Donnerstag, 2l.3uli 1958
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen)
Nr. 168 Zweites Blatt
ngenmagen und X Wagen sind meist
werden.
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Aus Oer Stadt Gießen
Die Hundstage beginnen ...
Vielleicht heute nacht? Jedenfalls galt es, auf ber । Gchühsucherarbeit im Film. Hut Jein. ~ ....... ....Ll. Cf-t-ft™- .1... O,n krtf rtvts'hovt Wöt'hö 11 (in 11 nfPFTTPhm 1ITI (1
das Zimmer nebenan.
Zweimal war ihm Jim Parker im Laufe des Tages schon auf dem Gang begegnet. Daß er sich so viel auf den Gängen herumtrieb, war doppelt verdächtig. Natürlich, er wollte das Terrain auskundschaften. Anscheinend hatte er heute nacht seinen großen Schlag vor. Aber er war an Jenkins vorübergegangen, ohne daß auch nur ein Zug in seinem Gesicht etwas vom Erkennen verriet. Jedenfalls war Jenkins davon überzeugt, daß er sich wieder einmal völlig unkenntlich gemacht hatte.
Aber jetzt das plötzliche Verschwinden von Jim Parker... Was sollte das? Schnell hatte er sich ev hoben und war Parker gefolgt. Er sah, wie er sich
gen („Rungen") versehener Rungenwagen und X ein Arbeitswagen. Alle diese Wagen sind meist zweiachsig und können bis zu 15 Tonnen beladen
verständlich. . . ,
An den Lokomotiven bemerken wir ebenfalls allerlei Buchstaben und Zahlen. Dorn und am Führerhaus steht die Betriebsnummer, etwa 74 882. Dann gibt 74 die Baureihe der Maschine an, 882 die Nummer innerhalb der Reihe. Lokomotiven, deren Betriebsnummern mit 01 bis 19 beginnen, sind Schnellzuglokomotiven (S), mit 20 bis 39 Perlonenzuglokomotiven (P), mit 40 bis 59 Güterzuglokomotiven (G). Unser Beispiel 74 882 ist eine Personenzugtenderlokomotive (Pt, Stammnummern 60 bis 79).
Hinter diesen Buchstaben, die sich am Fuhrer- haus befinden, stehen mehrere Zahlen, etwa p 35.17. Das bedeutet: die Lokomotive — eine Personenzuglokomotive — hat drei Treibachsen und insgesamt fünf Achsen (außer den drei Treibachsen also noch zwei Laufachsen) und der Achsdruck auf eine Treibachse beträgt 17 Tonnen. Man bezeichnet die Lokomotiven vor allem nach der Anordnung ihrer Achsen und drückt durch große Buchstaben die Zahl der Treibachsen und durch Ziffern die Zahl der Laufachsen aus. 74 822 z. B. ist eine IC-Loko- motive: sie hat vorn eine Laufachse und hinter dieser 3 (C) Treibachsen. Die erste Sttornlimen- lokomotive der Reichsbahn (05 001) hat zwei Lauf-, drei Treib- und nochmal zwei Laufachsen: sie ist also eine 2G2-Maschine.
I Und nun gehen wir gleich heute nachmittag hin-
Sachlich ist über diesen lästigen und gefährlichen Ausländer zu sagen, daß er gelblich-weiß aussieht, etwa einen Zentimeter lang wird, auf jeder Flügeldecke fünf schwarze Streifen hat — man kann ihn also nicht verkennen — und sich in seiner Freßlust auf das Kartoffelkraut spezialisiert. Die Kartofsel- käferin legt im Laufe ihres Lebens oft anderthalbtausend Eier, die schon nach wenigen Tagen aus- schlüpfen und dann als Larven zwanzig Tage lang das Kartoffelgrün vernichten. Sie verpuppen sich in der Erde und sind, je nach der Temperatur, in vier bis sieben Wochen wieder die Ahnen kommender Geschlechter.
Wilhelm Lange, ers: Ernst Blui mb für die Bild« Or. Hans Thyri: !); für den übrig« (eiter: Hans A Anzeigen: THM' )ruck und Bech R. Lange, M1 gspreis RM. H litber^tluftrietki 0 M unb Sam- n 5 M mehr.
