Aus der engeren Heimat.
Jtege Bautätigkeit 1938 in Wieseck.
£ Wieseck, 20. Dez. Die Bautätigkeit, die 1935 wieder stärker einsetzte und in den nachfolgenden Jahren immer lebhafter wurde, übertraf dieses Jahr alle Erwartungen. Wurden doch die großen Wohnhausbauten der Firma Seibert nebst der Autogarogr, die im Herbst 1937 begonnen waren, im Juli bezugsfertig. Weitere acht Wohnhäuser, die 1937 begonnen waren, wurden ebenfalls fertiggestellt. Von 16 Wohnhausbauten, die im Laufe dieses Jahres begonnen wurden, sind neun bereits bezogen, während die anderen fast alle im Rohbau fertig sind. Zu diesen Wohnhausbauten kommen noch die Fabrikanbauten der Zigarrenfabrik Heinrich Bierau II. und der Zigarrenfabrik Hei- rich Schmidt IV. Weiter wurden größere Bauvorhaben, wie Autoreparaturwerkstätte Gebrüder Benner, Ausstellungsraum LepperLEckert, sowie An- und Umbauten verschiedener Läden durchgeführt, so daß die hiesigen Baufirmen und das dazu gehörende Handwerk sehr gut beschäftigt waren. Aber nicht allein auf dem Gebiete des Hochbaues wurde viel geleistet, sondern auch der Straßenbau wurde gefördert. Nachdem im Herbst vergangenen Jahres die Straße „Am Eichelbaum" teils ausgebout wurde, so wurde in den letzten Wochen ein weiterer Teil der Grabenstraße sowie der obere Teil der Ludwigstraße ausgebaut. Weiter wird durch den Ausbau der Wasserleitung von der Grabenstraße zur Marburger Straße eine bessere Wasserversorgung des oberen Ortsteiles an der Marburger Straße ermöglicht werden. Der durch die ganze Entwicklung in unserer Gemeinde notwendig gewordene Um- bzw. Ausbau des elektrischen Ortsnetzes, der 1937 in Angriff genommen war, wurde ebenfalls im Laufe dieses Jahres fertig.
Wilde Zagd
auf dem Grünberger Bahnhof.
* Grünberg, 20. Dez. Auf dem hiesigen Bahnhofsgelände gab es gestern eine wilde Jagd. Das „Edelwild", dem mit aller Kraft nachgesetzt wurde, war ein 11 Zentner schwerer junger Ochse, der sich nach dem Ausladen aus seinem Wogen standhaft weigerte, gemeinsam mit seinem Käufer, einem hiesigen Metzgermeister, den Weg zur Stadt und damit zum Schlachthause anzutreten. Schließlich riß sich der widerspenstige Bratpfannen-Anwärter los und zog selbständig seines Wegs dahin. Damit war aber der Metzgermei- ster nicht einverstanden, der in Gemeinschaft mit einigen Helfern nicht errötend, sondern energisch „seinen Spuren" folgte. Sobald man sich dem Ochsen auf handgreifliche Entfernung näherte, wurde er von starker Kampflust gepackt und ging gegen seine Verfolger zum Angriff über, die' schleunigst „ausweichen" mußten. Als alles nichts half, wurde der hiesige Gendarmeriebeamte zu Hilfe gerufen, der aus etwa 30 Meter Entfernung mit einem sicheren Karabinerschuß in den Kopf den unüberwindlichen Ochsen tötete. Nunmehr tonnte der Metzoermeister den feisten Bratpfannen-Aspi- ranten auf den Weg zu seiner Bestimmung bringen.
