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weiter Es ist am Freitag, fahrt empfangen. Die ftanzösischen Kriegsschiffe, die >iert-aigen Staatsbesuch in ine königliche Jacht E Calws aus begleitet hatten.

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begrüßt.

Das Gesallenen-Denkmal für die Australier

Auf den Schlachtfeldern von Dillers-Bretonneau weihte König Georg dieses Ehrenmal für die gefallenen australischen Soldaten ein. (Scherl-Bilderdrenst-M.)

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daß sie in keinem mehr die Mchrheit haben. Im Jahre 1926 hatten sie noch im alten Oesterreich- Schlesien mit 45 v. 5). die relative Mehrheit. Um

sie zu zerschlagen, wurde deshalb damals Schlesien Mit Mähren zusammengelegt, und selbstverständlich halten die Tschechen auch in ihrem neuen Plan an dieser für sie sehr praktischen Einteilung fest. Diese wieder aufgewärmten alten habsburgischen Kronländer sollen nun jedes seinen eigenen Landtag erhalten, in dem die Tschechen natürlich die Mehr­heit haben würden. Als Trost verspricht man den nichttschechischen Volksgruppennationale Kurien", die aber in der ihnen zugedachten Rolle eine'Majo­risierung der Volksgruppen nicht würden verhindern können. Der Plan der Tschechen, die Entwicklung rückwärts zu drehen, würde das demokratische Prin­zip der Dolkssouoeränität nicht minder verfälschen wie der gegenwärtige Zustand. Nur eine regionale Neugliederung nach nationalen Gesichtspunkten, wie sie die Denkschrift der Sudetendeutschen Partei vorsieht, vermöchte ein reibungsloses Nebeneinander aller Volksgruppen im Staat auf natürliche Weise

Oie englischen Gchattenfabriken nehmen die Produktion auf.

London, 22. Juli. (Europapreß.) Nach zwei­jähriger intensiver Arbeit sind nunmehr die so­genannten Schattenfabriken zur Produktion über­gegangen. Diese Fabriken sind als Ergänzung der englischen Flugzeugindustrie ge­dacht und fast duchweg den führenden Automo­bilwerken angegliedert worden. Das erste von einer Schattenfabrik hergestellte Flugzeug, eine Bombenmaschine^ wurde in Gegenwart des Luft­fahrtministers, Sir Kingsley Wood, von der den Austin-Motoren-Werken in Birmingham angeglie­derten Fabrik abgeliefert. Der Luftfahrtminister stellte fest, die Regierung habe bisher elf Millio­nen Pfund (rund 138 Millionen Mark) für den Bau der Schattenfabriken ausgeworfen. Die Re­gierung sei fest davon überzeugt, mit diesen Rü­stungen nur dem Frieden zu dienen. Eine starke englische Luftflotte sei eines der besten Ab­schreckungsmittel gegen einen Krieg.

gar nicht begonnen haben, da den Volksgruppen der Regierungsentwurf zu dem geplanten '-"^ona-. -

litätenstatut überhaupt noch nicht bekannt sei. Affen- 0 berTm bar um die Vorschläge der Sudetendeutschen Partei Are^ der^rn in der tschechischen Oeffentlichkeit und im Ausland «uw aunrai

Oer Oeuischlandbesuch General Russos abgeschlossen.

Düffeliorf, 22. Juli. (DNB.) Freitag nach- mittag traf General Russo im Fliegerhorst Düssel­dorf ein. Flugvorführungen des Geschwaders ,Horst Wessel" vermittelten den italienischen Gästen ein Bild von dem Ausbildungsstand der deutschen Luft­waffe. Anschließend fuhren die Gäste zum Dienst« gebäude der SA.-Gruppe Niederrhein, wo im Ehrensaal in Anwesenheit des gesamten höherem Führerkorps der Gruppe Abschiedsreden gewechselt

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Apotheker1 Ilie-Gi ^vendim nen onsch ySachvi Wie M0 Ärk« Gießen p

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waren an der Grenze der englischen choheitsgewasser zurückgeblieben. In Dover wurde das Komgspaar von Vertretern der Behörden und der Wehrmacht

Besuch in Cattaro ein und läuft am 25. Juli den Hafen von S e b e n i c o an, wo die italienischen Kriegsschiffe vier Tage vor Anker gehen. Mussolini hat diesen Flottenbesuch in südslawischen Häfen be- chlossen, um dadurch die Bande der Solidarität mit der befreundeten Nachbarnation weiter zu be­festigen.

