Ausgabe 
21.10.1938
 
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m. 24? Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)Zreitag, 21.Oktober (938

Begeisterter Empfang unserer Soldaten in Gießen.

Ltnvergeßl che Stunden für alle Teilnehmer.

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Wieder einmal haben wir einen Einzug unserer Soldaten in die alte Garnisonftadt Gießen erlebt. Es war ein Ereignis von besonderer Bedeutung, das auch noch außen hin seine einzigartige Kenn­zeichnung erhielt. Gießen erlebte, um es kurz zu sagen, am gestrigen 2 0. Okto­ber 1 938 einen l o k a l g e s ch i ch t l i ch un­vergeßlichen Tag. Die gleiche Bedeu­tung kommt dem heutigen 21. Oktober 1 9 38 zu Denn der Einzug unserer Infanteristen und Artilleristen nach der mehrwöchigen Abwesen­heit der jüngsten Zeit ist in keine Parallele zu stellen mit all den Heimkehren, die unsere Soldaten nach früheren Hebungen erlebten.

Ueberaus reicher Fahnenschmuck und eine Ehren­pforte am Selterstor wie wir gestern bereits berichteten brachten unfern Feldgrauen im Blick über die Straßen die große Freude der Gießener über die frohgestimmte Heimkehr der Truppen zum Ausdruck. Hinzu* kam, soweit die Transporte am gestrigen Tage bis gegen Mitternacht die Straßen passierten, eine so unvergleichliche Welle der freu­digen, begeisterten Zurufe, daß auch hierfür keiner­lei Vergleichsmaßstab von den früheren Einzügen unserer Garnison vorhanden ist. Diese Heimkehr war eben etwas Einzigartiges nach jeder Richtung hin.

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Der gestrige Donnerstag stand vom frühen Mor­gen bis um die Mitternachtszeit der Nacht zum heu­tigen Freitag ganz im Zeichen unserer Soldaten. Jung und alt nahmen daran herzlichen Anteil. Ins­besondere die Jugend äußerte weithin vernehmbar ihre Freude an dieser Soldaten-Heimkehr Die Aelte- ren standen zwar äußerlich stiller dabei, aber auch ihnen war die Freude über dieses unvergeßliche Er­lebnis an den lachenden Gesichtern und den strah­lenden Augen abzulesen: natürlich stimmten sie in die freudigen Willkommensrufe beim Vorbeimarsch der Truppen ebenso kräftig ein, wie die Jugend.

hatten und nun ihren Heimkehrer mit herzlich­frohen Zurufen:Papa" oderMann, da bist du ja" empfingen, während es von dem feldgrauen Papa" ebenso herzlich und freudig ergriffen her­überklang:Bübchen" oderMein Mädel" oder Liebe Frau". Eifrig ging es ans Ausladen. In kurzer Zeit waren die Fahrzeuge von den Wagen heruntergefchaift und die Pferde ausgeladen.

Dann stellte sich kurz vor 15 Uhr die Kompanie vor dem Güterbahnhof zum Abmarsch bereit. We­nige Minuten pach 15 Uhr ging es los in Richtung Stadt. Eine riesige Menschenmenae begleitete vom Güterbahnhof aus die Soldaten. Blumen über Blu­men wurden ihnen schon auf diesem ersten Marsch­teile dargereicht. Und dann kam der Höhepunkt. Von dem Einschwenken der Kompa-nie aus der Hammstraße in den Horst-Wessel-Wall setzte ein Jubelsturm ein. Gewaltig erklang der Chor ber Zu­rufe von jung und alt durch die Straßen. Blumen über Blumen wurden den Soldaten überall zuge- worfen ober in die Hand gedrückt. Pferde und Wa^ gen, bereits reichlich geschmückt, erhielten immer wieder neuen Blumenschmuck. Der Jubel war so groß, daß sogar manche Truppenpferde, die doch an allerlei Spektakel gewöhnt sind, reichlich unruhig wurden, glücklicherweise ereignete sich aber kein Un­fall. Und io ging es denn von ber Bahnunterfüh­rung am Horst-Wessel-Wall über bie ganze Marsch- strecke hinweg bis in bie Gegend des Stadttheaters. Erft dort wurden die Iubellaute etwas schwächer, da von hier ab die Menschenmenge sich immer mehr auf bas Mitmarschieren einstellte. Und so zog denn bie Kompanie, rechts unb links begleitet von vielen Schaulustigen, ihres Weges bahin bis zur Kaserne, wo noch einmal alle Herzlichkeit unb Freude sich in einem großen Subelfturm äußerte.

