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der bei den Aufräumungsarbeiten beschaf- Soldaten kam ebenfalls ums Leben.
Hinrichtung eines Mörders.
reichen Grafschaften war stundenlang lahmgelegt. Der an Wohnhäusern und Geschäftsbetrieben angerichtete Sachschaden ist erheblich. In Nordwales wurden 145 Haupttelephonleitungen, in Südwales 414 Hauptlinien zerstört. Aus Cornwall, Gloucester, Somerset, Deoonshire werden ähnliche Verheerungen gemeldet. In Abertystwyth (Devonshire) wurde durch einen Dammbruch und durch den Sturm eine Kirche vollständig in Trümmer gelegt. In erster Linie sind die Studenten der Technischen Hochschule von Abertystwyth betroffen. Zur Aufrichtung von Notdämmen wurden Hunderte von Arbeitern aus
50 Jahre Deutschland
Ein Erinnerungsbuch Sven Hedins.
aus Amerika zurückkehrende „Queen Mary" ttegt vor dem Hofen von Plymouth. Sie kann infolge des hohen Seeganges nicht in den Hafen einfahren. Ein größerer Küstendampfer ist gestrandet. Die Mannschaft konnte bisher noch nicht gerettet werdxn.
Ser Chauffeur-Mörder Hahn hingerichtet.
Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der 1919 in Erfurt geborene Hans Hahn, der vom Sondergericht in Berlin am 23. November wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt wurde, ist h i n g e r i ch t e t roorben, Hahn, hat am 12. Oktober 1938 den Kraftdroschkenfahrer Taube! in heimtückischer und brutaler Meise erschossen, um ihn zu berauben. Durch die Vollstreckung des Todesurteils hat ein grauenhaftes Verbrechen, das größtes Aufsehen und berechtigte Empörung hervorgerufen hat, binnen kürzester Zeit seine gerechte Sühne gefunden. Besonders bemerkenswert ist die schnelle Durchführung des Verfahren» durch die Justizbehörden. Der Mörder ist dem Richter am 19. November überstellt worden. Bereits am 23. November fand die Hauptverhandlung statt, der am 24. November früh die Vollstreckung folgte.
Schweres Eisenbahnunglück in Italien
Rom, 24. Nov. (DNB. Funkspr.) Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich auf der norditalienischen Nebenstrecke Udine—Eividale. Infolge eines Wolkenbruches gab ein Brückenpfeiler über dem Hochwasser führenden Fluh Torre nach und riß einen die Brücke gerade passierenden Zug in die Tiefe. Aus dem Fluh wurden die Leichen von elf Fahrgasten geborgen. Auch der Schaffner des Zuges fiel dem Unglück zum Opfer.
den umliegenden Ortschaften herbeigeholt. Vier Personen sind bei dem Sturm ertrunken.
In Cardiff ist eine große Ausstellungshalle eingestürzt, in der 20 Arbeiter beschäftigt waren. Einer von ihnen wurde auf der Stelle getötet, mehrere v e r l e tz t. In der Ortschaft Streut (Gloucester) hat der Sturm das Dachwerk eines Geschäftshauses herabaeriffen. Zwei Personen wurden von den herabfallenden Ziegeln erschlagen. In Taunton wurden zwei Arbeiter von einer einstürzenden Mauer getötet. Die telephonischen Verbindungen zwischen London und Irland sind unterbrochen. Die
Oviedo führt. Die Bolschewistenherrschaft hatte dort nicht nur Irun und Guernica, die heilige Stadt der ~ ' in Trümmer gelegt, sondern auch die die etwa einer Strecke von der Ostsee bis
___Iustizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 24. November wurde der 1914 geborene Erwin
Franco baut aus!
Das nationalspanische Arbeitsprogramm bereits in Angriff genommen.
