Itr.501 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)24-/25.vezember iy38
Schüler bauen Segelflugmodelle.
Interessanter Besuch in der Dorfschule zu Münster bei Lich.
Sorgfältig ausgearbeitete Pläne sind die Grundlage für den Modellbau.
„3a", — „aber", — so sprechen viele Menschen, die nie den Mut haben, bedingungslos zuzustimmen. Diese Aber-Leute sagen vielleicht: „Ja, Fliegen, sehr schön, wunderschön, aber müssen denn schon diese Pimpfe bauen? Die verstehen doch nichts davon. Was soll da schon bei rauskommen, wenn solche Kinder sich an so schwierige Dinge wagen. Und in der Schule nun erst! Sogar auf so einer kleinen Landschule, wo die Zeit sowieso schon kaum reicht für das Notwendigste im Unterricht? Da hat doch auch niemand ein Interesse daran. Die Kinder nicht und die Eltern erst recht nicht." Solcherlei muß man oft und noch Schlimmeres hören und sich den Mut nicht verdrießen lassen. Eltern sind gar oft andrer Meinung wie ihre Jugend. Die Zeit aber bleibt nicht stehen. Sie eilt und geht auf und davon. Wer sich ihrem Rhythmus nicht angleicht, bleibt zurück. Die Jugend aber hält leichter Schritt als das Alter und die, die mit Gewalt alt fein wollen.
Nein, — wir wissen, daß unsere Jugend mit Begeisterung fliegt und mit Sehnsucht daran denkt,
Alle Aufmerksamkeit bei der Arbeit an der Laubsäge.
I
einmal fliegen zu können, so, wie unsre Großen im Reich der Luft geflogen haben. Aber wie im Nationalsozialistischen Fliegerkorps, so auch bei uns in der Schule: vor dem Fliegen steht etwas anderes, wovon allerdings weder die Jungs, noch die Alten zunächst etwas wissen: Die Arbeit und die Erprobung. Und darum ist es auch einmal interessant, einen Blick in den Baudienst der „fliegenden Jugend" zu tun, um zu erfahren, was eigentlich alles vor dem Flug, vor dem segelnden Modell, das sich anschickt, einen Sieg zu erringen, getan worden ist, und was die flugbegeisterte Jugend zu tun hatte.
Unser Bericht über den letzten Segelflugwettbewerb der Schulen des Kreises Gießen auf dem
Alteberg — vgl. Gießener Anzeiger Nr. 252 vom 27. Oktober 1938 — zeigte eigentlich nur den Schlußpunkt einer ganzen Jahresarbeit. Unser Bericht heute und die Bilder zeigen und lassen einen Blick tun in die Zeit vor diesen Schlußpunkt. Er zeigt die Arbeit in den Schulen und bei den Schülern, lieber 200 waren es auf dem diesjährigen Wettbewerb aus Schulen des Kreises und der Stadt. Es ist einleuchtend, daß die kleinen, einklassigen oder wenig gegliederten Schulen auf dem Lande an sich den großen Stadtschulen und höheren Schulen gegenüber benachteiligt sind. Um so bemerkens^- werter wird dadurch die Tatsache, daß diese kleinen Schulen dennoch unter den ersten Preisträgern zu finden sind.
Zu den ersten Schulen des Kreises, die Modelle bauten und fliegen ließen, gehört die kleine einklassige Volksschule in MÜnster (Kreis Gießen) am Fuße des Vogelsbergs zwischen Lich und Grün- berg. Seit vier Jahren arbeiten die Schüler der beiden ältesten Jahrgänge am Bau der verschiedensten Modelle, um sie im Herbst auf xbem Alteberg mit wechselndem Glück segeln zu lassen. Der Erfolg ist den Jungens treu geblieben, denn jedes Jahr hat Siege gebracht. Es hat aber auch Mühe und Arbeit genug gekostet.
