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Rr.92 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Donnerstag, 21. ApriN938

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deutsch österreichischen Infanterie­regiments 14Großherzog von Hes- sen und bei Rhein" aus Linz mit der alten Regimentsfahne unter der Führung oon Major Ruckser vorbei, gefolgt von einer Tragtier-Maschi­nengewehrkompanie aus Steyr. Während die deutsch­österreichischen Truppen, die nach ihren bisherigen Ausbildungsvorschriften den im Reich üblichen Pa­rademarsch nicht kennen, und naturgemäß noch nicht nach den neuen Vorschriften ausgebildet werden konnten, im strammen Gleichschritt Vorbeigehen, folgt nun der dröhnende Paradeschritt der Infan­terie. Dem Kommandanten von Berlin, General­major -©eifert, folgt das Wachtregiment Berlin mit Oberst oon Alten an der Spitze. Die Truppenteile der 23. Division, die General­major Graf oon Brockdorff-Ahlefeld dem Führer meldet, schließen sich an. Die Musik­korps und Spielmannszüge schwenken jeweils vor der Tribüne ein. Die Heeres-Unteroffi- ziersschule Eiche rückt heran, das Infan­terieregiment 6 7 unter Oberst M ach o lz« das in drei geschlossenen Bataillonsblocks oorbei- marschiert, folgt. Den Abschluß der Fußtruppen des Heeres macht das Pionierbataillon 2 3. Dem Kommandeur des Kavallerieregi­mentes 9 folgt im Trab dos Musikkorps, "vorweg der Kesselpauker, der im eleganten Bogen um den weiten Platz herumreitet, um sich an den rechten Flügel des inzwischen gegenüber der Tribüne ein­geschwenkten Musikkorps zu setzen. Schwadron auf Schwadron zieht vorbei, zum Schluß, in Reih und Glied, zum erstenmal bei einer Berliner Parade gezeigt, die neue Radfahrabteilung.

Ebenfalls in bestechendem eleganten Trab defi­lieren nach der Kavallerie vier Batterien des A r t. - R g t. 2 3 vorüber. Dann kommt die II. Abteilung des Art.-Lehrregiments.

Marine und Luftwaffe.

Das Bild belebt sich, als nun die Marine in ihren weißen Blusen und blauen Hosen anmar­schiert, voran das Musikkorps der II. Abteilung der Marineunteroffizierlehrabteilung. Inzwischen hat Generaladmiral Raeder neben dem Führer den Platz des Generalobersten von Brauchitsch einge­nommen. Die Marine, die sich seit jeher in der Reichshauptstadt einer besonderen Beliebtheit er­freut, findet auch diesmal wieder bei der begeister­ten Menge besonderen Beifall. Jetzt tritt der Ober­befehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmar­schall Göring, neben den Führer. Die Einheiten der Luftwaffe marschieren an. Den Borbeimarsch eröffnen zwei Abteilungen des Luftwaffenregiments zu Fuß von der Luftkriegsschule Gatow und vom Wachbataillon der Luftwaffe. Dem blaugrauen Ba­taillonsblock folaen motorisierte Formationen der Luftwaffe, die I. Abteilung des Flakregiments 12, die II. Abteilung des RegimentsGeneral Göring" und die I. Abteilung des Flakregiments 32.

Die motorisierten Einheiten.

Nun schwenkt eine Abteilung der Panzer- truppe in schwarzen Uniformen vor der Tribüne ein, während wieder Generaloberst von Brau­chitsch neben den Führer tritt. Nun rollt eine Abteilung nach der anderen in raschem Tempo vor­über, zunächst Teile des Panzerregiments 10 und dann als Vertretung der österreichischen Artillerie, die sich im Kriege besonders ausgezeichnet hat, die I. Abteilung des Artillerie re giments 9 aus Wien. Der II. Abteilung des Schützen­regiments 3 schließt sich das Kraftschützenbataillon 3 an. Wiederum wechseln die Musikkorps. An die Stelle des Schwarz der Panzerwaffe ist wieder das Feldgrau der anderen Heeresformationen ge-

Das deutsche Volk feiert des Führers Geburtstag.

