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Oie Neuregelung
der laufenden Kinderbeihilfen.
Berlin, 22. Jan. (DNB.) In der Presse ist kürzlich die Nachricht verbreitet worden, daß ab 1. April 1938 nur Familien, die mindestens uns Kinder haben, auch schon für das dritte und vierte Kind laufende Kinderbeihilfen erhalten sollen. Diese^ Nachricht ist unrichtig. Es werden ab 1. April 1938 auch schon bi e Lohn- und Gehaltsempfänger, bie nur drei oder vier Kinder unter 16 Jahren haben, lausende Kinderbeihilfen erhalten.
Studentenführertagung in Frankfurt.
NSG. Auf einer Tagung der Student en führer mb Amtsleiter der NS.-Studentenkampfhilfe des Bereiches Rhein aus den Gauen Hessen-Nassau, ^oblenz-Trier und Kurhessen erklärte Reichsführer Nroß, das Studententum stehe noch mitten im Kampf um die Verwirklichung einer national» ozialistischen Hochschule. Die Kameradschafts- - rziehung stehe im Mittelpunkt der studentischen Arbeit. Durch den Einsatz der Kameradschaft im 3anb= und Fabrikdienst würden die Studenten die nichtigsten Probleme des deutschen Volkes kennen «rnen und trügen dazu bei, daß eine lebendige Wissenschaftsarbeit an den Hoch- und Fachschulen betrieben würde. Auf allen Arbeitsgebieten zeige die heutige Studentengeneration einen rnerhörten Leiftungswillen. Der Student bereite ich in harter Selbsterziehung auf seinen Beruf und Eine Verpflichtung der Volksgemeinschaft gegenüber vor. — Gaustudentenführer Kugelmann lellte die Aufgaben des Altherrenbundes er deutschen Studenten (NS.sStudententampfhilfe) eraus. Er wende sich an alle Altakademiker, ganz seich, wo sie früher gestanden hätten. Jeder, der gewillt sei, als Nationalsozialist aktiv am studenti- chen Leben teilzunehmen, könne im Altherrenbund ^er deutschen Studenten, dem einzigen von der "vDAP. anerkannten Akademikerzusammenschluß, m. gemeinsamer Arbeit mit den jungen Studenten Mitarbeiten.
Drei Vaierlandsverräter hingerichtet.
. Berlin, 22. Jan. (DNB.) Die Justizpressestelle ^enn Volksgerichtshof teilt mit: Die vorn Dolksge- 'lchtshof wegen Vorbereitung eines hochverräte- 'ichen Unternehmens und wegen Landesverrats /UM Tode verurteilten Gerhard Diehl, 35 Jahre :1‘‘> und Felix Bobek, 39 Jahre alt, find am DQM3tagnwraen hin gerichte 1 worden. Weiter ®urbe Samstag morgen der am 26. Juni 1937 vom
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5 GaupropagM t Lorbeerkranzc des Drii^
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melfter der Nordmark, Präsident der Handwerkskammer und Präsident des Deutschen Handwerksinstitutes Pg. Ferdinand Schramm, MdR., Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei, den unser Bild zeigt, ist beauftragt worden, vorläufig die Geschäfte des Reichshandwerksmeisters zu führen.
Oer Saarpfalzkanal das Lebensproblem der Saarpfalz. Bochum, 22. Jan. (DNB.) In einer Abstimmungsgedenkfeier der Saarpfalzoereine sprach Gauleiter B ü r ck e l über den politisch-weltanschaulichen Aufbau im Saarland, wobei er dankbar der Einsatzbereitschaft und der Treue gedachte, mit der auch der deutsche Arbeiter an der Saar sich zu seinem Deutschland bekannte, obwohl er einst sehr oft wegen dieses Bekenntnisses um Arbeit und Brot kam. Der wirtschaftliche Aufbau an der Saar habe bereits dank der zähen Arbeit und des Zusammenhaltes aller Gutgesinnten beachtliche Erfolge aufzuweisen. Der Bau des S a a r p f a l z k a n a l s fei das Lebensproblem der Saarpfalz schlechthin. Die Saar als zusammenhängendes Industriegebiet mit ihrer frachtexzentrischen Lage müsse an die Wasserstraßen des Reiches herangeführt werden.
