Ausgabe 
23.2.1938
 
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Hr.45 3n»eftes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)

Mittwoch. 23. Zebruar 1038

Wehr und Waffen.

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BrebyanWrn

Walhif/tizsacZZ

die unaufhörlich von den Franzosen beunruhigt

Die Wehrmacht verkörpert den Selb st be-

Die schweizerische Heeresresorm

streitkräften und dank der regionalen Rekrutierung

,29. Mai 1793

beschafft werden mußten Die leichten hessischen

20. bis 32. Altersjahr), die sich zu einer Dienstzeit

Biebrich teil wo die Franzosen mit 1500 Mann

Weltanschauung

Für bi

bar gemachl werden Das Erziehungsziel "it

sr-

15 Band S 446 bis 48(5) In Anbetracht aber,

daß die Goethescbe Darstellung nur Wenigen be--

abgeschlagen. Die Franzosen ließen.30 Tote zurück.

von Valrny (20 Sep-

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^n!,7istiaen Kräften oon benen bas <5faat5mcfen , Cuftine hatte mit kaum kann Der Offizieranwärter 15 000 Mann ungeordne- muß die Grundsätze der nationalsozialistischen Welt- ter Truppen Speyer ä s *4' »y im

Tu«. >-« »" e-s» grBMÄ L toüSäS®

und sich sogar im ra­

schen Anlauf der Festung

in Besitz, überall unge«

die Preußen hatten etwa 90 Mann verloren. Goeche schildert den Eindruck, den die Toten dieses Ge­fechts auf ihn machten, mit folgenden Worten: .Die Op'er der Nacht lagen nebeneinander Unsere rie­senhaften wohlgekleideten Kürassiere machten einen wunderlichen Kontrast mit den zwergenhaften, schneideriichen. zerlumpten Ohnehosen. Der Tod hatte sie ohne Unterschied hingemäht." Auch das Lager des Königs von Preußen, Friedrich Wilhelm 11, lag bei Marienborn Goethe ist begeistert von seiner Einrichtung Er schreibt:Es war angelegt gerade an dem Abhang, wo der große Kessel, in welchem Mainz liegt, sich endigt, in aufsteigenden Lehm-

Truppen, darunter unser Bataillon, lagen auf dem rechten Rheinufer gemeinsam mit preußischen, kur­hessischen und Hessen Kasseler Abteilungen, und zwar unser Bataillon in Biebrich. Die Fran­zosen merkten sehr bald die schwache Besetzung des rechten Rheinufers und versuchten mehrfach dort die Einschließungslinie zu durchbrechen. Unbegreif- sicherweise immer nur mit kleinen Abteilungen, nie aber mit stärkeren Kräften, so daß es nie zu ernsten Gefechten kam. Unser Bataillon nahm am

wurden.

Erst im Frühjahr 1793 nahm der Krieg wieder eine ernstere Wendung. Mainz sollte eingeschlos­sen und belagert werden. Es kam zunächst zu leb­haften Gefechten bei Bingen, Alzey und Landau, wo preußische Truppen die Franzosen zurückwarfen. Ende April wurden auch unsere hessischen Truppen dem Belagerungs-Korps vor Mainz zugeteilt, das die Festung im weiten Umkreis umspannte. Die eigentliche Belagerung sollte auf dem linken Rhem- ufer erfolgen Zur Verbindung beider Ufer waren Schiffsbrücken bei Ginsheim und Walluf geschla­gen worden. Der größere Teil der hessisch-barrn- städtisrben Truppen wurde auf dem linken Ufer zwi­schen Finthen und Budenheim verwendet. Bei ihnen hielt sich auch der Landgraf bis zum Schluß der

das gesamte Kontingent wieder aus Gießen aus, das leichte Infanterie-Bataillon unter Kapitän v. S t o f ch an der Spitze, und vereinigte sich Tags

Mainz bemächtigt We­nige Wochen später nahm er auch Frankfurt a. M.

