Geschichten aus aller Welt
dort
Aus der engeren Heimat
Deutschland, eine Leistung, die in keinem anderen
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Wochenendschulung der BOM - Führerinnen.
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im Netz der Jugendherbergen des Landesverbcmd-- nannte er Butzbach, Gelnhausen, Worms, Nas. sau, Idstein und Wetzlar. Der Landesverbands- leiter dankte besonders dem Gauleiter und allen
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Stadt noch heute umgeben ist. Sie sind in Absätzen von dreien angeordnet und sehr steil. Wenn man sich hier etwas wünschen will, so muß man zunächst einmal einen Marsch um die ganze Stadtmauer machen, eine Strecke von über drei Kilometer, und dann muß man zweimal die Stufen ohne anzuhalten hinauf und herunter laufen. Es gibt auch ein „Wunschtor" in der Nähe von Grasmere in Westmorland, das jeden Sommer von Tausenden von Urlaubsreisenden besucht wird, weil es den Dichter Wordsworch zu seinem Gedicht „Das Wunschtor" angeregt hat. Nach der Ueberlieferung muß man das Tor dreimal mit beiden Händen berühren und jedes Mal seinen Wunsch wiederholen, um seine Erfüllung zu erreichen. „Wunschbrunnen" sind in vielen Teilen Englands anzutreffen, und bei diesen ist es üblich, eine Nadel in das Wasser zu werfen, während man seinen Wunsch ousspricht. Der berühmteste unter diesen befindet sich in Upwey in Dorset-, man muß ihn dreimal umscyreiten, ehe man die Nadel fallen läßt. Als vor einiger Zeit der Herzog von Windsor in der Gegend weilte und den Brunnen besuchte, waren alle aufs Höchste gespannt, ob er dem alten Brauch folgen würde, und man hätte auch gern seine Wünsche gewußt. Der konig- liche Besucher weigerte sich jedoch entschieden, seinen Wunsch bekannt zu gebe^l.
Ein Ehepaar irrt durch Paris.
B. Paris.
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Tier, das die Briefe jahrelang von Lanslebourg nach dem Fort Soliörs in 2700 Meter Höhe zu der liegenden Abteilung des 92. Regiments der
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Während im Sommer Fahrt, Sport und Lager Stellen, die das Jugendherberoswerk unterstützten, im Vordergründe standen, tritt im Winter die wett- Bis jetzt bestünden 2000 Jugendherbergen in
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Ein Londoner Polizeigericht hatte sich dieser läge mit einer sonderbaren Frage zu beschäftigen. Ein Polizist von der motorisierten Abteilung war einem Auto gefolgt und hatte bemerkt, daß der Führer des Wagens zweimal die neben ihm sitzende Dame geküßt hatte; er hatte aber dabei auch festgestellt, daß in den beiden Augenblicken, in denen er das tat, das Auto durchaus nicht die grade Richtung beibehielt. Der verliebte Fahrer wurde daher von chm vor den Richter gebracht. Die Anklage lautete, daß er die Mitfahrerin geküßt habe, aber der Verteidiger wies darauf hin, daß in der Verkehrsordnung dieses Verbrechen unter den strafwürdigen nicht angeführt wird. Der Richter wußte indessen einen Ausweg, um den Schuldigen zu bestrafen. Er ging von der Tatsache aus, daß die beiden Küsse einen für das Publikum gefährlichen Einfluß -auf die Lenkung des Wagens gehabt hätten, und kam zu dem Schluß, daß der Angeklagte, um unter diesen Umständen eine Frau im Auto zu küssen, gar nicht anders als betrunken gewesen sein könnte, also in einer Verfassung, in der er nach dem Gesetz unfähig wäre, einen Wagen zu lenken, und sich strafbar machte, wenn er es trotzdem täte. So verurteilte er den Wagenführer zu zwei Monaten Gefängnis. Das macht einen Monat für jeden Kuß... Ziemlich teuer!
Der Kutzstem und der Wunschbrunnen.
