Deutsche Dox-Meisterschaffen verlegt.
Das Reichsfachamt Boxen hat sich entschlossen, die für die Zeit vom 5. bis 9. April nach Frankfurt am Main anaesetzten deutschen Meisterschaften zu verlegen. Ausschlaggebend für diefen Entschluß war die Tatsache, daß die Titelkämpfe in der Zeit der stärksten Wahlvorbereitungen sicher nicht die Beachtung finden würde, die ihnen zukommt. Reichsfachamtsleiter, Ministerialrat Dr. Metzner will versuchen, die Meisterschaften gleich im Anschluß an die Volksabstimmung in Frankfurt durchzuführen.
„Tag des deutschen NuSersports."
Das neue Rudersportjahr wird auch 1938 wieder mit dem „Tag des deutschen Rudersports" feierlich eröffnet, und zwar erfolgt der Start in die neue Ruderzeit am 10. April im Rahmen einer als Reichssendung über den Rundfunk übertragenen Feierstunde. Alle deutschen Rudervereine treten an diesem Tage um 10.45 Uhr zur feierlichen Flaggen- hissung an, und nach Ansprachen des Reichssportführers und des Reichsfachamtsleiters Pauli starten die Ruderer zu einem Dauerrudern, das als gemeinsames Anrudern gilt, ins 102. Jahr des deutschen Rudersports.
„Großer Autopreis von Frankreich.^
Der Große Autopreis von Frankreich, der am 3. Juli zum 32. Male ausgetragen wird, hat als erstes Rennen dieser Art allen übrigen Grands Prix den Namen gegeben. In diesem Jahre findet er bei Reims statt und ist zum erstenmal wieder für die Formelwagen ausgeschrieben. Die ersten drei Meldungen wurden von Talbot abgegeben. Chiron, Etancelin und der junge Le Begue werden die drei kompressorlosen Modelle wahrscheinlich fahren. Vorläufige Zusagen liegen seit Ende Dezember von Auto-Union, Mercedes-Benz für je drei Wagen, Alfa Corse, Delahaye, Bugatti und Maserati vor.
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Die Veranstaltung des Halleschen Schwimmvereins war ein großer Erfolg. Bei den Frauen konnte Inge Schmilz im Rückenschwimmen über 100 Meter hinter der dänischen Weltrekordlerin Ragnhild Hvegerden zweiten Platz erringen und gleichzeitig mit 1:18,7 einen neuen deutschen Rekord aufstellen. —
Aus der engeren Heimat.
DHC.-Wanderung.
Bei herrlichem Wetter unternahm der VHC.- Zweigverein Gießen am Sonntag eine Frühjahrswanderung. Heber 90 BHCer fanden sich am Sammelplatz ein. Die Wanderung führte diesmal (nach der Markierung des blauen Dreiecks) zunächst zum Hangelstein. Der Weg durch das Wiesecktal bot schon manches Schöne. Am Hangelstein begegnete man den ersten Frühlingsboten, dem Seidelbast, den Schlüs- selbluinen, ja auch schon dem Maikraut. Nach kurzer Rast am sonnenüberfluteten Waldrand führte die Wanderung weiter bis auf die Höhe des Daub- ringer Paffes. In weitem Umkreis bot sich hier das herrliche Land dem Wanderer dar. Besonders deutlich und schön stand der Staufenberg vor aller Augen. Auf abwechslungsreichen Waldwegen strebte man dann Beuern und damit dem Orte der Mittagsrast zu. Am Nachmittag wurde, meist auf Wegen in freier Landschaft, der Ausflug fortgesetzt. Man kam durch Bersrod und überschritt dann zwischen Bersrod und Winnerod die im Bau befindliche Reichsautobahn. Jedermann war erstaunt über das Ausmaß der Arbeit, die dort an der Reichsautobahn geleistet wird. Nach einem Besuch des Kirchleins in Winnerod wandte man sich Saasen zu, wo die Schlußrast gehalten wurde. Sonnverbrannt und angeregt von den vielen Eindrücken, die der Tag brachte, bestieg man in Saasen den Zug, um nach Gießen zurückzufahren.
Landkreis Gieszen.