von sechs Monaten verpflichten, eine Spezialaus­bildung in allen Infanteriewaffen sowie in der Herstellung von Tankbarrikaden, von Minenfeldern u. a. m. erhalten und die kleineren Sperrwerke längs den Landesgrenzen zu bewachen haben. Da­neben werden besondere Grenzschutzbri­gaden gebildet, die unabhängig von den Haupt-

tember 1792) war die preußische Armee, die zur Befreiung des französi­schen Königs Ludwig XVI. in Frankreich eingerückt war. unter großen Ver­lusten. namentlich durch Krankheiten, bis Koblenz zurückgegangen. Die Fran­zosen waren schnell ge­folgt, und der General

heure Kontributionen erpressend. Die Gefahr für D a r m st a d t war so groß, daß Landgraf Ludwig X. mit seinen schwachen Truppen die Stadt räumte und auf Gießen zurückging. Das landgräfliche Korps war nur 3500 Mann stark, darunter das Ehevaulegers-Regiment und iroölf Geschütze. Am 28. November 1792 rückte

korps begründet

Erziehung zu einer hohen Berufs- Lebensauffassung, -

Erziehung zur nationalsoziali st ischen

neue Truppenordnung 20 neue 1 0,6 - Zenti - meter-Motorkanonenbatterien vor. Se.

Erziehung zum Offizier.

Von Oberst Dr Altnchter.

Die Deutsche Gesellschaft für Wehrpolit'ck und Wchrwisienschaften hat unter dem T'tel Verinnerlichtes Soldatentum" Beiträge zur soldatischen Erziehung herausgegeben (Ver­lag E S. Mittler und Sohn, Berlin). Von aktueller Bedeumng angesichts der bevor­stehenden Berufswahl der Abiturienten ist der Beitrag von Oberst Dr. Altrichter über die Entwicklung der Erziehnngsgrundsätze des Offiziersnachwuchses im preußisch-deut­schen Heer.

Nach dem Weltkriege, als das Diktat von Ver­sailles das Wehrsystem änderte und an Stelle des Wehrpflichtheeres das 100 000-Mann-Heer lang­dienender Berufssoldaten setzte, trat an das Offizier- korps seine Schicksalsstunde heran. Würde es unter dem außenpolitischen Zwang und dem innerpoliti­schen Druck der wehcfeindlichen Weimarer Repu­blik zerbrechen oder als in sich gefestigte Gemein­schaft erhalten bleiben? war die geschichtliche Frage. Wir wissen, daß sich die Hoffnungen der Gegner nicht erfüllten. Abseits vom politischen Getriebe ar­beitete das Heer in der Stille an seiner Wiederher­stellung Es schuf die feste Grundlage für den Neuaufbau der Volkswehrmacht des Dritten Reiches. Daß das Werk gelang, ist vor allem der Erziehungsarbeit des Generals von S e e ck t zu danken, die richtungweifend für feine Nachfolger war Er schuf kein neues Snstem, son­dern hielt sich an die alten, bewährten Grundsätze, die er zu neuem Leben erweckte. Der große Ge­danke, von dem die Erziehungsarbeit geleitet wurde, war, an Stelle des von den Feinden gewollten um Brot und Erwerb dienenden Söldnerheeres, ein vom höchsten vaterländischen Schwung getragenes Führerheer zu fetzen.

Die bisherigen Kriegsschulen wurden aufgelöst und durch eine Anstalt ersetzt. Die Erziehung und Ausbildung war ungemein sorgfältig. Sie dauerte zwei Jahre. Im zweiten Jahre traten die Ange­hörigen der Kavallerie, Artillerie und Pioniere zu

in Frage kommen, wie Bombenflugzeuge mit igro-

feem Aktionsradius und großkalibrige Geschütze.. 8. Mai an der Abwehr eines Ausfalles bei Kost- Neben 17 alten 12-Zentirneter-Batterien sieht die'heim und am 9 Ium an einem Nachtgefecht bei

und zwei Geschützen angriffen. Aber selbst hier scheint es sich um keinen eigentlichen Angriff ge­handelt zu haben, da das Bataillon dabei nicht einen Mann verlor. In der folgenden Zeit stellten die Franzosen, wohl durch den auf dem linken Rheinufer begonnenenförmlichen Angriff" be­wogen, ihre schwachen Durchbruchsoersuche auf dem rechten Rheinufer ganz ein, so daß die dort stehen­den Truppen, darunter auch unser Bataillon, zu den Schanzarbeiten auf dem linken Ufer heran» gezogen werden konnten. Derförmliche Angri'f" ging gegen die Südfront der Festung, und wurde die erste Vorparallele mit zwölf Geschützen in der Nacht vorn 19. zum 20. Juni eröffnet. Von h'er aus wurde dann mit Laufgräben weiter vorgegan» gen und in der Nacht vom 25. zum 26 Ium .die wirkliche erste und am 16. Juli die zweite Parallele erbaut-

