Ausgabe 
24.11.1938
 
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E.S.

Basken, Straße, zu den Brücken an den

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der bei den Aufräumungsarbeiten beschaf- Soldaten kam ebenfalls ums Leben.

Hinrichtung eines Mörders.

reichen Grafschaften war stundenlang lahmgelegt. Der an Wohnhäusern und Geschäftsbetrieben ange­richtete Sachschaden ist erheblich. In Nordwales wurden 145 Haupttelephonleitungen, in Südwales 414 Hauptlinien zerstört. Aus Cornwall, Gloucester, Somerset, Deoonshire werden ähnliche Verheerun­gen gemeldet. In Abertystwyth (Devonshire) wurde durch einen Dammbruch und durch den Sturm eine Kirche vollständig in Trümmer gelegt. In erster Li­nie sind die Studenten der Technischen Hochschule von Abertystwyth betroffen. Zur Aufrichtung von Notdämmen wurden Hunderte von Arbeitern aus

50 Jahre Deutschland

Ein Erinnerungsbuch Sven Hedins.

aus Amerika zurückkehrendeQueen Mary" ttegt vor dem Hofen von Plymouth. Sie kann infolge des hohen Seeganges nicht in den Hafen einfahren. Ein größerer Küstendampfer ist gestrandet. Die Mann­schaft konnte bisher noch nicht gerettet werdxn.

Ser Chauffeur-Mörder Hahn hingerichtet.

Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der 1919 in Erfurt geborene Hans Hahn, der vom Son­dergericht in Berlin am 23. November wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt wurde, ist h i n g e r i ch t e t roorben, Hahn, hat am 12. Ok­tober 1938 den Kraftdroschkenfahrer Taube! in heimtückischer und brutaler Meise erschossen, um ihn zu berauben. Durch die Vollstreckung des Todes­urteils hat ein grauenhaftes Verbrechen, das größ­tes Aufsehen und berechtigte Empörung hervorgeru­fen hat, binnen kürzester Zeit seine gerechte Sühne gefunden. Besonders bemerkenswert ist die schnelle Durchführung des Verfahren» durch die Justizbehörden. Der Mörder ist dem Rich­ter am 19. November überstellt worden. Bereits am 23. November fand die Hauptverhandlung statt, der am 24. November früh die Vollstreckung folgte.

Schweres Eisenbahnunglück in Italien

Rom, 24. Nov. (DNB. Funkspr.) Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich auf der norditalienischen Nebenstrecke UdineEividale. In­folge eines Wolkenbruches gab ein Brücken­pfeiler über dem Hochwasser führenden Fluh Torre nach und riß einen die Brücke gerade passierenden Zug in die Tiefe. Aus dem Fluh wurden die Leichen von elf Fahrgasten geborgen. Auch der Schaffner des Zuges fiel dem Unglück zum Opfer.

den umliegenden Ortschaften herbeigeholt. Vier Per­sonen sind bei dem Sturm ertrunken.

In Cardiff ist eine große Ausstellungshalle ein­gestürzt, in der 20 Arbeiter beschäftigt waren. Einer von ihnen wurde auf der Stelle getötet, meh­rere v e r l e tz t. In der Ortschaft Streut (Gloucester) hat der Sturm das Dachwerk eines Geschäftshauses herabaeriffen. Zwei Personen wurden von den herabfallenden Ziegeln erschlagen. In Taun­ton wurden zwei Arbeiter von einer einstürzenden Mauer getötet. Die telephonischen Verbindungen zwischen London und Irland sind unterbrochen. Die

Oviedo führt. Die Bolschewistenherrschaft hatte dort nicht nur Irun und Guernica, die heilige Stadt der ~ ' in Trümmer gelegt, sondern auch die die etwa einer Strecke von der Ostsee bis

___Iustizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Am 24. November wurde der 1914 geborene Erwin

Franco baut aus!

Das nationalspanische Arbeitsprogramm bereits in Angriff genommen.

