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Hai, um eventuell vorhandene Schwachen in dieser oder jener Uebung im eifrigen Hallentraining aus­zumerzen. Deshalb sieht man diesem ersten Zu­sammentreffen der Spitzenkönner unseres Kreises auch mit erhöhtem Interesse entgegen, erhalten wir doch schon ein kleines Bild davon, welche Kräfte­verschiebungen sich den Winter über ergeben haben.

Im Dreikampf der Männerklasse A erwartet man hie altbewährten Könner wie Herrmann, Luh, Kilo und Stahlhut in Front, und es wäre bestimmt eine Ueberraschung, wenn es einem der Nachwuchs­kämpfer gelingen sollte, diealte Garde" hinter sich zu lassen. Offener ist dagegen schon der Drei- tampf der Frauen, obwohl auch hier den erfahre­neren Kräften der Dorrang gegeben werden muß. Bei denalten Herren" dagegen ist die Lage voll­kommen undurchsichtig. Aber gerade sie werden es sein, die beweisen wollen, daß man auch mit 40 und mehr Jahren noch gute Leistungen vollbringen kann. Alles in allem wird man also gute Leistun­gen zu sehen bekommen, denn jeder der Wett­kämpfer wird sein Bestes geben müssen, um die für Breslau erforderliche Punktzahl zu erreichen.

Gründungsversammlung derSportgemeinde Garbenteich". Die bisherigen Mitglieder des TurnvereinsGut- Heil 1909" und des Sportvereins 1928 versammelten sich bei Gastwirt Karl Becker zur ersten Zusammen­kunft des neuerstandenen Vereins. Der bereits durch die Vorarbeiten der beiden Vorstände erfolgte Zu­sammenschluß geschah im Hinblick auf die Erfassung aller Turner und Sportler in einer Gemeinschaft zur höchsten Steigerung aller in dem Verein be­triebenen Sportarten. Der Verein führt nun den NamenSportgemeinde Garbenteich" und hat sich die Aufgabe gestellt, neben dem Fuß­ball- und Handballsport die Leichtathletik und alle einschlägigen Sportarten zu pflegen. Als Vereins- führer wurde Franz C o e n e n bestimmt. Er ge­lobte, auch im neuen Verein alles daranzusetzen, den Sportgedanken in noch abseits stehende Kreise bineinzutragen und berief folgende Mitglieder zu seinen nächsten Mitarbeitern: stellv. Vereinsführer Lehrer Stumpf, Kassenwalter Wilhelm Von- derheidt, 1. Schriftführer Georg Decker, 2. Schriftführer Karl Sommer, Beisitzer Georg Weigel und Wilhelm Kullbach, Dietwart Lehrer Lutz, Turnwart Albert Bopp, Spiel- obmann für Fußball Ludwig Stumpf, für Hand­ball Heinrich Schmidt. In den Aeltesten-Aus- schuß wurden berufen: Georg Debus, Ludwig Schäfer, Otto Lotz, Friedrich Buxbaum, Karl Becker. Die genaue Mitgliederzahl des Vereins liegt noch nicht fest, da noch täglich An­meldungen eingehen. Das von dem früheren Sport­verein vorgesehene Jubiläumsfest wird nun als Gründungsfest der neuerstandenenSportgemeinde" am 22. Mai dieses Jahres abgehalten werden und den neu eingezogenen Sportgeist erstmals unter Beweis stellen.

Adolf Heuser nicht mehr Weltmeister.

Die neue Llnhettsttske der Boxweltmeister ausgestellt.

Eine wichtige Entscheidung hatte der Weltkongreß der Boxer in Rom am Donnerstag mit der Auf­stellung der neuen Liste der anerkannten Welt­meister zu treffen. Die für diese Fragen in Zukunft zuständige neue Kommission, die aus vier Euro­päern und zwei Amerikanern besteht, hatte hier

Wieder deutsche Fechtmeisterin

den Meisterschaften der deutschen Fechterinnen

Bei

^eI4rX?/^t^0arnmSA°V Iin Hannover holte sich die Offenbacherin Hedwig

(USA.); Mittelgewicht: Freddie Steele v Halbschwergewicht: John Henry Lewis (1 Schwergewicht: Joe Louis (USA.).

eine recht schwierige Angelegenheit zu klaren. Die neue Einheitsliste ist für den europäischen Boxsport wenig schmeichelhaft, denn von den Weltmeistern, die bisher die JBU. anerkannte, wird keiner mehr weitergeführt. So muß auch der deutsche Welt­meister Adolf Heuser der seinen Titel erst vor wenigen Wochen gegen den Belgier Gustave Roth gewann, auf die Meisterwürde verzichten. Von den europäischen Weltmeistern verloren weiter ihren Titel: Angelmann im Fliegengewicht, Holtzer im Federgewicht, Wouters im Weltergewicht und Tenet iin Mittelgewicht.