Der Aufbau im nationalen Spanien vollzieht sich in der Ideenwelt der nationalen Syndi- k a t e, auf denen übrigens auch Mussolini fußt, der Schüler des großen Antiparlamentariers Sorel. Die Einheitspartei des nationalen Spaniens, die F a - lange Espanola, veröffentlichte im Juli 1937 ihr Programm, dessen 7. Punkt lautet: „Wirtschaftlich betrachten wir Spanien als ein gigantisches Syndikat von Erzeugern. Zur Erreichung der nationalen Wirtschaftseinheit werden wir das spanische Volk in einem System von vertikalen Syndikaten nach Produktionszweigen körperschaftlich organisieren." Damit war der Bruch mit der Vergangenheit, aber auch der Bruch mit der marxistischen Klassenkampfidee verkündet. Folgerichtig wurden seitdem in den einzelnen Produktionssyndikaten Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen geschlossen, wobei die Arbeit der Deutschen Arbeitsfront und der italienischen Korporationen Vorbild war. Der nationalspanische Arbeiter und Angestellte bekommt heute bereits, nach den Anordnungen des Ministeriums für fyndikalen Aufbau, einen Lohn, der sich dem Umfange seiner Familie anpaßt, er erhält bezahlten Urlaub und anderes mehr. Für die Behebung der Wohnungsnot und die Gesundung der Arbeiter und Angestellten wird nach deutschem und italienischen Muster alles getan. Im Herbst 1938 wurde vom Ministerium bestimmt, daß kranken Arbeitern der Besuch von Kurorten und Heilbädern zu gewähren sei, der sonst nur Bemittelten möglich war.
Parallel damit geht die Erziehung einer national denkenden Jugend, die straff organisiert und in den Schulen mit dem Geist des neuen Spanien und seiner Kultur- und Wirtschaftsordnung vertraut gemacht wird. Während der Bürgerkrieg an den Fronten tobt, vollzieht sich so in Nationalspanien eine gewaltige und friedliche Revolutionierung alles Ueberkommenen. Es ist bezeichnend, daß selbst englische Besucher des neuen Spaniens überrascht sind von der Ordnung und dem Frieden, in dem diese Entwicklung sich vollzieht. So entsteht hinter dem Flammengürtel der Front ein neues Spanien, das mitten im Kriege bereits daran geht, die sinnlosen Zerstörungen der bolschewistischen Horden wieder gut zu machen.
Der große Aufbau-und Arbeitsbeschaffung s p l a n der Regierung ist bereits in den Grundzügen verkündet worden, er umfaßt den Ausbau des Straßenwesens, der Wasserwirtschaft und
Chamberlain und Halifax in Paris.
Paris, 24. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Lord Halifax sind mit ihren Damen am Mittwoch um 17.44 ! Uhr in Poris eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof von Ministerpräsident Daladier und Außenminister Bonnet empfangen und begaben sich, von lebhaften Beifallskundgebungen der Bevölkerung begrüßt, in die englische Botschaft, wo sie abgestie- 1 gen sind. Daladier gab am DUttwochabend, unter- •; stützt von Außenminister Bonnet und Frau, in den ‘ Räumen des Quai d'Orsay ein Diner, an dem neben ■ dem englischen Premierminister und Frau Chamber- v fatn und dem englischen Außenminister und Lady ; Halifax der englische Botschafter in Paris, Sir Eric ; Phipps, und alle französischen Minister sowie ■ zahlreiche Parlamentarier, ferner Generalissimus Gomelin teilnahmen. Die Besprechungen werden heute vormitaag um 10 Uhr im Außenministerium ausgenommen. Um 12.30 Uhr werden die Minister einer Einladung des Präsidenten der Republik zum Frühstück nad)fr "men. Von 15 bis 17.30 Uhr werden die Besprechungen fortgesetzt. Im Anschluß an einen Empfang im Pariser Rathaus findet um 18.30 Uhr ein Presseempfang durch die englischen und französischen Minister statt.
Aus aller Well.
Berlin soll Zentrale des Kampfes gegen Krebs werden.
Berlin, 23. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte das Virchow-Krankenhaus wo er zu den Aerzten und dem Pflegepersonal sprach In einer Millionenstadt wie Berlin stehe man vor einer Ueberfülle von Problemen sozialer wirtschaftlicher und soziologer Art, und in einer solchen Stadt nehmen auch die Fragen der K r an kh e’t s> bekämpfung einen breiten Raum em Dabei kuriere der Nationalsozialismus nicht wie em Kur- pfuscher an den Symptomen herum, sondern er suche die Ursachen der Volkskrankheiten zu erkennen und auszurotten- er dringe bis zum Kern vor und bleibe nicht an der Oberfläche haften. Der Politiker und der Arzt fänden sich hier in gemeinsamer Arbeit Dr. Goebbels kam besonders auf d en K amps gegen den Krebs zu sprechen; Berlin müsse zu einer Zentrale dieses Kampfes werden Deshalb werde er veranlassen, daß eine größere Summe zur Erforschung der Krebskrankheit und ihrer wirksamen Bekänipfung zur Verfügung gestellt wird. Dr. Goeb- bels sprach dann von dem schweren, aber ehrenvollen Beruf des Arztes und der Schwester; sein Dank gelte den Zehntausenden, die in der Krankenpflege tätig seien und die sich damit wahrhaft um das Vaterland verdient machten.
