Ausgabe 
22.10.1938
 
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sammensetzung die Kommuni st en mit 19 von insgesamt 100 Sitzen vertreten seien. Dies sei mit

dem gegenwärtigen Kräfteverhältnis nicht

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Einklang zu bringen.

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Bei Sodbrennen

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eines Konfliktes, der zum Weltbrand hätte aus­wachsen können. Angesichts der Entspannung konnte Adolf Hitler vor kurzem die Entlassung der Reservisten ankündigen. Und nun schallt es wieder durch alle Kasernen:Reserve hat Ruh!" In Wiedersehensfreude rüstet alles zur Heimkehr.

Aber kehren die Männer, die ihrer Wehrpflicht genügt haben, nun wirklich alle wieder in die Hei­mat zurück? Wir wissen es schon aus Erfahrungen, wie sie in der Vorkriegszeit gesammelt wurden, daß die militärischen Dienstjghre' häufig dazu Ver­anlassung geben, ein Leben in völlig neue B a h- n e n zu lenken. Das will durchaus nicht besagen, daß derartige Veränderungen sich zum Nachteil des Beteiligten auswirken müßten. Sehr oft ist das ge-

Gegenteil zu beachten gewesen. Aber auch diese Feststellung ist wiederum n'.cht für alle Fälle gültig. Man kommt nicht um die Beobachtung Her­

rigen Rentner und eine Mutter mit ihrem fünf Jahre alten Kinde nur noch als Leichen vorfand.

preß.) lesen

In den schweren Wochen der internationalen Er-1 einer entsprechenden Verwendung der geweckten örtcrungen über die politische Zukunft des deutschen Kräfte zu erschließen. Aber mit gutem Bedacht Sudetenlandes trat bei den unter den Waffen be-. empfehlen sie dem jungen Manne, der seinen Beruf findlichen Mannern der Gedanke an ihrenzivilen erlernt hat, die Rückkehr in die einstige Beruf" nach der baldigen Beendigung der Dienst-s t i g k e i t. Es versteht sich bei einer so bedeu- zeit zurück hinter der Bereitschaft, deutsches Volk und deutsches Land zu jeder Zeit zu verteidigen.

Des Führer starker Wille schuf die friedliche Lösung

zu seinem Beruf zurückkehrt. _

Reserve hat Ruh!" Das will nicht heißen, daß nun ein Faulenzerleben einsetzen soll. Nein, durch-

In Cuxhaven kamen bei einem Ha us brand drei Menschen ums Leben. Gegen Mitternacht

it aus eine. Hsiey Wood, innerhalb der herangnogen caussichtlich in irden.

isha erfiürte, englischen Ach man die Me« eher amvenbe. n müsse Doll«

Zwei Durchstöße durch das Alpenmaffiv

Auf der Tieichsautobahn in 3M> Stunden von Klagenfurt nach München.

gelt. Es verlautet, daß eine Reihe von Funktio- nären der Partei in Schutzhaft genommen worden sind. In den Betrieben wurde der Auf- lösungsbeschluß von den Belegschaften auch dort mit Ruhe zur Kenntnis genommen, wo bisher die kom­munistischen Anhänger überwogen oder doch einen starken Einfluß hatten. Der rechtsradikalePrazsky List" fordert die Auflösung der Prager Gemeindevertretung mit dem Hinweis darauf, daß in dieser nach der. gegenwärtigen Zu­

Von der Kaserne zum Bauernhof.

Die Reservisten kehren aufs Land zurück.

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Das festländische Hoch verlagert sich nordostwärts, beherrscht zur Zeit aber die Witterung ganz Mit­teleuropas. Auch in der Nacht zum Samstag kam

um, daß beispielsweise manche dergedienten Männer" aus dem Landvolk, verlockt von zufälligen und sehr äußerlichen Eindrücken, roifr sie die Garnisonstadt bietet, nach ihrer Dienstzeit in der Stadt eine neue Lebensaufgabe ausfüllen wollen. Für diese Menschen bedeutet dieser Entschluß fast immer die Aufgabe ihres gelernten Be­rufes denn Landarbeit ist heute gelernte Ar­beit! und die Einreihung in das Heer derun- gelernt"n Arbeiter".