Münster ist nicht so groß und ist auch keine „wohlhabende" Gemeinde. Man darf also nicht denken, daß wir Flieger groß Unterstützung gefunden hätten. Unsere Werkstatt ist ^er Schulsaal, roenn’s auch schöner gewesen wäre,* wir hätten eigne Räume dazu zur Verfügung. Aber das besagt ja nichts. Je schwieriger oft die äußeren Umstände, um so zäher der Wille zu ihrer Üeberminbung. So auch hier: Zum Bauen von Modellen gehört zunächst Werkzeug. Gutes Werkzeug, nicht die Art, wie man es häufig in den Werkzeugschränken oder Ecken landwirtschaftlicher Betriebe findet, vom Zahn der Zeit benagt, und von der Patina eines ehrwürdigen Alters überhaucht. Werkzeug aber kostet Geld. Noch mehr Geld kostet unter Umständen das Material zum Bauen der Modelle. Errungene Geldpreise, gelegentliche Zuwendungen des Kreises und der Regierung, vielleicht auch der Gemeinde, vor allem aber die stille usid feinste Art der Zuwendungen solcher, die ihre rechte Hand nicht wissen ließen, was die linke tat, haben doch nach und nach zur Beschaffung des Werkzeugs und des Materials geführt. Kostet doch das Rohmaterial für ein größeres Wettbewerbmodell fast 20 Mark. Und wie schnell ist oft dieser Wert in den Aesten eines Baumes zu einem hoffnungslosen und wertlosen Wirrwarr geworden. Der Weg der Fliegerei, auch der Modellfliegerei, ist ein Weg voller Dornen, manchmal, selten genug, ein Weg stolzer Siege und Erfolge, in den meisten Fällen aber ein Weg schwerer Enttäuschungen und zerbrochener Hoff
nungen. Gerade aber hier erweist sich die.Wahrheit dessen, was oben gesagt wurde: Im Bauen erweist sich der Wert des angehenden Fliegers. An den Trümmern einer eben zunichte gewordenen Hoffnung, an den Bruchstücken eines in monatelanger Arbeit erbauten Modells, erweist sich die Stärke eines menschlichen Charakters. Die Jugend, die fliegt und baut, immer wieder von vorn anfangen kann, selbst nach den jämmerlichsten Fehlschlägen, sie wird die beste sein und bleiben.
Denn nicht entscheidend ist bgi der Erziehung der Menschen, die sich der Fliegerei verschreiben, der Sieg in einem Wettbewerb — die Art und Weise, wie ein Junge mit einem tückischen Zufall fertig wird, der fein aussichtsreiches Modell in letzter und entscheidender Sekunde zerschlug und damit seine Hoffnungen zerstörte^ ist wertvoller und unter Umständen ein größerer Sieg als ein erster Platz. Nicht der Tag des endlichen und großen Erfolges entscheidet bei dieser Arbeit: Viel eindringlicher ist die Erkenntnis und erfolgreiche Üeberminbung ber Aufgabe unb Muhe vorher. Die Aufgabe und ihre Bewältigung macht den ganzen Kerl. Auch hier, so taenig da oft Verständnis gefunden wird. Es sieht
Hier wird ein Flügel mit Papier bespannt.
sich alles so einfach an. Ein bißchen Holz und Leim, ein wenig Papier und Spannlack und Draht, und schon ist so ein Modell fertig und flugklar. Ja, wenn es so einfach wäre! Aber oft, wenn es ans Zufam- menpaffen geht, hört auf einmal die Einfachheit auf. Da paffen die Holme nicht, auf denen die Rippen fitzen sollen, da stimmt das Leitwerk nicht, die Rippen find ungleich, einmal zu hoch, ein andermal zu niedrig, oder im Winkel ungenau, dabei hängt doch gerade von der Sauberkeit und Einstellung des Profils der Rippen die Flugtüchtigkeit erheblich ab. Das Papier der Bespannung wird nicht stramm, die Befestigung stimmt nicht, der Schwerpunkt liegt wo ganz anders.
Jtt gemeinsamer Arbeit wächst hier ein stattliches Flugzeug heran.
