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Der für S ü dengland, besonders für Lon- hon, ungewöhnliche Kälteeinbruch und Schneefall haben mancherlei Störungen im Straßen- und Eisenbahnverkehr mit sich gebracht. Zahlreiche Züge trafen mit großen Verspätungen in London ein, und man schätzt den den englischen Eisenbahngesellschaften und der Londoner Verkehrs- gesellschaft bis jetzt durch Frost und Schneewetter zugefügten Schaden auf mehr als % Million
Ms zum Jahre 1870 hatten unsere Großväter 6 Milliarden Mark in die Eisenbahn g e - ft e ckt, in der großen Hauptsache für Holz und Eisen. Manchem erschien diese Investition äußerst bedenklich, wenn er daran dachte, daß R o st Eisen und der H o l z f r a ß das Holz vernichtete. Als die Eisenbahnen nun einige Jahre liefen, kamen Klagen über Klagen, daß im Bereich der qualmenden Schornsteine Eisen überraschend schnell roste, merkten die Eisenbahnoerwaltungen selbst, daß Eisen und Holz eine zu geringe Lebensdauer hätten. So erging das Gebot an die Chemie, Hilfe zu leisten, Werte zu sichern, das Leben von Eisen und Holz zu verlängern. Die ersten Bleifarben des Gustav Distel aus Eisenach aus dem Jahre 1839 hatten noch allerlei Nachteile. Sie waren zu teuer und in Deutschland gab es zu wenig Blei. Zink dagegen war genügend da. Bald tonnte die Eisenbahn in großen Massen Zinkweiß f ar- b e n bestellen. Die Bestellungen der Eisenbahn gaben den Anstoß für die Entwicklung der deutschen Mineralfarbenindustrie, der Blei- und Zink- farben und der Lithopone.
Pfund. Eine Reihe Hauptverkehrsstraßen im sud- lichen England ist von Schneemassen blockiert und unbefahrbar. Diele von ihren Fahrern verlassene Autos warten dort einen Witterungsumschwung ab. Infolge der schlechten Berkehrsverhältnisse stockt die Lieferung von Kohle, Milch und Gemüse nach der Hauptstadt, so daß Preissteigerungen befürchtet werden.
Franz Noll führte als erster den Holz schütz durch Teer ein. 1836 gewann er die leichten Teeröle. Später tränkte und imprägnierte er das Holz durch Schweröle, die er aus Teer gewann und Kreosot nannte. Rüttgers, in dessen Werken heute mindestens 50 Millionen investiert sind, vervollkommnete sehr den Holzschutz durch Teer. 1849 z. B. gründete er in Essen zur Behandlung der Schwellen die erste mit Teeröl arbeitende Jmprägnierungsanstalt. Heute hat die Chemie Verfahren entwickelt, um durch Sckutz- mtttel die Lebensdauer des Holzes zu verzeyn- fachen. Und ohne diese Künste der Chemie, Eisen und Holz in seinem Wert zu erhalten, wäre es mit der Eisenbahn, mit Handel und Wandel und allem technischen Fortschritt unserer Großväter nicht so schnell und mächtig vorangegangen.
Die Eisenbahn brauchte immer mehr Eisen. Man mußte nach Erz in größeren Tiefen graben. In den meisten Fällen war es bei uns notwendig, Erze mit geringem Eisengehalt zu verhütten. So brauchte man zu derselben Menge Eisen doppelt so viel Erz und entsprechend mehr Kohle. Es wurde wichtig, lebenswichtig, die Erzförderung zu verbilligen. Dazu mußte die Chemie verhelfen. Mit dem alten Schwarzpulver kam die neue Zeit nicht mehr aus.
1846 en'tderkte ein deutscher Chemiker im Flusse einer rein forscherischen Arbeit, indem er mit Schwefelsäure gestreckte Salpetersäure auf Baumwolle einwirken ließ, die organischen Nitrokörper. Professor Schönbein wurde so eigentlich wider Willen zum Erfinder der Schießbaumwolle. Gleichzeitig war das auch dem Chemiker B ö t t - g e r, der schon vorher die Sicherheitshölzer erfunden hatte, von denen aber unsere Großväter nichts wissen wollten, gelungen. Die beiden Männer taten sich zusammen. Als die Eisenbahn in diesem Jahr zu Idstein im Taunus einen großen Tunnelbau durchführen wollte, wurde diese Schießbaumwolle zum ersten Mal zum Sprengen verwendet.
Schönbein und Böttger hatten als erste in aller Welt den Stoff entdeckt, der später die Zellstoffchemie erschloß. Sie hatten 1846 die Muttersubstanz des ersten Kunststoffs und der Kunstseide gefunden. Allein die Entwicklung riß in Deutschland ab. Die beiden Forscher hatten ihre Erfindung dem damaligen Deutschen Bund angeboten. Aber unsere Großväter verstanden nichts von Chemie. 40 000 Gulden waren ihnen für eine solche epochale Erfindung der deutschen Chemie zu teuer. So kam es, daß zunächst in anderen Ländern Schießbaumwolle im großen hergestellt wurde. Der Schwede Nobel machte dann das Rennen.
