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Sportamt ASG.Kraft durch Freude".

Sämtliche Sportstunden fallen in der Zeit vom 24. Dezember 1938 bis einschließlich 2. Januar 1939

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Unter Vorsitz des Reichsfachamtsleiters für Schi­lauf, Gustav R ä t h e r (Erfurt), tagte in Oberhof der Organisationsstab für die Deutschen und Wehr- machts-Schimeisterschaften, die dort vom 2. bis 5. Januar zur Durchführung gelangen. Zunächst wurde die völlig umgebaute Hindenburgschanze be­sichtigt, die nahezu fertiggestellt ist. 22 Meter hoch ragt der Anlausturm über die gleichfalls neugeschaf­fene Anlaufbahn. Der kritische Punkt des neuen Profils ist von 60 auf 65 Meter verlegt worden, so daß bei den Titelkämpfen Weiten von 70 Meter möglich sind.

Der neue 14 Meter hohe Kampfrichterturm wird nach dem Vorbild der großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen geschaffen und befindet sich zur Zeit noch im Bau. Die Zuschauertribünen wer­den erheblich erweitert, so daß bei den Meisterschaf­ten rund 70 0 0 0 Zuschauer die großen Ereig­nisse miterleben können. Auch die alte Wadeberg­schanze, einige hundert Meter von der Hinbenburg- schanze entfernt, wird ausgebaut. Sie wird einmal Trainingszwecken dienen, zum andern wird man auf ihr den Kombinations-Sprunglauf durchführen, soltt Ö'C Sch"eeverhältnisse es erforderlich machen

Weber die Streckenführung teilte Gaufachwart Endtner mit, daß die gesamte Organisation hier­für als beendet angesehen werden kann. Die Loipen sind so gelegt, daß sie auch bei schlechten Schnee­verhältnissen den Anforderungen genügen. Lediglich bei der 4 X 10-Icm-Staffel wird bei ungün­stiger Schneelage noch eine Nenderun--« notwendig [ein. Auch die Vorbereitungen für das Nachrichten-

Blauweißen im Kreise Gießen. Bei den Aufstieg­spielen konnte sich einer so wenig durchsetzen wie der andere. In dieser Serie ^ziehen beide wiederum an demselben Strick. Durch Wechsel im Mannschafts- gefüge gestaltete sich d-as Abschneiden nicht so, wie es gerne gewünscht wird. Bei diesem Spiele haben die Gastgeber nun erstmals wieder ihre komplette Elf zur Stelle, während die Blauweißen für in Ur-, laub befindliche Spieler Ersatz einstellen müssen. Mit der Mannschaft: Fischer, Bankok, Lippert, Gün­ther, Jäger, Schäfer, Rost, Schellhaas, Koch I., Hor- mel, Koch II. und den Auswechselspielern Kociok und Theiß hofft man trotzdem auf ein einigermaßen günstiges Abschneiden.

Jugendfußball der Spielvereinigung 1900.

Das bereits mit Nürnberg abgeschlossene Freund­schaftsspiel der 1. Jugend wurde in letzter Minute abgesagt. Dennoch spielen zwei Jugendmannschäften der Spvg. 1900. Die Ia-Jugend der Bluu-Weißen wurde, um gestellt und der Sturm wurde verstärkt. Wie sich die neuaufgestellte Ia-Jugend der Blau- Weißen gegen die HJ.-Mannschaft Rodh-eim im Bann 88 schlagen wird, bleibt abzuwarten.

Ein großes Spiel hat die Ib-Jugend der Spvg. 1900 in Garbenteich zu bestehen. Garbenteich war­tete in den Bannmeisterschaften mit hohen Tor­ergebnissen auf und ist erster Anwärter auf den Titel. Man ist gespannt, wie sich der Führer der Gruppe II 1900 Ib-Jugend gegen die Jugend von Garbenteich schlagen wird.