Der Aufbau im nationalen Spanien vollzieht sich in der Ideenwelt der nationalen Syndi- k a t e, auf denen übrigens auch Mussolini fußt, der Schüler des großen Antiparlamentariers Sorel. Die Einheitspartei des nationalen Spaniens, die F a - lange Espanola, veröffentlichte im Juli 1937 ihr Programm, dessen 7. Punkt lautet:Wirtschaft­lich betrachten wir Spanien als ein gigantisches Syndikat von Erzeugern. Zur Erreichung der na­tionalen Wirtschaftseinheit werden wir das spanische Volk in einem System von vertikalen Syndikaten nach Produktionszweigen körperschaftlich organisie­ren." Damit war der Bruch mit der Vergangenheit, aber auch der Bruch mit der marxistischen Klassen­kampfidee verkündet. Folgerichtig wurden seitdem in den einzelnen Produktionssyndikaten Arbeitge­ber und Arbeitnehmer zusammen ge­schlossen, wobei die Arbeit der Deutschen Ar­beitsfront und der italienischen Korporationen Vor­bild war. Der nationalspanische Arbeiter und An­gestellte bekommt heute bereits, nach den Anordnun­gen des Ministeriums für fyndikalen Aufbau, einen Lohn, der sich dem Umfange seiner Familie anpaßt, er erhält bezahlten Urlaub und anderes mehr. Für die Behebung der Wohnungsnot und die Gesun­dung der Arbeiter und Angestellten wird nach deut­schem und italienischen Muster alles getan. Im Herbst 1938 wurde vom Ministerium bestimmt, daß kranken Arbeitern der Besuch von Kurorten und Heilbädern zu gewähren sei, der sonst nur Bemit­telten möglich war.

Parallel damit geht die Erziehung einer natio­nal denkenden Jugend, die straff organisiert und in den Schulen mit dem Geist des neuen Spanien und seiner Kultur- und Wirtschaftsordnung vertraut gemacht wird. Während der Bürgerkrieg an den Fronten tobt, vollzieht sich so in Nationalspanien eine gewaltige und friedliche Revolutionierung alles Ueberkommenen. Es ist bezeichnend, daß selbst eng­lische Besucher des neuen Spaniens überrascht sind von der Ordnung und dem Frieden, in dem diese Entwicklung sich vollzieht. So entsteht hinter dem Flammengürtel der Front ein neues Spanien, das mitten im Kriege bereits daran geht, die sinnlosen Zerstörungen der bolschewistischen Horden wieder gut zu machen.

Der große Aufbau-und Arbeitsbeschaf­fung s p l a n der Regierung ist bereits in den Grundzügen verkündet worden, er umfaßt den Aus­bau des Straßenwesens, der Wasserwirtschaft und

Chamberlain und Halifax in Paris.

Paris, 24. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Lord Hali­fax sind mit ihren Damen am Mittwoch um 17.44 ! Uhr in Poris eingetroffen. Sie wurden am Bahn­hof von Ministerpräsident Daladier und Außen­minister Bonnet empfangen und begaben sich, von lebhaften Beifallskundgebungen der Bevölkerung begrüßt, in die englische Botschaft, wo sie abgestie- 1 gen sind. Daladier gab am DUttwochabend, unter-; stützt von Außenminister Bonnet und Frau, in den Räumen des Quai d'Orsay ein Diner, an dem neben dem englischen Premierminister und Frau Chamber- v fatn und dem englischen Außenminister und Lady ; Halifax der englische Botschafter in Paris, Sir Eric ; Phipps, und alle französischen Minister sowie zahlreiche Parlamentarier, ferner Generalissimus Gomelin teilnahmen. Die Besprechungen werden heute vormitaag um 10 Uhr im Außenministerium ausgenommen. Um 12.30 Uhr werden die Minister einer Einladung des Präsiden­ten der Republik zum Frühstück nad)fr "men. Von 15 bis 17.30 Uhr werden die Besprechungen fort­gesetzt. Im Anschluß an einen Empfang im Pariser Rathaus findet um 18.30 Uhr ein Presseempfang durch die englischen und französischen Minister statt.

Aus aller Well.

Berlin soll Zentrale des Kampfes gegen Krebs werden.