<£ Leihgestern, 22. März. Ihre Silberne Hochzeit können am morgigen Mittwoch, 23. März, der Reichsbahn-Weichensteller Otto A r - n o l d I. und Ehefrau Magdalene, geborene Jung, Bahnhofstraße 54 dahier wohnhaft, begehen.
A Rödgen, 22. März. Am heutigen Dienstag kann Herr Philipp Wiegel in körperlicher und geistiger Frische sein 7 4. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar war lange Zeit an der Bahn beschäftigt. Er nimmt noch regen Anteil an den Zeitgeschehnissen und ist bei jung und alt gern gesehen. Herzlichen Glückwunsch!
+ Grünberg, 21. März. Am Sonntagabend gab die Regimentsmusik des Inf.-Reg. 116 unter Leitung ihres Musikmeisters Wohlfarth in der Turnhalle ein Konzert. Der Besuch war sehr gut. Die Darbietungen fanden reichen Beifall. Seit dem Neujährstage 1933 war dies das erste Mal, daß die Gießener Militärkapelle wieder hier spielte. Hoffentlicht verwirklicht sie ihre Absicht, in Zukunft alljährlich hier wenigstens ein Konzert zu geben. — Am Samstagabend hielt der hiesige „Männerchor" (gegr. 1834) in seinem neuen Vereinslokal, in der Gastwirtschaft Schmitz, seine Hauptversammlung ab. Vereinsführer Karl Repp jun. erstattete den Jahresbericht. An aktiven Sängern zählt der Verein 48, außerdem besitzt er 13 Ehren- und 70 unterstützende Mitglieder. Die musikalische Leitung hat Chormeister Fritz Leib (Gießen). Im Berichtsjahr wurden 56 Singstunden abgehalten. Folgende Sangesbrüder wurden für fleißigen Besuch der Singstunden lobend erwähnt: 56 Stunden: Gg. Sch o mb er t; 55 Stunden: H. Gerhardt; 54 Stunden: Hch. Werner II., Wilh. Lehmann, Hch. Becker; 53 Stunden: E. Fuldat, Gg. Feichtenbeiner; 52 Stun
den: Richard Jöckel, Willi Port, Ludwig Dietz, Rudolf Trink aus; 51 Stunden: K. Repp, August Becker; 50 Stunden: K. Christ. Die Jahresrechnung schloß mit einem kleinen Ueberschuß ob. Verschiedene Vereinsangelegenheiten, wie Ausgestaltung des Programms für einen Konzertabend, Mitwirkung bei der Heldengedenkfeier, sowie geplante gesellige Veranstaltungen des Vereins wurden noch besprochen.
Amtsgericht Gießen.
Einst war der heutige Zeuge R. mit der Familie M. eng befreundet. Eines Tages erfuhr das freundschaftliche Verhältnis eine Trübung. Vollends zum Bruch kam es aber, als während eines Wortwechsels auf der Straße der R. dem Ehemann M. ein blaues Auge schlug. Am Abend des folgenden Tages zechte die Familie M. in einer Gastwirtschaft in der Stadtmitte. Der Zeuge R. faß mit seiner Braut und einigen Bekannten in einer benachbarten Gastwirtschaft. Die Ehefrau I. M. zeigte sich sehr gegen den Zeugen R. aufgebracht. Sie zog vor zwei anderen Gästen ein Küchenmesser, ein sog. „Kneipchen", und sagte: „Wenn ich den R. erwische, bann bekommt er den ,Schuri' in den Wanst gerannt." Nach Feierabend verließen die ehemaligen Freunde ihre Wirtschaften und begegneten sich auf der Straße. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Im Verlaufe des Streites versetzte die Ehefrau I. M. plötzlich dem Zeugen B. einen Stich in den Oberarm und verletzte die Braut des R. an der Hand. Der R., dem die Stiche eigentlich zugedacht waren, blieb unverletzt.
