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Der letzte Inka-Kaiser
, Zeichen der kaiserlichen Würde, die Streitaxt aus . drei Metallen — Gold, Silber und Kupfer (diese
Buenos Aires. Juli 1938.
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kundschaft eingefichrt ist.
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Luis Felipe Duchicela ist in seinem Privatleben Besitzer eines kleinen Ladens, in dem er Bücher und Briefmarken verkauft. Er ist ein feiner, gebildeter Mann, ruhig, beherrscht und von der vornehm-würdigen Zurückhaltung, die einem echten Inka und namentlich einem Nachkommen des großen Atahuallpa ziemt. Er verwahrt alle Insignien ber Inkawürde, die sich in seinem Stamme stets vom Vater auf den ältesten Sohn vererbt haben, — die rote Borla, die Stirnbinde mit der Troddel, das
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Art ist übrigens neu, sie ist lediglich der historischen Streitaxt der Inkas, deren Original von den Spaniern geraubt wurde, nachgebildet), —, die drei Federn des Stirnschmucks und schließlich den Poncho aus der Wolle von drei Tieren, Guanaco, nchaf und Ziege, wie solchen die Inkas ebenfalls getragen haben sollen. Die mehrfach vorkommende Dr erzähl bei den Insignien bedeutet, daß die Inkas Herren über drei Reiche waren, die im wesentlichen den heutigen Ländern Peru, Bolivien und Ekuador entsprechen dürften.
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Am 23, Juli ist in Münster/Westf. unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Elisabeth Jung Wwe., geb. Echter
nach einem reich gesegneten Leben im 84. Lebensjahre sanft entschlafen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Karl Jung Familie Paul Jung Familie Hch. Lenz Familie Theodor Lenz
Gießen (Frankfurter Str. 90). Darmstadt. Ölde,Münster, den 26. Juli 1938.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 26. Juli, um 15.30 Uhr in Gießen auf dem Neuen Friedhof statt
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Lützellinden, den 26. Juli 1938.
Die Beerdigung Endet am Mittwoch, dem 27. Juli, nachmittags 3 Uhr statt
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Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilderz Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. D. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. __________________
dlach langem schweren Leiden entschlief heute abend mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, Großvater und Bruder
Herr Karl Krebs
Verwalter i. R.
im Alter von 60 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Auguste Krebs.
Annerod (Erlenstraße 4), den 24. Juli 1938.
Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 27. Ju-i, nachmittags um 15.30 Uhr, in der Kapelle des bleuen Friedhofes in Gießen statt.
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Nach längerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden entschlief gestern unsere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin
Helene Jung
im blühenden Alter von 18 Jahren.
In tiefer Trauer:
Familie Georg Jung nebst allen Angehörigen.
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„Kaiser Luis Felipe XXVI." führt ein stilles, bescheidenes, zurückgezogenes Leben, und nur zu seltenen Festen legt er die Insignien l^ner Wurde an Seine engere und weitere Familie besitzt nichts oder fast nichts außer ihrer Tradition, der Tatsache der Abstammung vom Herrscherhaus der Inkas. Viele Familienmitglieder sind har zu Bettlern her- abaesunken. Die herrschende Schicht im Lande Ekuador — wohin die Familie vor langer Zeit, aus Peru kommend, übergesiedelt ist — kümmert sich wenig oder gar nicht um biese letzten Sprossen des Jnkahauses. Im Februar 1937 machten ekuadoria- uische Indianer eine Eingabe an die Regierung und baten .ihren verehrten Monarchen" in das Parlament von Ekuador zu berufen, damit er dort die eingeborenen Indianer vertrete. Diese Eui- qabe blieb unbeantwortet, desgleichen eine zweite, ähnlich lautende vom September 1937. Selbst dieser bescheidene Erfolg der Erringung eines Parlamentssitzes blieb also den Eingeborenen des Landes versagt.
Immerhin könnte die Tatsache, daß die ihrem „Inka" in der überwiegenden Mehrzahl treu ergebenen ekuadorianischen Indianer wenigstens an- mnqen, politischen Zielen zuzustreben, ein Fmger- -eiq für die Zukunft sein. Das Erwachen des Indianerfilms, das in Mexiko bereits deutliche Formen angenommen hat, wird sich auch in den Ländern der südamerikanischen Westküste nicht ewig verhindern lassen. Dann könnte das, was heute nur historische Tradition ist, plötzlich zu einer politischen Wirklichkeit werden, — wenn auch natürlich nicht in der Form einer Wiederbelebung der alten Inkaherrschaft oder in monarchischer Form überhaupt. — Die sächlichen Angaben über den „letzten Inka" sind der in Buenos Aires erscheinenden üeutsch-südamerikanischen Monatsschrift „Lasso entnommen, die eine der besten deutschsprachigen Jnformationsmöglichkeiten über alle sudarnerika- nischen Fragen historischer und kultureller Art darstellt.