Die Franzosen hatten auch auf dem linken Ufer den Fortschritt der Belagerung durch mehrere Aus­fälle zu stören versucht. Einer ihrer Angriffe hatte sich gegen Marienborn in der Nacht vom 30. zum 31 Mai gerichtet, wo sich das preußische Hauvt- quartier (General Graf v. Kalckreuth) befand. Er schuf ziemliche Verwirrung, wurde aber durch zwei preußische Regimenter unter Führung des

2. Dezember erstürmten preußische und hessest-

kasselsche Regimenter das von Custine besetzte _

Frankfurt am Main (Hessen-Denkmal!), tapferen Prinzen ^Louis Ferdinands von Preußen während die Darmstädter Truppen in Reserve blie- ' '** ~ ** r ' ~

ben Custine ging aus Mainz zurück, die Ver­folgten nur langsam, um längs des den Wintermonaten, in denen man da­

eigenen Waffenschulen über. Für die Erziehung des Offiziernachwuchseä ergaben sich eine Reihe besonderer Schwierigkeiten Zum Teil wa­ren sie in den Umständen des 100 000-Mann-Heeres begründet. Die mangelhafte Ausrüstung und Be- wa'fnung, die Enge aller Verhältnisie. die schlechten Beförderungsaussichten bargen die Gefahr eines Nachlassens der Dienstfreudigkeit und des beruflichen Strebens in sich. Weiterhin lagen die Erziehungs- schwierigkeiten in dem Heraushalten der Fähnriche aus der das ganze öffentliche Leben zerfetzenden und spaltenden Parteipolitik. Ihnen hier die rich­tige Auffassung beizubringen und ihr ganzes Den­ken und Handeln auf die sittlichen und praktischen Aufgaben des selbsterwählten Berufes auszurichten, war' nicht immer einfach Besondere pädagogische Umsicht erforderte die Herstellung eines Ausgleiches zwischen der soldatischen Berufsauffassung und dem G"fühl der persönlichen Ablehnung des Weimarer Staates, das von Lehrern und Schülern in gleicher Weife geteilt wurde. Hier konnten gefährliche Kri­sen entstehen, wenn das aus höchster vaterländ'scher Besorgnis entspringende eigene politische Wollen das Gesetz des militärischen Gehorsams aus den Augen verlor Alle Schwierigkeiten sind durch die Klarheit und Wahrheit der alten Erziehungsgrund­sätze und ihre verständnisvolle Anwendung über­wunden worden.

Die heutigen Erziehungsgrundsätze für den Offi­ziernachwuchs der Wehrmacht auf den Schulen sind klar vorgezeichnet Sie stützen sich zum Teil auf das alte bewährte Gedankengut, zum Teil bedürfen sie einer Erweiterung im Hinblick auf die geistigen Grundlaaen des neuen Zeitalters. Sie lassen sich unter folgende Leitgedanken zusammenfassen:

Erziehung zu charaktervollen Persön­lichkeiten. die als Führer und Erzieher in jeder Lage ihren Mann stellen,

Erziehung zu jenem einheitlichen ©eifte, der die innere Geschlossenheit des Offizier-

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bündeten Rheins in

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bruchs den wir erleben, das Zurückbeziehen aller Dinge auf das Volkstum uni) tue Urgründe der Rassenseele ist. und daß von hier aus alle Wert, maßstäbs neu ausgerüstet werden. Hierzu ist bie

Die Erziehung zur nationalsozia­listischen W e l t a n s ch a u u n g ist von qerade- zu entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Wehrmacht, weil diese nur ir' Ueberemstimmun^mit

schen Kraft darangeht sich em artgemäßes Dasein in der Vollendung verwirklichen. Der Offizier aber, zu schaffen. Eine besondere Freude ist für den an- durch Erziehung als Fähnrich innerlich gebildet und gehenden Offizier die Wahrnehmung, daß die sitt- geformt, ist auch hier Führer und Vorbild.