C. K. Cork.
Es erregte vor Kurzem nicht geringe lieber« rafchung, als bekannt wurde, daß ein Amerikaner eine Million Dollar dafür geboten hatte daß er den berühmten „Kußstein" oom Schloß Blarney in der Nähe von Cork in Irland für eine bestimmte Frist nach Amerika entführen konnte, "ch dort em gutes Geschäft damit zu machen. Das irische Volk glaubt, daß jeder, der diesen Stein küßt und seine Wünsche dabei äußert, sehr bald deren Erfüllung erleben wird Dabei ist es durchaus nicht leicht, diesen Stein, der über einem Fenster liegt, heran- zukommen und man läuft dabe, Gefahr, ‘"eine Tiefe von 60 Meter abzustürzen Trotzdem zeigt der Stein deutliche Spuren, daß Zahllose Menschen ihn geküßt haben, um ihre Wunsche erfüllt zu sehen- Irland ist reich an solchen geheimnisvollen Wunsch, erfüllern, deren Geschichte in bie flraue zurückreicht. Berühmt ist auch der Wunschstem.au Lern Friedhof von Kilrnakedar m der Grafscha.t Kerry, der in früheren Jahrhunderten "och eine be sondere Rolle spielte, da über ihm die Ehen ge
anschauliche Schulung in den Vordergrund. 3}iefe erfolgt nach einem jahrgangsweisen Aufbau Die beiden Hauptthemen sind: „Das Aufbauwerk des Führers" uni> „Volk und Persönlichkeit". Das Ziel der weltanschaulichen Schulung muß sein, eine fähige Führerinnenschaft heranzubilden, die durch klare weltanschauliche Haltung und durch klaren Ueberblick über die uns gestellten Aufgaben die Mädel wach und aufgeschlossen macht für die großen
m W e » eas hoa Alieraloubens sondern auch das „ausgerianere
Orten Steine Brunn« unb andere Wahrzeichen, die Jahr für Iah LD°" senden hoffnungsvoller Menschen b-iucht werden. In der Nähe der Ruinen des Schlosses Berry B merot) in South Denon steht »ltest^n
Buchen Englands, die allgemein der ..Wunschdaum aenannt wird. Wenn man dreimal um den Baum Aerumgeht so wird einem der liebste Wunsch gemäht„Wunschstufen" gibt es in Chester d' hln aufführen zu der berühmten Mauer, von der^
Ein sonderbares Mißgeschick hatte in Paris ein reiches holländisches Ehepaar, das ein Opfer seiner Gedächtnisschwäche wurde. Die beiden waren im eigenen Auto angekommen und d» sie nirgends Bescheid wußten und auch keine Reisebücher bei sich gatten, waren sie in dem ersten kleinen Gaschos ab» gestiegen, den sie auf ihrer Fahrt getroffen hatten; sie waren zu müde, nach einem besseren zu suchen. Der Chauffeur war bann weggeschickt worden, um eine Garage zu suchen, und sie hatten ihn für den nächsten Tag beurlaubt. Auch am nächsten Tage uchten sie kein anderes Hotel, aber am Abend nahmen sie eine Taxe, und ließen sich zur Oper fahren. Als die Aufführung zu Ende mar und sie zu ihrem Gaschos zurückkehren wollten, bemerkte der Mann, daß er einen Zettel, auf dem er sich die Adresse des Hauses ausgeschrieben hatte, in einem anderen Rock hatte stecken lassen, und beide Eheleute konnten sich, o sehr sie sich auch anstrengten, nicht besinnen, wie ihr Hotel hieß und in welcher Straße es lag. Schließlich hofften sie, es wiederzufinden, wenn sie in einer bestimmten Richtung umherführen, und nahmen eine Taxe, um bald hierhin, bald dorthin zu fahren, wo sie glaubten, ans Ziel zu gelangen. Bis 6 Uhr morgens dauerte die Irrfahrt, ohne daß sie das Haus gefunden hatten. Ganz verzweifelt begaben sie sich nun zu einem Polizeibüro, um dort Hilfe zu suchen, aber da sie keine weitere Angabe mache» konnten, als daß sie „zu einem kleinen Gasthof in einer kleinen Straße" kommen wollten, wußte die Polizei natürlich auch keinen Rat. Also entschlossen sich die beiden, von neuem herumzufahren. Gegen Mittag mußten sie sich wieder an die Polizei wenden, da sie furchtbaren Hunger hatten und das einzige Geld, das der Herr bei sich trug, eine Banknote von 100 holländischen Gulden war, die ihm nicht gewechselt werden konnte, weil es Sonntag war und alle Banken geschlossen waren. Der Polizeikommissar ließ in allen Vierteln der Stadt Umfrage halten, aber auch so gelang es nicht, den gesuchten Gasthof zu finden. Er sorgte nun dafür, daß die beiden Verirrten in einem anderen Hotel Auf-
Schicksalsfragen unseres Volkes.
