebungen ist.

der Tristan von Carl Hartmann, die zu dem großen Erfolg der deutschen Aufführung in der Pariser Öffentlichkeit wesentlich beigetragen haben. Auch mit den hohen Maßstäben gemessen, die in der Bayreuther Premiere Marx Lorenz und Frida Leider aufgestellt haben, erwies sich die Neube- setzuna als ebenbürtig. Martha Fuchs verkörperte die Isolde mit der Hoheit einer germanischen Kö­nigin, gab der liebenden Frau alle Leidenschaft, die aus der Musik emporzüngelt und bezwang gleicher­maßen durch die Innigkeit und die dramatische Kraft ihres leuchtenden Soprans. Carl Hartmann war ein Tristan von reckenhafter Haltung, dessen metal­lischer Tenor besonders die dramatischen Ansprüche der Rolle spielend bewältigte und noch den heftigen Ausbrüchen des todwunden Helden Glanz und Run­dung gab. Die übrigen Rollen waren so wie in der ersten Aufführung besetzt. Starken Beifall erfüllte nach jedem Akt das ausoerkaufte Haus, ob­wohl die Künstler in Bayreuth nicht vor dem Vor­hang erscheinen. D. K. K.

Oie Tobisprodukiion 1938/39.

Die Terra, die 25 neue Filme und dreiUeber- läufer" anmeldet, hat von diesen 28 Filmen elf fertig oder im Schnitt, zwei weitere Filme befinden sich im ^Atelier! Die Gustaf-Gründgens- Produktion der Terra bereitet zwei Filme vor: Der Schritt vom Wege", nach Theodor Fontanes Effi Briest", mit Marianne Hoppe in der Haupt­rolle, undGösta Berling", nach dem Roman von Selma Lagerlöf, Hauptrolle: Gustaf Gründgens. Wolfgang ßiebeneiner hat die Aufnahmen für den FilmDu und Ich" nach Froweins RomanDu selber bist das Rad", Hauptrolle: Brigitte Horney beendet. Er inszeniert ferner den FliegerfilmZiel in den Wolken" und den Heinz-Rühmann-FilmDer Florentiner Hut". Heinz Rühmann, dessen Emo-Filme13 Stühle" sich im Schnitt befindet, dreht den FilmNanu, Sie kennen Korff noch nicht!", er hat ferner die Spiel­leitung für den FilmLauter Lügen" nach Schweikarts erfolgreichem Lustspiel übernommen. Der Lui s -Tre n ke r- FilmLiebesbriefe aus dem Engadin" ist ein heiterer Bergfilm. Fertig ge­dreht sind die FilmeSchwarzfahrt ins Glück", mit Ruch Hellberg, Collande und Deltgen,Schatten über St. Pauli", mit Marieluife Claudius, Knuth, Paulsen und Loos,Fracht von Baltimore", mit Hilde Meißner und Attila Hörbiger,Steputat & Co.", mit Brausewetter, Haack> Barko, Dunskus, undLiebelei und Liebe", mit Paul Hörbiger, Carla Rust und Gifela Uhlen. Im Atelier befindet sich der FilmStimme aus dem Aecher", der ein großes Rundfunkthema gestalten will. Harald Paulsen ist sein Spielleiter. Geza von B o l - v a r y inszeniert einen Opernfilm mit Martha Eggerch und Jan Kiepura, eine Verfilmung des Romans von ZornZwischen Strom und Steppe", undFrau Mischen den Fronten". Hauptrolle: Paula Wessely. Der Spieleiter Ucicky wird ein Thema aus der Zeit des Weltkrieges gestalten, den FilmAufruhr in Damaskus", Brigitte Horney werden wir in der weibliche Hauptrolle des Films Radium" sehen.

blicklichen Zeitpunkt auf dem Boden internationaler Anschauungen und Möglichkeiten einsetzen für eine in Inhalt und Form, in Wort und Bild wahre und vornehme Pressegestaltung, um so durch die Entgiftung der politischen und mensch­lichen Atmosphäre zu einer wahrhaften Völkerverständigung beizutragen. Der Auf­ruf stellt eine Tat dar, die beispielgebend sein sollte auch für die Tagespresse. Denn man fragt sich mit Recht, warum das, was bei den Zeitschriften mög­lich ist, nicht auch von den Zeitungen beherzigt werden könnte. Die faule Entschuldigung, man könne die Pressehetze in den demokratischen Staaten nicht verhindern, weil dort die Freiheit der persön­lichen Meinungsäußerung garantiert werden müsse, kann hier wahrhaftig nicht mehr herhalten. Denn auch der Mörder oder Dieb, der an feinen Mit­menschen ein Verbrechen verübt, wird in diesen demokratischen Staaten zum Schweigen gebracht, ohne daß man auf sein angeblichesFreiheitsbe­dürfnis" Rücksicht nimmt. Warum also sollte man mit den Verbrechern, die nicht ein Einzelwesen, son­dern ein ganzes Volk und die ganze Welt ver­giften, die durch ihre Kriegshetze Millionen un­schuldiger Menschen in den Tod jagen möchten, warum soll man diese Verbrecher anders und besser behandeln als den Mann, der einen Griff in die