Ein Wechsel der Betätigung von so durchgreifen­der Bedeutung ist in gewissem Sinne verständlich, weil der Entschluß- dazu von Menschen ausgeht, die sich zwar als Soldaten bewährt haben, im allgemei­nen jedoch noch nicht über genügend Lebenserfah­rung verfügen, um die Auswirkungen eines so ent­scheidenden Schrittes ganz zu übersehen und richtig zu beurteilen. Unsere wiedercrstandene Wehrmacht hat es sich daher zur Pflicht gesetzt, stärker und eindringlicher noch als das in Vorkriegszeiten der Fall war, den vor ihrer Entlassung stehenden Dienstpflichtigen Helfer und Berater beim Uebergang in das zivile Leben zu sein. Das- gilt nicht allein für diejenigen Soldaten, die vier oder acht oder noch mehr Jahre im Dienste standen, sondern ebenso für die jungen Menschen, die im üblichen Umfange ihre Ausbildung erhielten. Be- sonders ausgewäblte und für ihre Aufgabe um­fassend geschulte Offiziere widmen sich schon zeitig allen Fragen, wie sie bei der bevorstehenden Ent­lassung aus dem aktiven Dienst entstehen. Erfah­rene Männer beraten und helfen nach besten Kräf­ten. Wo sie besondere Eignungen beobachtet haben, die sich erst während der Dienstzeit auswirkten, zögern diese Berater nicht, ^iach Prüfung aller Um­stände, die für und wider eine Veränderung in der bisherigen Verufsausübung sprechen, neue Wege zu

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Hause keine Frage sei, denn immer mehr neue Landarbeiterwohnungen würden in der Heimat ge­baut, und so schön und wohnlich wie die Wohnun­gen in der Stadt sind sie heutzutage ganz gewiß. Bloß die Sache mit dem Lohn natürlich nein, Landarbeit bringt derartige Wochen- oder Monats­löhne nicht. Ja, und dann rechneten sie auf beiden Seiten, die jungen Arbeiter aus der Stadt und die andere Gruppe vom Lande: Miete, Feuerung, Beleuchtung, Kleidung, Wäsche, die Ernährung und was so alles im Leben bezahlt sein will. Da gab es oft ein großes Verwundern, wenn der Ka­merad vom Lande meinte, Wohnen und Heizen und Essen würden doch nicht derartige Beträge aus­machen, wie sie der städtische Kamerad nannte. In­nerhalb des Deputatvertrages sei doch alles klipp und klar geregelt. Im Endergebnis so rechneten sie ganz richtig aus steht sich der Landarbeiter sicher besser als sein Kamerad, der in der Stadt so­viel mehr an Wochenlohn ausgezahlt bekommt!

Derartige Gespräche waren und sind in der Dienst­zeit nicht selten. Sie führen auch ohne Zweifel zum Nachdenken. Und doch vergessen manche aus dem Landvolk die dabei gewonnenen klaren Erkennt­nisse, wenn der Tag herankommt, an dem Reserve Ruhe hat. Nicht jeoer will eben aus den Erfah­rungen anderer Kameraden lernen. Er muß erst einmal selbst auskosten, was es heißt, in der Stadt zu leben, am eigenen Leibe zu erfahren, daß er sich selbst des größeren Lebenserfolges beraubte, der ihm auf dem Lande als freiem Manne auf freiem Grunde sicher ist. Derartige Erfahrungen sammeln zu müssen, ist zeitraubend, schmerzlich und kostspielig die vielen, die den Weg zur Heimat-

tunqs- und verantwortungsvollen Aufgabe von selbst, daß weder Zwang noch Ueberredung auf» gewendet werden, um den zu Beratenden in eine ihm wesensfremde Tätigkeit zu lenken. So müßte es sich also eigentlich von selbst ergeben, daß der im Landvolk verwurzelte junge Mensch auch wieder