Am 2. Feiertag fahren beide Jugendmannschaften der Blau-Weißen nach Ehringshausen, um Freund­schaftsspiele gegen die Jugendmannschaften des Bezirksklassenneulings auszutragen. Die Spielstärke der Jugendmannschasten Ehringshausen, die um die Bannmeisterschaft des Bannes 88 mitspielen, ist wenig bekannt. Die Ila-Jugend und" die Ilb-Jugend der Blau-Weißen sind spielfrei.

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es das letzte Gastspiel, denn neben drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus wurde

den unverbesserlichen Gewohnheitsverbrecher und Trinker die Sicherungsverwahrung

Gtraßenwärter im Dienste der Verkehrssicherheit Gchulungstagung der oberhessischen Gtraßenwärter.

heit des Straßenverkehrs bewußt fein möchten, sprach

' Regierungsasseffor Enders

über die D e r k e h r s b e sch i ld e r u n g. Er be­tonte, daß die Verkehrsbeschilderung zum guten Straßenbild gehöre. Die Zeiten, da der alte, wind­schiefe, hölzerne ober der verrostete gußeiserne Weg­weiser zu langwierigem Studium zwang, feien end­gültig vorbei. In feinen Darlegungen schilderte der Redner die verschiedenen Verkehrszeichen, die in vier Hauptgruppen zu teilen sind. An Hand von Lichtbildern erläuterte er Form und Art der Weg­weiser, der Warnzeichen, der Gebots­und Verbotszeichen und der Hinweis- z e i ch e n. Die umfassende Darstellung dürfte den Straßenwärtern sehr willkommen gewesen sein.

Gauberufsreferent der OAK.

Portemeyer-Frankfurt a. M.

hielt dann einen Vortrag über nationalsozia- listische Wirtschaftsgestoltung. In gro­ßer Ueberschau sprach er zunächst vom Ausbau der Schulung für die Straßenwärter, forderte inten­sivere Schulungsarbeit, gab Anregungen dafür, wie die Schulung anregend gestaltet werden könne, und ließ die Vorteile einer betriebsgebundenen Schulung erkennen, die darin bestehen, daß durch die Aus- und Weiterbildung des Straßenwarts auch der Straßenwärter als Facharbeiter anerkannt werde.

Dann beschäftigte sich der Redner in großer Linie mit nationalsozialistischer Wirtschaftsgest'altung, kenn­zeichnete die großen wirtschaftlichen Notwendigkeiten für unser Volk, wies auf das Bestreben hin, der Wirtschaft die natürliche Entwicklung und Aus­wirkung zu geben, er erläuterte ferner die über­ragende Bedeutung des deutschen Arbeiters inner­halb der deutschen Wirtschaft, die nun nicht mehr vom jüdischen Kapitalismus bestimmt fei. Die deut­sche Wirtschaft werde nicht mehr von Börsenmanö- vern her, sondern von der tatsächlichen Arbeits­leistung bestimmt. Der Vortrag ließ die Zuhörer einen tiefen Einblick in die Wirtschaftsführung un­serer Zeit gewinnen.

Mit dem Gruß an den Führer und mit dem Ge- sang der Lieder der Nation fand die Schulungs­tagung ihren Abschluß.

Am zweiten Feiertag steigt auf dem Waldsport­platz in Gießen ein Großkampf im Fußball. Die Gäste aus Wien, der Brigittenauer A. K., werden in stärkster Besetzung spielen. Man wird vollendeten Fußball erwarten dürfen. Der VsB.-Reichsbahn hat alles getan, um einen einwandfreien Spielverlauf zu sichern. Der Platz ist von den Schneemaffen be­freit, ebenfalls die Stehplätze der Zuschauer. Vor dem Spiel wird der Kreisgeschäftssührer der NSDAP., Pg. Wagner, die Gäste aus der Ost­mark im Namen des Kreisleiters begrüßen und sie in den Mauern Gießens willkommen heißen. Die Grünweißen sind für dieses Spiel, das zugleich ein Lehrspiel sein soll, bestens gerüstet. Die Grünweißen, bic gegen auswärtige Gegner immer gut abschnitten, haben eine starke Mannschaft ausgestellt. Es spielen: Wunberlich (Hermannia Kassel); Leutheuser I, Leut- Heuser II; Krämer, Heß, Kramer; Berlenbach, Fi­scher, Geslar, Gorissen (beibe Sp.Cl. Eschwege), Lehrmunb.

