Haus
Wirtschaft
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1900 I.Jgd. — Gef. 2/116 Fußballmannschaft 2:0 (2:0). '
Beide Mannschaften der HI. lieferten sich ein zähes Rennen, das zum Schlußpfiff die Blauweißen als Sieger sah. Die Gef. 2/116 gab eine gute Vorstellung, und mit etwas mehr Glück hätte das Ergebnis leicht anders lauten können, wenn nicht die Abwehrmauer der 1. Jgd. der SpVg. 1900 auf der Hut gewesen wäre. Der Sturm der Blauweißen konnte sich nicht so recht durchsetzen, da die Ersatzspieler aus der zweiten Jugend körperlich etwas zu schwach waren. Hätte der Sturm eine andere Durchschlagskraft besessen, so wäre das Spiel schon in der ersten Halbzeit eindeutig für 1900 entschieden gewesen. Jedoch erschöpfte man sich immer wieder in Kombinationen vor dem Tor, und der Erfolgsschuß fehlte! — Nach der Halbzeit sah das Bild etwas anders aus. Die Fußballmannschaft der Gef. 2/116 machte sich mehr und mehr frei und bedrohte gar oft das Tor der Blauweißen. Jedoch ohne Erfolg!
Briefkasten der Redaktion.
I. R. Gemeint ist die gewöhnliche, im ganzen Alpengebiet volkstümliche Zither. Jung und alt, Männer und Frauen, spielen darauf, indem sie das Instrument nicht wie die Konzertzither auf den Tisch, sondern auf den Schoß legen.
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wohl Rohstoffe — diese indessen nur wertmäßig — als auch Halbwaren und Fertigwaren. Unter diesen haben wiederum nur Enderzeugnisse — bei leichtem Durchschnittswertrückgang — zugenommen, während die Ausfuhr von Vorerzeugniffen etwas zurück- gegangen ist.
Mein-Mainische Börse.
INillagsbörse weiter abgefchwächt.
Frankfurt a. M., 20. Juni. Mangels jeglicher Anregung fehlten auch zum Wochenbeginn der Börse Kaufaufträge aus Kundschaftskreisen, so daß das vorhandene Angebot aus Abwicklungsverkäufen weiterhin nur zu ermäßigten Kursen Aufnahme fand. Dabei blieben allerdings die Umsätze wie bisher in bescheidenstem Rahmen. Große Kursoeränderungen gegenüber den Letztnotierungen traten nirgends auf, die Rückgänge betrugen zumeist nur den Bruchteil eines Prozentes. So waren IG. Farbenindustrie trotz der Ausführungen in der Hauptversammlung 0,40 v. H. schwächer, am Elektromarkte bröckelten Siemens um 0,25 v. H., Mainkraft um 0,50, AEG. sogar 1 v. H. ab. Holzmann abzüglich 7,2 v. H. Dividende darüber hinaus etwa 1 v. H. schwächer genannt. Am Maschinenmarkt gaben MAN. 1 o. H., Rheinstahl 0,75 v. H. nach. Daimler verloren 0,40 v. H., Adlerwerke Kleyer blieben behauptet. Montanwerte lagen weiterhin allgemein schwächer, wobei Vereinigte Stahlwerke 0,50 v. H., Rheinstahl 0,13 v. H., Hoesch 0,50 v. H. zurückgingen. Schließlich wurden Reichsbank-Anteile noch 0,75 d. H. niedriger notiert, während bei allen übrigen Märkten die ersten Kurse überhaupt nicht festgesetzt werden konnten.
Renten lagen ebenfalls ziemlich geschäftslos, Kommunal-Umfchuldung wurden mit 96 nach zuletzt 95,95 gehandelt, auch Späte Schuldbücher eher etwas freundlicher.
Auch im weiteren Verlaufe konnten die günstigen Meldungen aus der Wirtschaft keinerlei Anregung ausüben, die Börse blieb äußerst still und zeigte auch kaum noch Kursoeränderungem U. a. gaben Hoesch noch 0,13 v. H. nach, Rheinstahl aber um 0,65 v. H. gebessert. Vor allem auch IG. Farbenindustrie um 0,50 d. H. erhöht, wobei der bevorstehende Dividendenabgang mitgesprochen hat.
Abendbörse behauptet.
Trotz der großen Geschäftsstille zeigte die Abendbörse gegenüber dem nicht erholten Mittagsschluß einigermaßen behauptete Kurse. Etwas leichter lagen Erdöl, und zwar 0,50 v. H., Metallgesellschaft, die nachbörslich bis 127,65 (129,50) zurückfielen, waren auf dieser Grundlage eher noch angeboten. Rheinmetall in Anpassung an den schwächeren Berliner Kurs bis 141,75 v. H. abgeschwächt. IG. Farben dagegen 0,13 v. H. freundlicher. Die übrigen Werte wurden, soweit überhaupt Nennungen erfolgten, auf unveränderter Kursgrundlage gesprochen. Renten wiederum ohne Umsatz, man hörte Kommunal-Umschuldung mit 96 v. H. Die Abend- böfse schloß still. Es notierten IG. Farben 160,90, Adca 103,65, Commerzbank 113,90, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 111,75, Reichsbank 193,50, Buderus 113,25, Vereinigte Stahlwerke E 106,75, Bemberg 136, Berger Tiefbau 152,75, Demag 147,50, Erdöl 136,50, Scheideanstalt 244,50, Rheinmetall 141,75, Stempel 105.
