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Nach dem Fall von Hsütschau

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Die Karte zeigt die japanischen Ausgangsstellungen beim Angriff auf hsütschau. (Scherl.)

haben.

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Spanien" beaan- ischen Blättern Der-

Rom, 20. Mai. (Europapreß.) Die Anordnung des Sekretärs der Faschistischen Partei, Minister S t a r a c e, daß der 29. Mai in Italien und im italienischen Imperium alsTag der Soli­darität mit Nationalspanien"

Das Mnchener Bauprogramm wird morgen begonnen.

In Anwesenheit des Führers der erste Spatenstich zur Untergrundbahn und den anderen Bauvorhaben.

München, 20. Mai. (DRB.) Am Sonntag, 22. Mai, 11 Uhr, findet in Anwesenheit des Führers an der geschmückten Baustelle Ecke Lindwurm- und Ziemssenslrahe der erste Spatenstich zum Bau der großen Bauvorhaben in der Hauptstadt der Bewe­gung statt. Ehrenformationen der Mehrmacht und der Partei werden zusammen mit der Arbeiterschaft dem Baubeginn den feierlichen Rahmen geben. An der Spitze zahlreicher Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht wird Gauleiter Adolf Wag­ner den Führer begrüßen. Anschließend meldet Oberbürgermeister F i e h l e r dem Führer die Be­reitschaft für den Beginn der großen Bauvorhaben in der Hauptstadt der Bewegung und Reichsver- kehrsminister Dr. Dorpmüller zum Beginn des Baues der Untergrundbahn. Darauf gibt der Führer das Zeichen zum Beginn der Arbeiten. Die Lieder der Ration und Böllerschüsse werden künden, daß der Führer das große Münchener Bau­programm ins Wekk gesetzt hat.

gen werden soll, gibt den römi1, , anlassung, nochmals klar den Willen Italiens zum Ausdruck zu bringen, eine Festsetzung des Bolsche­wismus in Spanien unter keinen Um­ständen zu dulden. DasGiornale d'Jtalia" weist auf die Schicksalsgemeinschaft zwischen Italien und Spanien seit den Zeiten des römischen Im­periums hin. Die spanische Zivilisation sei eine Form der römischen Zivilisation. DieTribuna" schreibt, die sogenannte Republik von Bar­celona, die der hort des internationalen Kom­munismus sei und auf die Torpedierung des Frie­dens hinarb^ite, müsse fallen. Ihre Tage seien gezählt, und keine menschliche Macht werde sie verlän­gern. Das Italien Mussolinis, das Geschichte mache,

Standhaft Seite an Sette."

Justizminister Rchnaud feiert die Freundschaft mit England.

London, 21. Mai. (DNB.-Funkspruch.) In Leeds wird heute die Jahreskonfereiiz der Alliance Franxaise abgehalten. Der Oberbürgermeister gab aus diesem Anlaß am Frei­tagabend einen Empfang, an dem auch der in Eng­land weilende französische Justizminister Rey- n a u d und der französische Botschafter in London Corbin teilnahmen. Reynaud feierte in einer Rede die englisch-französische Freundschaft und be­hauptete, daß die englisch-französische Entente st ä r- k e r sei als je zuvor, heute sei es allen den­kenden Menschen diesseits und jenseits des Kanals klar, daß es für England und Frankreich das Ge­bot der Stunde sei, standhaft Seite

wisse Einschränkungen gemacht Diese müssen daher noch geklärt werden, bevor die Zurückziehung tatsächlich beginnen kann. In den späten Abendstunden ging das Gerücht um, Sowjet­spanien werde erhebliche Schwierigkeiten machen.

Tag der Solidarität mit Rationalspanien."

Oie italienische presst fordert Schluß mit derRepublik von Barcelona".

Aufenthalts in Libyen werden im Westen der Ko­lonie große Manöver stattfinden, an denen nach einer Meldung derGazetta del Popolo" zwei motorisierte Divisionen teilneh­men werden, die zu diesem Zweck vom Osten nach dem Westen Libyens geworfen worden sind.