lichen Grundlagen des Nationalsozialismus zum I -------

Der 1. Januar 1938 war ein bedeutsamer Mark­stein in der schweizerischen Aufrüstung: An diesem Tage trat bie neue Truppenordnung in Kraft, die dieMilitärorganisation von 1925" er­setzt. Grundsätzlich wird das Milizsystem (zwei- bis dreimonatige Rekrutenschule und meh­rere Wiederholungsübungen mit insgesamt sieben- monatiger Ausbildungszeit) beibehalten. Da­gegen besteht das schweizerische Heer an Stelle der bisher sechs schwerfälligen Divisionen in Zukunft aus drei Armeekorps mit insgesamt 9 be­weglicheren Divisionen, drei selbständigen Gebirgs­brigaden, einer leichten Brigade (Kavallerie. Rad­fahrern usw.), zwei bis drei zusätzlichen Artillerie­regimentern und weiteren Spezialtruppen. Diese Zusammensetzung entspricht den operativen Plänen für den Heer? saufmarsch im Kriegsfälle. Für den Mobilmachungsfall ist ein weiteres (IV.) Armeekorps vorgesehen. Während die drei Oberstkorpskommandanten vor der Heeresresorm nur Jnspektionsbefugnisse, aber feine Kommando­gewalt hatten, werden sie nun Truppenfüh­rer der Armeekorps. Die Schweiz dürfte der einzige mehrsprachige Staat sein der bei der föde­rativen Gliederung und regionalen Rekrutierung der Armee auch die einzelnen Sprachgebiete berücksichtigt. Mit Ausnahme des Graubündner Regiments, dem Mannschaften des deutschen, räte- romanischen und italienischen Volkstums angehören, sind alle anderen 36 Jnfanterieregimenter ein- sprachig. In sieben Regimentern ist das Fran­zösische die Kommandosprache, in zwei da- Italie­nische. Die kriegsmäßige Stärke des Schweizer- Heeres beträgt zur Zeit rund 450 000 Mann.

Neben dem Ausbau der Flugabwehr-Ar­tillerie und der Luftwaffe das derzeitige Rüstungsprogramm sieht 300 jederzeit einsatzberei­ter Flugzeuge vor, neben der vermehrten Aus­stattung der Heereseinheiten mit automati­schen Waffen, Artillerie (11 Batterien auf 9 Jn- fanteriebataillone) und motorisierten Fahr­zeugen, ist die Schaffung einer sorgfältig durch­gearbeiteten Grenzschutzorganisation ein°5 der wich­tigsten Ziele der Reeresresorm. Dabei ist der Grund­gedanke maßgebend, daß im Kriegsfälle mit einem überfallartigen Angriff, insbesondere motorisierter Divisionen und Panzerwagen, gerechnet werden muß Bisher wurden 9 st ä n d i g e Grenzschutz-

Aus der Geschichte des alten Regiments U6.

Sie Belagerung von Mnnz vom 5. Mai bis 22. Juli 1793.

Hon Generalmajor a. O. Hubolf Mohr, G eßen.

wänden und Hügeln: dieses gab zu den anmutig­sten Einrichtungen Gelegenheit. Das leicht zu be­handelnde Erdreich bot sich den Händen geschickter Gärtner dar. welche die gefälligste Parkanlage mit wenig Bemühung bildeten. Die abhängige Seite ward geböscht und mit Rasen belegt, Lauben ge­baut, Flächen planiert, anstoßende Wäldchen und Büsche mit in den Plan gezogen usw." Wird man bei dieser Schilderung nicht direkt an die Kunst­werke erinnert, die 'm Weltkrieg unsere braven Leute in den Ruhestellungen, ja oft genug an der Front selbst, in gärtnerischer Beziehung herstellten?!

Am 1. Juli hatte das Bombardement der Festung begonnen, das bald eine größere Anzahl von Bränden in Mainz hervorrief. Dis Franzosen wehrten sich verhältnismäßig zäh in aufgeworfenen Erdschanzen gegen das Verschieben der Laufgräben, die eine nach der anderen me'st in nächtlichen Unternehmungen weggenommen

in den Grenzzonen sehr rasch mobilisiert werden - - -. _ - - ,

können. Leichte Brigaden dienen als erste-Belagerung auf. Dieses Lager bei Finthen be- Grenzschutzreserve. Nach der neuen iruppenorb= i fd)reibt Goethe sehr interessant:29. Mai 1793 nung übernimmt also nicht mehr, wie bisher, der I begleitete ich meinen gnädigsten Herrn nach dem hn- Landsturm (41. bis 48. Altersjahr) den ersten ken Flügel, wartete dem Herrn Landgrafen von Grenzschutz, vielmehr haben selbständige For- Darmstadt auf, dessen Lager besonders zierlich mit mationen, deren Mannschaften in den Grenz- kiefernen Lauben ausgeputzt war und dessen Zelt gebieten wohnen und in regelmäßigen Abständen, alles, was ich je in dieser Art gesehen, übertraf, zu Grenzschutzübungen herangezogen werden, die 11° wohl ausgedacht, vortrefflich gearbeitet, begu-m Aufgabe, den Aufmarsch der Armeekorps im Lan-- und prächtig " Dann erzählt er weiter, daß er bei besinnen) sicherzustellen. dieser Gelegenheit bie beiben Prinzessinnen von