September 1937
Plattform ausgerüstet ist. h sagt uns, daß er Heizleitung, g, daß er Gatter hat. Ein Vgh ist also ein 15-Tonnen-Derschlagwagen mit Zwischengattern und
' Zu seinem großen Erstaunen mußte Jenkins aber feststellen, daß Jim Parker nach dem Frühstück seine Rechnung verlangte und das Hotel verließ.
Ihm war das ein Rätsel. Daß Parker Absichten auf die Juwelen gehabt hatte, war sicher. Weshalb wäre er sonst in das Hotel gekommen? Was aber hatte ihn abgehalten? Daß man ihn erkannt haben ollte, war ausgeschlossen. So meinte wenigstens
Mit Nivea in Lust und Sonne!
Dann bleibt 3bre Haut weich und geschmeidig- sie wird auch rascher braun. Woher die Wirkung? Dom Euzerit, das Nivea tief in die Hautporen eindringen laßt.
Juwelen und Silber geladen waren.
An der Spitze der zweiten Expeditton steht Kapitän John D. Craigh, ein bekannter Erforscher der Tiessee, und sein Ziel ist die Wieder- entdeckung der „Meridia", des Schiffes, in dem die Schätze des unglücklichen Kaisers Maximilian nach Mexiko befördert wurden, und das mit Mann ' und Maus an der Küste von Virginia unterging. Craigh glaubt, daß das Schiff 600 Goldbarren, die Kronjuwelen von Mexiko, das unschätzbare Halsband der Kaiserin Charlotte und andere Kostbarkeiten enthält. Er hat den Taucher Max Gene Nahl, der den Tiesenrekord hält, auf seiner Fahrt mitgenommen. t ,,
Beide Expeditionen sind mit den vollkommensten Apparaten ausgerüstet, die es heute für diese Zwecke gibt. Man hat Taucherausrüstungen ganz neuer Art hergestellt. Jedenfalls ist alles getan, die Schatzsuche so aussichtsreich wie möglich zu machen und zugleich zu erreichen, daß man diese abenteuerlichen Unternehmungen in allen Einzelheiten iml Kino selbst beobachten kann.
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Jenkins. t ,
Es mochte eine Viertelstunde vergangen sein, als der Kellner rief: „Telephon für Dr. Smith."
Detektiv Jenkins eilte nach der Telephonzelle. Wer konnte das nur fein?
„Hallo", sagte er.
„Dort Dr. Smith?" klang es fragend vom anderen Ende. .
Detektiv Jenkins bekam einen Schreck. Das war die Stimme von Jim Parker. Er hätte sie unter hunderten erkannt.
„Jawohl, hier Smith", bestätigte er. Und gab sich Mühe, feine Stimme, so weit es ging, zu verstellen
,Hier ist Jim Parker", klang es etwas spöttisch zurück „Ich wollte Sie nur noch um Entschuldigung bitten, daß ich gestern Ihrem Zimmer einen kleinen Besuch abgestattet habe. Aber es ist nun einmal meine Art, mich immer, wenn ich etwas vorhabe, zu vergewissern, wer in dem Zimmer nebenan wohnt. Ich hatte wirklich keine Ahnung, daß Sie es sind, Sie haben sich glänzend verkleidet. Mein Kompliment. Aber man sollte goldene Zigarettenetuis nicht so auf dem Tisch herumliegen lassen. Besonders nicht, wenn ganz groß der Name eingraviert ist. Doch Sie haben wohl nach der durchwachten Nacht das Bedürfnis, etwas nachzuschlafen. Wünsche angenehme Ruhe, Mr. Jenkins!"
Detektiv Jenkins schlief in der folgenden Nacht ausgezeichnet. Und er wunderte sich sehr, daß am Morgen das ganze Hotel in Aufregung war. In der Nacht waren die Juwelen von Lady Wellington gestohlen worden.
G — Gk — Gkw.
Was steht alles an den Eisenbahnwagen?
Zeitsthnffen.
— Heber blasse unb muskelschwache Kinder liest die junge Mutter ausführlich im Juli-Heft der Monatsschrift „Mutter u n d K i n d" (Verlag Elwin Staude, KG., Berlin W 30). Auch weitere lehrreiche Artikel werden wieder alle, denen die Betreuung des Säuglings oder Kleinkindes obliegt, interessieren, so z. B.: „Vom Lernen des Säuglings". „Kinder'zeichnen", „Quälendes Spielzeug", „Deutsche Vornamen" usw. Wie immer, ist auch dieses neue Heft wieder mit einer ganzen Reihe reizender Bildchen geschmückt.