Die©chattenfabriten*

für die englische Lustaufrüstung.

London, 20. Mai. (Europapreß.) Der neu ernannte Luftfahrtminister Sir Kingsley Wood scheint alles tun zu wollen, um durch seine Akti- nitöt der Opposition bei der für nächsten Mittwoch angesetzten Ünterhausaussprache über die Luft- aufrüstung das Wasser abzugraben. Am Freitag traf er mit den Leitern oer sieben Schattenfabriken" der englischen Flugzeug- Industrie zusammen, um sich über das Leistungs­ausmaß der einzelnen Werke Bericht erstatten zu lassen. Die Schattensabriken sind für die Zeit der Auftüstung in den Produktionsprozeß e i n g e - schaltet worden, obwohl sie an sich nur für den Kriegsfall gedacht sind. Weiter hatte der neue Luftfahrtminister eine längere Unterredung mit Lord Russield, dem Inhaber der großen Mor- ris-Automobilwerke, der nun endlich seine Dienste der Regierung zur Verfügung gestellt hat.

Aufrüstung

auch in Niederländisch-Indien.

Den Haag, 20. Ma!. (Europaprch.) Nach einer Mitteilung des Verteidigungsministers an die Erste Kammer beabsichtigt die niederländische Re­gierung, die Kriegsflotte Niederländisch - In­diens wesentlich auszubauen. Gleichzeitig soll die Luftwaffe durch eine dritte Gruppe von 39 Flugzeugen v e r st ä r k t werden. Schließlich ist der Ankauf von Luftabwehrgeschützen und Tanks vorgesehen, sowie eine weitere Moder­nisierung her Landstreitkräfte. Die Aufrüstungsausgaben stellen ein Drittel des ge­samten niederländisch-indischen Haushalts dar.

Anhaltendes Unwetter

auf dem spanischen Kriegsschauplatz.

Salamanca, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet: An.der Ca­stellon-Front im Abschnitt Villa Franca del Cid versuchte der Feind einen Gegenangriff, der erfolgreich a b g e w i e s e n wurde. Das an­haltende Unwetter verhinderte größere Opera­tionen. Einige Stellungen konnten verbessert wer­den. Im Abschnitt Corballan gelang es den nationalen Truppen, wichtige feindliche Stellungen südlich der Straße TeruelCantavieja zu erobern. An der Madrid-Front versuchte der Gegner im Vorort Carabanchel eine Mine zur Ex­plosion zu bringen. Durch einen Bedienungs­fehler explodierte diese jedoch noch innerhalb der feindlichen Gräben. Der im Küsten­abschnitt tobende Orkan ist so stark, daß einige Soldaten durch hochschlagende Wellen verwundet wurden.

Aufstand in einem nordmexilanischen Bundesstaat.

Mexiko, 20. Mai. (Europapreß.) Die mexi­kanische Regierung hat zur Bekämpfung des von General Cedillo in dem nordmexikanischen Dun­

das italienisch-englische Abkommen eine allmähliche Verminderung der italienischen Streitkräfte in Li­byen vorsah. Wenn jedoch Frankreich nach den Plä­nen des jüdischen Ministers und Sowjetrussensteun- des Mandel zur Mobilisierung von 70 000 Mann Eingeborenen schreite, so müsse man sich fragen, wie Italien ohne Gefahr für seine Sicherheit ein Programm verwirklichen solle, das sich auf das Vertrauen und das G l e i ch g e - wichtderKräfte in Nordafrika stütze. Der Vor­stoß in den Rücken des vielversprechenden italienisch- englischen Abkommens fei mit Mischern Zynismus in treuloser Weise erfolgt. Schöne Worte allgemei­ner Natur genügten nicht, um die Mißverständnisse zu klären.

London hofft aus Entspannung.