Ein eindrucksvolles Bild von der umfassenden Arbeit, die die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft heute leistet und die eng verbunden ist mit den Lebens­bedürfnissen unseres Volkes, entwirft'ihr Geschäfts­führender Vorstand Dr. Ernst T e l s ch o w in einer Uebersicht, die er in denForschungen und Fort­schritten" veröffentlicht. Die Gesellschaft, die sich neben der Forschung über die Grundlagen der Wissenschaft mit ihren Arbeiten auch weitgehend für die Ziele des Dierjahresplanes einsetzt, unter­hält jetzt 36 Forschungsinstitute mit einem Mitarbeiterstab von ungefähr 1700 Personen, unter denen 550 Wissenschaftler sind. Vier Institute liegen im Ausland, in Italien, in der Schweiz und in Brasilien. Im letzten Jahre sind drei Institute hin­zugekommen, das Kaiser-Wilhelm-Jnsti- t u t für Biophysik in Frankfurt a. M., das besonders auf dem Gebiet der Strahlungs­forschung im Hinblick auf ihre Wirkung auf den menschlichen und pflanzlichen Organismus arbeitet und in dem Radiumbad Oberschlema eine Zweig­stelle zur Erforschung der balneologischen Wirkung der Radiumstrahlung besitzt, zweitens die Deut­sche Forschungsanstalt für Bastfasern in S o r a u , die im Hinblick auf unsere Rohstoff­versorgung mit einheimischen Fasern eine ganz be­sondere Bedeutung hat und daher in größerem Maßstabe neugebaut werden wird, drittens das Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Tier­züchtung und tierische Ernährung, das im Herbst bereits eröffnet wird und eine Domäne in der Große von 1000 Hektar für feine/Arbeiten zur Verfügung erhalten soll.

Zu den Instituten, deren Arbeiten gerade heute in besonderem Maße das Interesse einer größeren Oesfentlichkeit finden, gehören die folgenden, die mit den für unsere Wirtschaft wichtigen Fragen zu tun haben. Das Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Kohlenforschung in Mülheim ist durch die dort entwickelte Benzinsynthese nach Fischer-Tropsch in der ganzen Welt bekannt ge­worden und hat durch deren Anpassung an den deutschen Fettsäurenbedarf eine Steigerung der Paraffinausbeute erreicht. Nach den Arbeiten des Schlesischen Kohlenforschungsinsti­tuts in Breslau werden die nicht backenden Feinkohlen des Ober- und Niederschlesischen Reviers zur Teer-, Oel- und Benzingewinnung herange- zogen. Das Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Eisenforschung in Düsseldorf prüft die Möglichkeiten, durch geeignete Aufbereitungsver- fahren arme deutsche Eisenerze für die Verhüttung brauchbar zu machend Das Kaiser-Wilhelm- Jnstitut für Metallforschung in Stu 11- gart, das sich mit den Nichteisenmetallen beschäf­tigt und vor kurzem 500 000 Mark für einen Er- roeiterung'sbau erhalten hat, bearbeitet erfolgreich die Herstellung neuer Legierungen, zerstörungsfreie Werkstoffprüfung und Werkstoffersparnis durch ge­eignete Konstruktionen. Dem Kaiser-Wilhelm- Jnstitut für Lederforschung in Dres­den ist es in Zusammenarbeit mit der Industrie gelungen, durch ein besonderes Gerbverfahren ein reißfestes und sehr gut gerbbaresFischleder" zu erhalten, das nicht nur die Rohhäuteeinfuhr ent­lastet, sondern auch ein wertvoller Exportartikel zu werden verspricht. Das Kaiser-Wilhelm- Jnstitut für Silikatforschung in D ah- l e m hat bei dem Bau der Reichsautobahnen durch die Begutachtung und Erprobung der deutschen

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Würqegalgen steck oben Sprengstoffe gj i man aber auch r. tet, if)re offenen r form man nur > lifdren Zeitungsfcb i, diese Ttäxvtwi 1 -I

Sterben. Solche r c erNärlich aur w mehr das gering' das britische W in ungelüsteten W ; ier ausgeheckt, NM rkämpft Worten. ) Sentimentalitäten.

iraendeine W- und Eisen" rfnejf ens! In keinem - der politische N allem - jA. n keine Nation h° ne non Blut nerW äjsÄ;

auf den , lieber, M iem mir aNM > Kapitane,derb ztevben

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