(Aufnahmen [5|: Neuner, Gießener Anzeiger.)
der nicht stimmt und der geeignet ist, die Flugtüchtigkeit und Sicherheit des Modells zu beeinträchtigen. Denn — wir dürfen immerhin nicht vergessen — der Weg der Modellbauer führt über kurz ober lang einmal in die Werkstätten des Nationalsozialistischen Fliegerkorps oder der Luftwaffe. Dort aber werden Maschinen gebaut, auf denen Menschen fliegen. Und deren Sicherheit hängt allein an der Ehrhaftigkeit und Gewissenhaftigkeit derer, die ein solches Flugzeug bauen. Und darum ist der Modellbau in der Schule so eine besondere Sache. Nirgends wird der Unterschied zwischen sorgsamer und nachlässiger Arbeit deutlicher als hier, wo sich jeder Fehler sofort in schwachen Flugleistungen erweist.
Die allzu Besorgten also nicht gleich verzagen. Ein Mittagessen, das im Eifer des Bauens versäumt worden ist, kann nachgeholt werden. Das, was ein Junge, der im Bauen sich gefangen nehmen läßt von dem Glück und der Freude des Schaffenden, des etwas Geftalten-könnens, gewinnt, ist durch anderes nicht zu ersetzen. Wer's nicht glaubt, dem sei empfohlen, selbst einmal so ein kleines Anfängermodell zu bauen. Er wird bald entdecken, welche Mühe, welche Ausdauer, welche Gewissen-
als da, wo er von Rechts wegen zu liegen hätte. Tausenderlei Fehler schleichen sich ein und stellen die Geduld des jungen Konstrukteurs auf harte Proben.
Da heißt es fein ungebärdiges und ungeduldiges Wesen fest in die Hand nehmen, heißt es Geduld und Ausdauer üben. Da müssen die müden Hände, und die oft so arbeitsmüden Finger immer wieder sich zwingen, halten, biegen, arbeiten, bis es einmal stimmt. Denn stimmen muß es. Kein Modell, das schlampig gefertigt ist, wird einmal zum Siege fliegen. Da müssen die Augen unbestechlich werden, das Gewissen unbeeinflußbar, und wenn's die letzte Kraft kosten sollte, kein Teil darf durchgehen,
Wie ein Filigranwerk nimmt sich das Gerippe eines Modelles aus.
MWMUKWM
Montan von Hubert Nausse.
Copyright by Albert Langen/Georg Müller, München.
14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)
Sie sieht ihn an, sie HM ihr Glas. Ja, das ist derselbe braune Kopf, ber sich im Aehrenfeld über sie beugte — Sie spürt bas Klopfen ihres Herzens. Sie trinkt.
Plötzlich wird Ruhe geboten.
Im Hauptsaal beginnt Graf Badewitz feine Rede. Hier im Nebenzimmer schaut alles andächtig in die Luft und versucht, der fernen Stimme zu lauschen.
Elisabeth sinnt.
Ihre Arme liegen auf dem Linnen.
Der goldene Rausch des Theaters ist fern. Aber hier ist die Wärme und Sicherheit der Nähe, der Duft der Scholle und der Ruch der Halme und Aehren — hier ist Heimat, Vaterhaus und Nachbarschaft.
Ein Gefühl aus Kindertagen lebt dankbar in ihr auf.
Fritz schiebt seine Hand zu ihrem Arm hinüber. Sein kleiner Finger streichelt ihre Haut.
Die müde Stimme des Grafen singt das Loblied des Geburtstagskindes.
Ein Schauer rinnt über sie hin. „Du!" denkt sie. „Du! An meiner Seite!"
Sie will in diese Wärme flüchten, in den Frieden der Ruhe w
Die siebzig Jahre seien Jahre der Arbeit und des Kampfes gewesen. Aber heute gelte gerade dieser Arbeit und diesem Kampf ein besonderer Ruhm.