Berlin, 23. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte das Virchow-Krankenhaus wo er zu den Aerzten und dem Pflegepersonal sprach In einer Millionenstadt wie Berlin stehe man vor einer Ueberfülle von Problemen sozialer wirt­schaftlicher und soziologer Art, und in einer solchen Stadt nehmen auch die Fragen der K r an kh et s> bekämpfung einen breiten Raum em Dabei kuriere der Nationalsozialismus nicht wie em Kur- pfuscher an den Symptomen herum, sondern er suche die Ursachen der Volkskrankheiten zu erkennen und auszurotten- er dringe bis zum Kern vor und bleibe nicht an der Oberfläche haften. Der Politiker und der Arzt fänden sich hier in gemeinsamer Arbeit Dr. Goebbels kam besonders auf d en K amps gegen den Krebs zu sprechen; Berlin müsse zu einer Zentrale dieses Kampfes werden Deshalb werde er veranlassen, daß eine größere Summe zur Erforschung der Krebskrankheit und ihrer wirksamen Bekänipfung zur Verfügung gestellt wird. Dr. Goeb- bels sprach dann von dem schweren, aber ehrenvollen Beruf des Arztes und der Schwester; sein Dank gelte den Zehntausenden, die in der Krankenpflege tätig seien und die sich damit wahrhaft um das Vater­land verdient machten.

Derheeren-er Sturm über Gübengland

Der Sturm, der zahlreiche südenglische Graf­schaften am Mittwoch heimsuchte, hat sich nahezu zu einer Unwetterkatastrophe entwickelt. Insgesamt sind bisher 13 tödliche Unglückssälle bekannt gewor­den. Unter den Toten befinden sich mehrere Kinder, die durch niederstürzende Dächer, Bäume oder Tele­graphenmaste erschlagen wurden. Rettungsaktionen mußten u. a. in Brighton, Aldburgh, Thorpneß, Plymouth und Southampton unternommen werden. Die Küstenschiffahrt soll fünf Boote bis zu 100 Ton-

Seit der Erforschung Afrikas hat niemand die Welttarte so sehr an neuen Eintragungen bereichert wie Sven Hedin, der große schwedische For- chungsreisende. Der Trans-Himalaja, Tibet, die eltsame Mönchsrepublik Innerasiens, die Wüste Gobi und weite Teile der Mongolei mit ihren vielen geographischen Rätseln hat Sven Hedin in unermüdlicher jahrzehntelanger Forscherarbeit der Wissenschaft erschlossen. Aber nicht nur das. Seine vielen Bücher mit ihren fesselnd geschriebenen Reise­berichten haben seine Forscherarbeit geradezu volks­tümlich gemacht und das Interesse für die Länder Innerasiens in weiteste Kreise getragen. Wir wissen außerdem, daß führende Staatsmänner des Ostens ich die Ergebnisse seiner Forschungen für eine groß­zügige Verkehrspolitik zur Erschließung der weiten Gebiete zwischen China und Turkestan nutzbar ge­macht haben.

So steht Sven Hedin, her jetzt 70jährige, vor uns als ein durchaus moderner Mensch, der allen Pro­blemen der Gegenwart weit aufgeschlossen ist und sich auch niemals gescheut hat, zu politischen Tages- fragen von Bedeutung in aller Entschiedenheit Stel­lung zu nehmen. Wir brauchen nur an die Frage einer hinreichenden Defensivrüstung seines schwedi­schen Vaterlandes gegen eine Bedrohung von Ruß­land her zu denken, auf die er schon lange vor dem Weltkrieg hingewiesen hat.

Im Weltkrieg selbst hat Sven Hedin zu den we­nigen Ausländern gehört, die an Deutschland nie­mals irre geworden sind. Ja, wir dürfen vielleicht sagen, daß unter den Trägern bekannter Namen in aller Welt wir in jenen Jahren schweren Ringens keinen treuesten Freund hatten als den großen Schweden Sven Hedin. Unb fein Buch, das nun eben erschienen ist*, sagt uns auch, woher diese Freundschaft rührt. Sie ist so alt wie seine Liebe zur geographischen Wissenschaft und sein Drang zur Erforschung Innerasiens. Schon als junger Student an der Universität Berlin fand er den Weg zu dem größten Geographen seiner Zeit, Ferdinand von Richthofen. Mit größter Verehrung für den Meister, dem er den Hinweis auf seine künftige Lebensaufgabe verdankt, aber auch mit köstlichem Humor, berichtet er von diesen ersten Jahren eifri­gen Studiums und heiteren Studentenlebens in der Reichshauptstadt. Einer Menge bedeutender Wissen­schaftler dieser Epoche wie Virchow, dem großen Pathologen, dem Physiker Helmholtz, dem Theo- logen H a r n a ck und vielen Männern seines Fa-

* Sven Hedin: 50 Jahre Deutschland, mit 20 Abbildungen aus Tafeln. Preis geheftet RM. 5,, in Seinen gebunden RM. 6,. Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig. (424.)