Derheeren-er Sturm über Gübengland
Der Sturm, der zahlreiche südenglische Grafschaften am Mittwoch heimsuchte, hat sich nahezu zu einer Unwetterkatastrophe entwickelt. Insgesamt sind bisher 13 tödliche Unglückssälle bekannt geworden. Unter den Toten befinden sich mehrere Kinder, die durch niederstürzende Dächer, Bäume oder Telegraphenmaste erschlagen wurden. Rettungsaktionen mußten u. a. in Brighton, Aldburgh, Thorpneß, Plymouth und Southampton unternommen werden. Die Küstenschiffahrt soll fünf Boote bis zu 100 Ton-
Seit der Erforschung Afrikas hat niemand die Welttarte so sehr an neuen Eintragungen bereichert wie Sven Hedin, der große schwedische For- chungsreisende. Der Trans-Himalaja, Tibet, die eltsame Mönchsrepublik Innerasiens, die Wüste Gobi und weite Teile der Mongolei mit ihren vielen geographischen Rätseln hat Sven Hedin in unermüdlicher jahrzehntelanger Forscherarbeit der Wissenschaft erschlossen. Aber nicht nur das. Seine vielen Bücher mit ihren fesselnd geschriebenen Reiseberichten haben seine Forscherarbeit geradezu volkstümlich gemacht und das Interesse für die Länder Innerasiens in weiteste Kreise getragen. Wir wissen außerdem, daß führende Staatsmänner des Ostens ich die Ergebnisse seiner Forschungen für eine großzügige Verkehrspolitik zur Erschließung der weiten Gebiete zwischen China und Turkestan nutzbar gemacht haben.
So steht Sven Hedin, her jetzt 70jährige, vor uns als ein durchaus moderner Mensch, der allen Problemen der Gegenwart weit aufgeschlossen ist und sich auch niemals gescheut hat, zu politischen Tages- fragen von Bedeutung in aller Entschiedenheit Stellung zu nehmen. Wir brauchen nur an die Frage einer hinreichenden Defensivrüstung seines schwedischen Vaterlandes gegen eine Bedrohung von Rußland her zu denken, auf die er schon lange vor dem Weltkrieg hingewiesen hat.
Im Weltkrieg selbst hat Sven Hedin zu den wenigen Ausländern gehört, die an Deutschland niemals irre geworden sind. Ja, wir dürfen vielleicht sagen, daß unter den Trägern bekannter Namen in aller Welt wir in jenen Jahren schweren Ringens keinen treuesten Freund hatten als den großen Schweden Sven Hedin. Unb fein Buch, das nun eben erschienen ist*, sagt uns auch, woher diese Freundschaft rührt. Sie ist so alt wie seine Liebe zur geographischen Wissenschaft und sein Drang zur Erforschung Innerasiens. Schon als junger Student an der Universität Berlin fand er den Weg zu dem größten Geographen seiner Zeit, Ferdinand von Richthofen. Mit größter Verehrung für den Meister, dem er den Hinweis auf seine künftige Lebensaufgabe verdankt, aber auch mit köstlichem Humor, berichtet er von diesen ersten Jahren eifrigen Studiums und heiteren Studentenlebens in der Reichshauptstadt. Einer Menge bedeutender Wissenschaftler dieser Epoche wie Virchow, dem großen Pathologen, dem Physiker Helmholtz, dem Theo- logen H a r n a ck und vielen Männern seines Fa-
* Sven Hedin: 50 Jahre Deutschland, mit 20 Abbildungen aus Tafeln. Preis geheftet RM. 5,—, in Seinen gebunden RM. 6,—. Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig. — (424.)
