Samstag, 2Z./Sonntag,24.Zuli 1058
188. Jahrgang
Nr. 170 Erstes Blaff
Oer Kernpunkt
Auftakt zum Deutschen Turn- und Sportfest
qeno en von den Crgebnl en in den Vor- uno rooroen. jjyc ö7Ä«n
Zwiscbenentscheidungen hören können. So wird Samstag, 23. Juli, mit der Reichssendung um 19.30 neben" Breslau u. a. der Deutschlandsender täglich Uhr „Breslau, Symbol des deutschen Ostens und
Siegerehrung.
sich am
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Schlesiens Hauptstadt zum Empfang der Turner und Sportler Großdeutschlands gerüstet
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Breslau, 23. Juli. (DNB.) Breslau, die schlesische Landes- und Gauhauptstadt, ist bereit, die Turner und Sportler aus nah und fern, von dies-
!r üon Tschau ablegt, in welchen besübungen erjex
enden Sonntag, 31. Juli, 16 bis 21 Uhr mit der Uebertragung der großen Massenkundgebung -und
gramm ist durch Unterhaltungsmusik aufgelockert worden. Die Rundfunkübertragungen beginnen
gen sicher zu stellen.
Das Deutsche Turn- und Sportfest im Mundfunk.
Berlin, 22. Juli. (DNB.) Das „Deutsche Turm und Sportfest Breslau 1938" wird auch vom Rundfunk gewürdigt werden. Es ist vor allem daraus
Henlein fordert klare Verhandlungsgrundlagen
Es geht um die absolute Gleichberechtigung aller Volksgruppen.
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Der. deutsche Botschafter in London, v o n D i r ck - sen der sich zu seinem Sommerurlaub nach Deutschland begibt, besuchte den britischen Premierminister, um sich für die Dauer des Urlaubs von ihm zu verabschieden.
Bedacht genommen, daß auch die werktätigen Volks- genossen von den Ergebnissen in den ”lnr< 1,n>
Memel, 22. Juli. (DNB.) Der .memel- ländische Landtag hielt seine 6. Sitzung der 4. ordentlichen Tagung ab. Auf der Tagesordnung standen zwölf Punkte, von denen 11 angenommen wurden. Darunter befanden sich auch drei Gesetze, die der Gouverneur früher mit seinem Beto belegt hatte. Abgeordneter Bing au (Einheitsliste) begründete einen Antrag auf 2l u f h e b u n g d e s Kriegszustandes und Beseitigung der Saatssicherheitspolizei im Memelgebiet. Der Kriegszustand bestehe seit 1926, also fast ein Dutzend Jahre Wer könne es da wagen, ihn noch als einen „Ausnahmezustand" zu bezeichnen? Er diene nur dazu, den Memelländern ihre im Statut garantierten Rechte zu nehmen und die deutsche Bevölkerungsmehrheit zu unter- J r ü cf en.
lllit dem Gesetz zum Schuhe von Volk und Staat, das mit dem memelstatut nicht vereinbar fei und daher auch von den memelländern nicht anerkannt werden könne, werde die deutsche Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse gestempelt. Auch die vergangenen Wochen hätten bewiesen, daß d u n k l e Kräfte am Werke seien, um die Wemel- länder zu verleiten, den Boden des Rechts und des Statuts zu verlassen. „Wir haben die Zu-, verficht", fuhr der Äbgeordnete Bingau fort, .daß die praktische Erfahrung von nun bald 'zwanzig Iahren den memelländern die Erkenntnis eingehämmerf hat, daß wir stark find und immer stärker werden, je mehr wir Unrecht erleiden m ü f f e n, daß wir uns aber selbst den Boden entziehen, wenn wir selber das Gesetz verletzen.
Der Abgeordnete erklärte, bei den Do r g a n gen am 21. Juni habe die Staatsstcherheitspolizei
-12 Jahre Kriegszustand imMemelgebiet
Oie Vorgänge vom 21. Juni vor dem Landtag.