ches wie Schweinfurth, Hans Meyer, Dry­galski, Penck und Supan ist er nähergetre­ten. Unb er weiß über dies Zusammentreffen, das oft nur bei der ersten Begegnung blieb, zu anderen Malen aber zu langjähriger freundschaftlicher Zu­sammenarbeit führte, überaus anschaulich und fes­selnd zu berichten. Mit größter Herzlichkeit spricht er von seinen Verlagen, von Justus Perthes in Gotha, dessen Karten unb dessen geographisches JahrbuchPetermanns Mitteilungen" den Namen Perthes auch weit über den Kreis der geographi­schen Zunft hinaus bekannt gemacht haben und von F. A. B r o ck h a u s in ^Leipzig, mit dessen Inha­bern Sven Hedin ein enges Vertrauensverhältnis verband. Von besonderem Reiz sind die Gedenk- blätter, die der große Forscher von äußeren Erfol­gen weniger begünstigten Kollegen widmet, die trotz aller Widrigkeiten hoch bedeutsame Leistungen voll­bracht haben wie Albert Tafel, den zu Unrecht vergessenen deutschen Tibetforscher, unb Julius von Payer, den Entdecker des Fvanz-Joseph-Landes.

Wir sagten schon, daß Sven Hedin im Weltkrieg mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit für Deutschland eingetreten ist. Aus dieser Zeit berichtet sein Erinnerungsbuch von vielen Fährten ins Haupt- quartier Ober-Ost unb an die verschiedensten Teile der deutschen Front. Er ist zu Hiydenburg und Ludendorff, zu Tirpitz und Admiral Scheer, zu dem jüngeren Moltke und von der Goltz-Pascha in ein enges Freundschafts­verhältnis getreten. Damals hat er auch schon den jungen Oberst von Seeckt kennengelernt, den späteren Organisator der Reichswehr, mit dem ihn enge Freundschaft verband. In Peking haben sich beide später wiedergesehen, und dort hat jener die bedeutsame Begegnung mit chinesischen Staatsmän­nern vermittelt, die Ausgangspunkt für eine neue Forschungsreise Sven Hedins zur ETkundung eines Autoweges entlang der alten Seidenstraße gewesen ist.

So bietet dies Buch eine Fülle der Erinnerungen an führende Männer der jüngsten deutschen Ver­gangenheit, die alle von Sven Hedin, oft nur mit wenigen Strichen oder durch eine charakteristische Anekdote prägnant gezeichnet werden. Die Liebe zu Deutschland und eine tiefe Dankbarkeit für alle die Anregungen und Förderungen, die Sven Hedin als Mensch unb Forscher von der deutschen Wissen­schaft und ihren Großen erfahren hat, haben ihm dies schöne Erinnerungsbuch50 Jahre Deutsch­land" diktiert. Wir werden es dankbar hinnehmen als das Denkmal der Freundschaft eines Mannes, dessen Treue auch die härteste Probe bestanden hat.

Fr. W. Lange.

der spanischen Häfen. Er ist auf fünfzehn Jahre berechnet. Die Gesamtkosten dürften sich nach dem vorläufigen Ueberschlag allein für den Straßenbau, den wichtigsten Teil des Planes, auf rund drei Mil­liarden Peseten belaufen, für das Sofortprogramm wurden aus dieser Gesamtsumme nicht weniger als 800 Millionen Peseten bewilligt. Spanien hat zwar ein ziemlich dichtes Netz von modernen Straßen, die z. T. aus der Diktaturzeit Primo de Riveras stammen, aber einmal sind sie nur nach den Haupt­städten ausgerichtet, und dann sind sie natürlich während des Bürgerkrieges ziemlich zerfahren wor­den. Die bestehenden Straßen sollen erneuert wer­den und neue Zubringerstraßen die Orte, die bis­her weltabgeschieden waren, an den Verkehr an« schließen. Die ungefähre Länge der Straßen, der vorhandenen und neu anzulegenden, wird auf 109 000 Kilometer beziffert, wobei das noch von den Bolschewisten besetzte Gebiet einbegriffen ist. Man glaubt, daß innerhalb von vier oder fünf Jahren die bestehenden Straßen mit neuen und stärkeren Decken versehen und die gesprengten Brücken und Wohngebäude an den Straßen wieoer- hergestellt werden können.