Mit biefer Aufstellung wirb sich die Mannschaft bes VfB.-Reichsbahn sehen lassen können, außer ben bewährten Kräften stehen einige neue Spieler in ber Elf, beren Können oftmals unter Beweis ge­stellt würbe. Außer Wunberlich, ber in Kassel sehr bekannt ist, spielen Geslar unb Gorissen, beibe Esch- wege, bie in ihrer Mannschaft bie Tore schossen. Geslar wirkte vor vierzehn Tagen mit unb schoß allein vier Tore. Wenn man auch nicht so ver­messen sein barf, an einen Sieg zu glauben, so wird die Elf doch dem großen Gegner alles Können ab­verlangen.

tauferSad) - 4900.

Die Blauweißen müssen am 2. Weihnachtsfeiertag nach Lauterbach zur Einlösung einer Rückspielver­pflichtung. Seit dem Vorspiel, das Unentschieden 1:1 endete, hat sich bei beiden Mannschaften der gleiche Wechsel vollzogen. Lauterbach war im ver­gangenen Jahre im Kreis Fulda Meister, wie bie

nischen Vorfahren bis zu ben Straßen bes Führers, ben Reichsautobahnen. Er wies insbesonbere auf bie Belebung hin, die das Straßenbauwesen durch bie Entwicklung des Motorfahrzeuges erfuhr. Der Führer, ber während der Kampfzeit im Kraftwagen eine Million Kilometer gefahren sei, kenne das deutsche Straßennetz unb wisse bie Arbeit gerabe ber Straßenwärter zu schätzen. Für bie Straßen­wärter sei es notwendig, bie Bebeutung der Straßen zu kennen, um von diesem Wissen her die Arbeit mit allem Verständnis zu leisten.

In seinen weiteren Ausführungen wandte sich Regierungsbaurat Le inert bann ber Technik der Straßenwartung zu, erläuterte den Aufbau einer guten Straße, die Voraussetzungen dafür, kenn­zeichnete die Hauptfeinde des Straßenkörpers unb umriß die vielen Möglichkeiten der Arbeit um die Elchaltung der Fahrbahnbecke. Weiter wies er dar­auf hin, daß ber Straßenwärter von hohem 23er« antwortungsbewußtsein erfüllt sein müsse, denn allzu leicht könne es sein, .daß ein Schaben in der Fahrbahnbecke bie Ursache eines Verkehrsunfalles werben könne, dessen Folgen nicht abzusehen seien. Vor allem gelte es, kleine Schäden sofort in An­griff zu nehmen, damit es nicht zu großen Schäden kommen könne; er gab genaue Anweisungen über das zweckmäßige Ausflicken von Schlaglöchern unb beschäftigte sich ebenso eingehend mit ber Pflege ber Bankette, der Straßengräben, der Brücken, der Wasferburchläfse, der Markierungs- unb ber Kilo­metersteine usw. Ein weiterer Abschnitt des Vor­trages war ben rechtlichen Fragen ber Haftung bei Unfällen, bie burch ben Zustand der Fahrbahndecke entstanden sind, gewidmet.'

Anregungen wurden außerdem für die rasche Beseitigung von Schneeverwehungen unb ber Glatteisgefahr gegeben unb schließlich noch bie Form ber Absperrung bei im Gang befinblichen Straßenbauarbeiten burchgesprochen.

Der Redner schloß seinen Vortrag mit der Auf­forderung, bie gegebenen Anregungen zum Wohle ber Allgemeinheit in bie Tat umzufetzen. Der Vor­trag würbe von ben Straßenwärtern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

Nachbem ber Vertreter der Landesregierung, Re­gierungsbaurat Wagner (Darmstadt), den Ar- beitsfameraben herzliche Weihnachtsgrüße entboten unb barauf hingewiefen hatte, baß sich bie Straßen­wärter jeberzeit ber Verantwortung um bie Sicher-

Hastigkeit und Selbstbeherrschung dazu gehören, so em Ding sauber hinzukriegen.