Neue Siedlung in Schotten.
c. Schotten, 20. Dez. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft („Gewobag") hielt im Kurhaus Vogelsberg ein R i ch t f e st ab, an dem Vertreter der Partei, der Stadt Schotten, die Siedler und ihre Frauen und alle beteiligten Handwerker teilnahmen. Es galt, die neue Siedlung der Stadt Schotten, die am Auweg erstand, einzuweihen. Der Vertreter der „Gewöbag" begrüßte die Gäste und sprach allen Stellen, der Partei, der Stadtverwaltung, dem leitenden Architekten S p a m e r, allen Handwerkern und Arbeitskameraden für die Mithilfe bei der Siedlung besten Dank aus. Bürgermeister M e n g e l dankte der Gesellschaft für die tatkräftige Förderung des Planes. Die Stadt habe gern große Opfer gebracht und das Siedlungsgelände mit Kanalisation, Wasserleitung und ^'chtleitung versehen. Jeder Siedler habe 300 Mark Zuschuß erhalten, manchem sei ein Baudarlehen gegeben worden. Zehn Siedlungshäuser seien nun fertiggestellt, die Bauarbeit gehe aber weiter. Für nächstes Jahr sei der Bau weiterer zehn Häuser vorgesehen. Gauamtslei'ter 'Bullmann sprach für die Kreisleitung über die grundsätzliche Bedeutung des Siedlungswerkes. Den Siedlern wurden die besten Glückwünsche übermittelt. Für trie Siedler sprach I. Vierheller herzliche Worte des Dankes.
Landkreis Gießen
OO Klein-Linden, 18. Dez. Die Zahl der Zugpferde in unserer Gemeinde beläuft sich auf 14, die Zahl des Rindviehs zusammen auf 279. davon sind 42 reine Milchkühe und 139 Zug- und Milchkühe. Es wurden ferner bei der diesjährigen Viehzählung gezählt 322 Schweine, 191 Ziegen und 175 Kaninchen. Die Zahl der Hühner beläuft sich auf 2757, der Gänse auf 2, der Enten auf 14 und der Trut- und Perlhühner auf 10. An Bienenvölkern wurden 23 ermittelt. In den letzten drei Monaten wurden 26 Kälber geboren.
# Allendorf (L a h n), 21. Dez. Drei hochbetagte Volksgenossen feierten am gestrigen Dienstag Geburtstag. Frau Elisabethe Luh beging in körperlicher und geistiger Frische ihren 7 2. Geburtstag. Frau Margarethe Volk konnte ihren 71. Geburtstag feiern; leider ist sie durch lange Krankheit körperlich sehr behindert. Müllermeister i. R. Jakob Hahn, auch unter dem Namen der „alte Teufelsmüller" (nach dem Namen der Mühle) weit und breit bekannt, konnte seinen 8 7. Geburtstag begehen. Er ist der älteste Einwohner unseres Ortes. Der hochbetagte Mann erfreut sich aller körperlichen und geistigen Frische und nimmt an den Geschehnissen unserer Zeit regsten Anteil. Vier unmittelbare Nachkommen, fünfzehn Enkelkinder und drei Urenkelkinder begingen mit ihm die Feier des Geburtstages. Unseren herzlichen Glückwunsch.
5 Albach, 21. Dez. Am heutigen Mittwoch kann der Landwirt Louis Wagner seinen 74. G e- burtstag feiern. Herr Wagner erfreut sich noch einer guten Gesundheit. Der Großvater des Geburtstagskindes war der Lehrer zu Albach Jacob Wagner, dessen Vater Konrad Karl Wagner und Großvater Johann Balthasar Wagner waren Leh- rer zu Steinbach. Der erste Lehrer Wagner stammte aus Großen-Buseck und war seit 1859 Lehrer in Steinbach, er starb 90jährig 1922 in Steinbach.