Sin Strom von Gratulanten in der Reichskanzlei.

Berlin, 20.April. (DNB.) Um 9 Uhr nahm der Führer in der Reichskanzlei die Glückwünsche seiner militärischen Adjutanten, der Herren seiner näheren Umgebung und deren Kinder entgegen. Kurz darauf überbrachten Reichsminister Dr. Goebbels mit seinen Kindern, Reichsminister Graf Schwerin-Krosigk, der ebenfalls von seiner Familie begleitet war, Reichsnilnifter Dr. Frick, Reichsminister Dr. Lammers, der Prä­sident des Geheimen Kabinettsrates, Freiherr von Neurath, Staatsminister Meißner, Neichspressechef Dr. Dietrick ihre Glückwünsche. Der Reichsführer ff Himmler überbrachte dem Führer einen Ehrendegen als Geschenk. Stabschef Lutze überbrackte dem Führer mit den Glück­wünschen der SA. einen metallenen Schrein in der Form eines Mahnmals, der die Bilder und Namen sämtlicher Gefallenen der Bewegung enthält. Eine große Zahl von Kindern drückte dem Führer ihre Glückwünsche in Versen und Sprüchen aus. Um 9.35 Uhr begab sich der Führer in den Hof der Reichskanzlei, wo der Spielmanns- und Musikzug der SA.-Standarte Feldherrnhalle spielte. Am Vor­abend des Geburtstages hatten bereits Reichs­minister Funk und Reichsleiter Amann dem Führer ihre Glückwünsche ausgesprochen.

Um 10.30 Uhr erschienen die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile, Generalfeldmarlchall Göring, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, Generaloberst von Brauchitsch, sowie der .Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, General Keitel. Reichsernährungsminister Darre über­brachte die Glückwünsche des deutschen Landvolkes und übergab dem Führer 500 000 Mark für soziale Zwecke. Auch heute wieder fand sich die deutsche Landjugend ein, um dem Führer ihre Glück­wünsche zu übermitteln, darunter auch Bauern­tinder aus Oesterreich, die dem Führer zusammen mit Blumen und Gedichten den Gruß aus der Heimat übermittelten. In der großen Anzahl der Gratulanten sah man ferner Reichsorganisations­leiter Dr. Ley, die Reichsleiter Bouhler und Buch, den Reichsjugendführer, Korpsführer Hühnlein, Reichsminister Kerrl, General Reinhard vom NS.- Reichskriegerbund, SA.-Gruppenführer Prinz August Wilhelm, die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Kliuk und Reichsamtsleiter Hilgenfeldt. Gauleiter B ü rck e l mit Reichsstatthalter Seyß-Inquart, Minister Glaise - Horstenau und anderen Herren der österreichischen Landesregierung übergab dem Führer die Originalurkunde über das Wieder­vereinigungsgesetz Deutschösterreichs mit dem Reich und die Urkunde über die Volksabstimmung. Aus dem Kreise der Kunst übermittelten u. a. ihre Glück­wünsche Professor Dr. Ziegler, Professor Speer und Professor Thorack. Die Glückwünsche der Stadt Berlin überbrachte Oberbürgermeister und Stadt­präsident Dr. Lippert. Direktor Merlin und der Automobilkpnstreukteur Porsche sprachen dem Führer namens der deutschen Kraftfahrzeugindustrie ihre Glückwünsche aus. Jungen und Mädel in bunten und farbenprächtigen Trachten kommen aus allen deutschen Gauen, aus der befreiten Ostmark und aus auslandsdeutschen Siedlungsgebieten. Der Füh­rer dankt ihnen allen herzlich für die Blumen, die sie ihm überreichen. Die Berliner Blutordentsträger sind gemeinsam mit Blutordensträgern aus dem Reich erschienen, um dem Führer, ihre Glückwünsche