1 Nach an her Rückzug aus hankau 1 Hauptstadt n auch seine Berichten soll . Bahnstrecke lsühere chine- achtete scharfe er für die der Provinz er die Luft« 1 Kwaptungs

Hamburg, 21. Oft. (DNB.) Auf der vom i Gauamt für Technik der NSDAP. Hamburg ver- i anftalteten Tagung der Technik behandelte Reichs- i Hauptamtsleiter Prof. Dr. Todt die Reichs- ! auto bahnen und ihre Bedeutung. 2300 Kilo- ! meter Reichsautobahnen feien bis heute für den i Uierfeljr fertizgeftellt. Weitere 300 Kilometer wür- i Öen Anfang November übergeben, und mit der i Jahreswende würde programmgemäß der 3000. : Kilometer fertiggestellt sein. Die längste Reichsautobahnstrecke reicht mit 900 Kilometer von derO ftj e e bi s z u den Alpen. Sie geht von Stettin über Berlin, Leipzig und Nürnberg nach Salzburg und wird zum Jahresende für den Verkehr frei. In der Ostmark feien alle Ver­kehrslinien nach Wien ausgerichtet gewesen. Bis jetzt habe man von der Steiermark und Kärnten nach München im Winter eine 700 Kilometer lange Strecke fahren müssen, während die Luftlinie je­weils nur 250 Kilometer betragen habe. Ein Durchstoß durch das Alpenmassiv mit­tels zweier 7 bzw. 8 Kilometer langer Tunnels werde eine Fahrzeit von dreieinhalb Stunden von Klagenfurt nach Mün­chen ermöglichen-. Auch im Sudetenland, wo es an Querverbindungen fehlte und alle Stra­ßen von Prag aus radikal zu den Grenzen liefen, werde sofort eingegriffen werden, um das Reich mit feinem neuen Gau zu verbinden. Die Be­deutung der Reichsautobahnen gehe schon aus der Verkehrsstatistik einwandfrei hervor. Die Benützer­zahlen seien durchweg höher als ursprünglich an­genommen wurde. Die wirtschaftliche Bedeutung der Straßen des Führers sei ferner aus der Ent­wicklung der deutschen Bauwirtschaft ersichtlich, die heute über 3 Millionen Volksgenossen beschäftige gegenüber 500 000 bei Inangriffnahme der Straßen­bauten.

Wer einmal mit der Bahn von der Kärntner Hauptstadt nach München seine guten neun Fahr­stunden heruntergeschlagen hat, wird die Revolution des Verkehrs jubelnd begrüßen, die Generalinspek­tor Todt angekündigt hat. Klagenfurt ist dem Binnendeutschen vielfach erst durch die Rückgliede­rung Oesterreichs ein klarer Begriff geworden-, aber leider muß gesagt werden, daß, wenn der Begriff, von Klagenfurt auch klarer geworden ist, er für viele Deutsche noch lange nicht klar genug ist. Die Entfernung von Klagenfurt nach Triest, das sich einer so warmen Förderung durch den Duce erfreut, beträgt nur etwa 120 Kilometer; und un­mittelbar vor den Toren Klagenfurts beginnt das mächtig emporftrebenbe Jugoslawien, dessen Straßenbaupläne durch die Ankündigung von Dr. Todt einen neuen Antrieb empfangen werden. Und dieser Antrieb wird sich fortsetzen. Denn wenn von der Linie MünchenKlagenfurt gesprochen wird, so liegt darin sinngemäß die Verheißung einer Autobahn nach dem Südosten, die sich mit der von Wien aus geplanten Autobahn nach Istan­bul, dem alten Konstantinopel vereinigt. Die Oesterreicher haben allen Anlaß, sich zu freuen, und^wir mit ihnen: denn die Alpen, die einen so mächtigen Anziehungspunkt für Ausflügler dar­stellen, sind zugleich ein zeitraubendes Verkehrs-

erbe zurückfanden, beftätigen das. So gern fie sich ihrer militärischen Dienstzeit erinnern und des Tages, da Reserve Ruhe hatte, so wenig angenehm ift ihnen der Rückblick auf die Spanne Zeit, die sich daran schloß. Sie bedeutete einen kostspieligen Umweg. Und der läßt sich wahrhaftig crfP°,r^

Fortschreitende Besserung

im Befinden Kemal Atatürks.