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bürger die aus den tschechischen Parteien gebildete „Mehrheit" jederzeit' in der Lage ist, in die ureigensten völkischen Bereiche der Nichttschechen empfindlich einzugreifen.
Die Provokationen werden fortgesetzt
Tschechische Lehrer und Sollen verbreiten Schmählieder.
Prag, 22. Juli. (DNB.) Der Abgeordnete Kundt weist die Prager Regierung darauf hin, daß in einer Zeit, wo zwischen der Regierung und der SDP. Grundlagen gesucht werden, die einen psychologischen Ausgleich von Volk zu Volk ermöglichen sollen, von Militär und der tschechischen Lehrerschaft in den Grenzgebieten die deutsche Bevölkerung durch Schmählieder aufs schwerste provoziert werde. So hat z. B. der Lehrer Hasil der Tschechischen Volksschule in Benisch während des Unterrichts den Kindern einen Vers an die Tafel geschrieben, vorgesprochen und vorgesungen, der schwere Beleidigungen gegen das deutsche Staatsoberhaupt enthält. Die Soldaten der Garnison Königgrätz, aber auch anderer Garnisonen singen seit einiger Zeit ein Lied, in welchem ebenfalls der deutsche Reichskanzler auf das gröblichste beleidigt und beschimpft wird. Das gleiche Lied wird von tsechischen Schulkindern und Erwachsenen in Turnau nach der Weise eines alten tschechischen Volksliedes gesungen. Im übrigen konnte man dieses Lied während des Sokolkon- grosses in Prager Gaststätten und auf den Straßen hören. Während des Sokolkongresses wurden S p r e ch ch ö r e laut, die eine gröbliche Beleidigung des Deutschtums darstellten. Da von zuständiger Seite bisher nichts geschehen ist, diese Gesangsübungen abzustellen, fragt Abg. Kundt die Regierung, ob sie bereit ist, geeignete Maßnahmen zu treffen und dafür zu sorgen, daß gegen diese Lehrer und Soldaten ein Verfahren eingeleitet werde, welches zumindest genau so streng durchgefuhrt wird, wie dies bei harmlosen Schutzoerfahren gegen deutsche Staatsbürger der Fall ist. Die Dringlichkeit der Interpellation wird damit begründet, daß die angeführten Lieder in immer weiteren Kreisen verbreitet werden, die deutsche Bevölkerung i n größte Erregung versetzen und damit durch die Weiterbelassung des jetzigen Zustandes ernste Gefahren für die Ruhe, die Sicherheit und die Ord-
, nung im Staate gegeben scheinen.
Prag, 22. Juli. (DNB.) Die „Rundschau", das : Blatt Konrad Henleins, schreibt unter der Überschrift „Klare Verhandlungsgrundlagen schaffen": Zum Nationalitätenstatut und den beiden anderen Regierungsenfwürfen kann die Sudetendeutsche Partei heute leider noch immer nicht Stel- lung nehmen, da ihr die offiziellen Grundlagen noch nicht zur Gänze überreicht wurden. Man versuche es nur ja nicht mit einer verbesserten Neuauflage des so kläglich gescheiterten Werkes vom 18. Februar 1937 (Uebereinfommen der Prager Regierung mit den sogenannten deutschen Aktivisten. Die Erfahrungen mit diesem seinerzeit so großspurig angekündigten Befriedungswerk roarefi derart schlecht, daß sich auf deutscher-Seite wohl kaum noch ein einziger Politiken finden durste, der sie noch einmal erleben möchte. Der liefere Grund für das Scheitern der Politik des 18. Februar war nicht bloß der geringe-Umfang