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Zu der großen Reihe von Unternehmungen, die immer wieder darauf ausgehen, dem Meere die in untergegangenen Schiffen verborgenen Schätze zu entreißen, kommen zwei große Expeditionen, die von Hollywood ausgehen. Es find bedeutende Kapitalien aufgebracht worden, um die Arbeiten ernsthaft zu gestalten: natürlich konnte bei diesem Ursprungsort der Film nicht leer ausgehen. Die Führer der beiden Schatzsucherschiffe sind von den Filmgesellschaften von Hollywood verpflichtet worden, alle Operationen, die sie während ihrer Schatzsuche auf dem Meere ausführen, zu filmen. Dazu werden die Taucher die verschiedenen Arbeiten vom Grunde des Meeres aus selbst schildern, indem sie vor einem kleinen Mikrophon sprechen, das im Inneren ihrer phantastischen Ausrüstung angebracht ist. Die eine der beiden Expeditionen wird von Leutnant Harry E. Rieseberg, einem erfahrenen Spezialisten auf diesem Gebiete, geführt. Ihm ist es bereits gelungen, drei Schiffe, die am Kap Hatteras gesunken waren, wieder aufzufinden und ihre Ladung, die auf eine Million geschätzt wird, an die Oberfläche zu bringen. Er hofft jetzt, die Stelle zu finden, an der 14 Gallionen, die Schätze aus Peru im 17. Jahrhundert fortführten und längs der Küfte von Florida Schiffbruch erlitten, auf dem Grunde des Ozeans ruhen. Sie müssen gewaltige Mengen Silberbarren enthalten. In anderen Meeren, die er auch besuchen will, sind Nicht weniger große Schätze zu heben. Nach seiner Berechnung liegen längs der Küsten von Afrika, Europa, Amerika und Asien 240 Schiffe, die mit Gold,
Es besteht für unser Vaterland allsommerlich die Gefahr, daß dieser lästige Ausländer aus Frankreich zuwandert, weil es unseren Nachbarn im Westen nicht gelang, seinen Vormarsch aufzuhalten. Noch haben wir ihn immer wieder in seine Schranken verweisen können. Aber Aufmerksamkeit tut not!
Dornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Mordsache Holm-«
25 Lahre im Dienste der Polizei.
Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mit« geteilt: _ ... ...
Am heutigen 21. Juli kann Herr Polizeisekretar Ludwig Wallbott auf eine 25jährige Polizei- dienstzeit zurückblicken. Nach einer über sechsjährigen tadellosen Militärdienstzeit trat Herr Wallbott am 21. Juli 1913 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Darmstadt ein. Diesen Dienst versah er in
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Wünsche angenehme Ruhe, Herr Jenkins!...
Don Gerrit Limper.
Der berühmte Detektiv Jenkins betrat die große Halle des pompösen Hotels Splendid. Vorsichtig lieh er seine Blicke umherschweifen. Richtig, dort m einer Ecke faß Jim Parker. Wenn er den Fensterplatz links nahm, konnte er ihn gut und unauffällig beobachten. Kaum hatte er sich aber gesetzt, als er sah, wie Parker aufftanb und die Halle verließ.
Das war verdächtig. Der große Detektiv runzelte die Stirn. Sollte ihn vielleicht Jim Parker doch erkannt haben? Trotz seiner Verkleidung? Jenkins war berühmt wegen feiner Maskierungskunst. Seme eigene Frau war auf der Straße an ihm vorüber- gegangen, ohne ihn zu erkennen. Es wäre eine verteufelt unangenehme Geschichte, wenn ihm diesmal wieder Parker entschlüpfen sollte. Wo er alles |o hübsch eingefädelt hatte.