Die neue Liste der anerkannten Weltmeister ist daher fast rein amerikanisch. Nur der Brite Benny Lynch wird im Fliegengewicht als einziger euro­päischer Weltmeister weitergeführt. Um den frühe­ren JBU.-Weltmeistern einen gewissen Ausgleich für den Verlust ihrer Titel zu geben sollen sie als Herausforderer bevorzugt behandelt werden. Als einziger Herausforderer wurde bis jetzt Max Schme- ling im Schwergewicht anerkannt. Für die Titel­kämpfe wurde eine Frist von sechs Monaten vom Tage der Herausforderung an festgesetzt. Ist der Kampf innerhalb dieser Zeit nicht ausgetragen, so wird die Herausforderung automatisch wirkungslos.

Die neue Weltmeisterlisie:

Zweite Elite-Zuchtbutteu-Versteigerung für rotes Höhenvieh.

Haß erneut den Titel, den sie vorher dreimal ge- * wonnen, aber im Vorjahre verloren hatte.

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adlO Telephon Nr. 3170

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der 1. und 2. Preisklasse waren lebhafter als fllr die der 3. Klasse. Trotzdem wurden sämtliche Bullen ausverkauft. Zum größten Teil blieb dieses Zucht­material im Bereich der Landesbauernschaft Hessen- Nassau, und zwar in den Bezirken Wetzlar-Bieden- köpf, Oberlahn, Dillkreis und Oberhessen, andere Tiere wurden nach Westfalen und Kurhejsen verkauft

Den Spihenpreis von 2310 Mark erzielte der Züchter Adolf Mütter. Bottenhorn (Bieden­kopf) für fein mit dem la-preis ausgezeich­netes Vatertier, das vom Tierzuchtamt Bieden­kopf angekauft wurde.

In der 2. Preisklasse betrugen die Spitzenpreise 1000 Mark, die für das- mit Ua-Preis ausgezeich­nete Vatertter des Züchters Rudolf Schmidt, Weickartshain (Oberhessen), und das mit dem Ild - Preis bedachte Tier des Züchters Ludwig Krug, Silberg (Biedenkopf), von der Gemeinde Hirsch-

Fliegengewicht: Benny Lynch (Großbritannien); Bantamgewicht: Sixto Escobar (Portorico); Feder­gewicht: Henry Armstrong (USA.); Leichtgewicht: Lou Ambers (USA.); Weltergewich'

hausen (Oberlahn) bzw. der Gemeinde Burgsolms (Wetzlar) bezahlt wurden. In der 3. Preisklasse er­reichte das mit dem Nick-Preis ausgestattete Tier des Züchters Georg Helm, Airlenbach (Oden­wald), den Höchstpreis von 980 Mark, den der Züchter Kornmann aus Wermertshausen (Marburg) bezahlte. Die Durchschnittspreise betrugen in der 1. Preisklasse 1695 Mark, in der 2. Preisklasse 890 Mark und in der 3. Preisklasse rund 790 Mark. Mit einem Gesamtbürchschnittspreis von 1108 Mark und einem Gesamterlös von 17 730 Mark wurde diese 2. Elite-Veranstaltung zu einem tzlänzenden Erfolg, der Ansporn zu weiteren züchterischen Lei­stungen bietet.

Preisverteilung:

la- und Ic-Preis: Adolf Müller, Bottenhorn (Biedenkopf); Id-Preis: Dr. Ritgen, Wormeln (Westfalen); Ick-Preis: Heinrich Seibel III., Brei­denbach (Biedenkopf); Ie-Preis: Georg Reitz III., Kleingladenbach (Biedenkopf). Ila-Preis: Rudolf Schmidt, Weickartshain (Oberhessen); Ilb-Preis: Heinrich Mengel III., Reiskirchen (Oberhessen); Nc-Preis: Theodor Fischer, Hof Zwiefalten (Ober­hessen); Nck-Preis: Ludwig Krug, Silberg (Bieden­kopf); Ile-Preis: Lehr- und Versuchsgut Selgen­hof (Oberhessen); Nk-Preis: Bauer G. Herzog, Dahme (Schlesien). IIIa-Preis: Lehr- und Ver­suchsgut Selgenhof (Oberhessen); IIId-Preis: Bauer G. Herzog, Dahme (Schlesien); IIIc-Preis: Ludwig Schmitt V., Watzenborn - Steinberg (Oberhessen); IIIck-Preis: Georg Helm, Airlenbach (Odenwald); IIIe-Preis: Balth. Weber, Niederwald (Kuchessen).

