Das schließt nicht aus, daß der Reichsnährstand 11 nie nichts unversucht lassen wird, um durch ftanbige .. jn, K ?ter Verbesserung der Produktionsmethoden eine Der. ! •Ininie^?L6 billigung der Obst- und Gemüseversorgung unserer Städte zu erreichen. Dieses Streben darf jedoch ! , ßerfw5 nismnlc zur flrrfrhiittpmnn her Lebk>nsariindiva<> hpc > i rh 0 I ‘ .
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Einheitliche Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst.
niedrigeren preisen an den Markt bringt als in den letzten Jahren. Diese Forderung ist zwar vom Standpunkt des Verbrauchers verständlich, sie übersieht aber, daß es in Deutschland unmöglich ist, Obst und Gemüse zu den Bedingungen an den Markt zu bringen, wie andere, vom Klima mehr begünstigte Lander. Der deutsche Gartenbau mußte schon 1933 16,2 Millionen qm seiner Flache unter Glas haben, um durch künstliche Verlängerung der wachstumsperiode dem Bedarf entsprechen zu können. Für dte Unterhaltung dieser Glasflächen werden alljährlich mindestens 300 000 qm Glas zum Erneuern der Glasfläche verbraucht. Etwa 45 Millionen Mark muß der deutsche Gartenbau jährlich an Heizmaterial für seine Gewächshäuser ausgeben. Alles dies sind Unkosten, di e der Gartenbau anderer Länder nicht zu tragen hat, weil er dank des günstigeren Klimas allein mit Freilandkulturen fein Ziel erreicht. Schließlich muh auch darauf hingewiesen werden, daß die Löhne, die der deutsche Erwerbsgartenbau zu zahlen hat, dank des höheren Lebensstandards unseres Volkes
diesem Bedürfnis der Erzeuger anzupassen.
Die Reichsgartenschau in Essen wird helfen, dar Verständnis für den deutschen Gartenbau in weiten Kreifen unseres Volkes zu wecken und zu vertiefen.
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erheblich höher sind als in anderen Laudern. hinzu kommt, daß das ungünstigere Klima in Deutschland im Gartenbau oft L rute- schwank ungen um 100 bis 150 v. h. herbeiführt. Alle diese Faktoren muh der Verbraucher berücksichtigen, wenn er über die Obstund Gemüsepreise urteilt.
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Frankfurt rüstet zum „Tag des deutschen Handwerks".
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Am Samstag um 9.30 Uhr werden die gernein» Arbeitstagungen fortgesetzt. Das
Blumenwunder im Ruhrgebiet.
Reichsernährungsminister Darre eröffnet die Reichsgartenschau Effen 1938.
Evangelische Gottesdienstordnung für den 1 Mai.
Berlin, 25. April. (DRB.) Der Leiter der deutschen evangelischen Kirchenkanzlei und Präsident des evangelischen Oberkirchenrates Dr. Werner hat die obersten Behörden der deutschen evange- lischen Landeskirchen ersucht, für Sonntag, 1. Mai, folgende Gottesdienstordnung vorzunehmen: Da der Nationalfeiertag des deutschen Volkes in diesem Jahre auf einen Sonntag fallt, ist es erforderlich, daß die Gottesdienstzeiten an diesem Tage so gelegt werden, daß sie nicht mit den von Staat und Partei veranstalteten Feiern zeitlich zusammen- stoßen. Es ist deshalb zweckmäßig, daß am Sonn- tag, 1. Mai, die Gottesdienste einheitlich von 9.30 bis 10.30 Uhr stattfinden. Durch diese Festsetzung wird ermöglicht, daß alle Gottesdienst- besucher am Staatsakt uni) den übrigen Veranstaltungen teilnehmen.
Eine Reichsanstalt für Kleischwirtschast.
Berlin, 25. April. (DNB.) Im Geschäftsbereich des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft wird eine „Reichsanstalt für Fleischwirtschast" errichtet werden in Verbindung mit dem geplanten Neuvau des städtischen Schlachthofes in Spandau. Das deutsche Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront wird ferner seine neue R e i ch s f a ch - schule für das Ffleischerhandwerk in Verbindung mit der Reichsanstalt erbauen. Die derzeitige Reichsfachschule der Fleischer wird Bezirts- fachschule.