Vor zwei Tagen war Lady Wellington im Hotel Splendid abgestiegen. Lady Wellington, tue wegen ihres fabelhaften Juwelenschatzes im ganzen Laube bekannt war. Und von der man wußte, daß sie einen großen Teil ihrer Juwelen stets bei sich zu tragen pflegte. Das wußte vor allem auch Jim Parker. Seit langem war die Polizei hinter ihm her Aber nie war es gelungen, ihn zu fassen. Jetzt bot sich eine wunderbare Gelegenheit. Denn gestern hatte auch Jim Parker ein Zimmer im Hotel Splendid genommen. Doch nur, das war klar, dazu brauchte man kein großer Detektiv zu fein, wegen der Juwelen von Lady Wellington.
Und fo hatte der Detektiv Jenkins heute ebenfalls feinen Einzug ins Hotel Splendid gehalten. Er Uetz sich in das Gästebuch als Dr. Smith eintragen. Jim Parker hatte Zimmer 34. Es war ein glücklicher Zufall, daß Nummer 35 frei war. Also nahm Jenkins
Am 23. Juli tritt die Sonne in das Zeichen des Löwen, welchen Vorgang ein alter Bauernspruch mit d'en Worten kennzeichnet: „Wenn die Sonne in den Löwen geht, die größte Hitz' alsdann entsteht . In der Tat bringen die Hundstage, die vom 23. Juli bis zum 23. August dauern, normalerweise jene Wärmeperiode, die uns die heißesten Tage des ganzen Jahres beschert. Aber es kann zur Abwechslung wohl auch passieren, daß die Hundstage sich von den übrigen Tagen des Sommers nicht wesentlich unterscheiden. wobei die Spruchweisheit der Bauern noch zu sagen weiß: „Wie die Hundstage beginnen, so ziehen sie wieder von hinnen".
Ihren absonderlichen Namen haben die Hundstage nicht etwa davon, daß die Hitze selbst den Hunden zuviel wird, sondern vielmehr von dem Sternbild des großen Hundes. Schon im Altertum kannte man nämlich diese Tage, deren Anfang mit dem Wiedererscheinen des Hundssternes (worunter man ursprünglich nur den Sirius verstand) am Morgenhimmel zusammenfiel. Daß die Glut dieser Hurws- tage damals bereits erheblich zu schaffen machte, weiß selbst die Ilias zu berichten. In ihr heißt es über die Erscheinung des Hundssternes: „Er ist auch ein schlimmes Zeichen und bringt glühende Hitze den armen Sterblichen". . ,
Was die Hitze betrifft, fo hätten wir kaum etwas dagegen, wenn wir sie wirklich mal für einige Zett verspüren könnten. Zu schlimm braucht sie jtt gerade . JT . < . .. v fr. hnh int»
Aber was hatte er bei ihm gewollt? Jenkins wartete eine Weile und schloß dann leise die Tur zu seinem Zimmer auf. Es war alles in bester Ordnung. Nichts, das er vermißte. Selbst fein goldenes Zigarettenetui, das er vorhin vergessen hatte einzustecken, lag unberührt auf dem Tisch. Das setzte Jenkins einigermaßen in Erstaunen. Es war immerhin ein schweres goldenes Etui. Und solche Dinge laßt ein Jim Parker nicht gern liegen.
Aber nach einigem Nachdenken wurde ihm alles klar. Parker hatte sich seine Chance nicht absichtlich verderben wollen. So dumm war er nicht, durch einen kleinen Diebstahl den großen unmöglich zu machen. Was war ein goldenes Etui gegen die Juwelen von Lady Wellington?
Die ganze Nacht blieb Detektiv Jenkins wach, immer nach dem geringsten Geräusch in dem Rimmer nebenan lauschend. Er hatte Jim Parker keinen Moment aus den Augen verloren. Und als sich Parker abends in fein Zimmer begeben hatte, war er ihm sofort gefolgt. So angestrengt er aber auch horchte, es geschah nichts. Nebenan krachte laut das Bett. Begab sich Jim Parker wirklich zur Ruhe? Oder war das auffällig laute Zubettgehen auch nur Absicht? Doppelt Ursache, um aufzupassen. Jenkins schloß kein Auge. Er rauchte eine Zigarette nach der anderen, um gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Aber nebenan blieb alles ruhig. Ober boch nicht. Denn eines horte man beutlich: bas laute Schnarchen von Jim Parker.