DieKonsere,nz der Oslo-Staaten.

Belgien bekräftigt seine Unabhängigkeits-

Politik.

Brüssel, 22.Juli. (DNB.) Der belgische Mi- nisterpräsident und Außenminister S p a a k reiste nach Kopenhagen, wo er der Konferenz der Außen­minister der nordischen Staaten, Hollands, Bel­giens und Luxemburgs beiwohnen wird. Vor seiner Abreise erklärte er der Presse: Die internationale Lage Belgiens ist genau f e st g e l e g t. Die fran­zösisch-britische Erklärung vom 24. April 1937 und die deutsche Erklärung vom 13. Oktober 1937 haben in einer vollkommen klaren Weise die Unab- hängigkeits Politik bekräftigt, die die belgische Regierung zu verfolgen beabsichtigt. Ich bin der Auffassung, daß wir seit zwei Jahpen in unserem Vorgehen den Grundsätzen, die wir fest­gelegt haben, vollkommen treu geblieben sind. Ich füge hinzu, daß kein Grund vorhanden ist, eine Politik abzuändern, die die Z u st i m m u n g der sehr großen Mehrheit des belgi­schen Volkes findet. Die belgische Unabhängig­keitspolitik zielt darauf hin, daß wir mit allen unseren Nachbar st aalen in möglichst herzlichen Beziehungen leben können. Es scheint mir durchaus erwünscht, daß Belgien mit den Ländern, die in Kopenhagen vertreten sind, mög­lich ft enge und freundschaftliche Beziehungen wirt­schaftlicher und politischer Natur unterhält. Wir sind durch eine Reihe von gemeinsamen Interessen und Bestrebungen miteinander verbunden und besonders durch einen unerschütterlichen Friedens­willen. Die Länder, deren Minister in Kopen­hagen vertreten sein werden, stellen in dem be- unruhigten Europa eine Tendenz der Mäßi­gung, der Versöhnung und des Frie­dens dar. Ich glaube, daß es im Interesse aller liegt, diese Tendenz so mächtig wie möglich zu sehen. In diesem Geiste werde ich nach Kopenhagen gehen."

*

Die Kopenhagener Konferenz der Außenminister der Staaten der Oslo-Gruppe wird mit einer be­sonderen Besprechung der Außenminister der nor­dischen Länder Dänemark, Schweden, Nor­wegen und Finnland eingeleitet. Die Besprechungen werden besonders auf die Stellung der sieben soge­nannten allianzfreien Staaten zum Gen­fer Pakt und dessen Sanktionsartikel ausgedehnt werden. Die Wirtschaftsprobleme des Raumes der Oslo-Gruvpe werden diesmal nur am Rande behandelt. Die Außenminister der nordischen Länder, die Minister Dr. iN u n ch (Dänemark), Koht (Norwegen), Sandler (Schweden) und . Holsti (Finnlands werden die Möglichkeit einer ; gemeinsamen nordischen Haltung prüfen, deren Be- : jahung im allgemeinen wohl erwartet werden kann.

Stojadinowitsch

Zum 50.Geburtstag des jugoslawischen Ministerpräsidenten.

zug nach Calais i------- -- . r .-

abend von seinem viertägigen Staatsbesuch in Frankreich wieder nach London zurück- gekehrt. Die JachtEnchantreß , begleitet von neun Zerstörern und 18 Flugzeugen, lies kurz nach 19 Uhr in Dover ein und wurde mit dem Komgs-

Dr. Milan Stojadinowitsch verkörpert die Politik der Unabhängigkeit und Selbständigkeit eines jungen aufstrebenden Staates. Er hat die Gefahr erkannt, die sich aus einer einseitigen Bindung Jugoslawiens ergeben müßte. Ohne die traditionellen Freundschaften Jugoslawiens r.::t

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er aus einem Staatsbesuch das neue Deutschland kennengelernt und die freundschaftlichen Beziehun­gen vertieft, die ihn mit den führenden Männern des Dritten Reichs verbanden.

Britisch-italienischer Flottenbesuch in Dalmatien.