Das Aufgabengebiet der Reichsanstatt umfaßt wissenschaftliche wie wirtschaftliche Fragen bei der Verwertung von Schlachtvieh auf dem Wege vom Erzeuger über die Vieh- und Schlachthöfe, die Kühl- und Gefrierhäuser, die Würz- und Konservenfabri- ten, den Fleischerladen bis zur Küche des Verbrauchers. Dabei soll der zweckmäßigsten Behandlung des Schlachtviehes vor der Schlachtung, dem Schlachtvorgang selbst und der weiteren Erhaltung und Verarbeitung des Fleisches sowie der Verwertung der Schlachtabfallprodukte besondere Aufmerksamkeit geschenkt und an einer sinnvollen Lenkung des Verbrauches und an der zweckentsprechenden Ausgestaltung der Dorratswirtschaft mitgewirkt werden. Eine wesentliche Aufgabe wird sodann die Beratung der Gemeinden auf dem Gebiete der Schlacht- und Viehhöfe darstellen. Alle Neuerungen sollen in eigenen Versuchsanlagen praktisch erprobt werden. Durch die Verbindung der neuen Reichsfachschule der Fleischer mit der Reichsanstalt wird erreicht, daß wesentliche Forschungen auf den Gebieten der Verarbeitung und der Verwertung dem Fleischerhandwerk praktisch zugänglich werden. Die Lehrgangsteilnehmer der Reichsfachschule werden über alle Fortschritte unterrichtet werden.
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blattes veröffentlichten Tarifordnungen für die Gefolgschastsrnitgliede. der Straßenbahnen, der S t a a ts f o r'st v e rw al t u n g e n und der Öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und öffentlichen Bausparkassen als Sonderdruck herausgegeben, der vorn Verlage des Reichsarbeitsblattes, der Derlagsanftatt Otto Stollberg, Berlin W 9, zu beziehen ist.
Erschwerung des deutsch-englischen Reiseverkehrs.
Berlin, 25. Mai. (DRB.) Die englische Regierung hat durch ihre Botschaft in Berlin der Reichsregierung mitteilen lassen, daß sie das zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien bestehende Abkommen über die Befreiung der beiderseitigen Staatsangehörigen vom Sichtvermerkzwang zum 21. Mai 1938 kündige. Die Maßnahme der englischen Regierung ist zu bedauern, weil sie eine erhebliche Erschwerung des normalen deutsch-englischen Reiseverkehrs mit sich bringen wird. Wie außerdem verlautet, will die englische Regierung die Inhaber österreichischer Pässe schon vom 2. Mai an nur bann zur Einreise nach England zulassen, wenn diese Pässe mit einem englischen Sichtvermerk versehen sind.
Beschleunigter Ausbau des britischen Luftschutzes.
London, 26. April. (DNB. Funkspruch.) Im Innenministerium fand eine Beratung zwischen Innenminister Hoare und den Leitern des britischen Luftschutzes sowie Vertretern von rund 2000 britischen Gemeinden statt. Es wurde beschlossen, den Ausbau des britischen Luftschutzes derart zu beschleunigen, daß noch im Laufe dieses Jahres die Zahl der freiwilligen Mitarbeiter eine Million erreichen soll. Zur Zeit beträgt sie rund 400 000.
Der englisch-irische Ausgleich.
London , 25. April. (DNB ) Das am Montag in London unterzeichnete englisch-irische Abkommen umfaßt ein Verteidigungsabkommen, ein Finanzabkommen und ein Handelsabkommen. Das Verte id i g u n g s a b k o m m e n sieht vor, daß die britische Regierung das Eigentum und die Rechte der britischen Admiralität in den irischen Häfen Borehaven, Queenstown und Lough Swilly der irischen Regierung bis zum 31. Dezember zurückgibt. Das Finanzabkommen sieht vor, daß die irische Regierung einen einmaligen Betrag von 10 000 000 Pfund Sterling an Großbritannien zahlt. Damit sollen sämtliche Ansprüche Großbritanniens gegenüber Irland abgegolten sein. Nicht berührt durch dieses Abkommen wird iedoch die jährliche Entschädigungszahlung
Auf einer Arbeitstagung der Leiter des Reichsberufswettkampfes sprach Obergebietsführer A x- mann über die von der weiblichen Jugend geleistete Sozialarbeit. Hauswirtschaftliche Ertüchtigung, BDM.-Haushaltungsschulen und Landdienst der weiblichen Jugend seien unlöslich mit unserer modernen Mädelerziehung verbunden. In ihnen offenbare sich die gesunde, jeder weltfremden Romantik entzogene Lebensführung der nationalsozialistischen Jugend. Das BMW.-Werk Glaube und Schönheit und weibliche Sozialarbeit verkörpert heute das Leben und die Arbeit des BDM. Die sozialpolitische Ertüchtigung der weiblichen Jugend sei die notwendige Ergänzung bep im BDM.-Werk eingeleiteten Erziehung der 17» bis 21jährigen zu gemeinschaftsverbundenen Persönlichkeiten. Erst der harmonische Zusammenklang beider Arbeitsgebiete werde über die Zukunft des BDM. entscheiden.