Als sich ber Detektiv am Morgen, tobmübe unb zerschlagen von ber burchwachten Nacht, nach dem Frühstückssaal begab, sah er Jim Parker frisch unb munter am Tisch sitzen. Im Hotel alles ruhig. Nichts von einem großen Juwelendiebstahl.
Wollte Jim Parker boch noch einen Tag warten?
Ferienfreuden der Urlaubsreisenden den Gipfelpunkt erreichen würden und daß die Daheimgebliebenen die wahre Lust des Badevergnügens genießen könnten. Wir „armen Sterblichen" wären damit schon hinreichend zufrieden. Wir hätten bann auch nichts gegen die „Sauregurkenzeit" einzuwenden, die ja zeitlich mit den Hundstagen zusammenfällt. Auf jeden Fall, ob mit oder ohne saure Gurken: pur ein Weilchen könnten wir schon einen ordentliche« Sonnenschein in den Hundstagen vertragen. Sch.
Ein lästiger Ausländer.
Von Herkommen ist er Amerikaner, aber zu unserem Leidwesen naturaTifierter Franzose. Doch auch die Franzosen sind nicht glücklich über diesen Gast. Denn schließlich will jedes Lebewesen atmen, und auch die Kartofsel will dies.
Zum-Atmen hat die Kartoffel die Blätter. Werden ihr diese vernichtet, so kann sie nicht weiterleben und keine Knollen bilden. Der erwähnte Fremdling hat es aber gerade auf ihre Blatter abgesehen. Da er weder Paßkontrolle noch Zollgrenzen fürchtet, versucht er jetzt auch, sich in Deutschland festzufetzen.
Wir wissen alle, was die Kartoffel heute für unsere Ernährung bedeutet. Wir können es uns denken, was es heißt, wenn ein Schädling, wie der Kartoffelkäfer, innerhalb eines Sommermonats siebzig Nachkommen haben kann, die alle wiederum mit je siebzig Nachkommen unserer Kartoffel die Lunge zernagen.
wohl?
Vor uns hält ein Personenwagen, auf dem BC steht. Wir bemerken, daß er zur Hälfte Abteile 2. und zur Hälfte Abteile 3. Klasse führt. Vielleicht kommen wir nun schon von selber darauf, daß mit B die 2. und mit C die 3. Klasse bezeichnet wird. Wenn wir noch ein wenig schärfer hingesehen haben, wird uns aufgefallen fein, daß unser Wagen zwei Achsen hat. Und auch dies wird durch BC ausgedrückt, ohne besondere Zahlenangabe, denn zwei Achsen muß ein Wagen ja mindestens haben. Hätte er drei, so hieße er BC3, hätte er vier: BC4.
B bezeichnet also die 2., C die 3. und A demnach die 1. Klasse. A4 wäre ein vierachsiger Personenwagen, ber nur 1. Klasse hat. Wäre — benn praktisch gibt es solchen Wagen nicht. I.-Klasse- Wagen laufen nur in v-Zügen. Und O-Züge haben gedeckte Wagenbrücken, „Harmonikas", Die den ü — den Uebergang — von einem Wagen zum anderen ermöglichen. Unser vierachfiger l.-Klasse-O-Zugwagen heißt in Wirklichkeit A4ü.
Neben den Abteil- und V-Zugwagen gibt es noch solche Wagen, die an der Stirnseite Plattformen haben und durch offene Wagen drucken miteinander verbunden sind. Sie erhalten zu ihrer Klassen- und Achsenbezeichnung ein i. Ci ist also ein zweiachsiger Durchgangswagen 3. Klasse. Und Citr ein ebensolcher für Reisende mit Traglasten.
Unter diesen Bezeichnungen ist noch die Anzahl der PI, der Plätze, und die Bremseinrichtung angegeben. Kksbr heißt Kunze-Knorr-Bremse für Schnellzüge, Kkpbr Kunze-KnorEremse für Personen
bester Weise bis zum Ausbruch des Weltkrieges 1914, an dem er mit Auszeichnung teilnahm. Nach Beendigung des Krieges kam Herr Wallbott wieder zur Polizeidirektion Darmstadt. Am 1. März 1925 wurde er, der inzwischen zur Verwaltungspouzei übernommen worden war, zur Polizeidirektion Gießen versetzt. Während seiner langen Polizeidienstzeit hat sich der Jubilar stets als ein durchaus pflicht- treuer, gewissenhafter und immer hilfsbereiter Beamter erwiesen. Herr Wallbott hat sich infolge der ihm eigenen Zielstrebigkeit nicht'nur die Achtung seiner Vorgesetzten und Kameraden, sondern darüber hinaus auch die aller Volksgenossen, mit denen er im Hinblick auf feirje Dienststellung vielfach in Berührung kommt, erworben. Für seine Zukunft wird ihm alles Gute gewünscht.