der Fügest ä n d n i f f e, war auch nicht nur der unzulängliche Verhandlungspartner auf sudetendeutscher Seite, war auch nicht bloß das Fehlen jeglicher gesetzmäßiger Verankerung — der tiefere Grund war das absolute Verkennen der inner st aatlichen Lage. Gescheitert ist der 18. Februar letztlich an dem Irrglauben, einige wenige spürbare nationalen Zugeständnisse könnten hinreichen, um die tschechische National st aatsideologie aus dem Feuerbereich der Kritik aller nichttschechischen Völker und Volksgruppen des Staates zu rücken. Wir können es nur immer und immer wieder betonen, eine Regelung der Nationalitätenfrage ist mit der Aufrechterhaltung des Nationalftaatsbegrif- fes der Tschechen unvereinbar. Die Frage, ob man im Rahmen der Nationalstaatsideologie den nichttschechischen Völkern und Volksgruppen etwas größere ober etwas geringere Zugeständnisse macht, kann wohl auf das Tempo der Entwicklung einen begrenzten Einfluß haben. An das Grundproblem des Staates reichen solche Versuche aber nicht heran. Gelöst kann dieses Grundproblem nur werden, wenn man durch einen gründ t i d),e n Staatsumbau jenen nichttschechischen Volkern und Volksgruppen das Gefühl der Inferiorität nimmt, bloß als mehr oder minder unerwünschte Beimengsel zu einem Nationalstaat der Tschechen betrachtet zu werden. Auf die absolute Gleichberechtigung der Völker und Vo l k s - gruppen kommt es an, seit es jedem nichttschechischen Staatsbürger klar geworden ist, daß trotz verbürgter Gleichberechtigung aller einzelnen Staats-
seits und jenseits der Grenzen würdig und festlich i zu empfangen. Die Stadt ist in ein rot-grün- < goldenes Farbenmeer gehüllt. Zu dem Rot l der Flagge des Dritten Reiches und der Reichs- ( bundflagge gesellen sich die mit Goldbändern durchzogenen Tannengirlanden, die im Stadtzentrum quer über die Straßen hängen und die Feststraßen von Fahnenmast zu Fahnenmast einsäumen. Stadtverwaltung, Unternehmungen und Einwohner sind in einem edlen Wettstreit begriffen, den Straßen, Plätzen und Häusern einen würdigen Schmuck zu geben. Von den Bahnhöfen angefangen zieht sich ein Netz von besonders festlich geschmeckten Straßen durch die Innenstadt nach dem Sportfeld hinaus. Die im Hinblick auf das Deutsche Turn- und Sportfest neu errichteten großen. Bauten sind rechtzeitig fertiggestellt worden, und auch die Ausschmückung der Sportanlagen ist schon beendet. Ein Wald von Hakenkreuz-, Reichsbund- und Stadtflaggen umsäumt jetzt die zahlreichen Spezialsportstätten des Hermann-Görina-Sportseldes.
Am Vortage des Turn- und Sportfestes herrscht regstes Leben auf dem weiträumigen Sportgelände. Schon werden Gegenstände des täglichen Bedarfs in großen Mengen für die Verpflegung der Turner und Sportler angefahren, und überall sind noch Proben für Aufmärsche und Darbietungen im Gange. In der Stadt selbst herrscht gleichfalls regstes Leben und Treiben, obwohl die lange Kette der 161 Sonderzüge erst am Samstag zu laufen beginnt, der Hauptsturm sogar erst am Mittwoch und Donnerstag der kommenden Woche einsetzt. Breslaus Bevölkerung tft in gespanntester Erwartung und besichtigt mit stolzer Freude die prächtige Ausschmückung der Stadt.