In Münster gibt es nur Modelle, an denen alle gebaut haben, die dafür in Frage kommen: die «chüler und der leitende Lehrer. Einer richtet bie Holme zu aus bünnen unb glatten Holzleisten, ber anbere sägt bie Rippen aus, ber dritte gibt Hand­reichungen, der vierte bereitet ben Leim, bie Le­spannpapiere jeder an seinem Platz hilft zur end­gültigen Fertigstellung. So hat auch jeder Teil am Siea. An besonders schwierigen und neuen Stellen greift dann auch der Lehrer einmal ein, hilft und gibt den letzten Schliff. Wieviel Stunden verrinnen, bis der silberne Vogel endlich fertig ist! Es sind aber unvergeßliche Stunden, wenn der Vogel sich einmal im Winde hebt unb kreist, wenn vor ftaunenben Augen fast mühelos ein Mobell zu schweben be­ginnt, im günstigen Winb immer höher steigt, burch- leuchtet vom golbenen Sonnenlicht, bas auf die silberweiße Bespannung bie feinen Schatten der Rippen wie ein Filigranmuster zeichnet, die we­nigen Minuten solchen Staunens lassen die Mühe vergessen, alle Arbeit vorher für nicht zu viel er­achten angesichts dieses wunderbaren Erlebnisses, daß dieses unsrer Hände Werk bie Schwere über« roinbet unb hineinschwebt in bas blaue Firmament, als müsse unb könne es gar nicht anders fein.

Vergessen ist bann auch ber Aerger über die Tücke des Objekts, über wundgescheuerte und verstochene Finger, über Dinge, die nicht klappen wollten unb auch über manches törichte Geschwätz solcher, die solche Dinge für kindisch erachten und den tiefen Sinn nicht sehen wollen.

Es geht, auch bei uns ganz kleinen Modellbauern in ber einklassigen Landschule, nicht um uns, auch nicht um einen schönen, wenn auch mühevollen Zeitvertreib. In dem, was wir hier schaffen und erschaffen, in dem, w i e wir das tun, offenbart sich ber Wert unb bie Kraft unseres Wesens. Eine Auf­gabe haben, sie bewältigen unb ihr bie Treue hal­ten, nicht feige baoonlaufen, wenns nicht gleich klappt, bas macht uns erst wert, beachtet zu werben.

Es ist auch nicht so gewesen, als feien bie Siege unversehens gekommen. Siege kommen höchst selten unversehens. Sie sinb meist bie Frucht einer lan­gen, zielbewußten unb zähen Arbeit. Zwar, es gab auch bei uns manchesmal mübe Hänbe unb noch müdere Herzen. Aber bas einmal begonnene Werk würbe nicht aufgegeben. Unb gerabe bies ist doch auch ein entfcheibenber Gewinn, viel entfcheibenber als ber für unsre kleine Schule immerhin beachtliche Erfolg. Zur Zeit vielleicht noch oerboraen, weil bie Früchte solcher Erziehung nicht immer sofort augen­scheinlich zu werben pflegen.

Wir haben in den letzten etwas mehr als drei Jahren über vierzig Modelle gebaut. Ihre Geschichte zu schreiben wäre interessant, aber zu schwer. Heber die Hälfte davon ist in Verlust geraten. Manches Mobell am Tage vor bem Wettbewerb, als ein Probestart noch einmal bie Flugfähigkeit überprü­fen sollte. Mit welchen Gefühlen man solchen ba- vonsegelnben Mobellen nachschaute, ist leicht zu er­messen. 1935 würbe erstmalig gebaut. 1936 gab es zwei Erfolge. Beim Ausstellungs- unb Bauwettbe­werb in ber Pestallozzifchule zu Gießen ein zweiter Platz, und im Wettbewerb auf dem Alteberg ein Sieg. Das Modell war baoongefegelt und wurde nicht mehr gefunden. Im folgenden Jahre gab es bei vier gemeldeten Modellen zwei erste Plätze und die Tagesbestzeit für einen Start. Auch diesmal geriet das Siegesmodell in Verlust. Nach einem Flua von 267 Sekunden verschwand es über dem Krofdorfer Forst und ward nie mehr gesehen. Und dieses Jahr gab es in verschiedenen Klassen insge­samt sechs Siege. Ein Tropfen Wermut fiel insofern in bie Freube, als auf dem Wege zum Wettbewerb drei der aussichtsreichsten und besten Modelle, die auf Probeflügen zu Haufe bie weitaus besten Zei­ten erzielten, zerbrachen unb nicht eingesetzt werben konnten.