London, 21. Oft. (Europapreß.) Nack den letz­ten Berichten aus Istanbul hat die Besserung im Befinden des türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk weitere Fortschritte gemacht. Als ein Zeichen dafür, daß die Befürchtungen wegen einer unmittelbaren gefährlichen Entwicklung der Erkran­kung des Präsidenten einer hoffnungsvolleren Be­urteilung gewichen sind, sieht man auch die Tat­sache an, daß mehrere der m Istanbul versammelten Mitglieder des türkischen Kabinetts nach Ankara zurückgekehrt sind.

Aus aller Welt.

200 h eDarmstädter Togblatt".

Am 22. Oktober feierte dasDarmstädter Tag. blatt", eine d e r ältesten deutschen Zei­tungen, sein 200jähriges Bestehen. Das Blatt gibt aus diesem Anlaß eine Festausgabe heraus, m der nach Glückwünschen, von Generalfeldmarschall Ministerpräsident Göring, Reichsminister Dr. Goeb­bels, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Amann, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der Reichsminister Ohnejorge, Dorpmüller, Seldte, des Kommandierenden Generals Schroth, des Standort­ältesten Generalmajor Müller u. a. die Entwicklungs­linie durch zwei Jahrhunderte bis zum Jahre 1938 aufgezeigt wird. Eine Folge van Aufsätzen behan­delt die Kämpfe, Erfolge und Wandlungen 200- jährigen politischen Zeitgeschehens. Die kulturge­schichtlichen Aufsätze zeichnen ein Bild von der geistesgeschichtlichen Situation und Entwicklung während der zwei Jahrhunderte deutscher Kultur seit 1738. Wertvolle Beiträge bekannter Mitarbeiter ent­werfen Bilder von der großen klassischen Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und deu­ten die Entwicklung und das geistige Gesicht des vorigen Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Neben diesen allgemeinen kulturpolitischen Aufsätzen wird das besondere geistige Leben Darm- ft a b 15 in Aufsätzen über bedeutende Köpfe und über die Entwicklung des Darmstädter Kunst­lebens dargestellt. Der dritte Teil der Jubiläums- ausgabe schildert die schaffende und feiernde Stadt Darmstadt während 200 Jahren. Uebersichten über die wirtschaftliche Entwicklung, die Geschichte des Zeitungswesens usw. runden den reichen Inhalt der Festausgabe ab.

Freiherr von Egloffstein f.

Der Präsident d es D D A C., NSKK.-Ober« führer Freiherr von Egloffstein, ist an den Folgen einer Blutvergiftung imAltervon42Iahren g e ft o r b e n. Freiherr von Egloffstein wurde 1933 durch Korpsführer Hühnlein mit der Führung des DDAC. beauftragt. Er erwarb sich um dessen Ausbau große Verdienste, die schon in dem Ansteigen der Mitgliederzahl von 94 000 im Oktober 1933 auf heute 175 000 zum Ausdruck kommt. Am 20. Avril 1937 wurde Freiherr von Egloffstein zum NSKK.-Ober­führer befördert.

Ein kapierfahiger Farbensilm.

