Ausgabe 
24.2.1938
 
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ftaUc des unvergeßlichen Sturmführers. In Ge- gen wart des Obergruppenführers marschierte die Standarte an dem mit Kränzen über und über geschmückten Hügel vorbei.

Generalseldmarschall Göring in Warschau.

Warschau. 23. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring stattete in Warschau dem Mnnsterprasidenten General Skladkowski und dem Außenminister B e ck. mit dem eine längere Unterredung stattfand. Besuche ab. Auf dem Schloß trug sich Ministerpräsident Göring in die Besuch--,- liste des S t a a t s p r äs i d e n t e n ein, der bereits nach Bialowieza abgereist ist. Nach einem Frühstück in der deutschen Botschaft machte Generalfeldmar- schall Göring dem polnischen Marschall Ryds- S m i g l y seinen Besuch. Im Anschluß an das Essen das Außenminister Beck abends gab, wird sich Ge- neralfcldmarschall Göring mit seiner Begleitung im Sonderzug zur Teilnahme an der S t a a t s j a g d des Staatspräsidenten n a ch B i a l o w i e z a be­geben.

Deutschland sucht Arbeiter. - Im Ausland steigende Arbeitslosenziffern.

Washington, 24. Febr. <DNB. Funkjpruch) Während sich in Deutschland der Mangel an Arbeitskräften immer fühlbarer bemerkbar

macht, steigt die Zahl der Arbeitslosen im Ausland. L as am e r i f a n i f d) e Arbeitsministerium teilt mit, Die Zahl der Arbeitslosen von Mitte Dezember 1937 bis Mitte Januar 1938 um rund 1,3 Mil- tonen gestiegen fei. Die Gesamtzahl der Ar­beitslosen wird mit 8,9 Millionen im Dezember 1937 angegeben.

Kleine politische Nachrichten.

Der Chef der argentinischen Heeresluftwaffe Ge- neral L» e r d a a u e r wurde vom Führer und .de i ch s k a n z I e r in Gegenwart des Reichsmini, sters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luft- maffe Generalfeldmarschall Goring empfangen. Genetal Berdaguer konnte dem Führer Und Reichs­kanzler Grüße des neugewählten Präsidenten der Re­publik Argentinien, Dr. Roberto M. O r t i, über- bringen. 0

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In Erwiderung eines Besuches des Schulschiffs französischen KriegsmarineI e a n n e d ' A r c in Kiel hat das französische Kriegsmarineministerium den deutschen SchulkreuzerE m den" für 1938 zu einem Besuch in einem französischen Kriegshafen eingeladen.

Mussolini hat am Mittwoch im Beisein des Außenministers Graf C i a n o den deutschen Bot- schafter von 5) a f s e l l zum Abschiedsbesuch emp­fangen. v

Spanische Reise.

Von unserem Sonderberichterstatter

II.

Marseille - Salamanca.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Salamanca, im Februar 1938.

Fast eine Stunde braucht das Auto vom Flug­platz in das Zentrum der Stadt Marseille. Es ist ein warmer Rwieranachmittag. Aber Marseille zeigt von der Schönheit der Riviera wenig. Man kommt durch viele trübe Vorstädte dieser Stadt von 900 000 Einwohnern und ist auch von der berühmten Hauptstraße Cannebiöre mit ihrem südländi­schen Verkehr nicht versöhnt. Hin und wieder gibt es wohl Eleganz. Aber selbst bis in diese Haupt­straße drängt sich vom Hafen her die Flut der Menschen, die an Ausdruck und Haltung an jenen Typus erinnern, den wir einmal alsK o m - IN u N e" bezeichneten.

Marseille ist eine W e l t h a f e n st a d t. Aber wenn man an Hamburg denkt mit seinen vor­nehmen, großen Straßen und Plätzen, dem Gesichte des ehrbaren Weltkaufmanns, dann scheint Mar­seille nur die Schattenseiten eines internationalen Hafenplatzes zu zeigen. Hamburg ist deutsch Marseille ist aber nicht französisch in seinem Straßenbild. Alle Nationen und Nassen quirlen hier durcheinander. Und doch sind die Tausende, die an einem vorbeiziehen, zum großen Teil typisiert: Kommune". Man braucht zu dieser Feststellung nicht einmal in die schlimmsten Hafenviertel zu gehen. Es ist überall der Gesachteindruck.

Don Spanien wird viel gesprochen in den

W. E. SrciOerr von Medern.

CafSs und Kneipen. Aber man meint Barce- Iona. Die Zeitungen sind angefüllt mit Sensations- melbungcn über den spanischen Bürgerkrieg, aber s'e stammen aus Valencia, und die Kommen­tare und Ueberschriften dokumentieren die poli­tische Verbundenheit mit Rot - Spa - n i c n. Am frühen Morgen des nächsten Tages lese ich vor dem Weiterflug die neueste Zeitung mit der Ueberschrift: lieber 200 Tote und 400 Schwerver­letzte in Salamanca beim letzten Fliegerangriff. Die Nachrichten der deutschen Blätter hatten gestern nur etwa 10 Tote und 20 Verletzte angegeben. Sollte es sich etwa um einen neuen Bombenangriff handeln? Um die Mittagszeit werden mir wissen, was ist. Da wird unser Flugzeug in Salamanca fein.