Welche Schwierigkeiten überwunden werden müssen, zeigt z. B. der Wiederaufbau der großen Straße, die in Nordspanien von San Sebastian über IrunBilbaoSantander nach Gijon und

jeder Landbesitz 500 Joch nicht übersteigen, der Großgrundbesitz also erheblich Land an die landlosen Bavern abgeben soll. Man will bei den im Aus­lande ihr ungarisches Geld verzehreirden Boden­besitzern und bei den Juden, an fang en. Die Preise sollen besser geregelt und überwacht, die Preistrei­bereien unterbunden, alle Kapitalskonzentrationen national ausgerichtet werden. Der Einfluß der Ju­den sollte überall gebrochen, dagegen die Wehrhaf­tigkeit gestärkt werden.

Dies und manches andere mehr hatte sich Jmrsdy vorgenommen. Nur war es in Ungarn von jeher so, daß der reaktionäre Großgrundbesitz und das liberalistisch-jüdisch durchsetzte kapitalkräftige Ele­ment alles hintertrieben, was nach einer Losung der sozialen Frage aussah. Gegen diese Strömungen dachte Imr4dy nun mit Ermächtigungen zu arbei­ten, er wollte also den Willen der Parteien zu­gunsten der Autorität zurückdrängen. Das hat in der Partei der Nationalen Einheit, m der auch die Großgrundbesitzer, die Liberalen und verwandte Richtungen vertreten waren, zu einer förmlichen Revolte geführt. Man sagte dem Ministerpräsiden­ten Diktaturgelüste nach und 67 Abgeordnete schie­den aus dem Regierungslager aus, das damit, par­lamentarisch gesehen, aktionsunfähig geworden ist.

Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß in Ungarn eine gewiße Agitation für die Einverleibung der Karpatho-Ukr aine, also für die Ge­winnung einer gemeinsamen ungarisch - polnischen Grenze eingesetzt hat. Aus Prag wird gemeldet, daß ungarische und polnische Freischärler die Grenzen des karpatho-ukrainischen Landesteiles beunruhigen und daß deshalb eine motorisierte Division dorthin entsandt worden sei. Am 21. November hat die ungarische Regierung alle slowakischen und tsche­chischen Kolonisten in dem abgetretenen Gebiet mit einer Frist von drei Tagen ausgewiesen. Die slowa­kische Regierung hat als Gegenmaßnahme die Be­schlagnahme des ungarischen Eigentums in der Slo­wakei angeordnet. Auch unter diesen außenpoliti­schen Gesichtspunkten muß die Regierungskrisis in Budapest betrachtet werden. Imrsdy hat im Parla­ment darauf hingewiesen, als er sagte:Im vollen Bewußtsein meiner Verantwortung und in Kenntnis aller Elemente der außenpolitischen Lage muß ich erklären, daß wir uns nicht in eine über» ft ü r 31 e Aktion einlassen können, die keine Hoffnung auf ein dauerhaftes Ergebnis bietet." Diese deutlichen Worte sind als eine Warnung an alle diejenigen zu verstehen, die, wie es auch in der Presse aller Schattierungen zum Aüsdruck kommt, die Vertretung der über den Münchener Schieds­spruch hinausgeh enden Forderungen Ungarns auf die Spitze treiben mochten.

Armandhingerichtet, der vom Schwurgericht in Limburg (Lahn) wegen Mordes zum Tode Der» urteilt tborben ist. Armand hat in der Nähe von Wasenbach bei Limburg seine schwangere Geliebte ermordet, um sich ihrer und des zu erwartenden Kindes zu entledigen.

Bata auf Geschäftsreisen in den Niederlanden.

Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, ist die Meldung, der tschechische Schuh industrielle Bata sei dieser Tage in Leitmeritz wegen Der» suchten Deoisenschmuggels verhaftet worden, er habe versucht, 164 000 englische Pfund, die in dem Botahous in Leitmeritz versteckt gehal­ten worden seien, in die Tschecho-Slowakei zu schmuggeln, in allen Punkten unrichtig. Bata hatte niemals versucht, Devisen in die Tschecho-Slowakei zu schmuggeln. Es sind auch keine Devisen zu diesem Zweck versteckt gehalten worden. Bata befindet sich auf einer Geschäfts­reise in den Niederlanden.

Explosionsunglück in Genua fordert 4 Tote, 10 Verletzte.