△ Li ch, 20. Dez. Einen schweren Unfall erlitt Montag abend der 61sährige Arbeiter Ludwig 1.».eng es von hier. Der Verunglückte, der sich auf dem Heimweg von seiner Arbeitsstätte befand, hatte
bereits seine Hofreite erreicht, als er infolge Platte ausglitt und sich mehrere Ri p- brad). Der Unfall machte seine Ueberführung in das städtische Krankenhaus notwendig. — Am heutigen Dienstag hat die Brauerei I h r i n g - M e l ch i o r mit dem Eisbrechern auf dem Al- dacher Teich,begonnen, wodurch wieder über 50 Arbeiter, durchweg Kleinbauern und Arbeiter, die bet öcm Frostwetter keine sonstige Arbeit finden, lohnende Beschäftigung gefunden hüben.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 19. Dez. Gestern abend veranstaltete die W e i d i g - W e r n e r-S ch u l e zum Besten des Winterhilfswerkes einen Heimatabend. Der Saal war bis auf d?n letzten Platz besetzt. Neben Musikvorträgen des Schülerorchesters, gemischten Chören des Schülerchores, Mundart- gcdichten, Tänzen, Vorführungen von Leibesübungen brachte die Vortragsfolge einen Ausschnitt aus dem Niebergallschen „Datterich" und die urwüchsige Mainzer Geschichte „Die Weinprobe". Als Solistin wirkte Frau Gisela Collatz-Werner, eine frühere Schülerin der Schule, mit und brachte Lieder von Brahms, Reger und Silcher zu Gehör. Kurze Szenen wie „Stadt- und Landluft" von unserem oberhessischen Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern), der anwesend war, und die Zuhörer mit dem Vortrag einiger seiner Mundartdichtungen erfreute, trugen wesentlich zur Unterhaltung bei. 3um Schluß dankte Oberstudiendirektor Dr. Gans allen Mitwirkenden. Dem Winterhilfswerk konnte ein ansehnlicher Betrag überwiesen werden.
Kreis Büdingen.
> Schotten, 20. Dez. Im Auftrag des Kreisamtes fanden sich die B ü r g e r m e i st e r des ehemaligen Kreises Schotten, soweit sie zum Kreis Büdingen zugeteilt worden sind, mit den K o m m a n - kantender Freiwilligen Feuerwehren zu einer Tagung ein. Regierungsrat K e s - s e l (Büdingen) begrüßte die Teilnehmer und dankte insbesondere den seitherigen Kreisfeuerwehrinspektoren E b e r h e i m und Rausch für ihre vorbildliche Arbeit. In den Feuerwehren herrsche, so betonte er, echter Feuerwehrgeist, Ausrüstung und Löschpark seien auf der Höhe. Der Redner wies dann auf die Hessische Feuerwehrschule in Mainz hin, die künftig von allen Feuerwehrführern besucht werden müsse. Kreisfeuerwehrinspektor Klein (Büdingen) gab Vorschriften hinsichtlich der neuen Ausbildungsform, über Brandhilfe und über das Verhalten bei Bränden zur Kenntnis.
+ Nidda, 18. Dez. Am Samstag fand die Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins für den Kreis Büdingen im „Gam- brinussaal" statt. Nach der Wiederwahl des seitherigen Vorsitzenden, Kreisdirektors Becker (Büdingen), wurden die Rechnungsablagen für 1937 und der Voranschlag für 1938 bekanntgegeben. Es wurden keinerlei Einwendungen dagegen gemacht. Aus dem vom Obstbauinspektor Metternich vorgetragenen Geschäftsbericht wurde ersichtlich, welche ausgebreitete Tätigkeit der Verein entfaltet, um das Interesse für Obstzucht anzuregen. Auch der Beerenzucht soll mehr Beachtung geschenkt werden. Der Erfolg der planmäßig angefaßten Himbeerernte im Vogelsberg wurde als Beispiel angeführt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurden noch Erfahrungen auf dem Gebiete des Obstbaues ausgetauscht.
| Lißberg, 20. Dez. Hier wurde eine Sani- tätsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes g e - gründet, zu der sich schon 17 Helferinnen gemeldet haben. Alle nehmen an dem ersten Lehrgang teil, den Dr. F e d e r l i n (Hirzenhain) abhält.