Aber alle Enttäuschungen haben nicht vermocht, die Arbeit unb bie Ausbauer zu hemmen. Der Weg der Fliegerei ist ein Weg bes Opfers. Die Opfer aber können nur immer wieder zu neuen Versuchen an­spornen unb wenigstens einen Teil von bem wahr­machen, was auf bem Denkmal ber Wafserkuppe steht:

Wir toten Flieger blieben Sieger durch uns allein!

Volk, fliege du wieder, und du wirst Sieaer durch dich allein.

Aus ganz Oberhessen kamen am gestrigen Freitag die Straßenwärter nach Gießen, um in einer Schu­lungstagung bie Ausrichtung für ihre Arbeit im Jahre 1939 zu erhalten. Die sehr gut besuchte Ta­gung fand im Cafe Leib statt.

Regierungsbaurat Leinert begrüßte bie Ar- beitsfameraben, bie trotz ber ungünstigen Witterung und Verkehrsumstänbe zahlreich erschienen waren, unb hieß insbesondere den Vertreter ber Lanbes- regierung, Regierungsrat Wagner, ferner ben Ortsgruppenleiter Thomas (Gießen-Norb) unb ben Gauberufsreferenten Portemeyer (Frank­furt a. M.) willkommen. Anschließend gab er einige geschäftliche Mitteilungen zur Kenntnis unb wies insbesonbere daraus hin, baß

mit Wirkung vom 1. April 1939 das bisherige hessische Straßenbauamt Gießen eine Verände­rung erfahre. Ein Teil des Amtes werde abge­zweigt, nach Schotten verlegt und für die kreise Lauterbach und Büdingen zuständig. Das Stra- henbauamt Gießen bestehe für die kreise Gie- < ßen, Friedberg und Alsfeld weiter.

Ferner gab er davon Kenntnis, daß ab 1. April bie Straßenwärter nur noch entroeber für Reichs­straßen, für Straßen I. ober für Straßen II. Ord­nung zuständig sein könnten. Eine Verbindung der Zuständigkeit für Straßen verschiedener Ordnung bestehe ab 1. April picht mehr. Im Anschluß daran hielt

Hegierungübaurof Leinert

einen Vortrag über das ThemaDie Unter­haltung der Straßen,die Pflege des Straßenbildes in der Landschaft und bie Erhaltung bes Straßenzustandes im Interesse der Verkehrssicherheit". In seinen Ausführungen umriß er die Aufgaben des Straßenwärters, den er als den Frontsoldaten der Straßenbauverwaltung bezeichnete. Straßen­wartung sei unmittelbarer unb täglicher Dienst am Volke. Der Vortragende entwickelte ein außerordent­lich interessantes kulturgeschichtliches Bild des Stra­ßenwesens. Er erinnerte an die Straßenbaukunst der Römer, bie in der Blütezeit ihres Weltreichs bis zu 90 000 Kilometer Straßen unterhielten und in ihrer Straßenbautechnik vorbildlich waren. In großen Umrissen kennzeichnete er die Entwicklung in Deutschland, vom Bohlenweg unserer germa-

wesen, für bas die Nachrichten-Abteilung 40 Ohrdruf verantwortlich zeichnet, können als abgeschlossen be­trachtet werden. Für den Fernsprechbienst ber Presse werben u. a. zwei Kabel für birefte Verbindungen mit Berlin gelegt.