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Die Inkas? — Jeder, der auch nur ein wenig von südamerikanischer Geschichte weiß, hat einmal von ihnen gehört. Er weiß, daß das Reich der Inkas, das sich über Peru, Bolivien, Ekuador, und Teile von Chile und Argentinien erstreckte, neben dem mittelamerikanischen Reich der Azteken die größte und bedeutsamste, jedenfalls die am meisten erforschte eigene Kultur im Gebiet des heutigen lateinamerikanischen Raumes heroorgebracht hat. Freilich lebten die Inkas schon auf altem Kulturboden, tausendjährige Reiche waren dem ihrigen, das um 1200 n. Ehr. unserer Zeitrechnung entstand, voraufgegangen, Kulturen wie diejenigen von Tia- huanaco, von der nicht viel mehr als der Name und einige gewaltige Ruinen an den Ufern des Titicacasees, z. B. das großartige Sonnentor, erhalten geblieben find. Der letzte der Inkas, A t a - huallpa, wurde von den Spaniern hingenchtet, so haben wir gelernt, als Pizarro in den dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts mit einer Handvoll Bewaffneter seinen unerhört kühnen Raubzua durch Peru antrat und ein Reich eroberte, dessen Krieger nach Zehntausenden zählten.
Atahuallpa, der letzte Inka? Diese Bezeichnung trifft so weit zu, als der von den Spaniern enthauptete Inkakaiser in der Tat ber letzte regierende Herrscher aus dem Inkastamme war, der letzte Kaiser, der seine Macht tatsächlich ausübte, der letzte Souverän. Aber die Familie der Inkas ist auch heute noch nicht aus- gestorben, die Sage und die lebendige, von Generation auf Generation vererbte Ueberlieferung will wissen, daß Rocca, ein Sohn des Atahuallpa, von einem treuen Indianer vor den Spaniern gerettet wurde, daß dieser Rocca, mit einer Caziguen- tochter verheiratet, Stammvater eines großen Geschlechtes wurde, in dem sich die Inkawürde heimlich stets auf den ältesten Sohn vererbte, und daß heute, acht Generationen nach Rocca, dem Sohne Atahuallpas, als letzter „Jnka- faifer" in dem ekuadorianischen Hafenstädtchen Guayaquil Don Luis Felipe Huaracara Duchicela lebt, von den Indianern als ihr „Monarch", als „Kaiser Luis Felipe XXVI.", ver-
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Amtsgericht Gießen.
Die E. G. aus Ludwigsburg lag im Februar b. 3. krank in der Ohrenklinik zu Gießen. Bevor sie bort entlassen wurde, nahm sie aus der Handtasche einer anderen Patientin, die mit ihr im gleichen Zimmer lag, 5 Mark fort. Die Angeklagte be. hauptet, daß es sich um einen Notdiebstahl Han- delte, weil sie nicht das Fahrgeld gehabt habe, um nach Hau e fahren zu können. Sie habe allerdings Don der Krankenkasse Krankengeld zu beanspruchen gehabt, dieses sei ihr aber nicht mehr vor der Entlassung zugeschickt worden. Die Bewelsausnahme ergab, daß es sich um keinen Notdiebstahl handelte. Die Angeklagte hatte eine Freundin, die ihr wohl auch das Fahrgeld gegeben hätte. Die Vorstrafen ergaben, daß es sich bei der Angeklagten um eine leichtsinnig veranlagte Person handelt, die sich auch schon früher Diebstähle hat zuschulden kommen lassen. Da es sich aber um einen kleineren Betrag handelt und die Angeklagte bereit ist den Betrag zurückzuerstatten, verurteilte das Gericht 11* unter Zubilligung mildernder Umstände wegen Ruckfalldiebstahls zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten.
Wetterbericht
Bei schwachen südlichen Winden liegt Mittel- europa jetzt im Bereich von feuchtwarmen Lust- massen, ft daß die Temperatur bei heiterem Himmel und mit kräftiger Sonneneinstrahlung zu sommerlichen Werten ansteigt. Diese Erwarmung fuhrt bei der keineswegs beständigen Wetterlage zu Ge- witterstörungen. , „ ... ,
Vorhersage für Mittwoch: Meist wol- tig mit Gewitterstörungen, tagsüber nicht mehr ganz so warm, aber schwül. Schwache Winde.