London, 21. Mai. (Europapreß.) London er­wartet für das Wochenende eine Entspannung des italienisch-französischen Verhältnisses. Diese Er­wartungen werhen zurückgeführt auf Mitteilungen aus Paris, wonach Frankreich sich, offensichtlich auf englischen Einfluß hin, gegenüber den italienischen Wünschen auf Schließung der Pyrenäengrenze positiv eingestellt habe. Paris soll gewillt sein, für 30 Tage nach Ankunft der neutralen Kommissionen für die Vorbereitung der Zurückziehung der Frei- willigen aus Spanien seine Grenzen mit Spanien zu schließen. Sollten technische nicht politische Gründe die Arbeiten der Kommis- sionen verzögern, soll Frankreich gewillt sein, die Grenzschließung 40 Tage lang durchzuführen. Man schließt aus günftiaen Aeußerungen ausländischer diplomatischer Kreist in London und Paris, daß der Höhepunkt der Krise auch in nichtenglischen Kreisen als überwunden betrachtet wird. Eine A u s- nähme bildet allerdings der hiesige sowjet­russische Geschäftsträger.

Ein wunder Punkt scheint die Art der Finan­zierung zu fein. Nach Schätzungen unterrichteter Kreise dürste die Vorbereitung und Durchführung der Zurückziehung der Freiwilligen rund zwei Mil­lionen Pfund kosten, ein Betrag, dessen Aufbrin- gung bisher noch nicht geregelt ist. Die Sage öirb dadurch noch schwieriger, daß die beiden krieg­führenden Parteien dem englischen Plan lldchs grundjätzliL übex gleichzeitig 2 e -

die Lunghai-Bahn vorstießen und damit die Rück­zugslinie der chinesischen Verteidiger von hsütschau bedrohten. Tschiangkaischek hat sich anscheinend nicht mehr überall rechtzeitig vom Feinde lösen können, aber wie weit es der japanischen Umfassungs­bewegung gelungen ist, den Chinesen eine Nieder­lage im Stil, von Cannae oder Tannenberg zu bereiten, läßt sich aus den nn Augenblick vorliegen­den Nachrichten vom Kriegsschauplatz noch nicht klar ersehen. Größeren Teilen der chinesischen Ar­mee scheint es gelungen zu sein, wenn auch unter schweren Blutopfern und Zurücklassung von wert­vollem Kriegsmaterial, durch den Rückzug nach Südwesten auf hankau zu der japanischen Um­klammerung zu entgehen, wobei sie vermutlich von frischen chinesischen Divisionen ausgenommen sein werden, die von hankau herangeführt wurden. Ob es ihnen gelingen wird, in der Linie hankauKai­feng an der Lunghai-Bahn nahe dem wichtigen Schnittpunkt mit der zweiten Nord-Südbahn Pe­kinghankau eine neue Stellung zu beziehen, wird wesentlich davon abhängen, wie schnell die Japaner nach der Einnahme hsütschau- den Vormarsch nach Westen fortzusetzen vermögen.