0 Wenings, 20. Dez. An manchen Abenden kam unser Frauenwerk zusammen, um Obst und Gemüse für das WHW einzukochen. Nun ist die aufopfernde Arbeit zu Ende, und 16 5 Büch - Jen Eingemachtes konnten der Winterhilfe zur Verfügung gestellt werden.
<> Merkens ritz, 20. Dez. An der Straße Merkenfritz—Hirzenhain sott eine Siedlung entstehen. Wald wird abgeholzt, um die Baufläche zu gewinnen. Eine Besprechung der Siedler mit dem Kreisheirnstöttenwalter fand kürzlich statt. Vor allem stand der Finanzierungsplan zur Aussprache. Da auch die Bau- und Ansichtspläne den Siedlern zn- fagten, wird mit dem Bau der Siedlung am 1. März kommenden Jahres begonnen, damit die Häuser noch im Laufe des Jahres 1939 bezogen werden können.
# Hirzenhain, 20. Dez. Mit einer Werkfeier wurde durch Kreisleiter Görner der dies- iährige Reichsberufswettkampf für den Kreis Büdingen in den Buderusschen Eisenwerken zu Hirzenhain eröffnet. Dieser größte industrielle Betrieb des Kreises wurde deshalb gewählt, weil hier die Anmeldungen zum Wettkampf besonders zahlreich sind.
Kreis Biedenkopf.
— Biedenkopf, 20. Dez. Um bei den Kindern das Interesse für Obst- und Gartenbau zu erwecken, wurden in mehreren Schulen des Kreises Schulgärten angelegt.
I Gladenbach, 20. Dez. Zwei neue Schu - (e n werden demnächst gebaut, und zwar eine Volksschule und eine Landwirtschaftsschule. Die Vorarbeiten zu diesem Projekt hat Oie Stadtverwaltung bereits ausgenommen.
3 Weidenhausen, 20. Dez. Im Saale Pitz fand eine Werbeversammlung des Deutschen Roten Kreuzes statt. Nach Begrüßungsworten des Bürgermeisters Michel sprach der Kreisführer des DRK., Landrat Dr. Burghof, über Sinn und Zweck des DRK. In feiner Rede hob er die großen Aufgaben hervor, die dem DRK. erwachsen seien. Er bat die Zuhörer, die Tätiakeit des DRK. aktiv oder fördernd zu unterstützen. Bürgermeister Michel gab der Hofßwng Ausdruck, daß es gelinacn möge, die schon in Weidenhausen bestehende DRK.-Einheit auf einen noch besseren Stand zu bringen.
Zwei zwölfjährige Zungen fanden den Tcd
Auf einem Grubenweiher im Eis eingebrochen und ertrunken.
Lpd. Montabaur, 20. Dez. In dem benachbarten Mogendorf wagten sich zwei zwölfjährige Jungen aufs Eis, um Schlittschuhe zu laufen. Kaum waren sie einige Meter oom Ufer entfernt, als sie einbrachen und in der Tiefe des Grubenweihers versanken.
Es handelt sich um die gleichaltrigen Alfred und Paul Gelhard, die Vettern sind. Sie begaben sich gemeinsam auf das Eis eines tiefen Grubenweihers, das jedoch noch nicht stark genug war,
und brachen ein. Ihre Kameraden riefen sofort Hilfe herbei. Einige Arbeiter, die in der Nähe waren, eilten mit Stangen hinzu, die sie einem der Jungen reichten, der noch einmal hochkam. Der Junge griff auch danach, aber dann versagten die Kräfte, und er verschwand. Schnell wurde eip Floß gebaut und die Jungen aus dem Wasser geborgen, aber sie hatten schon den Tod gefunden. Beide waren die einzigen Kinder ihrer Eltern.
Sechs Soldaten angefahren und »ei letzt
Der Autofahrer geflohen.