ches wie Schweinfurth, Hans Meyer, Drygalski, Penck und Supan ist er nähergetreten. Unb er weiß über dies Zusammentreffen, das oft nur bei der ersten Begegnung blieb, zu anderen Malen aber zu langjähriger freundschaftlicher Zusammenarbeit führte, überaus anschaulich und fesselnd zu berichten. Mit größter Herzlichkeit spricht er von seinen Verlagen, von Justus Perthes in Gotha, dessen Karten unb dessen geographisches Jahrbuch „Petermanns Mitteilungen" den Namen Perthes auch weit über den Kreis der geographischen Zunft hinaus bekannt gemacht haben und von F. A. B r o ck h a u s in ^Leipzig, mit dessen Inhabern Sven Hedin ein enges Vertrauensverhältnis verband. Von besonderem Reiz sind die Gedenk- blätter, die der große Forscher von äußeren Erfolgen weniger begünstigten Kollegen widmet, die trotz aller Widrigkeiten hoch bedeutsame Leistungen vollbracht haben wie Albert Tafel, den zu Unrecht vergessenen deutschen Tibetforscher, unb Julius von Payer, den Entdecker des Fvanz-Joseph-Landes.
Wir sagten schon, daß Sven Hedin im Weltkrieg mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit für Deutschland eingetreten ist. Aus dieser Zeit berichtet sein Erinnerungsbuch von vielen Fährten ins Haupt- quartier Ober-Ost unb an die verschiedensten Teile der deutschen Front. Er ist zu Hiydenburg und Ludendorff, zu Tirpitz und Admiral Scheer, zu dem jüngeren Moltke und von der Goltz-Pascha in ein enges Freundschaftsverhältnis getreten. Damals hat er auch schon den jungen Oberst von Seeckt kennengelernt, den späteren Organisator der Reichswehr, mit dem ihn enge Freundschaft verband. In Peking haben sich beide später wiedergesehen, und dort hat jener die bedeutsame Begegnung mit chinesischen Staatsmännern vermittelt, die Ausgangspunkt für eine neue Forschungsreise Sven Hedins zur ETkundung eines Autoweges entlang der alten Seidenstraße gewesen ist.
So bietet dies Buch eine Fülle der Erinnerungen an führende Männer der jüngsten deutschen Vergangenheit, die alle von Sven Hedin, oft nur mit wenigen Strichen oder durch eine charakteristische Anekdote prägnant gezeichnet werden. Die Liebe zu Deutschland und eine tiefe Dankbarkeit für alle die Anregungen und Förderungen, die Sven Hedin als Mensch unb Forscher von der deutschen Wissenschaft und ihren Großen erfahren hat, haben ihm dies schöne Erinnerungsbuch „50 Jahre Deutschland" diktiert. Wir werden es dankbar hinnehmen als das Denkmal der Freundschaft eines Mannes, dessen Treue auch die härteste Probe bestanden hat.
Fr. W. Lange.
der spanischen Häfen. Er ist auf fünfzehn Jahre berechnet. Die Gesamtkosten dürften sich nach dem vorläufigen Ueberschlag allein für den Straßenbau, den wichtigsten Teil des Planes, auf rund drei Milliarden Peseten belaufen, für das Sofortprogramm wurden aus dieser Gesamtsumme nicht weniger als 800 Millionen Peseten bewilligt. Spanien hat zwar ein ziemlich dichtes Netz von modernen Straßen, die z. T. aus der Diktaturzeit Primo de Riveras stammen, aber einmal sind sie nur nach den Hauptstädten ausgerichtet, und dann sind sie natürlich während des Bürgerkrieges ziemlich zerfahren worden. Die bestehenden Straßen sollen erneuert werden und neue Zubringerstraßen die Orte, die bisher weltabgeschieden waren, an den Verkehr an« schließen. Die ungefähre Länge der Straßen, der vorhandenen und neu anzulegenden, wird auf 109 000 Kilometer beziffert, wobei das noch von den Bolschewisten besetzte Gebiet einbegriffen ist. Man glaubt, daß innerhalb von vier oder fünf Jahren die bestehenden Straßen mit neuen und stärkeren Decken versehen und die gesprengten Brücken und Wohngebäude an den Straßen wieoer- hergestellt werden können.