Keine jüdischen Abfindungsgeschäste mit Hausverwaltungen.
LPD. Nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen ist Juden und jüdischen Unternehmungen auch die gewerbsmäßige Verwaltung von Haus- und Grundeigentum verboten. Die Verwaltungstätigkeit darf nur noch bis zum 31. Dezember betrieben werden. Die Frist soll die ordnungsgemäße Abwicklung ermöglichen.
Wie das Amt „Haus und Heim" in ber Deutschen . Arbeitsfront mitteilt, versuchen gegenwärtig die von den gesetzlichen Bestimmungen betroffenen jüdischen ■ Kreise ihre Derwaltungstätigkeit gegen zum Teil । sehr hohe Entschädigungssummen an arische Der- • waltungen abzugeben. Das Amt warnt ausdrücklich - davor, derartigen Anerbieten zu folgen. Die Haus- i Verwaltertätigkeit fei kein Handelsobjekt, das Gegen- ! stand derartiger Abfindungsgeschäfte sein könnte.
Ein Haus- und Grundstücksverwalter werde viel-
8 ^/R4ü ist ein Speisewagen (Wagon Restaurant), WL4ü ein Schlafwagen (Wagon Lit). Mit Pw, Pw3, Pw4ü und so fort werden die verschiedenen Arten der Gepäckwagen und mit Post der Bahnpostwagen bezeichnet.
Tja, das ist ja alles sehr nett, könnte man nun sagen, aber warum eigentlich diese Geheimtuerei? Daß dies hier ein V-Zug-Dierachser mit allen Klassen ist, sehe ich schließlich auch so, dazu brauche ich nicht erst das Zeichen ABC4Ü zu entziffern! (Uebrigens erkenne ich das durchaus nicht immer auf den ersten Blick.) Gemach! Diese Formeln bilden sozusagen einen Code, dessen sich die Dienststellen der Reichsbahn (und vieler anderer europäischer Bahnen) vor allem i m t e l e g r a p h i s ch e n V e r- kehr — bei ber Wagengestellung --- bedienen. Und knapper könnte man das, was an einem Personenwagen wesentlich ist, gar nicht aus-
tung.
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tünÄ seine tnÄfc hnb wej H segt ber 1 r- W. La^* iage ">• Juli, Estelle für r-N Utz , s^nen un 3^ Enbe th l’*d) werte, Ä* * ganzem yfien wert, Wn, uäljteis "“«'Mm
den Bo*» Sch-"d- ffieiiet, Mfönitt tut t >» 'm Suben A, yrfcheinllch über
Heizleitung. .
Ein gesondert stehendes, weih eingerahm- tes großes T bedeutet, daß der Wagen auf ausländischen Bahnen (im Transitverkehr) fahren darf. Wagen mit einem MT sind für M i - litärtransport geeignet. Zahlen geben an, wieviel M (Mann) und wieviel Pf (Pferde) befördert werden können. Ein weißer Streifen an jeder Ecke des Wagens sagt, daß er Luftleitung, zwei, daß er Druckluftbremse hat. Ladegew, Tragt, Bodenfl, GewdW und Achsst ist ohne weiteres
ung.
gen- unb Schuch ber Strafe „link! i PhilosophenMld' Tennisplätze anbei r R.V.O. in2Lch
z, den 22. Juli M te sind bis zum irmitfags 10 llhi, auamt, Asterwezl Beisein der cr|(g ,gs- und Mndefn!
48420 fbauamt.