Die Referentin für den BDM Obergauführerin Jutta Rüdiger betonte, daß dem B D M. - Werk Glaube und Schönheit das Bestte- ben zugrunde liege, für die Entfaltung aller schöpferischen Begabung der Heranwachsenden Frauen- generationen eine sinnvolle Form des Gemeinschaftslebens zu finden. Die Entwicklung des Mädels zur Frau dürfe in dieser letzten Stufe, die durch eine Fülle künstlerischer, handwerklicher und sportlicher Neigung gekennzeichnet fei, nicht durch eine ft arte und unangemessene Dienstordnung behindert wer- den. Die Erziehung zu einem stolzen Selbstbewußt- fein und zu der natürlichen Schönheit des gesunden Menschen erfordere eine Auflockerung des Dienstes, wie sie in der Arbeitsgemeinschaft des BDM.-Wer- kes zum Ausdruck komme. Durch die vielfache Form der Sozialarbeit führe der BDM. seine Gefolgschaft zu den ursprünglichen Berufen der Frau.
Nahrungsmittelhandwerk tagt im Adolf-Hitler-Saal, das Bau- und Holzhandwerk im Schumann-Theater, das Metallhandwerk im Bürgersaal des Römer und das Bekleidungshandwerk im Volksbildungs- heim. Die Beiräte der Reichsinnungsoerbände und die Reichs- und Gaufachschaftswalter des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront finden sich um 16 Uhr zusammen. Um die gleiche Zeit nimmt das große Maienfest, das die NS.-Gemeinschcrst „Kraft durch Freude" im Palmengarten veranstaltet, seinen Anfang. Den Höhepunkt des Deutschen Hand« werkertages bildet die große Schluß kund- ge bring am Sonntag um 11 Uhr in der Festhalle. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichswirt' schaftsminister Funk werden hier zu vielen Tausenden von Amtsträgern und DAF.-Maltern des Handwerks sprechen.
Die Vorarbeiten zur Ausschmückung der Festhalle sind bereits im vollen Gange. Die Festhalle wird innen mit rund 25 000 Meter weißen Nessels bespannt und mit etwa 2000 laufenden Meter Goldlorbeer verbrämt. Gegenüber dem Eingang, hinter dem Rednerpodium, wird der Nesselstoff fächerartig gespannt. Vor ihm findet ein großer vergoldeter Hoheitsadler mit einer Spannweite von 20 Meter Aufstellung, während von der Decke herab große Beleuchtungskörper in Kugelform das Licht in den für rund 20 000 Menschen bestimmten Riesenraum strahlen werden. Wenn die Halle am 6. Mai ihre Pforrn öffnen wird, wird sie in ihrem Schmuck Zeugnis von dem künstlerischen Hochstand handwerklicher Leistungen ablegen.