Belgrad, 22. Juli. (Europapreß.) Am Frei- tagmorgen ist in den jugoslawischen Gewässern eine Abteilung der britischen Mittelmeer­flotte unter dem Oberbefehl des Admirals Sir Dudley Pound eingetroffen. Im Hafen von Split sind das britische 31 000-Tonnen-SchlachtschiffWar- spite" mit Admiral Pound an Bord und der Zer­störerAberdeen" bereits eingelaufen. Die britischen Kriegsschiffe werden einen Monat lang in den ju­goslawischen Gewässern verbleiben und alle größe­ren Häfen der jugoslawischen Küste anlaufen Das am Donnerstag aus Tarent ausgelaufene italie­nische Geschwader trifft zu einem dreitägigen

berechtigung aller Staatsbürger, wenn nicht der ein­zelne Staatsbürger für sich wie nach dem rein I mechanistisch angewandten demokratischen Mehr­heitsprinzip, sondern die Volksgruppe als Ganzes in die Lage versetzt wird, als Rechtsper­sönlichkeit auftreten zu können. Die Sudetendeutschen wollen nicht einenStaat im Staate" bilden, wie ihnen von den Tschechen unterstellt wird, um ihr Programm im Ausland als untragbar zu diskredi­tieren. Wohl verlangen sie aber als nationale Ge­meinschaft geachtet zu werden, als Volkspersönlich­keit, der ein von Natur aus gegebenes territoriales Wirkungsbereich überlassen werden muß. Sie for­dern also eine regionale Untergliederung des Staats­gebiets nach den Grenzen des deutschen Siedelungs- raums und gestehen das gleiche den Tschechen, Slo­waken, Polen, Ungarn und Ruthenen zu. Natio­nale Minderheiten innerhalb der so abgegrenzten Dolksgebiete sollen nach dem Grundsatz der Gegen-

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Optiker am Bahnhof Lieferant auch ihrer Krankenkasse!

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Luftstreitkräfte General V u i l'l e m i n der deut­schen Luftwaffe ab 15. August einen auf etwa eine Woche angesetzten Besuch abstatten. Es handelt sich dabei gleichzeitig um die Erwiderung des Besuches des Staatssekretärs der Luftfahrt, General der Flie­ger Milch, von Oktober vorigen Jahres bei der französischen Luftwaffe. Der Besuch von General Vuillemin war ursprünglich bereits vor mehreren Monaten geplant, mußte jedoch wegen Arbeits­überlastung von General Vuillemin verschoben wer­den, da er seinen Posten damals gerade übernom-

seitigkeit autonome Rechte erhalten.

Die Tschechen wollen davon anscheinend nichts wissen, denn was in der ausländischen Presse als Inhalt des Nationalitätenstatuts mitgeteilt wird, ist keineswegs geeignet, eine nationale Autonomie der Volksgruppen zu gewährleisten. Man will in Prag plötzlich auf die Praxis des Jahres 1926 zurückgreifen und das Staatsgebiet der tschecho­slowakischen Republik in die sogenanntenhistori­schen Länder" untergliedern, in denen den Nationa- Frankreich und den Mächten der Kleinen litäten das Recht der Selbstverwaltung zugebilligt Entente zu verletzen, hat er enge Freundschafts­werden soll, allerdings auch in einer eigenartigen beziehungen besonders zu den Nachbarstaaten Jugo- Form, auf die wir noch zu sprechen kommen wer- slawiens Bulgarien und Italien und zum den. Diehistorischen Länder", also Böhmen, die Deutschen Reich angebahnt und damit wesent- Slowakei, Mährisch-Schlesien und das Karpathen- liehe Voraussetzungen für eine Befriedung Südost­land, würden somit in sich wieder nationalgemischte europas geschaffen. Stojadinowitsch stammt aus der Gebiete fein, und in jedem von ihnen würde sich Schule des großen Paschitsch. Unter ihm wurde er - das Problem wiederholen, das heute den ganzen schon mit 34 Jahren zum ersten Male Finanz- Staat beherrscht, das Problem der Abgrenzung der Minister und hatte bei der Sanierung des jugo- Nationalitäten und ihrer autonomen Rechte. Es slawischen Finanz- und Währungswesens außer- wäre also nichts gewonnen, sondern die Schwierig- ordentliche Erfolge. 1934 war er Finanzminister im feiten lediglich verschoben. Warum der tschechische Kabinett Jevtitsch und bildete am 24. Juni 1935 Pfiffikus sich nun plötzlich auf die Einteilung der seine eigene Regierung. Auch als Ministerpräsident historischen Länder" besinnt, obwohl sie ihm in schenkt Stojadinowitsch der Wirtschaftspolitik die der allen Habsburgischen Monarchie gar nicht be- größte Aufmerksamkeit. Die Erschließung der gro- hagte, liegt auf der Hand. In den zwanzig Jahren Ben natürlichen Bodenschätze des Landes und der. feit Bestehen der tschecho-slowakischen Republik ist Aufbau einer eigenen Industrie liegen dem Mi­es nämlich den Tschechen dank ihrer rücksichtslosen nisterpräsidenten ebenso so sehr am Herzen als die Agrar- und Wirtschaftspolitik und mit Hilfe der Hebung der jugoslawischen Landwirtschaft, die bis- berüchtigten Beamtenfchübe sowohl in Böhmen wie lang das traditionelle Fundament des Volkswohl- in Mährisch-Schlesien gelungen, eine tschechische standes gewesen ist. Zu Deutschland unterhält Sto- Mehrheit zu schaffen, während die 3,5 Millionen jadinowitsch die besten Beziehungen. Er hat in Sudetendeutschen sich heute in ihrem Siedelungs- München bei dem berühmten Nationlökonomen raum auf diehistorischen Länder" derart verteilen, Lujo Brentano studiert und die Mutter seiner Frau ....... ' '' ----- - - war eine Berlinerin. Im Januar dieses Jahres hat