Oie Feierstätte auf der Lorelei.
NSG. Am Samstag besichtigte Gauleiter Sprenger die vom Reichsarbeitsdienst in Angriff genommene nationalsozialistische Feierstätte auf der Lorelei, die zur Durchführung großer Parteiveranstaltungen des Gaues Hessen-Nassau und zur Aufführung von Freilichtspielen dienen soll. Ein breiter Aufgang führt zu der Feierstätte. Rechts der Freitreppe erhebt sich ein hoher Kommandoturm, von dem ein riesiger Adler die Besucher grüßen wird. Im Halbrund der Feierstätte erstrecken sich mehrere Sitzreihen aus Bruchsteinen nach der Bühne. Am äußeren Rund der Stättö be- inden sich drei Bastionen aus Backsteinen, die zur Beleuchtung der Bühne dienen. Außer der Aufgangstreppe und der Bühne müssen noch die Treppen zu den Sitzplätzen fertiggestellt und die Sitzreihen mit Platten belegt werden. Der freie Platz wird mit Splitt abgedeckt. Ferner müssen die Umkleideräume, die in der rechten Bastion untergedracht sind, noch ausgebaut werden. Die Weihe der Feierstätte, die 4000 Menschen aufnehmen kann, findet in Verbindung mit der Sommersonnwende statt.
Tagung der Kulturbaubeamten.
Unter dem Vorsitz von Staafsminister a. D. Ministerialdirektor Rieke vom Reichs- und Preußischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft fand in Berlin eine Arbeitstagung der preußischen Kulturbaubeamten statt, an der auch zahlreiche Kulturbaubeamte der übrigen Länder te'il- nahmen. Die Kulturbaubeamten sollen die wasserwirtschaftlichen Voraussetzungen für eine bestmögliche landwirtschaftliche Ausnutzung unseres Grund und Bodens schaffen. Ihr wesentlichstes Aufgabengebiet ist die Bearbeitung von Entwürfen für Flußregelungen, Oeichbauten, Talsperren, Neulandgewinnung, Kultivierung von Moor- und Oedländereien,- Ent- und —-o....., Bewässerungen, landwirtschaftliche Verwertung
MMmm grM städtischer Abwässer u. a. m. Diese Entwürfe wer- nächstes Jahr öti ^^n unter der bauleitenden Aufsicht der Kulturbau- )as Kunstges beamten zum Teil durch den Reichsarbeitsdienst, ebenbürtig anyj $um ^eil durch Unternehmer mit freien Arbeitskräften ausgeführt. Die Tagung diente insbesondere Der einheitlichen Ausrichtung der Kulturbaubeamten für die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Behörden und Dienststellen, die an dem großen, lebenswichtigen Ausbauwerk der Landeskultur beteiligt lind. U. a. wurde die Zusammenarbeit mit den Naturschutzstellen, mit dem Reichsarbeitsdienst, mit item Reichsnährstand, die Finanzierung der Meliorationen, die neuesten Erfahrungen bei der landwirtschaftlich elr Verwertung städtischer Abwässer, die (Eingliederung der Ingenieurbauten in die Natur, Aufgaben und praktische Arbeit der Wasserwirt- ichaftsstellen und Maßnahmen gegen die Verschmut-
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Die Kavallerieschule in Hannover.
Klassische Stätte der deutschen Reiterei.