Der diesjährige „Tag des Deutschen Handwerks" wird vom 5. bis 8. Mai in Frankfurt a. M. vom Deutschen Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront und vom Reichsstand des Deutschen Handwerks durchgeführt. Den Auftakt bilden die Eröffnung der Neichsausstellung, „Handwerker- Wettkampf 193 8" und die Ehrung der Reichssieger des HWK. am Donnerstag, dem 5. Mai, 16 Uhr, im Bachsaal der Festhalle durch ben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Die Reichsausstellung wird eine große Schau überdurchschnittlicher Arbeiten werden, die von dem wiedererwachten Schöpfergeist und dem technischen Können des Handwerks beredtes Zeugnis ablegen wird. Die Reihe der Tagungen wird um 18.30 Uhr mit der Tagung der Geschäftsführer und Referenten des Reichsstandes des Deutschen Handwerks im Adolf- Hitler-Saal eingeleitet. Auf ihr wird Staatsrat Schmeer die grundsätzliche Linie der künftigen Handwerkspolitik aufzeigen. Auf einer Tagung der Amtsträger und Walter des Handwerks am Freitag, dem 6. Mai, um 10 Uhr, werden der Leiter des Deutschen Handwerks Paul Walter und der kommissarische Reichshandwerksmeister Schramm das Wort ergreifen. Um 16 Uhr wird die Lehrschau „Das Lebensbild des Deutschen Handwerks" auf dem Festhallengelände eröffnet. Die Lehrschau will zum erstenmal das deutsche Handwerkerschicksal im Laufe der Jahrhunderte beleuchten und die gewaltige Geistesleistung des Handwerks
niemals zur Erschütterung der Lebensgrundlage des deutschen Gartenbaues führen. 7
muß begreifen, daß die Erzeugung von Obst und Gemüse st arten jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist, die durch Menschenhand nicht beseitigt werden können. Bei den in ben letzten Jahren durchgeführten Werbe- maßnahmen zur Unterbringung plötzlich austretender Ueberschüsse an ©artenbauproouften haben wir ge- sehen, daß der deutsche Verbraucher bereit ist, sich
Essen, 26. April. (DNB.) Heute öffnete die Reichsgartenschau Essen 1938 ihre Pforten. Ein Rundgang am Vorabend zeigte, was der Reichsnährstand und die Stadt Essen in erfolgreicher Zusammenarbeit hier im Lande der Kohle und des Eisens geschaffen hat. Mit der Reichsgartenschau, die sich auf einem fast 500 000 Quadratmeter großen Gelände ausbreitet, ist eine Ausstellung geschaffen worden, die mehr ist als eine vorübergehende Erscheinung; sie wird als Daueranlage erhalten bleiben. Von Jahr zu Jahr soll sie an Schönheit gewinnen als der große Volksgarten des Ruhrgebietes, der sich mit vollem Recht einreiht in die Zahl der großen Gartenanlagen Deutschlands und Europas. Ueberraschend ist die Fülle dessen, was der deutsche Gartenbau hier zusammengetragen hat. Der Frost und der Schneefall der letzten Tage haben dem Blühen und Spießen in dem großen Blumengarten kaum etwas anhaben können. Die Reichsgartenschau wird nicht zuletzt durch die besondere Pflege und Forderung, die sie dem Kleingarten zuteil werden läßt — ihre Aufgabe erfüllen, Fachausstellung nach den Grundsätzen des Reichsnährstandes und zugleich Volksausstellung im besten Sinne des Wortes zu sein. Sie schlägt eine Brücke zwischen Stadt und Land — das ist bas hohe Ziel, bas der Reichsgartenschau inmitten bes dicht besiedelten Ruhrgebietes mit seinen Millionen schaffender Menschen vornehmlich gesetzt ist.
Aeichsminister Darrö
eröffnete am heutigen Dienstagvormittag im Rahmen eines Festaktes die Reichsgartenschau mit einer längeren Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Das Essen von heute ist nicht mehr die Industriestadt von früher, di» angeblich so rußig ist, daß man sich jede Stunde einen neuen Kragen umbinden muß. Gerade hier im Zentrum deutscher Industrie ist die Sehnsucht nach dem Boden und nachderNatur zum Durchbruch gekommen und hat so im Rahmen eines planmäßigen Ausbaues der G a r t e n a n l a g e n der Stadt Essen auch Veranlassung gegeben, sich zum zweiten Mal für eine allgemeine, große Gartenschau zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Essen hat hierdurch allen Großstädten gezeigt, daß die Verbindung der Menschen zur Natur und zum Boden gehegt und gepflegt werden muß. Sie hat gezeigt, daß der Mensch und der Boden zusammengehören und der Gartenbau hierzu für den großen Teil unseres Volkes die Wege ebnet, dem andere Möglichkeiten durch die Enge unseres Raumes verschlossen sind. In wie starkem Maße der Gartenbau aus hieben tieferen Gründen Sack)e des ganzen Volkes ist, geht allein schon daraus hervor, daß von 17'/2 Millionen Haushaltungen in Deutschland (ohne Oesterreich) 5,5 Millionen Haushaltungen über einen Kleingarten verfügen. Diese Kleingärten sind nicht nur Nutzgärten, die der Selbstversorgung vieler Familien mit Obst und Gemüse dienen und im Zeichen unserer Devisennot natürlich besonders intensiv bewirtschaftet werden müssen, sie sind gleichzeitig Schmuck- und Ziergärten, die mit unendlicher Liebe und Sorgfalt betreut werden. Aus diesen Kleingärten hält dix Blume und Zierpflanze ihren Einzug auch in Wohnungen von Bevölkerungsschichten, die wirtschaftlich nicht in der Lage wären, sich regelmäßig Blumen zu kaufen, die sie zum Schmuck ihrer Wohnung oder zur Steigerung der Freude an Festtagen gern in ihren vier Wänden sehen. Der Nationalsozialismus hat aber auch durch die Werbung für die „Schönheit der Arbeit" den Gartenbau in Bezirke geführt, die ihm bisher verschlossen schienen. Gerade durch das Eindringen in den Alltag leistet der Gartenbau einen neuen wesentlichen Beitrag zu dem kulturellen Leben unseres Volkes.