Lufttemperaturen am 25. Juli: mittags 26,3 Grad Eelsius, abends 20,0 Grad; am 26. Juli: morgens 15,5 Grad. Maximum 26,6 Grad, Minimum 12,8 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Juli: abends 23,4 Grad; am 26. Juli: morgens 19,1 Grad. — Sonnenscheindauer 4,5 Stunden.
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jtrüpps, erhebt sich m goldenes Lied von! rinr flache Torfront 0 belegten Ehrerchof, den I färnnen. Man tommt j i Halle, die den W t 1 unten und die Bergt 1 gebäube mit dem 6p II meinfchaftsräumen w 11 tigen Bergfried, der t
I fmb auf mehreren »irbäude errichtet, dii ll tienen. Die Treppen II Irena, einem Spor I ckge. Alle Gebäudi I Sm hat den in der i iaichftein gewählt 1 I Äschen Grauschiefe I turch den Bau dii ■ ir.ge Anlage einer J Don Waldberger ( «kchen Eifel im Zei I '-'ir Gesicht völlig r I ^vchwammen^ I die im oergani II i verleiht mit ihren ll b rornnniWn iße I 'Aen Reiz. Die nch I Hier Hochwald, da- I gelsland'fcha'ft von 3 ■ rheinischen Aetterfr^ I geiände dient, die ti I bchifchen Grenze - I wngsvolle Kulisse u I auel, das 100 Mill j| ffme Straße wird i II den Urmeter
brauch gegen Nationalsozialisten verlangt wurde. Es mußten alle eBamten besonders dafür geschult werden. Bei Inspizierungen wurde immer wieder zu mildes Vorgehen bemängelt.
Ein Mörder nach 15 Jahren gefaßt.
Die Kriminalpolizei, in Köln konnte einen Mann dingfest machen, der 1923 in der Umgebung von : Halberstadt einen Jagdaufseher nieder g e - schossen hatte. Der Mörder, der heute im 48 Le- bensjahre steht, war seinerzeit ins Ausland gefluch- tet, hielt sich aber seit 1927 wieder tn Deutschland, allerdings unter falschem Namen, auf. In den letzten Jahren wohnte er in Köln. Der Festgenommene hat inzwischen ein Geständnis abgelegt. Im Jahre 1923 hatte der Mann mit seinem Vater, seinem Bruder und einem Bekannten auf einem Felde gewildert. Sie wurden dabei von einem Jagdaufseher gestellt, der mit ihnen ins Handgemenge geriet und schließlich mit einem Gewehrkolben niedergeschlagen wurde. Der jetzt Festgenommene ergriff dann das Gewehr des Jagdaufsehers und brachte diesem einen tödlichen Schuß in den Hinterkopf bei.
Attentat auf einen amerikanischen Gouverneur.
Bei einer Truppenparade, die aus Anlaß der Wiederkehr des Jahrestages ber Landung amerikanischer Truppen auf Puerto Rico im spanisch- amerikanischen Krieg 1898 stattfand wurde auf den amerikanischen Gouverneur Winship aus der Zuschauermenge heraus ein Revolver at t en - t a t verübt, das aber mißglückte. Ein neben Winfhlp stehender Senator wurde leicht verletzt. Bei dem sich anschließenden Tumult wurde von der Polizei wiederholt auf die Menge geschossen, wobei zahlreiche Personen teilweise schwere Verletzungen erlitten. Mehrere Personen wurden verhaftet.
Eine Segeljacht von Motorsegler überrannt
Die in Bremen-Burg beheimatete zwei- mastige Segeljacht „G a b y" wurde nachts auf der Unterweser, querab von Elsfleth, non einem auslaufenden schwedischen Motorsegler überrannt. Don den Insassen des Segelbootes konnte eine Frau, die sich an der beschädigten Jacht festhielt, gerettet werden. Eine weitere Frau klammerte sich an dem Beiboot ber Jacht fest und wurde von dem Leuchtdampser , Delphin" ausgenommen. Ein Mann konnte schwimmend das Ufer erreichen, während zwei weitere Insassen der Segeljacht vermißt werden und ertrunken fein dürften.
Riesenbrand im Hasen von Piräus.
Im griechischen Hafen Piräus brach eine Feuersbrunst aus, die den großen Markt für Gemüse, der erst im Jahre 1928 neu geschaffen worden war, vollständig zerstörte. Außerdem wurde ein Teil der Dockanlagen ein Raub der Flammen. Es verbrannten insgesamt für 40 Millionen Drachmen Gebäude und für sechs Millionen Drachmen eingelagerte Waren. __________
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