So wurde am vergangenen Sonntag in unserem Untergau in acht Standorten, und zwar in Gießen, Leihgestern, Grünberg, Langsdorf, Allendorf an der Lumoa, Friedberg, Butzbach und Groß-Karben die Führerinnenschaft in der Wochenendschulung erfaßt. Es nahmen insgesamt 210 Gruppen-, Schar- und Schaftsführerinnen daran teil. Die Schulungen, die in den meisten Orten in den jeweiligen BDM- Heimen stattfanden, begannen mit einer kurzen Feier an der Fahne. Nach einer Liederstunde wurden bann bie Aufbau- »nb Durchführungsmöglichkeiten eines Heimabends besprochen. Weiter erhielten bie Führerinnen Anweisungen über bie Anfertigung von Arbeiten für die Sudetendeutschen und über Werkarbeit. Die Schulungsleiterin gab einen Ueberblick über die bevorstehende Arbeit und besprach bann mit den Führerinnen eingehend die Schulungs- und Heimatabendthemen. Mit einem gemeinsamen Schlußlied wurde die Schulung beschlossen.
Mit dem Auto töhlicb verunglückt.
Am gestrigen Freitag spät abends verunglückte der 21 Jahre alte Kraftfahrer Günter Neu - b e r t aus Pirmasens auf der Landstraße Mücke— Grünberg mit seinem Kraftwagen. Der bedauernswerte junge Mann mußte von der Sanitätsbereitschaft Gießen mit einem Schädelbasisbruch in die Chirurgische Klinik in Gießen eingeliefert* werden, wo er am heutigen Samstagmorgen an seinen schweren Verletzungen geftorben ist. Das Auto ist zertrümmert.
Steuer in Bellersheim.
♦ Bellersheim, 22 Oft In der letzten Nacht gegen 23,30 Uhr brach in der Scheune des hiesigen Bäckermeisters Vogt Feuer aus. Die mit Stroh, Kartoffeln und landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen gefüllte Scheune wurde voll- ständig eingeäschert. Dem tatkräftigen Einsatz der Ortsfeuerwehr gelang es, die Stallungen und das Wohnhaus zu retten. Der Schaden ist groß. Die Ermittlungen über die Brandursache sind im Gange.
Einweihung der Jugendherberge in Bad-Nanheim
Lpd. Bad-Nauheim, 21. Okt. Am Freitag- nachmitag wurde die neue Jugendherberge des Landesverbandes Rhein-Main im Reichsoerband für deutsche Jugendherbergen auf dem Johannisberg eingeweiht. Der Feier wohnten Kreisleiter Backhaus, Schulrat Klink, Referent für Leibesübungen, (Darmstadt), Bürgermeister Hahn und Landesverbandsleiter Gei feier, sowie Vertreter von Ortsoerbänden und der HI. bei.
Vor dem neuen Haus hielt Bürgermeister Hahn eine Ansprache, in der er auf die reizvolle Lage der neuen Jugendherberge hinwies, bie ein Geschenk der Stadt Bad-Nauheim sei. Dem Landesverband gebühre für die zweckmäßige Ausgestaltung besonderer Dank.
Kreisleiter Backhaus erklärte, die Jugend müsse das Vaterland kennen lernen und auch Verbindung mit der Jugend anderer Völker gewinnen. Auch dieser sollten die Tore geöffnet werden; so könne das Jugendherberaswerk auch die politische Arbeit unterstützen. Die Liebe zum Volk und zur Heimat seien das Beste, was der Jugend mitgegeben werden könne. Mit Dank an den Bürgermeister schloß der Kreisleiter.
Landesverbandsleiter Geißler gab dann einen : Rückblick auf die jahrelangen Bemühungen um die Errichtung dieser Herberge. Als werdende Häuser
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Die 720Tanze der schönen Priscilla.