Nun waren die Männer ber 12 roieber baheirn, um ein großes Erlebnis unb eine herzliche Freube in ber Heimat reicher In den Straßen aber bauerte ber Hochbetrieb noch lange an.

brachten bem Regimentskommandeur, Oberst H err­iet n , mit herzlichen Worten unb mit schönen Blumenspenben ben Willkommensgruß ber Heimat und der Garnisonstabt für bas Regiment unb alle seine Angehörigen bar.

Nach bem Aussteigen ber Mannschaften unb wöh- renb an ber Rampe bie 13 Kompanie ihre fahr­baren Waffen unb sonstigen Fahrzeuge auslud er­freute auf ber Verlabestraße bie Regimentsmusik mit einem schönen Platzkonzert bie gewaltig große Menschenmenge unb bie Solbaten Die vortreff­lichen Darbietungen ber Regimentsmusik/ die mit bem Spiel bes Egerlänber Marsches eingeleitet würben, erfreuten bie Zuhörer in hohem, Maße und lösten starken Beifall als äußeres Zeichen bes Dankes aus Unermüblich hielten bie vielen Hun- berte von Zuschauern bie Arbeits- unb Sammel­plätze des Transports umlagert obwohl die Nacht immer mehr voranschritt. Mit größtem Interesse wurde alles in Augenschein genommen, unb immer roieber hörte man herzliche Unterhaltung zwischen M-sitär unb Zivil.

Enblich war alle Arbeit getan Gegen 22.30 Uhr machten sich bie Männer zum Abmarsch fertig. Etwa um 23 Uhr ging es dann, mit der Regimentsmusik an der Spitze, los zur Stadt. Trotz der weit vor- aeschrit«»nen Zeit hatten hie Schaulustigen vom Horst- Wessel-Wall her zum Selterstor, den Seltersweg herunter und weiterhin zur Kaserneihren Posten nicht verlassen". Es hatte sich auf dieser Strecke eine Menschenmenge versammelt, wie man sie selbst bei großen Veranstaltungen am Tage bisher wohl noch nie gesehen hat, m der Nachtzeit um diese Stunde, da es bereits stark auf Mitternacht ging, aber be­stimmt noch niemals. Und diese Menschenmenge empfina die Truppen mit ihrem Regimentskomman­deur, Oberst H e r r le i n , an ber Spitze, als sie gegen 23.20 Uhr am Selterstor auftauchten unb in ben Seltersweg einbogen, mit einem so überaus starken Jubel ber Begeisterung, wie wir ihn in Gie­ßen noch nie erlebt unb gehört hatten. Unb dazu gab es auch hier wieder Blumen über Blumen, von den stehenden Menschenmassen den Soldaten zugereicht oder zugeworfen, aus den Fenstern heruntergestreut auf die marschierenden Kolonnen. Und immer wie­der der erhebende, dankerfüllte Jubelgruß der

Das Ausladen bes umfangreichen Materials war in verhältnismäßig kurzer Zeit geschehen Um 9 Uhr machte sich bie Batterie vom Güterbahnhof aus auf ben Marsch in bie Stabt unb strebte über Horst- Wessel-Wall, Hinbenburgwall unb Hitlerwall, über bie Moltkestraße unb bie Kaiserallee ber Kaserne in ber Grünberger Straße zu Auch ihnen würbe ein herzlicher Empfang zuteil. Die Kinber ber Goethe- schule stauben an der Straße unb warfen den Sol­baten Blumen zu. Auch in allen Häusern an ben passierten Straßen machte man sich für einige Mi­nuten von der Arbeit frei unb grüßte bie Soldaten.