wurden. Stabschef Lutze wies noch einmal auf die großen kameradschaftlichen Bindungen zwischen der SA. und der Faschistischen Miliz hin. Exzellenz Russo bestätigte, daß die Eindrücke von seiner Deutschlandreise sehr stark seien. Er habe nicht nur den Geist der SA. zu spüren bekommen, sondern auch die schöne deutsche Landschaft gesehen und die von Herzen kommende Begeisterung des deutschen Volkes empfunden. Die Kameradschaft zwischen der faschistischen Miliz und der SA. wurde auch von Exzellenz Russo lebhaft unterstrichen. Am Abend gab Gauleiter Florian im Schloß Bengato einen Empfang, womit der Deutschlandbesuch des General« stabschess der faschistischen Miliz seinen Abschluß fand.

Oer Generalstabschef der französischen Lnststreitkräste folgt einer Einladung von Generalfeldmarschall Göring.

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Aus Einladung be« Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehls­habers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Gö­ring, wird der Generalstabschef der französischen

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S KKMWMIOas englische Königspaar nach London zurückgekehrt Britisch-französische Generalstabsbesprechungen während des Wochenendes.

Taktik der Regierung gezwungen gesehen, offen zu

erklären, daß die eigentlichen Verhandlungen über (Europapreß.) Am Freitag-

das Nationalitätenstatut zwischen Regierung undar s ber

Volksgruppen ganz im ^gensatz zu den irrefuhren- ^8 ?0 Kilometer von Amiens im Sornme-Departe- den Zweckmeldungen der tschechischen Preße nocy a^eaenen Ortschaft Villers-Breton- nor nirhf b.nnnn.n haben, da den «nippen | ment^nen auf dem

gen Kriegerfriedhof errichteten Denkmals zu :..i Weltkrieg an der Westfront gefallenen

> australischen Soldaten stattfand. In Amiens in oer llyecyl^en^ I mären eingetroffen der australische stellv. Minister-

vorzeitig zu diskreditieren, hat aber die Keglerung "@arI m afle in Begleitung des

eine verstümmelte Bekanntgabe der ihr oorgelegten P 1 < Generall'taatsanwatts R G. Men-

und als ^blungsgrunM T. W.

menen Denkschrift der Sudetendeutichen Partel § . . ner der australische Oberkommissar in

durch -ine °u-l°nd.!ch° Pr°s!°°g°ntur L-L°n. B r u c e. Fenier ist im Hotel üe l'Unwers