Wenn der Zua, mit dem wir verreisen wollen, vor uns in den Bahnhof rollt, dann bemerken wir hier und da an den Wänden allerlei Buchstaben und Zahlen, die wir uns nicht erklären können. Und wenn wir dann auf einer Zwischenstation einen Güterzug überholen, so sehen wir auch hier die Wagenwände bedeckt mit zahlreichen rätselhaften Inschriften. Nun sind wir am Ziel unserer Fahrt angelaiwt und schauen noch einmal, ehe wir durch die Sperre gehen, auf die Lokomotive, und siehe: auch an ihr entdecken wir wieder andere seltsame Zeichen. Was bedeuten sie
Weicht nun ein Wagen irgendwie von einer dieser acht „Normaltypen" ab, so werden dem großen Buchstaben ber Hauptgattung ein oder mehrere kleine Buch st oben angefügt, die dem Beamten kurz alles Wichtige sagen. Bon diesen Verbindungen im folgenden nur die häufigsten! Ein Mehr des Ladegewichts von 5 Tonnen wird durch m ausgedrückt. Öm ist also ein offener Kastenwagen mit einem Ladegewicht von 20 Tonnen. Ist bas Ladegewicht noch größer, so wird ber große Buchstabe verdoppelt. Ein OO bewältigt 30 Tonnen, und ein SS ist ein vier- oder mehrachsiger 15 Meter langer Schienenwagen mit mindestens 35 Tonnen Ladegewicht. Wird jedoch das Ladegewicht der Hauptgattung (oder auch einer Abart) nicht erreicht, ist es weniger, so wird ein w hinzugefügt. Rw ist demnach ein Rungenwagen unter 15, SSw ein Schienenwagen unter 35 Tonnen Ladegewicht.
Besonders lange und großräumige Wagen bekommen ein 1. Gl ist ein gedeckter Wagen mit sehr großer Ladefläche. SS ist, wie wir eben horten 15 Meter lang, SSI dagegen 18. Andererseits: ist die Ladelänge kürzer als normal, so wird ein k hinzugesügt. SSk ist also ein Schienenwagen unter 15, Sk ein Schienenwagen unter 13 Meter Lade- länge. k bedeutet, in anderer Zusammensetzung, auch Kühleinrichtung. Gkw ist also ein Kühlwagen mit einem Ladegewicht unter 15 Tonnen. Besonders hochwandige O-Wagen (für Koks — Coes) haben die Benennung Oe.
t heißt: der Wagen besitzt Vorrichtungen zum Selbstentladen, etwa Trichter. Was Xt, OOt und Otw bedeuten, können wir nun schon selber raten. > «*uu —- o-—/
Ein t erhalten auch die besonders tief gebauten, für aus und versuchen, ob wir die Sprache der Eisen- sehr große Güter bestimmten Tiefladewagen. Ein bahnwagen übersetzen können!
i zeigt an, daß der Wagest, etwa ein Giw, mit I Joachim Lange.
im Lift nach oben fahren ließ. Ihre Zimmer lagen im dritten Stock, man konnte also die Treppe benutzen. Eilig, aber doch nicht fo eilig, daß es ausfallen konnte — als Detektiv mußte man eben alles bedenken —, stieg Jenkins die Treppe empor.
Auf dem Gang, der zu ihren Zimmern führte, blieb Jenkins plötzlich stehen. Er sah, rote Ilm Parker aus feinem Zimmer kam. Aus feinem aus Jenkins Zimmer. Und wie er mit dem Nachschlüssel Die Tür wieder leise und sorgfältig schloß, bevor er in seinem eigenen Zimmer verschwand.
Was bedeutet das?
Einen Augenblick war Jenkins drauf und dran, Parker zur Rede zu stellen. Aber dann hatte ihn Parker erkannt, und alles wäre verdorben gewesen. Nein, Parker durfte nicht wissen, daß man ihm auf der Spur war. Man mußte ihn den Schlag gegen Lady Wellington ausfühten lassen und tm gegebenen Moment zupacken.
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drücken.
Die Vorteile dieses „Codes kommen noch mehr bei den Güterwagen zur Geltung, von denen es ungleich mehr Arten als von den Personenwagen gibt. Wir merken uns zuerst einmal acht große Buchstaben, mit denen, wenn man so sagen darf, die „Grundwagen" des Güterverkehrs bezeichnet werden. G ist ein gedeckter Wagen, K ein Klappdeckelwagen (hauptsächlich für Kalk), V - ein Verschlagwagen (für Vieh)- O ein offener Kastenwagen, H (Holz), ein (mit Drehschemeln ausge-