Wohl kaum eine Einrichtung der früheren Reichswehr und des heutigen Heeres begegnet in Laienkreisen so vielen falschen Vorstellungen wie die Kavallerieschule. Jeder, der überhaupt von Armeeoder Pferdesport eine Ahnung hat, kennt sie natürlich, aber für 95 unter 100 Fragenden ist diese Heeresanstalt eine Turnierschule, eine Art „Gestüt" ober ein Reitlehrinstitut. An und für sich ist die geschilderte laienhafte Auffassung natürlich entschuldbar. Seitdem deutsche Offiziere auf allen Plätzen Europas Siegeslorbeeren erwarben, ist eben für den Sportsmann und Zeitungsleser die Turnier- und Rennabteilung von so überragendem Interesse, daß alles andere dahinter, wenn auch zu Unrecht, zurücktritt.
Der Ursprung der heutigen Kavallerieschule geht auf die Reichswehr zurück. Durch das Diktat von Versailles mußten bekanntlich alle Schulen für Offiziere und Anwärter aufgelöst werden, man ließ für jede Waffengattung unseres Nachkriegsheeres nur eine Schule zu: die Jnfanterieschule in München, später Dresden, die Artillerieschule in Jüterbog, die der Pioniere in München und jene für die Kavallerie in Hannover. Eigentlicher Gründungstag für diese Heeresschulen ist der 27. Mai 1920, und es ist klar, daß alle Schulen im Lause der zwanziger Jahre die verschiedensten Entwicklungsstufen durchlaufen haben.
Für die Kavallerieschule waren die Anforderungen unter dem 1936 verstorbenen Chef der Heeresleitung, Generaloberst a. D. v. Seeckt, besonders umfassend. Er selbst hat es einmal freimütig ausgesprochen: „Von keiner Waffe verlange ich mehr als von der Kavallerie! Der Kavallerist muß nicht nur sicher im Sattel sitzen, sondern auch mit dem Karabiner, dem Nachrichtengerät, dem Spaten umgehen können wie der beste Schütze, Funker oder Pionier!" Die Zielsetzung Seeckts war zweifellos richtig. Auch im Zeitalter der Luftwaffe und der schweren Artillerie, der motorisierten Einheiten und anderer Spezialwaffen wird die berittene Truppe stets wichtige Funktionen zu erfüllen haben. Nicht die Maschine entscheidet den Krieg der Zukunft, sondern der Mensch, der sie schafft und sie sich unterzuordnen versteht.
So konnte es nicht ausbleiben, daß im Zuge des Aufbaus der neuen Wehrmacht auch die Kavallerieschule in ihren vielfachen Abteilungen eine Erweiterung und Umorganisation erfuhr. Kern blieb hierbei der Schul- und Spring st all, dessen Erfolge in aller Mund sind, und dessen Angehörige heute dem Namen und ihren Leistungen nach das In- und Ausland kennt und in erster Linie nut aufführt, wenn von Pferdezucht, Reitsport und reiterlicher Tradition die Rede ist.
Die heutige Kavallerieschule gliedert sich, neben der Lehr- und Versuchsabteilung, die denen anderer Waffen entspricht, in vier große Abteilungen. Da ist zunächst die Waffenschule, in deren Rahmen Lehrgänge für Offiziere der Kavallerie und zur Ausbildung des Osfiziersnachwuchfes stattfinden. Man unterteilt diese Lehrgänge wiederum in solche für Kommandeure, Stabsoffiziere, Rittmeister, Leutnants, Offiziere des Beurlaubtenstandes und Unteroffiziere; die Ausbildung selbst geschieht in theoretischen und praktischen Disziplinen.
Die Reitschule ist für Offiziere und Unteroffiziere unterteilt. Die Schüler lernen hier alle Einzelheiten und Feinheiten reiterlichen Könnens kennen, wie sie in der aktiven Truppe gebraucht und angewandt werden. Die Schüler entstammen der Kavallerie und der berittenen Arttllerie; im allgemeinen dauert ein Kommando nach Hannover ein Jahr, doch werden besonders veranlagte Reiter
Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte verurteilte 30jährige Arthur P e f ch k e hingerichtet. Der Verurteilte hatte von einem Bekannten im benachbarten Auslande die briefliche Aufforderung erhalten, ihn zum Abschluß eines Geschäftes w besuchen. Dort wartete ein Agent des ausländischen Spionagedienstes auf ihn. Der Verurteilte ging auf dessen Ansinnen, gegen die deutsche Landesverteidigung gerichtete Spahdienste zu leisten, mit großer Bereitwilligkeit ein und entfaltete eine sehr eifrige Tätigkeit für feinen Auftraggeber. Er machte sich an verschiedene Personen seines Bekanntenkreises heran, um sie für den fremden Nachrichtendienst anzuwerben, und war gewissenlos genug, seinem eigenen Bruder und einem seiner Bekannten militärische Papiere zu stehlen und seinem Auftraggeber zu überbringen.