Ihr Blut brennt. Sie neigt sich nach rechts. Ihr Arm liegt auf seiner kosenden Hand. Freude lodert in ihr auf. Sie kann ihn locken wie damals im Aehrenfeld. Wie damals in der ersten seligen Verliebtheit auf der Terrasse. Ein sieghaftes Glücksgefühl jagt ihr vom Herzen her, zu Kopf.
Dem Jubilar ein dreifaches Hoch! — tönt die Stimme.
Alles erhebt sich wie erlöst. Elisabeth steht neben Fritz an der Spitze der Tafel. Sie stößt das Glas
mit dem roten Wein gegen fein Sektglas. Sie steht da, groß und schön und siegessicher.
„Nachher!" sagt Fritz und sieht ihr tief in die Augen, die Funken brennen. Elisabeth nickt. Ruhig, gewährend. Ein Strom von Zärtlichkeit schließt beide zusammen.
Da neigt der alte Herr von Beeren sich neben ihr, der dankend von Gast zu Gast geht: „Mein gnädiges Fräulein!"
Sie lächelte. Sie drückte die müde, runzelige Hand.
.Meinen Glückwunsch!" sagt sie..
Die grauen Augen gehen über sie weg.
Was war denn nur?
Hatte er nicht sonst Elisabeth zu ihr gesagt?
Der Tanz hatte begonnen. Fritz von Beeren war mit seinen Pflichttouren beschäftigt. Elisabeth stand neben ihrem Vater im großen Saal, in dem die Herzogin so etwas wie Cercle hielt.
„Hat sie schon mit dir gesprochen?" fragte sie ihren Vater.
„Nee", sagte er, „vor Tisch war keine Zeit. Aber nach Tisch hat sie mir mal sehr freundlich zugenickt!"
Er sah sich suchend um.
„Na, also", sagte Elisabeth, die von ihrer Mutter einen gesunden Bauernstolz geerbt hatte, „na also, Vater, da bist du ja eigentlich belohnt genug!"
In diesem Augenblick löste sich die Herzogin am anderen Ende des Saales von einer Gruppe und schritt mitten durch den weiten Raum auf Hellfahr und Elisabeth zu.
„Wie ich mich freue, Herr Hellfahr, Sie so frisch und guter Dinge zu sehen."
Sie reichte ihm die Hand und gab sie dann Elisabeth.
„Sie sonnen sich im Glanz Ihrer Tochter! Die Herzogin sah Elisabeth voll ins Gesicht, in die selbstbewußten, stolzblickenden Augen. Sie sah in ihr und hinter ihr die Künstlerin, aber sie hielt sich an den Menschen von Fleisch und Blut, dessen Hand sie immer noch in der ihren hielt. Sie kannte Künstlerinnen, und sie wußte sie zu nehmen: sie sah sofort, diese hier ist ein ganz natürlicher Mensch.
„Oder nein", sagte die Herzogin und gab Elisabeths Hand frei, „nein, Herr Hellfahr, Sie freuen sich einfach, Ihre Tochter einige Wochen lang endlich mal für sich zu haben!"
Hellfahr neigte höflich den Kopf.
Sonst keine Antwort.
Habe ich etwas Falsches gesagt, dachte die Herzogin.
„Sie haben Urlaub?" fragte sie Elisabeth.
„Nein, Hoheit!" Elisabeth sah froh und stolz und ein wenig fragend zu ihrem Vater hinauf. „Ich bin für ganz wieder hier. Und Vater freut sich, daß er mich wieder hat!"
Das klang so natürlich, und klang fast überlegen.
„Elisabeth Hellfahr", rief die Herzogin. Ihre Augen waren voll fragenden Erstaunens.
„Die Schauspielerin ist nicht mehr, Hoheit! Ich bin nur noch die Hellfahr von Trebbin!"
„Hoheit!" sagte Vater Hellfahr. Er machte fast ein verlegenes, um Entschuldigung bittendes Gesicht. Er wollte das Mißverständnis erklären ...
Die Herzogin lachte und war ganz die Prinzessin aus dem Süden. Sie war voller Scharm, als sie sagte: „Da bin eigentlich ich die Schauspielerin gewesen! Denn ich bin gut vorbereitet. Ich kenne alle Rollen, in denen ich Sie sah ..."