C. K. Los Angeles.
Priscilla Dean, einer der reizendsten jungen Filmstars von Hollywood, befindet sich in einer großen Verlegenheit. Die Ueberlieferung und bas Reklamebedürfnis ber Filmgesellschaften verlangen gebieterisch, daß jeder neue Stern am Filmhimmel an den festlichen Veranstaltungen teilnimmt, die in den Hauptstädten 'Amerikas bei Gelegenheit ber Erstaufführung von Filmen stattfinden, in denen sie die Hauptrolle spielen. So sollte dieser Tage ein solches Fest in Kentucky stattfinden, und unter den Zöglingen ber Marine-Akabemie hatte sich bas Gerücht verbreitet,, bafe Priscilla Dean persönlich erscheinen würde. Einer der Schüler kam sogleich auf den Gedanken, an die Schauspielerin zu schreiben, um sie inständigst zu bitten, sie möchte ihm an dem Abend der Feier wenigstens einen Foxtrot gewähren. Priscilla gab ihm gern die Zusage. Dann aber tarnen auch andere Zöglinge der Akademie auf denselben Gedanken, und um keine Eifersüchteleien unter den jungen Leuten aufkommen zu lassen, beauftragte die Künstlerin ihre Sekretärin auf alle Bitten um einen Tanz in ihrem Namen zusagenden Bescheid zu geben.
Jeder der jungen Leute war stolz und glücklich in dem Gedanken, einen ganz besonderen Vorzug erhalten zu haben, und einige von ihnen konnten das Geheimnis, das sie befeeligte, nicht auf die Dauer bei sich behalten, sondern rühmten sich ihres Glückes bei den Kameraden. Jetzt war es um die „Einzigartigkeit" des Vorzugs vollendes geschehen, es dauerte nicht lange, bis alle 720 Zöglinge der Marine-Akademie sich mit der gleichen Bitte an Priscilla Dean gewandt hatten, und sie alle erhielten von ber Sekretärin, bie ben Auftrag ihrer Herrin treulich durchführte, eine feierliche Zusage.
Die schöne Priscilla steht, jetzt vor der Tatsache, daß sie jedem der 720 Anwärter -auf die Marinelaufbahn einen Tanz zugesagt hat. Sie erklärt jedoch, daß sie treu zu ihrem Worte stehen wolle und daß sie hoffe, in ber Erfüllung ihres Versprechens einen neuen Weltrekord aufzustellen. Die amerikanischen Zeitungen, in denen die 720 Tänze ber Priscilla einen breiten Raum einnehmen, haben ausgerechnet, daß, wenn man für jeben Tanz auch nur drei Minuten und eine kurze Pause rechnet, die Schauspielerin etwa 40 Stunden tanzen muß, um ihre Zusage an alle ihre jugendlichen Bewunderer zu erfüllen.
Der zärtliche Mann am Steuer.
B. London.
Lande zu finden sei.
Dann wurde die Flagge auf der Jugendherberge gehißt. Es folgte ein Rundgcmg durch das neue Heim, das 45 Betten in fünf Schlafräumen aufweist. Von dem freundlich ausgestatteten Tagesraum und ben umlaufenden Balkonen bietet sich ein wunderbarer Blick auf Bad-Nauheim, Friedberg und die Wetterau.
Landkreis Gießen
< Holzheim, 21. Okt. Am morgigen Sonntag, 23. Oktober, kann unser Mitbürger, ber Metzger unb Lanbwirt Konrab Brock in körperlicher und geistiger Frische seinen 7 3. Geburtstag feiern.
, Kreis Schotten.
Y Laubach, 21. Oft. Reichsbahnassistent Heinrich Wahl konnte auf eine 25jährige Dienstzeit bei ber Reichsbahn zurückblicken. Im Jahre 1913 trat er bei ber Bahnmeisterei I Gießen ein unb mürbe später zur neugebilbeten Bahn- meisteret II versetzt. Seine weitere Ausbilbung erhielt er auf den Bahnhöfen Gießen unb Reiskirchen. Seine erste Derwenbung erfolgte 1917 als Telegraphist. Von 1918 bis 1927 war Wahl Assistent in Hartenrod (Kreis Biedenkopf), feit dieser Zeit ist er am Bahnhof Laubach tätig. Er hat unser Städtchen als seine zweite Heimat gefunden. An allen öffentlichen Fragen und vor allen Dingen am Dereins- lcben nimmt er regen Anteil. In der Partei bekleidet er das Amt eines Kreisunterabschnittsleiters (Amt für Beamte). U. a. ist ber Jubilar Vorsitzender des Vereins ehemaliger 116er und Präsident des Karneval-Vereins. Der allseits beliebte Beamte feiert auch am 25. Oktober mit feiner Ehefrau Katharine Marie, geb. Hach, das Fest ber f i I b e r • nen Hochzeit. Gleichzeitig ist er seit 25 Jahren Bezieher bes Gießener Anzeigers. Dem Jubilar und seiner Gattin unsere herzlichen Glückwünsche.