Welche Schwierigkeiten überwunden werden müssen, zeigt z. B. der Wiederaufbau der großen Straße, die in Nordspanien von San Sebastian über Irun—Bilbao—Santander nach Gijon und
jeder Landbesitz 500 Joch nicht übersteigen, der Großgrundbesitz also erheblich Land an die landlosen Bavern abgeben soll. Man will bei den im Auslande ihr ungarisches Geld verzehreirden Bodenbesitzern und bei den Juden, an fang en. Die Preise sollen besser geregelt und überwacht, die Preistreibereien unterbunden, alle Kapitalskonzentrationen national ausgerichtet werden. Der Einfluß der Juden sollte überall gebrochen, dagegen die Wehrhaftigkeit gestärkt werden.
Dies und manches andere mehr hatte sich Jmrsdy vorgenommen. Nur war es in Ungarn von jeher so, daß der reaktionäre Großgrundbesitz und das liberalistisch-jüdisch durchsetzte kapitalkräftige Element alles hintertrieben, was nach einer Losung der sozialen Frage aussah. Gegen diese Strömungen dachte Imr4dy nun mit Ermächtigungen zu arbeiten, er wollte also den Willen der Parteien zugunsten der Autorität zurückdrängen. Das hat in der Partei der Nationalen Einheit, m der auch die Großgrundbesitzer, die Liberalen und verwandte Richtungen vertreten waren, zu einer förmlichen Revolte geführt. Man sagte dem Ministerpräsidenten Diktaturgelüste nach und 67 Abgeordnete schieden aus dem Regierungslager aus, das damit, parlamentarisch gesehen, aktionsunfähig geworden ist.
Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß in Ungarn eine gewiße Agitation für die Einverleibung der Karpatho-Ukr aine, also für die Gewinnung einer gemeinsamen ungarisch - polnischen Grenze eingesetzt hat. Aus Prag wird gemeldet, daß ungarische und polnische Freischärler die Grenzen des karpatho-ukrainischen Landesteiles beunruhigen und daß deshalb eine motorisierte Division dorthin entsandt worden sei. Am 21. November hat die ungarische Regierung alle slowakischen und tschechischen Kolonisten in dem abgetretenen Gebiet mit einer Frist von drei Tagen ausgewiesen. Die slowakische Regierung hat als Gegenmaßnahme die Beschlagnahme des ungarischen Eigentums in der Slowakei angeordnet. Auch unter diesen außenpolitischen Gesichtspunkten muß die Regierungskrisis in Budapest betrachtet werden. Imrsdy hat im Parlament darauf hingewiesen, als er sagte: „Im vollen Bewußtsein meiner Verantwortung und in Kenntnis aller Elemente der außenpolitischen Lage muß ich erklären, daß wir uns nicht in eine über» ft ü r 31 e Aktion einlassen können, die keine Hoffnung auf ein dauerhaftes Ergebnis bietet." Diese deutlichen Worte sind als eine Warnung an alle diejenigen zu verstehen, die, wie es auch in der Presse aller Schattierungen zum Aüsdruck kommt, die Vertretung der über den Münchener Schiedsspruch hinausgeh enden Forderungen Ungarns auf die Spitze treiben mochten.
Armandhingerichtet, der vom Schwurgericht in Limburg (Lahn) wegen Mordes zum Tode Der» urteilt tborben ist. Armand hat in der Nähe von Wasenbach bei Limburg seine schwangere Geliebte ermordet, um sich ihrer und des zu erwartenden Kindes zu entledigen.
Bata auf Geschäftsreisen in den Niederlanden.
Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, ist • die Meldung, der tschechische Schuh industrielle Bata sei dieser Tage in Leitmeritz wegen Der» suchten Deoisenschmuggels verhaftet worden, er habe versucht, 164 000 englische Pfund, die in dem Botahous in Leitmeritz versteckt gehalten worden seien, in die Tschecho-Slowakei zu schmuggeln, in allen Punkten unrichtig. Bata hatte niemals versucht, Devisen in die Tschecho-Slowakei zu schmuggeln. Es sind auch keine Devisen zu diesem Zweck versteckt gehalten worden. Bata befindet sich auf einer Geschäftsreise in den Niederlanden.
Explosionsunglück in Genua fordert 4 Tote, 10 Verletzte.