In einem Lagerraum für Südfrüchte in Genua ereignete sich eine schwere Explosion. Sie for­derte vier Tote und 10 Verletzte. Die Explo­sion entstand, wie man annimmt, durch ausgeftrom» tes Gas, das sich beim Heizen des Raumes entzün« bete. Die Mauern und die Decke des Lagers stürzten ein. Unter den Verletzten befinden sich mehrere Fuß­gänger, die im Augenblick der Explosion an dem Lagerraum oorbeigegangen waren.

Drei Lehrlinge durch Sohlenoxydgase getötet.

In Lyck in Ostpreußen wurden durch Kohlenoxyd- gose, die aus einem Kachelofen austraten, die drei Lehrlinge einer Firma im Alter von 15 bis 17 Jahren vergiftet. Die drei Verunglückten hatten den Kachelofen in ihrem Zimmer stark geheizt. Da das Abzugsrohr verstopft war, entwickelten sich Kohlenoydgase. Wahrscheinlich haben die drei Lehr­linge des Nachts die Gefahr bemerkt unb versucht aufzustehen, was aber zu spät war, so daß sie vor ihren Betten zusammenbrachen.

Riesige Daldbrände in Kalifornien.

Riesige' W a l d d r ä n d e , die als die verheerend­sten in der Geschichte Südkaliforn'iens bezeichnet werden, verursachten im Topanga- Canyon - Gebiet nördlich Panta Monica und im Panbernodino-Ge- birge einen in viele Millionen gehenden Schaden. Mehr als 200 Gebäude, unter denen sich die palast­artigen Besitzungen mehrerer bekannter Filmschau­spieler und Filmdirektoren befinden, brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch das be­kannte Arrowspringshotel, das von einem amen» konischen Filmmagnaten erst kürzlich für eine Mil­lion Dollar erworben wurde, wurde ein Raub der Flammen. Vielfach konnten sich die Be­wohner nur durch eine Flucht ins Meer vor dem rasenden Ansturm der Flammen retten. Obwohl bereits Tausende zur Bekämpfung der Waldbrände eingesetzt sind, wird das Umsichgreifen des Feuers burch starke Winde immer wieder begünstigt. Ver­schiedene stark besiedelte Bezirke sind durch die Flammen von der Außenwelt abgeschnitten. Bisher werden zehn Personen vermißt.

Spielende Kinder finden Golddevifen im Rhein.

Am 21. September d. I. machten am Rhein spie­lende Kinder in Köln einen ungewöhnlichen Fund. Als sie ein Päckchen, das sie im Wasser entdeckten, zu bergen versuchten, ging die Papierumhüllung entzwei, unb der Inhalt stellte sich als eine große Anzahl von Golddevisen heraus. Es handelte sich um amerikanische Dollars, holländische Gulden, Schwei­zer Franken, englische Pfunde unb französische Franken-Stücke. Die Zollfahndungsstelle traf an der Fundstelle sofort weitere Feststellungen unb ließ durch einen Taucher weitere Bergungsversuche un­ternehmen. Insgesamt konnten seinerzeit für rund 3 5000 Mark Golddevisen sichergestellt werden. Man vermutet, daß sie von einem Devisen- . schieber unter dem Ponton einer Anlegebrücke per« - steckt wurden, um in einem geeigneten Augenblick

Alpen entspricht, gründlich zerstört; die waren gesprengt worden, die Wohnhäuser .... Straßen der bolschewistisch-anarchistischen Zerstörungswut zum Opfer gefallen. Allein vor Bilbao waren sieben Brücken in die Lust geflogen. An ollen diesen Stätten der Verwüstung arbeiten bolschewistische Kriegsgefangene, die sich aus aller Herren Länder rekrutieren, um die Städte neu er­stehen zu lassen, die Brücken neu zu bauen, die Ort­schaften wieder herzustellen. Allein in Bilbao sind rund 50 000 Kriegsgefangene am Werk, die das wieder aufrichten müssen, was sie vorher zerstörten. Die lange Nordroute ist heute bereits wieder für Kraftfahrzeuge befahrbar. So geht es überall im nationalen Spanien. Die Dernichtungswut der Mos­kowiter hat dort ungeheure Werte zerstört, aber der Wiederoufbouwille Francos ist stärker. E. S.

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fordern Sie ausdrücklich MAGGI5 Fleischbrüh-Würfel Kennzeichen; Der Name MAGGI und die gelb-rote Packung