Die Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Farbenphotographie haben zu einem Erfolg geführt, der über die Fachkreise hinaus Beachtung verdient: es ist nach jahrelanger Forschungsarbeit gelungen, einen kopierfähigen Dreifarbenfilm [ herzustellen. Die Kovie kann ohne jeden zusätzlichen \ Lichtbedarf mit Hilfe der normalen Theatermaschi- l nen, also ebenso wie ein gewöhnlicher Schwarz- - Weiß-Film, und zwar einschließlich des Tones, vor- ' geführt werden. Die Bilder zeigen farbtreue i Wiedergabe, und es ist zu erwarten, daß die Der- ' suche, die seitens der Herstellerfirma in Zusammen- arbeit mit der deutschen Filmindustrie im Gange t sind, in Kürze erfolgreich beendet werden. Das i neue Dreifarbenverfahren wurde jetzt auf der ' VIII. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für photographische Forschung durch Prof. Dr. Eg- i g e r t und Dr. Heymer bekanntgemacht.

Drei Menschen im brennenden Hause umgefommen.

Hindernis, das von der Semmeringbahn eigentlich nur umgangen wird. Die erst sehr spät, in unserem Jahrhundert eröffnete wundervolle Tauernbahn genügt nicht, um das schwere Verkehrshemmnis Der sich langhinziehenden Hoch­alpenkette zu überwinden. Jeder Meter, den sich die Bohrer in die Alpenmassive hineinbohren, ist ein Fortschritt der deutschen Geschlossenheit in allen Lebensbezirken.

Vas Volkswagenwerk wächst empor.

Fallersleben, 21. Ott. (DNB.) Erstmals feit der Inangriffnahme des Baues des Volks- wagenwerkes bei Fallersleben im Februar d. I. und der Grundsteinlegung durch den Führer im Mai, wurde der Prelle Gelegenheit gegeben, sich von den gewaltigen Fortschritten zu überzeugen, die dieser Industriebau in knapp acht Monaten ge­macht hat. Das Baugelände ist etwa zweimal 1L Kilometer groß. Auf ihm befinden sich zur Zeit vier Hallen im Bau. Nahezu fertiggestellt ist der Unter­bau der Werkzeughalle, weit vorgeschritten auch der Bau des Preßwerkes, das im Gegen­satz zu den anderen Hallen in Eisenkonstruktion aus- geführt wird mit Rücksicht auf das hohe Eigen­gewicht der Pressen von zum Teil über 100 Ton­nen. An das Preßwerk schließen sich das Ka- rosseriewerk sowie die mechanische Werkstatt an. Die Hohe der Hallen beträgt rd. 15 Meter. Das Prehwerk ist im Mittelteil, wo die großen Pressen zur Aufstellung gelangen, noch einige Meter höher. Die größte Halle ist das Ka­rosseriewerk mit einer Dodenfläche von über 70 000 Quadratmeter. Sämtliche Hallen haben Keller von vier Meter Höhe,'in denen alle Rohrleitungen usw. untergebracht sind. Ein Teil dieser Keller ist zu Lust- schutzräumen ausgebaut, wahrend spiralbewährte Decken einen Durchmesser von 1,10 Meter besitzen, also absolute Sicherheit bietet.

Für die Herstellung des von einer zentralen Luft- schachtstelle an die jeweiligen Arbeitsstellen ge­pumpten Betons werden allein täglich 2 0 0 0 Tonnen Kies und 6 Ö 0 Tonnen Zement benötigt. Dieser Zement wird aus Italien in Spe­zialschiffen bis nach Bremen befördert und dort in Lastkähne umgeladen. Der höchste Bau des Gesamt­wertes wird das Kraftwerk, desien Eifenkon- ftruktion sich bis zu 46 Meter erhebt und das Tur­binenhaus, das Kesselhaus, Kohlenbunker und das Sckalthaus enthält. Von diesem Kraftwerk aus soll auch die Energie- und Wärmeversorgung der im Entstehen begriffenen KdF. - Stadt erfolgen. Der für das am Mittellandkanal gelegene Werk bereits vorhandene und benutzte Hafen hat eine Cänae von 380 Meter und eine Breite von 70 bis 150 Meter. An den Bauten werden zur Zeit insgesamt etwa 4 000 Arbeiter, darunter 2500 Italie­ner sowie einige hundert Holländer und deutsche Volksgenossen aus Danzig beschäftigt. Sie find in einem als vorbildlich zu bezeichnenden Baracken­lager in nächster Nähe des Baugeländes unter­gebracht.