Mit der Eroberung hsütschaus sind die Japaner nun im Besitz der ganzen Nord - Südbahn TientsinNanking, die Provinz Schantung ist in ihrer Hand und der ganze Küsten­streifen, von Tientsin am Golf von Tschili im Nor­den bis nach Amoy an der Formosa-Straße. Po­litisch ermöglicht ihnen das die Vereinigung der autonomen Regierungen von Nord- und Mittel­china. Militärisch scheint man nun in Tokio beson­deren Wert darauf zu legen, Tschiangkaischek die Waffenzufuhr abzuschneiden, wenigstens soweit sie zvon Süden her über Kanton und Pakhoi an der Grenze von Französisch-Tonking ins Land kommt, so daß die Hankau-Regierung allein auf die Trans­porte aus Sowjetrußland angewiesen wäre. Dor kurzem erst sind japanische Seesoldaten auf der In­sel Amoy gelandet und haben nach kurzem Kampf Stadt und Hafen besetzt. Amoy war einer der ersten chinesischen Dertragshäfen im handel mit dem Aus­land und wichtiger Umschlagplatz nanzentlich auch für die Ausfuhr von Tee und Tabak, bis es von dem 500 Kilometer südlich gelegenen Kanton über­flügelt wurde. Die Besetzung Amoys hat strategische Bedeutung in mehrfacher Hinsicht. Einmal liegt der Hafen der japanischen Insel Formosa gegenüber, mit seiner Besetzung entfällt also auch die Gefahr eines chinesischen Handstreiches auf Formosa. Zum andern kann Amoy das Einfallstor in die Mchine- sifche Küstenprovinz Fukien fein, von wo aus die gegen hankau operierende japanische Armee an ihrem linken Flügel gedeckt werden könnte. Und schließlich könnte Amoy der Ausgangspunkt einer Operation gegen Kanton fein, der großen füd- chinefifchen Handelsmetropole, einst Sitz der Kuo­mintang, der chinesischen Volkspartei, deren radi- faler Flügel auch heute noch gerade in Kanton die Seele des antijapanischen Kurses und des Boykotts japanischer Waren ist. Der Millionenstadt Kanton, die nicht direkt am Meere liegt, vorgelagert ist aüf einer Insel die britische Kronkolonie Hongkong, die mit dem Hafen Kaulun auch auf das Festland übergreift. Japanische Operationen gegen Kanton würden also ähnliche und vielleicht sogar noch grö- ßere Schwierigkeiten mit England und vermutlich auch mit den Vereinigten Staaen ergeben, wie sie die Japaner schon in Schanghai zu kosten bekommen haben. Aber Kanton ist nicht nur Sitz des erbit­tertsten Widerstandes gegen einen versöhnlichen Kurs, s der den Manischen Wünschen entgegen­zukommen trachten würde, sondern auch über das britische Hongkong das wichtigste Eingangstor für die Kriegsmateriallieferungen, die die Hankau-Re- gifrung aus dem Ausland bezieht. Nach einer ja­panischen Besetzung Kantons und der weiter südlich gelegenen Insel Hainan würde Tschiangkaischek dar­auf angewiesen sein, seine Waffentransporte auf dem Landweg über Französisch-Jndochina oder Sow­jetrußland hereinzuholen, bei dem gebirgigen Cha­rakter der chinesischen Grenzprovinzen und dem überaus dünnen Wegenetz ein äußerst schwieriges Unterfangen. So stellt auch die nächste Phase des japanischen Feldzuges in China, die mit der Erobe­rung von hsütschau eingeleitet wird, beide Krieg­führenden vor neue große Probleme.

Dr. Fr. W. Lange.

renne nur ein Spanien, das Spanien Francos und der ruhmreichen Heere, die am Vorabend des großen Endfieaes stün­den. Dieses Spanien werbe Italien mit Aufrichtig­keit, Begeisterung und starkem Geist feiern, mit jener Klarheit der Absichten, die seine Politik kenn­zeichne.

Die Pariser Berichterstatter übermitteln ihren Blättern Auszüge aus der Pariser Presse, aus denen hervorgeht, daßFrankreich die Nichtein­mischungskomödie fortsetze", d. h. wei­terhin unter dem Deckmantel der Neutralität g e - wattige Mengen Kriegsmaterial an die spanischen Bolschewisten liefere. Frankreich wird erneut beschuldigt, durch diese Einmischung den spanischen Bürgerkrieg zu verlängern und nicht nur die Verständigung mit Italien, sondern, wie die Tribuna" erklärt, darüber hinaus auch jeden frucht­baren Versuch einer internationalen Entspannung z u vereiteln, in erster Linie durch die S a b o - tagedesitalienisch-englischenAbkom- m e n s. Mit aller Heuchelei sei die Tatsache nicht aus der Welt zu schaffen, daß die französischen Ka­nonen, Flugzeuge und Bajonette gegen das Heer Francos eingesetzt würden, in dessen Reihen d i e rtalienischenFreiwilligen kämpften. Nach der TurinerStomp a" kommt als erschwerend bi« Eütwicklllng in SaiüöixiU hinzu, wo

nach Westen verlegen. Am Samstagvormittag rich­teten die Japaner starke Luftangriffe auf K w e itö. .