Fwd. Hege m a g, Hessische gemeinnützige AG. für kleine Wohnungen, Darmstadt. Die Gesellschaft konnte erstmals seit 1929 in ihrem Berichtsjahr 1937 mit einem Reingewinn, und zwar von 3 325 RM., abschließen. Bisher waren die Ueberschüsse zur Beseitigung des Verlustvortrages notwendig, auch aus dem Jahresgewinn 1937 von 21 688 (59 123) waren 18 362 RM. Verlustvortrag erst abzudecken. Die Mietaussälle haben sich auf knapp ein Viertel (ein Prozent) der Sollmiete, die Mietrückstände 7200 (10 500) RM. verringert, unter letzteren waren noch 3800 RM. inzwischen eingegangene Dezemberm'eten enthalten, lieber den Stand des Unternehmens bemerkt der Bericht des Reoisionsverbandes, daß seine Gesamt» läge nach Durchführung der Sanierung (durch Staat und Städte) gesund sei. Seine Weiterentwicklung ist davon abhängig, daß ihm die Möglichkeit gegeben wird, die Bautätigkeit wieder aufzunehmen, zumal die Voraussetzungen hierfür durch die Sanierung geschaffen sind. Die Gesellschaft hält eine Kapitalerhöhung für notwendig, ihre Durchführung würde die Abgeltung der bedingten Ansprüche >er Sanierungsgläubiger aus dem Reingewinn sowie künftig eine Dividende ermöglichen.
* H o he Antragszugänge bei den öffentlichen Lebensverficherungsan» ft a l t e n im Mai. Im Mai wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensverficherungsanftalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten 13 472 Anträge gestellt mit 31,71 Millionen RM. Versicherungssumme (gegenüber 10 691 Anträgen mit 26,79 Millionen RM. Versicherungssumme im Vormonat und 14 054 Anträgen mit 24,61 Millionen RM. Der» sicherungssumme im Mai 1937). Zu diesem guten Ergebnis hat vornehmlich die Gi;oßlebensverficherung beigetragen, die sowohl der Anzahl wie der Summe nach die Zahlen der Vergleichszeiten übertroffen hat. Die durchschnittliche Versicherungssumme stellt sich für Mai in der Großlebensversicherung auf 3656 RM. und in der Kleinlebensversicherung auf 490.— RM.
Oer deutsche Außenhandel im Mai.
Fwd. Die vom Statistischen Reichsamt erstellten Außenhandelszahlen beziehen sich bis auf weiteres noch auf das deutsche Wirtschaftsgebiet in seinem früheren Umfang, d. h. sie stellen nach wie vor den Außenhandel des Altreichs dar. Aber aus einer Zusammenfassung der Zahlen des Handelsstatisti- schen Dienstes und des Statistischen Reichsamts ergeben sich folgende Zahlen für den Außen han- d e l Großdeutschlands: Hier beläuft sich im Mai die Einfuhr auf 516 Mill. RM., die Ausfuhr auf 465,5 Mill. RM.; die Einfuhr ist demnach gegenüber dem Vormonat um 39,1 Mill. RM. oder 8,2 v. H., die Ausfuhr um 13,5 Mill. RM. oder 3 v. H. gestiegen. Damit hat sich der Einfuhrüberschuß weiter erhöht, von 24 9 Mill. RM. im April auf 50,5 Mill. RM. im Mai. Für Januar bis Mai beläuft sich dßr Einfuhrüberschuß auf 151,8 Millionen Reichsmark.
Die Zunahme der Einfuhr in Großdeutschland gegenüber dem Vormonat entfällt überwiegend auf Waren der Gewerblichen Wirtschaft, insbesondere Rohstoffe und Halbwaren. Zugenommen hat auch die Einfuhr von Waren der Ernährungswirtschast, vor allem von lebenden Tieren und Waren tierischen Ursprungs, während die Einfuhr von Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs zurückgegan- gen ist.
Eine leichte Steigerung der Ausfuhr zeigt sich nur bei Waren der Gewerblichen Wirtschaft: die Ausfuhr von Waren der Ernährungswirtschaft ist etwas zurückgegangen. Enderzeugnisfe und Halbwaren vor allem sind nicht mehr ausgeführt worden, während die Ausfuhr von Vorerzeugniffen ein klein wenig kleiner geworden ist.