Der Reichssportführer Staatssekretär v. Ts ch a m- mer und Osten, der schon zu Beginn dieser Woche in Breslau eingetroffen ist, um bei den letzten Vorbereitungsmaßnahmen mitemzugreisen, und der am Mittwoch mit der Eröffnung der Ersten Deutschen Sportausstellung den Auftakt zu dem großen Fest der Leibesübungen gab, besichtigte am Vortage des Festes das Lager der 600 Arbeitsdienst männer, die während der Festwoche zur Herrichtung der einzelnen Wettkampf- ftätten eingesetzt werden. Am Donnerstag hatte der Reichssvortiührer dem Lagerdes B D M. einen Besuch abgestattet, denn die schlesische Hitler-Jugend eröffnet den sportlichen Teil des Festes mit ihrem Gebiets sportfest. Zusammen mit dem Sternflug des NSFK. bildet es den eigentlichen Auftakt des Festes. Der Sonntag bringt eine schlesische Feierstunde auf dem Schloßplatz Der Sonntagabend bringt aus dem kulturellen Rahmen, der das Erste Deutsche Turn- und Sportfest umgibt, die festliche Aufführung von „Feier und Spiel" in der Jahrhunderthalle und zugleich die Uraufführung^ des Festspiels m der Schlesienkampfbahn, an dem nicht weniger als 10 000 Breslauer mitwirken. Bis zum Mittag des Mittwoch treffen dann die 240 Sonderzüge mstden Teilnehmern aus dem Reich und den volksdeutschen Gebieten des Auslandes ein.
Mittwoch nachmittag findet in der Schlesierkampfbahn die feierliche Eröffnung des deutschen Turn- und Sportfestes durch den Relchsinnenmim- fter Dr. Frick statt. Der Donnerstag ist der Tag der Wettkämpfer. Hier beginnen die im Rahmen des ersten Deutschen Turn- und Sportfestes durchgeführten vier deutschen Meisterschaften in den Mehrkämpfen, in der Leickst- achletik und in der Schwerathletik mit einer Teilnehmerziffer wie sie bisher auf einem turnerischen ober sportlichen Wettbewerb noch nicht erlebt wurde. Der Schlußtag, Samstag, der 31. Juli, bringt am Vormittag den Festzug und Vorbeimarsch der Vereine des deutschen Reichsbundes für Leibes Übungen, die in drei gewaltigen Heersäulen durch die Stadt ziehen, während am Nachmittag auf der Friedenswiese die S ch l u ß f e i e r dieser gewaltigen Kundgebung stattfindet, an der nicht weniger als 70 000 Teilnehmer mitwirken.
Cs bedarf kaum der Betonung, welch ungeheure organisatorische Arbeit zu leisten ist um ein solches Fest durchzuführen, nehmen doch allein am volkstümlichen Dreikampf 35 000 Teilnehmer, am Volksdeutschen Tag 40000 Auslanddeuttche, an den Vorführungen des Schlußtages 70 000 Teil nehmer und am Feftzug 150 000 teil.Für.die Absperrungen werden 3000 Mann benötigt. Z h der Kampfrichter allein ist großer als die der Gesamtteilnehmer an den letzten olympischen Spielen und mehr als 600 Journalisten werden von den großartigen Geschehnissen des ersten deutschenDurn- und Sportfestes berichten, während man mit einer Besucherziffer von rund 2,5 Millionen rechnet, diese Massen wollen verpflegt, untergebracht befördert und betreut werden. Der Gau Schlesien u die Feststadt Breslau haben in monatelanger Vorarbeit alle Vorbereitungen getroffen, um eine reibungslose und würdige Durchführung der gewaltigen Heerschau der deutschen Leibesubun-
Macht Frankreichs feinem englischen Bundesgenost en augenfällig vorzuführen. Das Aufgebot der palierbildenden Truppen und die große Parade in Versailles sollten in ihrer eigenartigen Serbin« , düng von malerischer Pracht der Kolonialarmee und moderner Sachlichkeit der motorisierten und mecha» nisierten Kampfoerbände etwas Imponierendes haben. Sie werden ihren Zweck gewiß nicht Der» ehlt haben, und wir möchten nur Höften, daß auch die Franzosen ihrerseits nach dem großartigen militärischen Schauspiel sowohl wie nach dem Ergebnis der politischen Unterhaltungen dieser Tage das Gefühl haben, ,im Bewußtsein der eigenen Stärke wie der britischen Freundschaft allen Umständen gewachsen zu sein. Vielleicht wird dadurch das zeitweise geradezu ins Krankhafte gesteigerte Sicherheitsbedürfnis des französischen Volkes, das so oft schon eine höchst unheilvolle Rolle in der europäischen Politik gespielt hat, hinreichend Genüge inden, um die Franzosen ohne Scheuklappen und Vorurteile das nur durch Zusammenarbeit zu erreichende gemeinsame Ziel der Stabilisierung des europäischen Friedens sehen zu lassen. .