Voraussichtliche Ankunft weiterer Truppenteile.

Für heute um 10 Uhr war bie Ankunft bes III. Bataillons (9. bis 11. Kompanie) vorgesehen. Die Truppe bürste inzwischen eingetroffen sein

Gegen 13 Uhr trifft ein weiterer Truppenteil unseres Regiments in Lich ein unb wirb von bort aus nach Gießen marschieren Ferner wird gegen 13 Uhr bie 9 Batterie bes Art.-Rgis. 9 im Bahn­hof Gießen erwartet.

Aus der Gtadi Gießen.

Die letzten Rosen.

Die Bäume haben zum Teil schon ihr Laub ver­loren, aber ber Wiesengrunb hat sich noch einmal mit frischem Grün aeschmückt. Ueberall finb bie Kleingärtner jetzt befonbers eifrig an der Arbeit unb heimsen bas ein, was ihnen ber Garten im Laufe bes Jahres fpenbete. Auch einen Blumen­strauß vergessen sie nicht. Noch blühen unb leuchten Herbstastern und Dahlien. Aber auch die Rosen wollen nicht zurückstehen. Zweimal haben sie ihre herrlichen Bluten entfaltet, aber immer wieder treiben sie aus. Zarte Knospen erscheinen, und die Herbstsonne küßt sie wach Es sind die letzten Rosen.

Lange standen sie im Garten und wollten nicht recht aus ber Knospe heraus. Die Nächte finb wohl schon zu kühl. Aber in ber Wärme entfalten sie sich schnell.

Ein Rosenstrauß steht auf unferm Tisch. Das ganze Zimmer ist voll Rofenbuft. Erinnerungen an

Links oben: «Herz­licher Empfang am Sel­terstor. Eine bichte, un= durchbringliche Menschen­menge säumte die Straße.

Ne ben stehend: Ein Teppich bunter Herbst­blumen war für die Sol­daten gestreut.

Unten Mitte: Ge­spannt harrten bie Kin­ber ber Ankunft der Sol­daten. Groß war bie Freube, als sie in Sicht kamen.

(Aufnahmen f3s: Neuner, Gießener Anzeiger.)

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Unb bei unfern Solbaten war zu beobachten, baß ihnen dieser begeisterte Empfang eine herzliche Freude bereitete, denn auch bei ihnen sah man nur lachende Gesichter und strahlende Augen, vom Kom­paniechef bis zum letzten Schützen. Bis es aber so­weit zum Austausch der frohen Grüße kam, verging eine lange Wartezeit. Die Transportzüge trafen nämlich sämtlich mit einer Dersnätung von 4 bis 6, ja bis 8 Stunden im Gießener Bahnhof ein.