LPD. Worms, 20. Dez. Auf der Landstraße nach Mainz wurde am Montag um 17.50 Uhr eine marschierende Kompanie Infanterie
in der Nähe der Wormser Pfrkmmbrücke von deM schleudernden Anhänger eines Personenkraftwagens gestreift. Der Personenwagen kam aus der Richtung Mainz der marschierenden Kolonne entgegen. Don seinem einachsigen Anhänger wurden sechs Soldaten erfaßt und zum Teil schwer v e r l e tz t. Sie mußten sämtlich in das Stadtkrankenhaus Worms übergeführt werden. Bisher konnte der Fahrer des Personenwagens noch nicht festgestellt werden. Sein Wagen war von älterer Bauart, ein Vier- bis Sechssitzer mit dunklem Anstrich. Der Anhänger ist bei dem Anprall möglicherweise beschädigt worden. Die Kriminalpolizei Worms hat die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Ermittlung des geflüchteten Fahrers aufgerufen.
Erfolgreiche oherheffifche Geflügelzüchter
In Frankfurt a. M. fand in den Tagen vom 15 bis 18. Dezember auf dem Festhallengelände die 4. Landesfachgruppen-Geflügelausstellung des Gaues Hessen-Nassau statt. Eine so starke Beschickung, wie sie diese Schau aufzuweisen hatte, hätte in Züchterkreisen niemand erwartet. Um die Leistungssteigerung anzuspornen, hatten zahlreiche Behörden, an- geschlossene Vereine und Sondervereinigungen Preise gestiftet, die auf der großen mehr als 5000 Nummern zählenden Ausstellung vergeben wurden. 38 Preisrichter waren tätig, um die Tiere zu bewerten.
Aus unjerm Heimatgebiet war die große Ausstellung sehr gut beschickt, und drei Züchtern aus Oberhessen war es vergönnt, die höchste Auszeichnung für ihre Tiere, die Note „Vorzüglich" zu erringen. Es sind die Züchter E. Rübs am en (Gießen) auf Peking-Enten, Heinrich Kraft III. (Wallenrod) auf einen Stamm schwarzer Rheinländerhühner und Adolf N o h l (Reichelsheim) zweimal auf Tauben, Hessische Kröpfer, weiß.
Auszug aus der Ergebnisliste.
Nachstehend folgen die Ergebnisse der Aussteller aus unserer engeren Heimat. Es bedeuten v-vorzüglich, sg 1-sehr gut 1, sg 2 - sehr gut 2, sg3- sehr gut 3, g-gut, b - befriedigend, RFC - Reichsfachgruppenehrenpreis, E-Ehrenpreis, bester - bestes männliches Tier der Klasse, beste-bestes weibliches Tier der Klasse, Z-Zusatzpreis.