In der gestrigen Hauptoerhandlung bestritt die Angeklagte/die Stiche geführt zu haben. Ihre Aussagen, die nach ihren Äußerungen in der Gastwirtschaft schon unglaubwürdig erschienen, wurden durch die Bekundungen einiger Zeugen vollends widerlegt, die das Messer in der Hand der Angeklagten
* Klein-Linden, 22. März. In diesen Tagen wurde auf der „Pfingstweide", unmittelbar am Damm der Umgehungsbahn, mit den Ausschachtungsarbeiten für den Bau eines zeitgemäßen Schwimmbades begonnen. Eine Anzahl Arbeiter ist gegenwärtig damit beschäftigt, den Rasen abzuheben und sofort für das Schwimmbecken den Erdboden auszuheben.
Das Schwimmbad, das aus Mitteln der Gemeinde geschaffen wird, soll zu einer fchönen und geschlossenen Anlage ausgestaltet werden. Es werden zwei Schwimmbecken geschaffen; eines für Nichtschwimmer mit einer Größe von 12X15 Meter und einer Tiefe von 0,80 bis 1,20 Meter, das andere für Schwimmer wird 25 Meter lang und ebenfalls 12 Meter breit, es wird bis zu einer Tiefe von 3,50 Meter geführt. Gleichzeitig ist vorgesehen, für den Sprungturm ein Sprungbecken von 6X9 Meter anzulegen, das eine Erweiterung des Schwimmerbeckens darftellt. Der Sprungturm sieht ein Drei-Meter- und zwei Ein-Meter-Bretter vor. Die
hasten blitzen sehen. Nachdem die I. M. sah, daß sie' jemand verletzt hatte, steckte sie schnell ihrem neben ihr stehenden Neffen etwas zu. Als ein anderer Zeuge daraufhin die Taschen des jungen Mannes durchsuchte, fand er in ihnen das Küchenmesser. In der Beweisaufnahme gab der Neffe zu, daß seins Tante ihm damals das Messer zugesteckt hatte. Trotz dieser Zeugenaussagen blieb die Angeklagte bei ihrem Leugnen. Das Gericht hielt sie aber für überführt und' verurteilte sie wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Gesamt- q e f ä n g n i s ft r a f e von sechs Wochen. Der Staatsanwalt hatte eine Gesamtgefängnisstrafe von acht Wochen beantragt. Das Kuchenmesser, der „Schuri", wurde eingezogen.
Tiundfunkprogramm
Mttwoch, 23. 2Närz.
6 Uhr: Toccata, von Joh. Krieger; Gymnastik. 6 30- Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause.. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Jugend am Pflug. 10: Schulfunk: Dietrich Eckart. Eine Hörfolge. 11.40: Volk und Wirtschaft. Arbeit auf Probe. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: „Dcr-capo!" Wunschkonzert zugunsten des WHW. 15: Kleines Konzert 15.30: Wir laden ein ... (IM. der Rundfunkspielfchar). 16: Nachmittagskonzert. 18: Kamerad, wo bist du? 18.30: „Angeworfen der Propeller!" Fliegerlieder. 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 20: General-Appell der Partei in Berlin mit Uebertra- gung über alle Sender. Später: Stunde der jungen Nation: „Auf gut Deutsch". Zum 70. Geburtstag von Dietrich Eckart. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.____________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschloffen. U
Wasserversorgung ist, aus der Wasserleitung der Gemeinde gesichert. Die Schwimmbecken werden völlig in Beton ausgeführt und ringsum von Plattenwegen .umgeben. Unmittelbar schließen sich geräumige Flächen als Liegewiesen an.
Auch für die Kinder wird gesorgt. Inmitten einer kleinen Wiese wird ein rundes Planschbecken gebaut, außerdem wird eine besondere Spielwiese geschaffen.
An Gebäuden wird ein Tor- und Kassenhäuschen gebaut, ferner werden etwa 30 Kabinen in einem langgestreckten Holzbau geschaffen. Für die notwendigen sanitären Anlagen wird selbstverständlich gesorgt sein. Die gesamte Anlage, die in unmittelbarer Nähe des Ortes liegt und für den größten Teil der Einwohnerschaft in wenigen Minuten zu erreichen ist, soll schon Ende Mai ihrer Bestimmung übergeben werden. Der Plan für das Schwimmbad stammt im Entwurf von dem hiesigen Architekten Fink. Die Arbeiten werden ausschließlich von einheimischen Handwerkern ausgeführt.
Modernes Schwimmbad für Klein-Linden.
Auöschachtungsarbeiien in Angriff genommen.
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