Die zweite japanische Operation richtet sich auf den Seenraum hinter hsütschau und Nanking, wo­hin sich die zurückziehenden Chinesen gewandt haben. Ihnen sollen japanische Abteilungen, die bet haitschau am Endpunkt der Lunahai-Bahn gelandet werden, und aus der Richtung Nanking vorgehende Kräfte den Weg verlegen. Die nordöstlich von haitschau unter dem Schutz von Marinefliegern ge­landeten Truppen stießen sofort mit chinesischen Truppen zusammen und rückten sodann in Richtung auf haitschau vor. Man vermutet, daß die Chinesen entweder einen Durchbruch in südwest­licher Ri chkung auffi antau versuchen oder die Nanking-Front beunruhigen wollen. Jedenfalls find die Kämpfe um die Tientsin-Pukau-Bahn noch keineswegs abgeschlossen. Die neuen Operationen kündigen sich in zahllosen blutigen Teil» g.efechten an allen Teilen der Front an. Die Japaner sind an vielen Orten mit den führerlosen chinesischen Verbänden, die sich aus der Gegend oon hsütschau durchzuschlagen versuchen, in Kämpfe verwickelt worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reickskanzler über­mittelte dem General der Infanterie a. D. von Hülsen, Kassel, anläßlich seines 75.Geburts­tages telegraphisch seine besten Glückwünsche.

Das brasilianische AbendblattGlobo" betont in einem Bericht über eine Besprechung des deutschen Botschafters R i t t e r mit dem P o l i z e r ch e f v o n Rio de Janeiro, daß bisher im Hinblick auf eine Teilnahme hier ansässiger D e u t s ch e r an den letzten Ereignissen nichts festgestellt werden konnte, was diese kompromittieren könnte.

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Für die vom 28. Mai bis 10. Juli in Berlin ver­anstaltete Erste Internationale Hand- roertsausfteHung, an der außer Deutschland 33 fremde Staaten beteiligt sind, haben der Führer und der Duce wertvolle Ehren­preise gestiftet. Die Ausstellung wird in Zusam­menarbeit mit der Internationalen handwerkszen­trale (CIA.) in Rom von dem deutschen Handwerk in der DAF. und dem Reichsnährstand des Deutschen Handwerks gemeinsam mit dem Ausstellungs- und Messeamt der Stadt Berlin veranstaltet.

Noch unklare Lage.

Ausländskorrespondenten besuchen die eroberte Stadt.

Schanghai, 20. Mai. (Europapreß.) Das ja­panische Hauptquartier in Peiping hat die dortigen Ausländskorrespondenten eingela­den, mit einem Sonderflugzeug das eroberte hsütschau zu besichtigen. lieber die augenblickliche Lage im Gebiet der Lunghai-Bahn sind wohl erst nach diesem Besuch genaue Berichte zu erhalten. Am Freitagabend ist das Bild noch sehr unklar. Auf keinen Fall ist es so, daß mit der Eroberung von hsütschau die Kämpfe auch nur im Gebiet der Lunghai-Bcchn und im Süden Schan- tungs beendet sind. Die japanischen Stellen in Schanghai äußern sich zuversichtlich darüber, daß es ihnen gelingen werde, die mehrere hunderttausend Mann zählenden chinesischen Streitkräfte im Gebiet der Lunghai-Bahn zu zersprengen oder gefangen z u nehmen. Jedoch geht aus, den Erklärungen der Japaner hervor, daß die japa- nische Luftwaffe bisher den Hauptteil der aus hsütschau abmarschierenden Chinesen noch nicht f e st st e l l e n konnte und lediglich eine starke Kon­zentration chinesischer Kräfte zehn Kilometer östlich von hsütschau beobachtet hat. Ebenso wirb zuge­geben, daß die Chinesen zwischen Kweitö und Lan- feng an - der Lunghai-Bahn Schützengräben b e i e tz t haben und diese von den japanischen An­griffen bisher nicht überrannt worden sind.