lieber bie örtliche Organisation sprach Bürgermei­ster Jacob i. Aus seinen Ausführungen ging her­vor, baß für bie Teilnehmer 8 5 0 Quartiere b e reitgestellt werben müssen. Wie stark bas Interesse an ben ersten großbeutschen Schimeister­schaften ist, erhellt bie Tatsache, baß Sonderzüge aus Nürnberg, Halle, Westdeutschland usw. erwartet werden. Allein aus Thüringen kommen 10 bis 12 Sonderzüge nach Oberhof. Um auch der Jugend die Teilnahme an den Titelkämpfen zu ermöglichen, werden am 4. Februar 6 ober 7 Schüler-Sonberzüge nach Oberhof geleitet werben. Alles in allem hat diese Vorbesprechung ergeben, daß Oberhof bestens gerüstet ist, so daß bie ersten großbeutschen Titel­kämpfe einen roürbigen Verlaus nehmen werben.

Teilnebmer-Leschränkung

bei den Schi-Westmeisterschasten

Dem Drängen verschiedener ihr angeschlossenen Nationalverbänden nachgebend, hat bie FIS., ber Internationale Schi-Verband, die Zahl ber Teilneh­mer an ben Schi-Weltmeisterschaften auf höchstens 30 pro Wettbewerb festgesetzt. Bisher war bie Zahl unbegrenzt, was für bas jeweils veranstaltenbe Lanb ben Vorteil hatte, alle Wettbewerbe unbehin­dert stark besetzen zu können. Den Nachteil hatten bann die Gastmannschaften, bie sich nur schwer ober gar nicht burch den Troß ber allzu vielen Einheimi­

schen durchkämpfen konnten. Laut Beschluß des FIS.-Vorstandes soll nun in Zakopane erst­malig der Versuch unternommen werden, die Zahl auf je 30 pro Wettbewerb zu beschränken. Auch bas ist immer noch zuviel, zumal es im 18-Kilometer- Langlauf burchaus möglich ist, baß eine Nation mit 60 Mann antritt, nämlich 30 für den Spezial­und 30 für den Kombinations-Lauf, und es ist nicht einzusehen, weshalb man nicht auch in den nor­dischen Wettbewerben genau so wie in den alpinen mit je vier Teilnehmern auskommt. Die FIS. jeden­falls könnte auch in dieser Beziehung an den dies­bezüglichen olympischen Bestimmungen ein Beispiel nehmen.

Die Schweiz in Zakopane.

An den Schi-Weltmeisterschaften 1939 in Zakopane nimmt die Schweiz nach einem jetzt erfolgten Be­schluß mit einer starken Mannschaft teil. Sie entsendet Zwei Springer, acht Vertreter für Langlauf und Kombination und je vier Männer und Frauen für die alpinen Wettbewerbe.

Deutsche internationale Sprungrichter.

Der Internationale Schiverband hat folgende deutsche Sprungrichter als internationale Kampf­richter anerkannt:

,«K"ltav Räther (Erfurt), Franz Martin (Wien), Peter le Fort (Berlin), Albert Bild- st e i n (Velden), Hermann Hasse (Hirschberg), Ru­dolf Klinger (München), Guy Schmidt (Mün­chen), C. I. Luther (München), Fred Schatz (Innsbruck), Julius Götz (Wangen).

Deutschlands Abfahrtsläufer.

Das, Fachamt Schilauf im DRL. hat durch die Eingliederung der Ostmark eine Reihe ganz erft« tlaffiaer Schiläufer gewonnen. In ber Klasse ber Abfahrts- und Torläufer dürfte Deutschland heute die stärkste Nationalmannschaft ber Welt stellen können. Insgesamt 15 Läufer ber Ostmark sinb in bie Leistungsklasse I aufgenommen worden, und Zwar: 1. Willy Walch, 2. Eberhard Kneißl, 3. An- ton Seelos, 4. Johann Seelos, 5. Rudi Matt, 6. Friedl Pfeiffer, 7. Jofl Gstrein, 8. Andi Krallinger, 9. Thaddäus Schwab!, 10. Matthäus Maier, 11. Friedl Wolfgang, 12. Siegfried (Engi, 13. Huppert Kotfchy, 14. Franz Zingerle, 15. Peter Radacher.