Schließlich trägt bie neue Heeresresorm ber Tat- MecNenburg-Strelitz (bie spätere Königin Luise von sache Rechnung, baß die Eisenbahnen im Ernst­fälle nur noch in beschränktem Ausmaß für Trup­pentransporte zur Verfügung stehen. Die Truppen­sammelplätze werben daher weitgehend dezen­tralisiert und bedeutend vermehrt. Eine den

Preußen mit ihrer Schwester) gesehen und c-nen unauslöschlichen Eindruck von ihnen erhalten habe. Beide hatten sich kurz vorher in Frankfurt a. M. mit den Söhnen Friedrich Wilhelm II. verlobt und besuchten ihre Verlobten falt täglich im Lager, wo Generaistabsabteilungen angegliederte Sektion es überhaupt an Damenbesuch nicht gefehlt" zu da­für Kriegswirtschaft hat die Evakuationen den scheint. Besonders an den Sonntagen ftro-nte vorzubereiten und die industrielle Mobili , bie ganze Landbevölkerung ms Lager, hauptsächlich (ierung zu organisieren, damit die Industrie in m die eine herrliche Uebersicht gewahrende Schanze kürzester Frist von der Friedens- auf die Kriegs- bei Weißenau, unbekümmert um die in hohem Produktion umgestellt werden kann. In diesem Zu-Bogen ankommenden französischen Kanonenkugeln, sammenhange ist bemerkenswert, daß kürzlich als,.Wenn die Schildwache auf der Brustwehr ,Bstc? interne Einrichtung der Bundesverwaltung eine rief, so war dies das Zeichen, daß alles sich nieder» Kommission für kriegswirtschaftliche Angelegen- wessen mußte um gegen die ankommende Kugel heilen" geschaffen wurde, die insbesondere für die geschützt zu fern." (Goethe.) Es scheint manchmal notwendige Fühlungnahme und Zusammenarbeit bei dieser Belagerung höchst gemütlich hergegangen aller mit Maßnahmen zur kriegswirtschaftlichen; 3" sein.

Vorsorge betrauten Derwaltungsabteilungen sorgen. Natürlich trat auch der Ernst des Lebens in bie muß. Durch ein neues Bundesgesetz wird der Bun- Erscheinung. Das Belagerungsheer auf der linken desrat ermächtigt,die notwendigen Maßnahmen Rheinseite war etwa 22 000 auf ber rechten Rhem- für bie Beschaffung und Sicherstellung der Güter feite 12 000 Mann stark Später verstärkte es sich zu treffen, welche "im Kriegsfälle für die Versor- auf 36 850 Mann, denen 23 000 Franzosen m ber gunq von Volk und Heer "unentbehrlich sind." Es Festung gegenuberftanben, bie sämtlich einem Willen heißt in ber Botschaft ber Regierung, baß die Pflege gehorchten, wahrend die Verbündeten in langer der wirtschaftlichen Kriegsbereitschaft ebenso not- Linie ausemandergezogen sich rote immer mit Miß- roenbiq ist, wie die Steigerung ber Schlagfertigkeit trauen betrachteten unb keiner bem anberen einen bes Heeres, denn die moderne Kriegführung ver-! Erfolg gönnte Dazu fehlten Belagerungsgeschütze, langt sowohl den Einsatz der Wirtschaft wie ber die erst weit her, zum Teil sogar aus Holland, Armee. Die kommende gesetzgeberische Neuordnung f"x c-rr:fx-

Belagerungs Korps umfaßt, für unseren Zweck aber hauptsächlich die Tätigkeit der Hessen-Darmstabti- schen Truppen und unseres leichten Jnfantene- ~ damals kurze Zeit Füsilier-Bataillon

lichen und politischen Ziele bestehen. Die iungen z ,

Herzen müssen begeistert werden von der wunder- hauptungswillen der Nation in höchster baren Tatsache, daß das deutsche Volk gleichsam und letzter Form, denn die Waffe bleibt für immer in zwölfter Stunde zurückgefunden hat zu sich selbst, die ultima ratio. In Uebereinstimmung bannt muß unb aus ben unverbrauchten Quellen seiner völki- die Truppe auch ben Geist bes Nationalsozialismus