Zu der kulturellen Bedeutung des Gartenbaues für unser Volk kommt die nicht geringere volks- wirtschaftliche Bedeutung. Diese erschöpft sich nicht in der eindrucksvollen Höhe des Produkttonswertes des Gartenbaues, der z. Z. auf rund einer Milliarde RM. geschätzt wird. Noch klarer erkennt man die volkswirtschaftliche Bedeutung des deutschen Gartenbaues, wenn man feststellt, daß der deutsche erwerbsmäßige Gemüseanbau und die Obstanlagen nur etwa 1 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche bes alten Reichsgebiets umfassen, wertmäßig aber mehr als 20 v. H. der gesamten pflanzlichen landwirtschaftlichen Erzeugung auf die Erzeugung von Obst und Gemüse entfallen.
Wir wissen, daß Obfl und Gemüse wichtig für die Volksgesundheit sind und deshalb dem deutschen Volke in wachsendem Maße zugeführt werden müssen. Es gelang, einen stark steigenden Verbrauch an Obst und Gemüse in wachsendem Maße aus Inländische^ Erzeugung zu befriedigen. Obwohl im Jahre 1937 mit 2,8 Millionen Tonnen Obst (ohne Südfrüchte), 718 000 Tonnen oder 34 v. h. mehr verbraucht wurden als im Jahre 1932, deckten wir unfern Obslbedarf im Jahre 1937 z u 8 9 v. h. aus inländischer Erzeugung gegen einen Jnlandsanleil von nur 75 v. H. an der Versorgung im Jahre 1932. Der Verbrauch an Gemüse erhöhte sich von 1932 bis 1937 um 464 000 Tonnen oder 15 v. h. auf 3 533 000 Tonneh. Gleichzeitig stieg der Anteil der Jnlandserzeu- gung am Gesamtverbrauch von 91 v. h. auf 94 v. h.
Im Jahre 1937 gelang es, durch ein planvolles Zusammenwirken von Marktordnung und Werbung eine Riesenapfelernte von 18,6 Millionen Doppelzentner zu verwerten. In früheren Zeiten wäre ein solcher Apfel feg en zum Unsegen für alle Apselerzeuger geworben. Aehnlich war es mit der Rekordernte an Kohl, die uns bas Jahr 1936 brachte. Es besteht gar kein Zweifel, daß ohne die Marktregelung damals ein vollständiger Zusammenbruch bes Kohlmarktes und ein riesiger Verderb von Kohl eingetreten wäre. Dem Obstbau wurden ganz neue Absatzmöglichkeiten durch die Marmeladeverbilligungsaktion erschlossen. Auch die ständige Steigerung des Verbrauchs von A p f e 11 a f t gibt dem deutschen Obstbau immer neue Möglichkeiten, aber auch neue Aufgaben. Zur Forderung der Obsterzeugung wurden mit Unterstützung des Reichs von 1934 bis 1937 2 820 000 Obstbäume neu gepflanzt, 234 000 Obffbäume wurden mit 4 340 000 Pfropf köpfen veredelt. Gleich- zeitig fetzte ein intensiver Pflanzenschutz - dienst ein.
Vielfach wird von dem deutschen Gartenbau verlangt, bafo er feine Erzeugnisse zu wesentlich
Berlin, 25. April. (DNB.) Am I.Mai 1938 treten die vom Reichstreuhänder für den öffentlichen Dienst erlassenen drei großen Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst in Kraft, durch die die Arbeitsbedingungen aller Gefolgschaftsmitglieder des äffentlichen Dienstes in ganz Deutschland, ausgenommen das Land Oesterreich -r zum erstenmal einer einheitlichen Regelung unterstellt werden. Die allgemeine Tarifordnung gilt für alle Gefolgschaftsgruppen gemeinsam, während die Tarifordnungen Ä und B die besonderen Verhältnisse der Angestellten bzw. der Arbeiter regeln. Die dem öffentlichen Dienst im besonderen Maße zum Nutzen von Volk und Staat gestellte hohe Aufgabe uer» pflichtet zur vorbildlichen Erfüllung der Dienstpflichten und zu einem der öffentlichen Stellung angemessenen Verhalten in und außer dem Dienst. Dieses Treueverhältnis ftndet in dem vorgeschriebenen Gelöbnis auf den obersten Repräsentanten von Volk und Staat, ben Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, seinen feierlichen Ausdruck.