auszusprechen. Der Führer dankt jedem durch einen I feit der Machtübernahme. Der Führer nimmt auf Händedruck für ihre Treue. Die Reihenfolge der dem Hof der Reichskanzlei den Wagen vom Be- Gratulationen wird unterbrochen durch die Vor- triebsführer der Opelwerke, Dr. Fleischer, und dem führung des von de« Opelwerken dem Führer zum Betriebsobmann Funk mit herzlichen Dankesworten Geschenk gemachten 5 0 0000. O p e I - a g e n s1 entgegen.

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Die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile bei der Gratulation in der Reichskanzlei Unsere Aufnahme zeigt Generalfeldmarschall Göring bei der Glückwunschansprache an den Führer. Etwas rechts Generaladmiral Dr. h. c. Raeder und Generaloberst von Brauchitsch. (Presse-Jllustrationen-Hoffmann-M.)

Sie GebuNSiagsparade in der Reichshaupisiadi.

Aufmarsch zur Parade.

Marschmusik hallt die Linden entlang. Die Wehr­machtabteilungen rücken zur Parade an. Es ist 10 Uhr. Eben noch zogen die Kompanien eines Jn- fanteriebataillons mit wehenden Fahnen an der Friedrich-Wilhelm-Universität vorüber, da rückt aus der Dorotheenstraße Kavallerie ein. Zugleich nahen von dem Brandenburger Tor mit klingendem Spiel Abteilungen der Luftwaffe. Die gelben Fahnen leuch­ten, Instrumente und Degen glitzern in der April­sonne, die aus den weißen und grauen Wolken über der Hedwigs-Kathedrale hervorsieht. Ueber den Platz eilen die Ehrengäste zu den beiden Tribünen, die sich gegenüber der Universität und gegenüber dem Zeughaus erheben. Den Lustgarten füllen nun bis hinüber zum Schloß und dem Nationaldenkmal die verschiedensten Truppenteile, bereit, vor dem Obersten Befehlshaber in Parade zu marschieren.

Unmittelbar vor 11 Uhr künden Kraftradfahrer das Nahen des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht. Ein Sturm von freudigen Stim­men hat sich in der Ferne erhoben und nähert sich schnell. Da erklingt schmetternd ber. Präsentier- marsch. Ein Meer von Händen reckt sich hoch: der Führer fährt grüßend heran. Im Wagen feine militärischen Adjutanten: Major Schmundt, Kor­vettenkapitän von Puttkammer, Hauptmann von

Below und Hauptmann Engel. Es folgt der Wagen des Generalfeldmarschalls Göring, hierauf Gene­raladmiral Raeder, Generaloberst von Brau­chitsch, dann General der Artillerie Keitel. Der Führer fährt sofort zur Besichtigung der Parade- aufftellung. Als er zum Schloß zurückkommmt, fährt sein Wagen quer über die sandbestreute Mit­telbahn zur Führertribüne vor der Univer­sität. Die erste große Parade zum Geburtstag des Führers nach der Schaffung des Großdeutschen Reiches beginnt.

Das Linzer Regiment eröffnet den Vorbeimarsch.

Der Kommandeur der Parade, Generalleutnant Freiherr von Dalwigk - Lichtenfels, stellvertretender Kommandierender General des III. Armeekorps, setzt sich an die Spitze der Trup­pen. Neben dem Führer auf der mit Tannengrün umkränzten Tribüne, steht der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch. Da­hinter haben die Oberbefehlshaber der Wehrmacht­teile und General der Artillerie Keitel Aufstellung genommen. Generalleutnant Freiherr von Dalwigk erstattet dem Führer Meldung. Dann marschiert mit klingendem Spiel das I. Bataillon des

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Lm Hintergrund der Oberbefehlshaber oes ^sauterie; im Hintergrund die Unwerjität - (Scherl-Bilderdienst-M^ - -