Schwerer Derkehrsunfall in Mainz.

Mainz, 22. April. (Lpd.) Am Donnerstag­abend überquerte ein bei den städtischen Betrieben beschäftigter Arbeiter die Große Bleiche. Wenige Schritte vor dem 'Bürgersteig wurde er von einem Motorrad erfaßt, eine Strecke weit mitgeschleift und dann auf den Bürgersteig ge­schleudert. Mit schweren Verletzungen ins Kranken­haus eingeliefert, starb er noch während der Nacht. Auch der Motorradfahrer und seine Beglei­terin erlitten Verletzungen und kamen ins Kran­kenhaus.

des bodenständigen roten Höhenviehes im Bereiche unserer Landesbauernschaft weiter zu vervollkomm­nen und ihm neue Erfolge zu sichern. In allen Fällen waren die vorgeschriebenen Mindestforde­rungen von drei lückenlos nachgewiesenen Genera­tionen und 100 Kilogramm Durchschmttsfettleistun- gen der Bullenmütter erheblich überschritten.

Verbandsvorsitzender Bauer Friedrich Brand (Strothe) begrüßte die zahlreich erschienenen Züchter und Käuferinteressenten aus Schlesien, dem Harz, dem Vogtland, aus Westfalen, Kurhessen und Hessen-Nassau. Er betonte dabei, daß versucht wurde, schon diesmal die Mindestforderungen wesentlich zu verschärfen, um durch den bluts- mäßigen Aufbau die Rotviehzucht auch weiterhin zu fördern. Weiter gab er der Erwartung Ausdruck, daß diese Versteigerung ein neuer Ansporn für die Züchter und auch für die weiteren Veranstaltungen sein möge. Um auf weite Sicht zu arbeiten, würden in Zukunft jährlich zwei solcher Elite-Bullenver- fteigerungen durchgeführt werden.

Der Leiter dieser Veranstaltung, Tierzuchtdirektor Dr. Tornede (Biedenkopf) gab die Geschäfts­bedingungen' bekannt und wies die Käufer darauf hin, Beihilfen bei den zuständigen Landesbauern­schaften zu beantragen. Weiterhin gab er bekannt, daß die nächste übliche Bullenversteigerung nicht, wie angesagt, in Frankenberg, sondern voraus­sichtlich in Laasphe abgehalten werden muß.

Der Verlauf der nachfolgenden Versteigerung war durchaus befriedigend. Die Gebote für die Tiere

In der Rhein-Main-Versteigerungshalle fand am Freitag die 2. Elite-Zuchtbullen-Versteigerung für rotes Höhenvieh statt, die nicht nur ein Beweis für den hohen Stand der Hochzuchten des Rotviehes in unserem Heimatbezirk war, sondern auch einen glänzenden Erfolg darstellte. Der restlose Absatz und der befriedigende Durchschnittspreis entsprachen der Bedeutung, die dieser Veranstaltung zukam.

Bereits am Vorabend fand imHotel Schütz" eine Beiratssitzuna des Verbandes der Rotvieh- züchter unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Bauer Brand (Strothe, Westfalen) statt. Ver­treten waren die Unterverbände Schlesien, Vogt­land, Harz, Westfalen, Kurhessen und Hessen-Nassau. Nach einem Bericht des Geschäftsführers Tierzucht­direktors Dr. Tornede (Biedenkopf) wurden neue organisatorische Maßnahmen getroffen und neue Unterstützungen der züchterischen Arbeiten beschlossen.

Der Elite - Zuchtbullen - Versteigerung, die ur­sprünglich in Gießen stattfinden sollte, dann aber nach Wetzlar und später nach Frankenberg (Eder) angesetzt wurde, und die jetzt nur Dank der tat­kräftigen Förderung von Kreistterarzt Oberveteri­närrat Dr. Monnard durchgeführt werden konnte, ging eine Sonderkörung voraus. Aufge­trieben waren 16 mit besonderer Sorgfalt ausge­suchte Vatertiere aus den Unterverbänden Schlesien, Westfalen, Kurhessen und Hessen-Nassau. Entspre­chend der Bedeutung dieser Veranstaltung war nur solches Bullenmaterial zugelassen, das geeignet ist, den bereits erreichten hohen Stand der Hochzuchten

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