Die Sudetendeutsche Partei hat diese ^ndistrerlon 9, . h .str Kriegsminister Höre -

mit b-r Veröfs«ntlichU7ig der vollstanbizsn Denk- B e l i I h a mit dem ftanzösijchen Generalstubschef fchnft pariert. Die tschechische Preste ucht den star- gam'/(in zpsamm-ngetr°ff-n. Ihre Unterhaltung ken Eindruck der in dieser D°n^chr>st. zur !>le^b ift öer Austakt zu den wahrend des Wochenendes ?U.n9xb»4^ dab m Paris vorgesehenen weiteren Besprechungen, an

detendeut chen Partei dadurch abzu|chwacyen, oaB k auher ^ore-Belisha der englische General- sie di- Vorschläge in Bausch und^Bogen als unan- ^^ßer^ore B°^°und zwe^SÄoe^andige nehmbar und angeblichunoer°inbar m t englischen Kriegsministenums terlnchmen wer-

b-nsgrund agen bergrben. Der Seneralstabsches der britischen Luststreit- ablehnt. Auch das. Ausland soll getauscht weroen, Ne wall weilt bereits seit

indem man vier Gesetzentwürse mit verhe-gungs. -raste i--.r Kyrill Mau wer.r I

vollen U-b-rschriften ankündigt und behauptet, h,er Donnerstagabend in Paris, die Patentlösung der Nationalitätenfrage zu haben. Bei der Einweihung des Denkmals für die ge- Die weitgehende Unkenntnis des Auslandes über die fallenen Australier in Villers-Bretonneux erinnerte tatiächlichen Verhältnisse in der Tschecho-Slowatei König Georg VI. in seiner Ansprache an die ist der beste Bundesgenosse der Tschechen bei ihren Heldentaten der australischen Kämpfer während Verschleierungsmanövern. So frisieren sie z. B. des Weltkrieges, die 1914 sofort dem allgemeinen als großartiges Entgegenkommen die Absicht auf, Ruf'zu den Waffen gefolgt seien und dnrch ihre in allen Gemeinden mit mindestens 15 v. H. nativ- Taten auf den Schlachtfeldern Frankreichs und naler Minderheiten, statt bisher erst bei 20 v. H., Flanderns die Bande zwischen Frankreich, England schon eine zweite Amtssprache zuzulassen. Sie oer- und Australien verewigt hätten. Präsident L e b r u n schweigen dabei aber wohlweislich, daß dieser fau- sprach dann den Dank Frankre-ichs für die Opfer feere Plan ihnen die Möglichkeit geben soll, in zahl- aus, die Australien gebracht habe. An König Georg reichen, ganz überwiegend deutschen Gemeinden die gewandt, dankte Lebrun im Namen ganz Frank­tschechische Amtssprache neben die deutsche zu setzen, reichs dem englischen Königspgar für die Ehre ihres wodurch der Prozeß der Tschechisierung weiter ge-I Besuches in Frankreich. Nach der Feier verabschie- förbert würde. 1 bete sich Präsident Lebrun von dem englischen

Der Kern der Nationalitätenfrage liegt nicht l Königspaar und begab sich im Sonderzug nach hier, sondern in der regionalen Gliede- Paris. Das englische Königspaar reifte im Sonder- rung. Die Denkschrift der Sudetendeutschen Par- tei ist eine scharfe Absage an das mechanistische ----------------------------------------------

Mehrheitsprinzip, auf dem die Tschechen 1919 nach gewährleisten. Von der Lösung dieser Frage wesllichem Muster ihren Staat gründeten, als ob roir^ Lösung der Nationalitätenfrage und damit dieser Staat eine gleiche nationale Einheit sei wie die Ueberwindung der tschecho-slowakischen Staats- westlichen Demokratien. Mit Hilfe dieser Fiktion, die ^5 überhaupt abhängen. Darüber muß man sich es einfach nicht wahrhaben wollte, daß die tschecho- ; in Peiris und London klar werden und dern- slowakische Republik kein Nationalstaat, sondern em I entsprechend dem tschechischen Schützling seine Rat- Nationalitätenstaat ist, der eine ganze Reihe von geben. Dr. Fr. W. Lange.

Volksgruppen beherbergen soll, wollten die Tschechen sich die Vorherrschaft inihrem" Staate sichern. Daß dies nicht gelungen ist, zeigt die heutige pre­käre Lage der Tschecho-Slowakei. Was die Tschechen selbst für sich beansprucht haben, als sie einst inner- halb der Habsburgischen Monarchie um ihre An- erfennung als Do'lkspersönlichkeit gekämpft haben, hat sich die Denkschrift der Sudetendeutschen Partei zu eigen gemacht. Sie geht davon aus, daß die in der Verfassung versprochene Dolkssouveränität sich nur dann auswirken kann als tatsächliche Gleich-

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