Georg von der Au (Lollar): Tauben: Steinhei- mer Bagdetten, weiß: sg, RFE, beste, sg 1, Z, zweimal g. — Ed. Baer (Nidda): Wyandotten, schwarz: g, Italiener, rebhuhnfarbig sg 1Z, zweimal g, b; deutsche Zwerge, wildfarbig: zweimal sg 1, sg 3, zweimal b. — Friedrich Bauer (Gießen): Rhode- länder: sg RFE, dreimal sg E, sg 1 Z; Rhodelän- der Stamm: g. — Heinrich Becker (Allendorf a. d. Lahn): Russische Orloff, rotbunt: sg RFE, zweimal sg E, zweimal sg 1 Z, zweimal sa 2, zweimal fg 3, zweimal sg. — Wilhelm Becker (Lollar): Tauoen: Elster Kröpfer, gelb: g: Hessische Kröpfer, blaugehämmert: fg 1 Z, Strasser, blau, ohne Binden: g; dieselben mit schwarzer Binde: g. — Wilhelm Bender (Launsbach): Deutsche Zwerge, orangefarbig; sg 1, g. — Wilhelm Biedenkopf (Münster bei Lick): Rhodeländer: sg3; Tauben: Hessische Kröpfer, gelb: fg 1 Z, sg 1, zweimal g. — Wilhelm Böhling (Gießen): Zwerg-Langschan, schwarz: fg 2, q; Zwerg- Italiener, schwarz: g, b. — Karl Dem (Watzenborn- Steinberg): Italiener, rofenfammig, rebhuhnfarbig: zweimal g. — Erwin Dieffenbach (Ober-Widders- heim): Barnefelder, doppelt gesäumt: sg 2 Z, fg 2, fg, zweimal g; Stamm: g. — Eduard Dietrick (Hattenrod): Italiener, gestreift: sg E, sg, g. — Helmut Dietrich (Ober-Widdersheim): Zwerg-Darnefelder, doppelt gesäumt: sg 2, zweimal sg, dreimal g. — Hermann Duchardt (Schotten): Welsumer, rebbuhn- farbig: sg. — Heinrich Draudt (Hattenrod): Rbein: länder, schwarz: sg Z, g. — Wilhelm Ester (Butzbach) : Italiener, rebhuhnfarbig: sg Z, sg 2, sg 3, fünfmal q. — Karl Etzel (Laubach): Tauben: Hessische Kröpfer, blaugeherzt: zweimal sa 1, zweimal g. — Albert Fuchs (Lollar): Zwerg-Wnandotten, dunkel: sg E, bester, sg3, g. — Heinrich Geiß (Lol
lar): Zwerg-Wyandotten, gestreift: sg E, bester, fg 3, g; Deutsche Schautauben, dunkel: sg 1 Z, sg 2: dieselben: hellschwingig, rot: sg, zweimal g; dieselben: lerchengrau und weiß: sg, g; derselbe: Nürnberger Lerchen: sa RFE, bester, sg RFE, beste, zweimal fg 1. — Ludwig Hantel (Großen-Linden): Rheinländer, schwarz: fg RFE, fg, dreimal g. — Ludwig Heß (Watzenborn-Steinberg): Italiener, gestreift: fg 2, zweimal g.— Otto Heß (Lang-Göns): Eayuga-Enten, schwarz: sg E, beste, sg RFE, bester, zweimal sg 1, zweimal sg 2, sg 3, zweimal g. — Wilhelm Jung IX. (Holzheim): Italiener, weiß: zweimal g. — Albert Junker (Großen-Linden): Zwerg- Wyandotten, dunkel: sg 2, sg, dreimal g. — Heinrich Kleer (Ober-Widdersheim): Brakel, gold: sg 1 Z, sg 2 Z, g, b; Laufenten, schwarz: fg. — Ludwig Klinke! (Lollar): Wyandotten, schwarz: sg 1 Z, fg"; Zwerg - Wyandotten, schwarz: sg2, zweimal g. — Emanuel Kn ab (Großen-Linden): Italiener, rebhuhnfarbig: sg 3, g; Tauben: Brünner Kröpfer, weiß: g; Deutsche Schautauben, hellschwingig, rot: g. — Hermann Koch (Gießen): Sussex, hell: sg 3, 19- — Jean Kranz (Schotten): Minorka, schwarz: sg: Tauben: Hessische Kröpfer, rot: fg 1 Z, fg 1, zweimal q; Koburger Lerchen: dreimal sg, g. — Konrad Mank (Allendorf): Italiener, silberfarbig: zweimal sg. — Heinrich Meergott (Laubach): Tauben: Hessische Kröpfer, schwarz: sg, sg 3, g; dieselben weiß: fg 2, sg. — Hrch. Menget (Hattenrod): Italiener, rofenfämmig, rebhuhnfarbig: sg 1, b. — Wilhelm Nachtigall (Allendorf): Italiener, weiß: sg E, fg 2 Z, dreimal g. — Otto Nuhn (Lollar): Laufenten, weiß: fg 1 Z, sg 1, sg, g. — Wilhelm Pfaff (Krofdorf): Rheinländer, schwarz: sg E, zweimal sg, zweimal g. — Karl Philipp (Watzenborn-Steinberg): Neuenglische Zwergkämpfer, birkenfarbig: fg E, bester, sg 1 Z, beste, fg 2, sg, g; Altdeutsche Kröpfer, tigerfarbig: fg, g; Strasser, blau, ohne Binden: sg 3, sg, g. — Hermann Rau (Klein-Linden): Leghorn, weiß: sg 1 E, q. — Heinrich Reinhardt (Allendorf a. d. Lumda): Rheinländer, schwarz: sg Z, zweimal sq, zweimal g. — Otto Rieb (Ober-- Widdersheim): Barnevelder, doppelt gesäumt: zweimal g. — Karl Sies (Münster bei Lich): Tauben: Steinbrimer Bagdetten, weiß: sq 1 Z. sq 2, g. — Willi Schäfer (Wißmar): Hessische Kröpfer, weiß: sg 1 Z, fg, a: Deutsche Sckautauben, Fleckenschecken: sg 1. — Wilhelm Schlosser (Klein-Linden): Italiener, silberfarbig: sq 1 Z, sq 2, Z, zweimal g. — Albert Schmidt (Hausen): Italiener, weiß: sg, g. — Josef Stork (Gießen): Rheinländer, schwarz: sg, g. — Karl Stoll (Lang-Göns): Rhodeländer: sg 1 Z, sg3, dreimal sg, b. — Heinrich Stein (Schotten): Vorwerkshühner: fg 1, g. — Friedrich Stotz (Laubach): Rheinländer, schwarz: fq 2 Z. fg 3 Z, sg, zweimal g. — Wilhelm Walther (Großen-Linden): Italiener, schwarz: sg E, sg 1 Z, sq 3 Z. — Eduard Weber (Krofdorf): Leghorn, weiß: fg E, sq 2, g. — Albert Wiedemann (Lich): Zwerg - Lanqschan, schwarz: dreimal g. — Ludwig Zecher (Wißmar): Rhodeländer: zweimal sg E, zweimal fq 1 Z, fg 2, fg 3, sechsmal sg, dreimal g; Zwerg-Rhodeländer: zweimal fg 1 Z. — Karl Zimmermann (Lollar): Thüringer Flügeltauben, blau: sg E, zweimal fg v g.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
Mittagsbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 20. Dez. Die Börse war nahezu ohne Geschäft. Aufträge der Kundschaft lagen fast nicht vor, ebenso war die Unternehmnngs- luft der Berufskreise infolge der Nähe der Feiertage denkbar gering. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung weiterhin vom Zufall abhängig und wiederum nicht ganz einheitlich, doch ergaben sich bei den anfangs nur sehr spärlich zustande gekommenen Notierungen nur geringe Abweichungen. Von Montanwerten fanden Mannesmann zu 107,40 (107,25) etwas Interesse, Hoesch bröckelten dagegen 0,25 v. H. ab auf 108. Von den führenden Werten waren IG. Farben mit 149,50 (149,90) und AEG. mit 114,50 (114,90) nur knapp gehalten, ferner bröckelten Gesfürel auf 129,50 (130) ab. Unverändert tarnen Aschaffenburger Zellstoff mit 110, Bekula mit 155 und Vereinigte Deutsche Metall mit 170 zur Notiz.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr ruhig. Neichsaltbesitz waren weiter leicht erhöht auf 128,15 (128). Höher lagen ferner Dekosama I mit 133,90 (133,50), dagegen Reichsbahn-Vorzugsaktien weiter abbröckelnd auf 123,50 (123,75). Industrie-Obligationen konnten sich überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. befestigen, 5 v. H. Gelsenberg gewannen 0,65 v. H. auf 100,25. Stadtanleihen notierten meist unverändert, 4V» v. H. Hanau jedoch 0,50 v. H. niedriger mit 96. Am Pfandbriefmarkt wurden Hess. Landesbank Goldpfandbriefe auf 99 (99,25) zurückgesetzt. Staatsanleihen still und unverändert.