Die Begleitmusik freilich, die in einigen Pariser Blättern zum Königsbesuch angeftimmt wurde, enthielt ein paar mißtönende Dissonanzen. Wenn z. B. Leon Blum, der ehemalige Ministerpräsident und Bannerträger der Volksfront, meinte, Frankreich falle jetzt die Aufgabe zu, England mit der Sowjetunion zu verbinden, wenn der „Temps" in diesen Tagen von den „gemeinsamen Gegnern" Frank- I reichs und Englands sprach, oder wenn der ehemalige Außenminister des Volksfrontkabinetts D e l- bos den Augenblick für nützlich hielt, um gegen die „Gewaltmethoden der totalitären Staaten" zu Felde zu ziehen, so stehen diese Aeußerungen in schreiendem Widerspruch sowohl zu der amtlichen Verlautbarung über die politische Aussprache zwischen Daladier, Bonnet und Lord Halifax wie zu den Trinksprüchen, die die beiden Staatsoberhäupter bei festlicher Tafel austauschten. In der Verlautbarung wurde gesagt, zwischen beiden Ländern herrsche „volle Uebereinftimmung" in allen Frägen der internationalen Politik. Jedermann weiß, daß dies keine Phrase ist, und wir sagten schon, aus welchen Gründen wir vom deutschen Standpunkt aus über diese Feststellung nur Genugtuung empfinden können. Aber das Kommunique besagt weiter, daß die beiden Mächte entschlossen seien, ihre
Aktion der Beruhigung und Versöhnung" fortzusetzen. Wir wissen, sie erstreckt sich auf die beiden neuralgischen Punkte der europäischen Politik Spanien und die Tschecho-Slowakei Chamberlains Bemühungen um eine Isolierung der spanischen Frage haben zur Annahme des englischen Plans im Londoner Nichteinmischungsausschuß geführt. Es ist nicht nur Chamberlains großer Kummer, sondern auch in Rom wird die Tatsache gleichermaßen bedauert, daß der Plan eine lange An- laufzeit benötigt, um wirksam zu werden und dann - jene Früchte zu tragen, auf deren Reife England und Italien mit gleicher Ungeduld warten: die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des römischen Abkommens. In Paris hat man daran nicht, dasselbe Interesse, die Franzosen hoffen anscheinend immer noch, in der Zwischenzeit mit Italien zu einem ähnlichen Akkord zu gelangen, übersehen dabei aber geflissentlich, daß sie selbst durch genaue Einhaltung ihrer Nichteinmischungsverpflichtungen das meiste dazu beitragen müssen, um eine Atmosphäre zu schaffen, die Verhandlungen nut Italien aussichtsreich machen.
Die zwischen König Georg und Präsident Lebrun gewechselten Trinksprüche betonten das herzliche Einvernehmen der beiden Nationen und die gemeinsamen Ideale, von denen sich beide Völker in iprer Politik leiten ließen, unterstrichen aber auch dis „großen Verpflichtungen" und „schweren Verantwortungen", die beiden Nationen aus dem gleichen Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen erwachsen. Und um diesen Grundsatz „Demokratie ver- pflchtet" zu erläutern, griff der König in seinem Trinkspruch den Hinweis des Präsidenten, daß die französisch-britische Entente keine andere Freund- schäft ausschließe, seinerseits auf und sagte, es sei vielmehr der heiße Wunsch der beiden Regierungen, durch internationale Abkommen eine Losung der politischen Probleme zu finden, die den Frieden m .der Welt bedrohen, und durch wahrhaftige Zusam- menarbeit das Glück der Völker zu sichern.