s. Sd) ott en, 21. Oft. Das Fest der goldenen Hochzeit konnten heute Karl Funk und Ehefrau Elisabeth, geb. Stein, begehen. Funk hatte, wie schon sein Vater unb ebenso auch als Nachfolger sein" Sohn, das Amt des städtischen Schäfers jahr- zehntelang versehen. Seitens des Reichsstatthalters und der Stadt wurden dem Jubelpaar ein Geldgeschenk und Glückwunschschreiben überreicht. Zahlreich waren die Ehrungen, die ben Jubilaren zuteil würben. — Mit ber Verlegung mehrerer neuer Aemter in unsere Stabt wirb sich in Schotten eine Wohnungsnot bemerkbar machen. Um dieser zu steuern, ist beabsichtigt, den früher bestandenen Gemeinnützigen Bauverein wieder erstehen zu lassen. In einer Vorbesprechung, die der Bürgermeister mit ben Interessenten abhielt unb in ber auch ein Vertreter bes Sübwestbeutschen Wvh- nungsbauDerbanbes einen Vortrag hielt, würben alle einschlägigen Fragen erörtert. Auf genossenschaftlicher Grunblage wird der Verein aufgebaut, die Mitglieder werden sich aus den Baulustigen, dem Bauhandwerk und sonst interessierten Teilen finden, auch die Stadt, bie Bezirkssparkasse unb bie Dolksbank werben sich beteiligen. In aller Kürze wird zur Gründung des Vereins geschritten werben. — In der hiesigen Kriegerkamerabschaft herrscht neues Leben, wie ber letzte Mitglieberappell bewies. Die Kameradschaft Hot die Schiefestände vom früheren Schützenverein übernommen unb wirb sich ben Schießsport sehr angelegen fein lassen. — Zur Zeit werben die Wasserleitungsanschlüsse im Viertel um Kirche unb Rathaus, bie noch seit bem Bau ber Leitung 1896 in Bleirohren liegen, ausgewechselt. Die Straße um Rathaus unb Kirche soll bann ein neues Kleinpflaster erhalten. Der freie Platz vor Rathaus und Kirche, auf dem häufig die großen öffentlichen Kundgebungen stattfinden, wird damit wesenllich verschönt.
^ärftermorö bleibt ungeföbnf
LPD. Frankfurt a. M„ 21; Oft. Die Justiz- Pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Die gegen Ende des vergangenen Jahres wegen Mordverdachts verhafteten Bruder Ernst unb Rubolf Grisar finb inzwischen burch Beschluß bes Lanb- gerichts Limburg (Lahn) außer Verfolgung gesetzt ■ worben. Es war ihnen zur Last gelegt worden, im
nähme fanden, von dem aus sie in größerer Ruhe bie Suche nach ihrem Gepäck und nach ihrem Chauffeur fortsetzen können.
Krach in der Straßenbahn.
C. K. Mailand.
Es ist immer mißlich, sich in ber Straßenbahn ober überhaupt, wenn andere Leute zugegen sind, allzu laut zu unterhalten. Das mußten dieser Tage zwei Herren in einem Mailänder Straßenbahnwagen erfahren, die über ihre letzten Erlebnisse sprachen. Der eine schilderte seinem Freunde die komischen Eindrücke, die er am Abend vorher in einem Kino der Vorstadt mit eingelegten Vorstellungen gehabt hätte. Als er merkte, bafe bie Mitfahrenden aufmerksam zuhörten und bei feiner Beschreibung kräftig mitlachten, fühlte er sich geschmeichelt, erhob seine Stimme immer mehr und erging sich in immer drastischeren Uebertreibungen. „Stell dir vor", erzählte er weiter, „bann tarnen zwei Damen, bie tanzten unb sangen. Ich sage bir, zwei Waschfrauen, beide erheblich aus bem Schneider, und Stimmen wie Gänse..." Alle lachten schallend, aber weiter kam ber Herr nicht. Denn plötzlich sah man, wie zwei entfernter sitzenbe, recht gut gekleibete Damen sich erhoben, schimpfend auf ben Erzähler zustürzten, ihm ben Hut vom Kops rissen, um ihn aus bem Fenster zu werfen, unb mit ihren Täschchen auf ihn losschlugen. „Wir sind bie Waschfrauen! Wir sind die Gänse!" schrien sie dabei dem Herrn ins Gesicht. Ein wüster Krach entstand, der Wagen mußte halten, aber es dauerte lange, bis die Wütenden getrennt wurden und der Wagen weiterfahren konnte.