Oie Sudetendeutschen feiern Adalbert Stifter.
Prag, 23. Januar. (DNB.) Der Bund der Deutschen veranstaltete anläßlich des 70. Todestages des größten sudetendeutschen Dichters eine Adalbert-Stifter-Gedenkfeier, an der die führenden Persönlichkeiten des Prager Deutschtums und der Behörden sowie zahlreiche Vertreter der Prager deutschen Studentenschaft und völkischer Verbände aus allen sudetendeutschen Gauen teilnahmen. Bundesführer Wehrenpfennig begrüßte einleitend u. a. den deutschen Gesandten Dr. Ei- senlohr, den Vorsitzenden der sudetendeutschen Kulturgesellschaft in Berlin, Ingenieur Götzen- a u e r , den Vorstand der Prager deutschen Umver- sität und der Technischen Hochschule, den Vertreter des Prager Außenministeriums und des Schulministers Franke und den Führer der Sudeten- deutschen Partei, Konrad Henlein. Dann schilderte Dr. Adolfo. G r o l m a n n (Karlsruhe) in seinem Festvortrag „Die seelische Gestalt des deutschen Menschen in Adalbert Stifters Werk und Menschenanschauung" das Leben des Böhmer-Wald- Dichters. Abschließend gedachte der sudetendeutsche Dichter Karl Franz Le p p a aus Karlsbad des großen Dichters Stifter.
Nachprüfung der jüdischen Einbürgerungen in Rumänien.
Bukarest, 23. Jan. (DNB.) Das Gesetz über die Überprüfung der Staatsbürgerschaften sieht vor, daß alle Juden, die feit d e m 2 8. Mai 1919 die rumänische Staatsbürgerschaft erworben haben, den Nachweis antreten müssen, daß diese Erwerbung z u R e ch t erfolgt ist. Bis zum 22. Fe- bruar werden die Gemeindebehörden in den 1918 zu Rumänien gekommenen Landesteilen Listen oonden ortsanfäffigenJuden aufftellen, die ihrerseits bis zum 14. März durch Dokumente den Nachweis erbringen müssen, daß sie am 1. Dezember 1918 (in Bessarabien am 9. April 1919) dort ansässig waren oder von dort ansässigen
ein weiteres Jahr auf der Schule behalten. Als Pferdematerial stehen gute Truppenpferde, besonders aus dem ostpreußifchen und hannoverschen Zuchtgebiet zur Verfügung.
Am wenigsten bekannt ist im allgemeinen die Fahrschule, in deren Bereich Lehrpersonal für ämtliche Fahreinheiten ausgebildet wird. Mit Rück- icht auf das wachsende Interesse des flachen Landes ür Reit- und Fahrturniere werden auch „zivile" Anspannmethoden gelehrt, da ein richtiges Anspannen eine der Hauptgrundlagen für jede bäuerliche Pferdehaltung ist. Wenn man den Jahresturnierkalender durchblättert, der selbst für kleine Garnisonstädte, Kreisorte und sogar Dörfer ländliche Wettbewerbe auftveist, so kann man ermessen, wie fruchtbar auch dabei alles fein kann, was in Hannover gelehrt wird, wie erprobte Schüler bas Gelernte hinausttagen in alle deutschen Gaue, in stetem Wechsel wiederum zu weiteren Wettbewerben und fieiftungs Prüfungen anregend.