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Unsere Schuljugend war bereits am Vormittag, mit kleinen Fähnchen und mit Blumen ausgerüstet, zum Empfang der Soldaten in bie von uns mit« geteilten Einmarschstraßen abgerückt. Dort hatten die Kinber zu beiden Seiten bes Fahrbamms als Ehrenspalier Ausstellung genommen. Hinter ihnen sammelte sich, etwa vom Horst-Wessel-Wall her bis in ben Seltersweg hinunter, eine zahlreiche Men­schenmenge. Da kam leiber eine Enttäuschung. Es würbe nämlich bekannt, baß bie Truppentransporte erst mit mehrstünbiger Verspätung ankommen wür­den unb ber erste Zug nicht vor 13 Uhr zu er­warten sei. Als bie Richtigkeit biefer Kunbe ein- w'anbsrei feftftanb, rückte ber größte Teil aller Zu­schauer schnell nach Hause ab, um möglichst früh­zeitig bas Mittagessen einzunehmen und dann wieder zur rechten Zeit an Ort unb Stelle zu sein. GanzStanbhafte" gaben aber ihren Platz nicht preis, jonbernhielten bie Stellung", so baß schon lange vor ber mitaeteiüen Ankunftszeit des ersten Transoortes die Gegend am Selterstor und am Horst-Wessel-Wall stark von Schaulustigen besetzt roa\. Gegen 13 Uhr wuchs die Menschenmenge in schnellem Tempo gewaltig an, denn aus allen Gegenden ber Stabt strömten Männlein unb Weib­lein, jung unb alt, zu ben Einmarschstraßen Hun- berte wollten aber nicht warten, bis bie Truppe burch bie Straßen kam, jonbern sie wollten ben Empfang unserer Solbaten schon-früher bewerk­stelligen. Unb so hatten sich denn auf der Brücke am Güterbahnhof unb auf ber Straße bei ber Verlaberampe ebenfalls große Menschenmassen zu- fammengefunben, bie auch hier wacker stanbhielten, obwohl bie Wartezeit reichlich lang ausfiel.

Gegen 13.30 Uhr ging frohe Kunbe burch die Menge am Güterbahnhof. Von Bahnbeamten hatte man erfahren, daß der erste Transportzug im GüterbahnhofsabschnittBergwerkswald" angekom­men sei. Im Nu hatte sich diese Kunde zu ben Massen innerhalb ber Stabt fortgepflanzt Jetzt bauerte es nur noch kurze Zeit, unb wenige Minu­ten nach 14 Uhr rollte ber erste Transport, bie 12. Kompanie des Jnf.-Regts. 116, an bie Verlabe­rampe zum Ausladen Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger empfing bie Kompanie. Dann gab es schon einen sehr herzlichen Empfang, befonbers für manche R'fervisten bereu Frauen unb Kinder sich in der Nähe' der Verladerampe eingefunben

Mittlerweile war bekannt geworden, daß der nächste TranSportzua mit dem Stab des Jnfanterie- Regts. 116. der Nachrichtenabteilung, der Regi­mentsmusik und der 13 Kompanie ebenfalls etwa vier Stunden Verspätung haben unb nicht vor 20.30 Uhr an ber Verlaberampe eintreffen werbe. So hatte benn alles erst noch Gelegenheit zum Abend­essen. Dann aber setzte bieVölkerwanberung" ein. Hauptziele dieser Massenwanderung waren der Güterbahnhof, das Selterstor und ber Seltersweg, aber auch in ben übrigen Straßenzügen war Hoch­betrieb. Die Gebulb würbe auch jeht'roieber auf eine barte Probe gestellt, denn die Ankunft des Zuges hatte eine weitere Verspätung erfahren.

Gegen 21.15 Uhr rollten die Wagen dieses Trans­ports an die Rampe bzro. an bie, Verlab-straßen. Eine große Menschenmenge, die vor ber Verlabe- straße staub, burchdrach nunmehr in überschäumen- ber Begeisterung bie schwache Absperrkette, aber gerne Ijeßen es sich bie abfperrenben Männer ge­fallen, baß sie hierüber ben Hausen gerannt" würben, benn sie wußten ja, baß nur größte Freube bie Ursache biefes Masseneinbruches war Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger ber Partei im Kreise Wetterau unb Oberbüraermeifter R i 11 e r als Ober­haupt ber Garnifonstabt hatten sich mit ihren eng­sten Mitarbeitern zur Begrüßung eingefunben unb

Menge, bie bamit unfern Soldaten eine unvergeß­liche Stunde der mitternächtlichen Heimkehr be­reitete.