Allein, auch trotz der Verwendung der neuen Sprengmittel kam zwischen 1870 und 1890 der Kohlenbergbau in Deutschland noch schlecht voran. Die Industrie unserer Großväter blieb hinter der von England damals zurück. Vor allem fehlte der Eisenindustrie eine billige, leistungsfähige heimische Grundlage. Die lothringische Minette enthielt nur 28 bis 31 vH. Eisen. Und das war noch ungewöhnlich stark mtt Phosphor verunreinigt. Daraus konnte man keinen guten Stahl machen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts produzierten wir nur ein Zehntel dessen, was in England an Eisen und Stahl heroorgebrächt wurde. 200 OOOTonnen stellten mir her. 1860 schon beinahe eine halbe Million.
Davon wurde der größte Tett in Holzkohleöfen gewonnen. Die halbe Milliqxbe, die in den Gründerjahren 1871/73 in die Hüttenwerke an der Ruhr gesteckt wurde, war bei all diesen Verhältnissen nicht ganz sicher. Diele hatten seinerzeit ausge- sprachen Angst um die Ruhr. Aber 1879 konnte man aufatmen. Die Chemie war der kommenden Schwerindustrie zu Hilfe gekommen. Denn Thomas und Bessemer hatten den Prozeß der Stahlgewinnung chemisch durchdacht und ihre neuen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt.
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schritten, Zeche und Hütte zusammenwarfen, als sich so allmählich der für die Schwerindustrie typische Konzern entwickelte, erwies sich als das festeste Bindeglied zwischen Kohle und Eisen die Kokerei. Dort gewann man in großem Umfang Nebenprodukte. Und von dem Augenblick an stiegen die Löhne im Rheinland und Westfalen, wurden die Bankkredite besser verzinst, gingen die Erträge und die Dividenden in,die Höhe, als es gelungen war, im großen Umfang einen Abnehmer für die Nebenprodukte der Kokerei zu finden.
Die Gewinne aus den Nebenprodukten sicherten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kohle und des deutschen Stahls. Die Chemie war der sichere und große Käufer, denn die Teerfarbenindustrie hatte gelernt, aus dem schwarzen Abfall Gold und mehr als Gold zu machen. H. Sch—r.
©ebentt her »ungernben Sögel.
Chemie erschließt die Welt.
Don den Grundlagen und Aufgaben des chemischen Zeitalters. XL
Wer aller Technik steckt Chemie.
Mittwoch vormittag entschlief sanft und unerwartet unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin und Tante
Am 23. Dezember entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel
Gießen (Horst'Wessel'Wall 19), den 24. Dezember 1938.
Klein-Linden (Frankfurter Straße 71), den 24. Dezember 1938.
85770
05624
Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Einäscherung in aller Stille statt
Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 25. Dezember, nachmittags 3 Uhr statt
Frau Margarete Weller
geb. Friebel
im Alter von 76 Jahren.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Anna und Lina Julimann.
Georg Dönges
Zugführer i. R.
im Alter von 75 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Dönges, Reichsbahn*Assistent
Domkapitular Ociftl.Rat Dekan Johannes Bayer
Gießen (Dammstraße 22), den 21. Dezember 1938.
Die Beisetzung fand in aller Stille statt
85180
8578D
und für alle Anteilnahme an unserem schweren Verlust sagen wir /on Herzen Dank.
Für die zahlreichen Beweise der Liebe und Verehrung für unseren unvergeßlichen lieben Bruder und Onkel, den Hochw. Herrn
Im Namen der Hinterbliebenen:
Dr. Heinrich Bayer.
Meine liebe, unvergeßliche Frau, meine treusorgende Mutter, unsere Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin
Frau Berta Weidig, geb. Andreas
ist für immer von uns gegangen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
August Weidig.
Oppershofen- 22 De cmber 1938.
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Kreuzplatz 3
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Inh.: W. Menges 6468D
Hedwig Preise, Oberschwester i. R,
Göttingen, München, den 24. Dezember 1938
Gießen, den 23. Dezember 1938.
05643
8560V
Bekanntmachung
99 A
8536C
Großen-Linden, im Dezember 1938.
05661]
Am 16. Dezember entschlief zu Rosenheim unsere liebe Schwester und Tante
Otto Preise, Architekt
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Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorn. Heger Nacht Bandafiistenmelst Marktstr. 16 Lieferant der
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Die Einäscherung hat in aller Stille in München stattgefunden
Gießen, den 24. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister.
I. D.: Nicolaus, Beigeordneter.
Danksagung.
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlichst Besonders danken wir dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, sowie den Schwestern für ihre aufopfernde Pflege.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Elisabeth Weber Wwe.
Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, sowie die vielen Kranz- und Blumenspenden und das ehrenvolle Geleit zur letzten Ruhestätte unserer lieben, uns unvergeßlichen Gattin und Mutter
Frau Pauline Lenz,
geb. Geißler
sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank.
In tiefer Trauer: Wilhelm Lenz, Architekt und Tochter
Der Frühjahrsmarkt (Messe) findet vom 18. bis einschließlich 26. März 1939 in Gießen auf Oswalds- garten statt. Auf die Ausschreibung in den Fach- blättern „Stomet" und „Das deutsche Wandergewerbe" wird verwiesen. Meldefrist: 21. Januar 1939. Näheres ist im Stadthaus, Bergstraße 20 (Zimmer Nr. 18), zu erfahren.
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