©tobt und Land.

Dresdener Tagung der Deutschen Akademie sür Städtebau.

Dresden, 21. Oft. (DNB.) In der Hauptstadt des Sachsenlandes, das als das dichtest besiedelte Gebiet Deutschlands zugleich Industrie- wie Land- wirtschastsgau ist, hält die Deuts che Akademie für Städtebau eine Tagung ab über das ThemaDie Stadt und das Land Planung- und (9eftaltungrnuigaben, des Industriebezirks, der Großstadt, der Kleinstadt und des flachen Landes". Staatssekretär Dr. Muß von der Reichsstelle für Raumordnung zeigte, in welchem Umfange d i e Städte Raumge st alter sind. Sie seien Kristallisationspunkte im deutschen Volksraum, und so wie sie gestaltet werden, so werde auch der deutsche Raum gestaltet. Stadt und Land seien zu einer organischen Einheit zusammenzuschmie­den. Das eine sei ohne das andere nicht mehr denkbar. Jedes habe seine Aufgabe für die Ge­samtheit.

Der Vorsitzende der Akademie, Landesrat Nie­meyer, stellte in seinem ReferatRaumordnung und Städtebau" fest, daß das Land sich aus eigener Kraft seit den ungeahnten Fortschritten der Technik nur mit großen Schwierigkeiten halten könne. Eine ländliche Besiedluna genüge keineswegs, um die Landflucht zu beseitigen. Eine Durchsetzung mit Derarbeitungsindustrie sei das dringendste Erfordernis, besonders im deutschen Osten. Die Grundlagen hierfür müßten im Wege aller gesunden Raumordnung durch w e i t e st g e - hende Anwendung der Technik geschaf­fen werden. Diese Maßnahmen seien besonders dringend aus bevölkerungspolitischen und biologi­schen Gründen. Raumordnung und Städtebau könn­ten in diesem Sinne biologische Voraussetzungen für den Neuaufbau des deutschen Volkes schassen, der an jedem einzelnen Volksgenossen die stärksten An­sprüche stellen werde.

Professor Dr.-Ing. Kreis (Dresden) stellte in feinem Vortrag überDie Großbauten der Partei und des Staates im Bilde der Stadt und der Land­schaft" besonders heraus, daß der Nationalsozialis­mus unter dem ganz persönlichen Einfluß des Füh­rers wieder das nationalvölkische Id^al in ber Baufun ft in den Vordergrund gerückt habe. In wenigen Jahren sei eine neue Ord­nung im Bauwesen herausgestiegen, die das Bild von Stadt und Land als Abbild des einen politischen Willens und Glaubens gestalte. In die­sem neuen Ziel einten sich Monumentalbau und bürgerlicher Zweckstil als eine einheitliche Schöpfung der deutschen Seele.

Dr.-Ing. Bruno Wehner, Referent beim Ge- neralinfpektor für das deutsche Straßenwesen, wies auf die Bedeutung des Omnibus- bzw. des Last­kraftwagens für die Anlegung von A^u ß e n f i e d - [ u n n e n mit geringer Siedlungsdichte hin. Auch bei ber siedlungsgünstigeren Verlagerung von inbuftrie* ellen Betrieben innerhalb des Stadtraum's und als Träger des Erholungsverkehrs für die Neuerschlie- ßun'g von fremden Verfehrsgebieten komme dem Omnibus- und dem Lastkraftwagen eine erhöhte Bedeutung zu. Oberbaurat Boehm (Breslau) erörterte dieorganische Stadterweiterung und die Erschließung von Wohn- und Sied­lung s g e b i e t e n". Stadterweiterung dürfe nicht mehr Kampf gegen die Landschaft und Kampf gegen den ernährenden Boden sein. Das Gerüst der Stadtplanung seien die V e r k e h r s l i n i en. Auch der Volkswagen werde eine übertriebene Auflocke­rung der Stadt nicht gestatten.