Die japanischen Operationen.

Schanghai, 21. Mai. (DNB.-Funkspruch.) Nach dem Fall hsütschaus ist die chinesische Front an der Lunghai-Bahn in Zwei Teile zer­schlagen. Die eine chinesische Gruppe steht im Westen oon hsütschau um Kweitö herum, während die zweite sich oon hsütschau aus nach Südosten gewandt hat. Die japanische Heeresleitung hat be- retts Operationen eingeleitet, um diese beiden ge­trennten Gruppen einzukesseln. Die Operationen gegen die westliche Gruppe werden .durch die Be« setzung ß a n f e n g 5 , 40 Kilometer östlich von fiat- feng, von den aus dem Norden vorstoßenden Ja­panern eingeleitet. Sie sollen im Verein mit den südlich der Eisenbahn vorgehenden Truppen den bet Kweitö versammelten Gegner hindern, sich mit den rechtzeitig aus hsütschau abmarschierten Hauptlasten zu vereinigen und ihnen den weiteren Rückmarsch

Seite zu stehen.

Der englische Botschafter bei Bonnet.

Paris, 21. Mai. (Europapreß.) Der stanzösische Außenminister Bonnet hatte eine längere Unter­redung mit dem englischen Botschafter, Sir Eric P h i p p s über die Spanienfrage. Der englische Botschafter soll dem Minister das starke Interesse der englischen Regierung an dem raschen Ab­schluß der französisch-italienischen Verhandlungen ausgedrückt haben. Er habe in freundschaftlicher Weise den Minister gebeten, in der Spanienfrage nichts unversucht zu lassen, um eine Einigung der hauptsächlich interessierten Mächte und damit auch den günstigen Verlauf der franzö­sisch-italienischen Verhandlungen zu ermöglichen. In den Abendstunden des Freitag hatte Ministerprä­sident Daladier eine längere Unterredung mit Außenminister Bonnet über die außenpolitische Lage.

Man hofft in Frankreich, daß die englische Ver­mittlung die Wiederaufnahme der französisch-italie­nischen Verhandlungen vorbereiten werde. Eine Wiederaufnahme dieser Verhandlungen hält man deshalb nicht ganz für unwahrscheinlich, weil Frank­reich sich an der Pyrenäengrenze mit der vorläufigen Wiederherstellung einer Konttolle und mit der Zu­rückziehung der Freiwilligen nach dem Grundsatz einverstanden erklärt habe, für einen ausländischen Infanteristen auf sowjetspanischer Seite auch einen ausländischen Infanteristen auf nationalspanischer Seite und ebenso bei allen anderen Truppengattun­gen zurückzuziehen. Eine Hauptforderung Frank­reichs ist außerdem die Wiederaufnahme der See­kontrolle und der Kontrolle an der portugiesischen Grenze.

Viktor Emanuel III.

auf der Reise nach Libyen. ,

Rom, 20. Mai. (Europapreß.) Der König von. Italien und Kaiser von Äthiopien hat sich im ha-' fen oon Syrakus an Bord der königlichen Jacht nach Tripolis e i n g e f d) i f f t, wo er am Samstagvormittag eintreffen wird. Die königliche Jacht wird oon Flotteneinheiten der Kriegsmarine- begleitet. In den ersten Tagen feines elftägigen

Kopfschmerzen, Druck über den Augen und andere Beschwerden. Vielleicht liegt ein Sehfehler vor ? Eine Brille hilft 1 Augenärztl Verordnungen finden meine ganz besond. Beachtung. «ggD Optiker Aff» a.Bahnbof

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