Abendbörse still und behauptet.
Auch an der Abendbörse kam es mangels größerer Kundschaftsbeteiligung nur zu kleinen Umsätzen. Die Haltung war aber im Anschluß an die leichten Befestigungen im Mittagsschlußverkehr gut behauptet. Teilweise ergaben sich mäßige Erhöhungen, die bei Gesfürel mit 130 und bei Rheinmetall mit 130,50 je 1 o. H. betrugen. Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft gewannen je 0 50 d. H. auf 122 bzw 117,50 und je 0,25 v. H. freundlicher notierten Junghans mit 99,75 und Bemberg mit 133,25. JG.- Farben gaben auf kleine Gewinnmitnahmen von ihrem hohen Schlußkurs 0,65 v.H. nach auf 151,13. Montanwerte lagen durchweg gut gehalten, Mannesmann 108, Hoesch 108, Verein. Stahl 104,75, Rheinstahl 132,25, Buderus 106. Sonst notierten u. a. Adlerwerke mit 105,50, Demag mit 146, Scheideanstalt mit 193,25, Licht und Kraft mit 129,25, Moenus mit 122,50. Am Einheitsmarkt kamen Andreae-Noris Zahn nach Pause 3 v. H.
niedriger mit 159 zur Notiz, ferner Brauhaus Nürnberg mit unv. 135 und Knorr Heilbronn mit uno. 245, ferner Bankaktien zu den Mittagskursen. Am Rentenmarkt zogen Reichsaltbesitz um 10 Pf. an auf 128,25, 4,50 v. H. Mein. Goldpfandbriefe unv. 99, ebenso von Industrie-Anleihen 6 v.H. IG.-Farben.mit 119,40. Im Freiverkehr Kommu- nal-Umschuldung unv. 92,10.
Gießener Gchlachtviehmarkt,
3um gestrigen Gießener Schlachtviri'markt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Viehoersteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 11 Ochsen, 9 Bullen, 33 Kühe, 43 Färsen, 139 Kälber, 117 Schweine und 11 Schafe aufgetrieben.
Preise: Ochsen 41,5 bis 42,5; Bullen 32 bis 43,5; Kühe 20 bis 43,5; Färsen 38 bis 44,5; Kälber 35 bis 65; Schafe 15 bis 40 Pf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16; bl (135 bis 149,5 kg) 1,14; b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12; c (100 bis 119,5 kg) 1,04; d—f (unter 100 kg) 0,98; gl (fette' Specksauen) und i (Altschneider) 1,14; g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,02 Mark.
Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber und Schafe ausoerkauft.
Arcmlsurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 20. Dez. Auftrieb: Kälber 480 (gegen 586 am 13. 12.), Schafe 210 (207), Schweine 4000 (3068). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 60 bis 65 (63 bis 65), b) 56 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (30 bis 40). Hümmel b2) 48 bis 52 (46 bis 52), c) 40 bis 45 (42 bis 45). d) 28 (30 bis 40). Schafe a) 40 bis 42 (38 bis 42), b) 35 (35 bis 37), c) 28 (20 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50), Sauen: gl) 58 (58). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
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Frankfurt a. M., 21. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Voraustrieb 1293 Rinder (255 Ochsen, 107 Bullen, 663 Kühe, 268 Färsen), 600 Kälber, 100 Hämmel und Schafe, 200 Schweine. Es kosteten: Ochsen 34 bis 46,50 Mark, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 52, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 50 Mprk. — Marktverlauf: Rinder. Ku!'. "? '"geteilt:
Hammel und Schafe mitteirn < , j.