„Hoheit kennen mich von der Bühne?"
„Ja, aber natürlich und sogar sehr gut! Don Hohenwalchen her, wo meine Eltern leben, wo ich groß geworden bin und wo ich auch jetzt den größten Teil meiner Zeit verbringe, wenn der Herzog auf Reisen ist —, Sie kennen Hohenwalchen?"
Elisabeth nickte.
„Das find zwei gute Stunden nach München mit dem Wagen. Also wir waren oft in den Kammerspielen. Meist in der kleinen Orchesterloge links."
Elisabeth wurde das Herz warm vor Freude.
„Und Sie glauben gar nicht, wie oft wir in der Familie ober auch im großen Kreis über Theater und gerade über Sie gesprochen haben. Es ist mir heute unbegreiflich, daß ich Ihren Namen nie mit Trebbin in Verbindung gebracht habe. Mir schienen die Welten zu weit auseinander! Diese Namensgleichheit hätte eher ein Zufall fein können, als daß ich von den Kammerfpielen weg zum Schweriner See hin gedacht hätte."
Elisabeth lachte froh. Was war diese Herzogin für ein warmherziger und natürlicher Mensch!
„Lieber Herr Hellfahr, Sie müssen mir schon verzeihen! Ich entführe Ihnen die Elisabeth, ich muß mit ihr vom Theater plaudern!"
Sie schob ihren Arm unter den Elisabeths. Sie zog die Schauspielerin in eine Sofaecke.
„So recht die Herzogin!" sagte mißbilligend der Görnower.
„Ach was, Herzogin!" Das ist die kleine hergelaufene Prinzessin. Im Süden hat man solche Sitten!"
„Und Sie wollen wirklich auf alles verzichten", fragte die Herzogin, „auf das Aeußere, den Ruhm und den Glanz — aber reden wir nicht davon —, Sie wollen auf Ihre Kunst, auf Ihr Können wirklich verzichten?"
Elisabeth nickte.
Aber es war ihr selbst, als ob die Ueberzeugung ihr fehlte. Wie oft hatte sie diese Frage gehört! Wie oft hatte sie sie mit heißem Herzen bejaht und den Frieden und die Ruhe gepriesen.
„Die Enttäuschungen find riesengroß! Es ist nicht alles Gold, was glänzt!" sagte Elisabeth.
„Sicher— aber gilt das nicht überall? Glauben Sie" — sie sah Elisabeth offen in die Augen —, „eine Herzogin habe es leichter als eine Schauspielerin? Oder diese Gutsbesitzersfrauen hier um uns herum, die alle mal junge Mädels und blühende Frauen waren, glauben Sie, die hätten es leichter gehabt, bis sie ihre grauen Haare bekamen?"
„Nein, Hoheit — so einfach sehe ich die Dinge auch nicht. Aber diese Frauen — sie dürfen wenigstens graue Haare bekommen!"
„Das Problem des Alters? Aber das ist für Sie doch noch nicht so weit!"
„Diese Frauen haben Kinder, sie haben Haus und Hof, sie haben etwas Faßbares, für das sie gelebt haben, für das sie leben und sorgen..."
„Und Sie haben Ihre Kunst!"
„Ja", sagte Elisabeth, „meine Kunst!"
Sie sah durch die offene Tür in das Dunkel der Nacht.
Etwas Gequältes lag in ihrem Blick, als sie nun zur Herzogin auf sah.
„Tu ich Ihnen weh mit meinen Fragen?"
Elisabeth schüttelte den Kopf.
„Kommen Sie", sagte die Herzogin. „Die Nacht ist warm. Auf der Terrasse plaudert es sich besser!"
Draußen ist der Himmel hoch und läßt seine Sterne leuchten, lieber den dunklen, schattenschwarzen Bäumen weg ahnt der Blick den See. Musik und Lärm klingen leise herüber.
(Fortsetzung folgt!)