Erst an der Küste entlang, dann nördlich der Pyrenäen, gucr durch Frankreich auf Biarritz 3 u geht unser Flug. Dann halten wir Kurs aufs Meer, um nach den Bestimmungen der Nichtein- mischungskommisfion nördlich der Drei-Meilen-Zone die französisch-spanische Grenze zu umfliegen, lieber San <5 c b a ft i a n erreichen wir spanischen Boden und gehen nun auf 200 bis 300 Meter herunter. Bei so niedrigem Flug liegt das Land unter einem aufgeschlagen wie ein Hauptbuch. Man kann viel Neues lesen. Spuren der Zerstörung 'fiel)t man in dem schönen San Sebastian nicht mehr, auch später deuten nur ein paar Schützengräben auf die schwe­ren Kämpfe, die hier ausgefochten wurden. Aber man begreift über diesem zerklüfteten Bergland, wie schwierig die Angriffe hier gewesen sein müssen, und wie mühsam die Kolonnen nur vorwärts ge-

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Unsere Aufnahme zeigt den Staatschef des nationalen Spaniens General Franco mit feinen Generalen bei einer Besprechung an der Teruelfront. (Associated-Preß-M.)

kommen fein können. Heute weiden große Schaf- Herden in den Bergen, die Hänge der Täler find sorgsam bestellt, überall ist Leben.

Je weiter man über Victoria nach der Hochebene von Burgos, Valladolid bis Salamanca kommt, um so stärker wird der Eindruck eines intensiv bearbeiteten Landes. Viele Viehherden, überall aus den Siedern pflügende Ochsengespanne, überall schaffende B e w o h n e r. Auf der breiten Asphaltstraße zwischen den Städten, noch das Werk Primo de Riveras, fahren die Eselkarren, Lastautos und Personenkraftwagen, hin und wieder streifen wir Pinien- und Korkeichenwälder. Es ist ein fruchtbares und ein beackertes Land. Den Beweis, daß hier der Bürgerkrieg überwunden und die Shbcit im Gange ist, gibt das dicht unter uns liegende Land. General Franco wird feine Menschen ernähren, seine Soldaten satt machen können.

Wir fliegen ganA tief. Vielleicht sind feindliche Bomber in der Nähe. Aber wir können den Men- scheu auf den Feldern und Straßen fast ins Gesicht sehen. Ueberall winken sie dem deutschen Flugzeug zu. Dies Bild des friedlich schaffenden Spanien war überraschend. Aber die Lebensrnittel, die ich später in den Geschäften Salamancas sah, das überreich­liche Essen im Hotel bestätigen die Bestellung: Der FeindHunger" wird in das nationale Spanien nicht einziehen. Drüben bei den Roten soll es ganz anders sein, da hat man wohl sowjetrussische und französische Munition, aber das tägliche Brot fehlt ihnen. Auf dem Flugplatz ist die Zoll- und Devisen­kontrolle schnell erledigt, ein Mitreisender, Kauf­mann aus Malaga, findet sein Anschlußflugzeug der spanischen Verkehrsluftfahrt nach Sevilla pünktlich

vor, mich bringt das Auto auf der guten Straße in einer halben Stunde nach Salamanca.

Das Bild der Stadt mit ihrer Kathedrale, den alten Kirchen und Türmen in der Nachmittags­sonne ist herrlich. Wäre nicht das bedrückende Ge­fühl, in die Hauptstadt eines im schweren Kampf stehenden Volkes zu kommen, schwelgte das Auge mir in Schönheit. Aber Salamanca hatte den letzten Fliegerangriff überwunden. Es waren gottlob nur 10 Tote und 20 Verletzte, die französische Zeitung hatte wieder einmal gelogen. Auf der Placa, dem schönsten Platz des architektonisch so reichen (Sala­manca, drängten sich die Menschen in den Kolon­naden vor den Geschäften. Viele Uniformen, fast keine eleganten Heimkrieger, aber abgerissene Röcke, Soldatenmäntel, denen man den Schützengraben ansah, Männer der Front, blutjung oft, manche mit Kopf- und Armverbänden oder an der Krücke. Sie plaudern mit den hübschen Mädchen oder fingen im Chor. Keine Spur von Niedergeschlagenheit unter der Bevölkerung. Die roten Bomber haben ihren Zweck verfehlt. Das ist der erste Eindruck.

Und in der Halle des Gran Hotel, wo Offiziere, Diplomaten, Beamte kommen und gehen, erzählt mir einer, den ich nach dem Bombenangriff frage, diese Geschichte: Aus einem getroffenen Hause habe sein Freund einen achtjährigen Jungen geborgen. Als der kleine Kerl auf der Krankenbahre aus seiner anfänglichen Bewußtlosigkeit erwacht sei, habe er sich blutüberströmt aufgerichtet und ge­rufen:Arriba Espana. E s lebe Spanien! Wir werden in unserem Gespräch unterbrochen. Durch den Radiolautsprecher wird der neue Heeresbericht bekanntgegeben. Und dann er­klingt die Falangehymne. Sie stehen alle still im

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