Kein Beamter

Mitglied einer berufsständischen, konfessionellen Bereinigung.

NSO. DerReichsmtnisterdesInnernhat durch Runderlab Dom 14. Oktober 1938 den Beamten und Lehrpersonen^den Erwerb der Mitgliedschaft und irgendwelche Betätigung in berufsstandlschen konfes- sionellen Vereinigungen verboten. Eine e»va be­stehende Mitgliedschaft oder Betätigung m einem der­artigen Verband ist sofort zu lösen. Der Relchs- minister des Innern weist darauf hin, daß zur orgni- fatorischen Erfassung der Beamten und Lehrpersonen die ber NSDAP, angeschlossenen Derbanbe, ber Reichsbund der Deutschen Beamten (RDB.) e. 23., einschließlich des ihm eingeglieberten Kamerabschaftsbundes Deutscher Polizelbeamten e.V., der Nationalsozialistische Rechtswahrerbunb e. 93. unb ber Nationalsozialistische Lehrerbund M3, geschaffen worben finb. Die Zugehörigkeit von Be­amten unb Lehrpersonen zu befonberen berufsstan- dischen konfessionellen Derbänben läuft daher den l)r- ganisationsgrunbfätzen des nationalsozialistischen Staates zuwider und verträgt sich nicht rmt der Stel­lung ber Beamten unb Lehrpersonen als Staats- diener.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsarbeitsminister hat ben Ministerial­direktor im Reichsarbeitsministerlum Staatsrat B ar­ger zum Sonbertreuhanber- der.Arbeit bestellt und ihn beauftragt, grundsätzliche soziale Fragen, die den ganzen deutschen Bergbau betreffen, mit den Beteiligten zu erörtern und geeig­nete Maßnahmen für ihre Lösung vorzuschlagen.

*

Ministerpräsident Chamber! a i n hat sich be- reits am Freitagnachmittag n a ch C h e q u e r s be geben. Man nimmt an, baß er dort wahrend bes Wochenendes Besprechungen mit Ministerkollegen unb anberen Persönlichkeiten haben unb s'H dann über bie Veränberungen schlüssig ^ben wird, bie er in seinem Kabinett vorzunehmen gebens Man rechnet bamtt, baß bie Namen ber neuen Minister erst am Mittwoch bekanntgegeben werden.

es bei heiterem Himmel zu starker Ausstellung unb vielerorts zu leichten Bodenfrösten. Das Hock- brutfgebiet wird zwar von Sübwesten her rasch ab- gebaut, dürfte jedoch bei uns noch roetterbeftimmenb bleiben.

Vorhersage für Sonntag: Morgens vielfach dunstig ober neblig, sonst heiter bis wolkig. Nachts frisch. Mittags milb. Winde aus Oft bis Süd.

Lufttemperaturen am 21. Oktober: mittags 11,8 Grad Celsius, abends 3,2 Grad; am 22. Oktober: morgens 0,3 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum heute nacht0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Oktober: abends 6,9 Grad; am 22. Oktober: morgens 4 Grad. Sonnenscheindauer 4,9 Stunden.

Hauptschnftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik unb für bie Bilder: Dp. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil.-ErnftBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck unb Verlag: Brühlsche Umoersitätsbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RAK 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illu- ftrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1 September 1937 gültig

"gezogen und r wirksamsten

Tschangischall- me ist gelun- . n hankau Abschneidung ch Gerüchten iffssperre meter flußab- griff, auch die lometer unter- Ju einer Uni- die Bahnlinie innen sind in igelangt. Boni » Flieger- gegen 10 Uhr Borortbahnhof - Gleichzeitig Kid) an den fanfl.

aus nicht, jeder will arbeiten! Doch scheint es man­chen Söhnen des Landvolks verheißungsvoller, eine

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ten. Allerdings macht ihm die Wohnungsbeschaffung sw t.-.-c

etwas Sorge. Damals sagte sich wohl mancher, der im Geiste das Heimatdorf erblickte, daß dies zu