In einem Lagerraum für Südfrüchte in Genua ereignete sich eine schwere Explosion. Sie forderte vier Tote und 10 Verletzte. Die Explosion entstand, wie man annimmt, durch ausgeftrom» tes Gas, das sich beim Heizen des Raumes entzün« bete. Die Mauern und die Decke des Lagers stürzten ein. Unter den Verletzten befinden sich mehrere Fußgänger, die im Augenblick der Explosion an dem Lagerraum oorbeigegangen waren.
Drei Lehrlinge durch Sohlenoxydgase getötet.
In Lyck in Ostpreußen wurden durch Kohlenoxyd- gose, die aus einem Kachelofen austraten, die drei Lehrlinge einer Firma im Alter von 15 bis 17 Jahren vergiftet. Die drei Verunglückten hatten den Kachelofen in ihrem Zimmer stark geheizt. Da das Abzugsrohr verstopft war, entwickelten sich Kohlenoydgase. Wahrscheinlich haben die drei Lehrlinge des Nachts die Gefahr bemerkt unb versucht aufzustehen, was aber zu spät war, so daß sie vor ihren Betten zusammenbrachen.
Riesige Daldbrände in Kalifornien.
Riesige' W a l d d r ä n d e , die als die verheerendsten in der Geschichte Südkaliforn'iens bezeichnet werden, verursachten im Topanga- Canyon - Gebiet nördlich Panta Monica und im Panbernodino-Ge- birge einen in viele Millionen gehenden Schaden. Mehr als 200 Gebäude, unter denen sich die palastartigen Besitzungen mehrerer bekannter Filmschauspieler und Filmdirektoren befinden, brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch das bekannte Arrowspringshotel, das von einem amen» konischen Filmmagnaten erst kürzlich für eine Million Dollar erworben wurde, wurde ein Raub der Flammen. Vielfach konnten sich die Bewohner nur durch eine Flucht ins Meer vor dem rasenden Ansturm der Flammen retten. Obwohl bereits Tausende zur Bekämpfung der Waldbrände eingesetzt sind, wird das Umsichgreifen des Feuers burch starke Winde immer wieder begünstigt. Verschiedene stark besiedelte Bezirke sind durch die Flammen von der Außenwelt abgeschnitten. Bisher werden zehn Personen vermißt.
Spielende Kinder finden Golddevifen im Rhein.
Am 21. September d. I. machten am Rhein spielende Kinder in Köln einen ungewöhnlichen Fund. Als sie ein Päckchen, das sie im Wasser entdeckten, zu bergen versuchten, ging die Papierumhüllung entzwei, unb der Inhalt stellte sich als eine große Anzahl von Golddevisen heraus. Es handelte sich um amerikanische Dollars, holländische Gulden, Schweizer Franken, englische Pfunde unb französische Franken-Stücke. Die Zollfahndungsstelle traf an der Fundstelle sofort weitere Feststellungen unb ließ durch einen Taucher weitere Bergungsversuche unternehmen. Insgesamt konnten seinerzeit für rund 3 5000 Mark Golddevisen sichergestellt werden. Man vermutet, daß sie von einem Devisen- . schieber unter dem Ponton einer Anlegebrücke per« - steckt wurden, um in einem geeigneten Augenblick
Alpen entspricht, gründlich zerstört; die waren gesprengt worden, die Wohnhäuser .... Straßen der bolschewistisch-anarchistischen Zerstörungswut zum Opfer gefallen. Allein vor Bilbao waren sieben Brücken in die Lust geflogen. An ollen diesen Stätten der Verwüstung arbeiten bolschewistische Kriegsgefangene, die sich aus aller Herren Länder rekrutieren, um die Städte neu erstehen zu lassen, die Brücken neu zu bauen, die Ortschaften wieder herzustellen. Allein in Bilbao sind rund 50 000 Kriegsgefangene am Werk, die das wieder aufrichten müssen, was sie vorher zerstörten. Die lange Nordroute ist heute bereits wieder für Kraftfahrzeuge befahrbar. So geht es überall im nationalen Spanien. Die Dernichtungswut der Moskowiter hat dort ungeheure Werte zerstört, aber der Wiederoufbouwille Francos ist stärker. E. S.
RF 3 Würfel 9 Pf.
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fordern Sie ausdrücklich MAGGI5 Fleischbrüh-Würfel Kennzeichen; Der Name MAGGI und die gelb-rote Packung