Die umfassendste Abteilung, die man allzuoft mit der gesamten Schule identifiziert, ist die T u r n i e r« und Rennabteilung. Während die Grundausbildung selbstverständlich überall die gleiche ist, haben die Erfahrungen der letzten Jahre doch zur Einrichtung gesonderter Ställe geführt. Schulstall, Springstall, Rennstall und Dielseitigkettsstall, oder nach militärischem und olympischem Brauch „Military“ genannt, dienen zur Heranbildung des jeweils besten Offiziersmaterials. Wir alle kennen die Namen von Pferden wie „Kronos", „Absinth", „Gimpel" und anderen, die aus dem Schulstall herovrgegangen und fast an Wunder grenzende Leistungen zeigen. Oberst Freiherr v. Walden- f e I 5 , Major v. Metzsch und Oberstleutnant Gerhard, der heutige Leiter des Schulstalls, werden stets mit dem Begriff der Kavallerieschule verbunden sein; nicht zu vergessen den Namen des Trägers der goldenen Olympiamedaille, Oberleutnant Pollay, der in relativ kurzer Ausbildungszeit zu Siegesehren gelangen konnte. Auf jedem in« und ausländischen Turnier vertteten rft der Spring- und Melseitigkeitsstall, der im Herbst vorigen Jahres von einem der erfolgreichsten Offiziere, Rittmeister Mo mm, übernommen wurde. Müssen wir,weitere Namen wie Hasse, Barnekow, Stubbendorff, Brinkmann und vielleicht ein rundes Dutzend anderer nennen, um zu unterstreichen, was gemeint ist?
Jahraus, jahrein — und zu allen Zeiten des Sommers und des Winters wird dort geübt. Eine große Reithalle dient in der kalten Jahreszeit, ein ausreichender Reitplatz im Bereich der Schule und ein großer Sprunggarten außerhalb des Weichbildes der Stadt im Sommer der ernsten Arbeit. Auf letzterem, wo ideale Geländemöglichkeiten auch für die schwierigsten Hebungen der „Military“ gegeben sind, sind auch der Jagdstall und die Hundemeute untergebracht, die zur gebotenen Jahreszeit Treffpunkt alter und junger Reitersleute sind und all derer, die eine tiefe Liebe zum roten Rock in sich tragen.
Der Rennstall schließlich soll einmal die abkommandierten Offiziere im Training und im Hindernisreiten ausbilden und zum anderen die Schule bei großen oder internationalen Jagd- und Hindernisrennen vertteten. Gerade in letzter Zett durften wir den Namen des Rittmeisters v. Horn hören, der bei einer Gesamtzahl von etwa 700 Ritten in Zweibrücken seinen 100. Sieg feiern konnte. Vier Abteilungen, in sich grundverschieden und alle zu einer Aufgabe berufen: den Ruf der Kavallerieschule als klassischer Städte deuffcher Retterei zu bewahren und zu festigen. F.L.
Eltern geboren sind und für Rumänien optiert haben. In den alten rumänischen Gebieten muß der Nachweis erbracht werden, daß der Betreffende nicht fremder Staatsbürger gewesen ist und seiner militärischen Dienstpflicht genügt hat. Juden, die vor dem 28. Mai 1919 rumänische Staatsbürger geworden sind, können nur auf Antrag des Staatsanwaltes in die Untersuchung einbezogen werden, wenn der Verdacht besteht, daß beim Erwerb der Staatsbürgerschaft Irrtum oder Betrug vorlag. Die Zahl der zu Unrecht in Rumänien lebenden Juden ist nicht bekannt. Die Schätzung schwankt zwischen 250 000 und 500 000
Kinder und Frauen die Opfer eines bolschewistischen Bombenüberfalls auf Sevilla.
Sevilla, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie General Queipo de Llano im Rundfunk mittedte, haben bolschewistische Flugzeuge erneut einen Bombenanschlag auf die offeneStadt Sevilla verübt. 11 Kinder, 3 Frauen und 10 Männer — sämtlich Zivilpersonen — fielen diesem verbrecherischen Überfall zum Opfer.