Der öffentliche Dienst gilt als eine Einheit. Als Dienstzeit gilt jebe Tätigkeit rm Bereich der öffentlichen Hand, gleichviel in welchem Verhältnis, ob als Beamter, Angestellter oder Arbeiter, und in welchem Dienstzweige, ob beim Reich, einem Lande, bei einer Gemeinde usw. sie verbracht ist. Dementsprechend wird auch die Kriegs- dienstzeit, die Militär - und Arbeits- dienstzeit einschließlich der Hebungen auf die Dienstzeit angerechnet. Weitere Auswirkungen des Treueprinzips sind die Verlängerung der Treudienstpflichten und die Einführung der Unkünd- barfeit nach 25 Jahren sowie die Dienstzeitzulagen und das Treugeld. Neu eingeführt ist eine zusätzliche Wachenhilse für weibliche Gefolgschaftsmitglieder, ein erhöhter Urlaub für Jugendliche und eine Erhöhung der Kinder Zuschläge. Den im Krieg und im Frei- heitskampf der Bewegung in ihrer Gesundheit Ge- schädigten werden auch bei verminderter Leistungsfähigkeit die vollen Dienstbezüge gesichert; ihrem erhöhten Erholungsbedürfnis ist durch einen Zusatzurlaub Rechnung getragen. Schließlich hat der Reichstreuhänder für den öffentlichen Dienst auch eine Nachprüfung der die örtliche Lohnhöhe regelnden Ortslohn staffeln mit dem Ziel einer Neuordnung in die Wege geleitet, die aber zur Zeit wegen der erforderlichen umfangreichen Feststellungen noch nicht abgeschlossen ist. So bringt das neue große Tarifwerk die einheittiche Ausrichtung auf dem wichtigen Sondergebiet1 bes öffentlichen Dienstes und hebt zugleich den Lebens- stand der mehr als 100 000 im öffentlichen Dienst Schaffenden auf die Höhe, die im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Gescrmtvolkes zur Zeit erreichbar ist.
Die Tarifordnungen werden zusammen mit ben in derselben Ausgabe des Reichsarbeits
Mittelschnl-Zinanzgesetz in Preußen.
Berlin, 25. April. (DNB.) Die neueste Aus- Sabe der Preußischen Gesetzsammlung enthält ein Ittttelschulfinanzgesetz. Es bringt für die Unterhaltung der öffentlichen mittleren Schulen in Preußen eine einheitliche, in sich geschlossene Regelung. Es vereinfacht dabei das bisherige Verfahren bei der Aufbringung der Lasten und führt eine finanzielle Verbesserung vor allem dadurch herbei, daß es die Beteiligung des Staates an den Kosten der Unterhaltung der öffentlichen mittleren Schulen in einem bestimmten Verhältnis zu diesen festsetzt — unabhängig von dem Staatsanteil an den Dolksschul- lasten.
Fortgang des Reichöberufsweitkompses.
Hamburg, 25. April. (DNB.) Nach den Sportkämpfen des Reichsberufswettkampfes am Sonntag begannen am Montag die Prüfungen in Berufstheorie und Weltanschauung. Wettkampfstätten waren Berufsschulen Hamburgs, geprüft wurde in vier Leistungsklassen, be-- handelt wurden dabei Fragen der aktuellen Welt- polittk. Ein einmaliges Bild boteh die Hauswirt- fchaftlichen Wettkämpfe in den Hamburger Zoo-Hallen. 5000 Mädel kochten, 200 plätteten und 730 faßen an Nähmaschinen, um ein Kleidungsstück für Kinder zu nähen. In der 2. Berufsschule waren die 500 über 23 Jahre alten weiblichen Wettkämpfer aus allen deutschen Gauen zusammengekommen, unter ihnen Fabrikarbeiterinnen, Wohl- sahrtspflegerinnen, Näherinnen, Friseusen, überhaupt jeder Beruf, in dem Frauen tätig find. Ihre zusätzliche hauswirtschaftliche Aufgabe begann mit dem Kesselscheuern und endete mit der Zubereitung eines zum Aufträgen fertigen Gerichtes.
Der Verbraucher Adelten de ia von Obst und
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