So fetzte sich der geradezu triumphale Einmarsch unserer Soldaten, soweit wir ihn als Augen- unb Ohrenzeuge beobachten konnten, bis zur Kaserne fort. Nach bem Vorbeizug ^)er Truppe und einem Blick auf ben Uhrzeiger, ber nur noch etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht anfünbigte, machten sich viele beschleunigt auf ben Heimweg. Anbere aber machten ben Marsch mit ber Truppe mit bis zur Kaserne unb bereiteten bort unseren Soldaten noch einmal eine freudige Ehrung.

heule nacht kamen an:

Heute nacht um 0.15 Uhr traf die 7. Batterie unse­rer III. Abteilung Art.-Regt. 9 im Güterbahnhos Gießen ein. Wenig später, um 2.22 Uhr, folgte der Transportzug, der das I. Batl. unserer 116er brachte.

In Lollar traf gestern abend der Reiterzug bes Jnf.-Regts. 116 zusammen mit ber 4 und 8. Kom­panie ein. Die Truppenteile machten sich nach dem Ausladen sofort auf den Marsch nach Gießen.

heute morgen trafen ein ...

Heute um 7 Uhr traf der Zug mit Mannschaften unb Material ber 8. Batterie unserer Artillerie ein.

vergangene Sommertage steigen herauf unb lassen ben Herbst vergessen. Wie sie bastehen in ihrem schlanken Glase, bie Blätter bunteigrün unb glän- zenb, von keinem Insekt benagt, fest unb straff! Unb bann bie Farben! Sinb sie nicht tiefer unb ebler als im Sommer?

Wie schnell verblühen bie Rosen in ben heißen Tagen! Am Morgen noch herrliche Knospen, am Abenb fallen ^schon bie Blütenblätter ab. Die letzten Herbstrosen aber sinb gehärtet burch bie kühlen Nächte. Sie bleiben lange in ber Knospe unb er­freuen uns noch für Wochen mit ihren rounber« baren Blüten unb ihrem Wohlgeruch.

Sie haben die ganze Pracht des Sommers in sich aufgespeichert. Sie zeigen uns noch einmal mit ihren herrlichen Farben und dem köstlichen Duft alles Schöne der vergangenen Tage. Sonnenbe­schienen lag die Welt vor uns, Vogelsang erschallte, Schmetterlinge gaukelten von Blume zu Blume, und Bienen summten in der Luft.

So schauen wir liebevoll zu ben letzten Rosen, weil sie uns bie schönsten Erinnerungen bringen, zugleich aber auch hinüber zum kommenbew Früh­ling zeigen. Sie finb uns ein Sinnbilb bes Ab­schieds, aber auch Träger einer fteuen Hoffnung.

H.

Dornotizen. .?

Tageskatender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis 22.45 UhrEin Sommer­nachtstraum". Gloria-Palast, Seltersweg:Rote Orchideen". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Eiskönigin". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.

Der große Eröffnungserfolg Ein Sommernachtstraum".

Heute abenb Wieberholung bes großen Eröff­nungserfolges biefer SpielzeitEin Sommernachts­traum" von Shakespeare, textlich neu bearbeitet unb inszeniert von Hermann Schultze-Griesheim. Musik von Wagner-Regeny. Musikalische Leitung: Paul Walter. Die Vorstellung finbet gleichzeitig als 4. Vorstellung ber Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Enbe 22.45 Uhr.

Wann mu6 die Lust gesiebt werden?

*7* Diese Frage erscheint manchem komisch: sie ist es aber gar nicht. Wenn wir etwas sieben, so wallen wir bamit irgenbroeldje (Begenftänbe ent­fernen, bie uns unliebsam sind unb uns stören könnten. Wir ^sieben ben Kaffee, um ben Kaffee- grunb zu entfernen, wir sieben bie Fleischbrühe, bamit keine Knochensplitter in bie Suppe geraten. Man könnte noch tausend Beispiele anführen.

Auch bie Luft kann schäbliche Beimengungen ent­halten In ber Regel ist bies nur in gewerblichen Betrieben ber Fall Einmal ist es Staub, bas an« bcremal finb es irgenbwelche chemischen Stosse.