Dor Anerkennung der spanischen Nattonalregierung durch Oesterreich.
Wien. 22. Jan. (DNB.) Die Vorbereitungen zu der auf der Budapester Konferenz beschlossenen Anerkennung der Franco-Regierung durch Oesterreich sind eingeleitet worden. Der österreichische Konsul in Madrid wurde beauftragt, den noch im bolschewistischen Teil Spaniens lebenden 180 Oesterreichern die Frage vorzUlegen, ob sie weiter in diesem Gebiet bleiben oder abwandern wollen. Die Kosten ihrer Uebersiedlung würden von der österreichischen Regierung getragen werden. Sobald diese Aktion durchgeführt sei, werde die Bundesregierung einen diplomatischen Vertreter Francos als offiziellen Gesandten Spaniens in Wien an- erkennen. Da Oesterreich in Spanien schon seit langem keine eigene Gesandtschaft mehr unterhielt, wird eine solche auch jetzt nicht errichtet werden. Auch weiterhin wird die diplomatische Vertretung Oesterreichs von der Gesandtschaft in Paris mit« besorgt werden. Dagegen wird die Bundesregierung eine konsularische Vertretung am Sitz der spanischen Nationalregierung errichten.
Kirchliche Einigungsbestrebungen in England.
London, 22. Jan. (DNB.) Die Besttebungen nach einer Vereinigung der englischen H o ch k i r ch e und der englischen Freikirche haben durch einen Bericht auf einer gemeinsamen Konferenz von Vertretern der Hoch- und Freikirchen einen neuen Auftrieb erhalten. Der Plan sieht eine vereinigte Kirche von England vor, in der die Kirchen aufgehen sollen, ohne jedoch das zu ver
tieren, was ihnen besonders wertvoll erscheint. Die vereinigte Kirche soll vielmehr all das erhalten, was die einzelnen Kirchen während der Zeit der Trennung an Wertvollem geschaffen haben.
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Auf Wunsch des Gesunvheitsministers fetzte sich am Sonntag die englische Kirche einmütig für die körperliche Ertüchtigung der Jugend ein. Der Bischof von London stellte in feiner Predigt Deutschland als Vorbild auf diesem Gebiete hin. England sehe, wie in Deutschland glänzende Erfolge durch die Pflege des Sportes und durch Jugendlager erzielt worden seien.
Meine politische Nachrichten.
Königin-W t*t ro e Maria von Jugoslawien traf auf der Durchreise in München ein. Zu ihrtzr Begrüßung hatten sich der Chef des Protokolls Gesandter von Bülow-Schwante, der der Königin-Witwe im Auftrag des Führers und Reichskanzlers einen Blumenstrauß Überreichte, und der königlich-jugoflawifche Gesandte Markowiffch auf dem Bahnhof eingefunben.
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Der Staatssekretär und Chef der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt, Gauleiter Bohle, ist mit seiner Gattin zu einem mehrtägigen Besuch in Budapest eingetroffen. In feiner Begleitung befinden sich Gauamtsleiter Dr. Koderle, -f-Haupt- sturmführer Hammerfen, SA.-Sturmbannführer
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Gohert und U-Sturmführer Regierungsrat 2)te- merge. Auf dem Bahnhof hatten sämtliche' Gliederungen der Partei mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Der stellverttetende Außenminister Baron Apor übermittelte dem Staatssekretär den Will« kommensgruß der ungarischen Regierung.
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Mit einer Fahrt nach Lodz und ein-r B e s i ch . tigung d e s Schlachtfeldes von Brze- ziny wurde der sechstägige Besuch der deutschen Militarabordnung in Polen abgeschlossen. Auf dem Gräberberg bei Rzgow, südlich von Lodz, legte General Liebmann zu Ehren der dort ruhenden deutschen Soldaten des Weltkrieges einen Kranz nieder.