Im Altreich beläuft sich im Mai die Einfuhr auf 455,2 Mill. RM., die Ausfuhr auf 427,1 Mill. RM. Auch hier sind Einfuhr wie Ausfuhr gegenüber dem Vormonat gestiegen, die Einfuhr um 25,7 Mill. RM. oder 6 v. H., die Ausfuhr um 4,6 Mill. RM. oder 1,1 v. H. Infolge der stärkeren Zunahme der Einfuhr ist auch hier der Passivsaldo gestiegen, von 7,0 Millionen RM. im April auf 28,1 Mill. RM. im Mai. Diesen Zunahmen liegt im wesentlichen eine Mengensteigerung zugrunde; die Durchschnittswerte haben sich nur wenig verändert, sie sind im ganzen noch leicht zurückgegangen.
Die Belebung der Einfuhr im Altreich entfällt fast ganz auf Waren der Gewerblichen Wirtschaft; deren Einfuhr hat um 25,3 Mill. RM. oder 9,7 v. H. zugenommen. Alle Gruppen find daran beteiligt, am meisten Rohstoffe, deren Einfuhr um 16,6 Millionen RM. ober 11,1 v. H., und Halbwaren, deren Einfuhr um 6,4 Mill. RM. oder 8 v. H. gestiegen ist. Die Einfuhr von Waren der Ernährungswirtschaft hat sich im ganzen kaum verändert. Einer Einfuhrsteigerung bei lebenden Tieren, Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs und Genußmitteln steht ein Rückgang bei Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs gegenüber.
Die leichte Steigerung der Ausfuhr des Altreichs entfällt ganz auf die Waren der Gewerblichen Wirtschaft; deren Ausfuhr ist um 5,2 Mill. RM. oder 1,3 v. H. gestiegen, während die Waren der Ernährungswirtschaft in etwas verringertem Maße ausgeführt worden find. Gestiegen sind unter den Waren der Gewerblichen Wirtschaft ganz leicht fo-
brachte die erste Runde im Männereinzel, also nicht weniger als 64 Begegnungen. Erfreulicherweise konnten sich unsere Davispokalspieler sämtlich für die zweite Runde qualifizieren. Meister Heinrich Henkel gab auf Platz 1 eine recht eindrucksvolle Vorstellung und schlug den Engländer Bull mit 6:2, 6:0, 6:2. Gegen Henkels temporeiches und variiertes Spiel kam der Brite nicht auf. Schwerer hatten es schon Georg von Metaxa und Rolf ©opfert Der Wiener bezwang den bekannten englischen Davispokalspieler Wilde mit 4:6, 6:3, 9:7, 7:5, und ©opfert schlug den vom Wiesbadener Länderkampf her bekannten Inder Singh in einem Kampf, der über die ganze Distanz ging, mit 6:2, 2:6, 6:3, 4:6, 6:3.
Auf dem „center-court" machte in althergebrachter Weise der Titelverteidiger, in diesem Falle also der Amerikaner Donald B u d g e, den Beginn. Der Weltmeister hatte keine Mühe, den Engländer Gcm- dar D o w e r mit 6:2, 6:3, 6:3 ohne Satzverlust zu schlagen. Auch sonst gab es durchweg Favoriten- fiege. Don den „Gesetzten" kamen noch „Bunny" A u st i n (England), Roderich Menzel (Tschechoslowakei), Franz P u n c e c (Jugoslawien), Ladislaus Hecht (Tschechoslowakei) und Dragutin Mitic (Jugoslawien) eine Runde weiter. Austin war allerdings in seinem Kampf gegen Englands Hoffnung Filby stark in Nöten und gewann erst im fünften Satz. Daß es nicht ganz ohne Ueber- raschung abging, dafür sorgte der Argentiner Ruffel, der auf einem der Nebenplätze den Berliner Rot/Weiß - Sieger Jaro D r o b n y (Tschechoslowakei) bezwang.
Aufstiegspiel zur Bezirksklasse.
VfV.-R. Gießen — Ehringshausen 0:2.
Wenn man geglaubt hatte, die VfBer würden die Ehringshäuser glatt überfahren, so sahen sich die BfB.-Anhänger sehr getäuscht. Die VfBer spielten sehr zerfahren und konnten sich zu keiner einheitlichen Handlung aufraffen. Es fehlte der Einsatz. Die Ehringshäuser dagegen zeigten großen Eifer, und dieser wurde durch zwei Tore belohnt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Juni. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, M 20 219; Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R1Ä196, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Futtergerste —, Futterhafer —; Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W20 29,95; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 1'2 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreife ab Müblenstätion; Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —; Treber getrocknet 14,—, Höchstpreis ab Erzeugerstation; Trockenschnitzel —, Heu, gut, gesund, trocken, 5,50, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,—, Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverladestation. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 728 Kälber, 41 Hämmel, 29 Schafe, 3641 Schweine. Es kosteten: Kälber 34 bis 65 Mark, Lämmer unti Hämmel 38 bis 52, Schafe 28 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittel.
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