Er wollte Kiepura betrügen.
A. S. Warschau.
Ein dreister Betrüger, der den polnischen Tenor Jan Kiepura hineinlegen wollte, stand vor dem Warschauer Bezirksgericht. Während bes letzten Aufenthaltes von Kiepura in ber polnischen Hauptstadt meldete sich eine Frau bei seinem Sekretär unb legte einen Wechsel über 3000 Zloty mit bem , Giro des Sängers auf der Rückseite vor. Der , Wechsel war protestiert, unb bie Unbekannte bat > ben Maestro um Bezahlung bes Betrages. Die
Echtheit der Unterschrift stand außer Frage. Kiepura erinnerte sich aber nicht, jemals einen ähnlichen Wechsel giriert zu haben. Einem herbeige- rufenen Polizeibeamten erklärte die Frau, daß sie ben Wechsel von einem Mann, der vor bem Hotel warte, zum Einlösen erhalten habe unb bafür 500 Zloty bekommen solle. Der Mann, ber Theater- frifeur Kalinski, mürbe festgenommen. Bei ber Untersuchung kam es ans Tageslicht, baß ber Betrüger ben Sänger um ein Autogramm bat unb ihm babei einen viermal zusammengelegten Wechsel zur Unterschrift unterschob. Er gab an, aus grofeer finanzieller Notlage gehanbelt zu haben. Das Gericht verurteilte Kalinski zu einem Jahr Gefängnis, seine Mithelferin erhielt sieben Monate.
Der H'.rnd als Briefträger.
B. Bordeaux.
Ein Muster der Pflichterfüllung unb der Anhänglichkeit bis zum Tode war der Schäferhund „Flambeau", dessen Tod nach zehnjähriger Dienstzeit als Dienstbote in den französischen Alpen allgemein betrauert wird. Ueberaü kannte man das intelligente
ist jetzt leicht zu erfüllen. Schaffen Sie sich eine Osram . Ultra-Ditalux an, dann haben Sie immer Sonne im Seim. Die täglichen Äestrahlungen nehmen nur wenige Minuten in Anspruch.
ULTRA-VITALU
alpinen Infanterie beförderte. Nicht em einziges Mal hat Flambeau seine Aufgabe nicht ausgefuhrt, so schwer sie oft auch war, wenn der Winter oder stürmisches Wetter jeden Verkehr verhinderte und auch die Alpenjäger zu Hause bleiben mußten. Flambeau scheute niemals davor zurück und kämpfte stundenlang, um seine Pflicht zu erfüllen. Er war in solchen Zeiten die einzige Verbindung zwischen bem Tal und dem Fort. Wenn er mit seinen zwei Posttaschen davonzog, war er unempfänglich für alles, was ihn von seinem Ziele ablenken wollte, achtete auch nicht auf das herausfordernde Gebell der Hirtenhunde, mit denen er sonst, wenn er „dienstfrei" war, einen Kampf durchaus nicht verschmähte. Er hörte auf keinen fremden Zuruf und war durch Leckerbisien nicht zu verführen. Seit einem Jahr tat Flambeau keinen Dienst mehr, da seine Kräfte verbraucht waren, und man gönnte ihm die verdiente Ruhe. Es scheint aber doch, als ob ihn das Heimweh nach den Bergen, nach dem Fort und feinen Soldaten nicht verlassen habe; denn an einem der letzten' Tage brach er zum letztenmal auf und legte den Weg zum Fort Zurück, und als er beinahe dort angekommen war, brach er zusammen unb verendete, während die Soldaten sich um ihn versammelten.
örfjW in den Elektrolicht- unb medizinischen Fachgeschäften. Wo nicht erhältlich, schreibe man wegen Nachweis einer Äezugsquelle an Osram, Serlin O 17, Abt. 182