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Die Stadt Hannover hatte dem italienischen Regierungschef ein edles Pferd aus der berühmten hannoverschen Zucht geschenkt. Der Duce hat daraus einen Pokal gestiftet, der unter den besten Pferde- züchtem Hannovers zum Austrag gebracht werden soll. Don der hannoverschen Stadtterwaltung ist angeregt worden, diesen Pokal als Wanderpreis regelmäßig auf dem hannoverschen Landesturnier zu vergeben. /
Der belgische Botschafter in London hat Ministerpräsident Chamberlain mitgeteilt, daß Belgien sich entschlossen habe, dieEroberungAethio- piens durch Italien anzuerkennen.
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Der nationalspanische Heeresbericht vom Sonntag meldet tm allgemeinen nichts Neues. Im Lusttampf wurden drei bolschewistische Flugzeuge abgeschossen und auf dem Flugplatz Bar- racas vier feindliche Apparate zerstört. ,^avas" mel- bet, fünf nationalspanische Kriegsschiffe hätten in den ftühen Morgenstunden des Sonntags Valencia mit etwa 40 Granaten beschossen.
Die griechische Regierung hat mehrere ehemals führende Politiker in die Verbannung geschickt, da sie versucht hätten, die Bevölkerung durch Flugblätter zum Aufstand aufzureizen.
Vor kurzem waren an Bord des brasilianischen Dampfers „Cuyaba" der Kapitän und der Erste Offizier unter geheimnisvollen Umständen ermor- d e t worden. Run ist der größte Teil der Besatzung, die fommuniftifd) eingestellt war, unter dem Verdacht der Beteiligung verhaftet worden.
Aus aller Wett.
vom Mainzer Iubiläumskarneval.
Zu einem Höhepunkt der bisherigen Jubiläums- Veranstaltungen des Mainzer Carneoal- Vereins geftalfete sich die Prinzenkürung in der Narrhalla. Der Ministerpräsident ließ dem Prinzen und dem Prinzeßchen Narrenkappe und Zepter überreichen. Der Oberhofmeister verlas die mit Lachsalven aufgenommene Thronrede. Prachtvoll brachte der närrische Kanzler die Empfindungen des närrischen Volkes für fein Prinzenpaar zum Ausdruck, worauf der Oberbürgernzeifter bas Prinzenpaar begrüßte. Nach der Pause geigten sich Hof und Staatsministerium bei einem „Fest am Hofe des Prinzen". Zum Schluß wurde dem Stadtkommandanten Oberst von Koppelow, dem Reichsbahndirektionspräsidenten Dr. Tecklenburg, dem Provinzialdirektor Dr. Wehner und Oberbürgermeister Dr. Barth der Prinzenorden verliehen.
Filmball in München.
Der Filmball im Deutschen Theater in München bildet einen der Höhepunkte des Münchener Faschings. Seine besondere Note erhielt er auch in diesem Jahr durch die Anwesenheit bedeutender Persönlichkeiten aus der Filmwelt sowie aus Par^ tei, Staat und Stadt. An ihrer Spitze sah man Reichsminifter Dr. Goebbels, der auch die Gattin des jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch und den jugoslawischen Gesandten b-egrüßen konnte. Aus der Filmwelt bemerkte man Magda Schneider, Hansi Knoteck, Gerda Maurus und Kitty Jansen, Willi Birgel, Willi Fritsch, Louis Iren ter und Hans Albers. Der Ball zeichnete sich durch eine Reihe schöner Darbietungen tänzerischer Art aus.
weihe einer Gedenktafel der Kriegsmarine in Wilhelmshaven.
Bei einer Gedenkfeier für die Schlacht an der Doggerbank am 24. Januar 1915 wurde in der Wilhelrnshaver Marine-Garnifonkirche in Anwesen- hett des Kommandierenden Admirals der Marine- ftation Nordsee, Vizeadmiral Boehm, eine Gedenktafel für die im Weltkrieg gesunkenen