Bevor ich zu bem großen Abschnitt ber Regi- mentsgcschichteDie Hessen unter Napoleon I." komme, muß ich noch die Teilnahme des leichten und Infanterie-Bataillons (späteres 1/116) an der Be- I lagerung von Mainz nachholen. Ich war erst im Zweifel," ob ich überhaupt darüber schreiben sollte, e 11U H I ui U u u .. M denn die Geschichte dieser Belagerung hat bereits

ft"ir bie ersten drei Gesichtspunkte können die eine große Anzahl von Verfassern gefunden, dar­früheren Richtlinien und Anschauungen voll nutz- unter den bedeutendsten: G o e th e, der im Ge- Lnr nPmnfht werden Das Erziehungsziel Jt er- folge des Herzogs von Sachlen-Weimar die ganze ---, - x, ,,

menn ber SVäbnrid) w tiner »arten 'Berlöm. Belagerung miterlebt unb betrieben hat IPro- baraut bei Hamburg a b. q mit ber mm Koblenz lichkest wird die beftr^ ist, ihr gesamtes Denken fesior" Dr. Heinemanns AusgabeGoethes Werke ,> herangeruckten preußischen Armee Bereits ^ am und Handeln unter die Gebote ber Ehre zu stellen. 15 Banb S 446 bis 486) In Anbetracht aber, Er muß sich restlos zu den im Offizierkorps Herr- baß bie Goethescbe Darstellung nur Wenigen be- fdienben Ideen und Überzeugungen bekennen und könnt sein dürfte und naturgemäß das geiamte bestrebt sein sie sich völlig zu eigen zu machen. Ein <R»fn«Sr..nnC.G>r.rns i-m-n&t. für unteren Zweck aber besonders strenger Maßstab wird bei ber B eur- teilung bes Persönlichkeitswertes nnaeleat Stellen sich Mängel bes Charakters her-, Bataillons <\ Süs bie ben Betreffenben für bie schweren Auf-' genannt) in Frage kommt, gaben bes Offiziers ungeeionet erscheinen lassen so habe ick mich doch zu wird er von der Liste der Fahnenjunker gestrichen, einer Darstellung ent- Aus der Auffassung heraus, daß der Fähnrich allem. fdifoffen durch Das Ehrgefühl geleitet werden darf ergibt. Zunächst kurz die fiib von selbst daß schwere Di ziplinarstrafen als gelchichte: Nach der er- ^iebunÄMÜr ihn überhaupt nicht 'n Jruge folgten Kanonade kommen dürfen. Wer nur durch körperliche Zucht- »nn B mittel auf den richtigen Weg gebracht werden kann, bringt innerlich überhaupt keine Voraussetzungen für "den Offizierberuf mit, denn bei einem ehren­haften Mann ist die Angst vor der^anbe, bu» mit ber Tatsache ber Bestrafung verbunden ist, gro­ßer als bie Angst vor ben Nachteilen ber ©traf-

Erkenntnis notroenbig, in welcher Weise der Na-1 größten Teil den Werten des Soldatentums ent-1 mals nicht gern Krieg führte, Quartier zu be» tionalsozialismus alle Gebiete des öffentlichen nommen sind. Diese Tatsache allein erfüllt ihn schon ziehen. Unser Bataillon kam nach Groß-Gerau Lebens durchdringt und formt, welcher Mittel er mit dem Gefühl innerlicher Verbundenheit mit der und stellte Vorposten vom Rhein bis Ginsheim aus, sich bedient, und worin seine kulturellen, wirtschaft- nationalsozialistischen Weltanschauung. 1' 2 ' '

bes Verkehrswesens (Verkehrsteilung zwischen Eisenbahn unb Kraftwagen) berücksichtigt in her- Dorragenbem Maße die Bedürfnisse der Landesver­teidigung Der Ausbau bes Straßennetzes erfolgt zum Teil auch im Hinblick auf militärische Anforderungen. Im allgemeinen hält die neue fompanien ausgestellt, bestehend aus ~ arbeits-! Truppenordnung am D e f e n s i v ch a r a k t e r des losen, .ledigen Wehrmännern des Auszuas (vorn schweizerischen Heeres fest. Verzichtet wird auf Was- ..... 't fen, die für eine offensive Kriegführung hauptsächlich