Daß als dringendste Aufgabe einer solchen Zusammenarbeit neben der spanischen Frage die Ve- reinigung der Staatskrisis in - der T i ch e ch o - Slowakei auch in Paris anerkannt wurde, be« sagen schon die Kommentare der englischen uno fromöfiicben Blätter, die erklären, daß die Ent- LfÄ in ber Tschecho-Slowakei im Mittelpunkt der Aussprache zwischen Lord Halifax, Daladier
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Das britische Königspaar ist in Paris mit einer Begeisterung empfangen worden, die zum Ausdruck bringt, welche Genugtuung die Franzosen darüber empfanden, durch den Besuch — den erstenStaats- besuch, den König Georg, wie er selbst in seinem Trinkspruch heroorhob, nach seiner Thronbesteigung im Ausland abstattet, die Erneuerung der britisch- französischen Entente auch äußerlich bekräftigt zu sehen. Die französische Regierung hatte alles getan, um dem Besuch den denkbar glänzendsten Rahmen zu geben. Nicht nur war alles aufgeboten worden, was moderner Geschmack und alte Kultur vereint hervorzubringen vermögen, um die Lichtstadt Paris in das festlichste Gewand zu hüllen, um die Wohn- räume der englischen Gäste im Palais am Quai d'Orsay mit historischen Möbeln und köstlichen Gemälden und Gobelins auf das prachtvollste herzu- richten und in Versailles Schloß und Park im Stil des Sonnenkönigs zu schmücken, nein man hatte es ;d) angelegen fein lassen, die Größe und Frankreichs seinem englischen Bundesgenost
mehrere Verhaftungen vorgenommen ohne zuständig zu sein. Denn nach Arttkel 20 des Statuts gebe es nur örtliche Polizei (Landespolizei), Hafenpolizei, Grenz-, Zoll- und Eisenbahnpolizei. Es sei weiter festgestellt worden, daß Beamte der Staatssicherheitspolizei Verhaftete mißhandelt haben. Die körperlichen Mißhandlungen seien durch einwandfreie Aussagen und ärztliche Untersuchungen bestätigt. Das Kriegsgericht habe nur einige der Verhafteten zu Zwangsarbeitslager von drei Monaten bis zu einem Jahr verurteilt. Andere Beteiligte sollten noch vor das Kriegsgericht g e st e l l t werden. Als die Abgeordneten der Einheitsliste von den Zuständen im Arbeitslager erfuhren hätten sie am 14. Juli den Gouverneur gebeten, 'einer Kommission aus Mitgliedern des Direktoriums'die Genehmigung zur Besichtigung dieses Lagers zu vermitteln. Die Genehmigung sei vom Innenminister für den 21. d. M. erteilt worden. An der Besichtigung durften tell- nehmen: Präsident Baldschus und Abgeordneter Manien. Als diese beiden im Arbeitslager erschienen, wurde ihnen mitgeteilt, daß sich die Besichtigung nur auf die allen Besuchern zugänglichen Teile erstrecken dürfe. Die Besichttgung des eigentlichen Lagers (Unterkunftsräume, Verpflegungsraume u,w ) wurde nicht g e st a 11 e t. — Der Landtag stimmte zum Schluß noch einem Dringlichkeltsantrag zu m dem verlangt wird, die im Gefängnis befindlichen Memelländer dis zur Gerichtsverhandlung auf freien Fuß zu setzen.
gegen 22.15 Uhr in einem Rückblick die während des Tages durchgeführten Kämpfe und ihre Ergebnisse zusammenfassen. Das sportliche Uebertragungspro-
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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