Weder Kampf

um den Hindenburg-pokal.

Mit der Heimkehr des Sudetenlandes ins Reich ist auch das tschechische Bauden-Bollwerk im Adler­gebirge, und damit auch die Masaryk-Baude auf dem Sattel der Deschny-Koppe, deutsch geworden. Mit der Bewirtschaftung wurde Hans Göbel von der Hin- denburg-Baude betraut, und die Baude trägt jetzt den Namen des Führers. Göbel will noch in diesem Winter wieder die Rennen um den Führer-Preis unb ben Hinbenburg-Pokal veranstalten, in beren Sieger­lifte Namen wie Leupolb, Lantschner unb Hollmann stehen. Der letzte Sieger war f1935 ber Schlesier Wiebeck. Seitbem ruhten biese Wett­bewerbe.

Reges Leben im Turnverein Wieseck.

Die Turner unb Turnerinnen hatten in ben letzten Wochen ein sehr reichhaltiges Arbeitsprogramm. Außer den planmäßigen Turnstunden wurden alle Lehrgänge für Turner unb Turnerinnen besucht. Schöffmann unb Bettin turnten in Sinn um bie Kreismeisterschaft, Schöffmann besuchte ben Lehr­gang ber Gaubesten in Heuchelheim unb nahm bort am Schauturnen teil; Bettin machte in ber Woche vom 5. bis 10. Dezember einen Lehrgang an ber Reichsakabemie in Berlin mit unb turnte anschlie­ßend mit Schöffmann zusammen in der Kreisriege bes Kreises 8 in Bab Ems mit bem besten Erfolg.

An ben Feiertagen tritt für bie Aktiven bie wohl- oerbiente Ruhepause ein. Dafür bestreiten am ersten Feiertage bie Kleinsten basProgramm für bie Fa­milienfeier. Sie bringen mit Märchenspielen eine Abwechslung in bie Vorführungen bes Jahres. Auch bei ber Silvesterfeier, für bie "bie Wißmarer Spiel­schar ihre Mitwirkung zugefagt hat, brauchen die Turner unb Turnerinnen einmal nur Zuschauer zu sein.

Tovesurteil gegen Arabänder bestätigt

LPD. Das Reichsgericht hat die von dem 25 Jahre alten Heinrich Prabänder aus Mainz- Ginsheim gegen das Urteil des Schwurgerichts Mainz vom 10. November d. I. eingelegte Revision als unbegründet verworfen. Nunmehr ist Brabänder wegen Mordes zum Tode unter Aberkennung der Ehrenrechte auf Lebenszeit rechtskräftig verurteilt. Brabänder hatte sich am 9. August 1938 an einem siebenjährigen Mädchen in scheußlicher Weise ver­gangen und daraus das bedauernswerte Kind mit Vorsatz und Ueberlegung ermordet.

Raubüberfall in Worms aufgeklärt.

LPD. W o r m s , 23. Dez. Am 15. Dezember gegen 13 Uhr war in Worms in einem Hausflur auf einen Milchausträger ein Raubüberfall verübt wor­den. Die von der Kriminalpolizei aufgenommenen Ermittlungen ergaben noch am gleichen Tage, daß' es sich bei dem Täter um den am 2. Juli 1921 zu Westerfilde bei Dortmund geborenen Günter Scheunert handelte. Scheunert ging nach ber Tat flüchtig unb konnte am 20. Dezember burch Beamte der Kriminalpolizei Karlsruhe fest genommen werben.

Nit 18 Vorstrafen in Sicherunqsverwabrnng.

LPD. D armstad t, 23. Dez. Ständiger Gast vor ben Schranken bes Gerichts ist ber 41 Jahre alte Wilhelm Dyroff aus Darmstadt, der bereits 18mal vorbestraft ist. In feinem Strafregister sind auch einige Zuchthausstrafen vermerkt. Er hatte sich neuerdings wegen Betrugs im Rückfall in Tat­einheit mit Prioaturkunbenfälfchung vor der Gro­ßen Strafkammer zu verantworten. Diesmal war